CH190520A - Anordnung mit Kathodenstrahlröhre. - Google Patents
Anordnung mit Kathodenstrahlröhre.Info
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Description
Anordnung mit Kathodenstrahlröhre. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Anordnung mit Kathodenstrahlröhre mit elektrostatischer Elektronenlinse und elektrostatischen Ablenkmitteln.
Es hat sich gezeigt, dass bei derartigen Röhren durch den Einfluss der Ablenkfelder auf das elektrostatische Linsenfeld Verzer rungen des Bildpunktes auftreten.
Die Verhältnisse werden anhand der Fig. 1 und 1a näher erläutert.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Anordnung befindet sich der metallische Belag 19 auf hohem positivem Potential, während der Tubus 9 ein wesentlich niedrigeres Potential aufweist. Als elektrische Linse wird das Feld zwischen dem Rand des Tubus 9 und dem leitenden Belag 19 verwendet.
Um den Durchgriff der Ablenkfelder auf dieses Linsenfeld zu verkleinern, wäre es er forderlich, ein abschirmendes Anodenblech 12 zwischen dem Tubus 9 und dem ersten Ablenkplattenpaar anzuordnen. Eine derar tige Abschirmung reicht jedoch keineswegs aus, um den Fehler zu beheben.
Während nämlich bei fehlenden Ablenkplatten die Anordnung 9, 12 einen runden Bildpunkt ergibt, tritt bei der Anordnung zweier Plat ten 13, 14 hinter der Anode 12 sofort ein stäbchenförmiger Punkt auf, und zwar zeigt sich praktisch, dass die Brennweite aufge zeichnet in der Ebene des elektrischen Feldes kleiner ist als in einer Ebene parallel zu den Ablenkplatten.
In Fig. 1 ist dies schematisch durch die beiden Pfeile 21 und 22 angedeutet. Das Phänomen erklärt sich durch den Verlauf der Potentialflächen zwischen Anode und Ablenkplatten. In der Ebene quer zu den Platten greifen die Potentiallinien nur wenig durch das Anodenloch hindurch. Dieser Ver lauf ist angedeutet durch die hinsichtlich der Wirkung resultierende Niveaulinie 23.
Denkt man sich hingegen die Figur um 90 ge dreht, so dass die Ablenkplatten vor und hin ter der Zeichenebene zu liegen kommen, so verlaufen die Niveaulinien nach der Kurve 24, das heisst sie greifen viel tiefer durch die Anode in Richtung zum Leuchtschirm hin durch. Da nun aber die angegebene Wölbung der Niveaulinien als Zerstreuungslinie wirkt, so wird durch eine Niveaulinie nach 24 die Brechkraft des aus den Elektroden 9, 12 ge bildeten konzentrierenden Systems stärker geschwächt als durch eine Niveaulinie nach 23.
Infolgedessen erhält man, wenn man die Vorspannung des Tubus 9 allmählich von positiven zu negativen Werten verschiebt, den in der Fig. 1a gegebenen Verlauf der Bildpunktformen am Leuchtschirm bei Ver wendung einer an sich kreisrunden Blenden öffnung 7 und bei der angegebenen Orientie rung der Ablenkplatten 13, 14 zur Figur. Die erste scharfe Abbildung hat die Form eines Stäbchens 21 quer zu den Platten 13, 14 stehend.
Die zweite scharfe Einstellung zeigt ein ebensolches Stäbchen 22 parallel zu den Platten, wobei gleichzeitig die unscharf gewordene erste Einstellung einen Lichthof <B>2 5</B> um die zweite Abbildung herum gebildet hat.
Es ist klar, dass eine mit diesem Fehler behaftete Röhre nicht in der Lage ist, voll kommen scharfe Bilder zu erzeugen.
Zur Beseitigung dieses Fehlers ist in dem Patent Nr. 185302 bereits vorgeschlagen worden, ein System zu verwenden, welches nur einen kleinen Durchgriff der Ablenk- felder auf das Linsenfeld zulässt und bei welchem die Ablenkplatten im Gegentakt betrieben werden.
Um einen kleinen Durch griff zwischen Ablenkplatten und Linsenfeld zu erzielen, wurde in diesem älteren Patent vorgeschlagen, die Linsenöffnung kleiner zu machen als den Plattenbestand des ersten Paares und den Abstand zwischen Linse und erstem Ablenkplattenpaar mindestens gleich der Breite einer Ablenkplatte zu machen.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Weiterbildung dieser Anordnung. Gemäss der vorliegenden Erfindung erhält die den Ablenkplatten zunächst gelegene letzte Elektrode des elektronenoptischen ,Sy stems die Form eines Röhrchens, welches solche Länge hat, dass der Durchgriff der Ablenkfelder in das Linsenfeld zu vernach lässigen ist.
Um Umgriffserscheinungen der Ablenk- felder zu vermeiden, wird das Anodenröhr chen zweckmässig zwischen zwei Halteplatten befestigt, deren Durchmesser so gross ist, wie er ohne Kollision mit andern Strukturelemen ten möglich ist.
Eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung ist in der Fig. 2 beispielsweise dargestellt.
In Fig. 2 bedeutet 1 den Glühkathoden- kopf einer indirekt geheizten Glühkathode mit den Heizzuführungen 2 und 3, 4 ist ein Steuerzylinder mit einer eingebauten Blende 5, an welchem die Lichtsteuerspannung an gelegt wird. 6 ist eine Blende mit einem Loch 7, welches durch die elektrische Linse 9, 10, 11, 12 auf dem Leuchtschirm 8 ab gebildet werden soll. Ein Tubus 9 wird mit einer besonderen Vorspannung, die von einem Potentiometer 10a abgegriffen werden kann, versehen.
Der obere Teil des Tubus 9 ist durch eine weitere Blende 10 verengert und wird durch einen Tubusaufsatz 11 fortge setzt. Eine Anode 12 eigenartiger Form wird elektrisch mit der Blende 6 auf gleiches Po tential gebracht, und zwar zum Beispiel auf zirka 2000 Volt -i- gegenüber der Kathode. Es folgen zwei Paare von Ablenkplatten, nämlich 13, 14 einerseits, sowie 15, 16 ander seits verhältnismässig dicht aufeinander.
Diese beiden Ablenkplattenpaare werden von je einem Kippschwingungs,generator 17 für die Zeilenfrequenz bezw. 18 für die Bildwechsel- frequenz im Gegentakt betrieben, was in der Zeichnung durch Erdung der Mitte der bei den Generatorzeichen angedeutet ist,
das heisst der einen Platte wird die Ablenkspannung und der andern Platte eine amplituden- und fre- quenzgleiche, aber pha;senverkehrteSpannung zugeführt. Ein metallischer Belag der Kolben wand 19 wird zweckmässig innerhalb der Röhre mit Hilfe einer Kontaktfeder 20 mit Erde, das heisst mit der Anode 12 verbun den.
Zweckmässig wird dieser Belag 19 nicht bis zum Schirm 18 ausgedehnt, sondern er braucht sich nur etwa bis zur Höhe des Kol- bens zu erstrecken. Ferner wird zweckmässig ein über den Röhrenhals geschobener, ge schlossener, geerdeter Eisenpanzer 34 vor gesehen.
Man verringert nun den azentrischen Ein fluss der Ablenkplatten 13, 14 dadurch, dass man der Anode 12 die Form eines Röhrchens gibt, welches eine solche Länge hat, dass die Elektronen beim Verlassen desselben einheit lich auf Anodenspannung sind, und dass der Durchgriff des Feldes 13, 14 in den Raum des Linsenfeldes zwischen 10, 11 und 1'2 praktisch zu vernachlässigen ist.
Massgebend hierfür ist das Verhältnis zwischen dem kleinsten Plattenabstand 13 und 14 einerseits und der Röhrchenlänge. Es hat sich gezeigt, dass man mit einer Dimensionierung von 10 :15 für diese beiden Grössen bei einem Abstand von 5 mm zwischen Plattenrad und schirmseitiger Haiteplatte der Anode 12 be reits praktisch auskommt. Allgemein soll .der Abstand :
der linsenseitigen Anodengrenz- scheibe von der linksseitigen Plattenkante mindestens gleich, zweckmässig grösser sein als der kleinste Abstand der Ablenkplatten voneinander.
Um eine möglichst gute Lichtausbeute und eine einwandfreie elektronenoptische Ab bildung zu erzielen, kann das Kondensa- torsystem 1/4/5/7 und die Elektronenlinse 9/10/11/12 zweckmässig so ausgebildet und bemessen werden, wie dies im Patent Nr. 186369 angegeben ist. Zu diesem Zweck wird das Verhältnis des Abstandes der Elek- trodo 12 vom Tubus 11 zu dem Durchmesser des Tubus 11, bezw. das Verhältnis der Ent fernung der Elektrode 6 von der Öffnung des Zylinders 4 nicht kleiner als 1 : 1, zweck mässig gleich 2 : 1 oder oder grösser gewählt.
Ebenso können günstige Resultate da durch erzielt werden, dass man das Verhält nis des Abstandes der vordern Platte der Elektrode 12 von der Blende 10 zu dem Durchmesser der Öffnung dieser Blende, bezw. das Verhältnis der Entfernung der Platte 6 bis zu der Blende 5 zum Durchmes ser der Blende 5 in der angegebenen Weise, das heisst nicht kleiner als 1 : 1, zweckmässig jedoch 2 : 1 oder grösser bemisst. Die Ein tauchtiefe der Blende 10 in die Röhre 9, das heisst die Länge des Stückes 11, wird zweck mässig höchstens gleich dem Radius der Röhre 9 bemessen.
Der letztgenannte Weg wird praktisch stets beschritten werden müssen, wenn. die Einstellung einer grossen Entfernung zwi schen dem Anodenrand und der Tubusöff- nung aus irgend welchen Gründen nicht mög lich ist.
Ferner werden die gleichen Regeln für die Abstandsbemessung zweckmässig auch auf das kathodennächste Elektronensystem angewendet. So kann eine auf Anodenpoten tial vorgespannte Lochelektrode vor einem die Glübkathode enthaltenden Steuerzylinder angeordnet sein, und diese Kombination kann ganz entsprechend ausgestaltet werden wie die Kombination des Tubus 11 mit der Anode 12.
Die Anordnung nach der Erfindung eig net sich ganz besonders als Hochvakuumröh- ren- oder Restgasröhrenanordnung, wobei der Gasdruck in der Röhre weniger als 5 . 10-5 mm beträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung mit Kathodenstrahlröhre mit elektrostatischer Elektronenlinse und elektro statischer Ablenkung, bei welcher besondere Mittel vorgesehen sind, um eine Beeinflus sung des elektrostatischen Linsenfeldes durch die Ablenkfelder zu vermeiden, dadurch ge kennzeichnet, dass die den Ablenkplatten zu nächst liegende, das letzte Element des elek tronenoptischen Systems bildende Anode als Röhrchen ausgebildet ist, dessen Länge so gross ist,dass der Durchgriff der Ablenkfel- der in das Linsenfeld vernachlässigbar klein wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Anodenröhrchens min destens so gross ist wie der kleinste Plat tenabstand des dem Röhrchen zunächst liegenden Ablenkplattenpaares. 2.Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Anoden röhrchen zwischen zwei metallischen Halteplatten gehalten ist, deren Durch messer so gross ist, wie es ohne Kollision mit andern Strukturelementen möglich ist. B.Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Abbildungslinse eine das Röhr chen tragende Anodenscheibe vor einem Tubus niedrigerer Spannung verwendet und das Verhältnis des gegenseitigen Ab standes zur Tubusöffnung mindestens gleich 1 gemacht wird.4. Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blende von mindestens Strahl querschnittsöffnung in einem Niederspan nungszylinder derart eingeschoben ist, dass der Abstand Blendeanode mindestens gleich der Blendenöffnung ist. 5.Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, bei welcher eine Blende in einer Niederspannungsröhre gegenüber einer Hochspannungsblende eingeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein tauchtiefe höchstens gleich dem Röhren radius ist. 6. Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf Anodenpotential vorge spannte Lochelektrode vor einem die Glühkathode enthaltenden Steuerzylinder derart angeordnet ist, dass das Verhältnis des gegenseitigen Abstandes zum Öff nungsdurchmesser des Steuerzylinders mindestens gleich 1 ist. 7.Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf Anodenpotential vorge spannte Lochelektrode vor einem die Glühkathode enthaltenden Steuerzylinder angeordnet ist, und dass in den Steuer zylinder eine Lochplatte derart eingescho ben ist, dass der Abstand zwischen der Lochelektrode und der Lochplatte min destens gleich dem Öffnungsdurchmesser der Lochplatte ist.B. Kathodenstrahlröhrenach Patentanspruch, bei welcher eine Lochplatte in einem die Glühkathode enthaltenden Steuerzylinder eingeschoben ist, dadurch gekennzeichnet, dass deren Eintauchtiefe höchstens gleich dem Radius des Steuerzylinders ist. 9. Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein. geschlossener geerdeter Eisenpan zer über den Röhrenhals geschoben ist. 10.Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Hochvakuumröhre ausgebil det ist. 11. Anordnung mit Kathodenstrahlröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Restgasröhre ausgebildet ist, welche eine Gasfüllung von weniger als 5 -10-5 mm Druck besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE190520X | 1934-03-03 |
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Family
ID=5724142
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|---|---|---|---|
| CH190520D CH190520A (de) | 1934-03-03 | 1935-03-01 | Anordnung mit Kathodenstrahlröhre. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH190520A (de) |
-
1935
- 1935-03-01 CH CH190520D patent/CH190520A/de unknown
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