Netz"siehernng. Sicherungspatronen für grössere Span nungen und Stromstärken, welche in der Hauptsache als sogenannte Netzsicherungen verwendet werden, sind entweder mit einem festen oder einem abnehmbaren Handgriff versehen bezw. besitzen eine Vorrichtung, um die Sicherung mittels einer Schaltstange, zum Beispiel in tief gelegene Kabelkästen einsetzen zu können. Es ist ferner bekannt, diese Sicherungspatronen mit seitlich ange ordneten Phasenschutzwänden zu versehen, die aber bisher in allen Fällen besonders an gesetzt wurden.
Die Erfindung bezieht sich auf eine ge schlossene Netzsicherung, die sich gegenüber dem Bekannten dadurch unterscheidet, dass der Patronenkörper mit den Phasensehutz- wänden aus einem Stück besteht und dass die Phasenschutzwände in Richtung des ge zogenen Funkens über die Kontakte und über den Patronenkörper hinaus verlängert sind, so dass der Unterbrechungslichtbogen bis zum Erlöschen von den Schutzwänden begrenzt wird.
Der Vorteil dieser Anord nung vor den bisher bekannten, bei denen die Schutzwände besonders angesetzt wurden, besteht darin, dass die Herstellung dadurch bedeutend vereinfacht wird, die Abmessun gen kleiner gehalten werden können und da durch auf einer gegebenen Fläche eine grö ssere Anzahl Sicherungen angeordnet werden können. Ferner wird ,der von den Phasen schutzwänden begrenzte Raum erfindungs gemäss durch eine Querwand unterteilt.
In der Zeichnung ist in den Abb. 1-8 die Erfindung in einem Beispiel mit ver schiedenen Varianten dargestellt.
Die Abb. 1 zeigt die neue Sicherung im Längsschnitt. Abb. 2 in ,Stirnansicht. Die Abb. 3 bis 8 zeigen die neue Sicherung in Verbindung mit den verschiedenen an sieh bekannten Betätigungsvorrichtungen.
Nach Abb. 1 ist a der Patronenkörper, an dessen Stirnseite die Kontakte b und c her ausragen. Der Patronenkörper a besteht mit den zu beiden Seiten angeordneten Phasen- schutzwänden <I>d</I> und<I>d'</I> aus einem Stück. Diese Phasenschutzwände <I>d</I> und<I>d'</I> sind so wohl seitlich über die Kontakte b und c hinaus, als auch nach unten über den Pa tronenkörper a soweit verlängert, dass beim Herausnehmen der Patrone aus den fest stehenden Kontakten e und e' der sich bil dende Unterbrechungslichtbogen nicht über die Schutzwände hinausschlagen kann.
Da mit die beiden Lichtbogen nicht zusammen schlagen können, ist die Querwand f ange ordnet. Hierdurch wird gleichzeitig eine Ver stärkung der Seitenschutzwände erreicht.
Die an der Patrone angebrachte Betäti gungsvorrichtung kann nun für die verschie denen Zwecke verschieden sein. Werden die Patronen in einen tief liegenden Kabel kasten eingesetzt, so erfolgt das Einbringen mittels einer sogenannten Schaltstange. Zu diesem Zweck ist an der Patrone ein Ansatz g angeordnet, der entweder, wie aus den Abb. 1 und 2 ersichtlich, mit einem Quer stift h versehen ist und der Kopf der Schalt stange i mit einem Bajonettschlitz oder, wie aus Abb. 3 ersichtlich, mit Gewinde ver sehen, so dass die Schaltstange i einfach auf geschraubt wird.
Nach den Abb. 4 und 5 ist in der Patrone eine Ausnehmung 1c von der Form derjenigen eines Bajonettverschlusses angeordnet, in welche die Schaltstange i mit einem Quer stift 7n eingeführt wird.
Nach Abb. 6 ist die Patrone mit Knöpfen az, 7a' versehen, so dass in bekannter Art und Weise der Handgriff, der in diesem Falle ebenfalls wieder mit Ausnehmungen wie die eines Bajonettverschlusses versehen ist, nur während des Einsetzens mit der Patrone in Verbindung steht und dann wieder ab genommen wird, so dass für eine grössere Anzahl von Schmelzsicherungen nur ein Handgriff vorhanden zu sein braucht. Nach den Abb. 7 und 8 besteht die Betätigungs vorrichtung, im vorliegenden Falle .der Hand griff o, mit der Patrone a. und den Seiten schutzwänden<I>d, d'</I> aus einem Stück.
Wenn auch im ersten Augenblick im Hinblick auf die abnehmbaren Betätigungsvorrichtungen diese Anordnung ein Rückschritt zu sein scheint, so besitzt diese Ausführung auch ihren Vorteil. Man muss bedenken, dass es sich um Patronen für höhere Stromstärken handelt, also um verhältnismässig grosse Si cherungen, bei denen sich ein Wiederher stellen nach dem Ansprechen der Sicherun gen lohnt, so .dass also nicht der Patronen körper und die Handhabungsvorrichtung weggeworfen werden müssen.
Die Herstel lung wird aber durch diese Einteiligkeit wesentlich erleichtert und die Montagekosten dadurch wesentlich verringert. Ausserdem können die Abmessungen kleiner gehalten werden.