Vorrichtung zur Herstellung von Essig. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet eine Vorrichtung zur Herstel lung von Essig auf im Rundpump bedienten Grossraumbildnern unter Regelung der Bild nertemperatur durch selbsttätige Einstellung der geeigneten Aufgusstemperatur der Mai sche, sowie der Aufgussmenge der Maische mittels bei Temperaturveränderungen elek trischen Kontakt gebenden Einrichtungen, insbesondere Kontaktthermometern.
Die Erfindung beruht auf dem Gedan ken, dass in dem LTmflussweg der Maisehe ausser einem Kühler ein Zwischenbehälter mit diese Regelung bewirkenden Hilfsmit teln vorgesehen ist.
Zur Regelung der Temperatur der Auf gussflüssigkeit sind in den Zwischenbehälter ein oder mehrere Kontakteinrichtungen ein gesetzt, welche ein oder mehrere Organe steuern, zum Beispiel Elektromagnete, die die dem Kühler zufliessende Wassermenge regelnde, am Zufluss- oder Abflussende der Wasserleitung befindliche Ventile betätigen.
Zur Regelung der Aufgussmenge kann, der Zwischenbehälter Ventile zum regelbaren Abfluss der Maische in den Essigbildner entr halten. Die Stellung dieser Maischeventile kann etwa durch Elektromagnete geregelt werden, die durch in der Spänefüllung in verschiedener Höhe angebrachte Kontaktein richtungen gesteuert werden.
Ein oder mehrere Kontaktthermometer der Spänefül- lung können mit einem oder mehreren in dem Behälter angebrachten Kontakteinrichtun gen derart zusammenarbeiten, dass gegebe nenfalls von einer bestimmten Temperatur an, die Regelung der Aufgusstemperatur mit oder ohne gleichzeitige Regelung der Auf gussmenge bewirkt wird.
Ferner können Kontakteinrichtungen in der Spänefüllung des Bildners den zur Oxy dation des Alkoholgehaltes der Maische die nenden Luftstrom durch Betätigung von beispielsweise elektromagnetisch gesteuerten Lufteinlassventilen regeln.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes schematisch voransehaulieht, 1 bezeichnet den Essigbildner, 2 die Spänefüllung , 3 den Sammelraum, 4 den Aufgussraum mit dem Spritzrad 5, 6 die den Rundpump bewerkstelligende Pumpe, 7 den Maischekühler, 8 die Speiseleitung.
Zur Beschickung des Kühlers 7 mit Kühlwasser ist in geeigneter Höhe ein Was serbehälter 9 mit eingebautem Schwimmer ventil 1 vorgesehen, so dass das Wasser dem Kühler unter konstantem, verhältnismässig niedrigem Druck zuläuft. Am Austritt des Kühlers befindet sich ein elektromagnetisch gesteuertes Wasserventil 11, welches bei dem geringen herrschenden Wasserdruck nur ge ringer Kräfte zur Steuerung bedarf. Unter Umständen kann die Anbringung mehrerer derartiger Ventile nützlich sein; die Wasser steuerung erfolgt ,dann stufenweise.
In den Weg der rundgepumpten Maische ist zwischen Speiseleitung 8 und ;Spritzrad 5 ein kleiner Behälter 12 eingeschaltet, der ausser dem obern und untern Boden einen mittleren Boden besitzt. Dadurch entstehen zwei voneinander getrennte Teilbehälter, nämlich der obere grössere 12' und der un tere kleinere 122. In dem obern Behälter wird durch ein eingebautes Schwimmerventil 14 der Stand der aufgepumpten Maische gleich gehalten. Im obern. Boden des Bottichs sind mehrere, nach der Zeichnung vier Elektro- magnete 15', 152, 153 und 154, vorgesehen.
Senkrecht darunter befinden sich im mitt leren Boden trichterförmige Ablaufkörper 16I, 162, 163 und 164, die mittels an Ketten hängender, kugelförmiger Ventilkörper durch die zugehörigen Elektromagnete geöffnet oder geschlossen werden und demgemäss den Zufluss der Maische aus dem obern Behälter 12' in den untern Behälter 122 öffnen oder sperren. Die Betätigung der Ventile 161-164 erfordert infolge des sehr geringen, auf ihnen lastenden Flüssigkeitsdruckes nur ge ringe magnetische Zugkräfte. Die Ablauf trichter 16I-164 sind genau kalibriert oder einstellbar, so dass ganz bestimmte, jedoch veränderbare Maischemengen durchlaufen.
Ausser diesen Ablauftrichtern befindet sich noch ein derartiger Ablauftrichter 16 in demselben Boden, der ohne Ventilarbeit und stets eine gewisse Minimalmenge Maische durchfliessen lässt, sofern überhaupt die Pumpe Maische fördert. Die untere Kammer 122 des Behälters 12 besitzt ein Abflussrohr 17 zum Spritzrad 5 und ein oder mehrere Kontaktthermometer 18 und 19 in der Nähe des Ausflusses.
In die Spänefüllung 2 des Bildners sind mehrere Kontaktthermometer 20I, 202, 20', 204 in verschiedener Höhe eingeführt. Diese Kontaktthermometer sind durch elektrische Leitungen mit den Elektromagneten 15I, 152, <B>15'</B> und 154 verbunden. Ausserdem geht vom Kontaktthermometer 204 eine Verbindungs leitung über das Kontaktthermometer 19 zum Wasserventil 11.
Die in den Sammelraum 3 eingeführte frische Maische, deren Temperatur meistens unter derjenigen der Kontaktthermometer 18 und 19 liegt, wird durch die Pumpe 6, durch den Kühler 7 (in der Praxis im Gegenstrom zum Kühlwasser) und die Leitung 8 in den Behälter 12 gefördert und stellt sich durch das Schwimmerventil 14 auf gleichbleibende Höhe ein. Die Ventile 16I-164 sind vorerst geschlossen. Die Maische läuft daher zu nächst nur durch den Abflusstrichter 16 in den untern Teil 12\ und durch die Leitung 17 in das Spritzrad 5.
Durch den aus der Spänefüllung ablaufenden, warmen Essig steigt alsbald die Temperatur der rund gepumpten Maische, bis die am Kontaktther mometer 18 eingestellte Temperatur von x , die höchst zulässige Aufgusstemperatur, er reicht ist. Das Kontaktthermometer 18 schliesst jetzt den Strom und öffnet hier durch das Wasserventil 11, so dass Kühlwas ser aus dem Wasserdruckregler 9 durch den Kühler 7 fliesst und die Maische herunter kühlt. Dadurch fällt die Temperatur der rundgepumpten Maische schnell unter x , so dass der Kontakt bei dem Thermometer 18 gelöst und der Durehstrom von Kühlwasser durch den Kühler mittels des Ventils 11 ge drosselt wird.
In stetem Wechsel fliesst also gekühlte und ungekühlte Maische dem Be hälter 12' zu, der so gross .dimensioniert ist, dass eine genügende Mischung zwischen ge kühlter und ungekühlter Aufgussflüssigkeit stattfindet. Der Temperaturausgleich be wirkt, dass die durch Rohr 17 in das Spritz- rad abfliessende Maische nur ganz geringe Temperaturschwankungen aufweist, die aber zur Betätigung des Kontaktthermometers 18 genügen.
Die zunehmende Essiggärung lässt bald die Temperatur der Spänefüllung ansteigen. Sobald das Thermometer 20' eine Tempera tur von a' erreicht hat, schliesst es den Stromkreis des Elektromagnetes 15', der das Ventil 16' öffnet und eine genau bemessene Menge Maische zusätzlich in den Behälter <B>12'</B> und damit in das Spritzrad abfliessen lässt.
Hat Thermometer 20' (tiefer, etwa in der Mitte der Spänefüllung montiert) die Optimaltemperatur von a2 erreicht, so schliesst es den Stromkreis des Elektromag netes 15', der das Ventil 162 öffnet und eine weitere Maischemenge abfliessen lässt.
Hat das im untern Teile der Spänefüllung be findliche Thermometer 203 die Optimaltem- peratur a3 erreicht, so schliesst es den Stromkreis,des Elektromagnetes 153, der das Ventil 163 öffnet; dadurch wird zum dritten Male einer weiteren Maischemenge der Zu fluss freigegeben. Der Bildner ist jetzt in normaler Arbeit.
Um aber bei einer möglichen weiteren Leistungssteigerung noch mehr Wärme aus der Spänefüllung abzuleiten, ist das Kon taktthermometer 204 vorgesehen, das bei Er reichung der aussergewöhnlichen Höchsttem peratur von a4 den vierten Elektromagneten 154 mit dem Ventil 164 betätigt. Ausserdem schliesst Kontaktthermometer 204 ,den Strom kreis des Kontaktthermometers 19 im Maischebehälter 12'.
Während bisher ohne Rücksicht auf die Zahl der eingeschalteten Elektromagneten 151-153 die Aufgusstem- peratur durch das Thermometer 18 auf x gehalten wurde, setzt nunmehr Thermometer 19 durch Betätigung .des Wasserventils 11 die Aufgusstemperatur um einen einstell baren Betrag, auf y , herab. Somit erhält der Bildner in diesem Zustande der Höchstlei- stung nicht nur ein Maximum an gekühltem Aufguss, sondern auch einen Aufguss von her abgesetzter Temperatur, so dass den höchsten Anforderungen an Wärmeabfuhr entspro chen wird.
Wenn man sofort bei Inbetrieb nahme mit der niedrigen Aufgusstemperatur y beginnen würde, so würde dies für den Gärprozess nachteilige Polgen haben.
Die Zahl der Kontaktthermometer in der Spänefüllung und die Zahl der Elektro ventile im Behälter 121 kann nach Bedarf ebenso gewählt werden wie die Zahl der Kontaktthermometer im Behälter 122 und der Wasserventile, die die Wasserzufluss- menge für den Kühler regeln. Auch kann die Zahl der Kontaktthermometer in der Späne füllung, die nach Art von 204 zusammen mit 19 gleichzeitig Maische- und Kühlwasserzu- fluss regeln, beliebig vermehrt werden.
Schliesslich kann durch .diese Elemente ledig lich eine :Steuerung des Wasserzuflusses und damit eine Herabsetzung der Aufgusstempe- ratur bewirkt werden.
Die Durchflussmenge der Ventile 16 -164 kann durch Auswechseln verschieden kali- brierter Röhrchen nach Wunsch geregelt werden.
Das Niveau der Maische kann in dem Behälter 12' :durch ein einfaches Überlauf rohr 21, also nicht durch ein Schwimmer ventil hergestellt werden; das Überlaufrohr lässt die stets etwas im Überschuss gepumpte Maische in den Sammelraum ä des Bildners zurücklaufen. Aber auch bei Verwendung des Schwimmerventils 14 ist dieser alsdann etwas höher angebrachte Überlauf zweck mässig, indem bei einem etwaigen Nicht schliessen des Schwimmerventils die zuviel geförderte Maische ohne Verlust in den Bild ner zurücklaufen kann.
Die beschriebene Einrichtung kann auch zur selbsttätigen Regelung des. Luftstromes (Oxydationsluft) ausgebaut werden, indem zum Beispiel das Kontaktthermometer 204 bei Eintritt der Höchstleistung (siehe oben) ein .elektromagnetisch gesteuertes Luftventil 22, öffnet, welches zus.ätzliohe Oxydations- luft in den Essigbildner eintreten lässt. An Stelle der Kontaktthermometer kön nen auch andere,
bei Temperaturänderungen elektrischen Kontakt gebende Einrichtungen, zum Beispiel auch solche, welche die Tem peratur nicht ohne weiteres erkennen lassen, angewendet werden.