CH189727A - Wärmekraftanlage, in welcher ein gasförmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf unter Überdruck beschreibt. - Google Patents
Wärmekraftanlage, in welcher ein gasförmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf unter Überdruck beschreibt.Info
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Description
Wärmekraftanlage, in welcher ein gasförmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf unter Überdruck beschreibt. Die Erfindung betrifft eine Wärmekraft anlage, in welcher ein gasförmiges Arbeits mittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen ge schlossenen Kreislauf unter Überdruck be schreibt, wobei das durch äussere Wärmezu fuhr erhitzte Arbeitsmittel unter äusserer Leistungsabgabe in mindestens einer Turbine expandiert und hierauf in mindestens einem Turboverdichter wieder auf höheren Druck gebracht wird.
Zweck der Erfindung ist, für die Turbine bezw. Turbinen und den Turboverdichter bezw. die Turboverdichter Betriebsverhält nisse zu schaffen, bei denen jede dieser Ma schinengattungen unter den Betriebsverhält nissen arbeiten kann, die es erfordert, um hohe Wirkungsgrade erreichen zu können. Zu diesem Behufe arbeitet bei einer Wärme kraftanlage der erwähnten Art der Turbo- verdichter mit höherer Drehzahl als die Ma schine, welche Leistung nach aussen abzu geben hat.
Weist die Turbine einer solchen Anlage mindestens zwei Läufer auf, von denen der eine den Turboverdichter und der andere eine Leistung nach aussen abgebende Maschine an treibt, so können die Läufer über Mittel mit einander gekuppelt sein, welche ständig einen solchen Ausgleich zwischen den von den Läu fern abgegebenen Leistungen bewirken, dass jeder dieser Läufer praktisch immer gerade die Leistung abgibt, für die er vorgesehen worden ist.
Ferner können der bezw. die mit hohem Druck und hoher Temperatur arbei tenden Turbinenläufer höhere Drehzahlen aufweisen als der andere bezw. die übrigen Turbinenläufer, sowie den bezw. die Turbo verdichter antreiben.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispieledes Erfin dungsgegenstandes in zum Teil vereinfachter Darstellungsweise veranschaulicht, wobei in allen Fällen angenommen ist, dass als Arbeits- mittel Luft verwendet wird.
Dabei zeigt: Fig. 1 eine Anlage, bei welcher eine Luft turbine und ein Axialverdichter verschieden- axig angeordnet und der Verdichter mit höherer Drehzahl als die Turbine läuft, wo bei letztere einen Generator antreibt; Fig. 2 zeigt eine Anordnung, bei welcher zwei hintereinander geschaltete Turbinenge häuse vorgesehen sind, wobei der mit hohem Druck und hoher Temperatur arbeitende Tur binenläufer mit höherer Drehzahl läuft als der zweite Turbinenläufer, sowie den Ver dichter antreibt: Fig. 3 zeigt eine Anordnung, bei welcher der das Hochdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine mehrgehäusig ausgebildet ist, wobei diese Gehäuse parallel geschaltet sind;
Fig. 4 zeigt eine Anlage, bei welcher der das Niederdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine mehrgehäusig ausgebildet ist, wobei diese Gehäuse parallel geschaltet sind; Fig. 5 zeigt eine Anlage, bei welcher so wohl der das Hochdruckgefälle, als auch der das Niederdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine mehrgehäusig ausgebildet sind, wo bei die Gehäuse des Hochdruckteils parallel und die des Niederdruckteils in Reihe ge schaltet sind; Fig. 6 zeigt eine Anlage mit einer Tur bine radialer Bauart, von welcher die Schau felengen der beiden Läufer in bezug aufein ander so ausgebildet sind, dass diese Läufer dauernd mit gegenseitig wesentlich verschie denen Drehzahlen laufen; dabei ist mit dem einen der Läufer ein Motorgenerator gekup gekup pelt, der an dasselbe Netz wie ein von der Turbine angetriebener Generator geschaltet ist.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Anlage be schreibt das Arbeitsmittel, als welches Luft verwendet wird, einen geschlossenen Kreis lauf unter Überdruck. Diese Luft wird in einer als Erhitzer 1 ausgebildeten Zufuhr stelle äusserer Wärme erhitzt. Die eigent liche Erhitzung erfolgt in einem Oberflächen wärmeaustauscher 2, welcher von den Feuer gasen umspült wird; die Erhitzung wird vor teilhaft auf mindestens 500' C getrieben. Die so erhitzte Luft gelangt in eine mehr- stufige Luftturbine 3 axialer Bauart, wo sie unter Leistungsabgabe expandiert.
Die Tur bine 3 treibt unmittelbar einen Generator 4 an und über ein Übersetzungsgetriebe 51 einen als mehrstufiger Axialverdichter 5 aus gebildeten Kreiselverdichter, der somit mit höherer Drehzahl arbeitet als die Turbine 3, welche über den Generator 4 Leistung nach aussen abgibt. Die erhitzte Luft expandiert in der Turbine 3 auf mindestens die Hälfte des Druckes, den sie am Eintritt in dieselbe hat.
Die aus der Turbine 3 strömende Luft gelangt durch eine Leitung 6 in einen als Gegenstromapparat ausgebildeten Wärmeaus- tauscher 7, wo sie Wärme an Luft höheren Druckes abgibt, die vom Axialverdichter 5 durch eine Leitung 9 in den Wärmeaustau- scher 7 gefördert wird und diedurch eine Leitung 8,dem Oberflächenwärmeaustauscher 2 zuströmt.
Der Vollständigkeit halber sei noch er wähnt, dass 19 .eine Leitung bezeichnet, durch die von einem Gebläse 20 in einen Wärme- austauscher 18 geförderte Luft in den Er hitzer 1 gelangt.
Dem Wärmeaustauseher 18 strömen durch eine Leitung 17 Heizgase aus dem Erhitzer 1 zu. 25 bezeichnet einen Küh ler, in welchem die aus dem Wärmeaustau- scher 7 in den Verdichter 5 überströmende Luft vorgekühlt wird. 12 bezeichnet eine Pumpe, Welche Kühlwasser in den Axialver- dichter 5 fördert. Schliesslich bezeichnet 45 einen Hilfsmotor, welcher zum Anlassen der Anlage dient.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungs form ist,die Turbine zweigehäusig ausgebil det. Die zwei Turbinenteile 3a, 3b sind hin tereinander geschaltet. Der mit höherem Druck und höherer Temperatur arbeitende Läufer des Turbinenteils 3a, der den mehr stufigen Axialverdichter 5 antreibt, weist höhere Drehzahlen auf als der Läufer -des Niederdruckteils 3b, welch letzterer den ihm zugeordneten Generator 4 unmittelbar an treibt. Die Läufer der zwei Turbinenteile 3a, 3b sind überein Getriebe 52 miteinander gekoppelt.
Dieses Getriebe dient nicht zur eigentlichen Leistungsübertragung, sondern es fällt ihm vor allem die Aufgabe zu, stän dig einen solchen Ausgleich zwischen den von den Läufern der Turbinenteile 3a, 3b ab gegebenen Leistungen zu bewirken, dass jeder dieser Läufer praktisch immer gerade die Leistung abgibt, welche die von ihm direkt angetriebene Maschine erfordert und für die er berechnet worden ist.
Die vom Getriebe 52 zu übertragende Ausgleichsleistung be trägt immer nur einen Bruchteil der verschie denen Maschinenleistungen, so dass die Ver luste in diesem Getriebe, im Vergleiche zur Gesamtleistung der Anlage, einen äusserst geringen Prozentsatz ausmachen. Mit 45 ist wieder ein Hilfsmotor zum Anlassen der An lage bezeichnet.
Fig. 3 zeih eine Anlage, bei welcher der das Hochdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine zweigehäusig ausgebildet ist. Dazu weist die Turbine noch ein Niederdruckge häuse 3b auf, dessen Läuferdirekt den Gene rator 4 antreibt. Die zwei Gehäuse 3a, 3aa des Hochdruckteils sind parallel geschaltet und es treibt jeder der Läufer dieses Hoch druckteils einen Verdichter 5a bezw. 5b an. Die zwei Verdichter 5a, 5b sind hinterein ander geschaltet. Die Läufer des Hochdruck teils arbeiten mit höherer Drehzahl als der den Generator 4 antreibende Läufer des Nie derdruckteils.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, bei welcher der das Niederdruckgefälleverarbeitende Teil der Turbine mehrgehäusig ausgebildet ist, wobei die Gehäuse 3b, 3bb parallel geschaltet sind. Der Niederdruckteil 3b, 3bb ist mit dem Hochdruckteil 3a in Reihe geschaltet. Die Läufer der Teile 3b, 3bb treiben einen ge meinsamen Generator 4 an und arbeiten mit kleinerer Drehzahl als der Läufer des Hoch druckteils.
Fig. 5 zeigt eine Anlage, bei welcher so wohl der Hochdruckteil, als auch der Nieder- druckteilder Turbine zweigehäusig ausgebil det sind. Die Gehäuse 3a, 3aa des Hoch druckteils sind parallel und die Gehäuse 3b, 3bb des Niederdruckteils in Reihe geschaltet. Die gesamte Luftmenge gelangt somit aus dem Hochdruckteil vorerst in das Gehäuse 3b des Niederdruckteils. Der Läufer der Tur bine 3a treibt einen Verdichter 5a und der Läufer der Turbine 3aa einen Verdichter 5b an. Die Verdichter 5a, 5b sind parallel ge schaltet. Der Läufer der Turbine 3b treibt direkt einen Generator 4a und ,der Läufer der Turbine 3bb direkt einen Generator 4b an.
Die Läufer der Turbinen 3a, 3aa arbeiten mit hö heren Drehzahlen als die Läufer der Turbi nen 3b, 3bb.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Anlage ist eine gegenläufig arbeitende Turbine radialer Bauart vorgesehen. Die Schaufelungen der Läufer 3a, 3b dieser Turbine sind in bezug aufeinander so ausgebildet, dass diese Läufer dauernd mit gegenseitig wesentlich verschie denen Drehzahlen laufen, und zwar der Läu fer 3a, welcher .den Axialverdichter 5 an treibt, mit höherer Drehzahl als der Läufer 3b, welcher den Generator 4 antreibt.
Mit dem Läufer 3b ist noch ein Motorgenerator 53 gekuppelt, der in nicht gezeigter Weise an dasselbe Netz wie der Generator 4 ge schaltet ist und der bewirkt (indem er je nach Erfordernis als Generator oder als Mo tor läuft), dass jeder der Turbinenläufer 3a, 3b praktisch immer die Leistung abgibt, für die er berechnet worden ist.
Der Turbinenteil, welcher Leistung nach aussen abzugeben hat, kann diese, anstatt über einen Generator, auch unmittelbar abgeben, indem er eine Transmission, eine Arbeits maschine oder dergl. antreibt. An Stelle von Axialverdichtern können selbstverständlich auch Zentrifugalverdichter vorgesehen wer den. Ferner kann man auch bei den Aus führungen nach Fig. 3, 4 und 5 in nicht ge zeigter Weise, Läufer verschiedener Dreh zahl über Mittel, z.
B. Zahnrädergetriebe oder Motorgeneratoren, miteinander koppeln, da mit durch solche Mittel ständig ein solcher Ausgleich zwischen d en von den betreffenden; Läufern abgegebenen Leistungen bewirkt wird, dass jeder dieser Läufer gerade die Lei- stung abgibt, für .die er vorgesehen worden ist.
In a,11 den Fällen, wo die Turbine mehr- gehäusig ausgebildet ist, empfiehlt es sieh, die rascher laufende Maschine oder Maschi nen, d. h. also den oder die Verdichter, von den Teilender Turbine antreiben zu lassen, welche die hohen Temperaturen und hohen Drücke verarbeiten. In einem solchen Falle können dann die Läufer der betreffenden Turbinenteile infolge ihrer hohen Drehzahl verhältnismässig klein bemessen werden.
Kleine Raddurchmesser der Turbine führen ihrerseits zu niedrigen Beanspruchungen der Läufer, was mit Rücksicht auf die hohen Temperaturen, denen die betreffenden Läu fer ausgesetzt sind, vom Festigkeitsstand punkt aus gesehen, günstig ist. In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, dass infolge des kleinen spezifischen Volumens der ver dichteten Luft in allen Fällen vor allem die Abmessungen der Turbine, aber auch die des Kreiselverdichters, selbst für grosse Leistun gen sehr klein werden.
Dies ist besonders erwünscht, weil man zwecks möglichst hoher Wärmeausnützung in Zukunft mit möglichst hohen Eintrittstemperaturen an der Turbine arbeiten wird.
Bei mehrgehäusiger Ausbildung der Tur bine kann der thermische Wirkungsgrad noch dadurch verbessert werden, dass die in einer Stufe durch Arbeitsabgabe abgekühlte Luft nach der Expansion jeweils wieder bis in die Gegend der Anfangstemperatur zwischen überhitzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wärmekraftanlage, in welcher ein gasför miges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf unter Überdruck beschreibt, wobei das durch äu ssere Wärmezufuhr erhitzte Arbeitsmittel unter äusserer Leistungsabgabe in mindestens einer Turbine expandiert und hierauf in min- destens einem Turboverdichter wieder auf höheren Druck gebracht wird, dadurch ge kennzeichnet, dass der Verdichter mit höhe rer Drehzahl arbeitet als die Maschine, welche Leistung nach aussen abzugeben hat. UNTERANSPRÜCHE: 1.Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, deren Turbine mindestens zwei Läufer auf- weist, von denen der eine den Turbover dichter und der andere eine Leistung nach aussen abgebende Maschine antreibt, da durch gekennzeichnet, dass die Läufer über Mittel miteinander gekoppelt sind, die ständig einen solchen Ausgleich zwischen den von den Läufern abgegebenen Lei stungen bewirken, dass jeder dieser Läufer praktisch immer gerade die Leistung ab gibt, für die er vorgesehen worden ist. 2.Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Turbine als mehrgehäu- sige Axialturbine ausgebildet ist und dass deren Läufer verschiedener Drehzahl über wenigstens ein Zahnrädergetriebe mitein ander gekoppelt sind. 3.Wärmekraftanlage nach Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass mindestens eine gegenläufig arbeitende Turbine ra dialer Bauart vorgesehen ist, bei der die Schaufelungen der beiden Läufer in bezug aufeinander so ausgebildet sind, @dass diese Läufer dauernd mit gegenseitig wesent lich verschiedener Drehzahllaufen.4. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und :den Unteransprüchen 1 und 3, da durch gekennzeichnet"dass mit einem Läu fer ein Motorgenerator gekoppelt ist, der an dasselbe Netz wie ein von der Turbine angetriebener Generator geschaltet ist und der den Leistungsausgleich zwischen den Turbinenläufern bewirkt. 5.Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der bezw. die mit hohem Druck und hoher Temperatur arbeitenden Turbinenläufer höhere Drehzahlen aufwei sen als der andere bezw. die übrigen Tur binenläufer, sowie :den bezw. die Turbo verdichter antreiben. 6. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass .der bezw. die Turboverdich ter als mehrstufige Axialverdichter aus gebildet sind.7. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, :dadurch gekenn- zeichnet, dass der das Hochdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine mehrge- häusig ausgebildet ist, wobei die Gehäuse dieses Teils parallel geschaltet sind. B. Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der das Niederdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine mehrge- häusig ausgebildet ist, wobei die Gehäuse dieses Teils parallel geschaltet sind. 9.Wärmekraftanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der das Niederdruckgefälle verarbeitende Teil der Turbine mehrge- häusig ausgebildet ist, wobei die Gehäuse dieses Teils hintereinander geschaltet sind.
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