CH188541A - Verfahren und Einrichtung zum Anlassen von mit Schweröleinspritzung arbeitenden Selbstzünd-Motoren. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Anlassen von mit Schweröleinspritzung arbeitenden Selbstzünd-Motoren.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Anlassen von mit Schweröleinspritzung arbeitenden Selbstzünd-Motoren. Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Anlassen kaltge wordener, mit Schweröleinspritzung arbei tender Selbstzündmotoren. Die Erfindung des Hauptpatentes besteht darin, dass dem beim Andrehen entstehenden Saugluftstrom vor seinem Eintritt in den Zylinder verdampfter Betriebsbrennstoff zugemischt wird, und dass, das Gemisch im Zylinder ver dichtet wird und gegen Ende der Verdich tung verbrennt.
Der Brennstoffdampf wird bei einem der Ausführungsbeispiele des Hauptpatentes dadurch erzeugt, dass man die beim Anlassen von der Maschine angesaugte Luft ganz oder teilweise durch den zu ver dampfenden Brennstoff hindurchlässt, so dass dieser Luftstrom Oltröpfchen mitreisst und mit diesen zusammen vor dem Eintritt in die Maschine an einer Heizvorrichtung vor beigeführt wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird beim Andrehen der Maschine dem Saugluft- strom über eine Saugdüse Brennstoff in fein verteiltem Zustand beigemischt und das da durch sich bildende nebelförmige Gemisch auf dem Weg zur Maschine an mindestens einer Heizvorrichtung vorbeigeführt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel der Einrichtung gemäss der Erfin dung dargestellt. Anhand desselben wird im folgenden auch das Verfahren gemäss der Erfindung beispielsweise beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt, Fig. 2 eine Variante, und Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2.
Mit einem Luftansaugrohr m einer nicht gezeichneten Einspritzbrennkraftmaschine ist eine Kammer n für das zum Zwecke des An lassens zu verdampfende Schweröl durch eine Zweigleitung x verbunden. In dieser ist ein an eine nicht gezeichnete elektrische Stromquelle (z. B. Wagenbatterie) anschliess- barer Heizwiderstand angeordnet. Durch eine von aussen verstellbare Klappe y kann Luft entweder über den Einlass des Ansaug rohres in oder über die Zweigleitung<I>x</I> ange saugt werden.
In die Kammer in taucht ein Düsenrohr 20 mit Zulauföffnimgen 21 und Ausspritz- öffnungen 22. Die Öffnungen 22 liegen in einer verhältnismässig engen Öffnung 23 eines trichterförmigen Deckels 24 der Kam mer n. Unterhalb des Deckels sind in der Wand der Kammer n Lufteintrittsöffnungen 25 vorgesehen.
Der Brennstoffstand in der Kammer n wird durch einen, einen nicht ge zeichneten Brennstoffzulauf beherrschenden Schwimmer 26 konstant gehalten.
Beim Anlassen der kalten Maschine wird die Klappe y in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung gebracht und der Heizwiderstand o unter Strom gesetzt. Die von der Andreh- vorrichtung (z. B. dem elektrischen Anlas ser) bewegten Maschinenkolben saugen über die Öffnungen 25 Luft an.
Infolge der Trichterform des Deckels 24 durchspült diese Luft die Kammer n, nimmt dort vorhandene Brennstoffdämpfe mit und tritt dann mit grosser Geschwindigkeit .durch die Öffnung 21 Dadurch entsteht an den Öffnungen 22 ein. dynamischer Unterdruck, der Brennstoff aus der Kammer n durch das Rohr 20 hoch saugt und über die Öffnungen 22 in fein verteiltem Zustand ausspritzt.
Diese feinen Brennstofftröpfchen vermischen sich mit der vorbeistreichenden Luft zu einem feinen Ne bel, der oberhalb des Deckels 24 durch den Heizwiderstand o hindurchgeht und sich dort erwärmt, so dass: der Nebel mindestens teil weise in Dampfform übergeht und die Ma schine trotz der kalten Aussentemperatur ein bei der Verdichtung selbstzündendes Ge misch erhält.
Bei der mit der gezeichneten Einrichtung versehenen Einspritzbrennkraftmaschine wird die Einspritzbrennstoffmenge durch einen Regler entsprechend dem im Luftansaugrohr der Maschine herrschenden Unterdruck be messen und mit wachsendem Unterdruck ver- ringert. Diese Regelvorrichtung ist in Fig.1 lediglich durch den Venturirohreinsatz 30 im Luftansaugrohr und das von diesem zum Regler führende Röhrchen 31 angedeutet.
Beim Anlassen der Maschine mit ge schlossenem Luftansaugrohr (Fig. 1) ent steht wegen der engen Öffnungen 2:3 und 2.5 ein Unterdruck im Ansaugrohr in, der so gross werden kann, dass der Regler die Brennstoffeinspritzung unterbricht. Um dies zu verhindern, sind in der Klappe y Löcher 32 vorgesehen, die auf der der Maschine zu gekehrten Seite durch Blattfedern 3'3 ver schlossen sind.
Diese Blattfedern werden ab gehoben, sobald der Unterdruck im Luftan- saugrohr eine bestimmte Höhe erreicht hat, und verhindern so, dass, der Unterdruck im Luftansaugrohr auf ein Mass steigt, bei dem der Regler die Brennstoffeinspritzung unter bricht.
Bei normalem Betrieb liegt die Klappe y waagrecht abschliessend über der Zweiglei tung x, und die Blattfedern :33 befinden sich dann auf der dem Luftansaugrohr abgekehr ten Seite der Klappe; die Ventile öffnen, sieh infolgedessen während des normalen Betrie bes nicht.
Nach Fig. 2 und 3 ist zum Anlassen bei sehr strenger Kälte aussen an der Zweiglei tung x über den Heizspiralen; ein Napf 27 für leicht verdampfenden Brennstoff (z. B. Benzin) vorgesehen, dessen Fassungsver mögen zweckmässig gerade so gewählt ist. dass: es für ein einmaliges Anlassen aus reicht. Der Napf 27 ist durch ein spiralför mig gewundenes, oberhalb des Heizwider standes o liegendes Rohr 28 mit dem Innern der Leitung x verbunden. Die Mündung 29 des Rohres 28 liegt etwas höher als der Rand des kleinen Napfes 27, damit beim Füllen des Napfes vor dem Anlassen das Benzin nicht in die Kammer n läuft.
Mit dieser Hilfsvorrichtung kann bei sehr niedriger Aussen- und Motortemperatur dem erwärmten. Schweröldampf-Luftgemisch noch leichtverdampfendes Benzin zugeführt werden, welches von diesem Gemisch beim Vorbeiströmen aus der Mündung 29 des Rohres 28 mitgerissen wird. Dadurch wird unter allen Umständen ein rasches und siehe- res Anspringen der Schwerölmaschine er reicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Anlassen von mit Schwer öleinspritzung arbeitenden Selbstzüud- motoren nach dem Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass beim Andrehen der Maschine dem Saugluftstrom über eine Saugdüse Brenn stoff in fein verteiltem Zustand beige mischt und das nebelförmige Gemisch auf dem Weg zur Maschine an minde stens einer Heizvorrichtung vorbeige führt wird.II. Einrichtung nach Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft beim Andrehen der Maschine in einen Anlass- brennstoffbehälter unmittelbar unter einem Deckel des Anlass:brennstoffbehäl- ters eingeführt wird, welcher Deckel den Saugluftstrom zuerst gegen den Brenu- stoffspiegel des Behälters lenkt und dann durch eine enge Öffnung an den Ausspritzöffnungen des Düsenrohres vor bei zu der Heizvorrichtung entlässt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen kleinen Be hälter für leicht verdampfbaren Brenn stoff, aus welchem der Brennstoff hinter der Heizvorrichtung in das Brennstoff luftgemisch gelangt. \2.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Behälter (27) für leicht verdampfbaren Brennstoff aussen an der Zuleitung für das Saugluft brennstoffgemisch angeordnet und mit dem Heizraum durch ein Rohr (28) ver bunden ist, dessen Mündung (29) höher liegt als der obere Rand des Behälters (2,7). 3. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das Rohr (28) im Heiz raum spiralförmig gewunden ist. 4.Einrichtung nach Patentanspruch II für Maschinen, bei denen die Brennstoff zufuhr im Betrieb durch einen Regler entsprechend dem Unterdruck im Luft ansaugrohr der Brennkraftmaschine ein gestellt wird und eine von aussen ver stellbare Klappe zum Absperren des Lufteinlasses in das Luftansaugrohr vorgesehen ist, gekennzeichnet durch Lufteinlassventile, die beim Andrehen Luft in den Anlassgemischstrom treten lassen,wenn bei abgesperrtem Luftein- lass im Luftansaugrohr der von der Ma schine erzeugte Unterdruck über ein be stimmtes Mass. steigt. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Lufteinlassventile (3,2, 33) derart an der Absperrklappe (y) an geordnet sind, dass sie nur in der Anlass- stellung der Klappe (y) vom Unter druck im Luftansaugrohr (7n) geöffnet werden.
Applications Claiming Priority (2)
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| DE188541X | 1934-09-26 | ||
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| CH188541A true CH188541A (de) | 1936-12-31 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| CH (1) | CH188541A (de) |
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1935
- 1935-09-23 CH CH188541D patent/CH188541A/de unknown
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