CH190165A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung selbsttätig klebender Briefumschläge. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung selbsttätig klebender Briefumschläge.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung selbsttätig klebender Briefumschläge. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung selbsttätig klebender Briefumschläge durch Auftragen von Kaut schuklösung auf Briefumschläge und Trock nen der aufgetragenen Kautschuklösung.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren werden die Briefumschläge unter Verwen dung einer Führungswalze mit Greifer einem auf einer Walze angeordneten Auftrage klischee zugeführt, welches von einer die Kautschuklösung tragenden Walze die Kaut schuklösung ableckt und auf die Briefum schlagklappe bezw. den Briefumschlag zu nächst nicht ganz bis an den Rand und als dann durch Verreiben der aufgetragenen Kautschuklösung bis an den Rand überträgt, und dass dann der Briefumschlag von einer weiteren Walze mit Greifvorrichtung weiter geführt wird, um dann von einem endlosen Band aufgenommen und einer Trockenvor richtung zugeführt zu werden.
Durch dieses Verfahren kann in einfacher Weise das Auftragen einer und ein schnelles Trocknen derselben ohne Anwendung von Trockenheizkammern er möglicht werden.
Eine zur Durchführung des erfindungs- g eini iissen Verfahrens geeignete Vorrichtung weist ein Auftragklischee, eine Walze mit Greifvorrichtung, ein endloses Band und eine Trockenvorrichtung auf.
In der Zeichnung ist eine zur Durchfüh rung des Verfahrens gemäss der Erfindung geeignete Vorrichtung in einer beispiels weisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung mit angesetzter senkrecht arbeitender Trockenvor richtung, Fig. 2 eine Trockenvorrichtung in wag rechter Kreisform im Schnitt, Fig. 3 einen teilweisen Radialschnitt der Trockenvorrichtung nach Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht von Briefumschlag- Auffang=Greifern der Trockenvorrichtung nach Fig. 1 mit durchlaufendem endlosem Band, Fig. ö eine Teilansicht mehrerer Greifer nach Fig. 1 und 5, Fig. 7 einen Briefumschlag mit aufge tragener Kautschuklösung, Fig. 8 einen Querschnitt nach der Linie A-B des Briefumschlages nach Fig. 7 mit verstärkter Darstellung der aufgetragenen Kautschuklösung, Fig. 9 eine Walze mit einer Erhöhung, Fig. 10 die Walze nach Fig. 9 in Abwick lung, und Fig. 11 die Lage des Briefumschlages bei dessen Einführung in die Vorrichtung nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist a der Briefumschlagstapel, bei dem die Briefumschlagklappen nach oben liegen (Fig. 11). b ist ein Sauggreifer, der in Ansaugstellung dargestellt ist. Die gestri chelte Ausführung stellt die Stellung des Sauggreifers bei Abgabe des Briefumschlages an das endlose Band c dar. Dieser Sauggrei fer b zieht die Briefumschläge einzeln vom Stapel a weg und führt dieselben soweit seit lich, dass die Briefumschläge zwischen die Walze n und das endlose Band c zu liegen kommen. Die Briefumschläge werden dann durch den Druck der Walze n erfasst und durch das endlose Band c weitergeführt. e ist ein messerartig ausgebildeter senkbarer Anschlag, welcher mit seiner Spitze die Briefumschlagklappe erfasst und umlegt.
Das endlose Band c führt den Briefumschlag zu der Führungswalze d, deren Greifer dl den Briefumschlag erfasst, fest hält und in der Pfeilrichtung der Walze d bewegt. Der Brief umschlag wird auf diese Weise an der in der Pfeilrichtung sich drehenden Walze f vor beigeführt. An dieser Walze ist der zur Auftragung der Kautschuklösung dienende Druckstempel fÚ (das Klischee) angeordnet, welcher auswechselbar und so ausgebildet ist, dass er der Briefumschlagklappenform und der Form des Briefumschlages ent spricht, die mit der Kautschuklösung ver sehen werden soll.
Dieser Stempel ist ausser- dem so ausgebildet, dass nur ein Teil der mit Kautschuklösung zu versehenden Fläche der Briefumschlagklappe und des Briefum schlages mit Kautschuklösung unmittelbar belegt wird, derart, dass der Rand der Klappe und des Briefumschlages freibleibt. Dieser beim unmittelbaren Auftragen der Kaut schuklösung unbedeckt gebliebene Rand wird beim Abrutschen von dem Klischee f' ganz leicht mit der Kautschukmasse bedeckt, und zwar findet dabei ein ganz leichtes Verreiben bis an den Rand statt infolge der eigen artigen Ausbildung des Klischees und der Voreilung der Walze d gegenüber der Klischeewalze f .
Das Klischee f' wird an der rotierenden Tränkerolle 7n' leicht vorbei geführt und leckt dabei gerade so viel Kaut schuklösung ab als zum Auftragen auf den Briefumschlag erforderlich ist. Die Rolle in' läuft in der im Kasten in befindlichen Kaut schuklösung um. in' ist ein Verteiler, welcher so eingestellt werden kann, dass er mit dem einen Ende die Rolle m' leicht berührt und die Kautschuklösung dabei gleichmässig auf .der Rolle m' verteilt, .gleichzeitig aber nur so viel Kautschuklösung auf der Rolle in' belässt als zulässig ist, um von dem Klischee f 1 abgeleckt zu werden.
Nachdem nun die Kautschuklösung auf den Briefumschlag auf getragen ist, wobei die beiden Walzen d und feine bestimmte Umdrehung gemacht haben, öffnet sich der Greifer dl und lässt den Brief umschlag frei, welcher im gleichen Augen blick von dem Greifer g' der Walze g erfasst wird, die sich in der Pfeilrichtung bewegt und den Briefumschlag auf das langsam lau fende Förderband lt befördert.
Alsdann ge langt der Briefumschlag auf das aus meh reren mit Abstand nebeneinanderlaufenden Einzelbändern bestehende rascher als das Förderband h umlaufende endlose Band 1a', von welchem er durch die zinkenartig ausge bildeten Greifer i' der Trockenvorrichtung, die zwischen den Einzelbändern h' hindurch gehen, abgehoben und senkrecht nach oben befördert wird. Die Trockenvorrichtung weist mehrere obere auf einer Achse sitzende Schei ben k und ebensoviele untere ebenfalls auf einer Achse sitzende Scheiben kÚ auf.
Die obern Scheiben k sind grösser als die untern Scheiben kÚ. Über die mit Zähnen versehenen Scheiben k und kÚ sind Förderorgane, z. B. Ketten oder Gurten i geführt, an denen die zinkenartig ausgebildeten Greifer il befestigt sind. Die Zinken il tragen, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt, kleine Gummiringe o, da mit die Briefumschläge eine bestimmte Lage und einen bestimmten Halt zwischen den Greifern erhalten. Die Anzahl der Greifer il kann beliebig sein. Die Zwischenräume zwi schen den einzelnen Greifern sind zweck mässig so bemessen, dass jeweils nur ein Brief umschlag zwischen zwei Greifer zu liegen kommt. Bei einer Umdrehung der Trocken vorrichtung ist die aufgetragene Kautschuk lösung vollkommen getrocknet.
Der bezw. die Briefumschläge werden alsdann zur Stape lung zum Beispiel durch das verlängerte end lose Band hl der Vorrichtung entnommen. l sind seitlich an der Trockenvorrichtung an geordnete Trockenluftkanäle, in welche von unten her (Pfeilrichtung) Trockenluft einge führt wird. An den Innenseiten der Kanäle l sind Öffnungen angeordnet, durch welche Trockenluft in die Zwischenräume p (Fig. 6 Pfeilrichtung) geblasen wird. Durch beson dere weitere Einführungsöffnungen kann die Kraft des Luftstromes nach Bedarf erhöht werden.
Eine waagrecht arbeitende Trockenvor richtung ist in Fig. 2 dargestellt. q ist eine feststehende senkrechte Welle, an welcher eine ringförmige Scheibe a- drehbar angeord net ist. An der Scheibe r sind Segmente s in beliebiger Zahl befestigt, welche Aussparungen 8l aufweisen. t sind Ringe, welche als Auf lage für die zwischen die Segmente zu liegen kommenden Briefumschläge dienen und ver mittelst Stegen t' mit einer Platte u verbun den sind, die in der Höhenrichtung verstellt werden kann, so dass den verschiedenen Grö ssen der Briefumschläge Rechnung getragen -erden kann. Die Teile t und z4 sind unbe weglich.
Die Ringe t liegen in den Ausspa rungen s' der Segmente. Die Briefumschläge E fallen in die Zwischenräume der Segmente, wobei bei C sich die Einfallöffnung befindet. Infolge der Drehbewegung der Scheibe r, deren Antrieb in beliebiger Art und Weise erfolgt, werden die Briefumschläge über die Ringe<I>t</I> gleitend fortbewegt, um dann bei<I>D,</I> woselbst die Ringe t unterbrochen sind und eine Öffnung frei lassen, nach unten zur Stapelung herauszufallen. Dabei können die Briefumschläge durch ein endloses Band zum Stapel geführt werden.
An den Seg menten sind kleine Blechklammern v ange ordnet, in welche Trockenluft eingeführt wird, die durch Öffnungen austritt und auf die Briefumschläge aufgeblasen wird und dadurch die Trocknung bewirkt. Sowohl bei der senkrecht als auch bei der waagrecht arbeitenden Trockenvorrichtung ist. die Ein richtung so getroffen, dass nach einer Umdre hung jeder Briefumschlag vollkommen ge trocknet ist. Der Antrieb der Walzen und der sonstigen drehbaren Einrichtungen er folgt in bekannter Weise.
In Fig. 7 ist der fertig mit der Kaut schuklösung versehene Briefumschlag zu sehen, während in Fig. 8 ein Briefumschlag zum Teil mit Umschlagklappe El und Um schlag E' dargestellt ist, wobei die aufgetra gene Kautschuklösung in vergrössertem Mass stab gezeichnet ist. Dabei ist Ea und Ec die von dem Klischee f 1 im Druckverfahren auf getragene Kautschuklösung und Eb sowie Ed der während der Weiterdrehung der Walze f leicht bis an den Rand abgeschobene Teil der Kautschuklösung.
Bei dem Zukleben des Um schlages kommt .dann Ea auf Eb und Ed auf Ec zu liegen. Man sieht, dass die Kautschuk lösung am Rand weniger dick aufgetragen ist. Durch dieses Verfahren wird erreicht, dass die Kautschuklösung nicht über den Rand hinauslaufen kann, wodurch ein Zu sammenkleben der Umschläge bei der Lage rung verhindert wird. Man kann nun an einer der Walzen, z.
B. an der Walze y, eine Erhöhung F (siehe Fig. 9 und 10) anordnen, um die durch die Falzung der Briefumschlagklappe in der Briefumschlag masGhine entstandene Falznut wieder glatt zu bekommen bezw. auszugleichen, so dass der Briefumschlag mit ausgelegter Klappe vollkommen flach liegt, was insbesondere für die Stapelung und auch für das Einführen der Briefumschläge in die Schreibmaschine von besonderem Vorteil ist. Die Erhöhung F verläuft über die ganze Länge der Walze f.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Herstellung selbsttätig klebender Briefumschläge durch Auf tragen von Kautschuklösung auf Brief umschläge und Trocknen der aufgetrage nen Kautschuklösung, dadurch gekenn zeichnet, dass die Briefumschläge unter Verwendung einer Führungswalze (d) mit Greifer (dÚ) einem auf einer Walze (f) angeordneten Auftragklischee (fÚ) zugeführt werden, welches von einer die Kautschuklösung tragenden Walze (mÚ) die Kautschuklösung ableckt und auf die Briefumschlagklappe bezw.den Brief umschlag zunächst nicht ganz bis an den Rand und alsdann durch Verreiben der aufgetragenen Kautschuklösung bis an den Rand überträgt, und dass dann der Briefumschlag von einer weiteren Walze (g) mit Greifvorrichtung (gÚ) weiterge führt wird, um dann von einem endlosen Band aufgenommen und einer Trocken vorrichtung zugeführt zu werden. II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein Auftragklischee (fÚ), eine Walze (g) mit Greifvorrichtung (gÚ), ein endloses Band und eine Trocken vorrichtung. UNTERANSPRÜCHE : 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die durch das Klischee auf der Briefumschlagklappe bezw. den Briefumschlag selbst aufgetra gene Kautschuklösung durch eine gegen über der Klischeewalze (f) voreilende Walze (d) bis an den Rand der Um schlagklappe bezw. des Umschlages ver rieben wird. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die senkrechte Trockenvorrichtung ein endloses, über Scheiben (k, k') geführtes und aus meh reren Einzelbändern bestehendes Förder- organ (i.) aufweist, an welchem zinken artig ausgebildete Greifer (i') befestigt sind, die zwischen den Einzelbändern durchlaufen und die Briefumschläge er greifen.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die senkrechte Trockenvorrich tung Luftkanäle mit derart angeordneten Luftaustrittsöffnungen aufweist, dass die austretende Luft auf die Briefumschläge geblasen wird. Vorrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine waagrecht rotie rende Trockenvorrichtung, die eine um eine feststehende Welle drehbare Scheibe (q) mit daran angeordneten, Aussparun gen (s') aufweisenden Segmenten (s) aufweist, wobei sich in den Ausspa rungen (s') der Segmente in der Höhen richtung einstellbare Stützringe (t.) für die Briefumschläge befinden.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass an den Segmenten (s) mit Luft austrittsöffnungen versehene Trocken luftkammern (v) angeordnet sind, durch welche Öffnungen Trockenluft auf die Briefumschläge geblasen wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1f, ge kennzeichnet durch eine an einer der Walzen angeordnete und über die ganze Länge derselben sich erstreckende Er höhung (F), welche die Falznut zwischen Umschlagklappe und Umschlag vor dem Einführen in die Trockenvorrichtung vollständig glättet. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch ein messerartig ausgebildetes Anschlagstück (e), gegen welches die Verschlussklappe des Brief umschlages bewegt und dadurch selbst tätig umgelegt wird. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ausser dem endlosen Förderband (h), welches nach dem Auftragen der Klebemasse die Brief umschläge aufnimmt, ein zweites end loses Förderband vorgesehen ist, wel- ehes die Briefumschläge unmittelbar der Trockenvorrichtung zuführt und rascher als das erstgenannte Förderband um läuft.
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| CH190165T | 1935-12-03 |
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| CH190165D CH190165A (de) | 1935-12-03 | 1935-12-03 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung selbsttätig klebender Briefumschläge. |
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| CH (1) | CH190165A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE903060C (de) * | 1952-01-03 | 1954-02-01 | Kurt Duennebier | Vorrichtung zur Rollengummierung bestimmter Stellen von Werkstuecken aus Papier od. dgl., z.B. der Verschlussklappen von Flachbeuteln, mit Latex |
-
1935
- 1935-12-03 CH CH190165D patent/CH190165A/de unknown
Cited By (1)
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| DE903060C (de) * | 1952-01-03 | 1954-02-01 | Kurt Duennebier | Vorrichtung zur Rollengummierung bestimmter Stellen von Werkstuecken aus Papier od. dgl., z.B. der Verschlussklappen von Flachbeuteln, mit Latex |
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