CH189151A - Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen.Info
- Publication number
- CH189151A CH189151A CH189151DA CH189151A CH 189151 A CH189151 A CH 189151A CH 189151D A CH189151D A CH 189151DA CH 189151 A CH189151 A CH 189151A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- aluminum
- mass particles
- container
- electrically conductive
- dependent
- Prior art date
Links
Landscapes
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen. Die bekannten Trommel-, Glocken- und Schaukelapparate, die zum Elektroplattieren lose eingefüllter Massenteilchen benutzt wer den, sind zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Alumi niumlegierungen wenig geeignet, da eine .ge- niigend hohe Stromdichte bei losem Aufein- anderliegen der Massenteilchen nicht erreich bar ist.
Es sind auch Vorrichtungen, insbe sondere zur elektrolytischen Verchromung bekannt, bei denen die Massenteilchen durch magnetische Kräfte oder durch Schleuder wirkung an die Wandung eines umlaufenden Behälters gedrückt werden, um den Kontakt zu verbessern und den Stromdurchgang zu erhöhen. Magnetische Kräfte üben aber be kanntlich auf Aluminium keinen brauch baren Einfluss aus. Auch die Anwendung der Schleuderkraft kommt bei dem geringen spezifischen Gewicht der Leichtmetalle praktisch nicht in Betracht.
Vor allem ist die Schleuderkraft aus dem Grunde für die elek- trolytische Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen unbrauchbar, weil infolge der lebhaften Be wegung des Behälters die Massenteilchen nicht die ursprüngliche Lage zueinander und gegenüber der Behälterwandung beibehalten, sondern eine Umlagerung erfahren.
Wenn aber die Massenteilchen sich verschieben und dadurch die ursprünglichen Kontaktstellen verloren gehen, so tritt keine weitere O#xy- dation ein, da das. auf der Oberfläche der Teilchen. anfänglich gebildete Aluminium- oxyd isolierend wirkt und dei weitere Stromdurchgang aufhört.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, welches gestattet, Massenteilchen aus Alu minium und Aluminiumlegierungen, in voll kommener Weise elektrolytisch zu oxydieren und mit Oxydschichten beliebiger Stärke zu versehen. Das neue Verfahren besteht darin, da.B auf die Massenteilchen in einem Behäl ter während der Oxydierung ein Pxess,druck ausgeübt wird, welcher die Massenteilchen unbeweglich hält und sie in stromleitende Verbindung mit den stromleitenden Teilen des Behälters drückt.
Die Massenteilchen be halten also während der Oxydierung die ur sprüngliche Lage, in welcher sie an die stromleitende Unterlage und gegebenenfalls aneinandergedrückt sind, auch wenn sie ganz ungeordnet liegen, dauernd bei. Es kann sich .demnach während der Oxydierung auch der Kontaktpunkt der einzelnen Massenteil chen nicht ändern. so :dass Oxydschichten be liebiger Stärke erzeugt werden können.
Die Kontaktpunkte der Massenteilchen erhalten keinen Oxydüberzug. Das ist jedoch stets unvermeidlich und bei Massenteilchen im allgemeinen auch unwichtig.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus führungsbeispiele von Vorrichtungen, welche zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung in Betracht kommen. Anhand derselben wird auch das Verfahren selbst beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt eine trommelartige, in das Bad einzuhängende Aufnahmevorrichtung für Massenteilchen im Längsschnitt; Fig. 2 ist der Grundriss zu Fig. 1; Fig. 3 und 4 veranschaulichen in Vorder ansicht und in .Seitenansicht eine insbeson dere zum Oxydieren hohler Massenteilchen geeignete Vorrichtung; Fig. 5 und 6 veranschaulichen Einzelteile der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung.
Zur Durchführung ,des Verfahrens gemäss der Erfindung können die verschiedensten Vorrichtungen verwendet werden. Es können ruhende Aufnahmevorrichtungen für die Massenteilchen benutzt werden, welche ledig lich in das Bad eingehängt oder eingesetzt werden, wobei .die etwa erforderliche Bewe gung des Elektrolyten in bekannter Weise durch Einblasen von Luft oder auf mechani schem Wege erfolgen kann. Es können aber auch die üblichen Trommel-, Glocken- oder Schaukelapparate verwendet werden.
Diese Vorrichtungen sind jedoch zu diesem beson- deren Anwendungszweck mit Mitteln ausge stattet, welche bewirken, dass :die Massenteil chen gegen die stromleitenden Teile des Be hälters oder gegeneinander unbeweglich an gepresst werden.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 1, 2, 5 und 6 besitzt eine an Armen 1 in das Bad einzuhängende gelochte Trommel 2 zur Auf nahme der Massenteilchen ss. Der Trommel mantel 2 besteht beispielsweise aus Zelluloid, Hartgummi oder dergleichen, während der Boden 4 aus stromleitendem Material, vor zugsweise aus Aluminium oder Aluminium legierung besteht.
Zum Aneinanderpressen der Massenteilchen 3 und Anpressen an den Boden 4 ist die obere, kolbenartig ausgebil dete Stirnseite 5 der Trommel mit dem Teil 13 in einem Verbindungsstück 14 der Arme 1 verschiebbar. Wie Fig. 5 veranschaulicht, ist die an dem Kolben befestigte Kolbenstange in dem Teil 13 unter dem Einfluss einer Fe der gelagert, und der Teil 1.3 mittels Schraube 6 in jeder Stellung feststellbar.
Fig. 6 veranschaulicht eine etwas andere Ausführung, bei welcher die Stellschraube 6 auf der mit Gewinde versehenen Kolben stange angeordnet ist, so dass durch Drehung der Schraube in der einen oder andern Rich tung der Kolben 5 (Fig. 1) nach oben bezw. unten verstellt wird. Zum Ausschwenken des kolbenartigen Trommelbodens 5 beim Füllen und Entleeren der Trommel ist das Verbin dungsstück 14 :an den Armen 1 bei 12 schwenkbar gelagert.
Der verstellbare obere Boden 5 der Trommel besteht vorzugsweise ebenfalls aus Aluminium oder Aluminium legierung und ist mit dem untern Boden 4 durch eine stromleitende Brücke verbunden, welche bei dem gezeichneten Ausführungs- beispiel aus einem schraubenförmig gewun denen Band 7 aus Aluminium oder Alu- miniumlegierung besteht,
durch welches die Stromzuführung zu den Massenteilchen ver bessert wird.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Vor richtung besteht aus einem in das Bad ein hängbaren, mit Durchbrechinzgen versehenen siebartigen Teil 8 aus Aluminium oder Alu- miniumlegierung mit Vorsprüngen 9 zum Aufsetzen insbesondere von hohlen Massen teilchen, wie Kapseln, Fingerhüten oder der gleichen.
Zum Anpressen der 11Zassenteilchen an die Unterlage ist über die Vorsprünge 9 ein Tuch 10 gelegt, welches an dem obern Rand leicht lösbar und mittels Stellvorrich tung 11 beliebig nachspannbar befestigt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur elektrolytischen Oxy- d,ation von Massenteilchen aus Alu minium und Aluminiumlegierungen, da durch gekennzeichnet, dass auf die Mas senteilchen in einem Behälter während der Oxydierung ein Pressdruck ausgeübt wird. der die 1Uassenteilchen unbeweg lich hält und sie in stromleitende Ver bindung mit stromleitenden Teilen des Behälters drückt.1I. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen zur Aufnahme der Massenteilchen bestimmten, mindestens zum Teil aus stromleitendem Werkstoff bestehenden Behälter mit Mitteln zum Andrücken der Massenteilchen an die stromleitenden Behälterteile. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch Il.dadurch gekennzeichnet, dass der in senkrechter Stellung in ein Bad einzu hängende Aufnahmebehälter eine obere Stirnseite besitzt, .die zum Andrücken der Massenteilchen an den stromleiten- iden Boden nach Art eines Kolbens ver stellbar angeordnet ist. 2.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die obere Stirnseite und der Boden des Behälters aus Aluminium oder Aluminiumlegie- rung bestehen. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die obere Stirnseite und der Boden des Behälters durch eine stromleitende Brücke verbun den sind.4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die strom leitende Brücke aus einem sohraubenför- mig gewundenen Band aus Aluminium oder Aluminiumlegierung besteht. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch II, ,dadurch gekennzeichnet, dass .der Behäl ter zur Aufnahme der Massenteilchen aus einem mit Vorsprüngen versehenen siebartigen Teil aus Aluminium oder Aluminiumlegierung und einem die Massenteilchen auf diesen anpressenden Teil besteht. 6.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da ,durch gekennzeichnet, dass zum Anpres sen der Massenteilchen ein über den siebartigen Teil zu spannendes Tuch vor gesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE189151X | 1935-01-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH189151A true CH189151A (de) | 1937-02-15 |
Family
ID=5721189
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH189151D CH189151A (de) | 1935-01-12 | 1936-01-04 | Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH189151A (de) |
-
1936
- 1936-01-04 CH CH189151D patent/CH189151A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT131646B (de) | Vorrichtung zum Bezeichnen eines Käselaibes od. dgl. | |
| CH189151A (de) | Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen. | |
| AT147475B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Oxydation von Massenteilchen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen. | |
| DE2322854A1 (de) | Verfahren und werkzeug zum einsetzen einer oese in segeltuch od.dgl | |
| DE856083C (de) | Aufsteckbarer Handgriff | |
| DE481600C (de) | Duese zur Herstellung von Kunstfasern | |
| DE946260C (de) | Bohnergeraet | |
| DE713343C (de) | Verfahren zum Anschweissen von Fluegelblechen an Wurfgeschossen u. dgl. | |
| AT99468B (de) | Einrichtung zum Befestigen eines Trockenmittels in Deckeln von Dosen, Büchsen, Flaschen u. dgl. | |
| DE715118C (de) | Vorrichtung zum Einhaengen von auf Streifen aus nichtstromleitendem Werkstoff angebrachten Reissverschlussgliedern in galvanische Baeder | |
| DE444501C (de) | Vorrichtung zum Wickeln zylindrischer Drahtwindungen um einen in Drehung versetzten Wickeldorn | |
| AT106392B (de) | Verfahren zur Herstellung von Nutenleitern aus Einzelleitern von eckigem Querschnitt. | |
| DE699494C (de) | Verfahren zur Wiederaufbereitung verschlissener Schienen | |
| AT283236B (de) | Vorrichtung zum Pressen von teigförmigem Material zu Stäbchen oder Blöckhen | |
| AT16271B (de) | Steinfassung. | |
| AT146487B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Massenteilehen, insbesondere Reißverschlußgliedern, in elektrolytischen Bädern. | |
| DE637831C (de) | Verfahren zur Herstellung von Glashohlkoerpern mit Metalleinlagen | |
| DE379141C (de) | Loeffelputzmaschine | |
| DE1527540C (de) | Verfahren zum Herstellen eines Kochoder Bratgefäßes | |
| DE573311C (de) | Waschbretthalter | |
| DE671122C (de) | Reissnagel mit Deckkappe und einem gelenkig mit ihm verbundenen Buegel | |
| DE286553C (de) | ||
| DE540804C (de) | Indikatortrommel | |
| DE948044C (de) | Transportbehaelter fuer tetraederfoermige Verpackungen und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE744845C (de) | Verfahren zum Herstellen von Leichtmetallkolben |