CH190421A - Verfahren zur Darstellung von Aluminiumäthylat. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Aluminiumäthylat.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung von Aluminiumäthylat. Bekanntlich ist die Darstellung von Alu- miniumäthylat aus Aluminium und Äthyl- alkohol ohne die Anwendung von Katalysa toren technisch nicht durchführbar. Aber auch bei Anwendung von Katalysatoren e:
- gaben sich bei der technischen Ausführung dieser Reaktion Schwierigkeiten, die in der Hauptsache darin bestehen, dass sich bei der Reaktion das feste Aluminiumäthylat als eine lockere Masse abscheidet, welche die Oberfläche des Aluminiums bedeckt und ausserdem der Zuführung und Abführung der Wärme hinderlich ist.
Zur Behebung dieser und anderer Schwierigkeiten ist unter anderem vorgeschlagen worden, den Prozess so auszuführen, dass das Aluminium, in ge schmolzenem Aluminiumäthylat oder eineue indifferenten Lösungsmittel suspendiert, all mählich mit Äthylalkohol zur Reaktion ge bracht wird. Behandelt man aber Alu minium, in geschmolzenem Alkoholat sus pendiert, mit Alkohol, so verläuft die Reak- tion, auch bei gleichzeitiger Anwendung von Quecksilberchlorid als Katalysator, sehr langsam.
Dies ist nicht verwunderlich, denn das geschmolzene Aluminiumalkoholat ver mag überhaupt nur eine sehr geringe Menge Äthylalkohol in Lösung zu halten.
Es wurde gefunden, dass die Darstellung von Aluminiumäthylat aus Aluminiumme tall enthaltendem Material und Alkohol ohne Anwendung von Hilfsflüssigkeiten und sogar ohne Anwendung von Katalysatoren durch geführt werden kann, wenn man .das Alu miniummetall enthaltende Material auf Al kohol oberhalb<B>100'</B> C unter gleichzeitiger Anwendung eines Druckes zur Einwirkung bringt, der höher als der Dampfdruck der Äthylatlösung bei .der angewandten Tem peratur ist.
Erhitzt man Aluminium oder Aluminiumlegierungen und absoluten Alko hol, ohne Katalysatoren, im Autoklaven, so findet bereits bei etwa<B>110'</B> stürmische Ein wirkung statt. Zweckmässig steigert man je- doch die Temperatur bis über denjenigen oberhalb 120 liegenden Punkt, bei welchem sich das Aluminiumalkoholat reichlich in Alkohol löst. Zur Umsetzung des Aluminiums ist nur ein geringer Alkoholüberschuss erfor derlich.
Die Reaktion wird vorteilhaft durch allmähliche Zugabe des Alkohols zum Alu minium reguliert.
Diese Arbeitsweise hat nebenbei auch den Vorteil, dass die Alkoholverluste, die durch Mitführung von Alkoholdampf durch den Wasserstoff entstehen, durch Anwendung eines unter dem Arbeitsdruck stehenden Kühlers gegenüber den andern Verfahren sehr verringert werden können. <I>Beispiel:</I> In einen eisernen, mit Rückflusskühler versehenen heiz- und kühlbaren Autoklaven wurden 800 g Aluminium in Barrenform und 300 g wasserfreier Äthylalkohol ge geben. Der Autoklav wurde danach ver schlossen und. erwärmt. Bereits bei 100 bis 110 fand eine lebhafte Wasserstoffentwick lung, am raschen Druckanstieg erkennbar, statt.
Unter Aufrechterhaltung eines 1=Tber- drucli:es von etwa 5 Atm wurde das Wasser stoffgas am Ende des Rückflusskühlers ent spannt. Bei Erlahmen der Reaktion wurde aufs neue Alkohol in den Autoklaven ge pumpt. Diese Alkoholzugaben wurden jedes mal wiederholt, wenn die Reaktion zu er lahmen begann. Die Temperatur im Innern des Autoklaven wurde dabei allmählich auf 120' und, nachdem der grösste Teil des Al kohols eingegeben war, auf 140' ansteigen gelassen. Die Reaktionswärme wurde durch Kühlung des Autoklaven abgeführt.
Im gan zen wurden 4100 g absoluter Alkohol, das ist die für die Aluminiumalkoholatbildung theo- retischerforderlicheMenge, angewandt. 2 Stun den nach Reaktionsbeginn war die Wasser- stoffentwicklung nur noch schwach.
Danach wurde die geringe Menge überschüssigen Al kohols abdestilliert. Hierbei erwies es sich als zweckmässig, .diese Destillation gleichfalls unter Druck bei etwa 140 vorzunehmen, um die Abscheidung festen Aluminiumalkoho- lates zu vermeiden. Am Ende der Destilla tion wurde der Druck entspannt. Das Alu- miniumalkoholat blieb als eine geschmolzene Masse zurück, in welcher sich noch ein 52,5 g schweres Stück massiven Aluminiums be fand.
Das Aluminiumalkoholat wurde da nach im Vakuum, destilliert. Auf das ver brauchte Aluminium (747,5 g) berechnet wurden 4\250 g reines Aluminiumalkoholat, das ist 95 % der nach der Theorie zu erwar tenden Menge erhalten.
Auch Legierungen des Aluminiums mit Zink, Kupfer und andern. Metallen sind für die Ausführung des Verfahrens verwendbar. Erforderlichenfalls kann die Reaktion auch durch die Anwendung der bekannten Ka talysatoren (Quecksilberchlorid, Jod und an dere) beschleunigt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Alu- miniumäthylat aus Aluminium und Äthyl- alkohol, dadurch gekennzeichnet, dass Alu miniummetall enthaltendes Material mit Äthylalkohol unter Druck auf Temperaturen oberhalb<B>IN',</B> unter Anwendung von Druk- ken, die oberhalb des Dampfdruckes der Al koholatlösung bei der angewandten Tempera tur liegen, erhitzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass auf Temperaturen oberhalb 120 erhitzt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Äthylalkohol all mählich zum Aluminiummetall enthalten den Material hinzugegeben wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beendigung .der Alkoholatbil- dung übrigbleibender Alkohol oberhalb 120 unter Druck abdestilliert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE190421X | 1935-05-09 |
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| CH190421A true CH190421A (de) | 1937-04-30 |
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ID=5723612
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|---|---|---|---|
| CH190421D CH190421A (de) | 1935-05-09 | 1936-03-24 | Verfahren zur Darstellung von Aluminiumäthylat. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH190421A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2845447A (en) * | 1954-04-08 | 1958-07-29 | Shell Dev | Production of aluminum alcoholates |
-
1936
- 1936-03-24 CH CH190421D patent/CH190421A/de unknown
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