CH189268A - Schaltung zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen. - Google Patents

Schaltung zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen.

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CH189268A
CH189268A CH189268DA CH189268A CH 189268 A CH189268 A CH 189268A CH 189268D A CH189268D A CH 189268DA CH 189268 A CH189268 A CH 189268A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Schaltung zur Erzeugung von     elektrischen    Schwingungen.    Die     Schwingungen,    die mit einer Schal  tung erzeugt werden können, bei der ,die  Elektronen in einer Entladungsröhre von  einem     Magnetfeld        beeinflusst    werden, lassen  sich in verschiedene Gruppen     einteilen.     



  So können z. B. mit einer     Oszil-          latorröhre,    die eine     zylindrische    Anode auf  weist, die ihrerseits     eine        .geradlinige    Kathode  symmetrisch umgibt,     Schwingungen        erzeugt     werden, deren     Sehwi        baungszeit    von der glei  chen     Grössenordnung    wie die Umlaufzeit der  Elektronen in der Röhre ist. Die Frequenz  dieser Schwingungen ist proportional zu der  Stärke     des        Magnetfeldes.     



  Eine zweite Art von Schwingungen     kann     mit einer     Oszillatorröhre    erzeugt werden, in  der zwei oder mehr Anoden symmetrisch in  bezug auf eine Kathode angeordnet sind und  bei der ein negativer Widerstand auftritt,  wenn an zwei     einander    .gegenüberliegenden  Anoden ein Potentialunterschied angelegt  wird.

   Wird zwischen zwei einander gegen  überliegenden Anoden ein     Schwingungskreis       angeschlossen, so werden infolge     ödes    nega  tiven Widerstandes in     diesem        Kreis-        'Schwin-          gungen        erzeugt,    deren Frequenz :durch     -die     Eigenfrequenz des     ,Schwingungskreises    be  dingt     ist.    Die Frequenz dieser     Schwingungen          ist    von der Stärke des     Magnetfeldes    unab  hängig.  



       Eine    dritte Gruppe von     Schwingungen     wird erhalten, wenn bei     einer        Oszillatorröhre,     die ein oder mehrere Anodenpaare     aufweist,     die gleichmässig am     Röhrenumfang    angeord  net sind und     eine        Kathode    umgeben, die  Stärke des     -Magnetfeldes        grösser    als die Feld  stärke     gemacht        wird,

          bei    welcher der Anoden  strom     bei    Abwesenheit von     Schwingungen     einen     Mindestwert        erreicht.    Es werden in  diesem Fall     Schwingungen    erhalten, deren  Frequenz der     Magnetfeldstärke    umgekehrt       proportional    ist.     Das    Auftreten dieser       Schwingungen    lässt sich anhand der     Bewe-          gungs;gleichungen    für die Elektronen in der  Röhre erklären.

   Es     folgt-aus-,diesen    Glei  chungen, dass beim     Vorhandensein    einer      kleinen Wechselspannung     zwischen    den zwei  Anoden einer     Oszillatorröhre,    die Elektronen  die Anode erreichen können, nachdem sie mit       01        ei        chbleibender        Winkelgeschwindigkeit        eine          schraubenlinienförmige    Bahn zurückgelegt  haben.

   Es ergibt sich, dass     die    lineare     Ge-          schwindigkeit,    mit der die     Elektronen    auf  .die Anode auftreffen, viel geringer ist als  die der     Anodengleichspannung        entsprechende     Geschwindigkeit, so dass kräftige     Schwin-          gungen    erzeugt werden können.

   Die Fre  quenz der erzeugten Schwingungen     wird    bei  einer     Generatorröhre    mit zwei Anoden an  nähernd durch     ,die    Gleichung  
EMI0002.0020     
         bestimmt,    in der V., die Anodengleichspan  nung, r., den Abstand der     iSymmetrieachse     von den     Anoden    und H die Stärke des Mag  netfeldes bezeichnet.  



  Die physikalischen Vorgänge der     Sehwin-          gungserzeugung        dritter        Art,    wie sie vor  stehend erwähnt sind, sind in einem Schrift  satz von     K.    Posthumus,     "Oscillations    in a.       split        anode        magnetron"    in der Zeitschrift       "Wireless        Engineer"    vom März 1935, Seiten  126-132 eingehend     beschrieben    worden.  



  Die Erfindung bezieht ,sich auf eine  Schaltung, die eine     Oszillatorröhre        mit    zwei  oder mehr Anodenpaaren enthält und .die sich  zum Erzeugen von     Schwingungen    der letzt  genannten     Art    eignet. Ein besonderer Vor  teil dieser Art von     iSchwingungen    ist, dass sie  mit einem erheblich grösseren Wirkungsgrad       erzeugt    werden können, als dies bei den an  dern Schwingungsarten möglich ist.

   Bei An  wendung einer Schaltung gemäss der Erfin  dung kann :der Wirkungsgrad mehr als 50  betragen, während beim Erzeugen der erst  genannten Schwingungsarten ein     Wirkungs-          graU    von höchstens 30     %    erhalten wird.  



  Wird zur     Erzeugung    von .Schwingungen  der     .dritten    Art, deren Frequenz der Magnet  feldstärke     umgekehrt    proportional     ist,    eine       Oszillatorröhre-verwendet,    die zwei oder     mehr-          Anodenpaare    aufweist, die mit einer Aus-         gangsimpedanz        derart    verbunden sind, dass  das     Potential    jeder Anode dem Potential der       näohstliegenden    Anoden entgegengesetzt ist,  so können höhere Frequenzen erhalten wer  den,

   als dies bei     Verwendung        einer        Oszilla-          torröhre    mit zwei Anoden der     Fall    ist. Es  können nämlich bei     Anwendung    einer .der  artigen Röhre Schwingungen erzeugt wer  den, deren Frequenz annähernd durch die  Gleichung  
EMI0002.0062     
         bestimmt    wird.

   Diese Frequenz ist also  zweimal ,so hoch wie die Frequenz, die mit  einer     Oszillatorröhre    mit zwei Anoden erhal  ten werden kann. :Sind     Schwingungen    von  noch höherer Frequenz     erwünscht,    so kann  eine     0szillatorröhre    mit drei oder mehr Ano  denpaaren angewendet werden, die auf ähn  liche     Weise    mit einer     Ausgangsimpedanz     verbunden sind.  



  Es macht sich dabei jedoch der     Übelstand     geltend, dass bei     einem    bestimmten     Wert    der  Magnetfeldstärke die     Selbsterregungsneigung     um so kleiner ist, je grösser die Anzahl der  Anoden der     Oszillatorröhre    ist. Es ergab sieh  ausserdem,     dass    bei einer bestimmten     Oszilla-          torröhre    die     Selbsterregungsneigung    abnimmt,  wenn die     Felästärke    zunimmt.  



  Diese Übelstände werden     erfindungs-          gemäss    :dadurch     beseitigt,        dass    die Kathode,  die Anoden und die     iblagnetisierungsspule     derart in bezug aufeinander angeordnet wer  den,     dass    mindestens eines der schwingungs  erzeugenden Felder, das heisst das Magnet  feld oder     das        elektrische    Wechselfeld zwi  schen den Anoden oder beide Felder     unsym-          metrisch        in    bezug auf wenigstens einen Teil  der Kathode     sind.     



  Die     Erfindung    wird anhand der Zeich  nung näher erläutert, in der einige Ausfüh  rungsbeispiele     dargestellt    sind, und in der  lediglich die zum     richtigen        Verständnis    der  Erfindung erforderlichen Teile     dargestellt     sind.  



  In     Fig.    1 ist eine     Oszillatorröhre        dar-          1);estel.lt,    die zwei Paare     Anoden        2l.        4-Und    3;     J              tiuf -eist,    die gleichmässig am Röhrenumfang  angeordnet sind und abwechselnd unmittel  bar     miteinander    verbunden sind.

   Zwischen  dem Anodenpaar 2, 4     und,dem    Anodenpaar  .\3, 1 liegt ein auf die zu erzeugende Frequenz  abgestimmter     .Schwing        ngskreis    6, der aus  gleichmässig     verteilter        iSelbstinduktion    und  Kapazität besteht. Die     Anodenspannungs-          quelle    ist     einerseits    mit     einem    Punkt der zur       Abstimmung    des     Kreises    6 ,dienenden Brücke  7 und anderseits mit der Kathode 8 der     Os-          zillatorröhre    verbunden.

   Die Kathode 8 ist  geradlinig und steht senkrecht auf ,der Zeich  nungsebene. Die Feldspule,     die    mit gleich  gerichtetem     Wechselstrom    oder     Gleichstrom     gespeist wird und derart angeordnet ist, dass       die        Kraftlinien    parallel zur Kathode ver  laufen, ist in der Figur nicht     dargestellt.    Die       Mabo-netfeldstärke    in der Röhre ist so viel  grösser als die Feldstärke, bei welcher der  Anodenstrom bei Abwesenheit von Schwin  gungen einen Mindestwert erreicht, gewählt,  dass mit der     besehrieben.en    Schaltung Schwin  gungen     erzeugt    werden,

   deren Frequenz der       Magnetfeldstärke    praktisch umgekehrt pro  portional ist. Die     Abstände    der Kathode 8       von,den    Anoden     \?,    3, 4 und 5 sind verschie  den, so     dass    das     elektrische    Wechselfeld     zwi-          chen    den Anoden in bezug auf die Kathode  unsymmetrisch ist.

   Es wird dadurch er  reicht, dass bereits vor dem Auftreten von  Schwingungen sich Elektronen in denjenigen  Gebieten     befinden,    in denen ein elektrisches       Weehselfeld    auftritt, sobald an die beiden       Anodenpaare    2,     4-    und 3. 5 eine kleine Ano  denwechselspannung gelangt. Infolge des       Vorhandenseins    der     Tangentialwechselkraft,     die vom     elektrischen    Wechselfeld auf die  Elektronen ausgeübt wird, können die Elek  tronen auf schraubenlinienförmigen Bahnen  die Anoden erreichen und können Schwin  gungen erzeugt werden. Je grösser die Mag  netfeldstärke ist, desto weiter ist das Gebiet,  in dem sich die Elektronen vordem.

   Auftre  ten von Schwingungen befinden, von dem  Gebiet entfernt, in dem die     Tangentialwech-          selkra.ft        auftritt    und desto grösser muss die       Exzentrizität    des     Glühdrahtes        sein.    Das    Gleiche gilt für eine     Entladungvröhre    mit  einer grösseren Anzahl von Anodenpaaren, da  in diesem Fall das Gebiet, in dem das elek  trische Wechselfeld     auftritt,    mehr in der       Nähe    der Anoden liegt und demnach weiter  von dem Gebiet entfernt ist., in dem sich die  Elektronen befinden.  



  Bei einer zweiten     Ausführungsform    der  Erfindung wird eine     geradlinige    Kathode  verwendet, die jedoch einen gekrümmten Teil  aufweist und symmetrisch     in    bezug auf die  Anoden liegt. Eine derartige Kathode ist in       Fig.    2 beispielsweise dargestellt, in der 8 die  Hauptteile der Kathode und     8a    den ge  krümmten Teil derselben bezeichnet.

   Bei  einer     Oszillatorröhre    mit einer     derartigen     Kathode wird die gewünschte Wirkung in  folge des Umstandes     erreicht,    dass sich vor  dem Auftreten von     Schwingungen    die vom  gekrümmten Teil 8a ausgesandten Elektro  nen in einem Gebiet befinden, in dem     beim     Anlegen einer Wechselspannung an die  Anoden ein elektrisches Wechselfeld auf  tritt.  



  Bei einer dritten Ausführungsform wird  eine Kathode verwendet, die aus zwei oder  mehr parallelen Drähten besteht. Diese Aus  führungsform ist im     Schnitt    in     Fig.    3 dar  gestellt, in der die geradlinigen Teile der  Kathode mit 8, 9, 10 und 11 bezeichnet sind.  



  Bei einer weiteren Ausführungsform wird  eine geradlinige Kathode verwendet, die       einen    Winkel mit der Symmetrieachse der  Anodenpaare bildet.  



  Die angestrebte Wirkung kann auch un  ter Anwendung einer Entladungsröhre, bei  der eine geradlinige Kathode     in    der Symme  trieachse der Anodenpaare angeordnet ist, er  reicht werden durch eine derartige     VerscUie-          bung    der     Magnetisierungsspule    in bezug auf  die Kathode, dass diese Achse zwar noch  parallel zur Kathode ist, aber nicht mehr mit  ihr zusammenfällt. Diese Massnahme kann       gewünschtenfalls    in Vereinigung mit einer  der bereits erwähnten angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltung zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen-bei rlnr eine- Entladungsröhre verwendet wird, in der die Elektronen von einem Magnetfeld beeinflusst werden, und die zwei oder mehr Paare von Anoden aufweist.
    die gleichmässig am Umfang eines Kreises angeordnet sind und eine Kathode umgeben, und die derart mit einer Ausgangsimpedanz verbunden sind, dass das Potential jeder Anode dem Potential der ihr zunächstliegen- den Anoden entgegengesetzt ist, wobei die Magnetfeldstärke grösser als die Feldstärke gewählt ist, bei welcher der Anodenstrom bei Abwesenheit von Schwingungen einen Min destwert aufweist, dadurch gekennzeichnet, da.ss,die Kathode, die Anoden und .die Magne- tisierungsspule in bezug aufeinander derart angeordnet sind,
    dass mindestens eines der schwingungserzeugenden Felder unsymme trisch in bezug auf mindestens einen Teil der Kathode ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der das Magnetfeld herbeiführenden Magnetisie- rungsspule parallel zu der Symmetrie- achse der Anodenpaare ist, aber nicht mit dieser Achse zusammenfällt. 2. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Entladungsröhre verwendet wird, bei der die Abstände min destens eines Teils der Kathode von den Anoden untereinander verschieden sind.
    3. Schaltung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus zwei oder mehr parallelen, geradlinigen Dräh ten besteht. 4. Schaltung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine geradlinige Ka thode verwendet wird, die einen gekrümm ten Teil aufweist. 5. Schaltung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine geradlinige Ka thode verwendet wird, die einen Winkel mit der Symmetrieachse der Anodenpaare bildet.
CH189268D 1934-07-07 1935-06-25 Schaltung zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen. CH189268A (de)

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