CH189251A - Elektrischer Schachtofen. - Google Patents
Elektrischer Schachtofen.Info
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Description
Elektrischer Schachtofen. Gegenstand der Erfindung ist ein ins besondere für die Metalldestillation im Va kuum bestimmter elektrischer Schachtofen rechteckigen Querschnittes, bei dem in ge genüberliegenden Schachtwänden angeord nete Elektroden paarweise in gleicher Höhe liegen und -die Elektroden der einen Schacht wand an ,den einen Pol, die Elektroden der gegenüberliegenden Schachtwand an den an dern Pol der Stromquelle angeschlossen sind.
Das @Äresen der Erfindung besteht darin, dass jedes Paar gegenüberliegender Elektro den für sieh schaltbar ist und dass die Elek troden an den gegenüberliegenden Schacht wänden mit einem Abstand voneinander an geordnet sind, der kleiner ist als die Breite der Elektroden. Durch diese Anordnung ist die Heizwirkung leicht regelbar.
Es ist zweckmässig, innerhalb des Ofen- schachtes einen Kondensator anzuordnen, in welchem die entwickelten Dämpfe verdich tet werden, und zwar in der Weise, dass er in die erhitzte Beschickung eingebettet ist.
Durch Unterbringung des Kondensators in- nerhalb ,der Beschickung wird eine Abküh lung der Dämpfe auf ihrem Wege zu den im Kondensator untergebrachten Kühl flächen hintangehalten, was insbesondere bei .der Destillation von Magnesium von grosser Bedeutung ist. Schliesslich werden durch .die Unterbringung des Kondensators im Sehacht seine Wände entlastet, weil zu beiden Seiten derselben Vakuum herrscht.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Ofens gemäss der Erfindung dargestellt, der sieh insbesondere zur Destil lation von Magnesium eignet. Fig. 1 zeigt einen Längenschnitt, Fig. 2 den obern Teil des Ofens in grösserem Massstab im ,Schnitt und Fig. 3 einen Querschnitt :nach der Linie III-III der Fig. 1.
Der dargestellte Ofen hat einen vertikalen Schacht 1, dessen Wände 2 aus feuerfestem Material in einen Metallmantel 2a einge schlossen sind, der den atmosphärischen Druck aufnimmt. Wie aus Fig. 3 hervor geht, hat .der @Schacht rechteckigen Quer schnitt und in seiner ganzen Höhe dieselbe lichte Weite.
In zwei gegenüberliegende Seitenwände des Schachtes sind Elektroden platten 3 und 4 eingesetzt, die sich mit ge ringen Unterbrechungen auf einen :grossen Teil der Schachtwände erstrecken. Die Länge der Elektroden ist ungefähr ebenso gross wie die Breite der Seha.chtwände, in die sie ein- (Yesetzt sind, und ihr Abstand ist kleiner als die Breite der Elektroden. Dadurch wird erreicht, dass die Stromdichte in den zwischen zwei gegenüberliegenden Elektroden befind lichen Zonen durchaus gleichförmig ist und die Heizwirkung auch in :der Höhenriehtang beliebig geregelt werden kann.
Jedes in glei cher Höhe liegende Elektrodenpaar gehört einem besonderen Stromkreis an, der für sich einschaltbar ist. Zu diesem Zwecke sind die Elektrodenplatten 4 auf :der einen Seite des Schachtes durch je eine Leitung 5, in die ein Schalter 7 eingesetzt ist, mit dem einen Pol und die Elektrodenplatten 3 auf der andern Seite des Schachtes durch je eine Leitung 6, in die ein Schalter 7 a eingesetzt ist, mit dem andern Pol eines geeigneten Gleichstrom- oder 'N#@Techselstromgenerators verbunden.
Im Zentrum des Schachtes ist ein Kon densator untergebracht, der aus zwei metal lischen Rohren 8 und 9 rechteckigen Quer schnittes besteht. Das Rohr 8 ist an den dichtschliessenden Deckel 10 angesetzt und erstreckt sich nach abwärts bis in eine Zone, in welcher .das Material eine über dem Siede punkt des Magnesiums liegende Temperatur annimmt. Das Rohr 9 durchdringt den Boden des Schachtes und ragt soweit aufwärts, dass sein oberer Rand vorn untern. R.a.nd,des Rohres 8 überdeckt wird. Die Abmessungen der bei den Rohre sind derart gewählt, dass zwei gegenüberliegende Wände :des Rohres 8 aussen an zwei gegenüberliegenden Wänden des .Schachtes 1 und innen an zwei gegen überliegenden Wänden des Rohres 9 anliegen.
In dieser Weise wird der :Schacht durch die Rohre 8 und 9 in zwei gleiche vertikale Kanäle 11 und 12 geteilt, durch die das Ma terial niedersinkt. Da die Breite des Rohres 8 grösser als die Breite :des Rohres 9 ist, böscht sich das Material an der Stelle, wo das obere Rohr 8 das untere 9 übergreift und bildet ein Filter für die in den Konden sator abziehenden Dämpfe.
Die Rohre 8 und 9 weisen zweckmässig Vorsprünge 13 und 14 auf (Fig. .3), die nach Art von Feder und Nut ineinandergreifen und in einer entsprechend geformten Rille der Schachtwand geführt sind. Es können sich daher beide Rohre gegeneinander und längs der Schachtv-ände verschieben, wenn sie sich infolge Temperaturänderungen aus dehnen bezw. zusammenziehen.
Innerhalb ,des Kondensators befinden sich mehrere Rohre 15, :die unten beschlossen sind und von innen her durch ein Kühlmittel gekühlt werden. Das Kühlmittel wird durch ein Rohr 1,6 zugeführt, das in einem zweiten Rohr 1.6a untergebracht ist, welches unten geschlossen ist. Die Kühlflüssigkeit wird in das Rohr 16 eingeleitet und vom obern Ende des Rohres 16a abgezogen. Die Übertragung der Wärme von der Wand des Kühlrohres 1,5 auf .das in den Rohren 16 und 16a zirkulie rende Kühlmittel erfolgt ha-uptsächlieh durch Strahlung.
Zweckmässig wird die Einrich tung so ausgestaltet, .dass die Rohre 16 und 16a im Rohre 15 in der Höhenrichtung ein stellbar sind, um die Kühlwirkung regeln zu können.
Zwecks Verhinderung einer Kondensation von Dämpfen am obern Teil :des Kühlrohres 15 ist der obere Teil des Kondensators und das obere Ende der Rohre 15 mit Einsätzen 17 und 18 aus wärmeisolierendem Material ausgestaltet. Dieselben erstrecken sich soweit nach abwärts, dass sie in einer Zone endigen. deren. Temperatur ständig oberhalb des Kon- clensa.tionspunktes ,des a.bdestillierenden Me- talles liegt.
Das zu destillierende körnige Material wird den Kanälen 1.1 und 12 durch Rohre 19 und 20 zugeleitet, die mit Absperrventilen oder Schleusen 21 und 22 ausgestattet sind. Der Destillationsrüclufand wird vom Boden des .Schachtes durch Förderschnecken 23 und 2-1 abgezogen. Das vom untern Ende der Rohre 15 abtropfende Magnesium fällt in einen Ölbehälter 25, der an das Kondensator rohr 9 angeschlossen ist.
Um ein Entweichen von Magnesium dämpfen zu verhindern, wird in den Spalt zwischen dem isolierenden Einsatz 17 und der Wand des Rohres 8 Wasserstoff ein geführt. Auch in die beiden Füllrohre 19, 20 wird Wasserstoff eingeleitet, der im obern Teil :des Schachtes sich sammelnde Dämpfe in das Innere des Kondensators zurück drängt. Wasserstoff kann ferner auch den Förderschnecken zugeleitet werden, um die im untern Teil des Schachtes sich entwickeln den Dämpfe dem Kondensator zuzuführen.
Der Wasserstoff wird durch eine an das Kondensatorrohr 9 angeschlossene Leitung 26, die an eine Vakuumpumpe angeschlossen ist, abgezogen.
In die Kanäle 11 und 12 sind Pyrometer 27 und in den Kondensator Pyrometer 2:8 eingesetzt. Man kann auf diese Weise die Temperaturen, unter welchen die Destillation und Kondensation vor sieh geht, :genau be obachten.
Im Betriebe bewegt sich die den Schacht füllende Materialsäule ständig nach abwärts und wird dabei Juroh elektrische Wider standsheizung erhitzt. Der Strom geht von einer Elektrodenplatte 4 auf :der einen,Seite des Schachtes :durch :das körnige Material in dem Kanal 11 zum zentral angeordneten Kondensator 8, 9, durchströmt die metal lischen Wände desselben und geht dann durüh :
das körnige Material in dem andern Kanal 12 zur Elektrodenplatte 3 auf der an dern Seite des Schaohtes. Da jedes Paar ge genüberliegender Elektroden einem beson deren Stromkreis angehört, ist die Möglich keit gegeben, die Temperatur der Beschickung an jeder beliebigen Stelle des Schachtes :durch Ein- bezw. Ausschalten von Stromkreisen genau zu regeln, so :
dass eine Überhitzung des Materials, die eine Verunreinigung des ge- wonnenen Metalles verursachen würde, nicht eintreten kann.
Das an den Wänden :der gekühlten Rohre 15 kondensierende Netall tropft vom kuppen förmigen untern Ende der Rohre ab und fällt in den ;Sammelbehälter 25, wo die Tropfen zu Körnern erstarren, die periodisch abgezogen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Schachtofen mit rechtecki gem Querschnitt, insbesondere für die Metall- destillation im Vakuum, -bei :dem in gegen überliegenden Schachtwänden angeordnete Elektroden paarweise in .gleicher Höhe liegen und die Elektroden :der einen @Schaehtwand an den einen Pol, die Elektroden der andern Schachtwand an den andern Pol -der Strom quelle angeschlossen sind, dadurch gekenn zeichnet, :dass jedes Paar gegenüberliegender Elektroden für sich schaltbar ist und dass die Elektroden an den - gegenüberliegenden Schachtwänden mit einem Abstand vonein ander angeordnet sind, der kleiner ist als :die Breite der Elektroden. UNTERANSPRüCHE: 1. Ofen nach Patentanspruch, :dadurch ge kennzeichnet, :dass innerhalb des Ofen schachtes ein Kondensator derart angeord net ist, dass er im Betrieb in die erhitzte Beschickung eingebettet ist. 2.Ofen nach Patentanspruch und Unteran spruch<B>1,</B> dadurch .gekennzeichnet, dass die Kon:den.satorrohre aus metallischem Werk stoff hergestellt ;sind. 3. Ofen nach Patentanspruch und :den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich- net, dass :der Kondensator aus zwei Rühren von verschiedener lichterWeite mit gleicher Achsenrichtung besteht, wobei das weitere Rohr oberhalb des engeren so angeordnet ist, dass sein unterer Rand den obern Rand- des engeren Rohres übergreift. 1.Ofen nach Patentanspruch und den Unter- ansprüchen 1 .bis 3, dadurch gekennzeich net, dass die den Kondensator bildenden Rohre einen. rechteckigen Querschnitt haben und mit zwei gegenüberliegenden Wandungen an den Schachtwänden an liegen.
Applications Claiming Priority (1)
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