CH190305A - Fliehkraftschalter für Umschaltvorrichtungen an Bremsanlagen von schnell fahrenden Eisenbahnfahrzeugen zur Regelung der Bremswirkung nach Massgabe der Fahrgeschwindigkeit. - Google Patents
Fliehkraftschalter für Umschaltvorrichtungen an Bremsanlagen von schnell fahrenden Eisenbahnfahrzeugen zur Regelung der Bremswirkung nach Massgabe der Fahrgeschwindigkeit.Info
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Description
Fliehkraftschalter für Umschaltvorrichtungen an Bremsanlagen von schnell fahrenden Eisenbahnfahrzeugen zur Regelung der Bremswirkung nach Massgabe der Fahrgeschwindigkeit. Die Erfindung bezieht sich auf Flieh- kraftscha.lter, die bei neuzeitlichen, mit hoher Fahrgeschwindigkeit verkehrenden Eisen bahnfahrzeugen Anwendung finden.
Der Fliehkraftschalter nach der Erfin dung zeichnet sich dadurch aus, dass der Fliehkraft ausgesetzte Schwungmassen oder Schwunggewichte in je einem an der Stirn fläche eines Achszapfens befestigten Ge häuse angeordnet sind, wo sie unter dem Einfluss von Federn stehen, die aer Wirkung der Fliehkraft .entgegenwirken und wo sie nur dann auf Kontaktstifte einzuwirken ver mögen, wenn sie infolge Sinkens der Dreh- gesc@windigkeit des Achszapfens sich einan der nähern.
Dabei kommt durch die Einwir kung der Schwungmassen auf die Kontakt stifte eine Stromunterbrechung zustande, wo durch die vom Strom beeinflusste Umschalt vorrichtung die Bremswirkung im Sinne einer Verminderung beeinflusst. Ein weiteres wesentliches DZerkmal des Fliehkraftschalters nach der Erfindung ist darin zu erblicken, dass die Kontaktstifte von den Schwungmm- sen freigegeben werden, wenn diese sich un ter dem Einfluss der Fliehkraft voneinander entfernen und daher keinen zerstörenden,
etwa mit wachsender Geschwindigkeit sieh vergrössernden Kräften. ausgesetzt sind.
Da die Schwerkraft bei sehr geringer Drehzahl des Achszapfens oder bei dessen Stillstand die Schwungmassen so beeinflusst, dass diese bei entsprechenden Bedingungen eine unerwünschte Beeinflussung .der Kon taktstifte herbeiführen könnten, ist es zweck mässig. einen Ausgleioh der Schwerkraft in bezug auf die Schwungmassen ,des Flieh kraftreglers herbeizuführen, z.
B. dadurch, dass die Räume, in denen sich .die Schwung- massen befinden, mit<B>01</B> ,gefüllt sind und dureh Kanäle derart miteinander in Verbin dung stehen, dass der durch .die Schwerkraft einwirkung der einen Schwungmasse er zeugte Flüssigkeitsdruck der :Schwerkraft- wirkung,der andern Schwungmasse entgegen wirkt.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des, und zwar zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch den am Achsstumpf einer Fahrzeug achse befestigten Fliehkraftschalter, und zwar mit Bezug auf die Achse von.der Seite her gesehen; Fig. 2 stellt eine Stirnansicht des Schal ters mit teilweisem Längsschnitt dar; Fig. 3 zeigt die Ansicht eines Schalter gehäuses von oben; Fig. 4 zeigt im Schnitt die Anordnung der zum Ausgleich der Schwerkraftswirkung vorgesehenen Mittel.
Am Acbsstumpf .l ist ein Mittelteil 2 als Träger der Reglergehä.iise mittels .der Sehrau ben Ö befesti;t. Dieser Mittelteil ist so aus geführt., dass auf zwei seiner gegenüberliegen den Seiten die zylindrischen Gehäuse 4 und 5 mittels der 'Schrauben 6 befestigt werden können.
In eine achsiale Bohrung,des Mittelteils 2 ist eine aus Isolierstoff bestehende Büchse 7 eingesetzt; sie ist in dem mit dem Achs stumpf 1 verschraubten, also mit diesem um laufenden Mittelteil \? mit Kugellagern 8 und 9 gelagert und wird durch die Kabel 10 und 11, die durch die Wandung 12 der Achs büchse zugeleitet werden, festgehalten.
Das Kabel 10 oder ein mit diesem verbundener Stift ist durch die Längsbohrung der Iso- lierbüchso 7 hindurchgeführt, bis zu einem in dieser befindlichen metallischen, also stromleitenden Stift 13, auf dem sieh der in nere Laufring des Kugellagers 9 befindet. Das Kabel 11 ist an den innern, also fest stehenden Laufring des Kugellagers .8 an geschlossen.
Ein metallischer, stromleitender Stift 14 stellt,die Verbindung zwischen dem äussern, mit dem am Achsstumpf 1 befestig ten Mittelteil 2 umlaufenden Laufring des Kugellagers 9 und einem in einer Isolier schicht 15 des Mittelteils angebrachten me tallischen .Stift 16 her. Eine zwischen einem Bund des Stiftes 16 und einem Bund eines Kontaktstiftes befindliche Feder 18 über brückt den Raum zwischen den Stiften 16 und 17 und sucht den Stift 17 an das im Gehäuse 4 befestigte Kontaktstüclr_ 19 anzu drücken.
Ein zylindrisches Schwunggewicht 20 umschliesst den Kontaktstift 17 mittels einer auf letzterem verschiebbaren Isolier- büchse 21 und steht unter der Wirkung der Feder 22, die das Schwunggewicht 20 nach der Achsmitte hin zu drücken sucht. Im zylindrischen Gehäuse 5 befindet sich ein gleiches Schwunggewicht 20a, das unter der Wirkung der Feder 22a steht und mit der Isolierbüchse 21a den Kontaktstift 17a um gibt; die Feder 18a trennt die Stifte 17a und 16a, und letzterer ist durch den im Isolier stoff gelagerten Stift 14a mit dem äussern Laufring des Kugellagers 8 verbunden.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Fliehkraftschalters ist die folgende: Wenn die Umdrehungszahl des Achs stumpfes oberhalb eines bestimmten Wertes liegt (mehr als etwa 45 km/Std.), so nehmen die Schwunggewichte 20 und 20a die in Fig. 1 dargestellte Lage ein. Die Kontakt stifte 17 und 17a sind von ihrem Einfluss völlig frei und werden durch die Federn 18 und 18a gegen die in den Gehäusen 4 und 5 befestigten Kontakte 19 und 19a gedrückt.
Es besteht dann zwischen den Kabeln 10 und 11 unter der Annahme, dass das Kabel 10 mit dem positiven Pol, das Kabel 11 mit dem negativen Pol der Stromquelle verbunden ist, folgende stromführende Verbindung: Vom Kabel 10 über den Stift 13, das Kugellager 9, den Stift 14, den Stift 16, die Feder 18, den Kontaktstift 17, den im Ge häuse 4 befestigten Kontakt 19, das Gehäuse 4, die Schrauben 6, das Gehäuse 5, den Kon takt 19a, den Kontaktstift 17a, die Feder 18a, den Stift 16a, den Stift 14a, das Kugel lager 8 zum Kabel 11.
Ist die Geschwindigkeit und damit die auf die Schwunggewichte 20 und 20a wir- kende Fliehkraft so stark gesunken (45 km/ Std. und darunter), dass die Federn 22 die Schwunggewichte zurückzudrücken vermö gen, so nehmen diese die Kontaktstifte 17 und 17a gegen die Wirkung der Federn 18 und 18a mit und unterbrechen den Strom, wodurch in bekannter Weise die Umstellung einer nicht dargestellten Umschaltvorrich tung erfolgt, die eine Herabminderung der Bremswirkung hervorruft.
Damit bei langsamer Umdrehung des Achszapfens oder bei stehendem Fahrzeug die Schwerkraft die Schwunggewichte nicht nach unten zu ziehen vermag, ist die in Fig. .1 dargestellte Einrichtung getroffen, gemäss der der die Schwunggewichte 20 und 20a umschliessende Zylinderraum mit 01 .ge füllt ist und der jeweils äussere Zylinder raum für das eine der Schwunggewichte mit dem jeweils innern Zylinderraum für das an dere der Schwunggewichte .durch je einen Kanal 23 bezw. 2:3a in Verbindung steht. Ein Herabsinken der Schwunggewichte in die Tiefstlage ist dann ausgeschlossen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Fliehkraftschalter für Umschaltvorrich tungen an Bremsanlagen von schnell fahren den Eisenbahnfahrzeugen zur Regelung der Bremswirkung nach Massgabe der Fahr geschwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass ,Schwungmassen, die sich in je einem an der Stirnfläche eines Achszapfens an geordneten Gehäuse unter dem Einfluss der Fliehkraft und je einer dieser entgegenwir kenden Feder zu bewegen vermögen, bei ihrer :gegen.seitigen, mit der Verringerung der Drehgeschwindigkeit auf einen bestimm ten Werterfolgenden Annäherung Kontakt stifte unmittelbar bewegen und dadurch einen Strom unterbrechen, um mittels der Umschaltvorrichtung die Bremswirkung zu vermindern, während-bei der entgegengesetz ten Bewegung der Schwungmassen .durch die Fliehkraft nach Ilerbeiführung des Strom- schlusses durch die Kontaktstifte diese von der Wirkung der Sehwungmassen frei wer den.UNTERANSPRÜCHE: 1. Fliehkraftschalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wir kung der Schwerkraftkomponente auf die Schwunggewichte bei geringer Drehzahl des Achszapfens oder bei dessen Stillstand dadurch ausgeglichen wird., dass die Räume, in denen sich die Schwunggewichte befin den, mit 01 gefüllt sind und derart mitein ander in Verbindung stehen, dass der durch die 'Schwerkraftkomponente des einen Ge wichtes erzeugte Flüssigkeitsdruck der Schwerkraftkomponente des andern Ge- wichtes entgegenwirkt. 2.Fliehkraftschalter nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass die Stromkabel durch die Wandungen des Achsgehäuses zu einer Büchse geführt sind, auf der die um laufenden Gehäuse unter Zwischenschal- tung von Kugel- oder Rollenlagern gela gert sind und die ihrerseits durch die Kabel in ihrer Lage festgehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE190305X | 1935-03-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH190305A true CH190305A (de) | 1937-04-15 |
Family
ID=5723092
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH190305D CH190305A (de) | 1935-03-18 | 1936-02-28 | Fliehkraftschalter für Umschaltvorrichtungen an Bremsanlagen von schnell fahrenden Eisenbahnfahrzeugen zur Regelung der Bremswirkung nach Massgabe der Fahrgeschwindigkeit. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH190305A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5275123A (en) * | 1991-10-10 | 1994-01-04 | Geung Wilfred W | Apparatus for aerating an aquarium |
-
1936
- 1936-02-28 CH CH190305D patent/CH190305A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5275123A (en) * | 1991-10-10 | 1994-01-04 | Geung Wilfred W | Apparatus for aerating an aquarium |
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