Lichtr eklameeinrichtnng. Es ist bekannt, aus einem gepressten metallenen Schildkörper eine oder mehrere Zeilenaussparungen herauszustanzen, in -elche dann Buchstaben oder andere Zeichen zur Sichtbarmachung eines Textes oder Bil des, oder eine Kombination von solchen ein besetzt weiden können.
Es ist ferner bekannt, Schilder mit licht reflektierenden Flächen für Reklamezwecke aus Glasplatten mit konkaven oder konvexen Einbuchtungen mit einem Spiegelbelag auf der Rückseite herzustellen, um besondere optische Effekte zu erzielen. Die Glasplatte kann auch auf der der Rückseite des Schil des zugekehrten Seite in ein und derselben Richtung verlaufende Rippen aufweisen, auf welche ein stark glänzendes, biegsames Metallblatt so aufgepresst ist, dass es clie Form der Rippen annimmt.
Das Metallblatt wird dann um<B>90'</B> gedreht gegen die gerippte Seite der Glasplatte gelegt und an dieser befestigt, was zur Folge hat, dass sich die Rippen der Glasplatte und des Metallblattes kreuzen und es erscheint die Spiegelung so, wie wenn eine mit gewölbten Vertiefungen versehene Glasplatte mit Spiegelbelag ver sehen wäre.
Zur Erzeugung vibrierender Lichteffekte sind ausserdem Apparate gebaut worden mit einer durchsichtigen Scheibe, an welcher Mittel zum Brechen des eindringenden Lich tes angeordnet sind. Hinter dieser Scheibe ist ein beweglicher Reflektor vorgesehen, der seinerseits das auffallende Licht in ver schiedenen, ständig wechselnden Winkeln zurückwirft, wodurch als optische Wirkung ein ständiges Vibrieren des Lichtes erzielt wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Lichtreklameeinrichtung mit mindestens einer mit Reklamezeichen versehenen, in einem Gehäuse angeordneten Glasplatte, welche sich von bekannten Ausführungen dadurch unterscheidet, dass diese Glasplatte mit mindestens einem Belag aus mehrfar bigem, lichtdurchlässigem Material in Ver bindung gebracht ist. Auf der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorderansicht eines Teils des ersten, Ausführungsbeispiels und Fig. 2 einen Schnitt nach .der Linie A-B in Fig. 1;
Fig. 3 und 4 veranschaulichen die Vor deransicht bezw. eine Draufsicht auf einen Teil der zweiten Ausführungsform, während in Fig. 5 und 6 eine Vorderansicht bezw. eine Draufsicht auf einen Teil des dritten Ausführungsbeispiels zur Darstellung ge langt ist;
Fig. ! und 8 lassen eine Ansicht bezw. eine Draufsicht auf einen Teil einer vierten Ausführungsform erkennen; Fig. 9 bis 11 Einzelteile derselben in grösserem Massstabe, und zwar in einer Vor- der-, Drauf- und Seitenansicht, und Fig. 12 eine Vorderansicht auf die Ab deckung .der in Fig. 7 und 8 gezeigten Teile.
Die Reklameeinrichtung gemäss Fig. 1 und 2 besteht aus einer farblosen oder far bigen Glasplatte 1, in welche auf der einen Seite die Reklamezeichen in der Form von Buchstaben oder Figuren eingeätzt sind. Auf der der Schrift abgekehrten Seite sind drei an sich verschiedenfarbige Glasstreifen 2, 3 und 4 nebeneinander auf die Glasplatte 1 aufgelegt und mit der letzteren mittels eines farblosen, lichtdurchlässigen Kittes in Ver bindung gebracht.
Als Kitt kann beispiels weise eine .Mischung aus Wasserglas und Glasstaub Verwendung finden, mit welcher die Ränder der Glasstreifen 2, 3 und 4 be strichen werden. Die Glasstreifen können auch auf der die Reklamezeichen tragenden Seite der Glasplatte 1 festgemacht sein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist eine farblose oder farbige Glas platte 1 mit eingeätzten Reklamezeichen auf der einen Seite mit einer Glasplatte 5 zwecks Verstärkung verbunden, die ihrerseits als Träger für einen Glasbelag 6 dient, der aus verschiedenfarbigen Streifen zusammenge setzt ist. Die Ausführung nach Fig. 5 und 6 unter scheidet sich von derjenigen nach Fig. 3 und 4 dadurch, dass der Glasbelag 6 auf der Rückseite der Glasplatte 5, abgesehen von der Dicke, sowie .der Anordnung und Aus bildung der einzelnen Streifen, die gleichen Abmessungen wie die letztere und die Platte 1 aufweist.
An Stelle der farbigen Glasstreifen 2, 3 und 4 (Fix. 1 und 2) bezw. des Glasbelages 6 (Fix. 3 bis 6) kann ein Belag Verwendung finden, der aus andern durchscheinenden, ver schieden gefärbten Materialien wie Zelluloid etc., oder aus lichtdurchlässigen, farbig be druckten Textilstoffen, Papier oder derglei chen besteht und dessen Einzelteile auch an dere als die gezeichneten Formen. haben kön nen. Die hinter den die Reklamezeichen tra genden Platten angeordneten Scheiben 5 können auch aus farbigem Glas bestehen.
Die ]Reklamezeichen können auf der dem Beschauer abgekehrten Seite der Glasplatte auch mit Farbe aufgebracht sein oder es kann die Rückseite der Platte mit Farbe be legt sein, aus welcher die Reklamezeichen ausgenommen sind. Werden hingegen ein geätzte Reklamezeichen gebraucht, so können diese selbst mit einer oder mehreren Farben ausgelegt sein. An Stelle ,der eingeätzten Reklamezeichen kann auch der Grund, auf welchem sich .diese befinden, weggeätzt und ausserdem mit Farbe ausgelegt sein.
Zur Verwendung ist auch eine farblose oder farbige Glasplatte mit eingeätzten oder erhabenen oder aufgemalten Reklamezeichen geeignet, unter welcher sich eine weitere Glasplatte mit aufgeklebten, durchscheinen den Materialien wie bedruckten Textilstof fen, Papier etc. befindet, die durch eine dritte, mit farbigen Zelluloidplatten verse hene Platte aus farblosem oder farbigem oder geprägtem Glas hinterlegt ist.
Durch diese Ausführungs- und Kombina tionsmöglichkeiten lassen sich die mannig faltigsten Reklameeffekte erzielen, die leicht dem zu verkaufenden Objekt bezw. der Ware angepasst werden können. Je nach dem Verwendungszweck der Lichtreklameeinrichtung,Montage im Freien, Schaufenstern oder in Innenräumen, erhalten die beschriebenen Plattenkombinationen einen Rahmen oder ein Gehäuse aus Metall, Holz oder einem andern geeigneten Werkstoffe.
Die Sichtbarmachung der Reklamezeichen erfolgt in einem nicht gezeichneten Gehäuse aus Metall, Holz etc., das zweckmässig der art ausgebildet ist, dass die im Gehäuse unter gebrachte Lichtquelle von aussen nicht sicht bar ist, sondern das ausgestrahlte Licht mit tels geeigneter Reflektoren durch die Glas platten hin.durchschickt. In diesem Gehäuse werden die mit den Reklamezeichen versehe- nen Glasplatten -denn es können auch deren mehrere sein - so angeordnet, dass sie leicht herausnehm- und auswechselbar sind, auch einzeln,
wenn mehrere solcher PlaItenkom- binationen in einem Gehäuse untergebracht sind. Vorgesehen sind ferner bekannte Ein richtungen, um die Plattenkombinationen in ihren Führungen festzuklemmen und sie da durch, insbesondere bei Montage der Gehäuse im Freien, vor Beschädigungen durch Wind stösse zu sichern.
Zur kontinuierlichen Veränderung der optischen Wirkung der Reklamezeichen wäh rend deren Sichtbarmachung kann im Ge häuse eine Einrichtung gemäss Fig. 7 und 8 untergebracht sein, die zwei vertikal in be kannter Weise gelagerte Wellen 7 und 8 auf weist, von denen die letztere mittels eines Elektromotors 9 (Fig. 12) über ein Getriebe 10 in Umdrehung versetzt wird. Jede Welle ist mit einer obern und untern Scheibe 11 von achteckiger Form ausgestattet. Um die Scheiben 11 der beiden Wellen 7 und 8 ist ein endloses Filter gelegt, das aus einzelnen Gliedern gemäss Fig. 9 bis 11 aufgebaut ist,
die als Träger für Platten aus farbigem Glas ausgebildet sind.
Jedes Einzelglied ist aus einem im Quer schnitt U-förmig gebogenen (Fig. 11) Blech streifen 1\? gebildet, dessen beide Längsseiten bis auf einen schmalen Streifen nach vorn winkelförmig umgebogen sind (Fig. 9 und 10), die, mit 13 bezeichnet, als Führung für eine farbige Glasplatte 14 dienen, hinter wel cher im Blechstreifen 12 ein Fenster 15, in seiner Breite etwas schmäler als die Glas platte, ausgenommen ist, so dass die letztere nicht herausfallen kann. Unterhalb des Fen sters 15 ist ein Anschlag 16 als Auflage für die Glasplatte 14 vorgesehen.
Diese Einzel glieder sind an den seitlich über die U-för- migen Führungen 13 hinausragenden Enden bei 7.7 gelenkig miteinander verbunden. Jedes zweite Glied besitzt demnach eine um die doppelte Blechdicke kleinere Länge als die beiden anschliessenden Glieder, während die Breite jedes Gliedes zwischen zwei Gelenk stellen 17 einem Achtel des Umfanges einer Scheibe 11 entspricht. Die Länge der kürze ren Glieder ist derart gewählt, dass sie mit ihren nach rückwärts gebogenen Enden 12'a auf .den Scheiben 11 der beiden Wellen 7 und 8 aufliegen.
Zwischen den beiden Wellen 7 und 8 ist eine von aussen: unsichtbare Leuchtröhre 18 eingesetzt und hinter ihr ein Reflektor 19, der das ausgestrahlte Licht nach dem Durch gang durch die Glasscheiben 14 durch den mit den Reklamezeichen versehenen Teil der Plattenkombination (Fig. 12) hindurch re flektiert. Als Plattenkombination kann eine solche nach Fig. 1 bis 6 gewählt sein.
Die Glasplatte 14 des laufenden Filters sind leicht auswechselbar und zweckmässig verschiedenfarbig gehalten, so dass die Far benwirkung der Reklame dauernd ändert und auch von Zeit zu Zeit nach Belieben die Reihenfolge der Farben geändert werden kann.
Als Antriebsvorrichtung kann auch ein an sich bekanntes, von Hand in grösseren oder kleineren Abständen aufziehbares Federwerk oder ein anderes, elektrisch betätigtes An triebswerk eingebaut sein.
An Stelle der Leuchtröhre 18 können auch mehrere nebeneinanderliegende Einzel lampen vorgesehen sein. Es können auch im Gehäuse zwei parallele Lampenreihen und zwei Reflektoren eingebaut sein, damit die beiden Längsseiten des nicht gezeichneten Gehäuses mit durchleuchteten Reklamezei chen ausgestattet werden können.
Durch Verwendung farbiger Gläser hin ter den mit den Reklamezeichen versehenen Glasscheiben, eingebaut in wasserdicht aus gebildete Gehäuse, ist es möglich, vielfarbige Reklamen auch im Freien sichtbar zu machen, ohne dass die Farbenwirkung durch Einwirkung der Sonnenstrahlen oder des Regens in kürzerer oder längerer Zeit eine Veränderung erfährt.