CH188601A - Vorrichtung zur Herstellung von Essig. - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Essig.

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CH188601A
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12JVINEGAR; PREPARATION OR PURIFICATION THEREOF
    • C12J1/00Vinegar; Preparation or purification thereof
    • C12J1/10Apparatus

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Description


      Vorrichtung    zur Herstellung von Essig.    Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildet eine Vorrichtung zur Herstel  lung von Essig auf im Rundpump bedienten       Grossraumbildnern    unter Regelung der Bild  nertemperatur durch selbsttätige Einstellung  der geeigneten     Aufgusstemperatur    der Mai  sche, sowie der     Aufgussmenge    der Maische       mittels    bei     Temperaturveränderungen    elek  trischen Kontakt gebenden Einrichtungen,  insbesondere     Kontaktthermometern.     



  Die Erfindung     beruht    auf dem Gedan  ken, dass in dem     LTmflussweg    der Maisehe  ausser einem Kühler ein Zwischenbehälter  mit diese Regelung bewirkenden Hilfsmit  teln vorgesehen ist.  



  Zur Regelung der Temperatur der Auf  gussflüssigkeit sind in den     Zwischenbehälter     ein oder mehrere Kontakteinrichtungen ein  gesetzt, welche ein oder mehrere Organe  steuern, zum Beispiel Elektromagnete, die  die dem Kühler zufliessende Wassermenge  regelnde, am     Zufluss-    oder     Abflussende    der  Wasserleitung befindliche Ventile betätigen.  



  Zur Regelung der     Aufgussmenge        kann,       der Zwischenbehälter Ventile zum regelbaren  Abfluss der Maische in den Essigbildner     entr     halten. Die Stellung dieser     Maischeventile     kann etwa durch Elektromagnete geregelt  werden, die durch in der     Spänefüllung    in  verschiedener Höhe angebrachte Kontaktein  richtungen gesteuert werden.

   Ein oder  mehrere Kontaktthermometer der     Spänefül-          lung    können mit einem oder mehreren in dem  Behälter angebrachten Kontakteinrichtun  gen derart zusammenarbeiten, dass gegebe  nenfalls von einer bestimmten Temperatur  an, die Regelung der     Aufgusstemperatur    mit  oder ohne gleichzeitige Regelung der Auf  gussmenge     bewirkt    wird.  



  Ferner können     Kontakteinrichtungen    in  der     Spänefüllung    des Bildners den zur Oxy  dation des Alkoholgehaltes der Maische die  nenden Luftstrom durch Betätigung von  beispielsweise     elektromagnetisch    gesteuerten       Lufteinlassventilen    regeln.  



  Auf der beiliegenden Zeichnung ist     ein          Ausführungsbeispiel    des Erfindungsgegen  standes     schematisch        voransehaulieht,         1 bezeichnet den Essigbildner, 2 die       Spänefüllung    , 3 den     Sammelraum,    4 den       Aufgussraum    mit dem Spritzrad 5, 6 die den  Rundpump bewerkstelligende Pumpe, 7 den       Maischekühler,    8 die Speiseleitung.  



  Zur Beschickung des Kühlers 7 mit  Kühlwasser ist in geeigneter Höhe ein Was  serbehälter 9 mit eingebautem Schwimmer  ventil 1 vorgesehen, so dass das Wasser dem  Kühler unter konstantem, verhältnismässig  niedrigem Druck zuläuft. Am Austritt des  Kühlers befindet sich ein elektromagnetisch  gesteuertes Wasserventil 11, welches bei dem  geringen herrschenden Wasserdruck nur ge  ringer Kräfte zur     Steuerung    bedarf. Unter  Umständen kann die     Anbringung    mehrerer  derartiger Ventile nützlich sein; die Wasser  steuerung erfolgt ,dann stufenweise.  



  In den Weg der rundgepumpten Maische  ist zwischen Speiseleitung 8 und     ;Spritzrad    5  ein kleiner Behälter 12 eingeschaltet, der  ausser dem obern und untern Boden einen  mittleren Boden besitzt. Dadurch entstehen  zwei voneinander getrennte Teilbehälter,  nämlich der obere grössere 12' und der un  tere kleinere 122. In dem     obern    Behälter wird  durch ein eingebautes Schwimmerventil 14  der Stand der aufgepumpten Maische gleich  gehalten. Im     obern.    Boden des Bottichs sind  mehrere, nach der Zeichnung     vier        Elektro-          magnete    15', 152, 153 und     154,    vorgesehen.

    Senkrecht     darunter    befinden sich im mitt  leren Boden trichterförmige Ablaufkörper  16I, 162, 163 und 164, die mittels an Ketten  hängender, kugelförmiger Ventilkörper durch  die zugehörigen Elektromagnete geöffnet  oder geschlossen werden und demgemäss den       Zufluss    der Maische aus dem     obern    Behälter  12' in den untern Behälter 122 öffnen oder  sperren. Die Betätigung der Ventile 161-164  erfordert infolge des sehr geringen, auf  ihnen lastenden Flüssigkeitsdruckes nur ge  ringe magnetische Zugkräfte. Die Ablauf  trichter     16I-164    sind genau     kalibriert    oder  einstellbar, so dass ganz bestimmte, jedoch  veränderbare     Maischemengen    durchlaufen.

    Ausser diesen Ablauftrichtern befindet sich  noch ein     derartiger    Ablauftrichter 16  in    demselben Boden, der ohne Ventilarbeit und  stets eine     gewisse    Minimalmenge Maische  durchfliessen lässt, sofern überhaupt die  Pumpe     Maische    fördert. Die untere Kammer  122 des Behälters 12 besitzt ein     Abflussrohr     17 zum     Spritzrad    5 und ein oder mehrere  Kontaktthermometer 18 und 19 in der Nähe  des Ausflusses.  



  In die     Spänefüllung    2 des Bildners sind  mehrere Kontaktthermometer     20I,    202, 20',  204 in verschiedener Höhe     eingeführt.    Diese  Kontaktthermometer sind durch elektrische  Leitungen mit den Elektromagneten     15I,    152,  <B>15'</B> und 154 verbunden. Ausserdem geht vom  Kontaktthermometer 204 eine Verbindungs  leitung über das Kontaktthermometer 19 zum  Wasserventil 11.  



  Die in den     Sammelraum    3 eingeführte  frische Maische, deren Temperatur meistens  unter derjenigen der     Kontaktthermometer    18  und 19 liegt, wird durch die Pumpe 6, durch  den Kühler 7 (in der Praxis im Gegenstrom  zum Kühlwasser) und die Leitung 8 in den  Behälter 12     gefördert    und stellt sich durch  das     Schwimmerventil    14 auf gleichbleibende  Höhe ein. Die Ventile     16I-164    sind vorerst  geschlossen. Die Maische läuft daher zu  nächst nur durch den     Abflusstrichter    16  in  den untern Teil 12\ und durch die Leitung  17 in das     Spritzrad    5.

   Durch den aus der       Spänefüllung    ablaufenden, warmen Essig  steigt alsbald die Temperatur der rund  gepumpten Maische, bis die am Kontaktther  mometer 18 eingestellte Temperatur von x ,  die höchst zulässige     Aufgusstemperatur,    er  reicht ist. Das     Kontaktthermometer    18  schliesst jetzt den Strom und öffnet hier  durch das Wasserventil 11, so dass Kühlwas  ser aus dem     Wasserdruckregler    9 durch den  Kühler 7 fliesst und die Maische herunter  kühlt. Dadurch fällt die Temperatur der  rundgepumpten Maische schnell unter x , so  dass der Kontakt bei dem Thermometer 18  gelöst und der     Durehstrom    von Kühlwasser  durch den Kühler mittels des     Ventils    11 ge  drosselt wird.

   In stetem Wechsel fliesst also  gekühlte und     ungekühlte    Maische dem Be  hälter 12' zu, der so gross     .dimensioniert    ist,      dass eine genügende Mischung zwischen ge  kühlter und     ungekühlter        Aufgussflüssigkeit     stattfindet. Der Temperaturausgleich be  wirkt, dass die durch Rohr 17 in das     Spritz-          rad    abfliessende Maische nur ganz     geringe          Temperaturschwankungen    aufweist, die aber  zur Betätigung des Kontaktthermometers 18  genügen.  



  Die zunehmende Essiggärung lässt bald  die Temperatur der     Spänefüllung    ansteigen.  Sobald das Thermometer 20' eine Tempera  tur von a'   erreicht hat, schliesst es den  Stromkreis des Elektromagnetes 15', der das  Ventil 16' öffnet und eine genau bemessene  Menge     Maische    zusätzlich in den Behälter  <B>12'</B> und damit in das     Spritzrad    abfliessen  lässt.

   Hat Thermometer 20' (tiefer, etwa in  der Mitte der     Spänefüllung    montiert) die       Optimaltemperatur    von     a2      erreicht, so  schliesst es den Stromkreis des Elektromag  netes 15', der das     Ventil    162 öffnet und eine  weitere     Maischemenge    abfliessen lässt.

   Hat  das im untern Teile der     Spänefüllung    be  findliche Thermometer 203 die     Optimaltem-          peratur        a3      erreicht, so schliesst es den       Stromkreis,des    Elektromagnetes 153, der das  Ventil 163 öffnet; dadurch wird zum dritten  Male einer weiteren     Maischemenge    der Zu  fluss freigegeben. Der Bildner ist jetzt in  normaler Arbeit.  



  Um aber bei einer möglichen weiteren       Leistungssteigerung    noch mehr Wärme aus  der     Spänefüllung    abzuleiten, ist das Kon  taktthermometer 204 vorgesehen, das bei Er  reichung der aussergewöhnlichen Höchsttem  peratur von     a4      den vierten Elektromagneten  154 mit dem Ventil 164 betätigt. Ausserdem  schliesst Kontaktthermometer 204 ,den Strom  kreis     des    Kontaktthermometers 19 im       Maischebehälter    12'.

   Während bisher ohne  Rücksicht auf die Zahl der eingeschalteten  Elektromagneten     151-153    die     Aufgusstem-          peratur    durch das Thermometer 18 auf x    gehalten wurde, setzt nunmehr Thermometer  19 durch Betätigung .des Wasserventils 11  die     Aufgusstemperatur    um einen einstell  baren Betrag, auf     y     , herab. Somit erhält der  Bildner in diesem Zustande der Höchstlei-         stung    nicht nur ein Maximum an gekühltem       Aufguss,    sondern auch einen     Aufguss    von her  abgesetzter Temperatur, so dass den höchsten  Anforderungen an Wärmeabfuhr entspro  chen wird.

   Wenn man sofort bei Inbetrieb  nahme mit der niedrigen     Aufgusstemperatur          y          beginnen    würde, so würde dies für den       Gärprozess    nachteilige Polgen haben.  



  Die Zahl der     Kontaktthermometer    in der       Spänefüllung    und die Zahl der Elektro  ventile im Behälter 121 kann nach Bedarf  ebenso gewählt werden wie die Zahl der       Kontaktthermometer    im Behälter 122 und  der     Wasserventile,    die die     Wasserzufluss-          menge    für den Kühler regeln. Auch kann die  Zahl der Kontaktthermometer in der Späne  füllung, die nach Art von 204 zusammen mit  19 gleichzeitig Maische- und     Kühlwasserzu-          fluss    regeln,     beliebig    vermehrt werden.

    Schliesslich kann durch .diese Elemente ledig  lich eine :Steuerung des Wasserzuflusses und  damit eine Herabsetzung der     Aufgusstempe-          ratur    bewirkt werden.  



  Die     Durchflussmenge    der Ventile     16 -164     kann durch Auswechseln verschieden     kali-          brierter    Röhrchen nach Wunsch geregelt  werden.  



  Das Niveau der Maische kann in dem  Behälter 12' :durch ein einfaches Überlauf  rohr 21, also nicht durch ein Schwimmer  ventil hergestellt werden; das     Überlaufrohr     lässt die stets     etwas    im Überschuss gepumpte  Maische in den Sammelraum     ä    des Bildners  zurücklaufen. Aber auch bei Verwendung       des    Schwimmerventils 14 ist dieser alsdann  etwas höher angebrachte Überlauf zweck  mässig, indem bei einem     etwaigen    Nicht  schliessen des Schwimmerventils die zuviel  geförderte Maische ohne Verlust in den Bild  ner zurücklaufen kann.  



  Die     beschriebene        Einrichtung    kann auch  zur selbsttätigen Regelung des. Luftstromes  (Oxydationsluft) ausgebaut werden, indem  zum Beispiel das Kontaktthermometer 204  bei     Eintritt    der     Höchstleistung    (siehe oben)  ein     .elektromagnetisch    gesteuertes     Luftventil     22, öffnet, welches     zus.ätzliohe        Oxydations-          luft    in den Essigbildner     eintreten        lässt.         An Stelle der     Kontaktthermometer    kön  nen auch andere,

   bei Temperaturänderungen  elektrischen Kontakt gebende Einrichtungen,  zum Beispiel auch solche, welche die Tem  peratur nicht ohne weiteres erkennen lassen,  angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Herstellung von Essig auf im Rundpump bedienten Grossraumbild nern unter selbsttätiger Regelung der Bild nertemperatur mittels bei Temperaturände rungen elektrischen Kontakt gebenden Ein richtungen, insbesondere Kontaktthermo- metern, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Umflusswege der Maische ausser einem Maischekühler ein Zwischenbehälter vorge sehen ist, in den ein oder mehrere Kontakt einrichtungen eingesetzt sind, welche ein oder mehrere Organe steuern,
    die die dem Kühler zufliessende Wassermenge regelnde Ventile in der Wasserleitung betätigen. UNTERANSPRüOHE 1. Vorrichtung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in dem Zwi schenbehälter Maischeventile zum regel- baren Abfluss der Maische in den Essig bildner vorgesehen sind, die mittels Elek tromagneten und in der Spänefüllung in verschiedener Höhe angebrachter Kon takteinrichtungen betätigt werden. 2.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass ein oder mehrere in die Spänefüllung eingesetzte Kontakteinrich tungen derart mit in dem Zwischenbehäl ter angebrachten Kontaktthermometern oder dergleichen verbunden sind, dass von einer bestimmten Temperatur an die Re gelung der Aufgusstemperatur mit oder ohne gleichzeitige Regelung der Aufguss- menge bewirkt wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet. dass Kontakteinrichtungen der Spänefüllung mit einem oder mehre ren elektromagnetisch betätigten Luft einlassventilen zwecks Regelung des der Oxydation der Maische dienenden Luft stromes verbunden sind.
CH188601D 1935-11-14 1935-11-14 Vorrichtung zur Herstellung von Essig. CH188601A (de)

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