CH190283A - Elektrische Entladungsvorrichtung. - Google Patents

Elektrische Entladungsvorrichtung.

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CH190283A
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  Elektrische Entladungsvorrichtung.    Mittels     Lichtstrahlen    oder Kathodenstrah  len können aus einem für diese Strahlen  empfindlichen Schirm Elektronen ausgelöst  werden. Besteht der     Schirm    aus einem Iso  lator oder aus einer isoliert angeordneten  Platte, so     entsteht    (dadurch eine elektrische  Ladung. Es sind unter dem Namen     Ikonoskop     elektrische Entladungsvorrichtungen bekannt,  in denen mittels eines gerichteten Elektronen  bündels die auf diese Weise auf einer     so:ge-          nannten        Netzhautelektrode        entstehenden    elek  trischen Ladungen neutralisiert werden.

   Die       Entladungsströme,    deren Stärke von der       Intensität    oder der     Härte    der auf jedes der  Elemente auftreffenden Strahlen abhängt,  können verstärkt und drahtlos oder längs  einer     Leitung    einer Empfangsvorrichtung       zugeführt    werden.  



  Es wurde auch bereits     vorgeschlagen,     einen Elektronenstrom, dessen     Intensität    sich  im Querschnitt entsprechend einem zu     über-          mittelnden        Lichtbild    ändert, in einem     luf.-          leeren    Raum auf einen empfindlichen     Schirm       fallen zu lassen und aus letzterem     durch          Sekundäremission    ausgelöste Elektronen ent  weder zu einer Anode oder     abermals    zu einem  empfindlichen     .Schirm    zu führen.

   Es ent  steht auf     diese    Weise die     sogenannte    Elek  tronenvervielfachung.  



  Es     wurde    gefunden, dass an der     isolierten     Oberfläche eines von Licht- oder Kathoden  strahlen     getroffenen    Auffangschirmes eine  zusätzliche     iSekundäremiesion    entsteht, wenn  auf diese Oberfläche ein     Elektronenbündel          geriohtet    wird. Die Stärke dieser zusätzlichen  Sekundäremission ist von der elektrischen  Ladung abhängig, die das getroffene Element  infolge der Bestrahlung erhalten hat. Gemäss  der Erfindung wird     diese        Erscheinung        zur     Erzielung einer     Verstärkung    ausgenutzt.  



       Die        elektrische        Entladungsvorrichtung    ge  mäss der Erfindung weist ein Elektroden  system zum Erzeugen eines     gerichteten    Elek  tronenbündels, sowie einen     elektronenemittie-          renden    Auffangschirm auf.     Diese    Vorrich  tung     weist    ferner ein     Elektrodensystem    zur           Elektronenvervielfachung    auf, das in bezug  auf den     Auffangsehirm    derart     angeordnet     ist, dass es :

  die durch     Sekundäremission    aus  diesem Schirm heraustretenden Elektronen  heranzieht.  



  Die Erfindung ist     insbesondere    bei elek  trischen Entladungsvorrichtungen anwend  bar, bei denen der     Auffangschirm    aus einer       sogenannten        Netzhautelektrode        besteht.        ,Solch     eine     Netzhautelektrode    weist eine grosse An  zahl von Elementen auf, die je einen Kon  densator bilden, deren eines Beleg Elektro  nen emittieren kann.  



  Die Erfindung wird anhand der Zeich  nung näher     erläutert,    in ,der eine mit einer       derartigen        Netzhautelektrode    versehene     Ent-          ladungsvorriohtung    gemäss der Erfindung       beispielsweise    dargestellt ist.  



       Fig.    1 zeigt die Form der Entladungs  vorrichtung, und       Fig.    ? stellt das Schema einer elektri  schen Schaltung dar, in die diese Ent  ladungsvorrichtung aufgenommen ist.  



  Innerhalb einer Glashülle 1 befindet  sich ein zum Erzeugen eines gerichteten  Kathodenstrahlenbündels dienendes     Elektro-          densystem,    das aus einer Kathode 2     (Fig.    2),  einem Gitter 5 und einer Anode 7 besteht.  Gegenüber diesem     Elektrodensystem,    das in  einem Ansatz '3 des Kolbens angeordnet ist,  befindet sich indem     kugelförmigen    Teil ein  Auffangschirm 9, der aus einer Platte 11  aus     Isoliermaterial,    z. B. Glimmer, besteht  und .dessen der Anode 7 zugewandte Ober  fläche mit einer     grossen    Anzahl von     photo-          elektrischen    leitenden Teilchen 13 bedeckt  ist.

   Auf der andern Seite befindet sich eine       Metallplatte    15, mit der ein     elektrischer     Leiter 17     verbunden    ist. In der Zeichnung  ist der Schirm 9 verkürzt dargestellt, aber  er hat vorzugsweise eine nahezu quadratische       Form.     



  Die Innenoberfläche des     Ansatzes    3, so  wie ein Teil des kugelförmigen Kolbenteils  sind mit einer leitenden     .Schicht    19 über  zogen, mit der ein Leiter 21 verbunden ist.  



  Die     Vorrichtung    weicht bis dahin     grund-          sätzlich.    nicht von den bereits bekannten         Ikonoskopen    ab. Das     Elektrodensystam    im       Ansatz    3 kann ein enges Kathodenstrahlen  bündel erzeugen, das auf den Auffangschirm  9 auftrifft. Es werden zu diesem Zweck an  die verschiedenen Teile des Elektroden  systems,     sowie    an die leitende Schicht 19  und an die Metallplatte 1,5 mittels eines       Spannungsteilers    41 geeignete     Spannungen     angelegt. Die Drähte 17 und 21 sind zu die  sem Zweck durch die     Kolbenwand    geführt.

    Wird auf den Schirm 9 ein     Lichtbild    proji  ziert, so erhalten die Elemente der Netzhaut  elektrode     elektrische    Ladungen, die von der  Stärke und gegebenenfalls von der Wellen  länge des Lichtes abhängig sind. Mittels  elektrischer oder     magnetischer    Felder kann  das Kathodenstrahlenbündel derart Über den  Schirm bewegt werden, dass innerhalb einer  kurzen Zeit, z. B. in     "/=o    .Sek., das     ganze     Bild abgetastet wird, worauf     das        Bündel    zu  dem Anfangspunkte     zurückgeführt    wird und  das Abtasten von neuem anfängt.

   Die     Mittel     zur Erzeugung dieser Felder sind in der  Zeichnung nicht dargestellt. Die auf den  Elementen vorhandene Ladung wird vom  Bündel neutralisiert, und es     entstehen    im  Leiter 17     Entladungsströme,    die bis jetzt  bei der     Verwendung    .des     Ikonoskops    einem  Verstärker     zugeführt    wurden.  



  Mit dem     Ikonoskop    ist nun ein     sogenann-          ter        Elektronenvervielfacher    2:3 verbunden,  der aus einer     N-förmigen    Glasröhre     besteht.     Dessen erster Schenkel enthält eine     gitter-          förmige    Elektrode 26 und eine elektro  statische     Linse,    die durch einen Metallzylin  der 25 und eine leitende Bekleidung 33 auf  dessen Wand gebildet wird. Es ist ferner in  diesem Schenkel ein     empfindlicher    Schirm  29 angeordnet.

   Der zweite Schenkel enthält  eine     .gitterförmige    Elektrode 3.5 und ist fer  ner mit einer elektrischen     Linse    versehen,  die durch leitende     Wandbekleidungen    37  und 3,9 gebildet wird. Dieser Schenkel weist  gleichfalls einen empfindlichen Schirm 31  auf, während im     dritten        Schenkel    eine Anode  27 angeordnet ist.     Mittels    eines Spannungs  teilers 4:1 werden an die verschiedenen Ein-           zelteile    des     Elektronenvervielfachers    geeig  nete Spannungen angelegt.  



  Die Bekleidung 19 und die     Platte    15       huben    z. B. in bezug auf die Kathode ein  positives Potential von 1000 Volt. Der  Schirm 29 und die Bekleidung     3ss    können  wieder in bezug auf die Platte 15 ein     posi-          tives        Potential    von z. B. 500 Volt haben,  während die     .Elektroden    2,5 und ?6 das  gleiche Potential besitzen können, das zwi  schen denjenigen der Platte 15 und des       Schirmes    29 liegt. Die     Anode        27    erhält wie  der ein noch höheres Potential, z.

   B. von       1O00    Volt, in bezug auf die Platte 15, und  die miteinander verbundenen Elektroden 35  und<B>37,</B> sowie die gleichfalls miteinander  verbundenen Teile 39 und 31 werden auf  Potentiale gebracht, die     zwischen    dem des  Schirmes 29 und dem der Anode 27 liegen.  



  Werden die elektrisch geladenen Teil  chen der     Netzhautelektrode    9 vom sich be  wegenden     Kathodenstrahlenbündel,    das in       Fig.    2 durch einen Pfeil 4 angegeben ist,  getroffen, so findet an diesen Teilchen, wie  der Erfinder gefunden hat, eine Sekundär  emission statt, deren Stärke sich mit der  elektrischen Ladung der Teilchen ändert.  Infolge der Wirkung des elektrischen Feldes  zwischen der Platte 15 und der Elektrode  26. werden die durch . Sekundäremission aus  den Elementen ausgelösten Elektronen dem       Elektronenvervielfacher    zugeführt.

   Mittels  der Linse 25-33 zu einem Bündel vereinigt,  werden diese Elektronen auf den Schirm 29  gerichtet, wo sie zu einem von diesem Schirm  ausgehenden verstärkten Elektronenstrom       Anlass,    -oben, der von der Elektrode 35 an  gezogen und mittels der Linse 37, 39 dem  Schirm 31. zugeführt wird. Hier findet wie  der Sekundäremission statt, und ein noch  grösserer Elektronenstrom trifft schliesslich  die Anode<B>927.</B> Die Elektronen werden von  dieser Anode über eine Impedanz 43 abge  leitet,     und.    die     Spannungswechsel    an dieser  Impedanz werden dem Gitter     einer        Ver-          stärkerröhre    49 aufgedrückt.  



  Es wurde gefunden, dass, wenn auf diese  Weise die     obenbeschriebene        Erscheinung       der Sekundäremission ausgenutzt wird, eine  sehr     ,gute    Verstärkung erzielt werden kann.  Wenn auch ;der von der     Netzhautelektrode    zur  Elektrode     216-    fliessende Elektronenstrom     ver-          hältnis:

  mässig        gering    ist, so bietet die Elek  tronenvervielfachung den grossen Vorteil  einer     Verstärkung,    die von .dem störenden  Geräusch befreit ist, das häufig entsteht,       wenn    die im Leiter 17 fliessenden Ströme  mit Hilfe von besonderen Röhren verstärkt  werden.  



  Es     können    infolge der gegenseitigen       Potentialunterschiede    der - Elemente der       Netzhautelektrode        elektrische        Felder    ent  stehen, die auf den von der     Netzhautelek-          trode    zur Elektrode 26 sich bewegenden  Elektronenstrom einen störenden Einfluss  ausüben könnten. Es     ist    daher zweckmässig,  diese     Elemente    auf der Seite, wo sie vom  Elektronenbündel getroffen werden, durch  Erhöhungen voneinander zu trennen, wie in  der Patentschrift 186405 beschrieben wurde.

    Es ist auch möglich, einen Auffangschirm  zu benutzen, der dazu eingerichtet ist, auf  der vom Ansatz 3 abliegenden Seite     bestrahlt     zu werden. Anstatt ein optisches Bild auf  die     Netzhautelektrode    zu werfen, kann das  in der erwähnten Patentschrift beschriebene  Verfahren angewendet werden, bei dem ein  elektrisches Bild benutzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsvorrichtung zur Übermittlung eines Bildes, die ein Elektro- densystem zum Erzeugen eines gerichteten Elektronenbündels, sowie einen elektronen emittierenden Auffangschirm aufweist, da durch gekennzeichnet, dass sie ausserdem ein Elektrodensystem zur Elektronenverviel fachung aufweist, das in bezug auf den Auffangschirm derart angeordnet ist, dass es die durch Sekundäremission aus diesem ;Schirm freiwerdenden Elektronen heranzieht.
    ÜNTERANSPRüCHE: 1. Elektrische Entladungsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elektronenemittierende .Schirm als Netzhautelektrode ausgebildet ist. 2.. Elektrische Entladungsvorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, .dass die Elemente der Netzhautelek- trode auf der Seite, wo sie vom Elek tronenbündel getroffen werden, durch Erhöhungen voneinander getrennt sind.
CH190283D 1935-07-26 1936-07-21 Elektrische Entladungsvorrichtung. CH190283A (de)

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