CH188978A - Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Form. - Google Patents

Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Form.

Info

Publication number
CH188978A
CH188978A CH188978DA CH188978A CH 188978 A CH188978 A CH 188978A CH 188978D A CH188978D A CH 188978DA CH 188978 A CH188978 A CH 188978A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
mold
liquid
negative
prostheses
molding
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Kappeler
Mangold Rudolf
Noll Karl
Original Assignee
Hans Dr Kappeler
Mangold Rudolf
Noll Karl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Dr Kappeler, Mangold Rudolf, Noll Karl filed Critical Hans Dr Kappeler
Publication of CH188978A publication Critical patent/CH188978A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C9/00Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description


  Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen  Formstücken das Negativ bildenden Form.    Bei der Herstellung von Prothesen, zum       Beispiel    für die Mundhöhle, aus Metall, Hart  gummi, Kunstharz oder ähnlichem Material  durch Giessen, Schmelzen, Spritzen,     Pressen     usw. besteht die das Negativ bildende Form  meist aus besonders präparierten Sulfaten  (zum Beispiel     Hartgips)    mit oder ohne Zu  sätzen,     seltener    aus Phosphaten,     Silikaten     oder     andern    Stoffen mit ähnlichen Eigen  schaften.

   Immer sind es Massen, die mit  Wasser oder besonderen Flüssigkeiten oder       Lösungen    in mehr oder weniger teigigen Zu  stand gebracht werden, um sich in diesem  Zustand der Vorlage anschmiegen zu können  und dann mit oder ohne besondere Wärme  behandlung     hart    zu werden, ohne die ange  nommene Form zu ändern.  



  Wird nun mit einer solchen Form als  Negativ eine Prothese hergestellt, so muss  natürlich nachher diese harte Hülle wieder       entfernt    werden, was erhebliche Schwierig  keiten bereitet.     Die        Entfernung    der harten         Form        geschieht    nämlich     bisher    durch mecha  nische Bearbeitung,     indem    man die Form  masse durch Brechen, Klopfen usw. zerteilt  und von der     Prothese    ablöst, was aber mit  grossem     Zeitverlust    und auch mit Material  verlusten verbunden     ist,    weil häufig eine Be  schädigung der Prothese vorkommt.  



       Die        vorliegende    Erfindung bezweckt nun  die     Behebung    dieser .Schwierigkeiten.     Ihr     Gegenstand ist ein Verfahren zur Entfernung  der bei der Herstellung von Prothesen und  andern     Formstücken        das    Negativ     bildenden     Form, welches sich dadurch     auszeichnet,    dass  man die Form (die zum     Beispiel    aus Hart  gips oder Massen mit ähnlichen Eigenschaf  ten     bestehen    kann) mit dem eingeschlossenen  Formstück (Prothese) mit mindestens einer       Flüssigkeit    behandelt, welche geeignet ist,

    die Masse der Form zur Erleichterung ihres       Ablösens    von dem     Formstück    zu zermürben.  



  Als     Flüssigkeit    im Sinne der     Erfindung     können Alkohole, Aldehyde, Betone, Säuren      oder deren     Mischungen    dienen, aber auch Lö  sungen von Oxyden, Superoxyden, Säuren,  säureabspaltenden Stoffen,     Salzen,    Laugen,  Alkoholen, Aldehyden, Betonen in irgend  einem Lösungsmittel.  



  Man kann auch mehrere Flüssigkeiten  nacheinander oder gleichzeitig zur Wirkung  bringen, zum Beispiel auch solche, welche  unter sich reagieren und dann eine     Wärme-          oder        Gasentwicklung    geben, welche zum Bei  spiel im     Innern    der Formmasse entstehen  kann, und welche die     Zermürbung    befördert.  



  Die erwünschten chemischen oder physi  kalischen Vorgänge kann man auch dadurch  beeinflussen, dass man die     betreffenden    Flüs  sigkeiten oder Lösungen bei verschiedenen  Temperaturen anwendet.  



  Zur besseren und rascheren Durchdrin  gung der     Formmasse    mit der Flüssigkeit  kann man die Form (mit dem eingeschlosse  nen     Formstück)    im Vakuum der Flüssigkeits  behandlung     unterwerfen.     



  Ferner kann man auch die Form (mit       Formstück)    kürzere oder längere Zeit bei  Temperaturen, die dem Formstück nicht  schaden, vorwärmen und sie erst .dann mit  der Behandlungsflüssigkeit zusammenbrin  gen.  



  Ausser einer lösenden Wirkung oder einer       chemischen    Umsetzung durch die angewen  deten     Agentien    kann man also auch mit einer  Wärme-, Dampf- oder Gasentwicklung im  Innern des     Formgerüstes    zum Ziele kommen.  Auch kann der Erfolg durch Temperaturver  änderungen von     aussen    oder Ausführen der  Reaktion im Vakuum beschleunigt werden.  Die verschiedenen     Möglichkeiten    kann man  auch kombinieren.  



  Das Material,     aus    welchem beide Teile,  die negative Form und das Formstück, die  Prothese, bestehen, spielt im allgemeinen  keine grosse Rolle, wenn schon die eine oder  andere Flüssigkeit, je nach dem Material der       Formmasse,    bessere oder schlechtere     Resul-          tate        liefern.    kann.  



  Die nachfolgenden Beispiele dienen zur  Erläuterung des vorliegenden Verfahrens.    <I>Beispiel</I>     r:     Die zum     Beispiel        aus    Hartgips bestehende       Form    mit dem eingeschlossenen Formstück  wird in Alkohol oder Aceton gelegt, das  Ganze in ein verschlossenes Gefäss gestellt,  aus welchem die Luft ausgepumpt     wird,    und  20 Minuten dieser     Einwirkung    ausgesetzt.       Wenn    nötig, kann der Vorgang wiederholt  werden.

   Nach dem Herausnehmen aus der  Flüssigkeit ist die Masse der Form so zer  mürbt, dass sie leicht mit irgend einem Instru  ment entfernt werden kann, ohne     dass    das       Formstück    Schaden leidet.    <I>Beispiel 2:</I>  Man benützt statt der im Beispiel 1 er  wähnten organischen Flüssigkeiten eine        & %ige        Wasserstoffsuperoxydlösung    und ver  fährt     wie    unter Beispiel 1.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Man verwendet als Behandlungsflüssig  keit eine möglichst konzentrierte alkoholi  sche oder     wässrige        Formaldehydlösung    und       verfährt    wie unter Beispiel 1; nur muss, das  Stück mindestens. 1 Stunde im Vakuum blei  ben.  



  <I>Beispiel 4:</I>  Die     Hartgipsform    (mit     Formstück)    wird  in eine     wässrige        Ammoniaklösung    von 2,0  eingelegt und dann wie oben aufgearbeitet.  <I>Beispiel 5:</I>  Die     Hartgipsform    (mit Formstück) wird  mit einer     403igen    Natronlauge während  mehreren     .Stunden    auf dem Wasserbade be  handelt und noch warm weiter aufgearbeitet.

    <I>Beispiel 6:</I>  Die     Hartgipsform,    welche das     Formstück     enthält,     lä.sst    man eine 5     %ige        .Sodalösung,     zweckmässig im Vakuum, damit es rascher  geht, einsaugen. Nachher wird sie in     20%ige     Salzsäure gelegt. Durch die eintretende  Reaktion in den Poren der Form wird eine       Zermürbung        erreicht.     



  <I>Beispiel</I>     T:     Die das Formstück enthaltende Form aus  Hartgips legt man in 40 % ixe     Ameisensäure,         lässt das Ganze 24     Stunden    darin liegen,  bringt es dann in eine 20%ige<B>'</B>Ammoniak  lösung und verfährt wie oben.  



  <I>Beispiel 8:</I>  Die die Prothese enthaltende Form, welche  zum Beispiel aus einer     Phosphatmasse    be  steht, wird in     konz.    Salpetersäure gelegt,  dann in ein verschlossenes Gefäss gebracht,  welches evakuiert wird. Nach einer 1/2     Stunde     Vakuum wird das Ganze noch eine 1/2 Stunde  unter gewöhnlichem Druck bei<B>60'</B> C stehen  gelassen. Jetzt nimmt man das     Stück    heraus  und verfährt wie oben. .  



  <I>Beispiel</I>     S:     Die     Hartgipsform    mit dem eingeschlosse  nen Formstück wird mehrere Stunden auf  80 bis<B>90'</B> C     erwärmt,    dann wird das Ganze  in     30%ige    Schwefelsäure gelegt und in ein  Gefäss gebracht, welches evakuiert wird.  Nach einer     1/2    Stunde wird das Stück aus der  Flüssigkeit genommen. Das Negativ ist     meist     so zermürbt, dass es von der Prothese abge  bürstet werden kann.  



  <I>Beispiel 10:</I>  Man erwärmt die .das     Formstück    enthal  tende     Hartgipsform    kurze Zeit auf 105   C  und legt es nachher in 98%ige Schwefel  säure. Nach ungefähr 24 Stunden kann die  Formmasse leicht entfernt werden.  



  <I>Beispiel<B>11:</B></I>  Man legt die das Formstück enthaltende       Form,    die zum Beispiel aus einer Phosphat  masse besteht, 1 Stunde in 20 %     ige        Flusssäure     und verfährt wie oben.

Claims (1)

  1. PATENTANSP1tUOIT Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und andern Form stücken das Negativ bildenden Form, dadurch gekennzeichnet, dass man die Form mit ein geschlossenem Formstück mit mindestens einer Flüssigkeit behandelt, welche geeignet ist, die harte Formmasse so zu zermürben, dass sie leicht von dem Formstück abgelöst werden kann. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, die Form mit dem Formstüok einer vorgängigen Wärmebe handlung unterworfen wird. 2. Verfahren nach -Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung der Form mit der Flüssigkeit in einem Gefäss durchführt, das evakuiert wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Flüssigkeit auf die Form bei einer erhöhten Tempera tur, die dem eingeschlossenen Formstück nicht schadet, einwirken lässt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mehrere Flüssig keiten nacheinander zur Einwirkung auf die Form bringt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mehrere Flüssig keiten gleichzeitig miteinander verwendet.
CH188978D 1936-01-07 1936-01-07 Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Form. CH188978A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH188978T 1936-01-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH188978A true CH188978A (de) 1937-01-31

Family

ID=4435988

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH188978D CH188978A (de) 1936-01-07 1936-01-07 Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Form.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH188978A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1936337B2 (de) Verfahren zur entfernung eines aus siliziummaterialien be stehenden kerns aus einem metallgusstueck
DE526684C (de) Herstellung von Gips
DE907777C (de) Verfahren zur Herstellung von Ketoximen der Cyclohexanreihe
CH188978A (de) Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Form.
DE907776C (de) Verfahren zur Herstellung von Ketoximen der Cyclohexanreihe mit Hilfe von waesserigen Hydroxylaminsalzloesungen
AT154780B (de) Verfahren zur Entfernung der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formstücken das Negativ bildenden Hartform.
DE708454C (de) Verfahren zum Abloesen der bei der Herstellung von Prothesen und anderen Formastuecken aus Metall, Kunstharz o. dgl. das Negativ bildenden Formen aus Hartgips
DE513677C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallalkoholaten
DE900697C (de) Verfahren zur Herstellung von kaltwasserloeslichen, salzbestaendigen Umsetzungsprodukten von Johannisbrotkernmehl
DE481996C (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalixanthogenaten
DE395824C (de) Verfahren zum Herstellen von Emaillen und keramischen Glasuren sowie eines Feldspatersatzes fuer keramische Massen
DE367845C (de) Verfahren zur Herstellung hochwertiger Graphite aus Rohgraphit oder Raffinadegraphit
DE606009C (de) Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten der Polysaccharide
DE629474C (de) Verfahren zur Gewinnung und Trennung von physiologisch wirksamen Substanzen aus Placenten
DE956221C (de) Verfahren zur Gewinnung wasserloeslicher Kalisalze aus in organischen Loesungsmitteln geloesten Kaliumverbindungen hochnitrierter Diphenylamine
DE310861C (de)
DE380147C (de) Verfahren zum Zersetzen von Metallseifen sowie zum Wiedergewinnen der dabei als Metallsalze abgespaltenen Metalle in einer zum Verseifen geeigneten Form
DE458189C (de) Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
DE507795C (de) Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd aus Acetylen oder acetylenhaltigen Gasen
DE460235C (de) Verfahren zur Herstellung geformter Gegenstaende aus durch Behandeln mit Metallsalzen bzw. -oxyden unloeslich gemachtem Cellulosexanthogenat
DE844149C (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Oxycarbonsaeurearylide
DE521966C (de) Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff aus Kalkstickstoff und Schwefelwasserstoff
DE525946C (de) Verfahren zur Extraktion saeurefreier OEle und Fette
DE510054C (de) Mittel zum Loesen und Entfernen von Kesselstein
AT114101B (de) Verfahren zur Herstellung basenaustauschfähiger Stoffe zum Zwecke der Enteisenung und Enthärtung von Trink- und Gebrauchswasser.