CH190226A - Gleitlager. - Google Patents

Gleitlager.

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CH190226A
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Roehrenwerk Gesells Carobronze
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Carobronze Roehrenwerk Ges M B
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Description


  Gleitlager.    Es sind verschiedene Bauarten von Gleit  lagern bekannt, bei welchen auf Schrägstel  lungen der Welle Rücksicht genommen wird.  In der Regel hat man     derartige    Gleitlager  mit Kugelflächen     ausgestaltet,        zwischen    wel  chen eine der Schrägstellung der Welle fol  gende     Verstellung        ermöglicht    ist. Solche  Gleitlager werden     entweder    derart ausgebil  det, dass der Laufkörperträger mit Kugel  flächen     in.    den Lagerträger eingebaut ist,  oder dass die Lauffläche selbst kugelförmig  ausgebildet ist.

   Bei diesen Gleitlagerkon  struktionen, welche nur starre Teile aufwei  sen, ergibt sich der     Nachteil    einer verhältnis  mässig teuren     Konstruktion,        insbesondere     wegen der grosse Genauigkeit     voraussetzen-          den    Herstellung der Kugelflächen. Bei Kon  struktionen der     erstangeführten        Art    treten  bei Schrägstellung ,der Welle fallweise Gleit  bewegungen     zwischen    den Kugelflächen auf,  die von der Ruhelage ausgehen und daher       unter        Überwindung    der     Reibung    der Ruhe  vor sich gehen.

   Dadurch ergibt sieh ,der         Nachteil,    dass zur Einleitung der     Gleitbewe-          gung        verhältnismässig        grosse    Kräfte erforder  lich     sind,        so,dass    ein     Lager,dieser        Bauart    ge  wissermassen spät anspricht,

   wodurch eine       starke        örtliche    Beanspruchung     entsteht.    Bei  der an     zweiter    Stelle     angeführten    Konstruk  tion ergeben sich     verhältnismässig    hohe       Umfangsgeschwindigkeiten,    dementsprechend  hohe Temperaturen und ein sehr     dünner    und       dementsprechend    wenig     tragfähiger    Ölfilm.  



  Man hat aucb. Gleitlager mit wälzender  Einstellung ausgeführt, doch ergeben sich  bei diesen verhältnismässig hohe     spezifische     Drücke     an,der    Auflage     im        Lagerträger    und       damit    eine     rasche    Abnützung der     Wälzflä-          chen,    so     @dass    auch die Zentrierung nicht     ge-          währleistet    ist.  



  Ferner sind Gleitlager mit     kandanartiger     Ausbildung bekannt geworden. wodurch sich  aber eine     wesentliche    Erhöhung der     Herstel-          lungskosten    ergibt, und es zeigen auch solche  Gleitlager keine Eignung     für    grosse     Belastun-          gen,    sowie     anderseits-    die     Eigentümlichkeit              verschiedenen    Verhaltens     in    verschiedenen  Richtungen.

   Dem hat man     @dadurch    auszu  weichen versucht, dass man den Laufkörper  in einem Weichkörper (Kautschuk oder der  gleichen) aufgehängt hat; doch besitzen der  artige     Konstruktionen        praktisch    keine Festig  keit bezüglich .des     Zapfendruckes    und kön  nen daher überhaupt nur für     ganz    leicht be  lastete Lager in Frage kommen.     Solche     Weichkörper     sind    schlechte     Wärmeleiter,    so  dass die     Lagertemperatur    steigt und     dadurch     die Gebraucbsfähigkeit des Lagers weiter       vermindert    wird.

   Schliesslich hat man auch  Gleitlager vorgeschlagen, bei     welchen    der  Laufkörper in einen Stahlblechring einge  spannt ist, der aussen,durch eine Überwurfs  mutter oder dergleichen mit Reibungsschluss  im     Gestell    festgehalten wird. Derartige La  ger -sind     schwierig    einzubauen, geben gar       keine    Garantie für richtige     Zentrierung    und  zeigen vollkommene Abhängigkeit vom     Rei-          bunggschluss    hinsichtlich ihrer Funktion.  Diese     Lagerkonstruktionen    können daher  überhaupt nicht einbaufertig (d. h. als "Ein  baugleitlager")     ausgebildet    werden.  



  . Der Erfindung :gemäss     besteht    ein Gleit  lager mit     Flüssigkeitsschmierung    aus einem  Laufkörperträger, einem nachgiebigen Organ  und einem Aussenring, wobei diese     drei    Teile  so beschaffen sind, dass bei normalem Zapfen  druck keine Deformation (Verlagerung des       Wellenmittels    in radialer     Richtung)    eintre  ten kann,     das    nachgiebige Organ jedoch bei  auftretender ,Schrägstellung der Welle     (Kan-          tungsdruck)    eine entsprechende Schrägstel  lung des Laufkörperträgers zulässt, bevor der  Ölfilm reisst.

   Dabei können Laufkörperträ  ger, nachgiebiges Organ und Aussenring auch  ein     Stück        aus    dem gleichen Material bilden  und es kann der Laufkörperträger selbst als  Lagerbüchse dienen, wie     beispielsweise    bei       Verwendung    spezieller Bronzen.  



  Ein Gleitlager nach der Erfindung     ist     bei zweckmässiger     Ausführungsform    voll  ständig reif zum Einbau in beliebige Ma  schinen, ohne dass irgendwelche Einstellun  gen erforderlich wären, die     Herstellungs-          kosten;    der     erfindungsgemässen    Gleitlager    sind     verhältnismässig    gering;

   das Gleitlager  weist ;genügende     Festigkeit    gegenüber dem  Lagerdruck auf, schliesst jedoch anderseits  eine unzulässige Beanspruchung des Ölfilms  bei Schrägstellung der Welle dadurch aus,  dass, sich das nachgiebige Organ entsprechend       deformiert.    Die Erfindung gestattet den Bau  besonders kurzer Gleitlager mit verhältnis  mässig geringer Umfangsgeschwindigkeit.  



  In Fig. 1 ist die Erfindung anhand einer  schematischen Skizze eines Ausführungsbei  spiels erläutert. 1 ist der Laufkörperträger,  also     beispielsweise    :der Träger der Lager  büchse; das nachgiebige Organ     ist    hier durch  die Stegplatte 2 gebildet, welche schema  tisch so dargestellt ist, dass durch den gera  den Strich die Eigenschaft der Lagerdruck  aufnahme und durch den wellenförmigen  Strich die Eigenschaft einer nachgiebigen  Deformierbarkeit bei Schrägstellung der  Welle angedeutet ist. 4 ist der Aussenring  und     ä    ist :der Lagerträger, d. h. im allge  meinen jener Teil der Maschine, in welchen  das     Lager        eingesetzt    ist. 5 ist der Mittel  punkt des Laufkörperträgers, der Angriffs  punkt ;

  der Resultierenden der Schmier  schichtdrücke (Lagerdruck) und P stellt den  dort angreifenden Lagerdruck dar. Bei den  in Fig. 1 dargestellten Verhältnissen ist an  genommen, dass die geometrischen Achsen  der Welle und :des Laufkörperträgers paral  lel sind. Bei     diesen    Verhältnissen stützt das  nachgiebige Organ ohne Auftreten eines  Drehmomentes die Welle ab, da das Organ,  wie bereits     erwähnt,    genügende Festigkeit  und Steifigkeit zur Aufnahme des Lager  druckes besitzt.  



  Die Fig. 21 zeigt schematisch die Verhält  nisse bei Schrägstellung der Welle. Diese       Schrägstellung    tritt auf, wenn sich ;die  Welle unter     Einfluss1    irgendwelcher Ausser  systemkräfte     schrä.gstedlt,        bezw.    es kann eine  solche Schrägstellung von vornherein vor  handen gewesen sein.  



  Während bei parallelen Achsen der La  gerdruck, wie in     Fig.    1 dargestellt, durch  den     Mittelpunkt    5 des     Laufkörperträgers     geht,     tritt    bei Schrägstellung eine Verlage-      rung des Druckmittels von 5 nach 5' ein,  und zwar verschiebt sich dieser     Druckmit-          telpunkt    in der Richtung der Senkung ;der  Welle, d. h. in Fig. 2 nach rechts.

   Dadurch       entsteht    ein Drehmoment<I>P</I>     #   <I>a.</I> Da die  elastische Stegplatte 2 deformierbar ist, tritt  infolge der Wirkung dieses Drehmomentes  eine entsprechende     Deformation    ein, .die in  nerhalb der Elastizitätsgrenze oder darüber  liegen kann, und zwar bevor der     Gleitstoff,     der Ölfilm, unzulässig beansprucht wird,  d. h. bevor dieser Film durchbrochen wird.  Dies ist in Fig. 2 dadurch schematisch dar  gestellt, dass die durch die Wellenlinie ver  sinnbildlichte Deformationseigenschaft der  Stegplatte 2 geneigt zu der die Druckfestig  keit und Steifigkeit vorstellenden geraden  Linie dargestellt ist.

   Infolge dieser Defor  mation folgt der Laufkörper der Schrägstel  lung der Welle und es kann daher durch  (las Kanten der Welle kein Verschleiss der       Gleitstoffe,    noch auch ein Festfressen ein  treten. Die     Einstellung    der Gleitflächen  kann bei einem erfindungsgemäss ausgestat  teten Lager zweckmässig bereits beim Auf  treten eines noch so kleinen Drehmomentes  <I>P -</I>     a    auftreten, und es bildet sich dabei ein  neuer     Gleichgewichtszustand    gegen die  Reaktionskräfte des nachgiebigen     Organes     aus.  



  Es sollen nun im folgenden anhand eini  ger Konstruktionsbeispiele verschiedene Aus  führungsformen der Erfindung beschrieben  werden:  Die Fig. ,3 zeigt im Schnitt eine einfache  Ausführungsform des Gleitlagers nach der  Erfindung, bei welchem in dem beiderends  nach aussen verjüngten Laufkörperträger 1  eine Büchse 6 aus Gleitwerkstoff angeord  net ist. Der Laufkörperträger kann bei  spielsweise aus Stahl und die Büchse<B>6</B> aus  Bronze hergestellt sein. Vorteilhaft wird der  Aussenring derart als Passfläche hergestellt,  dass er mit engem Sitz im Lagerträger ruht.  Wenn unter     Einfluss    des Lagerdruckes eine  wesentliche Deformation des Aussenringes in       Betracht    kommen sollte, so wird dieselbe  nicht durch das sonst vorhandene Spiel be-    günstigt.

   Daraus ergibt sich weiter, dass bei  engem Spiel ein schwächerer     Aussenring    ver  wendet werden kann, als wenn grösseres  Spiel vorhanden ist.  



  Die Fig. 4 zeigt im Schnitt eine andere       Ausführungsform    der Erfindung, bei wel  cher die ringförmige Stegplatte gewellt aus  gebildet ist. Diese Wellung kann eine ein  fache oder mehrfache sein, sie kann sich  über die ganze Stegplatte oder nur über  einen entsprechenden Teil derselben er  strecken.  



  Die Fig. 5 zeigt eine andere beispiels  weise     Ausführungsform    der Erfindung, bei  welcher die ringförmige Stegplatte durch  den Steg eines Ringes mit U-Profil gebildet  ist.<B>Da</B> bei dieser Ausführungsform die Steg  platte     aus    einem gesonderten Körper gebil  det ist, kann selbstverständlich auch für die  selbe ein anderes     Material    als für die sonsti  gen     La=gerteile        verwendet        werden,    und zwar  ein     Werkstoff,    der hinsichtlich der Lager  druckfestigkeit und der Nachgiebigkeit be  sondere     Eignung    besitzt.

   Der     Ring    kann mit  dem Laufkörperträger in irgend einer Weise  durch Schweissung oder Lötung oder Pres  sung verbunden sein.  



  Die     Fig.    6 zeigt eine andere beispiels  weise     Ausführungsform    der Erfindung im  Schnitt, und zwar ist . bei dieser Ausfüh  rungsform die ringförmige     Stegplatte    in  einer Ebene angeordnet, die     ausserhalb    der  querliegenden Symmetrieebene Z des Lauf  körpers liegt.  



  Bei dieser Ausführungsform, die insbe  sondere für niedrig belastete Lager bestimmt  ist,     ergibt    sich der Vorteil,     dass    von Haus  aus ein     Hebelarm        des        Lagerdruckes    vorhan  den ist. Dieser     Hebelarm    ist in     Fig.    6  mit "b" bezeichnet.

   Ein Lager dieser     Aus-          führungsform    spricht natürlich noch viel  leichter an, wie Lagerausführungen mit       Steigplatte    in .der     Symmetrieebene    Z, und es  eignet sich daher die     dargestellte        Ausfüh-          rungsfarm    vor allem für geringe     Belastung.     



  Die     Fig.    7, 8, 9 und 10 zeigen Stücke  der ringförmigen     :Stegplatte    2 in :Seitenan  sicht. Bei diesen     Ausführungsformen    sind      Ausnehmungen verschiedener Form. und ver  schiedener Verteilung in der Stegplatte an  gebracht, entsprechend den gewünschten  Festigkeitseigenschaften der Stegplatte. Na  türlich können je nach dem     besonderen     Zweck die Ausnehmungen und auch deren       Verteilung    von den dargestellten     Formen     und Verteilungen abweichen.  



  Zweckmässig wird bei der Ausführungs  form der Erfindung mit der ringförmigen  Stegplatte (z. B. nach Fig. 3) diese so  dimensioniert, dass ,die     Differenz    der Radien  des Aussen- und Innenrandes (R bezw. r)  der Steg platte     mindestens    fünfmal so gross  ist, wie die mittlere Dicke der Stegplatte.  Dies ergibt den Vorteil, dass nach der ein  fachsten "Modellregel" dimensioniert wer  den kann, d. h. unter     Zugrundelegung    eines  Repräsentanten die andern abweichenden  Typen ohne weitere Versuchsarbeit Dimen  sioniert werden können.  



  Bezüglich der Ausbildung der     ringför-          migen    Stegplatte bezw. des Aussenringes  kann im wesentlichen von der Wahl eines  Werkstoffes und/oder -der Wahl bestimmter  Querschnittsausgestaltung ausgegangen wer  den. In ,der Regel     wind    es sich empfehlen,  sowohl mit der Wahleines besonderen       Werkstoffes,    als auch mit besonderer     Quer-          schnittsausgestaltung    zu arbeiten. Aber es  kann die Erfindung auch verwirklicht wer  den selbst an     Lagern,    die im ganzen aus  einem einzigen, bestimmten Werkstoff,     wie          beispielsweise    einer besonders geeigneten  Bronze hergestellt sind.

   Es wird immer die  Frage des besonderen Falles sein, welche  Konstruktion hinsichtlich des Aufbaues des  Lagers aus einem einzigen oder verschiede  nen Werkstoffen mit .der einen oder andern  Querschnittsausgestaltung zu wählen ist.  



  Das erfindungsgemäss ausgestaltete Lager       kann    auch in irgend einer an sich bekannten  Weise derart ausgebildet werden, dass es  auch zur Aufnahme von Achsialkräften  fähig     ist.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gleitlager mit Flüssigkeitsschmierung, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Laufkörperträger (1), einem nachgiebigen Organ (2) und einem Aussenring (4) be steht, wobei diese drei Teile so beschaffen sind, dass bei normalem Zapfendruck keine Deformation (Verlagerung des Wellenmit tels in radialer Richtung) eintreten kann. das nachgiebige Organ jedoch bei auftreten der Schrägstellung der Welle (Kantendruck) eine entsprechende Schrägstellung des Lauf körperträgers zulässt, bevor der Ölfilm reisst. UNTERANSPRÜCHE 1. Gleitlager nach dem Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass Laufkörper träger, nachgiebiges Organ und Aussen ring ein Stück aus. dem gleichen Material bilden. 2.
    Gleitlager nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Laufkör perträger selbst als Lagerbüchse dient. 3. Gleitlager nach dem Patentanspruch, -da, durch ,gekennzeichnet, dass der Laufkör perträger nach aussen verjüngt ist. 4. Gleitlager nach .dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Aussenring eine zylindrische, zur Welle koaxiale Auflagefläche besitzt. 5. Gleitlager nach dem Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auf lagefläche des Aussenringes als Passfläche ausgebildet ist, so dass bei engem Sitz ein schwacher Aussenring verwendet werden kann. 6.
    Gleitlager nach dem Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass die Differenz der Radien des Aussen- und Innenrandes der Stegplatte mindestens fünfmal so gross, ist wie ,die mittlere Dicke der Steg platte. 7. Gleitlager nach dem Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass die Stegplatte in einer Ebene angeordnet ist, die ausser halb der querliegenden Symmetrieebene (Z) des Laufkörpers liegt.
CH190226D 1935-07-17 1936-06-29 Gleitlager. CH190226A (de)

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