CH188842A - Sitzmöbel mit federndem Gestell. - Google Patents
Sitzmöbel mit federndem Gestell.Info
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Description
Sitzmöbel mit federndem Gestell. Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, bei dem der Sitz und die Rückenlehne auf Quer- stegen abgestützt sind. die auf federnden, U-förmigen Gestellstützen aufliegen. Die Ge- stellstützen hat man in der Regel bisher aus federndem Stahl hergestellt, der den Be anspruchungen gut gewachsen wa.r und die Belastung ohne weiteres federnd aufnehmen konnte.
Bei Holzgestellen ist zwar eine ge wisse Federwirkung auch erreiehbar, doch isst bei grösserer Durchbiegung Bruchgefahr an den gefährdeten Querschnitten gegeben; will man diese durch verstärkte Dimensionen vermeiden, so nimmt wiederum die Naoh- giebigkeit ab.
Gemäss .der Erfindung wird nun eine Stütze, zum Beispiel aus Holz oder anderem, vorzugsweise nichtmetallischem Werkstoff, für die Zwecke als Gestellstützeeines Sitz möbels besonders geeignet gemacht.
Das Wesen .der Erfindung besteht darin, d@ass die Stützen zur Erzielung einer ,grösseren ela- stischen Nachgiebigkeit in bestimmter Rich tung streckenweise in einzelne, senkrecht zur Biegungsebeue verlaufende lose Schichten aufgeteilt sind.
An den in lose .Schichten aufgeteilten Stellen ist die Starrheit gegen über Biegung verringert, und die .Stellen können federnd nachgeben, indem die ein zelnen Schichten sich dabei relativ zuein ander verschieben. Die Unterteilung in Schichten kann durch Einsägen bewirkt sein, wobei ein Zwischenraum von der Stärke des Sägeblattes erforderlich ist.
Diese Sehwä- chung kann dadurch vermieden werden, dass die Stützen insgesamt aus einzelnen Schich ten bestehen, cdie mit Ausnahme der Strecken vergrösserter Nachgiebigkeit fest miteinander verbunden sind. Die Schichten können unter einander verschiedene Stärke und auch ver schiedene Länge besitzen, wie dies ähnlich bei metallenen Blattfedern für Fahrzeuge be kannt ist. Auch können nachgiebig verform bare Zwischenschichten an Stelle anderer Unterstützungen vorgesehen sein, die dann mit den Federschichten unmittelbar verklebt sein können.
Lässt man die Zwischenräume zwischen den Schichten frei, so wird es sich empfeh len, die durch die Unterteilung aufgelocker ten Stellen des Trägers mit einer Schutz kappe zu umgeben, damit sich keine Teile von Bekleidungsstücken dazwischenklemmen können.
Die @SChutzkappe soll Aussparungen besitzen oder so weit vor dem Auflager des Sitzes endigen, dass sie eine Lagerstelle für dass unmittelbare Aufliegen .des den Sitz hal- ternden Zapfens auf der obersten Schicht des Stützenendes freilässt. Dabei muss die Schutz kappe so angeordnet sein, dass sie die durch die Aufteilung nachgiebigen Stützenteile nicht etwa versteift.
Die Zeichnung zeigt verschiedene Aus- führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan- des in der Anwendung auf ;Sitzmöbel, und zwar zeigen:
Fig. 1 einen Sessel in schaubildlicher Da.r- stellung, Fig. 2 einen Sessel nach Fig. 1 in Seiten ansicht, Fig. 3 eine abgeänderte Form der Stütze, Fi.g. 4 und 5 zwei .Seitena.nsichten der federnden Teile in grösserem 3la.ssstabe, Fig. 6 einen Sessel mit aus mehreren Tei len zusammengesetzter Stütze,
Fig.7 und 8 eine Schutzabdeckung des federnden Endes in Seiten- und Rückansicht in grösserem Massstabe.
Der Sessel gemäss Fig. 1 weist die bei den um<B>180'</B> gebogenen Stützen 1 und 2 auf, die den Sitzteil 3 mittels der Querholme 4 und 5 tragen. Die Stützen können zum Bei spiel aus mehrfach verleimten Sperrholz blättern oder aus Kunstharzsehichtstoff her gestellt sein. Die Platten sind über .den grösseren Teil ihrer Länge miteinander bis zu den Punkten 6, 7 fest verbunden. Der so gebildete vierkantige, stark dimensionierte Balken kann nach den bekannten Biegever fahren hergestellt sein.
Die miteinander fest verbundenen Partien der Schichten bilden einen festen Träger, der nur geringe Durch- federung bietet. Die Enden der Stützen 1 und \? sind von den Punkten 6, 7 ab in lose Schichten 8, $' aufgeteilt, deren Ebenen senkrecht zur Biegungsebene verlaufen.
Da diese relativ zueinander sieh verschieben können, gestatten sie .eine weitergehende federnde Durchbiegung ohne Überschreitung der Ela.stizitätsgrenze. Der den Sitz haltende Quersteg 5 überträgt die C.itzbelastung auf die federnden Enden 8 und 8', die .daher in der in Fig.2 gestrichelt .gezeichneten und übertrieben dargestellten Weise nachgeben können.
Die F'ig.3 zeigt eine abgeänderte Aus führungsform einer Stütze, deren Schichten in den untern Teilen 9 bis zum Punkt 10 miteinander verbunden sind, während sie von lla an in lose Schichten 11 aufgeteilt sind, die gegeneinander verschieblieh sind. Diese Ausführungsform eignet sich zum Beispiel für kleinere Stühle.
Fig. 4 zeigt -in einer besonderen Ausfüh rungsform ein .Sch.iehtbündel von der Seite gesehen. Zwischen den einzelnen losen Schichten ,12 sitzen. hier Rollkörper 13, -die bei auftretender Durchfederung sieh auf den Platten abrollen und so die Reibung der Platten untereinander auf ein Mindestmass herabsetzen.
Um die durch die Benutzung der Rollen entstehenden grossen Zwischen räume der Platten zu vermeiden, können diese auch in entsprechenden Rollenbahnen bez\v. Kugelbahnen geführt sein, die in die Platten stufenweise eingepresst bezw. ein gearbeitet sein können. Dadurch entstehen nur auf den obersten oder untersten Platten Auswölbungen, die aber keine Störung der Träger verursachen. Diese Kugel- bezw. Rollenbahnen sind auf den Figuren nicht dargestellt.
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbei spiel von der Seite aus gesehen, bei dem zwischen den einzelnen .Schichten 14 ela stische Platten 15 eingelegt sind, die mit den Schichten 14 durch Verkittung, Verkle- bung oder auch Verschnürung verbunden sind. Diese elastischen Schichten 1-5 nehmen die Relativverschiebung der verschiedenen Schichten 11 durch innere Verformung :auf, so dass zwischen den Schichten 14 und 15 keine gleitende Reibung entsteht.
Bei der in Seitenansicht gezeigten ab geänderten Ausführungsform nach Fig. 6 be steht die Stütze aus einem untern, federnden Teil 16 mit der Schichtung 17, einem senk rechten, nicht federnden Pfosten 18 und einem obern, federnden Teil 19 mit der Schichtung 20, .auf .dem der Querholm 21 aufliegt, der die Lehne des Sitzes 22 trägt, dessen vorderer Teil auf dem Querholm 23 in dem Pfosten 1.8 gelagert ist. Der untere, federnde Teil 16, 17 ist auf Füssen 24 und ?5 aufgesetzt, um eine Durchbiegung nach dem Boden zu ermöglichen.
Gemäss der Anordnung nach Fig. 7 und 8 ist der obere Teil 20 der federnden .Stütze 19 nach aussen hin durch einen Schutzmantel 26 abgedeckt, der die freie Durchb.iegung der Schichten 20 unter dem Einfluss der vom Querholm 21 ausgehenden Belastung zulä.sst.
Die gezeichneten Ausführungsformen stel len Beispiele dar, die in der in der 3lZöbel- industrie bekannten Weise mannigfach ab geändert werden können.
Das Gestell soll vorzugsweise aus Holz bestehen; die Erfindung ist aber ebenso bei solchen Gestellen durchführbar, die aus anderem Material, beispielsweise aus Kunst- stoffen, zum Beispiel aus Kunstharz, be stehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Sitzmöbel, bei dem der Sitz und .die Rückenlehne auf Querstegen abgestützt ist, die auf federnden, U-förmi.gen Gestellstützen aufliegen, :dadurch :gekennzeichnet, .dass die Stützen zur Erzielung einer grösseren ela stischen Nachgiebigkeit in bestimmter Rich tung .streckenweise in einzelne, senkrecht zur Biegungsebene verlaufende lose .Schichten aufgeteilt sind. UNTERAN SPRüCHE 1.Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet"dass die Stützen insgesamt aus einzelnen Schichten bestehen, die mit Ausnahme der Strecken grösserer Nach giebigkeit fest miteinander verbunden sind. 2. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der U-förmigen Stützen in lose Schichten auf geteilt sind. 3.Sitzmöbel nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das in lose Schichten aufgeteilte obere Stützenende von einer Schutzkappe um geben ist, die eine Lagerstelle für das unmittelbare Aufliegen des den Sitz hal tenden Zapfens auf der obersten Schicht des Stützenendes freilässt.4. Sitzmöbel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen losen Schichten mittels Wälzkörpern aufein- ander abgestützt sind:
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Publications (1)
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