Drucktelegraphen-Empfänger. Die Erfindung betrifft einen Drucktele- graphenempfänger mit einer Wähleinrich- tung, zu deren Einstellung ein Alphabet zu verwenden ist, das sich aus aus mehreren Impulseinheiten zweierlei Art bestehenden Impulskombinationen zusammensetzt;
die Er findung besteht darin, dass eine Steuervor richtung zur Einstellung des Druckmittels vorgesehen ist, die mehrere je einer der Im pulseinheiten zugeordnete Reihen von dreh baren Anschlägen aufweist, deren Anzahl bei jeder Reihe gegenüber der beim Zeichen empfang vorgängig zum Eingriff gebrachten Reihe verdoppelt ist, und dass jeder Reihe von drehbaren Anschlägen ein Begrenzungs anschlag zugeordnet ist, von denen jeder beim Zeichenempfang durch eine Impulseinheit wahlweise betätigt wird, so da.ss die zu druk- kenden Buchstaben während des Empfanges der einzelnen Impulsreihen in die endgültige Druckstellung gebracht werden,
bei welchem Vorgang die Grösse der Schritte der Steuer vorrichtung fortschreitend abnimmt. Gegenüber den bekannten Drucktelegra- phenempfängern besitzt die Erfindung den Vorteil, dass die Bauart der Wähleinrichtung und des ganzen Druckers weitgehend verein facht werden kann, und dass die einem emp fangenen Signal entsprechende Type in die endgültige Druckstellung gebracht ist, wenn der letzte Impuls einer Impulskombination empfangen wird;
infolgedessen erübrigt es sich, besondere Mittel zur Speicherung der Wählimpulse und zur Überlappung des Druckvorganges mit dem nächsten Wählvor- gang vorzusehen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 stellt die Vorderansicht des Druck telegraphenempfängers dar, wobei zwecks klarerer Darstellung einzelne Teile abgebro chen gezeichnet sind; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Emp fänger; Fig. <B>3</B> ist eine Seitenansicht, auf die rechte Seite von Fig. 1 gesehen und zeigt die Wähleinrichtung; Fig. 4 ist eine Teilansicht, auf die linke Seite von Fig. 1 gesehen; Fig. 5 stellt den Druckschlitten mit dem Typenrad dar; Fig. 6 bis 8 und 18 zeigen Einzelheiten;
Fig. 9 ist eine schematische Darstellung der gegenseitigen Anordnung von Druck walze, Typenrad und des Maschinenrahmens; Fig. 10 ist eine Teilansicht der Wählein- richtung, auf die Rückseite von Fig. 1 ge sehen; Fig. 11 ist eine Teilansicht in schemati scher Darstellung von der rechten Seite von Fig. 1 gesehen; Fig. 12 ist eine Draufsicht auf in Fig. 1 dargestellte Teile;
Fig. 13 bis 16 zeigen schematisch Einzel heiten der Einrichtung zur Ausführung der verschiedenen Druckerfunktionen; Fig. 17 stellt eine Abänderung der in Fig. 13 bis 16 gezeigten Einrichtung dar. Bei dem zur Erläuterung der Erfindung gewählten Ausführungsbeispiel wird das übliche 5-Impulseinheitenalphabet zur Steue rung des Wählvorganges des Empfängers benutzt. Der Empfänger und der Sender arbeiten in der Weise zusammen, dass der oder die Empfänger bei Beginn eines Zei chens durch Aussendung eines Auslösestrom- stosses angelassen werden; der Empfänger wird nach Empfang des letzten Stromstosses eines jeden Zeichens stillgesetzt.
Wenn die Erfindung auch anhand eines Ausführungs beispiels in Anwendung auf einen Spring schreiber beschrieben ist, so ist die neuartige Arbeitsweise des Empfängers nach der Er findung auch auf Empfänger anwendbar, die ununterbrochen in Synchronismus mit einem Sender arbeiten.
Wie aus Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich ist, besteht der Lagerrahmen des Empfängers aus den seitlichen Rahmenteilen 11 und 12, die mit einer Grundplatte 14 verbunden sind oder mit ihr aus einem Stück bestehen. Auf der Grundplatte 14 ist der Antriebsmotor 16 angebracht, dessen Welle mit der Haupt- antriebswelle 18 des Druckers gekuppelt ist oder eine Verlängerung dieser Welle bildet.
Der Magnet 20, der die Signale empfängt und den Drucker gemäss den an der Sende stelle ausgesandten Signalen steuert, ist auf einem Rahmen 21 (Fig. 1, 2 und 3) ange bracht, der an dem Rahmen 11 mittels der Schrauben 22 befestigt ist. Die beiden Mag netspulen umschliessen Kernstücke, die von einem Joch 23 nach oben ragen. Der Anker 24 des Magnetes ist mit seinen Laschen 26 auf einem Lagerzapfen 27 im Rahmen '21. gelagert. Eine Feder 28, die an einer Schraube 29 zur Einstellung der Federspannung be festigt ist, sucht den Anker 24 von den Pol stücken des Magnetes abzuziehen.
In dem Teil 31 sind ausser der Schraube 29 die Ein stellschrauben 32 und 33 eingeschraubt, die mit den Ankerteilen 34 bezw. 36 zusammen wirken und zur Begrenzung der Ankerbewe gung in beiden Richtungen dienen.
Das drehbare Typenrad 38 sitzt auf einer Welle 39 (Fig. 5), die in den Armen 41 und 42 des beweglichen Druckschlittens 43 dreh bar gelagert ist. Der Rahmen des Druck schlittens 43 ist mit in Abstand voneinander angeordneten, sich nach hinten erstreckenden Armen 45 versehen, von denen jeder eine quadratische Öffnung 46 besitzt, die eine Vierkantwelle 48 umschliesst, auf der der Druckschlitten 43 verschiebbar gelagert ist. Die Welle 48 ist in Lagern in der Konsole 49 und dem Rahmenteil 12 gelagert. Die Konsole 49 ist durch Bolzen 50 (Fig. 12) an dem Rahmenteil 11 befestigt. Die Welle 48 ragt über den Rahmenteil 12, in dem sie zu einem später zu erläuternden Zweck dreh bar gelagert ist, hinaus.
Der Papierstreifen 55 wird über die Druckwalze 53 geführt, um mittels des Typenrades 38 bedruckt zu wer den. Der Papierstreifen wird von einer Vor ratsrolle 61, die in den Rahmenteilen 11 und 1.2 gelagert ist, abgezogen und durch Füh rungsrollen 65 einer Führungsschiene 60 zu geleitet (Fig. 4).
Wähleinrichtung. Das Typenrad 38 wird mittels eines auf der Welle 39 sitzenden und mit dem Zahn- rad 52 in Eingriff stehenden Zahnrades 51 verdreht. Das Zahnrad 52 ist mit einer Vier kantöffnung in seiner Nabe versehen und verschiebbar auf einem Vierkantteil 54 einer drehbaren Welle 5,6 gelagert, die sich längs durch den Drucker und durch die Rahmen 11 und 12 erstreckt und im Rahmen 11 ge lagert ist. Die Welle 56 ist in der Nabe 57 eines Paares dauernd angetriebener Zahn räder 58 und 59 gelagert.
Die zu einem Teil vereinigten Zahnräder 58 und 59 werden durch den Motor 16 über ein Zwischenrad 62 und die gleichachsigen Zahnräder 63 und 64, die durch einen Stift 66 (Fig. 10) miteinan der gekuppelt sind, angetrieben.
Das Zwischenrad 62 ist drehbar auf einem an dem Rahmenteil 11 befestigten Lagerbol zen 67 gelagert, und die Zahnräder 63 und 64 sind drehbar auf der Wählerantriebs welle 68 gelagert, die zeitweise reibungs schlüssig durch die Reibungskupplung 69 angetrieben wird. Die Welle 56 wird rei bungsschlüssig durch das vom Motor ge drehte Zahnrad 58 mittels einer Reibungs kupplung angetrieben, die die Teile 72 bis 74 umfasst. Die radiale Fläche der angetrie henen Scheibe 73 wird mittels einer an der Welle 56 befestigten Feder 74 gegen die Flä che 72 des Zahnrades 59 gepresst.
Die an getriebene Scheibe 76 presst das Reibungs glied 7 1 gegen die radiale Fläche eines Be- grenzungsfingersatzes 77, der auf der Welle 56 mittels einer Stellschraube in dem Stell ring 78 befestigt ist.
Der hegrenzungsfingersatz 77 umfasst eine Anzahl von Anschlagscheiben 79, wel che finit fünf Sätzen von Anschlagfingern 81, 82, 83, 84 und 85 versehen sind. Ferner ist ein zusätzlicher sechster Satz von zwei Anschlagfingern 86, die diametral gegen überliegen, vorgesehen. Alle Anschlagfinger eines Satzes liegen in derselben Ebene und können mit einem schwenkbar gelagerten Be grenzungshebel zusammenarbeiten. Es sind fünf festgelagerte Begrenzungshebel 91 bis 95 vorgesehen, die den drehbaren Anschlag fingern in einer noch zu beschreibenden Art und Weise zugeordnet sind. Diese fünf Be- grenzungshebel sind zusammen mit einem zu sätzlichen Begrenzungshebel auf einem La gerbolzen 97 gelagert, der in einem Lager auge an dem Rahmenteil 11 befestigt ist.
Die Anzahl der Anschlagfinger der Sätze 81 bis 85 ist in fortschreitender Folge ver doppelt; das heisst, es sind zwei diametral gegenüber angeordnete und in derselben Ebene liegende Anschlagfinger 85 vorgese hen, ferner vier Anschlagfinger 84, die in gleichen Abständen in der Umfangsrichtung verteilt sind und symmetrisch zu der durch die Finger 85 gehenden Achse liegen; acht Anschlagfinger 83, ebenfalls über den Um fang gleichmässig verteilt und symmetrisch zu irgend zwei diametral gegenüberstehen den Fingern 84 liegend;
sechzehn Anschlag finger 82, über den Umfang gleichmässig verteilt und symmetrisch zu irgend zwei dia metral gegenüberstehenden Anschlagfingern 88 liegend, und zweiunddreissig Anschlag finger 81, die alle ebenfalls in derselben Ebene liegen, gleichmässig über den Umfang verteilt sind und symmetrisch zu irgend zwei diametral gegenüberstehenden Anschlagfin gern 82 liegen. Die beiden Anschlagfinger 86 liegen über dem Umfang in einem Ab stand von 90 von den beiden Anschlagfin gern 85. Durch diese Anordnung der An schlagfinger 81 bis 86 werden insgesamt vierundsechzig Begrenzungsstellen für die Welle,56 gebildet.
Das Zahnrad 52 hat zwei mal soviel Zähne wie,das Zahnrad 51, so dass, also ein Verhältnis :der Zähnezahlen von 1 zu 2 zwischen,diesen,Zahnrädern besteht und das Typenrad 38 eine vollständige Umdrehung bei jeder halben Umdrehung der Welle 56 macht. Das Typenrad 38 hat zwei Typen reihen, jede mit zweiunddreissig Typenstellun gen. Während ,die Welle 66 vom Motor 16 reibungsschlüssig angetrieben wird, werden ,der Begrenzungsfingersatz 77 und das Typen rad .ä8 infolge der ,durch die Zahnräder 51 und 52 gebildeten starren Kupplung in einem be stimmten festliegenden Verhältnis zueinan der angetrieben.
Da die Welle 56 und ihre zugeordneten Teile verhältnismässig schwer sind, wird die Erzielung einer hohen Ge- schwindigkeit des Druckers dadurch erleich tert, dass man bei der Einstellung einer Type in die Druckstellung das verhältnismässig leichte Typenrad sich um einen grösseren Winkel bewegen lässt als die Welle.
Die Anschlaghebel 91 bis 96 besitzen alle die gleiche Form, und es genügt daher, wenn zum Beispiel der Anschlaghebel 96 (Fix. 3) allein näher beschrieben wird. Der Anschlag hebel 96 ist an seinem obern Ende mit einer Nase versehen, die eine Anschlagfläche 99 bildet, die mit einem der zwei Anschlag finger 86 in Eingriff kommt. Jeder An schlaghebel des ganzen Satzes ist in entspre chender Weise mit einer Anschlagfläche 99 versehen, und das obere Ende jedes An schlaghebels kann nur mit, der Reihe von Anschlagfingern in Eingriff kommen, die in der entsprechenden Ebene liegen.
Der An schlaghebel 96 ist mit einem Winkelhebel teil 101 versehen, der an seinem Ende eine Nockenfläche 102 besitzt, deren Zweck spä ter erläutert wird. Ferner ist jeder Anschlag hebel mit einem sich nach unten erstrecken den Arm 103 versehen, der eine abgeschrägte Fläche 104 besitzt, die mit einer Klinken stange 106 zusammenarbeitet, die ebenfalls eine schräge Fläche aufweist. Diese Stange kann mit dem untern Ende aller Anschlag hebel in Eingriff kommen. Die Klinken stange 106 ist mit seitlichen Armen 107 ver sehen, die zusammen mit der Klinkenstange einen U-förmigen Teil bilden. Die Arme 107 sind auf einem an dem Rahmenteil 11 be festigten Lagerbolzen 108 gelagert.
Die Klinkenstange 106 wird mittels einer Feder 109 nach oben gezogen, die mit ihrem einen Ende an dem Rahmen 11 und mit ihrem andern Ende an einem Teil eines Armes 107 befestigt ist, der sich über den Lagerbolzen 108 hinaus erstreckt. Ein exzentrisch ein stellbarer Anschlag 111 dient zur Begren zung der Aufwärtsbewegung der Klinken stange 106. Jeder Anschlaghebel steht in seiner Ruhestellung ausser Eingriff mit sei nen zugehörigen Anschlagfingern, - und die Anschlaghebel werden mittels einer für je einen Anschlaghebel vorgesehenen Feder 112 in dieser Ruhestellung gehalten. Ferner lie gen in der Ruhestellung die abgeschrägten Enden 104 jedes Anschlagfingers oberhalb der abgeschrägten Kante der Stange 106.
Die abgeschrägte Kante der Stange 106 ist, wie aus Fig. 18 ersichtlich ist, nach ihrem einen Ende hin geneigt, und zwar liegt sie an dem dem untern Ende des Hebels 95 und dem Rahmenteil 11 benachbarten Ende höher. Der Anschlaghebel 95 steht am tiefsten und der Hebel 96 am wenigsten tief mit der Klin kenstange 106 in Eingriff. Ein exzentrisch einstellbarer Anschlag 114 dient zur Begren zung der Bewegung der Anschlaghebel unter dem Einfluss der Federn 112.
Die Klinkenstange 106 und die untern Enden .der Anschlaghebel 91 bis 96 sind ge genseitig so angeordnet, dass, wenn ein An schlaghebel, beispielsweise der Hebel 91, be tätigt wird, er die Klinkenstange 106 ausser Eingriff mit einem vorher von ihr verklink- ten Anschlaghebel, beispielsweise dem Hebel 96, bringt, der infolgedessen ausgelöst und durch eine Feder 112 ausser Eingriff mit sei nem zugeordneten Anschlagfinger gezogen wird. Die Abschrä,gung der Vorderkante der Klinkenstange 106 unterstützt diese Wir kung.
In diesem Augenblick wird der An schlagfinger 86 ausgelöst, der der Welle 56 sich zu drehen gestattet, bis in dem angege benen Beispiel einer der Finger 85 gegen den Anschlaghebel 91 zu liegen kommt. Die Welle 56 kann sich hierbei um ein Viertel einer Umdrehung, das heisst um 90 , drehen, wobei das Typenrad eine halbe Umdrehung macht. Wenn der nächste Anschlaghebel 92 betätigt wird, löst er in der vorstehend be schriebenen Weise den Anschlaghebel 91 aus und er gestatte der Welle 56 sich zu drehen, bis der nächstfolgende Anschlagfinger 84 sich gegen den Anschlaghebel 92 legt. Hier bei dreht sich die Welle 56 um ein Achtel einer Umdrehung weiter, während das Ty penrad um eine Viertelumdrehung weiter ge dreht wird.
Dieses Spiel setzt sich weiter fort, vorausgesetzt, dass alle übrigen Hebel 93, 94 und 95 nacheinander betätigt werden. Hierbei macht das Typenrad schliesslich eine 31/32 Umdrehung.
Durch die wahlweise Betätigung der An schlaghebel 91 bis 95 kann das Typenrad in irgendeine von zweiundreissig Stellungen ge bracht werden, von denen sechsundzwanzig mit einem Buchstaben des Alphabetes ver sehen sind. Die das Typenrad tragende Welle 39 kann also so ,gedreht werden, dass sie irgendeine ihrer einunddreissig Stellungen, in die sie von der Ruhelage aus bewegt werden kann, einnimmt. Die Ruhestellung bildet die zweiunddreissigsteStellung. Das Typenrad ist jedoch nur in bestimmten Stellungen mit ein Zeichen darstellenden Typen versehen, und die übrigen Stellungen nimmt es während der Ausführung der verschiedenen Sonder funktionen ein, wie es noch beschrieben wird.
Als Beispiel einer wahlweisen Betätigung der Anschlaghebel 91 bis 95 und der ent sprechenden Einstellung des Typenrades 38 sei angenommen, dass der Anschlaghebel 95 betätigt wird. Beim Umlegen dieses An schlaghebels wird in der beschriebenen Weise der Anschlaghebel 96 ausgelöst. Der An schlaghebel 95 nimmt dann eine Stellung ein, in der er mit dem ersten der Anschlag finger 81 in Eingriff kommt, auf den er bei der entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgenden Drehung der Welle 56 trifft, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Infolgedessen kann sich das Typenrad um '/32 Umdrehung drehen.
Durch Auswahl eines der Anschlaghebel 91 bis 95 kann das Typenrad in der eben für den An sehlaghebel 95 beschriebenen Weise in eine jeweils verschiedene Druckstellung gebracht werden. Durch Betätigung der Anschlag hebel in verschiedenen Kombinationen kann irgend eine der einunddreissig ,Stellungen des Typenrades ausgewählt werden. Wenn bei spielsweise die Anschlaghebel 92. und 95 be tätigt werden, wird zunächst der Hebel 92 umgelegt. Er löst den Hebel 96 aus und ge stattet der Welle 56 sich zu drehen, bis der erste der Reihe von Anschlagfingern 84 gegen .die Fläche 9-<B>9</B> des Anschlaghebels 92 zu liegen kommt, wo er stehen bleibt, bis der Anschlag hebel 95 umgelegt wird und den Anschlag- Nebel 92 auslöst.
Der Hebel 95 kommt dar auf gegen den nächsten in seinem Wege lie genden Anschlagfinger 81 zu liegen und führt eine Drehung des Typenrades um 9/3Z einer Umdrehung herbei.
Aus obigem ist ersichtlich, dass durch verschiedene Einstellung der Hebel 91 bis 95 das Typenrad in irgend einer Stellung zum Stillstand gebracht werden kann. Die Vorrichtung, welche unter dem Einfluss der vom Empfangsmagneten 20 aufgenommenen Liniensignale die wahlweise Betätigung der Anschlaghebel 91 bis 95 vornimmt, sei nun im einzelnen beschrieben.
Der nach oben ragende Arm 36 am An ker des Magnetes 20 ist mit einer Rolle 116 und einem Anschlag 117 versehen. Ein das Anlassen und Wiederstillsetzen steuernder Arm 118 ist auf einem Bolzen 119 gelagert, der auf einer Übersichtsscheibe 121 befestigt ist. Die Scheibe 121 ist drehbar an dem Rah menteil 1.1 des Druckers gleichachsig mit der Welle 68 gelagert und mit einer Skala ver sehen, über der sich ein mit einer Klemm schraube 122 versehener Zeiger befindet. Das in der Fig. 3 lings liegende Ende des Steuer hebels 118 ist abgeschrägt, wie aus Fig. 10 ersichtlich ist, und der Anschlag 117 ist ebenfalls abgeschrägt, um das nachstehend beschriebene Zusammenarbeiten des Anschla ges mit dem Arm 118 zu erleichtern.
Eine an der Scheibe 121 und an der sich nach hinten erstreckenden Querstange 126 des Hebels 118 befestigte Feder 124 sucht den Hebel 118 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Für . den Hebel 118 ist ein Anschlag 125 vorge sehen. Diese Drehung des Hebels 118 wird für gewöhnlich durch den Magneten 20 ver hindert, wenn dieser sich in seinem normalen, erregten Zustand befindet. Der Hebel 118 besitzt zwei Fortsätze 128 und 129, deren freie Enden hakenförmig ausgebildet sind. Der Fortsatz 129 steht für gewöhnlich mit einem Arm 131 in Eingriff, der an einem drehbaren und reibungsschlüssig angetrie benen Wähler 132 befestigt ist, der auf der Welle 68 sitzt und sich mit dieser dreht.
Wenn die Welle 68 durch Entfernung des Fortsatzes 129 vom Arm 131 zur Drehung freigegeben wird, wird sie über die zwischen geschalteten gleichachsigen Zahnräder 63 und 64 von der Vorrichtung 69 reibungsschlüssig angetrieben. Der Steuerarm 118 wird in seine normale Stellung, in der er gegen den Anschlag 117 anliegt, durch einen Arm 134 des Wählers 132 zurückgebracht. Der Wäh ler 132 besteht aus einem Rad, das aus zwei sternförmigen Scheiben 136 und 137 gebildet ist, die an den Enden ihrer axial miteinander verbundenen Arme fünf lose drehbar ge lagerte Kupplungsteile 141 bis 145 tragen.
Diese Kupplungsteile sind lose auf von den Armen der Scheiben 136 und 137 getragenen Lagerbolzen 146 gelagert, und jeder Kupp lungsteil besteht aus einer Fahne 147 und einem nach aussen ragenden Finger 148. Alle Fahnen 147 sind neben der Scheibe 136 an geordnet und sie liegen in einer Ebene der art, dass sie im Wege der Rolle 116 liegen, wenn der Anker 24 des Magnetes 20 angezo gen ist, und ausserhalb des Weges der Rolle liegen, wenn der Anker 24 bei Aberregung des Magnetes 20 abgefallen ist. Die Finger 148 liegen in verschiedenen.Ebenen, so dass sie mit den Enden 102 der Anschlaghebel 91 bis 95 zusammenarbeiten können.
Der Fin ger 148 des Kupplungsteils 141 kann nur mit dem Anschlaghebel 91, der Finger 148 des Kupplungsteils 142 nur mit dem Anschlag finger 92 in Eingriff kommen, und die Fin ger 1.48 der übrigen drei Kupplungsteile 143, 144 und 145 kommen mit den Anschlag hebeln 93 bezw. 94 bezw. 95 in Eingriff. Der Finger des Kupplungsteils 145, der mit dem Arm 101 des Anschlaghebels 95 in Eingriff kommen kann, ist unmittelbar aus dem Ma terial der Innenseite des Kupplungsteils 145 gebildet.
Die soweit beschriebene Wähleinrichtung kann alle Funktionen der Drehverteiler und Wählmagnete oder der mechanischen Wähl- einrichtungen von Drucktelegraphenempfän- gern der bekannten Art ausführen und macht die Verwendung von Wählerstangen oder -scheiben überflüssig, die einen wesentlichen Teil der bisher bekannten Drucker aus machen, in denen die Wählimpulse während des Druckens aufgespeichert werden müssen.
Die Geschwindigkeit des Motors 16 wird so geregelt oder es wird ein Motor mit einer solchen Drehzahlcharakteristik verwendet, dass der freigegebene Wähler 132 mit einer solchen Geschwindigkeit gedreht wird, dass der Finger 148 des Kupplungsteils 145 unter den Anschlaghebel 95 gelangt, wenn der letzte der fünf Stromstösse der ein Zeichen darstellenden Stromstosskombination empfan gen wird. Die dargestellte Anordnung der Teile ist für den Betrieb mit einem Telegra phensystem gedacht, das mit einem für ge wöhnlich geschlossenen Stromkreis und mit einem 5-Einheitenalphabet arbeitet, und für gewöhnlich als mit dem Baudotalphabet ar beitendes Start-.Stopsystem bezeichnet wird.
In derartigen Systemen wird der Empfänger für gewöhnlich durch ein Signal angelassen, das durch Stromlosmachen der Leitung ge geben wird und darauf folgen fünf Signale in verschiedener Kombination, um den ge wünschten Buchstaben auszuwählen; darauf folgt schliesslich ein Signal, das durch Strom gabe auf die Leitung gegeben wird, und die ses Signal wird in den Pausen zwischen der Aussendung der aus fünf Stromstössen kom binierten Signale aufrecht erhalten. Wenn der Anker 24 des Magnetes 20 angezogen ist, sind alle Teile des Empfängers mit Aus nahme des Motors und der durch ihn ange triebenen Zahnräder in der Ruhestellung.
Wenn der Anker 24 durch das stromlose Auslösesignal zum Abfall gebracht wird, wird der Steuerarm 118 vom Anschlag 117 freigegeben, so dass sich der Wähler 132 im Uhrzeigersinne drehen kann, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Es sei angenommen, dass die Stromstosskombination zur Auswahl des Buchstabens A empfangen wird. Diese Kom bination besteht aus zwei Stromimpulsen, denen drei Stromlosimpulse folgen. Es sei nun die Einstellung des Typenrades zur Aus wahl dieses Buchstabens beschrieben.
Der Anker 24 des Magnetes 20 wird unmittelbar, nachdem er den Teil 131 durch den strom- losen Anlassimpuls ausser Eingriff mit dem Fortsatz 129 gebracht hat, angezogen und die Rolle 116 kommt in Eingriff mit der ersten sich nach unten erstreckenden Fahne 147 des Kupplungsteils 141. Während diese Fahne über die in ihren Weg eingerückte Rolle 116 gleitet, kommt der Finger 148 des Kupplungsteils 141 mit dem Anschlaghebel 91 in Eingriff, wodurch dieser in den Weg des ersten Anschlagfingers 85 des Begren- zungsfingersatzes 77 geschwenkt wird.
Wie oben beschrieben wurde, wird hierdurch der Anschlaghebel 96 ausser Eingriff mit dem Anschlagfinger 86 gebracht und dadurch der Welle 56 gestattet, sich zu drehen, bis der Anschlagfinger 85 sich gegen den Anschlag hebel 91 legt. Da der zweite Impuls der von dem Magneten 20 empfangenen Stromstoss- kombination ebenfalls ein Stromimpuls ist, bleibt der Anker 24 angezogen und die Rolle <B>116</B> kommt mit der Fahne 147 des Kupp lungsteils 142 in Eingriff, so dass der Finger 148 dieses Kupplungsteils den Anschlag hebel 92 in den Weg des nächsten Anschlag fingers 84 schwenkt und in der oben be schriebenen Weise die Freigabe des An schlaghebels 91 herbeiführt.
Die Welle 56 wird gedreht, und zwar zuerst, bis der erste Finger 85 sich gegen den Anschlaghebel 91 und dann, bis .der erste Finger 84 sich gegen den Anschlaghebel 92 legt. Da der dritte, vierte und fünfte Impuls der von dem Mag neten 20 empfangenen Impulskombination Stromlosimpulse sind, kommt der Anker 24 zum Abfall und die Rolle 116 wird aus der Ebene der Fahnen 147 der Kupplungsteile 143, 144 und 145 gerückt, und es findet keine weitere Verschwenkung von Anschlaghebeln statt. Die Welle 56 bleibt in ihrer letzten Stellung, das heisst in der Stellung stehen, in der der Anschlagfinger 84 an dem An schlaghebel 92 anliegt. Das Typenrad 38 hat während dessen \4J2 einer Umdrehung ge macht; dies ist die .Stellung für den Buch staben A.
Das Drucken eines in dieser Weise ausgewählten Zeichens und andere hiermit in Verbindung stehende Funktionen und Ar beitsvorgänge werden weiter unten beschrie- ben. Unmittelbar bevor der Wähler 132 eine vollständige Umdrehung vollendet, wird der Steuerhebel 118 durch den Arm 134, der wie eine -rocke -wirkt und den Teil 1.28 nach rechts in Fig. 3 bewegt und dadurch den Arm 129 in den Weg des Armes 131 bringt, in die Ruhelage zurückgebracht.
Der Wäh ler 132 wird dadurch, dass der Arm 131 sich gegen den Fortsatz 129 legt, zum Stillstand gebracht. Der Arm<B>118</B> wird in seiner Ruhe stellung durch den Anschlag 117 gehalten, bis der nächste stromlose Anlassimpuls emp fangen wird. Während des letzten Teils der Umdrehung des Wählers 132 und nach dem Druck des ausgewählten Buchstabens be tätigt eine Nocke 151, die an der Scheibe 167 der Reibungskupplung 69 (Fig. 10 und 12) befestigt ist und sich mit der Welle 68 dreht, einen Hebel 153, der auf dem Bolzen 108 ge lagert ist. Der Hebel 153 liegt gegen einen Arm 154 an, der durch eine Öffnung im Rahmenteil 11 in den Weg des Hebels 153 ragt.
Die Nocke 151 schwenkt den Hebel 153 nach abwärts und dieser bringt mittels des Armes 154 die Klinkenstange 106 ausser Eingriff mit den Anschlaghebeln 91 bis 96, so dass der letzte der für eine Wahl ver- schwenkten Anschlaghebel wieder in die Ruhelage zurückgebracht wird.
Während dieser Auslösung der Klinkenstange 106 durch die Nocke <B>151</B> und den Arm 153 wird der Anschlaghebel 96 durch eine Nocke <B>158</B> in Eingriff mit dem zugehörigen Anschlag finger 86 gebracht und in dieser Stellung gehalten, bis die Klinkenstange 106 beim Weiterwandern der Nocke 151 wieder in ihre Ruhestellung zurückgebracht worden ist. Der Anschlaghebel 96 wird dann weiterhin in Eingriff mit dem Anschlagfinger gehalten. Wie oben beschrieben wurde, ist die Winkel lage des Wählers 132 zur Zeit seiner Aus lösung mittels der Übersichtsscheibe 121 ein stellbar, so dass die Drehbewegung von der richtigen Stellung aus erfolgt.
Zur weiteren Erläuterung der eben be schriebenen Arbeitsweise sei angenommen, dass das Typenrad und der Begrenzungsfin- gersatz 7 7 in der Ruhestellung stehen und der Ansehlaghebel 96 in Eingriff mit einem der Anschlagfinger 86 steht. Dies ist die nor male Ruhestellung zwischen dem Empfang von Zeichensignalen, wenn diese Signale ab satzweise von einem handbedienten Sender ausgesandt werden.
Wenn jedoch Strom stosskombinationen zu dem Empfänger ohne dazwischenliegende Pausen gesandt werden, wie es beim Senden mittels eines kontinuier lich laufenden Lochstreifens der Fall ist, dann ist nicht immer ein Anschlagfinger <B>86</B> in Eingriff mit dem Anschlaghebel 96 (je nach der Einstellung des Begrenzungs- fingersatzes 77 durch die vorangehende Wahl), wenn der erste Impuls zum Beispiel den Anschlaghebel 91 betätigt.
In einem solchen Falle ist genügend Zeit für die rich tige Einstellung des Typenrades während des darauffolgenden Wahlvorganges vorhan den, dank der Tatsache, dass der Begren- zungsfingersatz mit einer höheren Geschwin digkeit als der Wähler 132 gedreht wird. Ein geeignetes Geschwindigkeitsverhältnis zwischen dem Typenrad 38 und dem Wähler 132 ist, wie die Praxis gezeigt hat, ungefähr 21/2 zu 1. Da der Begrenzungsfingersatz mit der halben Geschwindigkeit des Typenrades gedreht wird, dreht sich der erstere mit un gefähr 11/_lmal so grosser Geschwindigkeit wie der Wähler 132.
Der Begrenzungsfinger satz 77 wird zunächst, wie oben beschrieben, bei Vollendung der Drehung des Wählers zur Drehung durch die Nocke 151 freigege ben, die mittels des Hebels 153 die Klingen stange<B>106</B> ausser Eingriff mit einem der Anschlaghebel 91 bis 96 bringt. Unmittel bar darauf wird der Anschlaghebel 96 durch die Nocke 158 in die Anschlagstellung ge bracht.
Dies alles spielt sich ab, bevor die Im pulse für das nächste Zeichen empfangen werden, so dass eine beträchtliche Zeitspanne zwischen der Rückführung des Begrenzungs- fingersatzes 77 aus seiner vorangehenden Einstellage und der Einstellung des ersten Anschlaghebels zur Auswahl des nächsten Buchstabens vergeht.
Während der Einstellung des Begren- zungsfingersatzes 77 stehen der Anschlag- Nebel 91 und manchmal auch der Anschlag hebel 92 nicht immer in Eingriff mit ihren zugeordneten Anschlagfingern. Dies ist be sonders dann der Fall, wenn das vorher aus gewählte Zeichen sich an einer Stelle des Typenrades befindet, von wo dieses sich über einen grossen Winkel bis zu seiner Ruhestel lung drehen muss, also bis dahin, wo der An schlagfinger 86 mit dem Anschlaghebel 96 in Eingriff steht.
Unter diesen Bedingungen stehen die Anschlaghebel 91 und 92 wahr scheinlich nicht in Eingriff mit den An schlagfingern 85 bezw. 84, sondern der An schlaghebel 93 würde hinter den Anschlag 84 aber vor den Anschlagfinger 83 einfallen, und der Begrenzungsfingersatz 77 und das Typenrad würden in die richtige, den emp fangenen Signalen entsprechende Stellung gelangen.
Bei der beschriebenen Einrichtung wer den die zu druckenden Buchstaben während des Empfanges der einzelnen Impulsreihen ausgewählt, wobei die Grösse der Schritte des Begrenzungsfingersatzes 77 bei der nachein ander erfolgenden Betätigung der Anschlag hebel fortschreitend abnimmt.
Dieser Emp fänger unterscheidet sich durch dieses Merk mal von bekannten Einrichtungen, bei denen die Weiterdrehung des Typenrades aus sei ner letzten Druckstellung erst beginnt, wenn das erste Signal des nächsten Buchstabens empfangen worden ist, während das Typen rad hier unmittelbar nachdem der Buchstabe gedruckt ist und bevor das diesen Buchsta ben darstellende Arbeitsspiel vollendet ist, mit der Drehung in die Nullstellung beginnt, so dass das Typenrad beim Empfang eines Zeichens für gewöhnlich immer in der Null stellung steht. Das ist insofern wichtig, als das Typenrad bei dieser Anordnung mehr Zeit hat in seine Anfangsstellung und darauf bei der Sendung des nächsten Buchstabens in die erste Auswahlstellung zu gelangen.
Dies alles ermöglicht den Betrieb der neuen Maschine ohne Einrichtungen zur Aufspei cherung der empfangenen Signale und ohne Einrichtungen zur Überlappung der Wahl und des Druckes mit dem nächsten Buch staben.
Drucken. Das Drucken des ausgewählten Zeichens wird durch die jetzt zu beschreibende Ein richtung bewerkstelligt. Eine Antriebswelle 160 (Fig. 1 und 2), die im Rahmenteil 11 ein Lager hat und sich durch den Rahmen teil 12 erstreckt, wird von dem Motor 16 über die Zahnräder 59 und 162 sowie über die Reibungskupplung 163 angetrieben. Das eine Ende der Welle 160 ist mit einem Stell ring 164 (Fig. 1) versehen, der dazu dient, die Stellung der Welle bezüglich der Rah menteile 11 und 12 festzulegen. Der Stell ring 164 liegt gegen den Bund des für die Welle 160 im Rahmen 11 vorgesehenen La gers an.
Der über den Rahmenteil 12 hinaus ragende Teil der Welle 160 trägt den dreh baren Schaltstern 161, der einer Reihe von Zugstangen gegenübersteht, die einen Teil der später zu beschreibenden. Einrichtung zur Ausübung von Sonderfunktionen bilden. Eine Nockenscheibe 167, die einen Teil der Reibungskupplung 69 bildet, ist mit einer Kerbe 168 (Fig. 11) versehen. Diese Kerbe arbeitet mit einem Arm 169 eines Auslöse- Winkelhebels 171 zusammen, der auf einem am Rahmenteil 12 befestigten Bolzen 172 gelagert ist.
Der zweite Arm<B>173</B> des Aus lösehebels 171 kann mit einem der drei Nok- ken 174 an der Nockenscheibe 176 in Eingriff kommen, die auf der Welle 160 sitzt und mit dieser gedreht wird. Die Nockenscheibe 176 bildet zweckmässig einen Teil der bereits er wähnten Reibungskupplung 163. Eine mit drei durch abgebogene Lappen gebildeten Vertiefungen versehene Scheibe 178 und eine an ihrem Umfang mit Einkerbungen ver sehene Scheibe 179 sitzen ebenfalls auf der Welle<B>160</B> und werden mit ihr gedreht.
Ein Druckhebel 181., der zur Verschwenkung der Welle 48 dient, wird für gewöhnlich durch eine Feder 1.82 (Fig. 4) gegen den Umfang der Nockenscheibe <B>179</B> gedrückt. Das bereits erwähnte Zahnrad 52, das auf dem Vierkant- teil der drehbaren Welle 56 verschiebbar ge lagert ist, wird mittels einer von dem Schlit- ten 41 nach unten ragenden Gabel 184 in der richtigen Eingriffstellung mit dem Zahn rad 51 gehalten.' Diese Gabel trägt Rollen 185, die gegen die beiden Seiten des Zahn rades 52 anliegen.
Wenn während des Betriebes des Emp fängers in der-bereits beschriebenen Weise irgend ein bestimmtes Zeichen durch die Drehung des Wählers 132 ausgewählt wor den ist, betätigt die Nockenscheibe 167, an getrieben durch die Reibungskupplung 69, den Auslösehebel 171, wenn die Fahne 147 des Kupplungsteils 145 gerade an dem un tern Ende des Anschlaghebels 95 vorbeigeht. In diesem Augenblick fällt das Ende 169 des Auslösehebels 171 in die Kerbe 168 ein, wo durch die Welle 160 zur Drehung freigege ben wird und eine Drittelumdrehung ausführt.
Dann wird die Welle 160 durch den Arm 173, der mit einem Zahn 174 der Nocken scheibe 176 in Eingriff kommt, wieder still gesetzt. Während dieser Drehung der Welle 160 fällt der Druckarm 181 in eine der drei Vertiefungen 180 der Scheibe 179 ein, und unter dem Einfluss der Feder 182 wird die Vierkantwelle 48 etwas gedreht und hier durch das Typenrad gegen den Papierstrei fen 55 gedrückt.
Um das Typenrad genau einzustellen und einen klaren Druck jedes Zeichens zu erzie len, ist eine Zentrierscheibe 187 vorgesehen, die in Fig. 8 für sich allein dargestellt ist. Die Zentrierscheibe ist auf der Welle 39 des Typenrades befestigt, wie aus Fig. 5 ersicht lich ist. Sie ist mit tiefen gerben 190 und weniger tiefen gerben 192 versehen. Auf einem Stift 189 ist ein Zentrierfinger 188 drehbar gelagert, der von einer Feder 191 von der Zentrierscheibe 187 weggezogen wird.
Der Zentrierfinger 188 liegt für ge wöhnlich gegen die Anschlagleiste 193 an, die sich durch den ganzen Drucker erstreckt und im Rahmenteil 12 und in der Konsole 49 gelagert ist. Wenn der Druckschlitten 43 zum Druck betätigt wird, wird der Zentrier. finger 188 von der Anschlagseite 193 in Ein griff mit einer der Kerben 190 der Zentrier scheibe 187 gebracht.
Es sei erwähnt, dass bei der Druckbewe gung . des Druckschlittens der vollständige Eingriff der Zahnräder 51 und 52 aufgeho ben wird, so dass zwischen den beiden Zahn rädern ein Spiel entsteht und die Zentrier- vorrichtung den Druckschlitten richtig ein stellen kann, ohne den Widerstand anderer starr festgehaltener Teile überwinden zu müssen. Buchstabenabstandschaltvorrichtung. Um den geeigneten Abstand zwischen ge druckten Zeichen zu erzielen, wird der Druck schlitten 43 mittels der nun zu beschreiben den Einrichtung weitergeschaltet.
Von dem untern Teil des Druckschlittens 43 ragt ein Arm<B>197</B> nach unten, der mit einem Lager bolzen 198 versehen ist, auf dem eine Ab standschaltklinke 1:99 und eine Sperrklinke 200 gelagert sind. Diese Klinken sind im einzelnen in den Fig. 5 und 7 dargestellt. Das freie Ende der Abstan.dschaltklinke 199 besitzt einen mit 201 bezeichneten seitlichen Fortsatz, und das freie Ende der Sperrklinke 200 ist ebenfalls mit einem seitlichen Fort satz 203 versehen. Die beiden Klinken wer den für gewöhnlich mit einer verschiebbar gelagerten Zahnstange 205 bezw. einer fest angeordneten Zahnstange<B>2</B>06 in Eingriff ge halten; beide Zahnstangen sind im Rahmen teil 12 und in der Konsole 49 gelagert.
Die Schubbewegung der Zahnstange 205 wird durch ein Langloch 207 an jedem Ende er möglicht, in die die Haltestifte 208 hinein ragen, von denen der eine am Rahmenteil 12 und der andere an dem vorstehenden Teil der Konsole 49 befestigt ist. Auf den Trag stiften 208 zwischen den Zahnstangen 205 und 206 ist mittels schräg verlaufender Lang löcher 212 an jedem ihrer Enden eine Klin- kenauslösestange 210 gelagert. Die durch die Langlöcher 212 gegebene verschiebbare La gerung der Stange \210 " bewirkt, dass die selbe angehoben wird, wenn sie in noch näher in Verbindung mit der Schlittenrückführung zu beschreibender Weise nach rechts bewegt wird.
Die Abstaudsehaltung des Druckschlit- tens 43 erfolgt, wenn die Antriebswelle 16(1 in der bereits in Verbindung mit dem Druck vorgang beschriebenen Weise nach Aus lösung durch den Auslösehebel 171 eine Drit telumdrehung gemacht hat. Eine der Vertie fungen in der Scheibe 178 gestattet der Schaltzahnstange 205, sich unter dem Ein fluss der Feder 216 (Fig. 1) nach rechts zu bewegen, indem die Rolle 217, welche an dem an der Schaltstange 205 befestigten Arm 218 gelagert ist, in eine Vertiefung auf der Scheibe 178 einfällt.
Bei der Bewegung der Schaltstange 205 nach rechts um einen durch die Länge des Langloches 207 be- stimmten.Betrag wird der Druckschlitten 43 von der Schaltstange 205 und der mit ihr in Eingriff stehenden Schaltklinke 199 in eine zum Druck des nächsten Zeichens geeignete Stellung bewegt und in dieser Stellung durch die mit der feststehenden Zahnstange 206 in Eingriff stehende Sperrklinke 200 gehalten. Die Schaltstange 205 wird durch die Seheibe 178 in die Bereitschaftsstellung für die nä.cli- ste Schaltung nach dem Druck des nächsten Zeichens gebracht.
Es sei erwähnt, dass die Kerben der Scheibe 179 und die Vertiefun gen der Scheibe 178 gegeneinander winklig versetzt angeordnet sind in der Weise, dass der Druckarm 181 zunächst betätigt wird und dann die Schaltstange 205 zur Einstel lung des Druckschlittens zum Druck des nächsten von dem Magneten 20 aufzuneh menden Zeichens nach rechts verschoben wird. Ferner sei erwähnt, dass die Antriebs welle 160 durch einen Zahn 174 der Nocken scheibe 176 gerade in dem Augenblick still gesetzt wird, in dem der Arm 181 in die Kerbe 180 der Scheibe 179 einfällt. Dem nach findet der Druck eines Zeichens unmit telbar nach der infolge ihrer Auslösung durch den Auslösehebel 171 erfolgenden Drehung der Welle 160 statt.
Gemäss der obigen Beschreibung gibt der Auslösehebel 171 die Welle 160 der Drehung um l20 unmittelbar nach Vollendung der fortschrei tenden Auswahl eines Buchstabens oder Zei chens frei.
Bei dem dargestellten Ausführungsbei- spiel der Erfindung wird das Typenrad durch eine Farbwalze 220 eingefärbt, die an dem Druckschlitten 43 gelagert ist. Die Farbwalze 220 liegt gegen die Druckfläche des Typenrades 38 an und sie wird von einem Paar Armen 221 getragen, die auf einem seitlichen Fortsatz 222 des Druckschlittens schwenkbar gelagert sind. Auf dem Rahmen teil 12 ist ein Farbbehälter 223 angebracht, und bei jedesmaliger Rückkehr des Druck schlittens in die Anfangsstellung kommt die Farbwalze 220 in Berührung mit einem Farbkissen 224 des Farbbehälters, wodurch die Farbwalze neu mit Farbstoff getränkt wird.
Dr uckwalreintnischaltvorrichtung.
Die Druckwalze 53 ist in einem Schwenk rahmen gelagert, der aus den beiden in Ab stand voneinander angeordneten Rahmentei len 226 und 227 besteht. Diese Rahmenteile sind mittels Stellschrauben 229 auf einer Welle ?28 befestigt, die sich durch den gan zen Drucker erstreckt und in den Haupt rahmenteilen 11 und 12 drehbar gelagert ist. Die Druckwalze 231 ist drehbar in sich nach vorn erstreckenden Armen 232 der den Schwenkrahmen für die Druckwalze bilden den Rahmenteilen gelagert. Papierführungs rollen 234 und \36 sind an Armen gelagert, die ihrerseits drehbar an Fortsätzen der Rah- inenteile 226 und 227 gelagert sind, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist.
Die Füh rungsrollen 234 und 236 dienen in der übli chen Weise dazu, den Papierstreifen mit der Druckwalze in Berührung zu halten. Die Preliuug der Druckwalze 53 im einen Sinn wird durch ein auf der Druckwalzenwelle 231 sitzendes Sperrad 238 verhindert. Durch eine Feder 241 wird eine Sperrklinke 239 in Eingriff mit den Zähnen dieses Sperrades gehalten. Auf der Druckwalzenwelle 231 ist ferner ein Schaltrad 242 für die Zeilen abstandschaltung befestigt.
Auf dem einen Ende der Dnickwalzenwelle 231 ist ein Ile- hel 2-13 lose drehbar gelagert, der an seinem untern Ende mit einer Klinke 244 versehen ist, die im Zusammenarbeiten mit den Zäh- nen des Schaltrades 242 die Druckwalze dreht, wenn der Hebel 243 verschwenkt wird. Ein Hebel 245 dient dazu, die Zeilen abstandschaltung so einzustellen, dass, die Druckwalze um einen oder mehrere Zeilen abstände gedreht wird.
An dem der Lager stelle für die Klinke 244 entgegengesetzten Ende des Hebels 243 ist ein Lenker 246 mit seinem einen Ende gelenkig gelagert, dessen anderes Ende gelenkig mit dem einen Ende eines Hebels 247 verbunden ist, der auf einem Bolzen 248 am Rahmenteil 12 schwenk bar gelagert ist. Das andere Ende des I3e- bels 247 ist gelenkig mit einer Stange 250 (Fig. 6) verbunden, die an ihrem freien Ende finit einem sich nach oben erstreckenden Fort- satz 251 und mit einem Finger 252 versehen ist, in die der Schaltstern 161 eingreifen kann, wenn das freie Ende der Stange 250 nach unten bewegt wird.
Mittels einer Stellschraube 255 ist auf der den Druckwalzenschwenkrahmen tragenden Welle 228 ein Hebel 254 befestigt, so dass der Hebel 254, wenn ihm eine Schwenkbewe gung erteilt wird, die Welle 228 ver- schwenkt, die ihrerseits die Druckwalze 53 aus ihrer untern Stellung in ihre obere Stel lung oder umgekehrt bewegt. Ein bei<I>257a</I> (Fig. 4) an dem Rahmen 12 schwenkbar ge lagerter Hebel 257 ist mit einer sich nach oben erstreckenden Zunge 258 versehen, die mit einem Anschlag 259 am Hebel 254 zu sammenarbeitet, der in den Weg des Fort satzes 258 ragt.
Der Hebel 254 ist mit einem zweiten Anschlag 261 versehen, der in Be rührung mit dem untern Ende des Hebels 268 kommen kann. Das untere Ende des He bels 257 ist gelenkig mit einer sich nach vorn erstreckenden Zugstange 264.verbunden, die an ihrem Ende mit einem nach oben ragen den Teil 265 und einem Schaltfinger 266 ver sehen ist. Die Zugstange 264 bringt den Druckwalzenrahmen auf eine später zu be schreibende Weise in die obere Umschaltstel lung.
Der Hebel 268 ist schwenkbar auf der Welle 228 gelagert und. sein freies Ende ist gelenkig mit einer dritten Zugstange 270 ver bunden, die ebenso wie die bereits beschrie- benen Zugstangen mit einem Fortsatz 271 und einem Schaltfinger 272 versehen ist.
Die Zugstangen 250, 264 und 270 sind an den den Schaltfingern entgegengesetzten Enden mit Federn 275 verbunden, durch die sie in der in Fig. 6 dargestellten Stellung gehalten werden. Die Auswahl und Betäti gung der Zugstangen wird weiter unten näher beschrieben.
Die die Druckwalze tragenden Rahmen teile sind mit Fortsätzen 278 versehen, die an ihren Enden bei 279 zugespitzt sind. Jeder Hebel eines Hebelpaares 281, von denen der eine an dem Rahmenteil 11 und der andere an dem Rahmenteil 12 schwenk bar gelagert ist, ist an seinem Ende mit einer Rolle 282 versehen, die sich gegen das zu gespitzte Ende 279 des Druckwalzenrahmen- fortsatzes anlegt. Jeder Hebel 281 wird mit tels einer Feder 283 gegen das zugespitzte Ende 279 gedrückt, um den Rahmen 226/227 entweder gegen den Anschlag 284 oder gegen den Anschlag 286 anzudrücken, durch welche Anschläge die normale Stellung und die Um schaltstellung der Druckwalze bestimmt wird.
Auswahleinrichtung <I>f</I> ilr <I>die</I> Schalt- vorrichtungen. Um die Schlittenrückführung, die Druck walzenumschaltung, die Zeilenabstandschal- tung und andere in Betracht kommende Schaltungen herbeizuführen, ist eine Scheibe 288, von der aus sich in verschiedenen Ebe nen liegende Steuerfinger erstrecken, auf der Welle 56 befestigt. Aus der obigen Beschrei bung der Arbeitsweise des Begrenzungsfin- gersatzes 77 geht hervor, dass zwei Gruppen von Anschlagfingern,
also auch zwei An schlagfinger 86, vorgesehen sind, die die Welle in einer von zwei Stellungen festhal ten, und demgemäss ist die Scheibe 288 mit zwei Sätzen von Steuerfingern versehen. Die Steuerfinger (Fig. 4) sind in fortlaufender Reihenfolge mit den Bezugszeichen 291 bis 294 beziffert. Die Steuerfinger des oberhalb der Welle 56 in Fig. 4 befindlichen zweiten Satzes sind mit denselben Bezugszeichen ver sehen. Die -beiden Steuerfinger 291 liegen unter sich auf demselben Radius ebenso wie die übrigen drei Fingerpaare. Die auf dem selben Radius liegenden Finger liegen auch in der gleichen Ebene.
Wenn sich die Welle 56 dreht, kommt der Steuerfinger 291 der Scheibe 288 in Eingriff mit dem obern Fortsatz 251 der Zugstange 250 und in entsprechender Weise kommen die Finger 292 und 293 gegen die Fortsätze 265 und<B>271</B> der Zugstangen 264 und 270 zu liegen. Die Wirkungsweise der Steuerfinger 294 wird weiter unten beschrieben.
Wenn die Welle 56 entsprechend den empfangenen Liniensignalen gedreht wird, gleiten die Steuerfinger über die Zugstangen hinweg und drücken sie nach unten, und wenn die Welle 56 durch Aussendung einer besonderen Impulskombination zur Ausfüh rung einer Schaltung stillgesetzt wird und einen der Steuerfinger über dessen zugeord nete Zugstange einstellt, wird der Schaltfin ger am vordern Ende dieser Zugstange von einem der Zähne 299 des Schaltsternes 161 erfasst, so dass die ausgewählte Zugstange bei der Drehung der Welle 160 durch den mit ihr aus einem Stück bestehenden Schaltstern 161 nach vorn gezogen wird.
Wie oben be schrieben wurde, wird die Drehung der Welle 160 durch Freigabe des Hebels 171 von dem Nocken 176 eingeleitet. Zeilenubstandschaltzorrichtung <I>und</I> Schlittenrüclc <I>f</I> ührvorrichtung. Die Drehung der Druckwalze 53 zum Vorschub des Papierstreifens in die nächste zu bedruckende Zeile erfolgt mittels der von dem Finger 291 gesteuerten Zugstange 250, dem Hebel 247 und dem Lenker 246.
Auf einem fest angebrachten Lagerbolzen 305 (Fig. 2 und 7) ist ein Winkelhebel 302 gelagert, der aus einem Arm 303 und einem zweiten sich in. einem rechten Winkel hierzu erstreckenden Arm 304 besteht. Der Arm 303 steht in Eingriff mit einer Nase 307 der Zugstange 250 (Fig. 4) und der Arm 304 in Eingriff mit einer Aussparung 308 in der Auslösezahnstange 210.
Wie oben beschrie- ben wurde, wird die Auslösestange bei ihrer Bewegung nach links infolge der schrägen Schlitze 212 angehoben, und sie gelangt hier bei unter die seitlichen Fortsätze 201 und 208 der Klinken 199 und 200, wodurch diese Klinken ausser Eingriff mit den Zähnen der verschiebbaren Schaltstange 205 und der festen Stange 206 kommen, wodurch dem Druckschlitten 43 gestattet wird, in seine Ausgangsstellung auf der linken Seite zu rückzukehren.
Der Druckschlitten wird durch eine Feder 809 (Fig. 1 und 9) nach links gezogen, die mit ihrem einen Ende an einem auf der Grundplatte 14 angebrachten Lager bock 311 befestigt ist (Fig. 9). Das freie Ende der Feder ist mit einem Arm 312 ver bunden, der bei 314 an dem Rahmen des Druckschlittens schwenkbar gelagert ist und mit seinem andern Ende mit dem freien Ende eines Armes 315 verbunden ist, der in dem Lagerbock<B>311</B> mittels eines Bolzens und einer Mutter 816 oder mittels anderer geeig neter Mittel schwenkbar gelagert ist. Auf diese Weise wird eine annähernd konstante Kraft zur Bewegung des Druckschlittens nach links aufrechterhalten.
Um die Aus lösestange 210 in der Arbeitsstellung, in die sie durch die Zugstange 250 gebracht worden ist, zu halten, bis der Druckschlitten seine Bewegung nach links vollendet hat, ist eine Verklinkung vorgesehen, die aus einem an dem Rahmenteil 12 gelagerten Winkelhebel 318 besteht (Fig. 7). Der Arm 319 dieser Klinke ist mit einem hakenförmigen Zahn 321 versehen, der den Arm 304 in angeho bener Stellung gegen die Auslösestange 210 hält, bis der an dem Druckschlitten befind liche Stift 822 gegen den Arm 823 der Klinke<B>318</B> stösst und hierdurch den Winkel hebel 302 freigibt und die Auslösestange 210 in ihre Ruhestellung zurückkehren lässt.
Eine Feder 324 dient dazu, den Klinkenhebel 318 in seine Haltelage zu ziehen.
Es sei nun die Betätigung der Zeilen abstandschaltvorrichtung und ,der Druck- schlittenrückführvorrichtung beim Empfange einer für diese Funktion vorgesehenen Im pulskombination beschrieben. Beim Empfang einer die Zeilenabstandschaltung veranlas senden Impulskombination durch den Mag neten 20 wird die Welle 56 infolge Betäti gung der Hebel 91 und 96, die in der oben beschriebenen Weise durch die Rolle 116 auf dem Anker 24 ausgewählt werden, gedreht. Infolge der Drehung der Welle 56 auf dieses Signal hin. wird der Steuerfinger<B>291</B> über die Zugstange 250 eingestellt und diese wird heruntergedrückt, so dass der Schaltfinger 252 an ihrem Ende über einen Vorsprung 299 am Schaltstern 161 greift.
Darauf wird die Welle 160 durch Verschwenkung des Aus lösehebels<B>171</B> zur Drehung freigegeben und der Schaltstern 161 wird im Uhrzeigersinne (Fig. 4 und 6) gedreht.
Die Zugstange 250 wird vorwärts (nach rechts in Fig. 6) gezogen, und der Winkel hebel 302 wird dadurch, dass sein Arm 303 mit der Nase 307 in Eingriff kommt, ver- schwenkt. Bei der Verschwenkung des Win kelhebels 302 verschiebt sein Arm 804 die Auslösestange 210 nach rechts, die dabei in folge der schrägen Schlitze an ihren Enden angehoben wird.
Die Klinken <B>199</B> und 200 werden aus ihren Zähnen in den Zahnstangen 205 und 206 herausgedrückt, worauf der Druckschlitten 43 durch die Feder 309 nach links bewegt wird.
Da die Auslösestange 210 durch Verklinkung des Armes 304 mittels der Klinke 321 angehoben bleibt, führt der Druckschlitten seine Bewegung aus, bis er in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist, wo der Stift 322 die Auslösung des Winkel hebels 302 und die Rückführung der Schalt stange 210 in ihre untere Stellung veranlasst, worauf die Klinken 199 und 200 wieder zur Fortschaltung des Druckschlittens nach rechts bereit stehen.
Ausser der Betätigung der Schlittenrück führung verschwenkt die Zugstange 250 bei ihrer Vorwärtsbewegung durch den Schalt stern<B>161</B> noch den Hebel 247 um seine La gerstelle, wodurch der Lenker 246 nach links und der Hebel 243 entgegen dem Uhrzeiger sinn in Fig. 4 verschwenkt wird. Hierbei steht die Klinke 244 in Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades 242 und infolgedes- sen wird der Papierstreifen 55 um eine Zeile weitergeschaltet.
Die Zeilenabstandschaltvorrichtung kann auch von der Schlittenrückführung getrennt durch eine besondere Zugstange gesteuert werden, so dass die Schlittenrückführung er folgt, wenn hierfür ein besonderes Signal durch den Magneten 20 empfangen wird. Wenn der Schaltstern 161 seine Schaltbewe gung nahezu vollendet hat, das heisst fast ein Drittel einer Umdrehung gemacht hat, gelangt die Zugstange 250 infolge der Dreh bewegung des Schaltsternes automatisch ausser Eingriff mit dem Zahn 299 des Schalt sternes und die Zugstange 250 wird darauf durch ihre Feder 275 in ihre Ruhestellung zurückgeführt.
Umschaltvorrichtung <I>für den Zifferndruck.</I> Wenn, von dem Magneten 20 eine Impuls kombination zur Umschaltung auf den Zif ferndruck empfangen wird, wird durch diese Impulskombination die Welle 56 so einge stellt, dass der Steuerfinger 292 über der Zugstange 264 (Fig. 4, 6 und 15) zu stehen kommt und sie herunterdrückt, so dass sie in den Weg des Schaltsternes 161 gelangt. Wenn die Welle 160 freigegeben und der Schaltstern 161 gedreht wird, wird die Zug stange 264 vorwärts gezogen.
Der Hebel 257 wird entgegen dem Uhrzeigersinne in Fig. 4 verschwenkt, und das nach oben ragende Ende 258 dieses Hebels drückt gegen den Anschlag 259 auf dem Hebel 254, wodurch die Druckwalze 53 gesenkt wird. Beim Sen ken der Druckwalze drücken die Rollen 282 die Fortsätze 278 des Schwenkrahmens für die Druckwalze gegen den Anschlag 286 und halten damit die Druckwalze in ihrer untern zum Zifferndruck bestimmten Stellung fest.
Die Einleitung derZiffernumschaltbewegung ist schematisch in Fig. 15 dargestellt, in der gezeigt ist, wie der Steuerfinger 292 das Ende der Zugstange 264 in Eingriff mit dem Schaltstern 161 drückt. In Fig. 14 ist die Stellung des Druckwalzenrahmens und des Hebels 254 nach ausgeführtem Umschaltvor gang dargestellt. Umschaltung <I>auf</I> Buchstabendruck.
Die dritte Zugstange 270 arbeitet mit dem Steuerfinger 293 (Fig. 4, 6 und 14) in der in Verbindung mit der Zeilenabstand schaltvorrichtung und der Ziffernumschalt- vorrichtung erläuterten Weise zusammen. Wenn die Zugstange 270 durch die Drehung des Schaltsternes 161 vorwärts gezogen wird, wird der Druckwalzenrahmen in die Stellung für den Buchstabendruck zurückgeführt.
Dies wird dadurch bewirkt, dass der lose auf der Welle 22,8 des Druekwalzenrahmens ge lagerte Hebel 268 nach vorwärts in Eingriff mit dem Anschlag 261 auf dem Arm 254 ge zogen wird, bis die Fortsätze 278 durch die Rollen<B>282</B> gegen die Anschläge 284 ge drückt werden. Buchstabendrucksperrung. Es ist klar, dass die Bewegung des Druck schlittens bei Ausführung einer der vorste hend beschriebenen Umschaltbewegungen des Druckers verhindert werden muss.
Bei bestimmten Funktionen soll kein Druck eines Zeichens auf dem Papierstreifen stattfinden, obwohl der Druckschlitten ver- schwenkt wird. Das Typenrad wird dadurch an der Berührung mit dem Papierstreifen gehindert, dass der Finger 188 auf eine weni ger tiefe Einkerbung 192 der Scheibe<B>187</B> trifft. Ferner wird zeitweise eine Bewegung des Druckschlittens durch folgende Vorrich tung verhindert. Auf dem am Rahmenteil 12 befestigten Bolzen 331 ist eine Sperrklinke 329 (Fig. 1, 4 und 7) gelagert, die einen Rahmenteil 330 aufweist. Die Sperrklinke 329 kann mit einer Aussparung 333 in der Schaltstange 205 in Eingriff kommen.
Die von dem Schaltstern 161 angetriebenen Zug stangen sind mit Nockenflächen 334 ver sehen, die mit dem Teil 385 der Klinke 329 in Eingriff kommen und diese hierdurch in Eingriff mit der Aussparung 333 bringen und auf diese Weise die Buchstabenabstand schaltung verhindern. Eine Feder 336 hält die Klinke 329 für gewöhnlich ausser Ein griff mit der Aussparung 333. Steuerung <I>der</I> Signalglocke.
Falls es erwünscht ist, dass der Empfän ger noch Sonderfunktionen, wie Anschlagen einer Glocke oder Betätigung von Schaltein richtungen ausführen soll, wird eine beson dere Anordnung zur Betätigung der Zug stangen angewendet, die eine Steuerstange 338 (Fig. 4, 6 und 13) umfasst, welche mit einem seitlichen Vorsprung 339 versehen ist. Der Vorsprung 339 entspricht in seiner Wir kung den sich nach oben erstreckenden Fort sätzen der bereits beschriebenen Zugstangen und wirkt mit einem der Steuerfinger 294 zusammen. Eine vierte Zugstange 341 ist auf einem Arm 346 angebracht, der fest mit der Welle des Druckschlittens verbunden ist und mit diesem verschwenkt wird.
Die Zugstange 341 wird beim Verschwenken der Welle des Druckschlittens heruntergedrückt, bis ihr Vorsprung mit dem Zahn 299 des Schaltster nes 161 in Eingriff kommt. Sie wird dann vorwärtsgezogen und wieder freigegeben, worauf der Klöppel 347 gegen die Glocke 348 schlägt und Signal gibt. Für dieses Sig nal kann eine Impulskombination verwendet werden, die irgend einem Bustaben des Al phabets entspricht, für den in der Ziffern- Typenreihe des Tyenrades ein freier Raum vorgesehen ist, so dass bei der Verschwenkung des Typenrades in die Druckstellung kein Abdruck auf dem Papierstreifen erfolgt.
Nachdem das Signal gegeben worden ist, kann der Druckwalzenrahmen durch Aus sendung des Signals zur Umschaltung auf den Buchstabendruck wieder in die normale Stellung zurückgebracht werden, worauf der Buchstabendruck weiter vor sich gehen kann. Zugstangenf ührung.
Um sicherzustellen, dass die Zugstangen ?50, 264, 270 und 341 ihre Arbeitsbewegung vollständig ausführen, und um der Welle 56 zu gestatten, sich unmittelbar nach der Aus wahl einer Schaltung zu drehen, sind alle Zugstangen mit Nasen 350 versehen, die sich bei der Verschiebung der Zugstangen gegen die Unterkante einer Leiste 351 legen, wo durch die Zugstangen bis zur Vollendung ihrer Arbeitsbewegung in der untern Stel lung gehalten werden. Unterhalb der Zug stangen ist eine Leiste 352 angebracht, die verhindert, dass die Zugstangen herunterfal len und von dem Schaltstern 161 über ihre Freigabestellung hinaus mitgenommen wer den. Die Leisten 351 und 352 werden von einem Arm 353 getragen, der in geeigneter Weise an dem Rahmenteil 12 befestigt ist.
Jede der Zugstangen ist mit einer Feder 354 versehen, durch die sie in ihrer obern Ruhe stellung ausser Eingriff mit dem Schaltstern 161 gehalten wird.
Aus der obigen Beschreibung der Wähl- und Druckeinrichtung und der Wirkungs weise ihrer verschiedenen Teile dürfte die Betriebsweise des ganzen Apparates klar ge worden sein.
Bei jedem Buchstaben einer von dem mit seinen Spulenenden 25 mit der Tele graphenleitung verbundenen Magneten 20 aufgenommenen Nachricht werden die Ein zelimpulse der diesen Buchstaben kennzeich nenden Impulskombination nacheinander von dem Magneten 20 aufgenommen, und jeder Impuls stellt, falls es ein Stromimpuls ist, einen der Anschlaghebel 91 bis 95 ein, wobei die Antriebswelle für das Typenrad gedreht wird, bis der gewählte Buchstabe in der Druckstellung steht.
Unmittelbar nachdem der fünfte Signalimpuls empfangen worden ist, gleichgültig ob es ein Strom- oder ein Stromlosimpuls ist, veranlasst die sich dre hende Welle 68 des Wählers die Freigabe der Antriebswelle 160 für die Schaltungen, worauf sich diese Welle um eine Drittel umdrehung dreht.
Der mit der Welle<B>160</B> verbundene Schaltstern 161 dreht sich eben falls um ein Drittel einer Umdrehung; wenn jedoch durch die gerade vollständig empfan gene Impulskombination keiner der Schal- tungssteuerfinger an der Scheibe 288 über eine der Schaltungszugstangen eingestellt worden ist, wird keine der Zugstangen be tätigt, sondern. die Drehung der Welle<B>160</B> führt automatisch zwei der Druckerfunktio nen herbei,
nämlich die Weiterschaltung des Druckschlittens um einen Buchstabenabstand und die Verschwenkung des Typenrades gegen den Papierstreifen 55. Die automa tische Weiterschaltung des Druckschlittens um einen Buchstabenabstand wird durch die Bewegung der Abstandsschaltstange 205 her beigeführt, die dieser durch eine der Vertie fungen der mit der Rolle 217 zusammen arbeitenden Scheibe 178 erteilt wird. Die automatische Druckbewegung des Typen rades wird durch eine der Einkerbungen der Scheibe 179 herbeigeführt, die die Ver- schwenkung des Typenrades 38 gestattet.
Durch die Drehung der Welle 160 wird auto matisch die weitere Funktion der Rückfüh rung der Teile des Druckers in die Bereit schaftsstellung zum Empfang der nächsten Impulskombination ausgeübt, indem durch Verschwenkung des Hebels 153 die Anschlag fingerwelle 56 zur Rückkehr in ihre Aus gangsstellung freigegeben wird.
Wenn eine Impulskombination zur Aus führung einer Schaltung empfangen wird, wird der der betreffenden Schaltung entspre chende Steuerfinger über seine zugeordnete Zugstange eingestellt, und die Zugstange wird bei der Drehung der Welle 160, die in derselben Weise wie beim Empfang einer Impulskombination für den Druck eines Zei chens eingeleitet wird, durch den Schaltstern <B>161</B> vorwärts bewegt. Die ausgewählte Zug stange führt die gewünschte Schaltung aus, die Klinke 329 jedoch verhindert automatisch die Weiterschaltung des Druckschlittens.
Falls durch die empfangene Impulskombina tion die Zugstange 250 ausgewählt wird, die darauf den Vorschub des Papierstreifens um einen Zeilenabstand vornimmt, wird automa tisch durch den Winkelhebel 302 die Schlit tenrückführung in die Bereitschaftsstellung zum Druck der nächsten Zeile herbeigeführt.
Es kann jederzeit,. ohne die Nachricht auf dem Papierstreifen 55 zu verstümmeln, ein akustisches Signal empfangen werden, indem die Impulskombination für "Ziffernumschal- tung" und darauf eine Impulskombination für "Signal" gesendet wird, worauf die Zug stange 341 zur Betätigung des Glockensig nals ausgewählt wird. Aus obigem geht hervor, dass bei der be schriebenen Wähleinrichtung die aufeina,n- derfolgenden Impulse einer empfangenen Im pulskombination unmittelbar und fortschrei tend das Typenrad einstellen, so dass das Ty penrad in die Druckstellung gebracht ist, wenn der letzte Impuls aufgenommen ist.
Diese Betriebsweise macht es unnötig, Mittel zur Aufspeicherung der Wählimpulse oder zur Überlappung des Druckvorganges mit dem nächsten Wählvorgang vorzusehen.
Fig. 17 zeigt eine Anordnung, bei der die Federn, die die Zugstangen ausser Eingriff mit dem Schaltstern ziehen, wegfallen kön nen. Die Zugstangen, von denen die Zug stange 250a dargestellt ist, sind mit einer Zunge 252a versehen, deren schräge Fläche 400 in Eingriff mit dem Zahn 299 des Schaltsternes 161 kommen kann. In Fig. 17 sind die Zugstangen in ihrer Ruhestellung dargestellt, in der sie alle in Berührung mit dem Schaltstern 161 sind.
Wenn einer der Steuerfinger, beispielsweise .der Finger 291a über den nach oben ragenden Fortsatz 251a der zu betätigenden Zugstange eingestellt wird, wird durch diesen Finger die Zug- stauge daran gehindert, nach oben auszuwei chen, wenn bei der Drehung des Schaltster nes 161 dessen Zahn 299 mit der schrägen Fläche 400 in Eingriff kommt, so dass die Zugstange durch den Schaltstern bei dessen Drehung mitgenommen wird.
Bei der Vor wärtsbewegung der Zugstange gelangt die auf ihr angebrachte Nockenfläche 350a unter die Leiste 351a, wodurch der Finger 252a in Eingriff mit dem Zahn 299 gehalten wird, bis die Zugstange ihre Bewegung vollendet hat und von dem Schaltstern freigegeben wird.
Die übrigen Zugstangen, die nicht be tätigt sind, wenn der Schaltstern 161 zur Drehung freigegeben wird, werden durch die schrägen Flächen 400 nach oben gedrückt und nicht von dem Zahn 299 des Schaltster nes mitgenommen. Wenn ein zu druckendes Zeichen gewählt wird, werden bei der Dre hung der Welle 160 alle Zugstangen nach oben gedrückt. Ein wichtiges Merkmal der eben beschrie benen Abänderung besteht darin, dass die Finger auf der Scheibe bei deren Drehung während der Auswahl eines Buchstabens nicht in Berührung mit den nach oben ragen den Fortsätzen der Zugstangen kommen, da die Zugstangen ausserhalb des Weges der sich drehenden Finger stehen.