CH189728A - Selbsttätiges Kesselspeisewasserventil. - Google Patents

Selbsttätiges Kesselspeisewasserventil.

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CH189728A
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Mahler Robert
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Mahler Robert
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  Selbsttätiges     Kesselspeisewasserventil.       Die Erfindung betrifft ein selbsttätiges       Kesselspeisewasserverrtil    und besteht darin,  dass, unter Vermeidung eines Rückschlag  ventils, zwischen dein     Speisewasserventilsitz          und    der Mündung des     Speisewasserkanals    in  den     Dampfkessel    ein mindestens annähernd  lotrechtes Steigrohr von ein Mehrfaches seines  Durchmessers aufweisender Länge angeord  net ist, durch welches das Speisewasser ge  zwungen wird, aufwärts in den Dampfkessel  zu fliessen, um der Ablagerung von Kessel  stein am Ventilsitz     entgegenzuwirken.     



  In der     Zeichnung    ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.     Fig.    1 zeigt eine Ausführungsform des  Speiseventils im Schnitt und die     Fig.    2 in  Ansicht.  



  Das Ventilgehäuse besteht ans einem  Deckelteil 1 und einem schalenförmigen Bo  denteil 2, der unter     Zwischenlegung    einer       Dichtungsscheibe    2' dicht, dabei leicht ab  nehmbar, mit dem Deckelteil 1 unter Ver  mittlung eines durch eine Schraube 3 fest-    zuziehenden Bügels 4 verbunden ist. Der  Deckelteil 1 ist auf der einen Seite mit einem  Stutzen 5 versehen, der den     Anschlussnippel     6 zur Speisewasserleitung trägt. Der Nippel  6 wird durch eine Mutter 7 in seiner Stel  lung festgehalten. Mit 8 ist der Ventilsitz  bezeichnet.

   Auf der andern Seite ist der  Deckelteil 1 mit einer     Bobrung    versehen, in  welche ein mindestens annähernd lotrecht  nach oben geführtes Rohr 9 eingesetzt ist,  dessen Länge ein Mehrfaches seines Durch  messers beträgt und das mit dem an den  Kessel anschliessenden Tragkörper 10 aus  einem Stück besteht. Der Tragkörper 10 ist  durch einen Schraubdeckel 11 verschliessbar.  Das Rohr 9 wird durch eine     Schraubhülse     12 in Stellung gehalten.  



  Der (nicht dargestellte) Schwimmer steht  mit einem     Körnerbalken    13 in Verbindung,  an welchen unter Vermittlung eines Gabel  stückes 14 eine Verbindungsstange 15 an  geschlossen ist, die durch ein weiteres Gabel  stück 16 mit einem zweiarmigen Hebel 17      in Verbindung steht, dessen anderes Ende  den     Ventilabschlusskörper    18 trägt. Die kegel  förmige Dichtungsfläche dieses     Abschluss-          körpers    ist nach aufwärts gerichtet, so dass  der Strom des     einfliessenden    halten Wassers  etwaige     Kesselsteinansätze    oder sonstige  Verunreinigungen leicht wegspülen kann.  



  Das Wasser strömt zuerst vom Ventil  sitz in die Schale 2 und von dieser durch  das Rohr 9 nach aufwärts in den Kessel<B>;</B>  auf diese Weise kann die Wärme des Kessel  wassers nicht bis zum Ventilsitz vordringen,  so dass an letzterem keine oder kehre nen  nenswerte     Kesselsteinablagerung    erfolgen  kann. Der im Eintrittsraum des Speisewassers  zum Kessel sich etwa bildende Kesselstein  sammelt sich in der Schale 2 und kann nach  Abnahme derselben entfernt werden. Durch  die leichte     Abnehmbarkeit    der Schale 2 sind  ferner der Ventilsitz und das Gestänge be  quem zugänglich.  



  Bei bekannten, durch einen Schwimmer  in Abhängigkeit von der Kesselleistung ge  steuerten Speiseventilen für Dampfkessel tritt  häufig der Nachteil ein, dass sich Kesselstein  am Ventilsitz ansetzt, wodurch Störungen  in der Kesselspeisung entstehen. Der Kessel  stein wird zwar bekanntlich erst bei Er  reichung einer bestimmten Temperatur in  erheblichen Mengen vom Wasser ausgeschie  den ; diese Temperatur kann jedoch bei den  erwähnten, bisherigen Speiseventilen auch im  Bereiche des Ventilsitzes auftreten, indem  die im Wasser aufsteigende Wärme bis zum  Ventilsitz dringt. Dieser Nachteil ist bei dem  Ventil gemäss vorliegender Erfindung behoben.

    Da nämlich die     Einflussstelle    in den Kessel  durch die erfindungsgemässe Anordnung des  an das Ventilgehäuse angeschlossenen Roh  res wesentlich höher liegt als der Ventilsitz  kann die Wärme des Kesselwassers nicht  bis zum Ventilsitz vordringen und dieser ist  daher stets von kaltem Wasser umgeben.  Hierdurch wird ein nennenswerter, die Funk  tion des     Verrtiles    störender     Kesselsteinansatz     mit Sicherheit vermieden.

   Nicht unerwähnt  mag bleiben, dass bereits Kesselspeisewasser  ventile, allerdings nur solche, die handge-    steuert sind, bekannt geworden sind, bei  denen das eine Ende eines ein     Speisewasser-          einlassverrtil    und ein     Rückschlagventil    ver  bindenden Krümmers, also ein verhältnis  mässig kurzes Leitungsstück, lotrecht ge  richtet ist, wodurch aber keineswegs eine  Ablagerung von Kesselstein im Speisewasser  ventilsitz hintangehalten werden kann.  



  Wohl sind auch     Kesselspeisewasserregler     bekannt, bei denen das     Speisewassereinlass-          ventil    wesentlich tiefer als die Mündung des       Speisewasserkanals    in den Dampfkessel liegt,  doch ist auch bei diesen zwischen dem ge  nannten Ventil und der Mündung der Speise  leitung in den Kessel ein     Rückschlagventil     erforderlich, so dass von     vorneherein    den       Kesselsteinablagerungen    an dem den Wasser  einlass steuernden Ventil entgegengewirkt  ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätiges Kesselapeisewasserventil, da durch gekennzeichnet, dass, unter Vermeidung eines Rückschlagventils,zwischen dem Speise wasserventilsitz und der Mündung des Speise wasserkanals in den Dampfkessel ein min destens annähernd lotrechtes Steigrohr von ein Mehrfaches seines Durchmessers aufwei sender Länge angeordnet ist, durch welches das Speisewasser gezwungen wird, aufwärts in den Dampfkessel zu fliessen, um der Ab lagerung von Kesselstein am Ventilsitz ent gegenzuwirken. UNTERANSPRüCHE 1.
    Ventil nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steigrohr zwischen das als erweiterte Kammer ausgebildete Ventilgehäuse und die an den Kessel an zuschliessende Einströmkammer geschaltet ist. 2. Ventil nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem leicht abnehmbaren Boden ver sehene Kammer (2) durch einen Deckelteil (1) abgeschlossen ist, in welchen der An schlussnippel (6) für die Speisewasserleitung und ein das Steigrohr bildender, nach ab wärts gerichteter Fortsatz (9) der an den Kessel anzuschliessenden Einströmkammer (10) eingesetzt sind. 3.
    Ventil nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kegelförmige Dichtungsfläche des Ventilabschlusskörpers (18) nach aufwärts gerichtet ist, so dass etwaige Kesselstein ansätze oder sonstige Verunreinigungen durch das einfliessende kalte Wasser leicht weggespült werden können.
CH189728D 1935-08-21 1936-07-03 Selbsttätiges Kesselspeisewasserventil. CH189728A (de)

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