CH189285A - Triebfahrgestell für Kraftfahrzeuge, insbesondere Stromlinienwagen. - Google Patents

Triebfahrgestell für Kraftfahrzeuge, insbesondere Stromlinienwagen.

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CH189285A
CH189285A CH189285DA CH189285A CH 189285 A CH189285 A CH 189285A CH 189285D A CH189285D A CH 189285DA CH 189285 A CH189285 A CH 189285A
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  Triebfahrgestell für Kraftfahrzeuge, insbesondere     Stromlinienwagen.       Die Erfindung betrifft ein Triebfahr  gestell für Kraftfahrzeuge,     insbesondere          Stromlinienwagen,    bei welchem der knapp  hinter der     Hinterachse    quer zur Fahrzeug  längsachse angeordnete Motor, das zum Mo  tor gleichachsig oder parallel dazu angeord  nete     Wechselgetriebe,    ferner die     Einrichtung     zur Übertragung .der Kraft vom Wechsel  getriebe auf das     Hinterachsgetriebe    sowie  das     Hinterachsgetriebe    selbst zu einer An  triebseinheit zusammengebaut sind,

   wobei  die Fahrzeugräder durch Lenker am Rah  men schwingbeweglich geführt und durch  schwingbewegliche Radantriebswellen an das       Hinterachsgetriebe        angeschlossen    sind.  



  Es sind bereits     Triebfahrgestelle    mit  hinten angeordneter     Antriebseinheit    bekannt,  bei welchen sich die     Angriffspunkte    der Len  ker und Federn zur Abstützung des Rah  mens auf den     Hinterrädern    an jenem Rah  menteile befinden, auf welchem die Antriebs  einheit befestigt ist.     Ferner    sind auch Trieb-         fahrgestelle    bekannt, bei welchen die Fahr  zeugfedern direkt an der     Antriebseinheit    be  festigt sind.

   Die Radstösse werden bei     diesen          Ausführungsformen    :direkt auf die Antriebs  einheit     übertragen,    wodurch deren Dauer  haftigkeit und     Betriebssicherheit    wesentlich  herabgesetzt wird. Ebenso wird durch diese  Anordnung vielfach die Zugänglichkeit und       Ausbaubarkeit,der        Antriebseinheit    erschwert.  



  Ferner ist bei den bekannten Ausfüh  rungsformen .dieser Art das     Motor-Getriebe-          aggregat    bezüglich .der Hinterräder entweder  hoch gelagert und nahe an der Hinterachse  angeordnet, oder     tief    gelagert und von der  erwähnten Achse entfernt angebracht.     Im     ersteren.

       Falle    treten grosse     Kippmomente    bei  .der Fahrt in einer     Strassenkrümmung    auf  und im     letzteren    Falle wird das     Massen-          trägheitsmoment    in bezug auf die     vertikale          Trägheitsachse    des Fahrzeuges gross, wo  durch .die     Strassenhaltung    des     Fahrzeuges    we  sentlich     vermindert        bezw.    die     Schleuder-          gefah.r    erhöht wird,      Das Wesen der Erfindung besteht nun       darin,

      dass die     Antriebseinheit    wenigstens  grösstenteils auf einem unterhalb der Hori  zontalebene durch die     Hinterradmitten    be  findlichen Teil des Fahrzeugrahmens ge  lagert ist, welcher sich hinter den Angriffs  punkten der Lenker und Federn zur Ab  stützung des Rahmens auf den Hinterrädern  befindet, um eine direkte Übertragung der  Radstösse über die Lenker und Federn auf  die     Antriebseinheit    zu vermeiden.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des     Erfindungsgegenstandes        schema-          i:schdargestellt.     



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht des hintern  Teils des     Triebfabrgestelles    eines     Strom-          linienwa.gens,    wobei nur die     Aussenhaut    der  Karosserie     dargestellt    und das Gerippe der  selben der grösseren Deutlichkeit halber weg  gelassen ist;       Fig.    2 ist ein Grundriss zu     Fig.    1, wobei  gleichfalls nur die Aussenhaut der Strom  linienkarosserie dargestellt ist.  



  Nach     Fig.    1 und 2 ist der Motor 1 zum  Beispiel durch Schrauben mit dem Wechsel  getriebe 2 lösbar verbunden, welches gleich  achsig zum Motor liegt und über den Hebel  2' mit Hilfe eines Gestänges 22 vom Führer  sitz geschaltet werden kann. Das     Motor-Ge-          triebeaggregat    ist mit seiner Achse     A-A     quer, in diesem Falle senkrecht zur Fahr  zeuglängsachse     C-C    gelagert. Mit Hilfe  eines am Wechselgetriebe 2     angebrachten,     aus einem ständig kämmenden Zahnradpaar  bestehenden Getriebes 4 wird .die Kitzelwelle  5 des     Hinterradgetriebes    3 angetrieben.

   Die  Kitzelwelle 5 liegt parallel zu den Längs  achsen -des Motors und des Differentials 9  und oberhalb der durch diese Achsen geleg  ten Horizontalebenen.  



  Das     Hinterachsgetriebe    weist beim Aus  führungsbeispiel zum Antrieb des Differen  tials zwei verschieden grosse Kitzel 6', 7',       welche,    auf der     Kitzelwelle    5 lose sitzen, und  mit den Kitzeln ständig kämmende, auf dem  Differential 9 des     Hinterachsgetriebes        be-          festib    e Zahnräder 6', 7' auf. Die Kitzel  6',<B>7'</B> sind auf den einander zugekehrten Sei-         ten    mit Klauen versehen, in welche abwech  selnd die     glauenkupplung    8 eingeschoben  werden kann, welche auf geilen der Welle  5 mit Hilfe eines vom Führersitz     betätigbaren     Hebels 3' verschiebbar ist.

   Eines der von  den Zahnrädern 6', 6' und 71, 7' gebildeten  Paare kann als     Schnellganggetriebe    verwen  det sein. Das Gehäuse des     HinteraeItsgetrie-          bes    3 ist so geformt,     dass    in diesem nebst den  Zahnrädern 6',     6=,    71, 7' und dem Differen  tial auch .die Welle 5 gelagert und einge  schlossen ist.  



  Dieses Getriebe ist an einem im wesent  lichen vertikal verlaufenden Lagerbock 10  befestigt, an welchem auf der gleichen Seite  wie das     Getriebe        :3    auch der Motor 1 anliegt,  während auf der andern     Seite    das Wechsel  getriebe 2 und das     Übertragungsgetriebe    4  angeschlossen sind. Der Lagerbock ist dabei       zwischen    diesen Teilen eingeklemmt. An  einem ähnlichen Bock 10' ist der Motor mit  der andern Stirnfläche befestigt.

   Diese La  gerböcke sind aus starken Blechen hergestellt  und ruhen mit Abbiegungen unter     Zwischen-          selialtung        elastischer    Unterlagen 11, zum  Beispiel     Federn,    Gummiklötzen oder der  gleichen, auf den unterhalb .der Hinterachse  verlaufenden Längsträgern 14,     14',des    Fahr  zeugrahmens auf.

   Diese Lagerböcke ver  steifen einerseits die aus Motor, Wechsel  getriebe,     Übertrabgungsgetriebe    und Hinter  achsgetriebe bestehende Einheit, schützen  diese jedoch     anderseits,    da, der in .die     An-          triebseinheit    nicht     eingeklemmte    Teil der  Bleche eine     gewisse    Elastizität hat, zum  Beispiel vor der Wirkung plötzlicher Ver  zögerungen des     Fahrzeuges    und dämpfen die  gegebenenfalls vom Rahmen übertragenen  Erschütterungen und Schwingungen.  



  Die aus dem Gehäuse des     Hinterachs-          getriebes    3 hervorschauenden Wellenstummel  12 sind mit Hilfe von Gelenkkupplungen       1-,3    mit den Radantriebswellen 15 verbunden,  welche mit den     Fahrzeugrädern    16 gleich  falls gelenkig verbunden sind.

   Die in der  Zeichnung nicht     eingezeichneten    Achszapfen  träger ,der Räder     1,6        sind,    in bekannter Weise  durch die zum Beispiel von     gabelförmigen         Lenkern 17 gebildeten     Gelenkparallelo-          ramme    an den Rahmen     angelenkt    und kön  nen in beliebiger Weise, zum Beispiel durch  die in     Fig.    2     angedeuteten    Schraubenfedern  18 gegen den Rahmen abgefedert sein.  



  Die Antriebseinheit ist demnach hinter  den Angriffspunkten der Radlenker 17, so  wie der Federn 18 auf :dem Rahmen gelagert,  um eine direkte Übertragung der Radstösse       über    die     Lenker    und Federn auf die An  triebseinheit zu vermeiden.

   Der     Motor-Ge-          triebeteil    der     Antriebseinheit    ist hierbei nahe  an der     Hinterachse    und tief angeordnet, so  dass das     Massenträgheitsmoment    in bezug auf  die vertikale     Hauptträgheitsachse    des Fahr  zeuges und also auch die Schleudergefahr  klein ist und ferner die     Kippgefahr    bei der       Kurvenfahrt    auf ein Minimum herabgesetzt  ist.  



  Da die Radlenker und Federn vor der  Antriebseinheit am Rahmen angeordnet     sind     (in     Fahrtrichtung    gesehen), stören sie auch  nicht die Zugänglichkeit zu dieser Einheit,  die somit eine besonders gute ist und einen  raschen und     leichten    Ausbau der Einheit aus  dem Fahrzeug ermöglicht.  



  Nach     Abschaltung,der    etwaigen Wasser-,  Brennstoff- und elektrischen     Leitungen    und  nach Lösung der     Befestigungsmittel    am Rah  men und der Gelenkkupplungen 13 kann die  Antriebseinheit aus dem Wagen rasch und  leicht     ausmontiert    werden.  



  Wie aus     Fig.    1 und 2 ersichtlich, befindet  sich .die     Antriebseinheit    innerhalb der     Be-          grenzun#sfläc#en    U' und     U2    des     Hinterteils     der Karosserie und kann dieses unabhängig  von dem.

   vom Motor     benötigten        Raume    nach       ärodynamischen    Grundsätzen ausgebildet       sein,    da .dieser Raum infolge der tiefen La  gerung und nahen Anordnung     des    Motors an  der Hinterachse stets innerhalb der     ärodyna-          misch        gestalteten        Karosserieumgrenzung     bleibt. Ausserdem kann der vor der Kanal  wand 191 befindliche Raum als Gepäcks- und  Personenraum voll ausgenützt werden.  



  Das Drehmoment des sich in der Rich  tung des Pfeils 8 drehenden Motors wird  beim Anfahren des     Triebfahrgestelles    ein    Reaktionsmoment erzeugen, welches im Uhr  zeigersinne     wirkt    und     daher    den Rahmen  hinten hinunterdrückt, also die Treibräder 16  auf die Fahrbahn presst, wodurch die Ad  häsion dieser Räder auf der Fahrbahn ver  grössert und .daher das Anfahren verbessert       wird.     



  Die Queranordnung des Motors     gestattet     eine     besonders    wirksame Kühlung der Motor  oberfläche. Der nicht gezeichnete Kühler ist  am     Fahrzeugvorderteil    oder an einer belie  bigen     Stelle    :des im Fahrzeuge     in    der Rich  tung seiner     Längsachse    verlaufenden Kanals  19 angeordnet.

   Die aus diesem     Kanal    strö  mende Luft kühlt die     nebeneinander    liegen  den Motorzylinder gleichmässig und kann  durch besonders geformte, der Oberfläche des  Motors     angepasste        Verschalungs-        bezw.        Leit-          bleche    2,0, 21 um den Motor so geführt     wer-          ,den,        dass    sowohl der Zylinderkopf, wie auch  der     Motorgehäuseunterteil,

      der Auspufftopf  und andere     Motorteile    von der     zwangläufig          vorbeistreichenden        Luft    stets gründlich und       gleichmässig    gekühlt werden. Wie aus     Fig.    .1  ersichtlich, hat die Luft genügenden Raum,  um ohne Wirbel zu den eventuell an den  Seitenwänden des     Fahrzeugheckes    befind  lichen Austrittsschlitzen -zu gelangen. Durch  diese Luftführung wird der geringste Druck  verlust     gewährleistet.     



  Das Wechselgetriebe 2 kann anstatt     in     der Verlängerung -des Motors auch versetzt  und     wenigstens    annähernd parallel dazu an  geordnet sein. Die Welle 5     könnte    auch  unterhalb der durch die Längsachsen des  Motors und des Differentials gelegten Hori  zontalebenen angeordnet sein und die Lager  böcke 10, 101 können an die Teile der An  triebseinheit auch in anderer Anordnung an  geschlossen sein. Es kann auch jede beliebige  andere     Abfederungseinrichtung    .gewählt sein.  



  Das im     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    1  und 2 ):durch den einen Lagerbock vom     Motor     separierte Getriebe 3 kann selbstverständlich  mit diesem direkt verbunden oder sein Ge  häuse mit dem Motorgehäuse aus einem Stück  sein, wobei der     ganze    Block auch     unmittel-          bar    auf dem Rahmen ruhen     kann,         Das Triebfahrgestell kann statt für eine  Stromlinien- für eine normale Karosserie be  stimmt und mit einem     Benzin-,    Diesel-, 01-,  Gas- oder Elektromotor als Antriebsquelle  versehen sein.

   Anstatt der Zahnradgetriebe       \?,3    können auch     Flüssigkeits-,    elektrische  oder andere     Getriebe    und als     Übertragungs-          getriebe    4 ein     Kettengetriebe    angeordnet sein.  Das     Hinterachsgetriebe    kann zum     Antrieb     des Differentials auch bloss ein ständig käm  mendes Zahnradpaar aufweisen.

   Endlich  kann die     Antriebseinheit    ausser den Haupt  lagerstellen hinter .den Angriffspunkten der  Lenker und Federn am Rahmen und unter  halb der Horizontalebene durch .die     Hinter-          radmitten    auch     Hilfslagerstellen    zum Bei  spiel vor diesen Punkten oder oberhalb dieser  Horizontalebene aufweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Triebfahrgestell für Kraftfahrzeuge, ins besondere Stromlinienwagen, bei welchem der knapp hinter der Hinterachse quer zur Fahr zeuglängsachse angeordnete Motor, .das zum Motor gleichachsig oder parallel dazu ange ordnete Wechselgetriebe, ferner die Einrich tung zur Übertragung der Kraft vom Wechselgetriebe auf das Hinterachsgetriebe sowie das Hinterachsgetriebe selbst zu einer Antriebseinheit zusammengebaut sind, wobei die Fahrzeugräder durch Lenker am Rah men schwingbeweglich geführt und durch schwingbewegliche Radantriebswellen an das Hinterachsgetriebe angeschlossen sind, da durch gekennzeichnet,
    dass die Antriebsein lieit wenigstens grösstenteils auf einem unter halb der Horizontalebene durch ,die Hinter- radmitten befindlichen Teil .des Fahrzeug rahmen.s gelagert ist, welcher sich hinter den Angriffspunkten der Lenker und Federn zur Abstützung des Rahmens auf den Hinter rädern befindet, um eine direkte Übertra gung der Radstösse über die Lenker und Federn auf die Antriebseinheit zu vermeiden.
    UNTERANSPRüCHE 1. Triebfahrgestell nach Patentanspruch, bei welchem die Antriebseinheit mit Hilfe von Lagerböcken aus Blech unter Zwi schenschaltung von elastischen Elementen auf dem Fahrzeugrahmen gelagert ist, da ,durch gekennzeichnet, ,dass an dem einen Blechbock (10) einerseits der Motor (1) und das Hinterachsgetriebe (3) und ander seits das Wechselgetriebe (2) und ein Übertragungsgetriebe (4) angeschlossen sind, wobei dieser Bock zwischen den An schlussflächen dieser Teile festgeklemmt ist, während am andern Blechbock (10r) der Motor mit der zweiten Stirnfläche befestigt ist, damit diese Blechböcke (10, 10')
    die Antriebseinheit versteifen und vor Überbeanspruchungen durch äussere Einwirkungen schützen. 2. Triebfahrgestell nach Patentanspruch, bei welchem das Hinterachsgetriebe zum An trieb des Differentials bloss ein ständig in Eingriff stehendes Stirnzahnradpaar aufweist, dessen Ritzelwelle ausserhalb der Horizontalebenen durch die Längs achsen des Motors und des Differentials und wenigstens annähernd parallel zu die sen Achsen angeordnet ist, dadurch ge kennzeichnet, dass für .die Übertragung vom Wechselgetriebe auf die Ritzelwelle. ein nur aus einem einzigen,
    ständig käm menden Zahnradpaar bestehendes Getriebe vorgesehen ist. 3. Triebfahrgestell nach Patentanspruch, bei welchem im Hinterachsgeti-iebe zum An trieb des Differentials zwei ständig in Eingriff stehende Zahnradpaare verschie dener Übersetzung angeordnet .sind, von welchen das eine für den Schnellgang be stimmt ist und deren Ritzel auf einer Welle lose drehbar gelagert sind, mit wel cher sie abwechselnd gekuppelt werden können, wobei die Ritzelwelle ausserhalb .der Horizontalebenen durch die Längs achsen des Motors und des Differentials und wenigstens annähernd parallel zu die sen Achsen angeordnet ist,
    dadurch ge kennzeichnet, dass für die Übertragung vom Wechselgetriebe auf die Ritzelwelle (5) ein nur aus einem. einzigen; ständig kämmenden Zahnradpaar bestehendes Ge triebe (4) vorgesehen ist, so dass die Kraft übertragung vom Motor auf die Fahrzeug räder im direkten Gang und auch im Schnellgang jeweils nur über zwei Zahn radpaare erfolgt.
CH189285D 1935-01-24 1936-01-20 Triebfahrgestell für Kraftfahrzeuge, insbesondere Stromlinienwagen. CH189285A (de)

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