CH188961A - Einrichtung zur Vermeidung der mit der Transformatorspannung verknüpften Störungen bei Wechselstrom-Kollektormaschinen. - Google Patents

Einrichtung zur Vermeidung der mit der Transformatorspannung verknüpften Störungen bei Wechselstrom-Kollektormaschinen.

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CH188961A
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Aktiengesellschaft Jul Pintsch
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Julius Pintsch Aktiengesellsch
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  Einrichtung zur Vermeidung der mit der Transformatorspannung verknüpften  Störungen bei Wechselstrom-Kollektormaschinen.    Die Erfindung bezieht sich auf Wechsel  stromkollektormaschinen, insbesondere Wech  selstromkollektormotoren und betrifft eine       Einrichtung    zur Vermeidung der mit der  Transformatorspannung verknüpften Störun  gen, vor allem des Bürstenfeuers bei solchen  Maschinen.  



  Bei der Verwendung eines Gleichstrom  ankers in .einem mit Wechselstrom erregten  Ständer tritt bekanntlich die     Schwierigkeit     auf, dass im Anker ausser er gewünschten Be  wegungsspannung (elektromotorische Kraft  der Rotation) noch .die sog. Ruhespannung  (elektromotorische     Kraft    der Transformation)  induziert     -wird.    Diese Ruhespannung,     die    im  allgemeinen in den durch die     Bürsten;    kurz  geschlossenen und in Stromwendung befind  lichen Windungen des Ankers mit dem höch  sten Wert     induziert    wird, verursacht Bür  stenfeuer und eine starke Abnutzung der  Bürsten und des Kollektors, zu deren Be-    kämpfung die nachstehenden Wege beschrie  ben wurden:  1.

   Herabsetzung der Periodenzahl von  50 Hz auf beispielsweise 162/3 Hz (Bahn  motoren).  



  2. Herabsetzung der Spannung zwischen  benachbarten Kollektorlamellen durch ausser  halb des Ankereisens ,geführte Anzapfungen,  beispielsweise für die halbe Windungsspan  nung.  



  Diese Anordnung     bringt    ohne Zweifel  eine Verbesserung, ,jedoch keine wirkliche  Abhilfe, da beim Kurzschliessen der Win  dung     über,die    Bürste noch immer ein schäd  licher Kurzschlussstrom fliesst.  



  3. Widerstandsverbindungen zwischen An  kerwicklung und     Kollektor,    womit erheb  liche Verluste verbunden sind.  



  4.     Ohmsche    Widerstände parallel zu den  Wendepolen, um in der stromwendenden  Windung eine in der Phase richtig     gelegene         Bewegungsspannung zu induzieren, welche  auch die Ruhespannung aufhebt.  



  Auch diese Lösung bedingt erhebliche  Verluste und hat ferner den grundsätzlichen  Nachteil, dass die zur Kommutierung erfor  derliche Wendespannung erst bei sieh dre  liendem Anker eintritt,     während    die das Bür  stenfeuer     verursachende    Ruhespannung be  reits bei     stillstehendem    Anker vorhanden ist.  



  Die Einrichtung nach der Erfindung ist  grundsätzlich anderer Art. Sie erlaubt den  Bau auch grosser Einheiten für die übliche  Periodenzahl von 50 Hz und     vermeidet    die  bisher mit der Ruhespannung verknüpften  Störungen, insbesondere auch bei     stillstehen-          der    Maschine bezw. niedrigen Drehzahlen  (Anlauf),     und    zwar auf Grund folgender  Überlegung.  



  Wird der durch eine Primärwichlung  eines Transformators erzeugte Wechselfluss  mit einer Sekundärwicklung nur teilweise  verkettet, beispielsweise nur so, dass ein  Viertel des durch die Primärwicklung er  zeugten     Wechselflusses    die Sekundärwick  lung durchfliesst, drei     Viertel    aber einem  magnetischen Kreis angehören, der von der       Sekundärwicklung    nicht umschlungen ist, so  ist es möglich, diese     Sekundärwicklung    kurz  zuschliessen, ohne dass schädigende Kurz  schlussströme     auftreten,    und zwar einfach  deswegen, weil bei Kurzschluss .der Sekundär  wicklung der sie durchsetzende Teilfluss ab  gedrängt wird, so dass die kurzgeschlossene  Sekundärwicklung überhaupt von keinem  nennenswerten Fluss ;

  durchsetzt wird. Die in  ihr induzierte Spannung ist infolgedessen  Null. Die     Sekundärwicklung    kann also  auch unterbrochen werden, ohne dass ein den  Schalter gefährdender Ahschaltlichtbogen  auftritt.  



  Gegenstand der Erfindung ist dement  sprechend eine Einrichtung zur Vermeidung  der mit der Transformatorspannung ver  knüpften Störungen (zum Beispiel Bürsten  feuer) bei Wechselstromkollektormaschinen,  insbesondere Bahnmotoren für höhere Fre  quenz als     162i3    Hz     (vornehmlich    für     50    Hz),  die dadurch gekennzeichnet     ist,    dass der von    einem durch eine Bürste kurzgeschlossenen  Stromweg umschlungene Hauptfluss abge  drängt wird auf     einen    von keinem kurz  geschlossenen Stromweg umschlungenen  Hauptflussweg.  



  Genau wie beim Transformator wird nun  in Stromwegen der Ankerwicklung der Ma  schine, welche jeweils durch Bürsten kurz  beschlossen in     Stromwendung    sieh befinden,  ein Strom fliessen, .der den Teil des Wechsel  flusses, welcher den Stromweg durchsetzt,  abdrängt, so dass im kurzbeschlossenen  Stromweg keine Ruhespannung induziert  wird. Infolgedessen geht auch das Abschal  ten dieses     Stromweges    durch :den Kollektor  ohne schädliche     Beanspruchung    von Bürsten  und Kollektor vor sich.  



  Zur Erreichung des     Erfindungszweckes     müssen nun die Ankerwicklung, die Lamellen  zahl und Lamellenbreite, die Bürstenbreite  und der Abstand der Bürsten     voneinander    (in  Richtung des     Ankerumfanges)    in .geeigneter  Weise gewählt werden.

   Insbesondere kann die  Einrichtung so     getroffen    werden, dass jede Bür  ste, zum Beispiel durch entsprechende     Wahl     der Bürstenbreite und durch Anwendung von  Hilfslamellen, nie mehr als einen     Stromweg     kurzschliesst, der so     gewählt    ist, dass nur ein  Teil, zweckmässig höchstens die     Hälfte    des  gesamten von einer Erregerwicklung erzeug  ten Kraftflusses von .:(durch Bürsten) kurz  geschlossenen Stromwegen umschlungen  wird. Vorzugsweise haben, sofern Hilfs  lamellen angewendet werden, die Haupt: und  Hilfslamellen gleiche Breite.  



  Die bevorzugten Ausführungsformen der  Erfindung lassen sich, wie sich auch aus den  weiter unten     erläuterten    Ausführungsbei  spielen ergibt, in zwei Gruppen gliedern, von  denen die eine, die hier als die     "erste"    ge  zeichnet werden soll, dadurch gekennzeichnet  ist, dass die Lamellenzahl, Lamellenbreite,  die Bürstenbreite und er Abstand der Bür  sten     voneinander    so gewählt sind, dass die       Kommutierung    in den neutralen Zonen und  nie an sämtlichen     Kommutierungsstellen     bleichzeitig erfolgt.

        Eine besondere Ausführung dieser ersten  Gruppe besteht darin, dass bei einer Ma  schine mit p = 2 oder mehr Polpaaren die  Ankerwicklung so gewählt ist, dass die  Stromwege zwischen zwei     benachbarten    La  mellen bei bezw. vor dem Kurzschluss durch  eine Bürste ganze Kraftflüsse einzelner Pole,  deren Erregerwicklungen zweckmässig in  Reihe     geschaltet    sind, umschlingen. Es     kann     eine an sich     bekannte    Wicklung, zum Bei  spiel eine Schleifenwicklung oder eine Wel  lenwicklung verwendet werden.

   Um zu ge  währleisten, dass die Kommutierung nie an  sämtlichen Kommutierungsstellen gleichzeitig  erfolgt, kann die Einrichtung     vorteilhaft     so getroffen werden, dass die Lamellenbreite  mindestens das p-fache der Bürstenbreite     be-          tragt.     



  Ein besonders einfaches Ausführungsbei  spiel dieser Art besteht in folgendem  Gegeben sei :eine Maschine mit     mindestens     p - ? Polpaaren. Die Wicklungen der ein  zelnen Pole seien in Reihe geschaltet. An  der Erregerspannung liegt also ein einziger  Stromzweig (Erregerwicklung), .der .den ge  samten Erregerfluss erzeugt. Der Anker  trage eine einfache Schleifenwicklung, also  p parallelgeschaltete Ankerzweigpaare.

   Damit  diese Maschine, sei es als Motor, sei es als Ge  nerator, im Sinne der Erfindung arbeitet, ge  nügt es, den Lamellen, von :denen jede je mit  einer Schleifeder Schleifenwicklung verbunden  ist, eine     Breite    zu :geben, die mindestens das       N-fache    der Bürstenbreite     beträgt.    Werden  dann die Bürsten derart gegeneinander ver  setzt, dass jeweils immer -nur .eine Bürste oder  nur zwei zu einem Polpaar gehörige Bürsten       benachbarte    Lamellen     kurzschliessen,    so wird  jeweils der gesamte Fluss dieses einen Pols  oder Polpaares auf die übrigen Pole im Sinne  vorliegender Erfindung abgedrängt.

   Wenn  im Falle von p = 2 Polpaaren nur zwei  zu einem Polpaar gehörige Bürsten benach  barte Lamellen; also je eine Schleife vor  zwei benachbarten Polen, gleichzeitig kurz  schliessen, so wird höchstens die Hälfte des  gesamten Erregerkraftflusses von .den beiden  gleichzeitig durch Bürsten kurzgeschlossenen    Stromwegen umschlungen und auf die bei  den übrigen Pole abgedrängt; wenn jeweils  immer nur :eine Bürste benachbarte Lamel  len kurzschliesst, also nur eine Schleife vor  einem .der Pole kurzgeschlossen wird, so  wird jeweils nur ein Viertel des     gesamten     Kraftflusses :auf die übrigen drei Pole ab  gedrängt.

   In entsprechender Weise kann die  Einrichtung bei Maschinen     mit    einer grö  sseren Polzahl getroffen und eine beliebige  als günstig :erachtete Reihenfolge der Kom  mutierung :der in Frage kommenden Schlei  fen     angewendet    werden. Es empfiehlt sich  hierbei, die Verteilung ,der .durch Bürsten  gleichzeitig kurzgeschlossenen Stromwege so  zu wählen, dass eine Unsymmetrie in .der  Feldverteilung und damit ein einseitiger,       magnetischer    Zug auf die Welle vermieden  wird, was ,dadurch erreicht werden kann, dass  die Abdrängung :des Flusses von diametral       gegenüberliegenden    Polen gleichzeitig be  wirkt wird;     letzteres    wird auch bei andern  Ausführungsformen .der Erfindung vorteil  haft berücksichtigt.

    



  Ferner können, :damit die Kommutierung  nie an sämtlichen Kommutierungsstellen   gleichzeitig erfolgt, insbesondere bei Ver  wendung von     Ankerwicklungen,    bei denen  jeder Stromweg zwischen zwei benachbarten  Lamellen den .ganzen von einem Pol     erzeug-          ten    Kraftfluss umschlingt, zwischen zwei  benachbarten Hauptlamellen Hilfslamellen  vorgesehen sein und die Anordnung kann so       getroffen    sein, dass jede Hauptlamelle mit  Hilfslamellen, welche die Ecken     eines    regel  mässigen p-Ecks mit ihr bilden, :durch Ring  verbindungen verbunden ist.

   Auf     :diese    Weise  lässt sich insbesondere auch bei Anwendung       einer    Wellenwicklung, erreichen, dass der  gesamte     Kraftfluss    eines oder mehrerer Pole  auf die     übrigen    Pole, die von der gleiche       Erregerwicklung    (in Reihenschaltung) erregt  werden, abgedrängt wird.  



  Bei der angegebenen ersten Gruppe er  folgt, räumlich     betrachtet,    die     Abdrängung     der     Teilflüsse    in Richtung :des     Ankeruumfan-          ges.    Die Teilflüsse,     dieStromwege    zwischen  zwei benachbarten     Lamellen,durchsetzen    und      bei :deren Kurzschluss jeweils abgedrängt  werden, sind dabei ohne weiteres durch die  natürliche     Verteilung    des     Kraftflusses    ge  geben, der die     verschiedenen    Pole     durchsetzt.     



  Demgegenüber     wird    bei der zweiten  Gruppe der     ,Stromweg        zwischen    zwei Haupt  lamellen (Windung, Schleife, Welle) mit den  Schleife, Welle) mit den  Fluss in Teilflüsse unterteilenden Anzap  fungsleitern, die an zwischen den beiden  Hauptlamellen angeordnete Hilfslamellen an  geschlossen     ,sind,    versehen und hierbei die  Einrichtung so getroffen, dass jede Bürste  nie mehr als einen Stromweg kurzschliesst,  der so gewählt ist, dass nur ein Teil, zweck  mässig     höchstens    die Hälfte des gesamten von  der Erregerwicklung erzeugten Kraftflusses  von (durch Bürsten)

   kurzgeschlossenen  Stromwegen umschlungen     wird.    Durch eine  Bürste wird nie mehr als ein Stromweg       kurzgeschlossen,    der nur einen Teil, zweck  mässig     höchstens    .die Hälfte des einen Pols  durchsetzenden     Flusses    umschlingt.

   Für die  Betrachtung des Abdrängungsvorganges  kann man sich :dabei die     Wicklung    jedes  Poles als durch mehrere in Reihe geschal  tete Wicklungsteile     bestehend,        vorstellen.       Durch die Verwendung von Anzapfungs  leitern lässt sich, wiederum räumlich betrach  tet, eine Abdrängung :der Teilflüsse in Rich  tung des Ankerumfanges wie bei der ersten  Gruppe erzielen, indem zum     Beispiel    bei  einer Schleifenwicklung die Anzapfungs  leiter in Nuten am Ankerumfang derart ver  legt sind, dass der zwischen zwei benach  barten Lamellen     verlaufende    Stromweg An  kerzähne, insbesondere nur einen ,der Anker  zähne, innerhalb des .Stromweges zwischen  zwei (benachbarten) Hauptlamellen um  schlingt.

   Im letzteren Fall wird daher bei  dem Kurzschluss zweier benachbarter Lamel  len durch eine     Bürste    der von dem Strom  weg umschlungene Teilfluss, :der durch einen  Ankerzahn vordem Pol verläuft, abgedrängt  auf die übrigen -Zähne vor dem Pol. Die  von den Anzapfungsleitern gebildete Neben  wicklung kann über oder unter der Haupt  wicklung in die Nuten gebettet werden. Im    ersteren Falle bietet sich der Vorteil, dass  die Anzapfungsleiter so in der Nut liegen,  dass sie eine     verhältnismässig    geringe Selbst  induktion besitzen, was eine Herabsetzung  der EMK der Selbstinduktion bedeutet und  zu einer sehr     wesentlichen    Erleichterung der  Kommutierung des Betriebsstromes dienen  kann.

   Sind -dagegen die Anzapfungsleiter  unter der Hauptwicklung in die Nuten ge  bettet, so befinden .sie sich in solcher Lage,  ,dass sie mit einer verhältnismässig grossen  Selbstinduktion behaftet sind. Die EMK .der  Selbstinduktion ist dementsprechend     grösser,     jedoch bietet .sich .der     Vorteil,    dass durch die  vergrösserte     Selbstinduktion    der über die  Bürste fliessende Kurzschlussstrom begrenzt  werden kann.  



  Des weiteren bietet sich die Möglichkeit,  die Einrichtung so zu treffen, dass die An  zapfungsleiter nicht- in den am     Ankerumfang;     angeordneten     Nuten    angeordnet sind, sondern  stattdessen innerhalb des Eisens .des     Anker-          joches    bezw. durch das Ankerjoch hindurch  verlaufen. Zum Beispiel können Anzapfungs  leiter verwendet werden, die durch :den An  ker     (Ankerjoch)    hindurch in Richtung seines  Radius oder seiner Achse verlaufen, oder es  können beispielsweise die Anzapfungsleiter  zum Teil in Richtung des Radius und zum       'feil    in Richtung der Achse des Ankers ver  legt sein.

   In manchen Fällen     ist    es auch  zweckmässig, die Anordnung so zu     wählen,     dass das Ankereisen aus voneinander getrenn  ten Eisenpaketen     besteht    und zwischen den  Eisenpaketen hindurch Anzapfungsleiter hin  durchgeführt sind.  



  Wird der von einem Stromweg zwischen  zwei Hauptlamellen umschlungene Fluss in     q     Teilflüsse     unterteilt,    so werden für diesen  Stromweg zwischen zwei     benachbarten     Hauptlamellen     q        -l        Hilfslamellen        eingesehal-          tet    und dementsprechend     q-1        Anzapfungs-          leiter    vorgesehen.

   Es ist daher zwischen zwei       benachbarten    Hauptlamellen     wenigstens    eine  Hilfslamelle und wenigstens ein     Anzapfungs-          leiter    für jeden Stromweg zwischen zwei       Hauptlamellen    vorhanden. Ein Stromweg  zwischen zwei     benachbarten    Lamellen um-      schlingt     ,datier    höchstens     die        Hälfte    des von  einem Stromweg zwischen zwei (benach  barten) Hauptlamellen umschlungenen Kraft  flusses.

   Die Bürstenbreite wird zweck  mässig derart gewählt, dass sie (ungefähr) mit  m ässi  der Lamellenbreite übereinstimmt, so dass  durch eine Bürste nie mehr als zwei benach  barte Lamellen gleichzeitig     kurzgeschlossen     werden; eine Bürste schliesst :daher nie mehr  als einen Stromweg kurz, der     höchstens    die  Hälfte des     Kraftflusses    eines     Polei    um  schlingt.  



  Hierdurch unterscheidet sich diese     Ein-          rielit.ung    grundsätzlich von den bekannten  Anordnungen bei Wechselstromkollektor  motoren, bei denen jeder ,Stromweg zwischen  zwei Hauptlamellen mit Anzapfungsleitern,  die an zwischen den Hauptlamellen angeord  nete Hilfslamellen :angeschlossen sind, ver  sehen ist und durch eine Bürste gleichzeitig  mehrere Lamellen und :dabei Stromwege       kurzgeschlossen    werden können, die zwei  Drittel des von einem Pol erzeugten Flusses  oder (insbesondere durch Verlegung der An  zapfleiter in den Nuten der .Stäbe der zu  gehörigen Schleife) den     gesamten    Fluss des  Polei umschlingen. Bei. :diesen bekannten  Anordnungen handelt es sich daher nicht  um Flussabdrängung.

   Die beschriebene Ein  richtung ist auch grundsätzlich verschieden  von den bekannten Vorschlägen, welche die  Beseitigung des Bürstenfeuers bezw. Herab  setzung der Stromwendespannung bei Gleich  strommaschinen betreffen und auch hei  Wechselstromkollektormaschinen Anwendung       finden.        Die    Erfindung behandelt die Ver  meidung der mit der Transformatorspannung  verknüpften Störungen,     :also    eine Aufgabe,  die bei Gleichstrommaschinen überhaupt  nicht vorliegt, .denn dort     wind    ja bekanntlich  zur Erregung Gleichstrom verwendet, so dass,  im Gegensatz zu Wechselstromkollektor  maschinen, eine EMK der Transformation  nicht auftreten kann und infolgedessen auch  kein Anlass vorliegt, sie etwa beseitigen zu  wollen.  



  In manchen Fällen sind :die Einrichtun  gen der ersten Gruppe, in ändern Fällen die    Einrichtungen der zweiten Gruppe besonders  vorteilhaft zu verwenden. Die letzteren bie  ten noch :den Vorteil, dass die Schaltung (pa  rallel bezw. in Reihe) der Erregerwicklung  der verschiedenen Pole (Hauptpole) eine be  liebige sein kann. Bei Spulenwicklungen  werden an Stelle der Anzapfleiter .Spulen  (Hilfsspulen) verwendet. Schliesslich liegt es  im Rahmen der Erfindung, Einrichtungen  der     :ersten    und der zweiten Gruppe in Ver  bindung     miteinander    anzuwenden.    Bei der erfindungsgemässen Einrichtung  zur Vermeidung der mit der Transformator  spannung verknüpften     Störungen    ergeben  sieh besondere Verhältnisse für die Wendung  des Betriebsstromes.

   Bisher wurden Wech  selstromkollektormaschinen so gebaut, dass für  die Transformatorspannung ein gewisser  durch ,die Erfahrung festgelegter     Grenzwert     nicht überschritten     wird.    Bei den bekannten  Bahnmotoren (162/3 Hz) liegt .dieser Grenz  wert bei 2,5 bis 3,0 Volt.     Damit    ist der  grösste Wert, :den der Nennfluss haben .darf,  festgelegt. Hierdurch     wiederum    ist für eine  bestimmte     Leistung    die Grösse des ,Strom  belages bei den bekannten Motoren gegeben.  Dadurch, dass bei den bekannten Maschinen  ,der Fluss klein     gehalten    werden muss, ist bei  ihnen ein     verhältnismässig    sehr grosser Strom  belag erforderlich.

   Abgesehen von     einer    Er  höhung des Kupfergewichtes zu ungunsten  des Eisengewichtes bedeutet :dies einen ver  hältnismässig hohen Wert der EMK der  Silbstinduktion der kommutierenden Spulen,  :das heisst der Stromwendespannung.  



  Bei Maschinen mit der erfindungsgemä  ssen Einrichtung :dagegen wird der von einem  durch eine Bürste kurzgeschlossenen Strom  weg (vor dem Kurzschluss) umschlungene  Fluss abgedrängt, und es     äst    :daher nicht not  wendig, die Transformatorspannung auf       bezw.    unterhalb .des     obengenannten    Grenz  wertes zu     halten,    sondern es ist vielmehr :die  Möglichkeit gegeben, auch ,den Fluss der     IVIa-          schine    zu steigern, weil ja eine Erhöhung der       Transformatorspannung    möglich ist. Infolge  dessen kann :die Grösse     des    Strombelages her-      abgesetzt werden.

   Das ergibt aber, abgesehen  von dem Vorteil der Kupferersparnis, den       weiteren        Vorteil    einer Erniedrigung der  Stromwendespannung. Man kann daher, ins  besondere bei Maschinen kleinerer oder mitt  lerer Leistung, so bauen, dass Wendepole  überhaupt entbehrlich sind, ähnlich wie es  gelungen ist, gut kommutierende wendepol  lose Gleichstrommaschinen zu schaffen.    Sofern, insbesondere bei Maschinen grö  sserer Leistung, die Stromwendespannung  einen unerwünscht hohen Wert annimmt,  und ihre Kompensation zweckmässig ist, so  sind .in baulicher und elektrischer Hinsicht  die besonderen Verhältnisse beim Erfin  dungsgegenstand zu berücksichtigen.

   Diese  weichen von .denen der     bekannten    Maschinen  dadurch ab, dass die Kommutierung nie an  allen Kommutierungsstellen gleichzeitig er  folgt bezw. bei Verwendung von Anzapfungs  leitern die Kommutierung in denselben an  ders als in den Stäben der Hauptwicklung  verläuft. Es hat sich jedoch     gezeigt,    dass  Wendepole     Verwendung    finden können,  deren Wicklungen in an sich bekannter       Weise    vom     Betriebsstrom        durchflossen    wer  den.

   Bei einer erfindungsgemässen Einrich  tung mit Anzapfleitern können vorteilhaft  einem oder mehreren oder     sämtlichen    Polen  (Hauptpolen) eine Anzahl aneinandergereih  ter Wendepole zugeordnet sein, die zweck  mässig in an sich bekannter Weise in axialer  Richtung neben dem Ständer angeordnet  sind. Hierdurch werden bauliche und elek  trische Schwierigkeiten, die sich ergeben,  wenn man etwa die Hauptpole als Spaltpole  ausbildet und in den Lücken die Wendepole  anordnet,     vermieden,    und     Erleichterungen    in  der Kommutierung des Betriebsstromes in  den einzelnen Teilschleifen in einer ge  wünschten     Reihenfolge    geschaffen, insbeson  dere, wenn die Kommutierung, wie unten  näher erläutert, im sogenannten Pilgerschritt  erfolgt.

   Zur Aufhebung des Ankerfeldes  kann eine Kompensationswicklung vorge  sehen sein,     .die        zweckentsprechend    ausgebil  det ist.    Zur     weiteren    Erläuterung der Erfindung  sind in :der Zeichnung einige Ausführungs  beispiele     dargestellt.     



  Die Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel  der ersten Gruppe, und zwar für den Fall  einer Wellenwicklung unter Benutzung von,  Ringverbindungen, während in der Fig.  ein     Ausführungsbeispiel    der zweiten Gruppe  (mit Anzapfleitern) dargestellt ist. Das  Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 zeigt .die  Anwendung der beiden Gruppen in Verbin  dung miteinander. Fig. 3 und 5 veranschau  lichen den Fall, dass bei Spulenwicklungen  an Stelle von Anzapfungsleitern Spulen  (Hilfsspulen) verwendet werden. Um den  Kommutierungsvorgang noch eingehender zu  erläutern, ist in Fig. 6 der Kommutierungs  vorgang bei einer Anordnung nach der Fig.  in einem Diagramm veranschaulicht.

   In den  Abbildungen sind die Zähne des Ankers mit  1, die     Hauptankerwicklung    mit 2, der Kol  lektor mit 3, die induzierenden Pole mit 4,  die Ringverbindungen zwischen Kollektor  lamellen mit 5 und die (eine Nebenwicklung  darstellenden) Anzapfleiter der Hauptwick  lung mit 6 bezeichnet.  



  Die Bestimmungsgrössen des Ausfüh  rungsbeispiels nach Fig. 1 sind folgende:  
EMI0006.0018     
  
    Polpaarzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> p <SEP> = <SEP> 3
<tb>  Nutenzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 31
<tb>  Ungekreuzte <SEP> Wellenwicklung <SEP> (Stab  wicklung) <SEP> miteinem <SEP> Ankerzweig  paar <SEP> und <SEP> Stabzahl <SEP> . <SEP> 62
<tb>  Wickelschritt <SEP> 5
<tb>  Schaltschritt <SEP> . <SEP> 5
<tb>  Lamellenzahl <SEP> .

   <SEP> <B>9,3</B>
<tb>  Zahl <SEP> der <SEP> Ringverbindungen <SEP> 311            Ausser    den 31 Lamellen,     ,die    in üblicher  Weise mit den Köpfen der Wellenwicklung  verbunden sind (Hauptlamellen), sind zwi  schen je zwei benachbarte Hauptlamellen  noch p - 1 = 2 weitere Lamellen in den  Kollektor 3     eingesetzt,    so dass die Lamellen  zahl auf das     p-fache    steigt. Von diesen<B>93</B>  Lamellen sind nun je drei, welche die Ecken  eines regelmässigen     p-Eckes,    also eines regel  mässigen Dreiecks bilden, durch die Ring-      verbindungen 5 miteinander verbunden.

   Der  artige Ringverbindungen, von denen in Fig. 1  zwei eingetragen sind, gibt es insgesamt<B>31.</B>  Sie haben zur Folge, dass jede Haupt  lamelle mit zwei Nebenlamellen verbunden  ist. Dadurch erhalten zwei beliebige     benach-          barte    Lamellen Ruhespannungen, welche  durch den Fluss nur eines Polei     induziert          werden,    während die Ruhespannung zwi  schen benachbarten Hauptlamellen durch den       Fluss    von p, also im vorliegenden Falle von  drei Polen induziert wird.

   Bei Kurzschluss  von zwei beliebigen benachbarten Lamellen  wird also lediglich der von einer einzigen       Welle    der Wellenwicklung umschlungene  Fluss abgedrängt ,auf das ausserhalb dieser  Welle gelegene Ankereisen. Die Bürsten  breite stimmt ungefähr     mit    der Lamellen  breite überein, so dass eine Bürste nie mehr  als zwei Lamellen kurzschliesst. Bei     geeig-          neterAnordnung    der Bürsten - der Abstand       der        Bürsten    beträgt     abwechslungsweise    17  bezw. 14 Lamellenbreiten - werden die  Flüsse unter zwei diametral gegenüberliegen  den Polen auf :die übrigen Pole der Anord  nung abgedrängt.

   In Fig. 1 sind die Bürsten  gerade für die Mitte des Intervalles einer  Stromwendung eingezeichnet und die in  Kurzschluss befindlichen Wellen durch stär  keren Strich hervorgehoben. Von den     Ring-          verbindungen    5 zwischen Haupt- und Neben  lamellen sind nur diejenigen eingezeichnet,  die bei dieser Bürstenlage für die Strom  leitung in Anspruch genommen werden. Die  Stabwicklung kann ohne weitere     Änderung     durch eine Spulenwicklung ersetzt werden.  Mit Ausnahme der Ringverbindungen 5       braucht    der Wicklung eines normalen An  kers nichts     beigefügt    werden. Es scheint  dies ein besonderer Vorteil der Wellenwick  lung zu sein, die bisher für .grössere Wech  selstromkollektormaschinen kaum in Frage  kam.

    



  Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 hat  folgende     Bestimmungsgrössen:     
EMI0007.0018     
  
    Polpaarzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> p <SEP> = <SEP> 2
<tb>  Notenzahl <SEP> 19     
EMI0007.0019     
  
    Ungekreuzte <SEP> Schleifenwicklung
<tb>  (Stabwicklung) <SEP> mit <SEP> Stabzahl <SEP> 3;

  $
<tb>  Wickelschritt <SEP> . <SEP> 4
<tb>  Schaltschritt <SEP> wie <SEP> stets <SEP> 1
<tb>  Zahl <SEP> der <SEP> Teilflüsse <SEP> pro <SEP> Schleife <SEP> q <SEP> = <SEP> 4
<tb>  Zahl <SEP> der <SEP> Anzapfungen <SEP> pro
<tb>  Schleife <SEP> . <SEP> q <SEP> - <SEP> 1 <SEP> = <SEP> 3
<tb>  Lamellenzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 7-6       Durch die von einer -Schleife umschlun  genen vier Zähne ist eine     natürliche    Auf  teilung des die Schleifen     durchsetzenden          Wechselflusses    in vier Teilflüsse gegeben.

    Diese natürliche     Aufteilung    des Flusses  kann nun im Sinne vorliegender     Erfindung     dadurch nutzbar gemacht werden, dass von  .der dem Kollektor     abgewendeten        Mitte    der  Schleife je drei Anzapfungsleiter 6, ausgehen,  welche durch die innerhalb der Schleife, aber  von ihren beiden .Stäben noch nicht in An  spruch 'genommenen Nuten als Nebenwick  lung geführt sind. Die Nebenwicklung -kann  über oder unter der Hauptwicklung in die  Nuten gebettet werden. Die Anzapfungs  leiter sind je an eine zwischen den beiden  Hauptlamellen der Schleife gelegene     Hilfs-          lamelle    angeschlossen.

   Umschlingt nun die  Schleife den Fluss von vier Zähnen, so     wird     durch den zwischen zwei     benachbarten    La  mellen verlaufenden Stromweg der     Fluss    nur  eines Zahnes umschlungen. Bei Kurzschluss  benachbarter Lamellen     wird    infolge davon der  Fluss auch nur     eines    Zahnes auf die übrigen  Zähne abgedrängt.

       Zn        Fig.    2 sind -die Bür  sten in einer Lage eingezeichnet, welche der       Mitte    eines     Stromwendeintervalles        entspricht.     Die augenblicklich kurzgeschlossenen und in  Stromwendung befindlichen Stromwege des  Ankers     sind    durch starken Strich hervor  gehoben. Die     Bürstenbreite    stimmt     wieder     ungefähr mit der     Lamellenbreite    überein.

    Der Bürstenabstand     entspricht,der        Polbreite,     doch ist es ohne weiteres möglich, in gleicher  Art, wie das     anhand    von     Fig.    1 :ausgeführt  wurde,     Iden    Bürsten einen von der     Polbreite     abweichenden Abstand zu beben, so dass bei  spielsweise bei allen vier Bürsten im gleichen  Zeitmoment     .der    Fluss des ersten, dann     des         zweiten, hierauf des dritten und endlich des  vierten Zahnes der in Stromwendung befind  lichen Schleifen gleichzeitig verdrängt wird.

    Gesichtspunkt wird auch hier sein, Vermei  den von     unsymmetrischer        Feldverteilung,    die  einen     magnetischen    Zug auf die Welle aus  üben kann. Wird der Fluss pro Schleife  statt in vier allgemein in q     Teilflüsse    unter  teilt, so sind     zwischen    zwei benachbarte       Hauptlamellen    allgemein q-1 Hilfslamellen  einzuschalten.  



  Besteht die Schleife statt aus zwei Stä  ben mit. ihren Stirnverbindungen     aus    einer  Spule beliebiger Windungszahl, so müssen  auch die Anzapfungen in Form von Spulen  ausgebildet werden, wie dies in Fig. 3 dar  gestellt ist. Die Spule 2 bestehe aus drei  Windungen, sie schliesst an die Hauptlamel  len an. Der die Spule durchsetzende Fluss  sei in q - 3 Teilflüsse unterteilt. Es sind  infolgedessen davon q -1 - 2. Hilfslamellen  zwischen die beiden Hauptlamellen einzu  schalten. 6 stellen Spulen .dar, welche die  Teilflüsse umschlingen.

   Es     ist    möglich,  jeden der Teilflüsse durch eine besondere  Spule zu umschlingen, also eine Nebenwick  lung von q derartigen Spulen 6 pro Schleife  2 einzulegen und diese Spulen in der Weise  mit den Lamellen zu verbinden, dass jede  Spule zwei aufeinanderfolgende Lamellen  der     Gruppe,    bestehend aus den zwei Haupt  lamellen der Schleife und :den (q - l.) Ne  benlamellen,     überbrückt.        Eis    genügt aber,  wie man sich leicht davon überzeugt., au  Stelle der q Teilflüsse nur q-1     Teilflüsse     zu umschlingen. Die Abdrängung des Teil  flusses, der von     keiner    der Hilfsspulen 6 um  schlungen wird, geschieht durch die Wechsel  wirkung der Hilfsspulen mit der Hauptspule  2.

   Da die Nebenwicklung nicht geschlossen  ist und nur     kurzzeitig,    nämlich nur so lange  wie die zugehörigen Lamellen von einer       Bürste    bestrichen werden, Strom führt, kön  nen gegebenenfalls die Anzapfungsleiter im  Querschnitt bedeutend kleiner wie die Haupt  wicklung bemessen werden. Dies gilt für  alle Anordnungen nach Fig. 1 bis 5.  



  Einer besonderen Betrachtung bedarf bei    einer Wicklung mit Anzapfungen nach  Fig. 2 oder Fig. 3 die Wendung ,des normalen       Betriebsstromes    in den jeweils     kurzgeschlos-          senen    Stromwegen des Ankers. Die Anord  nung der Wendepole in der neutralen Zone  zwischen den Polen .1 (Fig. 2) ist nicht  mehr ohne weiteres möglich, da ja die in  Stromwendung befindlichen     Stäbe    zum Teil  mitten unter dem     Hauptpol    gelegen sind.

    Man kann aber die Stromwendung dadurch       bewerkstelligen,    dass man in an sich bekann  ter Weise den Anker in axialer Richtung  über das Ständereisen hervorstehen lässt, und  in .axialer Richtung neben den Hauptpolen  die Wendepole anordnet, und zwar müssen,  wenn .die Stäbe der eigentlichen Ankerwick  lung induziert werden sollen, wie man sich  anhand der Fig. ? überzeugen kann, meh  rere Wendepole aufeinander folgen, wobei  die Polpaarbreite dieser Wendepole sich er  gibt aus der Anzahl der Teilflüsse und dem  Wickelschritt der Schleife.

   Bei derartiger  Anordnung der Wendepole können die ge  rade. in :Stromwendung befindlichen Anzap  fungsstäbe mit ihrem über das Ständereisen       hinausragenden    Ende mit. richtiger Phase in  das Feld eines Wendepolpaares eintreten, so  dass die Stromwendung in den     kurzgeschlos-          senen    Stäben in üblicher Weise unterstützt  wird. Die Erregung der Wendepole geschieht  in üblicher Weise ,durch eine vom Anker  strom durchflossene Wicklung.  



  In     Fig.    6 sind zum besseren Verständnis  der Stromwendung und der     Wirkungsweise     der Wendepole für die Wicklung der     Fig.    2  als Abszisse :die Nummern der     Lamellen    von  1 bis<B>76</B> eingetragen, während auf der     Or-          dinatenachse    jeweils die Nummer desjenigen  Zahnes angegeben ist, aus welchem durch       liurzschluss        zweier        benachbarter    Kollektor  lamellen der Fluss abgedrängt     wird.        plan     erkennt:

   Bei Verbinden der Lamellen 1 und  2 wird im Zahn 1 der Fluss verdrängt, durch  Verbinden von     :.>    mit .> im Zahn 2, durch  Verbinden von 3 mit     .1    im Zahn 3, von 1  mit 5 im Zahn 4. Verbindet man aber 5 mit  6, so geht man über auf die :Stromwege der  folgenden Schleife. Damit springt die Num-      mer des Zahnes, in welchem :der Fluss ab  gedrängt wird, wiederum auf 2, zurück.     Ver-          gedrängt    wird, wiederum auf 2 zurück.

   Ver  bindet man 6 mit 7,     folgt,der    Zahn 3, 7 mit  8 der Zahn 4, 8 mit 9 der Zahn 5 usw., :das  heisst die Nummern     :der    Zähne, .in welchen  jeweils bei fortschreitendem Kurzschliessen       aufeinanderfolgender    Lamellen     :des    Kollek  tors der Fluss verdrängt wird,     schreiten     nicht gleichmässig, sondern im sogenannten       Pilgerschritt    fort. Auf drei Schritte vor  wärts folgen jeweils zwei Schritte rückwärts,  hierauf wieder drei Schritte vorwärts usf.  



  Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist  eine Kombination der Wellenwicklung nach  Fig. 1 mit :der Unterteilung des Wechsel  flusses pro Windung durch Anzapfungs  leiter, die eine Nebenwicklung bilden, wie  dies für die Schleifenwicklung in Fig.     2,dar-          gestellt    ist.  



  Die Bestimmungsgrössen     des    Ausfüh  rungsbeispiels nach Fig. 4 .sind folgend:,:  
EMI0009.0011     
  
    Polpaarzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> p <SEP> = <SEP> -3
<tb>  Nutenzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 22
<tb>  Ungekreuzte <SEP> Wellenwicklung
<tb>  (Stabwicklung) <SEP> mit <SEP> einem
<tb>  Ankerzweigpaar <SEP> u. <SEP> Stabzahl <SEP> 44
<tb>  Wickelschritt <SEP> . <SEP> 4
<tb>  Sebeltschritt <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3
<tb>  Zahl <SEP> der <SEP> Teilflüsse <SEP> pro <SEP> Welle <SEP> q <SEP> = <SEP> 4
<tb>  Zahl <SEP> :der <SEP> Anzapfungen <SEP> pro
<tb>  Welle <SEP> . <SEP> . <SEP> q <SEP> - <SEP> 1 <SEP> = <SEP> 3
<tb>  Lamellenzahl <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 264
<tb>  Zahl <SEP> :

  der <SEP> Ringverbindungen <SEP> . <SEP> 818       Die 22 Wellen führen in üblicher Weise  7.u Kollektorlamellen. Diese sollen :die Haupt  lamellen genannt werden.     Entsprechend    der  Polpaarzahl p = 3 sind zunächst zwischen  zwei     benachbarte    Hauptlamellen in entspre  chender Weise, wie :dies anhand von Fig. 1  auseinandergesetzt wurde, p -1 =     2i    Hilfs  lamellen eingefügt, die durch die     Ringver-          bindungen    5 mit entsprechenden     Hauptlamel-          len    in Verbindung stehen.

   Der     Kollektor    hat  nun p. 22, also -66 Haupt- und     Hilfslamellen.     Jedoch "sind nun (in Übereinstimmung zu der  Ausführung nach Fig. 2) zwischen zwei       benachbarten    dieser     G6    Lamellen noch    q -1 = 3 Hilfslamellen eingefügt, die ent  weder unmittelbar mit :den Anzapfungs  leitern, welche die Nebenwicklung bilden  und :den Wechselfluss pro Welle in nie vier       Teilflüsse    je Zahn aufteilen, oder über Ring  verbindungen mit     entsprechenden    an jene An  zapfungen angeschlossenen Lamellen verbun  den sind. Die Gesamtlamellenzahl der Wick  lung ergibt sich also :zu 22 . p. q = 264.  



  In ähnlicher Weise, wie in Fig. -3 die  :der Stabwicklung in Fig. 2 entsprechende  Spulenwicklung im Aufbau dargestellt ist,  zeigt Fig. 5 die :der Fig. 4 entsprechende  Spulenwicklung, die auf Grund der Ausfüh  rungen zu Fig. 3 ohne weiteres verständlich  ist. '  Der     Erfindungsgegenstand    lässt sich in  gleicher Weise anwenden für     Generatoren     wie für Motoren oder Blindleistungsmaschi  nen. Er :ist von Interesse sowohl für den  Reihenschlussmotor wie für den Repulsions  motor oder den     Winter-Eichberg-Latour-          Motor.    Ferner kann der Erfindungsgegen  stand :auch bei einer höheren Phasenzahl, bei  spielsweise auf Dreiphasenmaschinen Anwen  dung finden.

   Insbesondere ist :die Erfindung       vorteilhaft    zum Bau von     Bahnmotoren    für  ,die Frequenz :des Landesversorgungsnetzes,  :die     zum        Beispiel        in,der        .Schweiz        15'd    Hz be  trägt, zu     .benutzen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Vermeidung der mit der Transformatorspannung verknüpften Stö rungen (Bürstenfeuer) bei Wechselstrom kollektormaschinen, insbesondere Bahnmoto- ren für höhere Frequenz als 1i623 Hz, da durch gekennzeichnet, dass :der von einem :durch eine Bürste kurzgeschlossenen Strom- weg umschlungene Hauptfluss abgedrängt wird auf einen von keinem kurzgeschlossenen Stromweg umschlungenen Hauptflussweg. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Einrichtung nach Patentanspruch, da- :durch .gekennzeichnet, ,dass jede Bürste durch entsprechende Wahl der Bürsten- breite und durch Anwendung von Hilfs- lamellen, nie mehr als einen :Stromweg kurzschliesst, :der so gewählt ist, dass nur ein Teil des gesamten von einer Erreger wicklung erzeugten Kraftflusses von durch Bürsten kurzgeschlossenen Strom wegen umschlungen wird. ?.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass jede, Bürste einen Stromweg kurzschliesst, :der so gewählt ist, dass höchstens die Hälfte -des .gesamten von einer Erregerwicklung erzeugten Kraft flusses von kurzgeschlossenen Strom wegen umschlungen wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, :dadurch gekennzeich net, dass :die Haupt- und Hilfslamellen gleiche Breite haben. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, :dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenzahl, Lamellenbreite, die Fürstenbreite und der Abstand der Bürsten voneinander so gewählt sind, dass :die Kommutierung in den neutralen Zonen und nie an sämt lichen Kommutierungsstellen .gleichzeitig erfolgt.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 4, für Ma schinen mit zwei oder mehr Polpaaren, .dadurch gekennzeichnet, dass die Strom ,vege zwischen zwei benachbarten La mellen bei bezw. vor :dem Kurzschluss durch eine Bürste ganze Kraftflüsse ein zelner Pole, deren Erregerwicklungen in Reihe geschaltet sind, umschlingen. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellenbreite (mindestens das p-fache der Bürstenbreite beträgt, wenn p die Polzahl bedeutet. 7. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3, 4 und 5, für Ma schinen mit Wellenwicklung, dadurch gekennzeichnet, dass jede Hauptlamelle mit Hilfslamellen, welche :die Ecken eines regelmässigen p-Ecks mit ihr bil- -den, durch Ringverbindungen miteinan der verbunden ist. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, :dadurch gekennzeich net, dass die Verteilung der :durch Bürsten gleichzeitig kurzgeschlossenen :Stromwege so gewählt ist, dass ein ein seitiger magnetischer Zug auf :die Welle der Maschine vermieden wird. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeich net, dass jeder :Stromweg zwischen zwei Hauptlamellen mit den Fluss in Teil flüsse unterteilenden Anzapfungsleitern, die an zwischen :den beiden Haupt- Jramellen angeordnete Hilfslamellen ange schlossen sind, versehen ist. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Anzapfungsleiter in Nuten am Ankerumfang :derart ver legt sind, dass .der zwischen :zwei benach barten Lamellen verlaufende .Stromweg nur einen der Ankerzähne innerhalb des Stromweges zwischen zwei benachbarten Hauptlamellen umschlingt. 1,1.
    Einrichtung nach Patentanspruch und ,den Unteransprüchen 1, 9 und 1,0, da durch gekennzeichnet, dass die von den Anzapfungsleitern gebildete offene Ne benwicklung über der Hauptwicklung in :den Nuten :gebettet ist. 12. Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 9 und 10, :da- ,durch gekennzeichnet, dass die von :den Anzapfungsleitern gebildete offene Ne benwicklung unter .der Hauptwicklung in den Nuten gebettet ist. 13.
    Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und<B>9,</B> dadurch :gekennzeichnet, dass Anzapfungsleiter, ie zur Unterteilung :des Flusses in ra- Jialer oder axialer Richtung dienen, nicht in :den am Ankerumfang angeord neten Nuten vorgesehen sind. 14. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekenn.zeich- net, dass bei Spulenwicklungen Hilfs spulen verwendet sind.
    15. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Wendepole, deren Er regerwicklungen vom Ankerstrom durch flossen werden, zur weiteren Verbesse rung :der Kommutierung. 16. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens einem Teil der Pole einen Mehrzahl an einandergereihter Wendepole zugeordnet ist, die in axialer Richtung neben dem Ständer angeordnet sind.
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