CH190030A - Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Eindampfen von Flüssigkeiten. Durch das Hauptpatent ist ein Verfahren zum ununterbrochenen Eindampfen von Flis- sigkeiten, zum Beispiel schlammabsetzenden Flüssigkeiten, wie Rohphosphorsäure, bei dem eine rotierende Trommel mit direkter Innenheizung verwendet wird, deren innerer Durchmesser an der Eintrittsseite der Heiz- mittel am grössten ist,
und eine zur Durch- führung des Verfahrens -dienende Vorrich- tung geschützt.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I des Hauptpatentes und der zur Durchführung desselben dienenden Vor richtung gemäss Patentanspruch II ,des Hauptpatentes. Sie hat den Zweck, die Ab messungen der Trommel wesentlich zu ver ringern.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, @dass eine Trommel verwendet wird, deren Innenraum mit nicht in den Verbren nungsraum reichenden flächenvergrössernden Einbauten versehen ist. Hierdurch wird die von der Flüssigkeit benetzte und von den Heizflammen oder Heizgasen bespülte Fläche ganz erheblich vergrössert,
so dass die Ein- dampfung bei sonst ,gleichen Verhältnissen wesentlich rascher vor sich geht, weil die einzudampfende Flüssigkeit sich durch den Umlauf des Rohres als mehr oder weniger dünner Film über die gesamte,
iin Innern vorhandene Oberfläche ausbreitet.
Als besonders einfach und doch in hözh- stem Masse wirkungsvoll hat sich beispiels weise ein im Querschnitt kreuzförmiger Ein bau von zwei Blechen erwiesen. Die Bleche können zum Beispiel für das Eindampfen von Rohphosphorsäure verbleit -oder durch andere ,geeignete Überzüge metallischer,
kera mischer oder sonstiger Art gegen Korrosion geschützt sein.
Die rotierende Trommel mit Innen heizung kann verschiedene Formen aufwe'i- sen. \So kann zum Beispiel eine Trommel verwendet werden, welche aus einem engeren zylindrischen Teil und einem:
mit diesem ver bundenen Teil von grösserem Durchmesser, der den Verbrennungsraum bildet, besteht. Eine erweiterte Zone an der Eintrittsseite der Heizmittel kann auch durch komische Ausbildung der Trommel erhalten werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform kann .die Trommel aus zwei gesondert angetrie benen Teilen bestehen, nämlich einem wei teren (Verbrennungsraum) und einem enge ren zylindrischen Teil (Verdampferteil), der in den weiteren Teil einmündet. Bei all die sen und ähnlichen Ausführungsformen der rotierenden Trommel kommen die flächen vergrössernden Einbauten .gemäss vorliegender Erfindung zur Anwendung.
Diese Einbauten können sich über die ganze Länge des zusammen mit dem -den Verbrennungsraum bildenden Trommelteil die Trommel bildenden Trommelteils oder über einen Teil dieses Trommelteils er strecken. Je nach den Arbeitsbedingungen kann es aber zweckmässig sein, Einbauten nur in einem Teil des genannten Trommel teils vorzusehen.
Bei Verwendung konisch gestalteter Trom meln erstrecken sich die Einbauten vorzugs weise vom engeren Ende der Trommel aus bis auf etwa % bis 3./4 der Trommellänge.
Der Einbau von Hubschaufeln und der gleichen ist zwar bei Trommeltrocknern für festes Gut bekannt. Der Zweck solcher Ein richtungen besteht dabei darin, die Fallhöhe des zu trocknenden Gutas zu vermindern, um auf diese Weise die Staubbelästigung, sowie die Zerkleinerung :des Trockengutes durch Abrieb so gering als möglich zu halten.
Dem gegenüber bringt die Verwendung von Ver dampfern mit Einbauten bei dem erfindungs gemässen Verfahren die neue Wirkung mit sich, dass die wirksame Verdampfungsober- flä,ehe wesentlich vergrössert wird. Hierdurch wird nicht nur das Eindampfen beschleunigt, sondern gleichzeitig eine Verringerung -der Rohrlänge entsprechend er Vergrösserung der Heizfläche ermöglicht.
Dieser Fortschritt ist überraschend, weil bei der Verwendung solcher Einbauten mit Störungen und Unzuträglichkeiten in ver schiedener Hinsicht gerechnet werden musste. 7junächst wäre zu erwarten gewesen, dass der artige Einbauten unter den Arbeitsbedingun gen chemisch angegriffen und auch defor miert wenden. Vor allem war aber mit Inkru- stierungen der Einbauten zu rechnen.
Eine Inkrustierung der Einbauten, die zu iStö- rungen des Trockenprozesses führen könnte, tritt aber wieder Erwarten nicht auf.
Auf- fallenderweiee werden die Einbauten auch trotz der hohen -#Terdampfungstemperatur praktisch nicht angegriffen, da infolge der dauernden Berieselung mit .der Flüssigkeit die Temperatur der Einbauten selbst ver hältnismässig niedrig gehalten und eine direkte Einwirkung der Heizgase auf die Einbauten vermieden wird. In diesem Punkt unterscheidet sieh ,die erfindungsgemässe Vor richtung besonders vorteilhaft von zum Ver dampfen, Rösten usw.
vorgeschlaggenen Dreh trommeln, bei welchen im Trommelmantel und in im Innern der Trommel angeordneten Querwänden Heizrohre angeordnet sind, durch die die Heizung bewirkt,
also die Wärme dem Behandlungsgut durch .die Wan dungen bezw. Querwände der Trommel zu geführt wird. Abgesehen von der hierdurch geradezu begünstigten chemischen Einwir kung der einzudampfenden Flüssigkeit auf die hocherhitzten Bleche ergibt sich beim Arbeiten mit solchen Vorrichtungen im Ver gleich zur erfindungsgemässen Vorrichtung infolge des Leidenfrostschen Phänomens auch eine ungünstige @Värmeausnutzun.g.
Nachstehend wird anhand der Zeichnung eine beispielsweise Ausführungsform der mit Einbauten versehenen rotierenden Trommel gemäss Erfindung und die Verwendung die ser Trommel zum Eindampfen schlamm- haltiger Rohphosphorsäure beschrieben.
Die Trommel besteht, wie aus der Zeich nung ersichtlich ist, aus dem den Verb@ren- nungsraum bildenden Teil a, in welchem die durch den Brenner c erzeugte Flamme sieh befindet, und dem zylindrischen Teil d. Die zu verdampfende Flüssigkeit wird bei Gegenstromverdampfung am entgegengesetz- ten Ende der Trommel durch den Stutzen E dem zylindrischen Teil d zugeführt. Es könnte auch Gleichstromverdampfung da sein.
In den zylindrischen Teil d sind ober flächenvergrössernde Einbauten k vorhanden, die im Querschnitt Kreuzform aufweisen, wie aus :den Abbildungen 2a, 2b ersichtlich ist. Die Flüssigkeit benetzt während der Drehung der Trommel dauernd die Ober fläche. Die Abgase treten aus der Trommel in den Abzug f, aus welchem gegebenenfalls entstandenes Kondensat durch den Boden stutzen g abgezogen werden kann.
Die kon zentrierte Flüssigkeit läuft über den Aus lauf jz des Verbrennungsraumes in den dar unter befindlichen Vorratsbehälter i.
Die bei einer praktischen Durchführung des Verfahrens gemäss Erfindung verwendete rotierende Trommel hatte beispielsweise fol gende Abmessungen:
EMI0003.0023
Gesamtlänge <SEP> der <SEP> Trommel <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 470 <SEP> cm
<tb> Länge <SEP> des <SEP> zylindrischen <SEP> Teils <SEP> des
<tb> Verbrennungsraumes <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 50 <SEP> "
<tb> Durchmesser <SEP> .des <SEP> Verbrennungsrau mes <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 70 <SEP> "
<tb> Länge <SEP> des <SEP> konischen <SEP> Überganges
<tb> zum <SEP> engen <SEP> Teil <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .
<SEP> 50 <SEP> "
<tb> Länge <SEP> des <SEP> engen <SEP> Teils <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 370 <SEP> "
<tb> Durchmesser <SEP> des <SEP> engen <SEP> Teils <SEP> . <SEP> . <SEP> 30 <SEP> "
<tb> Länge <SEP> der <SEP> im <SEP> Querschnitt <SEP> kreuz förmigen <SEP> Einbauten <SEP> (beginnend
<tb> an <SEP> der <SEP> Eintrittsstelle <SEP> der <SEP> Flüs sigkeit <SEP> im <SEP> engen <SEP> Teil) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 310 <SEP> " Als Heizmittel diente 01 (9600 WE). Die Temperatur,der Flamme betrug<B>1200'C,</B> die der Abgase 140'C.
Die DrehgeschwindIg- keit betrug 7i/@ Umdrehungen in der Minute. Dem Rohr wurde eine stark schlammhaltige Rohphosphorsäure von 25'C B6 zugeführt. Die Konzentration der ablaufenden Phosphor säure betrug <B>50'B6,</B> die stündlich verdampfte Wassermenge 80 bis 100 Liter (Verdamp- fungszahl etwa 13).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum ununterbrochenen Ein dampfen von Flüssigkeiten nach dem Patent- anspruch I des Hauptpatentes, dadurch ge- kennzeichnet, dass eine Trommel verwendet wird, deren Innenraum mit nicht in den Verbrennungsraum reichenden, flächenver grössernden Einbauten versehen ist. UNTERANSPRUCH:1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, .dass eine Trommel verwendet wirrt, deren flächenvergrössernde Einbauten kreuzförmigen Querschnitt auf weisen.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung nach dem Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I hiervor, da durch gekennzeichnet, dass der Innenraum der Trommel mit nicht in,den Verbrennungs- raum reichenden, flächenvergrössernden Ein bauten versehen ist. UNTERANSPRüCHE 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei ,der die Trommel zwei ungleich weite Teile aufweist, dadurch gekennzeiehnet, dass die flächenvergrössernden Einbauten sich ganz .durch den engeren Teil der rotierenden Trommel erstrecken.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, bei der die Trommel zwei ungleich weite Teile aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenvergrössernden Einbauten sieh teilweise durch den engeren Teil der Trommel erstrecken.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- @durch gekennzeichnet, dass die flächen vergrössernden Einbauten kreuzförmigen Querschnitt aufweisen. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- ,durch gekennzeichnet, dass die rotierende Trommel konisch ausgebildet ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet., dass die flächenvergrössernden Einbauten ---s2ch vom engeren Trommelende an über etwa 2/3 der 'Trommel erstrecken.
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