Überlagerungsempfänger. Die Erfindung bezieht sich auf Über lagerungsempfänger mit einer Zwischen frequenz von mindestens 1700 Kilohertz.
Die Anordnung kann so getroffen sein, dass durch einen zweiten Überlagerer eine niedrigere zweite Zwischenfrequenz entsteht; in solchen Fällen kann die erste Zwischen frequenz auf etwa 3000 Kilohertz oder noch höher festgelegt werden.
Solche Überlagerungsempfänger müssen meistens für einen grossen Empfangsbereich eingerichtet werden; mit der bekannten, einem grossen Bereich angepassten halb- aperiodischen Eingangsschaltung haben sich in der Praxis Störungen ergeben. Dieselben äussern sich in unerwünschten Kombinations schwingungen, welche besonders in der Nähe von Grosssendern. den Empfang störend be einflussen.
Zur Beseitigung dieser Mängel wird er findungsgemäss die Eingangsschaltung so ausgeführt, dass nur ein schmaleres Frequenz band gleichzeitig bevorzugt durchgelassen wird. Gegenstand der Erfindung ist daher eine solche Ausgestaltung von Überlagerungs- empfängern, dass neben einer stetig veränder lichen, einem grossen Empfangsbereich ent sprechenden Oszillatorabstimmung eine Ein gangsschaltung des Empfängers vorhanden ist, die aus fest abgeglichenen Elementen be steht, die mit fortschreitender Oszillatorab- stimmung zwangläufig umgeschaltet werden.
Das Abstimmelement des Oszillators (z. B. Drehkondensator oder Induktanzvario- meter) braucht nur einen prozentual schmalen Frequenzbereich zu bestreichen, um einem oder mehreren grossen Empfangsbereichen zu entsprechen. Z. B. 4500 bis 3150 Kilohertz Oszillatorbereich für einen Empfangsbereich von<B>1500</B> bis 150 Kilohertz bei einer Zwi schenfrequenz von<B>3000</B> Kilohertz.
Um das ganze zu empfangende Band zu bestreichen, wird zweckmässig die aus fest abgestimmten Elementen bestehende Spulen anordnung des Empfängereingangskreises in Abhängigkeit von der Oszillatorabstimmung zwangsläufig mehrmals umgeschaltet. Eine besonders zweckmässige Ausführungsform dieser Schaltung ist die Unterteilung grösse rer Bereiche, wie z.
B. 150 bis 1500 Kilohertz in drei oder mehr Anpassungsstufen, die der Reihe nach zwangsläufig eingeschaltet wer den, während die Abstimmung des Oszilla- tors in einem Abstimmgang denjenigen Fre quenzbereich kontinuierlich bestreicht, wel cher dem obigen Empfangsbereich entspricht.
Die Fig. 1 zeigt ein prinzipielles Anord nungsbeispiel. Es bedeuten: Vi die Misch- und Oszillatorröhre mit dem schematisch dar gestellten Eingangssystem (Eingangsspulen schaltung) und dem Festkondensator C5. Das Oszillatorsystem weist die Spulen La und L3 und den Abstimmkondensator Ci, die nicht gezeichneten Elektroden der Röhre Vi oder einer -besonderen Röhre zugeordnet sein kön nen.
Dem variablen Abstimmelement sind die Kurvenscheiben Ki und K2 zugeordnet, durch welche die Schalter .Si und 82 betätigt werden.
Die Elemente C2, L5, L6, <I>Ca</I> und die Röhre V2 gehören zum Zwischenfrequenz system, während L8, L7, C4 dem in manchen Fällen vorhandenen zweiten Überlagerer an gehören.
Bei der Betätigung des Abstimmelernentes Ci werden nacheinander die Schalter .8i und 82 in Funktion gesetzt, was durch entspre chend ausgebildete Kurvenscheiben hi und K2 erreicht werden kann. Es wird beispiels weise zunächst eine Parallelspule L2 ab geschaltet, dann im Verlauf der Abstimmung eine Kapazität C5 zugeschaltet, wodurch die Eigenwelle des Systems Li stufenweise einer längeren Welle angepasst wird.
Die Eingangsspulenschaltung kann als mehrkreisiges Bandfilter ausgebildet werden, welches zwangsläufig stufenweise umgeschal tet wird. Zu dieser Umschaltung können auch Spulen mit entsprechenden Abgriffen oder abgestufte Kapazitäten verwendet wer den.
Die Anordnung kann so getroffen wer den, dass die Durchlassbreite etwa 30 bis 50 Bandbreiten zu je 9 Kilohertz beträgt und die Empfindlichkeit ausreichend gleichmässig verläuft.
Somit gelangt nur eine beschränkte An zahl von Empfangsfrequenzen gleichzeitig zur Mischröhre, wobei die Zwischenfrequenz nunmehr so gewählt werden kann, dass die Frequenzen der stärkeren Sender bei den verschiedenen möglichen Summen- und Dif ferenzkombinationen der Zwischenfrequenz nicht zu nahe kommen. In Anbetracht der nicht sehr breiten, umschaltbaren Bereiche, in welche das Eingangsspulensystem unter teilt wird, kann die Dämpfung relativ klein gehalten werden, so dass bei entsprechender Antennenkopplung eine erhöhte Eingangs spannung mit einfachen Mitteln zu erreichen ist.
Bei solchen Empfängern, welche neben den Rundfunk- und Langwellenbereichen noch andere, z. B. Kurzwellenbereiche, auf weisen, kann die Einrichtung so getroffen werden, dass sämtliche Bereiche vom Ab stimmelement des Oszillators der Reihe nach bestrichen werden. Das Eingangsspulen system wird in diesem Falle ausser andern auch solche Elemente aufweisen, welche einem oder mehreren Kurzwellenbereichen entsprechen.
Bei besonders hohen Ansprüchen an den Kurzwellenteil können die Kurz wellenkreise in üblicher Weise kontinuier lich abgestimmt werden und mit der Oszilla- torabstimmung in Gleichlauf gebracht wer den, so dass lediglich im Hauptbereich von 150 bis 1500 Kilohertz mit dem umschalt baren Eingangsspulensystem gearbeitet wird.
Neben der kontinuierlichen Oszillatorab- stimmung kann man auch die Einstellung einer beliebigen Anzahl von Stationen durch Druckschalter oder dergleichen vorsehen, wo bei feste Kapazitäten mit einstellbaren Trimmerkondensatoren im Oszillatorkreis verwendet werden können.
Empfänger der erwähnten Art, bei wel chen lediglich im Oszillatorkreis ein konti nuierlich veränderliches Abstimmelement liegt, lassen sich leicht so einrichten, dass die Abstimmung und Regelung des Emp fängers nach dem Fernsteuerprinzip erfolgt. Zu diesem Zwecke können die zur Eingangs mischslufe gehörigen Elemente, wie Ein gangsspulensystem, Oszillatorabstimmelement mit Skala, Mischröhre und erster Zwischen frequenzkreis baulich in einem besonderen Fernsteuerungsteil angeordnet werden. Die Verbindungsleitung zum Empfänger über trägt in diesem Falle Zwischenfrequenz und die Arbeitsspannungen.
Im Gegensatz zu andern Systemen ent hält bei der beschriebenen Anordnung das Fernsteuerungsteil keine sperrigen oder emp findlichen Teile, wie Mehrfachdrehkonden satoren, verlustarme Spulensätze und über mehrere Stufen durchgehende Wellenschalter.
Die Regelung der Lautstärke bei Emp fängern mit Fernsteuerung und mit automa tischem Empfindlichkeitsausgleich kann im Zwischenfrequenzteil erfolgen.
In Fig. 2 ist in schematischer Darstel lung die der Gleichrichtung vorausgehende letzte Zwischenfrequenzstufe und die Gleich richterschaltung aufgezeichnet. V-i ist die letzte Zwischenfrequenzverstärkerröhre, Ci und Li sind die Elemente des Ausgangs kreises von Vi, L2 und C2 sind die Elemente des an die Anode Al der Gleichrichterröhre I'2 angeschlossenen Eingangskreises der Gleichrichterschaltung.
Vom Kreis Ci, Li, welcher auch als Band filter ausgeführt sein kann, wird in üblicher Weise über den Kondensator Cr, der Gleich richteranode A2 zwischenfrequente Spannung für den selbsttätigen Lautstärkeausgleich zu geführt. Von der Anode A2 wird die Aus gleichspannung weitergeführt, während von der Anode<B>Al</B> die Niederfrequenz zum Nie derfrequenzverstärker geleitet wird.
Durch das zwischenfrequente Übertra gungssystem L3 bis L6 und den veränder lichen Widerstand R kann die zwischen- frequente Spannung am Sprechgleichrichter und somit auch die Lautstärke des Emp fängers in beliebigem Masse geregelt werden, ohne die Spannungsverhältnisse am Laut stärkeausgleich zu beeinflussen.
Der Regelwiderstand R kann sich im Fernsteuerungsteil befinden und die Verbin- dungsleitung in bekannter Weise abgeschirmt werden. Mit dem zusätzlichen Kopplungs kondensator C3 und dem Serienwiderstand Ri lässt sich der Mindestwert der Lautstärke einregulieren, wobei die Anordnung so ge troffen werden kann, dass die kapazitive Kopplung der induktiven entgegenwirkt. Durch diese Kompensation ist es möglich, auch bei längeren Verbindungsleitungen eine ausreichende Regelung der Lautstärke zu er halten.
Die Spulen L3 und L4 sind Serieninduk- tanzen, die mit den greisen Ci, Li und C2, L2 nicht induktiv gekoppelt sind; sie können durch Widerstände ersetzt werden. Die Dämpfung des Systems kann in Abhängig keit von der Regelung veränderlich sein, falls eine Bandbreitenregelung mit dieser Anord nung nicht beabsichtigt ist.