CH188892A - Schaumgebendes Produkt. - Google Patents

Schaumgebendes Produkt.

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CH188892A
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Erich Dr Thomae
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  Schaumgebendes Produkt.    Die Erfindung bezieht sich auf ein schaum  gebendes Produkt mit einem Gehalt an Seifen  oder seifenartigen Substanzen, das sich ge  genüber den bekannten Seifen und seifen  artigen Produkten einerseits durch ein er  höhtes Schaumvermögen und eine grössere  Beständigkeit des Schaumes, andererseits  durch besondere     blutgerinnungsfördernde    Ei  genschaften auszeichnet.  



  Es ist bekannt, Seifen     Stoffe    zuzufügen,  die, wie Lipoide usw., zum Beispiel     Lecithin,     die Schaumbildung begünstigen.  



  Die     erfindungsgemässen    Produkte sind je  doch durch einen Gehalt solcher, die Schaum  bildung begünstigender Stoffe gekennzeichnet,  die in Form von     Adsorptionsverbindungen     an anorganische oder organische Trägerstoffe  vorliegen.  



  Bei der Verwendung von Lipoiden oder  diesen nahestehenden Stoffen in Form ihrer       Adsorptionsverbindungen    an anorganische oder  organische Trägerstoffe erreicht man nicht  nur eine Steigerung der Schaummenge und    Schaumbeständigkeit, sondern die neuen Pro  dukte besitzen in diesem Fall     blutgerinnungs-          fördernde    Eigenschaften.  



  Bei der Mengenbemessung der zugesetzten       Adsorptionsverbindung    ist davon auszugehen,  dass es vorteilhaft ist, wenn das Endprodukt       etwa        10%        der        Lipoidstoffe        enthält.        Die     Mengen des Trägerstoffes können wechseln.

    Nimmt man beispielsweise Aluminiumoxyd  als     Trägerstoff,    so ist es vorteilhaft, auf zwei  Teile Trägerstoff ein Teil Lipoid zur     Anwen-          dung        zu        bringen.        Ein        Produkt,        das        10        %     Lipoid enthält, besitzt demzufolge dann einen  Gehalt von 30 0% der     Adsorptionsverbindung.     Bedeutungsvoll ist,

   dass bei dem Zusatz von       Phosphatidadsorbaten    zu den Seifen auch im  Falle höherer Konzentration der     Lipoidstoffe     in den Seifen keine Beeinträchtigung der  Schaumkraft eintritt, während bei dem Zu  satz nicht     adsorbierter        Phosphatide    nur bei  Einhaltung ganz bestimmter Konzentrationen  der     Lipoidstoffe    eine günstige Wirkung auf  das Schaumvermögen erzielt wird.      Für die vorliegende Erfindung kommen  als Lipoide oder diesen nahestehende Stoffe  sowohl in der Natur vorkommende Substan  zen pflanzlicher und tierischer Herkunft als  auch synthetisch hergestellte Körper in Be  tracht.

   Neben den     Phosphatiden,    wie     Leci-          thin,    die für die Zwecke der vorliegenden  Erfindung besonders geeignet sind, kommen  auch ähnlich zusammengesetzte, durch     Ab-          oder    Aufbaumassnahmen abgewandelte Pro  dukte in Betracht.

   Als Abbaumassnahme für       Phosphatide    kommt zum Beispiel die teil  weise     Verseifung    der     Phosphatide    in Betracht,  als Aufbaumassnahme die     Rückveresterungen     derartiger teilweise abgebauter Produkte mit       höhermolekularen    Säuren, die auf diese Weise  in das     Phosphatidmolekül    eingebaut werden.  



  Die vorstehend erwähnten, den erfindungs  gemässen Produkten einzuverleibenden Ver  bindungen können entweder in fester Form  oder in verflüssigtem oder gelöstem Zustand  Verwendung finden, wobei es zur Erzielung  von Produkten bestimmter Eigenschaften  empfehlenswert sein kann, Mischungen der  verschiedensten in Betracht kommenden Ad  sorptionsverbindungen den Seifen oder seifen  artigen Produkten zuzugeben.  



  Auch     phosphatidhaltige    Organextrakte,  wie Herz-, Lungen-, Leber-, Muskel-,     Knochen-          und    Gehirnextrakte, sind als     Zusatzstoffe    für  die erfindungsgemässen Produkte geeignet.  Ausser den     Fettsäureestern    von     Glycerin-          Phosphorsäuren    erwiesen sich auch die ent  sprechenden Derivate der Zinnsäure und die  entsprechenden Salze als brauchbar.

   Ein Teil  dieser Substanzen gibt Komplexverbindun  gen mit Metallsalzen wie zum Beispiel Eisen-,  Aluminium-, Erdalkali-, Alkali-, Zinn-,     Wis-          mutverbindungen    und dergleichen, die eben  falls als Zusatzstoffe zu den Seifen oder  seifenartigen Substanzen Verwendung finden  können.  



  Als Seifen kommen feste     .Kernseifen,     Schmierseifen,     flüssige    Seifen, ferner aber  auch Spezialseifen in Betracht. Von seifen  artigen Substanzen, die als Ausgangsmate  rialien Verwendung finden können, seien       höhermolekulare        organische        Sulfonate    oder    Salze von Eiweissspaltprodukten, wie zum  Beispiel     Lysalbinsäure    und dergleichen er  wähnt. Die neuen Präparate können in der  verschiedensten Weise weiterverarbeitet wer  den, also beispielsweise zu festen Seifen  stücken, Pasten, Cremes, Pulver und der  gleichen.  



  Zur Überführung der Lipoide in     Adsorp-          tionsverbindungen    sind die verschiedenartig  sten Trägerstoffe geeignet. Beispielsweise  seien die folgenden genannt: Aluminiumoxyd,       Bolus,        Kieselgur,        Talcum,        Titanoxyd;        Cal-          ciumcarbonat,    Zinkoxyd,     Magnesiumcarbonat,          Calciumphosphat,        Calciumlaktat,    Kohle, lös  liche Stärke und die verschiedensten Fett  säuren.  



  Die     Adsorption    kann nach den üblichen  Methoden vorgenommen werden. Dabei findet  eine feste Anlagerung der Lipoide an die       Adsorptionsmittel    statt, was daraus hervor  geht, dass beim Auswaschen des     Adsorptions-          produktes        Phosphatide    und dergleichen in  nachweisbarer Menge nicht zu entziehen sind.  



  Die     Adsorptionsverbindungen    aus Träger  stoffen und Lipoiden besitzen beträchtlich  stärkere     blutgerinnungsfördernde    Eigenschaf  ten als die entsprechenden Lipoide in     unad-          sorbierter    Form. Die neuen Körper kommen  daher besonders für solche Seifen und seifen  artigen Präparate, insbesondere Rasierseifen,  in Betracht, bei denen neben einer reinigen  den Wirkung und einem starken Schaum  bildungsvermögen, Wert auf blutstillende  Wirkung gelegt wird.  



  Eine weitere Steigerung der     blutgerin-          nungsfördernden    Eigenschaften der als Be  standteile der erfindungsgemässen Produkte  verwendeten     Adsorptionsprodukte    kann durch  eine Fraktionierung der     Phosphatide        etc.     erzielt werden, die zum Beispiel durch frak  tionierte     Adsorption    an selektiv wirkenden       Adsorbentien    erreicht werden kann.  



  Eine Aufspaltung der     Phosphatide,    wie       Leoithine    und dergleichen, in wirksamere und  weniger wirksame Bestandteile kann aber  auch dadurch erfolgen, dass man Lösungen  dieser Substanzen in Äther, Benzin, Benzol  oder anderen     zweckdienlichen    Lösungsmitteln      mit geeigneten Lösungsmitteln wie zum Bei  spiel Aceton ausfällt. Die     Acetonausfällung     enthält dabei die stärker     gerinnungsfördern-          den    Anteile.

   Löst man die ausgefällte Frak  tion wieder in einem der erstgenannten Lö  sungsmittel auf und gibt Alkohol zu, so ent  hält die hierbei resultierende Ausfällung den  stärker     gerinnungsfördernden    Anteil, wenn  als Ausgangsmaterialien aus tierischen Or  ganen gewonnene Lipoide verwendet wurden.  In andern Fällen wie zum Beispiel bei käuf  lichem     Pflanzenlecithin    bleibt nach der Alko  holfällung der stärker wirksame Anteil in  der Alkohollösung zurück.

   An Hand von       Gerinnungsversuchen    lässt sich jeweils fest  stellen, in welcher Fraktion die     blutgerin-          nungsfördernden    Substanzen enthalten sind ;  ebenso mass jeweils mit Hilfe der biologischen  Auswertung festgestellt werden, welche Lö  sungsmittel erforderlich sind, um ein Maxi  mum an wirksamer Substanz zu erhalten.  



  Auch durch entsprechende Extraktions  verfahren lassen sich die verwendeten Aus  gangsmaterialien in Fraktionen verschiedener  Wirksamkeit zerlegen, wodurch sich eine       Anreicherung    der wirksamen Bestandteile  herbeiführen lässt.  



  Nach Durchführung der Fraktionierung  werden die wirksameren Fraktionen in die       Adsorptionsverbindungen    mit den geeigneten       Trägerstoffen    übergeführt.  



  Im folgenden soll die Erfindung an Hand  von einigen Beispielen erläutert werden    <I>Beispiel</I>    25 g Herzlipoid werden in 70 cm' Wasser  zerrieben, bis eine einheitliche Emulsion ent  standen ist. Dann werden 75 g Aluminium  hydroxyd     alkalifrei    (oder     Calciumcarbonat     oder     Bolus    oder Kieselgar oder     Talcunr)    zu  gegeben und hierauf scharf zentrifugiert. Der  aaszentrifugierte Niederschlag wird kalt im       Exsiccator    getrocknet (einer Trocknung an  der Luft steht nichts im Wege, sofern die  Temperatur dabei 40 Grad nicht übersteigt).

    Nach völligem Trocknen wird die     Masse     durch ein Haarsieb     gesiebt;    durch Zusatz  der so erhaltenen Masse zu den verschieden-         sten    Seifen erhält man die erfindungsge  mässen Produkte.  



  <I>Beispiel 2:</I>  25 g käufliches     Pflanzenlecithin    werden  in 100 cm' Äther gelöst. Zu dieser Lösung  fügt man 75g     AI2Os    oder einen ähnlichen  Trägerstoff zu und rührt die Masse, bis der  Äther völlig verdampft ist. Nach völligem  Trocknen wird durch ein Haarsieb gesiebt  und die erhaltene Substanz zusammen mit  Seifen oder seifenähnlichen Stoffen weiter  verarbeitet.  



  <I>Beispiel 3</I>  25 g     Hefephosphatid    werden mit 75 g       Aluminiumhydroxyd    in der Reibmaschine  scharf zerrieben, bis ein einheitliches, trocke  nes Pulver entstanden ist. Dieses Produkt  wird durch ein Haarsieb (Maschengrösse     VI)     gesiebt und dann wie gemäss Beispiel 1 oder  2 weiter verarbeitet.  



  <I>Beispiel 4:</I>  20 cm' 20      %iges    käufliches     Pflanzenleci-          thin    in     Petroläther    werden mit 50     ems        trok-          kenem    Aceton in der     gälte    gefällt. Es wird       abzentrifugiert.    Niederschlag und Lösung  werden getrennt. Der Niederschlag wird in  20     ems        Petroläther    aufgenommen und mit  25     em3        wasserfreiem    Alkohol gefällt. Die  alkoholische Lösung wird abgetrennt und  zur Trockne gebracht.

   Von dem so erhalte  nen Produkt können dann Emulsionen oder  Lösungen hergestellt werden, die dann gemäss  Beispiel 1 oder 2 weiter zu verarbeiten sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaumgebendes Produkt mit einem Ge halt an Seifen oder seifenartigen Substanzen und an die Schaumbildung begünstigenden Stoffen, dadurch gekennzeiehnet, dass die die Schaumbildung begünstigenden Stoffe in Form von Adsorptionsverbindungen an Trägerstoffe vorhanden sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Schaumgebendes Produkt nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass es die die Schaumbildung begünstigenden Stoffe in Form von Adsorptionsverbindun- gen an anorganische Trägerstoffe enthält. 2.
    Schaumgebendes Produkt nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet., dass es die die Schaumbildung begünstigenden Stoffe in Form von Adsorptionsverbindun- gen an organische Trägerstoffe enthält. 3. Schaumgebendes Produkt nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es solche die Schaumbildung begünstigende Stoffe enthält, die sich durch besondere blutgerinnungsförderndeEigenschaften aus zeichnen.
CH188892D 1934-09-26 1935-09-24 Schaumgebendes Produkt. CH188892A (de)

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