CH189149A - Verfahren zur Herstellung eines Bodenverbesserungsmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Bodenverbesserungsmittels.

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CH189149A
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Hudig Joost
Hendrik Siewertsz Van Nikolaas
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Hudig Joost
Siewertsz Van Reesema Nikolaas
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  Verfahren zur Herstellung eines     Bodenverbesserungsmittels.       Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung eines     Bodenver-          be.sserungsmittels,    das dadurch gekennzeich  net ist,     da-ss    man Substanzen mit einem ge  nügend hohen Gehalt an     Huminsäuren    und       einem    Gehalt an Ammoniak und leicht       hydrolysierbare        Calciumaluminiumsilili:ate    in  feuchtem Zustande bei erhöhter Temperatur  aufeinander einwirken lässt.  



  Die dabei erzielten     Bodenverbesserungs-          mittel    enthalten wesentliche Mengen von  komplexen Verbindungen von     Huminsäuren,     Kieselsäure, Tonerde,     Calcium    und Am  moniak, haben eine hohe     Basenaustausch-          fähigkeit    und sind im     Bodenwasser    bei einer       Wasserstoffionenkonzentration        pH    von 6,5,  die der üblichen Wasserstoffkonzentration  der     Bodenflüssigkeit    in normaler Ackererde  entspricht, praktisch nicht löslich.  



  Es wurde gefunden, dass     Humuss.ubstan-          zen    in Form dieser Komplexe ebenso wie der  stabile Humus guter Ackererden und im    Gegensatz zu den     Humusstoffen    in Stalldün  ger und organischen stickstoffhaltigen     Kunst-          düngern    gegen bakterielle Verbrennung resi  stent     sind    und somit in dem Boden bestehen  bleiben. In dieser Weise werden dem Boden  beim Verwenden der gemäss der     Erfindung     erhaltenen Produkte eine dauernde Humus  wirkung und eine verbesserte     Basenaus-          tauschfähigkeit    mitgeteilt.  



  Unter leicht     hydrolysierbaren        Calcium-          aluminiumsilikaten    werden in Wasser unlös  liche oder teilweise unlösliche Produkte ver  standen, die bei der gewöhnlichen Tempera  tur schon durch sehr     schwache    Säuren, z. B.  bei     einer        Wasserstoffionenkonzentration        PH     von 5, in kurzer Zeit (innerhalb etwa zwei  Stunden) auseinanderfallen, wobei     Calcium     in lösliche Form übergeht.

   In     Gegenwart    von  geeigneten     huminsäure-    und ammoniakhalti  gen organischen Stoffen bilden     diese    mit der  hydratisierten Kieselsäure     und    Tonerde die  Komplexverbindung, in welche auch das Cal-           cium    eintritt. Durch das Verschwinden :der       Hydrolyseprodukte    des     Aluminosilikats    wird  die weitere Hydrolyse desselben ermöglicht.  Poröse     Aluminosilikate    .dieser Art können  durch. schnelle Abkühlung der hocherhitzten  Schmelze gebildet werden. Die Silikate kön  nen auch gewisse Mengen einwertiger Basen,  z. B. Kalium     bezw.    Natrium enthalten.  



  Vorzugsweise- werden poröse, leicht     hydro-          lysierbare        Aluminosilikat    verwendet, die  auch Eisen-     und!oder        Manganverbindungen     enthalten. Ein geeignetes Ausgangsmaterial  ist z. B. das unter der Bezeichnung     "Silica-          kalk"    käufliche Produkt.  



  Als Ausgangsmaterial für die Bildung  der     huminsäure-    und ammoniakhaltigen  Stoffe können natürliche Stoffe mit einem  hohen Gehalt an     Huminsä.ure,    wie z. B.  Braunkohle, oder     ammoniakale    Extrakte der  selben benutzt werden. Auch kann man  künstlich hergestellte     Huminsäuren    verwen  den, die nach teilweise bekannten Verfahren  durch alkalische Oxydation oder durch Ein  wirkung von     Alkalien    bei hoher Temperatur  aus dazu geeigneten organischen Stoffen er  zeugt werden können. Die Produkte können  die     Ruminsäuren    in freiem Zustand oder in  Form ihrer     Alkaliverbindun:gen    enthalten.  



  Man kann die     Rumin.säuren    und Am  moniak enthaltenden Stoffe durch Oxydation  mittels Sauerstoff oder Sauerstoff enthalten  der oder abspaltender Gase von fossilen oder  rezenten organischen Stoffen, z. B. Torf,  Abfällen von verholzten Pflanzenteilen wie  Stroh, Kleie, Schalen, Holzschliff oder dar  aus erzielten Produkten, in feuchtem Zu  stand bei mässig erhöhter Temperatur unter  Zuführung von Ammoniak     herstellen.     Die Oxydation kann vor .dem Zusatz der       Aluminosilikate    stattfinden, oder man kann  die     humusliefernden        Stoffe    mit den Alu  minosilikaten mischen und diese Mischungen  in     Anwesenheit    von Ammoniak der oxydie  renden Behandlung unterwerfen.  



  Es ist schon bekannt, dass man fossile  oder rezente     organische    Produkte, wie z. B.  Torf, Braunkohle und verholztes     Lignin    ent  haltende Pflanzenteile durch Autooxydation    in alkalischem Milieu in     Huminsäuren    ent  haltende Stoffe überführen kann (vergleiche       Soubeiran,    Journal für praktische Chemie,  Band 50     [l850],    S. 291,     Chemiker-Zeitung,     Band 34     [1131n]    , S.<B>1157,</B>     Brennstof        f-Chemie     1922, S.     161---,167    und<B>183-18-1,</B> D. R.. P.  Nr. 559254).

   Aus dieser Literatur ist es  auch bekannt,     da.ss    die Oxydation in alkali  schem Milieu schneller verläuft als in sau  rem Milieu, und     da.ss        Ammoniak.    benutzt  werden kann, um .das alkalische Milieu her  beizuführen. Auch ist es bekannt, dass die  Oxydation durch Eisen- und     Ma.nganverbin-          dungen    beschleunigt wird.  



  Weiter hat man vorgeschlagen, Mine  ralien, die als Pflanzennährstoffe wertvolle  Alkali- und     Erdalkaliverbindungen    enthal  ten, aufzuschliessen zwecks Überführung die  ser Bestandteile in eine derartige Form, dass  sie von der Pflanze nicht aufgenommen wer  den können. Bei diesem Verfahren werden  die betreffenden Mineralien, die nicht leicht       hydrolysierbar    sind, durch die bei der Oxy  dation einer Mischung dieser Mineralien mit  Torf, Braunkohle oder Steinkohle unter ho  hem Druck und bei hoher Temperatur ge  bildeten starken organischen Säuren zersetzt.  



  Bei der vorliegenden Erfindung handelt  es sich aber um die Herstellung von     anor-          gani.sch-organischen    Komplexen durch Ein  wirkung von     Huminsäuren    und Ammoniak  enthaltenden Stoffen auf leicht     hy        drolysier-          ba.re        Calciumaluminiumsilikate    bei erhöhten  Temperaturen, die     zw        eckmässigerweise   <B>150'</B> C  nicht überschreiten, wobei, im     Gegensatz    zu  dem bekannten Verfahren, Produkte entste  hen, die von den Pflanzen nicht aufgenom  men werden. ,  So werden z. B.

   Stoffe besonders günsti  ger kolloidaler Eigenschaften erzielt, wenn  die Behandlung der     Huminsäuren    und Am  moniak enthaltenden Stoffe mit den     Alu-          minosilikaten    derart beendet wird, dass das  Endprodukt einen     pH-Wert    zwischen 6 und 7  hat. Wenn die Reaktionsmischung     alkalisch     ist, kann der     PH-Wert    z. B. dadurch herab  gesetzt werden, dass Luft durch die Masse           geblasen    oder schwache Säuren, z. B. in gas  förmigem Zustand, zugesetzt werden. Wenn  der     Säuregrad    zu hoch ist, kann man weiter  Ammoniak zuführen.  



  Die Oxydation der organischen Stoffe       bezw.    die Herstellung des Komplexes kann  vorteilhaft unter Regelung und periodischem  Wechseln der     Alkalität        bezw.    des     Säuregra-          des    während der Behandlung stattfinden.  Zur Herabsetzung .des Säuregrades wird ein  alkalischer     Regulator    verwendet, wozu das  während der Reaktion zugeführte Ammoniak  dienen kann.

   Das Ammoniak kann leicht in       wechselnden    Konzentrationen     bezw.    Mengen  zugeführt werden, so     ,dass    man während be  stimmter Perioden .des Prozesses eine ver  hältnismässig hohe     Alkalität    herbeiführen  kann und in     andern    Perioden zu niedrigen       Alkalitäten    übergehen oder sogar die Masse  sauer machen kann.  



  Nach einer vorzugsweisen Ausführungs  form des     'Verfahrens    der Erfindung werden  die     leicht        hydrolysierbaren        Calciumalumino-          silikate    mit stickstoffhaltigen     Humin@säure-          prod.ukten        behandelt,    aus denen     wenigstens     die     Hälfte    des Stickstoffes nach Zusatz  1      iger    Lauge in Form von Ammoniak über  destilliert werden kann, und die entweder  vor oder nach dem Zusatz der     Alumino-          silil.:

  ate    dadurch erzeugt werden, dass man  fossile oder rezente organische Produkte,  z. B. Torf oder verholztes     Lignin    ent  haltende Pflanzenteile, einer Oxydation in  feuchtem Zustand bei mässig erhöhter  Temperatur unter solcher Regelung der  W     asserstoffionenkonzentration    mittels Am  moniak und gegebenenfalls durch Einblasen  von Luft oder durch Zuführen schwacher Säu  ren unterwirft, dass der     pH-Wert    während der       Behandlung    in .der Hauptsache zwischen b  und 7 liegt und unter 9 bleibt.

   Es hat sich  herausgestellt, dass man in dieser Weise  organische     Alum:inosilicokomplexe    erzielen  kann mit einem verhältnismässig hohen Ge  halt an Stickstoff in solcher Form,     dass        der-          selbe    einerseits von den Pflanzen leicht auf  genommen werden kann, die aber anderseits    nur wenig löslich sind und in :dem Baden  nicht     leicht        ausgewaschen    werden können.  



  Es wurde weiter gefunden, dass der Ge  halt an mit 1     %        iger    Kalilauge destillier  barem Stickstoff noch weiter :dadurch ge  steigert werden     kann,    dass     Eisen-    und Man  ganverbindungen, wie z. B.     reduziertes    Ei  sen,     Manganoxyd,    Braunstein,     Ferro--    oder       Ferrisulfat,        Mangansulfat    und dergleichen  zugesetzt werden.

   Auch die Oxydation wird  durch diese Stoffe katalytisch beschleunigt  Die in dieser Weise erzielten     Humus-          produkte    enthalten einen erheblichen Teil  des Stickstoffes in     Form    von mit Basen       überdestillierbaren    Ammoniak, die     nichts-          destoweniger        in    wenig     ausispülbarer    Form  vorliegt, und haben :

  dadurch im Gegensatz  zu den bisher     bekannten    Produkten, die den  Stickstoff im     wesentlichen    entweder in  Form wasserlöslicher     Ammoniumverbindun-          gen    oder als     Kernstickstoff    enthalten,     eine     viel bessere Stickstoffwirkung. In letzterem  Falle liegt :der Stickstoff in nicht     austausch-          barer    Form vor und ist für die     Pflanzen     viel     schwieriger    zugänglich.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung       kann    in einem .gasdichten     Silo    mit einer un  ten     angeordneten    perforierten Platte und  einem Deckel mit     Wasserverschluss    ausge  führt werden. Das zu behandelnde,     gut        ge-          mischte,    feuchte Material befindet sich auf  der     perforierten    Platte. Die     Reaktionsgase,     z. B.

   Luft     (bezw.    Sauerstoff oder     ozonisierte     Luft), Ammoniak und Wasserdampf, wer  den unter dem Siebboden     zugeführt.    Zur  Vermeidung von Wärmeverlusten ist     der     Silo vorzugsweise     isoliert        ausgeführt.    Wenn  die oben     gekennzeichneten        Aluminosilikate     benutzt werden, so     erleichtern    :diese den  Durchtritt der Gase     durch        :das    Material.  



  Nach     einer    andern Ausführungsform  wird     das    in     einem    Gefäss mit einem Sieb  boden enthaltene     Material    mit     Wasser    bei  mässig erhöhter     Temperatur        berieselt,    wobei  die     Gase    von     dem.        herunterfliessenden    Was  ser     mitgeführt    werden.

   Die Wassermenge  wird     vorzugsweise    derart geregelt, dass die  Masse     stets    einen trockenen     Eindruck    macht,      und die obere Schicht     derselben    keine     Flüs-          sigkeitsanhäufungen        aufweist.    Auch kann  man die     organischen        Produkte    erst in der  oben angegebenen     Weise    oxydieren und so  dann mit dem     Aluminosilikat    mischen. Der  Silo ist gasdicht     ausgeführt    und vorzugs  weise isoliert; das Gasgemisch, .das vorge  wärmt werden kann, wird durch den Sieb  boden zugeführt.

   Gegebenenfalls kann man  der Luft Sauerstoff oder Ozon     zusetzen.     



  Statt eines Silos mit Siebboden können  auch andere     Mittel    verwendet werden, um  das Gasgemisch durch die Masse im Silo zu  verteilen; auch kann die     Masse    auf einem  laufenden perforierten     Band    behandelt wer  den.  



  Die     Komplexe    gemäss der Erfindung  können dadurch erkannt werden, dass sie bei  der     Behandlung    mit verdünnter Salzsäure       ('/o    n) wasserunlösliche     anorganisch-orga-          nische        Humuskomplexe        hinterlassen,    die mit  Wasserstoffionen gesättigt sind, während  sie nach dem Auswaschen mit Wasser in       wässrigem    Ammoniak oder     wässrigen        Alka-          lien        weitgehend    löslich sind.

   Die erhaltenen  Lösungen können durch Zusatz von zwei  wertigen     Basen    gefällt werden.  



  Während der     Herstellung    dürfen die  Komplexe nicht zu lange     und    zu hoch er  hitzt werden, weil dadurch die     gewünschten     kolloidalen     Eigenschaften        vollständig    oder  teilweise verloren gehen.  



  Es wurde gefunden,     dass    es     öfters    Vor  teile hat. die sauerstoffhaltigen Gase nicht  während der ganzen     Behandlung    zuzufüh  ren; man kann nämlich die nach einer der  oben     beschriebenen    Arbeitsweisen mit     A.m-          moniak    und Luft behandelte Masse mit  Ammoniak     sättigen    und unter     Luftabschluss     bei mässig erhöhter Temperatur sich selbst  überlassen.

   Es werden dabei Komplexe er  zielt, in denen der     Gesamtstickstoffgehalt     und zu gleicher Zeit auch .der Gehalt an mit  verdünnter Lauge destillierbarem Stickstoff  noch bedeutend erhöht     ist.    Diese Nachwir  kung     ist    besonders günstig, wenn man in der       oxydativen        Stufe    dem     .durchzuführenden     Gasgemisch Ozon zusetzt.

           Beispiel.   <I>1:</I>  100 kg     Spbagnumtorf    werden mit 12       "Silicakalk",    1/2 kg     Braunstein    und 1/2 kg  Eisenoxyd     innig    gemischt und     angefeuchtet.          Silicakalk    ist ein     unter    diesem Namen käuf  liches Produkt, das aus einem leicht     hydro-          lysierbaren        Calciumaluminiumsilikat        besteht.     Man füllt die Mischung in einen Silo ein  und leitet Luft und Wasserdampf von zirka  <B>70'</B> C durch.

   Der Säuregrad der Mischung  wird nun     mittels        Ammoniak-gas    derart ge  regelt, dass eine     Wasserstoffionelkonzentra-          tion    zwischen 6     und    7     aufrechterhalten        wird.     Nachdem der     SilicakalkGelegenheit    gehabt  hat, im     erwünschten    Masse zu     hydrolysieren     (was dadurch festgestellt wird, dass beim       Perkolier.en    der Masse mit     '/2o    n Salzsäure  ein wesentlicher Teil der vorher in :

  dieser  Salzsäure löslichen Kieselsäure in Form der  Komplexverbindung     zurückgehalten    wird.  die sich in verdünntem Ammoniak wieder  löst), und die     Oxydation    genügend fort  schritten ist, wird Ammoniak ohne Luft zu  geführt, so     :dass    die Masse mit Ammoniak  gesättigt wird. Schliesslich wird der Am  moniaküberschuss durch Luftdurchblasen ent  fernt,     so,dass        ein    ungefähr neutral reagieren  ,des Produkt (PH zwischen 6 und 7) erzielt       wird.     



  <I>Beispiel 2:</I>       Sphagnumtarf    wird     derart    mit     \Vasser     befeuchtet, dass eine     50%    Wasser     enthal-          tende.Masse    entsteht. 95 kg dieser     DZa.sse     werden mit 1,5 kg     Eisenoxyd    und 50 kg  Wasser in einen mit einer Rühr-     und@isch-          vorrichtung    versehenen     Autoklaven        einge-          führt    und     das    Gemisch auf eine Temperatur  von etwa 120' C erhitzt.  



  Es werden jetzt 5 kg Flugasche aus der  Zementfabrikation, die wesentliche Mengen  eines leicht     hydrolysierbaren        Kaliumcalcium-          aluminosilikates    enthält, zugesetzt. Dieses  Produkt wird in Pulverform mittels einer       Schleusenvorrichtung    zugeführt, .da es in  den unter Druck stehenden     Autoklaven    ein  gefüllt werden soll. Das Silikat wird im Ver  laufe von 10     Stunden    zugesetzt. Es     -wird     gleichzeitig Ammoniak eingeblasen und die           Ammoniakmenge    derart geregelt, dass der       pH-Wert    der Mischung zwischen 6 und 7 ge  halten wird.

   Die Masse wird weiter in der  im Beispiel 1 beschriebenen Weise behandelt.  <I>Beispiel 3:</I>  100 kg     Sphagnumtorf    werden mit 1 kg  reduziertem Eisen und 100 kg Wasser ge  mischt. Die Mischung wird in einem ge  schlossenen, mit einem     ,Siebboden        versehenen     Behälter bei<B>70'</B> C mit feuchter Luft be  handelt, die durch den Siebboden     zugeführt     wird, die Mischung     durchströmt    und oben  angesaugt wird. Die Luft ist mit so viel  Ammoniak versetzt, dass die Wasserstoff  ionenkonzentration hauptsächlich     z3x-ischen    6  und 7 bleibt und 9 nicht übersteigt. Schliess  lich wird die Einwirkung beendet mit einem       pH-Wert    zwischen 6 und 7.

   Die     derart    erhal  tene Masse wird nun     mit,Silicakalk    intensiv  gemischt und bei einer Temperatur von zirka  <B>70'</B> sich selbst überlassen. Es wird dafür  gesorgt,     dass    der<B>Ei</B>     ndsäuregrad    zwischen 6 und  7 ist; nötigenfalls wird zu diesem Zweck  Luft oder Ammoniak durchgeblasen.  



  Nachdem in     ,der    in Beispiel 1 beschriebe  nen Weise der     Ammoniakübersehuss    entfernt  ist. wird die Mischung aufs neue bei einem       PH        zwischen    6 und 7 oxydiert und nachher  wieder ohne Luftzufuhr mit Ammoniak be  handelt, so dass die Masse mit Ammoniak  gesättigt wird. Die zwei     Behandlungen    wer  den nacheinander zum dritten Male wieder  holt und schliesslich wird der     Ammoniak-          ü.berschuss        entfernt,    indem Luft durch die  Masse geblasen wird, bis der     pH-Wert    bis  auf 6-7 heruntergegangen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Boden- i' dadurch gekennzeich net, dass man Substanzen mit einem ge nügend hohen Huminsäuregehalt und einem Gehalt an Ammoniak und leicht h-%Tdrolysier- bare Caleiumaluminiumsilikate in feuchtem Zustand bei erhöhter Temperatur aufeinan der einwirken lässt zur Herstellung von Komplexen, die Huminsäuren, Kieselsäure, Tonerde, Caleium und Ammoniak entlialteii,
    eine hohe Basenaustauschfähigkeit haben und im Bodenwasser bei einer Wasserstoff- ionenkonzentration PH von 6,5 praktisch nicht löslich sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass-das Endprodukt auf eine Wasserstoffionenkonzentration, die einem PH von 6-7 entspricht, eingestellt wirrt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dassi man ein huminsäure- un:d ammoniakhaltiges Material verwen det, das vor der Herstellung .des Boden- verbesserungs.mittels durch Oxydation von fossilen oder rezenten Pflanzenstoffen in feuchtem Zustand unter Zuführung von Ammoniak bei einer<B>150'</B> C nicht über steigenden Temperatur erhalten wurde. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein huminsäure- und ammoniakhaltiges Material verwen det. das während der Herstellung des Bo- denverbesserungsmittels durch Oxydation von fossilen oder rezenten Pflanzenstoffen in feuchtem Zustand unter Zuführung von Ammoniak bei einer <B>150'</B> C nicht übersteigenden Temperatur erhalten wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, :dass man ein Huminsäure und Ammoniak enthaltendes Material ver wendet, das vor der Herstellung des Bo- denverbesserungsmittels durch Oxydation von fossilen oder rezenten Pflanzenstof fen in feuchtem Zustande bei einer 150 C nicht übersteigenden Temperatur unter Regelung der Wasserstoffionenkonzentra- tion durch Zuführen von Ammoniak, der art,
    dass der PH-Wert während der O$y- .dation unter 9 gehalten wird, erhalten wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass -der pH-Wert während der Oxydation zwischen 6 und 7 gehalten wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch (Y kennzeichnet, :dass man ein Huminsäure und Ammoniak enthaltendes Material ver wendet, das während der Herstellung des Bodenverbesserungsmittels durch Oxyda tion von fossilen oder rezenten Pflanzen stoffen in feuchtem Zustande bei einer <B>150'</B> C nicht übersteigenden Temperatur nt r gelung der Wasserstoffionenkon- u e- Reg<B>en</B> zentration durch Zuführen von Am moniak, derart,
    dass der pH-Wert während der Oxydation unter 9 gehalten wird, er halten wurde. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert während der Oxydation zwischen 6 und 7 gehalten wird.
CH189149D 1933-04-01 1934-03-27 Verfahren zur Herstellung eines Bodenverbesserungsmittels. CH189149A (de)

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