CH188933A - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von reinen Leichtmetallen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von reinen Leichtmetallen.

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CH188933A
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E I Du Pont De Nemours Com Inc
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Du Pont
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  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

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  Verfahren und Vorrichtung zur     Gewinnung    von     reinen    Leichtmetallen.         Gegenstand    der     Erfindung    ist ein Ver  fahren und eine Vorrichtung zur Gewinnung  von reinen Leichtmetallen, insbesondere von  reinem     Natrium    oder sonstigen     Alkalimetal-          len,    durch Elektrolyse schmelzflüssiger Salze  oder Salzgemische.  



       D@a    bei .der Gewinnung von Metallen,  wie Natrium, durch     Schmelzfluss,elektrolyse     Zwecks Erniedrigung des Schmelzpunktes  des Elektrolyten im allgemeinen Gemische  eines Salzes oder von Salzen des     abzuschei-          denden        Metalles    mit einem     ,Salz    oder Salzen  eines andern     Metalles    oder anderer Metalle  verwendet werden, so enthalten die so ge  wonnenen Metalle vielfach mehr oder weni  ger erhebliche Mengen von aus den zugesetz  ten Salzen     kathodisch    neben dem     gewünsch-          ten    Metall abgeschiedenen Fremdmetallen.  So sind z.

   B. indem elektrolytisch aus einem  schmelzflüssigen Gemisch von     Chlornatrium     mit     Chlorcalcium    abgeschiedenen Natrium  bei der Temperatur des Elektrolyten im a11-    gemeinen     etwa        3,%    oder mehr     Calcium    ge  löst. Man kann     dieses    zwar durch Abkühlen  des flüssigen     Metalles    auf eine     verhältnis-          mässig        wenig    oberhalb .des     ,Schmelzpunktes     des     Natriums    liegende Temperatur, z.

   B. auf  etwa<B>100'</B> C zum grössten Teil zur Aus  scheidung bringen und durch Filtration von  dem flüssig.verbliebenen Natrium trennen.  Dieses Verfahren bietet aber den Nachteil,       dass,    der     Filterräekstand    grosse Mengen von  metallischem Natrium zurückhält, die daraus  nicht     zurückgewonnen        werden    können und  deren Menge noch     dadurch    vergrössert     wird,     dass auf dem Filter nicht nur das abgeschie  dene     Calcium    zurückbleibt, sondern ausser  dem auch     eine    erhebliche Menge von den  vom Rohnatrium mechanisch mitgeführten  weiteren     Verunreinigungen,

      wie Anteilen  des Elektrolyten und sauerstoffhaltigen  Verbindungen. Zudem bildet der so erhaltene       "Filterschlamm"    schon wegen seiner Feuch  tigkeitsempfindlichkeit und Feuergefährlieh-           keit        ein    nur äusserst unangenehm zu hand  habendes     unerwünschtes    Nebenprodukt.

   Ein  weiterer Nachteil des Gehaltes des elektro  lytisch abgeschiedenen Metaller an sich ober  halb des     Erstarrungspunktes    desselben aus  scheidendem Fremdmetall, sowie anderen,  mechanisch mitgeführten     Verunreinigungen     besteht -darin, dass, durch die Ausscheidung  dieser Verunreinigungen die zur     Fortleitung     des flüssigen Metaller verwendeten Organe  häufig verstopft werden.  



  Nach der Erfindung erfolgt die Gewin  nung von reinen Leichtmetallen durch Elek  trolyse ihrer Salze im     Schmelzfluss    in einer  mit einem Sammelraum für das     katholisch     abgeschiedene Metall versehenen     Zelle    der  art, dass man das Metall in mindestens einem  aufrecht stehenden, mit seinem untern Ende  in den Sammelraum ausmündenden und an  seinem     obern.    Ende mit einem Überlauf     ver-          sehenen    Rohr mit solcher Geschwindigkeit  aufwärts strömen lässt,     dass    sowohl von dem  strömenden Metall von vornherein mechanisch       mitgeführte,

      als auch aus ihm auf dem Strö  mungswege abgeschiedene Verunreinigungen  entgegen der Strömungsrichtung nach unten  niedersinken und über den Sammelraum in  den     Elektrolyten        zurüokgelangen,        während     -das gereinigte Metall über den Überlauf am       obern    Ende des Rohres abgeführt wird. Um  hierbei die     Ausscheidung    von in dem flüs  sigen Metall gelösten Fremdmetallen, wie  z.

   B. von     Calcium    aus     flüssigem    Rohnatrium,  auf dem Wege des aufsteigenden Metaller  zu ermöglichen, kann das Metall auf seinem  Wege einer Kühlwirkung an geeigneter       Stelle    und in geeignetem Betrage unterzogen  werden, z. B. dadurch,     .dass    das von dem  flüssigen Metall von unten nach oben durch  strömte Rohr an geeigneter Stelle oder auch  an mehreren Stellen mit Kühlorganen, wie  mit :durch die     umgebende    oder aufgeblasene  Luft gekühlten Rippen oder einem von Kühl  gas oder einer, gegebenenfalls warmen, Kühl  flüssigkeit     durchströmten    Kühlmantel ver  sehen     ist.     



  Je nach den im Einzelfalle vorliegenden       sonstigen        Arbeitsbedingungen,        sowie    der Art    des zu reinigenden Metaller, der Art und  Menge der auszuscheidenden Verunreinigun  gen, der     Elektrolysentemperatur    usw. kann  die     Kühlung    durch geeignete Kühlorgane so  wohl ausserhalb der elektrolytischen Zelle.  als auch innerhalb     -derselben,    gegebenenfalls  auch unterhalb des Spiegels des schmelzflüs  sigen Elektrolyten, oder auch gleichzeitig an  verschiedenen     .Stellen,    gegebenenfalls in Stu  fen, z. B. zwecks     Abscheidung    mehrerer, in  ,dem flüssigen Rohmetall gelöster Metalle,  erfolgen.  



  Auch kann die Anordnung so getroffen  werden,     dass    durch kontinuierliche oder dis  kontinuierliche Vergrösserung des Querschnit  tes des von .dem     flüssigen    Metall von unten  nach oben durchströmten Rohres die     lineare     Strömungsgeschwindigkeit in derselben Rich  tung zunehmend verringert wird.  



  Um zu vermeiden, dass die     Abscheidung     der in :dem flüssigen Rohmetall     gelösten    Me  talle, wie z. B. von     Calcium    aus flüssigem  Natrium, unter der Einwirkung der vorer  wähnten Kühlvorrichtungen an der Wand  des von dem Metall durchströmten Rohres  erfolgt, wodurch Verstopfungen eintreten kön  nen, empfiehlt sich die Anwendung von  z. B. rotierenden, zur Entfernung solcher An  sätze von der     Rohrwand    geeigneten Organen.  



  Beim Arbeiten nach der Erfindung ge  lingt es z. B. den Gehalt von     elektrolytisch     aus einem Gemisch von Chlornatrium und       Chlorcalcium    abgeschiedenem Natrium an       Galcium    von etwa     3,%    oder mehr bis auf       0,15A    oder weniger im flüssigen Metall zu  verringern.  



  Eine noch weitergehende Reinigung lässt  sich gegebenenfalls dadurch erzielen, dass  man das in der beschriebenen Weise     vorge-          reinigte    Metall bei einer nur wenig über sei  nem     Schmelzpunkt    liegenden Temperatur,  z. B. flüssiges     Natrium    bei etwa<B>100'</B> C,  noch einer an sich bekannten Filtration un  terzieht, wobei die Menge des anfallenden  Filterrückstandes ausserordentlich viel gerin  ger ist, als die Menge des durch     unmittel-          bare    Filtration des Rohmetaller in bekannter  Weise erhaltenen Filterschlammes.

        Die     erfindungsgemäss.    einzuhaltende Ar  beitsweise, sowie eine hierfür geeignete Vor  richtung sei im     folgenden    beispielshalber be  schrieben, und zwar für den Fall der Ab  scheidung von     calciumhaltigem    Natrium aus  einem geschmolzenen Gemisch von Chlor  natrium und     Chlorcalcium,    sowie der Reini  gung     des    so erhaltenen Rohnatriums, in einer  elektrolytischen Zelle der in der U. S.     A.-          Patentschrift    1501756 beschriebenen und in  der Technik unter dem Namen     "Dawns-          Zelle"        bekannten    Art.  



  In der Zeichnung ist eine solche Zelle in       Fig.    1 in einem zum Teil schematischen Ver  tikalschnitt dargestellt, während     Fig.    2 in  vergrössertem Massstab einen     Schnitt    durch  die speziell zur Reinigung des abgeschiede  nen     Rahmetalles    dienende Vorrichtung zeigt.  



  Es bedeutet darin 1 den zylindrischen,  aus Metall bestehenden, mit feuerfesten Stei  nen     2?        ausgemauerten    Metallmantel, der durch  den Deckel 115 abgedeckten Zelle. 3 ist eine  durch den Boden der Zelle     konachsial    mit  dieser hindurchgeführte zylindrische Anode       aus    Graphit, die von einer mit den Stromzu  leitungen 5 versehenen ringförmigen Kathode  4 aus Stahl konzentrisch     umgeben    ist.

   Ober  halb .der Kathode ist ein     ,Sammelraum    7 in  Form einer     ringförmigen    Rinne mit nach  unten gekehrter Öffnung für das von der  K     uthode    aufsteigende Natrium angebracht,  an der ein     zylindrisches        perforiertes        Metall-          diaphra.gma.    6 zwischen Anode     und    Kathode,  konzentrisch zu beiden, aufgehängt ist.  Oberhalb der Anode ist zum Auffangen des  an dieser entweichenden Chlors eine eben  falls an der Sammelrinne 7 befestigte Haube  10 mit     Abzugsrohr    11 vorgesehen.

   Die zur  Befestigung der Sammelrinne 7, sowie zur  weiteren Befestigung der     iSammelhaube    1.0  dienenden Organe sind in der Zeichnung der  Einfachheit halber nicht dargestellt. 8-9  ist ein mit     seiner    untern Öffnung in die       Sammelrinne    7     einmündendes    Rohr,

   durch  welches das in 7     angesammelte    Natrium  nach oben bis zu einem in ein     Sammelgefäss     12 mit     Ablasshahn    1.3 einmündenden Über  lauf geführt     wird.    Die Aufwärtsbewegung    des     flüssigen    Metallei erfolgt     in    bekannter  Weise hierbei     unter    der     Wirkung        seines    ge  ringeren     spezifischen        Gewichtes    gegenüber  dem höheren     spezifischen    Gewicht     ider        .Salz-          schmelze,

          wobei    die Höhe des     Überlaufes     über dem Spiegel der     Salzschmelze    diesem  Verhältnis .der spezifischen Gewichte     anzu-          passen        ist.     



       Zn    seinem obern Teil 9 unterhalb des  Überlaufes     und    in gleicher Höhe mit diesem       ist    das Steigrohr 8-9 mit aus der     Fig.    2  in     vergrössertem    Massstab     ersichtlichen,        @z.    B.

         angesclhweissten    Kühlrippen 14 versehen,  ,die     natürlich,    statt .horizontal, auch vertikal  oder in beliebiger anderer     Richtung        ange-          ordnet    sein     können..    An     .Stelle    dieser     Kühlrip-          pen,deren        Wirkung    z.

   B. auch     durch    Auf  blasen von kalter Luft     gesteigert    werden  kann, kann auch ein von     einem    geeigneten       gasförmigen    oder     flüssigen        Kühlmittel        durch-          strömter        Kühlmantel    oder eine     sonstige    ge  eignete     Kühlvorrichtung        vorgesehen    sein.  



  In der in     Fig.    2, in einem     Vertikalschnitt          dargestellten        Ausführungsform        ist,das    Steig  rohr 8-9     zwecks        Verhinderang    des An  setzens ausgeschiedener     Verunreinigungen,          wie    z.

   B. von     metallischem        Caleium,    aus dem  elektrolytisch abgeschiedenen Rohmetall mit  einer durch den Rohrdeckel 16 hindurchge  führten     Rührvorrichtung,        bestehend    aus     einer     Welle 17 und einer Anzahl von auf diese an  verschiedenen     Stellen        aufgesetzten    Rühr  scheiben     1@8,    versehen.     Zweckmässig    erhält  dieser     Rührer    nur eine     geringe        Umlaufzahl,     um die     Abwärtsbewegung    :

  der ausgeschiede  nen     Verunreinigungen    in dem aufsteigenden  flüssigen Metall nicht zu stören.  



       Durch        geeignete    Bemessung des Durch  messers .des     Steigrohres        8-.9        im        Verhältnis     zur     Menge        des    in der     Zeiteinheit    an der       Kathode    abgeschiedenen und durch     Idas    Rohr  aufsteigenden flüssigen     Metallei    kann erfin  dungsgemäss die     Schnelligkeit    des     Aufstei-          gens    des     Metallei    so begrenzt werden,

       dass          die    auf seine. Wege     abgeschiedenen    metalli  schen     und        nichtmetallischen    Verunreinigun  gen entgegen seiner Strömungsrichtung nach  unten     sinken:    und so in die     Sammelrinne    7      und von hier aus in den Elektrolyten zu  rückgelangen können, wo sich das darin ent  haltene     Calcium    mit     Chlornatrium    nach der  Gleichung  
EMI0004.0003     
  
    Ca <SEP> -E- <SEP> 2NaC1 <SEP> <U>--</U><B>></B> <SEP> 2Na <SEP> -I- <SEP> CaCh       umsetzt.

   Die auf den     obern    Teil 9 des .Steig  rohres ausgeübte     Kühlwirkung    ist hierbei  derart zu regeln, dass das durchströmen-de  Metall gerade soweit abgekühlt wird, wie       nötig    äst, um die Ausscheidung des Fremd  metalles in dem .gewünschten Umfang .zu er  zielen.  



  Bei der Gewinnung von Natrium aus  einem     schmelzflüssigen        Gemisch    von Chlor  natrium und     Chlorcalcium    mit einer Tempe  ratur von     etwa   <B>600'</B> hat sich z. B.     eine     Kühlung des     obern    Teils des     Steigrohres    auf  Temperaturen zwischen 100 und<B>250'</B> C,  vorzugsweise solche von nicht über 2,00' C,  im allgemeinen als vorteilhaft     erwiesen.     



  Bei     Anwendung    .der in     Fig.    2     heispiels-          weise    beschriebenen     Rührvorrichtung    kann  man diese mit     entsprechend    geringer Ge  schwindigkeit sowohl fortlaufend umlaufen  lassen, als     auch    nur zeitweise, z.

   B. in Zeit  abständen von einer halben Stunde, in Gang       setzen,    wobei man sich von Fall zu Fall  nach den jeweils vorliegenden sonstigen     Ar-          beitsbedingungen    zu richten haben     wird.    An  Stelle     des    nur     beispielsweise    in der     Zeich-          nung,

  dargestellten    umlaufenden     Rührens    kön  nen natürlich auch andere in horizontaler  oder     vertikaler    Richtung oder in beiden       Richtungen    wirkende Organe für die Ver  hinderung     fester        Abscheidungen    an der In  nenwund des Steigrohres     verwendet    werden.  



  Ebenso     können        natürlich    bei Zellen der       beschriebenen    oder anderer Art an Stelle nur  eines an den     Sammelraum.    für das zu reini  gende flüssige Metall angeschlossenen Steig  rohres (8-9 Oder     Fig.    1) .zwei oder     mehrere     solche Rohre von bei gleicher Gesamtleistung  entsprechend verminderten     Einzelquerschnit-          ten    Verwendung     finden.     



  <I>Beispiel:</I>  In einer     Downs-Zelle    der in     Fig.    1 der       Zeichnung        dargestellten        Art    wurde     ein    ge-         schmol.zenes    Gemisch von Chlornatrium und       Chlorcalcium        elektrolysiert,    wobei zwecks  Verminderung der Strömungsgeschwindig  keit des flüssig abgeschiedenen     Natriums    in  dem Steigrohr 8-9 im Sinne der Erfindung  der lichte Querschnitt dieses Steigrohres auf  etwa, das     Fünffache    des bei derartigen Zellen  üblichen Querschnittes vergrössert war.

   In  seinem     obern    Teil wurde das     Steigrohr    ver  mittelst angeschweisster Rippen gekühlt.  Währenddes     Betriebes        ider    Zelle wurden für  die Dauer gewisser     Zeitabschnitte    versuchs  weise verschiedene     Anordnungen    der Kühl  flächen oder Strahlungsflächen des obern  Teils des     .Steigrohres    zur     Anwendung    ge  bracht, wobei im obern Teil des Steigrohres  verschiedene     Temperaturen    erzielt wurden.

    Die Temperatur des     ab,-geführten        Metalles          wurde    in einer nahe dem Überlauf     in    die  Vorlage 12 gelegenen Stelle     gemessen.    Von       Zeit    zu     Zeit    wurde der Gehalt des in die  Vorlage übertretenden Natriums an     Calcium          analytisch    ermittelt und hieraus die folgen  den Durchschnittswert berechnet.

    
EMI0004.0074     
  
    Temperatur <SEP> des <SEP> flüssigen <SEP> Ca, <SEP> in <SEP>  /o
<tb>  1letalles
<tb>  210 <SEP>   <SEP> C <SEP> 0,2,1
<tb>  170 <SEP>   <SEP> C <SEP> 0,20
<tb>  160 <SEP>   <SEP> C <SEP> 0,20
<tb>  1.8,5 <SEP>   <SEP> C <SEP> 0,15       Beim Arbeiten nach der Erfindung er  zielt man gegenüber der bisherigen Reini  gung der durch     Schmelzflusselektrolyse    ab  geschiedenen Metalle eine ganze     Reihe    von       Vorteilen.    Zunächst den Vorteil,     ,dass    die  Reinigung     innerhalb    der     elektrolytischen     Zelle .selbst erfolgen kann,     ohne    dass man  genötigt ist,

   das Metall nach der Entfer  nung aus dieser in einem besonderen Appa  rat noch einer Nachbehandlung,     gegebenen-          falls    unter erneuter     Verflüssigung-    und un  ter     Wärmeaufwand,    sowie     unter    unvermeid  lichen     Materialverlusten        züi    unterziehen.

   Ins  besondere werden hierbei auch :die Material  verluste und sonstigen Nachteile     vermieden,         die damit verbunden waren, dass     bei    :der Rei  nigung des     Rohmetalles    durch Filtration er  hebliche     Anteile,des    zu gewinnenden Metal  lei in dem     schlammförmigen    Filterrück  stand in einer     Form    zurückblieben, aus der  das Metall als solches nicht wieder gewon  nen werden konnte.

   Falls man aber dennoch  zwecks Erzielung eines ganz besonders hohen  Reinheitsgrades das erfindungsgemäss gerei  nigte Metall     anschliessend    noch einer Nach  behandlung durch eine Filtration bekannter  Art unterziehen will, so ist die Menge des  hierbei verbleibenden     Filterrückstandes    und  demgemäss die Menge des in diesem Filter  rückstan:

  d zurückgehaltenen     Metalles    so     ge-          rinfg,        dass    die hierdurch     bewirkten    Verluste  eine Rolle nicht mehr spielen     können.    Durch  die weit geringere Menge der bei einer sol  chen Nachbehandlung verbleibenden     Rüek-          stände    wird die     Leistungsfähigkeit    einer  vorhandenen Filtereinrichtung natürlich in  entsprechendem Masse gesteigert und der  Filtervorgang an und für sich im gleichen  Masse vereinfacht und verkürzt.  



  Es kann ferner der wichtige Vorteil er  zielt werden, dass infolge der bei dieser Ar  beitsweise erzielten Zurückführung der     Ver-          unreinibo-ungen        des    primär     abgeschiedenen          Metalles    in den Elektrolyten nicht nur das  abgeschiedene     Fremdmetall,        wie    z.

   B.     Cal-          ei-tim    bei der Herstellung von Natrium, zur  Erzeugung des gewünschten     Metalles    durch  Umsetzung mit dem     Elektrolyten    nach der  oben gegebenen Gleichung nutzbar gemacht  wird, sondern dass gleichzeitig auch die Auf  rechterhaltung der für die Durchführung  der Elektrolyse     .notwendigen        konstanten    Zu  sammensetzung des Elektrolyten     wesentlich     erleichtert und verbilligt wird. Da .es z. B.

    bei     der    Herstellung von     Natrium.    durch  Elektrolyse einer     Mischung    von Chlor  natrium und     C.hlorcalcium    zwecks genügen  der     Iionstanthaltung    der     Schmelztemperatur     des Elektrolyten notwendig ist, den Gehalt  desselben an     Chlorcalcium        innerhalb    entspre  chender Grenzen konstant zu halten, so ist       man    in der Praxis genötigt,     dem    Bade in     ge-          wissen    Zeitabständen frisches     Chlorcalcium       zuzusetzen, um     ,

  die    während der Elektrolyse  entstehenden     Verluste    zu     ersetzen.    Da dieses       Chlorcalcium    aber nach Möglichkeit in was  serfreiem     Zustand    zugesetzt werden     muss,    so  erfordert dies kostspielige Entwässerungs  vorgänge.

   Beim Arbeiten     nach    der Erfin  dung können     nun    die     bisherigen    ,durch Zu  gabe von frischem Material auszugleichenden  Verluste an     Chlorcalcium    dadurch ganz  ausserordentlich     verringert    werden, dass     aus     ,dem aus dem     Elektrolyten    abgeführten flüs  sigen Natrium das darin zunächst enthaltene       Calcium    im     Steigrohr        abgeschieden        und    in  den Elektrolyten     zurückgeführt        wird,    wo es  mit     Chlornatrium,

      gemäss oder oben wieder  gegebenen     Gleichung    wieder in     Calcium-          chlorid    Übergeführt wird, während die äqui  valente Menge von     metallischem    Natrium in       Freiheit    gesetzt wird     und        wobei        gleichzeitig     auch eine dieser Menge von Natrium äqui  valente Menge von elektrischem     iStrom    er  spart wird.

   Der     Rückführung    des in     bekann-          ter    Weise durch     Filtration        abgeschiedenen          Calciums    in den Elektrolyten     steht    dagegen  entgegen,     dass    es sich nicht     vermeiden    lässt.  ,dass dieser     Filterschlamm    an der     Luft        Feueh-          tigkeit        anzieht.     



  Ebenso     wird    beim Arbeiten     nach    der Er  findung ohne weiteres auch der von dem     im          Steigrohr        aufsteigenden    rohen     Natrium    mit  geführte     Elektrolyt    der Zelle ohne zwischen  gängige     Beeinflussung    durch     Feuchtigkeit     oder     Luftsauerstoff    wieder     zugeführt.    Hier  durch hat sich der Verlust an .Salz in dem  aus der Zelle abgeführten Metall     auf    etwa       '/"o    des niedrigsten     nach        

  bekannten    Metho  den bisher in     Betracht        kommenden    Betrages  erniedrigen lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Gewinnung von reinen Leichtmetallen durch Elektrolyse ihrer Salze im Schmelzfluss, in .einer mit einem Sammelraum für das katholisch abgeschie dene Metall versehenen Zelle, dadurch ge kennzeichnet, dass man das abgeschiedene Metall in mindestens einem aufrecht stehen den,
    mit seinem untern Ende in den @Sam- melraum ausmündenden und an seinem obern Ende mit einem Überlauf versehenen Rohr mit solcher Geschwindigkeit aufwärts strö men lässt, dass sowohl von dem strömenden Metall von vornherein mechanisch mitge führte, als auch aus ihm auf dem Strö mungswege abgeschiedene Verunreinigungen entgegen der Strömungsrichtung nach unten niedersinken und über den Sammelraum in den Elektrolyten zurückgelangen,
    während das gereinigte Metall über den Überlauf am obern Ende des Rohres abgeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, .dass man .das in aufsteigender Bewegung befindliche flüs sige Metall auf seinem Wege auf eine Temperatur abkühlt, bei der in dem Me tall anfänglich :gelöste Verunreinigungen mindestens zum Teil ausgeschieden wer den. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass Metall, in dem ein anderes Me tall von höherem Schmelzpunkt und höherem spezifischem Gewicht gelöst ist, während des Aufsteigens in dem Rohr auf eine zur Ausscheidung minde- stens eines Teils -des gelösten Fremd metalles ausreichende Temperatur abge kühlt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und. 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Metall, indem ein anderes Metall von höherem Schmelz punkt und höherem spezifischen Ge wicht gelöst ist, bei seinem Aufsteigen in -dem Steigrohr auf eine Temperatur zwischen 100 und<B>250'</B> C abgekühlt wind. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Metall, in dem ein anderes Metall von höherem Sehmelz- punkt und höherem spezifischen Ge wicht gelöst ist, bei seinem Aufsteigen in clean. Steigrohr auf eine 'Temperatur von nicht mehr als 200 C abgekühlt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass :die Kühlung des aufsteigenden flüssigen Metalles mindestens teilweise vermittelst eines Gases erfolgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Kühlung des auf steigenden flüssigen Metallee mindestens teilweise vermittelst Luft erfolgt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das am Über- .lauf des Steigrohres abgeführte Metall einer Filtration bei einer .zur Ausschei dung weiterer darin noch enthaltener Fremdbestandteile geeigneten Tempera tur unterzogen wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 7, dadurch .gekennzeich- net, dass ,das von der Hauptmenge der Verunreinigungen befreite Metall noch einer Filtration bei einer zur Abscllei- dung der darin noch vorhandenen Ver unreinigungen geeigneten Temperatur unterzogen wird.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine zu elektrolytischen Ab scheidung von Leichtmetall geeignete, mit einem Sammelraum für das abgeschiedene Metall versehene Zelle mit mindestens einem aufrechtstekenden, mit seinem untern Ende in den obern Teil des Sammelraumes aus mündenden und oben mit einem Überlauf versehenen Rohr von solchem Querschnitt,
    dass die Geschwindigkeit des in dem Rohr fortlaufend aufsteigenden und -durch den Überlauf abgeführten Metallee mindestens in einem \.Geil des Rohres so gross ist, dass die spezifisch schwereren, von dem Metall aus der Salzschmelze mitgeführten Verunreini gungen, sowie die aus dem Metall während des Pa.ssierens des Rohres infolge Abkühlung ausgeschiedenen F'remdmetallmengen entge- gen der Strömungsrichtung des 3Ietalles un ter der Wirkung .der ,Schwerkraft nach unten sinken können.
    UNTERANSPRüCHE 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, :dass das Steigrohr mit einer Kühlvorrichtung versehen ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch I.I, da durch .gekennzeichnet,,dass das Steigrohr oberhalb des Niveaus der Salzschmelze mit einer Kühlvorrichtung versehen ist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass das Steigrohr unterhalb des Ni veaus der Salzschmelze mit einer Kühl vorrichtung versehen ist.
    12 Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 9 und 1ü, .dadurch ge kennzeichnet, dass das Steigrohr oberhalb und unterhalb des Niveaus der Salz schmelze mit einer Kühlvorrichtung ver sehen ist. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass das Steigrohr mindestens unter halb des Überlaufes mit Kühlrippen für Luftkühlung versehen ist. 14.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Steigrohr im Innern mit einer zur Verhütung -des Ansetzens fester Abscheidungen an sei ner Innenwand geeigneten Vorrichtung versehen ist. 15. Vorrichtung nach Patentanspruch II ,da durch gekennzeichnet, dass das Steigrohr innen mit einem langsam umlaufenden Rührer mit zum Abschaben fester An sätze von der Wand des Rohres geeigne ten Flügeln versehen ist.
    16. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Quer schnitt des Steigrohres nach oben konti nuierlich zunimmt. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da- ,durch .gekennzeichnet, dass der Quer schnitt des Steigrohres nach oben dis- kontinuierlich zunimmt. 18.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da3 das Steigrohr am obern Ende in einen mit einem Ab laBhahn versehenen Behälter für das überlaufende Metall ausmündet. 19.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass in einer Zelle mit einer eine zentral angeordnete Anode (3) ringförmig umgebenden Kathode (4), einem oberhalb dieser Kathode angeord neten Sammelraum für das an der Ka thode abgeschiedene Metall in Form einer mit der Öffnung nach unten ge richteten ringförmigen Rinne (7), einem zwischen Anode und Kathode eingeschal teten zylindrischen Metalldiaphragma, ferner einer mit einer Ableitung (11) versehenen zylindrischen Sammelhaube (10) für das anodisch abgeschiedene Gas,
    sowie mit mindestens einem mit seinem untern Ende in den obern Teil der Sammelrinne (7) einmündenden und oben mit einem Überlauf versehenen Steigrohr (8) zur Abführung des katho- Jisch abgeschiedenen Metaller aus der Sammelrinne, dies Rohr oberhalb des Niveaus der .Salzschmelze mit Kühlrip- pen versehen und sein Querschnitt so be messen ist,
    da3 darin die .Strömungsge- schwindigkeit des flüssigen Metallei so beschränkt ist, dass. sowohl,die von dem Metall von vornherein mechanisch mit geführten, als auch die aus ihm auf dem Strömungswege abgeschiedenen Verun- reinigungen: entgegen der Strömungsrich tung des Metallei nach unten niedersin ken und in die Zelle zurückgelangen können.
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