Bürste. Die bekannten Borstenbürsten weisen der Nachteil auf, dass sich der von den Gegen ständen abgebürstete Staub, Schmutz uni Feuchtigkeit zwischen den Borsten ablagert und von dort nicht gut entfernt werden kann. Demzufolge wird der Schmutz von de Bürste selbst auf den zu bürstenden Gegen. stand übertragen. Ausserdem fallen die Bor sten leicht aus dem Bürstenkopf heraus, wa: das rasche Zugrundegehen der Bürste ver. ursacht. Der Gegenstand der Erfindung ist nun eine Bürste, bei welcher diesen Übel ständen dadurch vorgebeugt wird, dass die Borsten hier durch Streifen aus Gummi er. setzt sind.
Diese Streifen können in einfache Weise leicht und zuverlässig so im Bürsten kopf befestigt sein, dass sie von dort jeder zeit auch einzeln entfernt werden können wobei sich der Schmutz auf den zwischen der Gummistreifen befindlichen Teilen des Bür stenkopfes ablagern und von dort leicht ent fernt werden kann. Die Zeichnung zeigt mehrere Ausfüh rungsbeispiele der den Gegenstand der Er findung bildenden Bürste.
Fig. 1 und 2 zeigen eine Wasch-, bezw. Reibbürste im Querschnitt und in Seitenan sicht; Fig. 3 zeigt eine Fussbodenglanzbürste im Querschnitt; Fig. 4 ist eine Unteransicht derselben; Fig. 5 ist eine Einzelheit der Fig. 1 in grösserem Massstab;
Fig. 6 zeigt eine als Abwischbürste für Schuhe, bezw. als zusammenrollbare Fuss matte ausgebildete Bürste im Querschnitt und in Fig. 7 in Draufsicht; Fig. 8 und 9 zeigen zwei andere Ausf ah- rungsformen der Fussabwischbürste, bezw. der Fussmatte;
Fig. 10 zeigt eine zum Reinigen von Spülbecken, bezw. zum Walehen von Kraft wagen dienende Bürste im Querschnitt; Fig. 11 zeigt eine andere Ausführungs form einer solchen Bürste in Seitenansicht und in Fig. 12 in Unteransicht; Fig. 1ss zeigt den Querschnitt eines Gummistreifens mit verdicktem Befesti gungsrand und in diesem ausgebildeten Luft kanal.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass im Bürstenkopf anstatt der Borsten, im Abstand voneinander angeordnete, aus Gummi, zweckmässig aus gebrauchtem Auto gummi, bestehende Streifen befestigt sind.
Auf der Zeichnung ist a. der Bürsten kopf; b sind die die Borsten ersetzenden Gummistreifen.
Fig. 1 und 2 veranschaulichen eine ge wöhnliche Wasch-, bezw. Reibbürste. Die die Borsten ersetzenden Gummistreifen b sind hier der Länge nach zusammengefaltet und in schwalbenschwanzförmig profilierten, parallel zu einander verlaufenden Nuten c des Bürstenkopfes eingespannt. Die zu sammengefalteten Gummistreifen sind mit ihrem Buge in die Nuten c eingesetzt und in letzteren mittels eines im Buge zwischen ihre beiden Schenkel eingeführten Drahtes d oder einer beliebigen Leiste oder dergl. festge klemmt, bezw. befestigt.
Diese Drähte d wer den zweckmässig an -dem einen Ende des Gummistreifens b zwischen die beiden Schen kel des in die Nute c eingesetzten Gummi- streifens eingeführt, wodurch sie die Schen kel des Gummistreifens b auseinander sprei zen und an die Seitenwände der Nuten c an pressen. Dadurch werden die Gummistreifen b in den Nuten c befestigt und finden hier bei eine Stütze an den ,Seitenwänden der Nute, welche Stütze die während des Bür stens sich biegenden Streifen b in ihre stehende, das heisst auf die Ebene der Bürste senkrechten Lage federnd zurückführt.
Damit die Streifen b während des Bür stens nicht aus den Nuten c heraus gerissen werden, können die Drähte d durch Klam mern oder andere Befestigungsorgane in den Nuten c befestigt sein. Der aus dem Bürstenkopf hervorragende Teil der Streifen b kann am freien Rande mit Einschnitten f versehen sein (Fig. 2), wodurch die .Streifen in mehrere Teile unter teilt sind, die sich beim Bürsten einzeln und voneinander unabhängig verbiegen können.
Wenn die Befestigungsdrähte d aus dee- Nuten c, bezw. aus den Gummistreifen b herausgezogen werden, können die Streifen aus den Nuten c ausgehoben und gegebenen falls durch andere ersetzt, bezw. ausgewech selt werden, so dass die abgenützten, bezw. zugrunde gegangenen Streifen, jeder für sich, ausgewechselt werden können, ohne da.ss die ganze Bürste weggeworfen werden müsste.
Der zwischen den Gummistreifen sich ab lagernde Staub, Schmutz und Feuchtigkeit kann von dort leicht entfernt werden, im Gegensatz zu den bisherigen Barstenbürsten, bei welchen der Schmutz zwischen den Bor stenwurzeln nur sehr schwierig entfernt wer den kann. Die Gummistreifen müssen natürlich nicht unbedingt zusammen gefaltet werden, insbesondere können die Streifen aus stei ferem Material auch, ohne gefaltet zu wer den, in die Nuten des Bürstenkopfes einge spannt werden. Desgleichen muss der aus dem Bürstenkopf herausragende Teil der Strei fen nicht unbedingt durch Einschnitte in mehrere Teile unterteilt sein.
Bei der Fussbodenglanzbürste gemäss den Fig. 3 und 4 sind die Streifen b in den Nuten c des Bürstenkopfes ebenso befestigt, wie bei der Kleiderbürste gemäss Fig. 1 und 2. In gleicher Weise sind auch bei der Bürste gemäss Fig. 6 und 7 die gefalteten Gummi streifen b befestigt.
Bei dieser Bürste ist der Bürstenkörper <I>a</I> in zu den Streifen<I>b</I> paralleler Richtung in mehrere Teile geteilt, die gelenkig mitein ander verbunden sind, :so dass diese Bürste als zusammenrollbare Hatte verwendet werden kann.
Ausserdem weist diese Bürste den Vor teil auf, dass der von den Schuhen ab gebürstete Staub, Schmutz, Feuchtigkeit in die Zwischenräume zwischen den Gummi- streifen fällt und von dort leicht entfernt werden kann, im Gegensatz zu den bisheri gen Fussmatten mit Borsten, bei welchen der von dem einen .Schuh abgebürstete Schmutz \wenigstens teilweise auf den andern Schuh übertragen wird. Ein weiterer Vorteil ist 2aeh der, da.ss an .Stellen, wo stärkere Er schütterungen auftreten, z.
B. auf elektri- schen Strassenbahnwagen, Autohussen, Eisen bahnwagen und überhaupt auf Fahrzeugen, die nach oben ragenden Gummistreifen dem Fuss eine sichere Stütze bieten und der Fuss ständig auf einer trockenen Fläche steht, da die Feuchtigkeit in die Zwischenräume zwi schen den Gummistreifen abfliesst.
Für sol che, als Matten auf elektrischen Strassen- bahnwagen, Autobussen, Eisenbahnwagen und überhaupt auf Fahrzeugen zu verwen- (lende Bürsten ist es besonders vorteilhaft, solche Gummistreifen b zu benützen, die schon von vorneherein mit einem verdickten, den Befestigungsnuten c entsprechend schwal- benschwanzförmig profilierten Befestigungs rand b' (Fig. 13) versehen sind, in welchem ein durchgehender Luftkanal b" ausgebildet ist.
Diese Gummistreifen werden mit diesem dicken Rande b' in den Nuten c befestigt und die Enden der Luftkanäle b" durch Einfüh rung kurzer Drahtstücke, Stoppel oder dergl. abgeschlossen, so dass sie Luftpolster bilden, welche die Erschütterungen und Stösse des Fahrzeuges abdämpfen und den auf der Matte stehenden Personen einen angenehmen, elastischen und festen Stand sichern.
Bei der gleichfalls als Fussmatte ver wendbaren Bürste gemäss Fig. 8 sind die Gummistreifen b in mehrere, nebeneinander angeordnete und miteinander gelenkig ver- bundeno Leisten a eingespannt, so dass auch diese Bürste zusammengerollt, bezw. ausge breitet werden kann. Die Leisten a haben zweckmässig keilförmigen Querschnitt und sind vorteilhaft durch eine biegsame Unter lage a1 miteinander verbunden. Doch kann die gelenkige Verbindung auch durch Schar niere, wie in Fig. 6, erfolgen.
Die zur Be festigung der Gummistreifen b dienenden Nuten c sind hier in der nach oben ragenden Schneide der keilförmigen Leisten a ausge bildet. Zufolge der genannten Form der Lei sten a sind zwischen diesen keilförmige Ver tiefungen a" gebildet, die den Schmutz sam meln, der von dort jederzeit leicht entfernt werden kann, selbst wenn die Fussmatte am Boden bleibend befestigt wird. Auch die Bürste gemäss Fig. 9 ist als Fussmatte aus gebildet.
Bei dieser besteht der Bürstenkopf aus mehreren nebeneinander angeordneten Leisten a, zwischen welche die Gummistrei fen b so eingespannt sind, dass der eine Längsrand derselben oben und der andere Längsrand derselben unten aus dem Bürsten kopf hervorragt, so :dass beide .Seiten dieser Fussmatte, bezw. Bürste verwendet werden können.
An der Unterseite der Fussmatte, bezw. Bürste kann ein Tragorgan befestigt werden, .so dass dieselbe vor den Sitzen von iStrassen- bahnwagen, Autobussen und andern Fahr zeugen angeordnet, auch als Fusshalter ver wendet werden kann. Das Tragorgan kann z. B. eine Unterlage oder ein Gestell aus Holz, Eisen etc. sein.
Die Bürste gemäss der Fig. 10 kann vor teilhaft zum Reinigen von Spülbecken, sowie zum Waschen von Kraftwagen verwendet werden. Der Kopf a dieser Bürste ist zweck mässig zylindrisch gestaltet und hat eine acheiale Bohrung h und in diese einmün dende, einander kreuzend angeordnete, radiale Bohrungen c'. ,In den Bohrungen wind die hier zusammengerollten Gummistrei fen b so befestigt, dass deren einer Rand radial aus dem Bürstenkopf hervor ragt. Der aus dem Bürstenkopf hervor ragende Teil .der .Streifen b ist in mehrere Streifen unterteilt (geschlitzt).
Durch das Zusammenrollen und Schlitzen werden die Gummistreifen zu pinselartigen Organen aus gebildet, welche in gewissen Entfernungen voneinander im Bürstenkopf befestigt sind. Beim Gebrauch wird in die Bohrung h Was ser geleitet., das von hier durch neben den die Gummistreifen b aufnehmenden Querbohrun gen c' vorgesehene (nicht dargestellte) Quer bohrungen austritt. Bei der Bürste gemäss ,den Fig. 11 und 12 ist der Bürstenkopf a scheibenförmig ge staltet und hat an der Unterseite zu dieser senkrechte Bohrungen c",
in welchen die in gleicher Weise wie bei der Bürste gemäss Fig. 10 zusammengerollten und an ihren aus dem Bürstenkopf hervorragenden Teil pinsel artig geschlitzten Gummistreifen b befestigt sind. Je ein solcher Pinsel wirkt schon für sich allein wie ein grosses Borstenbüschel, da dessen geschlitzte Teile, die sich während des Bürstens federnd biegen, zum Bürsten sehr geeignet sind.