CH190655A - Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren. - Google Patents

Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren.

Info

Publication number
CH190655A
CH190655A CH190655DA CH190655A CH 190655 A CH190655 A CH 190655A CH 190655D A CH190655D A CH 190655DA CH 190655 A CH190655 A CH 190655A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
mice
rodents
exterminating rodents
exterminating
impregnated
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH190655A publication Critical patent/CH190655A/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren.    Gegenstand des deutschen Patentes 612206  ist ein Verfahren zur Vertilgung niederer  tierischer Schädlinge, wie Fliegen, Ameisen,  Wespen und     Rübenaaskäfer,    durch Verwen  dung von gewissen     Halogensubstitütionspro-          dukten    mehrwertiger Alkohole als     Frassgifte.     



  Wenn auch daselbst gesagt wird, dass  diese     'Mittel    im Gegensatz zu ihrer Wirkung  auf Insekten für grössere Lebewesen verhält  nismässig ungiftig sind, so wurde doch über  raschender Weise gefunden, dass     kleinere     Wirbeltiere, wie Mäuse, Ratten, Hamster  usw. durch diese Stoffe mit völliger Sicher  heit abgetötet werden können. Das den Ge  genstand vorliegender Erfindung bildende  Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren  ist also dadurch gekennzeichnet, dass man  Köderstoffe verwendet, welche solche Halo  gensubstitutionsprodukte mehrwertiger Al  kohole enthalten, die noch mindestens eine  freie     Hydroxylgruppe    besitzen.

   Gegenüber  den meisten bekannten Nagetierbekämp-         fungsmitteln    besitzen diese     Halogensubsti-          tutionsprodukte    den Vorzug, nicht, wie z. B.       Strichnin    und     Theobromin,    einen abstossen  den Geschmack,     sondern    im Gegenteil,  meistens einen süssen Geschmack zu besitzen.

    Anderseits ist aber auch ihre Giftigkeit  nicht so stark,     wie    die der beiden er  wähnten Stoffe     bezw.    der Salze der Stick  stoffwasserstoffsäure oder auch     gewisser,     in der Schädlingsbekämpfung verwendeter       Urethane,    welch letztere     in    ihrer Abhängig  keit von einer bestimmten Wasserstoff  ionenkonzentration nur eine sehr geringe  Haltbarkeit besitzen. Die Mittel dienen zur  Vergiftung der' von Nagetieren aufgenom  menen     Nahrungsmittel.     



  <I>Beispiele:</I>  1. Man versetzt 95 Teile     eines    zerkleiner  ten Gebäcks mit 5 Teilen     Glyzerinmonochlor-          hydrin    und formt die Masse mit Wasser zu  kleinen Keksen. Das Mittel wird von den      Mäusen gerne genommen und wirkt inner  halb kurzer Zeit unbedingt tötend. So star  ben Mäuse beispielsweise nach der Auf  nahme von 20 mg Giftstoff.  



  2. Weizen wird mit<B>10%</B>     Glyzerinmono-          chlorhydrin,    gelöst in Wasser, imprägniert.  Zur Tötung von Mäusen     genügen*3-4    Gift  körner.  



  3. Ein mit     Glyzerinmonobromhydrin    wie  in Beispiel 2 hergestellter Köder wirkt in  gleicher     Weise    tödlich.  



  4. Verwendet man nach dem im Beispiel 1  angegebenen Verfahren an Stelle von     Glyze-          rinmonochlorhydrin    die entsprechende     Jod-          verbindung.    so erhält man einen Köder, von  dem eine Menge, die 20 mg Giftstoff ent  spricht, auf Mäuse unbedingt tötend wirkt.  



  5. Ein Kaninchen, das freiwillig 15 g  eines mit 10 %     Glyzerinmonochlorhydrin     imprägnierten Weizens frass, war am folgen  den     'Page    tot.  



  6. Mit 5 %     ss-Chlor-:ss'-oxydiäthyläther     imprägnierter Weizen wird von Mäusen gern    gefressen. Ein Versuchstier frass freiwillig  5 Körner und starb in kurzer Zeit.  



  7. Imprägniert man Getreide mit 5  seines Gewichtes an y,     y'-Dichlor-ss,        ss'-dioxy-          dipropyläther,    so erhält man ebenfalls ein  sehr wirksames     Mäusebekämpfungsmittel.     



  B. Man vermischt zerkleinertes Gebäck  mit 5 % seines Gewichtes an     ss-Chlor-äthyl-          y'-chlor-ss'-oxy-propyläther,    formt mit Was  ser zu Keksen und erhält so ein Nagetier  bekämpfungsmittel. Mäuse gehen nach dem  Genuss von 300 mg (= 15 mg Giftstoff) in  kurzer Zeit ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vertilgung von Nagetie ren, dadurch gekennzeichnet, dass man Kö derstoffe verwendet, welche solche Halogen substitutionsprodukte mehrwertiger Alkohole enthalten, die noch mindestens eine freie Aydroxylgruppe besitzen. .
CH190655D 1935-05-08 1936-04-20 Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren. CH190655A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE190655X 1935-05-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH190655A true CH190655A (de) 1937-05-15

Family

ID=5724802

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH190655D CH190655A (de) 1935-05-08 1936-04-20 Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH190655A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60318259T2 (de) Pestizide Zusammensetzungen und Verfahren
DE69432143T2 (de) Ungefährliche schädlingsbekämfung
DE69231320T3 (de) Neues Verfahren und Zusammensetzung zur Unkrautbekämpfung
DE69819724T2 (de) Ungefährliche schädlingsbekämpfung
DE69017072T2 (de) Methode zu Insektenvertilgung.
DE69717957T2 (de) Verfahren zum Schutz landwirtschaftlicher Produkte
DE2534765A1 (de) Verfahren zum vernichten und vertreiben von insekten sowie mittel zur durchfuehrung des verfahrens
DE69128917T2 (de) Auf fettsäuren basierende herbizidzusammensetzung
EP0265825B1 (de) Verwendung von Desinfectionsmitteln zur Bekämpfung und Abtötung von parasitären Dauerformen
DE69702905T2 (de) Polyaminosäure zur verbesserung der absorption eines insektizids
DE1170707B (de) Nagetiergiftmassen und -koeder
CH383678A (de) Nagetierbekämpfungsmittel
DE1073238B (de) Unkrautvernichtungsmittel
CH190655A (de) Verfahren zur Vertilgung von Nagetieren.
DE69009862T2 (de) Köderzusammensetzung für die Schädlingsbekämpfung.
DE3888939T2 (de) Insektenlockstoff.
AT151313B (de) Mittel zur Vertilgung von Nagetieren.
DE666903C (de) Vertilgung von Nagetieren
DE2944758A1 (de) Koeder zur regulation der bestaende an exoanthropen und synanthropen nagetieren
DE4133382A1 (de) Verfahren zum vertilgen von ratten bzw. maeusen sowie vertilgungsmittel fuer ratten bzw. maeuse
DE672110C (de) Insektenbekaempfung
DE956365C (de) Verfahren zur Bekaempfung von Kornkaefern und anderen Getreideschaedlingen
DE688667C (de) edlingen
AT119510B (de) Tiervertilgungsmittel.
AT221867B (de) Insektenlockmittel