Vorrichtung zum Herbeiführen des Stillsetzens der hin- und hergehende Bewegungen ausführenden Arbeitswelle bei Wasch- und ähnlichen Maschinen, bei Erreichung einer bestimmten Anzahl dieser Bewegungen. Für das Waschverfahren bei Benutzung einer Waschmaschine ist es von Bedeutung, da3 -die Wäsche eine bestimmte Zeit hin durch, in der Regel eine Viertelstunde, be arbeitet wird, da davon eine gleichmässige Reinigung der meist in Abschnitten' ge waschenen Wäsche abhängt.
Bei durch Was sermotor angetriebenen Waschmaschinen spielt auch der Wasserverbrauch eine Ralle, insofern er unnötig .gross ist, wenn die Wäsche über die viertelstündige Zeit hinaus bearbei tet wird. Anderseits würde die Wäsche zum 'teil noch schmutzig bleiben, wenn der Zeit raum, innerhalb welchem der Waschvorgang beendet sein soll, zu kurz gewählt werden würde.
Zur Überwachung der Zeitdauer der Be arbeitung des Waschgutes mittels Wasch maschine bedient man sich daher gewohn heitsmässig einer Uhr. Die Uhr zeigt jedoch nur die abgelaufene Zeit an, während wel cher die Waschmaschine, sei es eine von Hand oder mittels Wassermotor betriebene, gearbeitet hat.
Da jedoch die Kraft eines Menschen schon nach kurzer Zeit naehlässt und der Wasserleitungsdruck durch Öffnen von Zapfstellen schwankt, so entspricht die Leistung einer Waschmaschine selten ..der durch die Uhr angezeigten, beispielsweise viertelstündigen Leistung, vielmehr müsste eine Waschmaschine zur Erreichung einer viertelstündigen Leistung um die durch Kraftnachlass;
verringerte Leistung noch wei ter in Betrieb bleiben,. Dafür fehlt aber ein Mass, und es kommt daher häufig vor, dass dort, wo man die Differenz auszugleichen sucht, oder keine Uhr gebraucht, die Ma schine längere Zeit als notwendig in Betrieb gehalten wird. Dadurch wird aber bei Was- sermotorwaschm-aschinen mehr Wasser als notwendig verbraucht und bei Ilandwasch- mas:chinen Kraft vergeudet.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herbeiführen des Stilisetzens der hin- und hergehende Bewegungen ausführenden Arbeitswelle bei Wasch- und ähnlichen Ma schinen mit konstanter oder veränderlicher Geschwindigkeit bei Erreichung einer be stimmten Anzahl dieser Bewegungen und be steht im wesentlichen darin, dass mit einem Schaltwerk ein Zahler durch eine verschieb bare Zeiger- und Mitnehmerwelle ausrückbar gekuppelt ist,
deren Zeiger durch Voreinstel- lung -die jeweilige Hubzahl .der Waschwelle oder dergleichen auf einer Zeiteinteilung an zeigt, während deren Mitnehmer nach Er reichender eingestellten Hub- bezw. Zeitzahl ein Organ betätigt, mit dem das Stillsetzen der Maschine bezweckt wird.
Durch diese besondere Ausbildung des Schaltzählwerkes ist,die Möglichkeit geschaffen, das Bemessen des für das Reinigen des Waschgutes jeweils erfo-rde:rliclien Nasser- und Kraftverbrauches lediglich durch Voreinstellen eines Zeigers auf eine Zeitzahl vorzunehmen, wobei etwaige Beschleunigung oder Verzögerung :der Ge schwindigkeit der Waschwelle auf die Hub oder Zeitzahl keinen. Einfluss hat. Dadurch sind Fehl- oder Mehrleistungen der Maschine trotz Veränderlichkeit des Zeitraumes, inner halb welchem die Maschine im Betrieb war, ausgeschlossen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsge- genatand beispielsweise dargestellt. Es zei gen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Vor richtung nach der Linie A-A der Fig. 2, Fig. 2' und 3 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie 13-B der Fig. 1 und der Linie C-C der Fig. 1,
Fig. 4 eine .Seitenansicht der mit einem teilweise im Schnitt dargestellten selbst schliessenden Wa.sserabsperrventil verbunde nen Vorrichtung in kleinerem Massstabe, Fig. 5 die Vorderansicht und einen Längs schnitt durch eine mit einem Rasselwerk verbundene Vorrichtung, Fig. 6 einen Quer- und einen Längs schnitt durch eine Vorrichtung einfachster Ausführung nach der Linie E-E der rech ten.
und D-D der linken Fig. 6, Fig. 7, 8 und 9 Einzelheiten. Bei Waschmaschinen mit oder ohne Was sermotor macht das sogenannte -\Vaschl#.reuz bezw. der Wäschebeweger 1 eine hin- und herdrehende Bewegung, die von Hand oder durch den Druck des Wassers einer Wasser leitung hervorgebracht wird.
Mit dem Wasch kreuz 1 oder dem Wassermotor 2 ist ein Mit nehmer 3 verbunden, der in hin- und her- pendeln-de Bewegung versetzt wird und dazu dient, eine bestimmte Anzahl aufeinander folgender Hübe der Waschmaschine auf ein Schaltwerk @4 zu übertragen.
Das Schaltwerk 4 liegt an ,dem Mitnehm-er 3, mittels Schalt hebel 5 an der gemäss Fig. 1 bis 6 an seinem Lagerende 5-a gabelartig ausgebildet und um das aus einem Schneckengehäuse 6 her ausragende Ende einer .Sehneckenwelle 7 drehbar ist, auf der ein den Hebel 5 auf der Welle 7 fixierendes Schaltrad 8 sitzt, in dessen Zähne eine am Schaltwerksgehäuse 4 befestigte federnde Sperrklinke 9 und eine am Hebel 5 angebrachte Schaltfeder 10 ein greift. An einer über das Schaltrad 8 hin ausragenden.
Verlängerung 11 des Hebels 5 greift eine Zugfeder 12 an, die den Hebel arm 5 auf dem einen Weg seiner Schwin gungen in Richtung gegen den Anschlag 13 eines Gehäuseausschnittes 14 und damit an den Mitnehmer 3 zieht. Auf dem andern Weg legt der Mitnehmer 3 den Hebel 5 ent gegen der Wirkung der Zugfeder 12 zum Anschlag 15 hin um.
Dabei wird,das Schalt rad 8 und damit die die .Schneckenwelle 7 durch die Schaltklinke 10 mitgenommen und durch die Sperrklinke 9 gegen Rück wärtsdrehen gesichert, so dass die auf der Welle 7 sitzende Schnecke 16 schrittweise weitergedreht wird.
Die Schnecke 16 greift in ein durch Idas Gehäuse ss verkapseltes Schneckenrad 17 ein, das gemäss Fig. 1 und 2 seine Drehbewegung über eine mit dem Schneckenrad festverbundene Welle 28 (siehe Fig. 5) auf ein Kegelradgetriebe 18, 19 über trägt, dessen Rad 19 auf einer senkrecht zur Welle 28 gelagerten verschiebbaren Welle 24 eines Umdrehungszählers angebracht ist. Mit ihrem hintern Ende sitzt die Welle 24 in einer Buchse 22, während am vordern, aus dem Gehäuse 4 herausragenden. Ende ein Bedienungsknopf 23 und ein Zeiger 29 befe stigt ist.
Zwischen Zeiger 29 und Kegelrad 19 befindet sieh eine mit der Welle 24 fest verbundene Schaltscheibe 20@, ,gegen die sich eine Diiickfeder 21 stützt, !die .den Eingriff des Kegelrades 19 mit dem Kegelrad 18 be wirkt und ein vorübergehendes Fnikuppeln beider Kegelräder gestattet. Nach Heraus ziehen des Knopfes 213 lässt sich .das Kegel rad 19 und damit auch die Schaltscheibe 20 zum Kegelrad 18 beliebig versetzen.
Die Schaltscheibe 20 trägt an ihrem äussern Um fang als Mitnehmer einen Noelzen 25, der beim Herausziehen der Zeiger- und Mit- nehmerwelle 24 mitverschoben wird und dann um .die Achse der Welle 24 hearumdreh- bar bezw. an jede beliebige Stelle, von der aus ersieh in Lauf setzen soll, einstellbar ist.
Nach der Fig. .5 ist die Schaltscheibe gleichzeitig als federndes Kuppelglied 20a ausgebildet und mit konzentrisch angeordne ten Kuppellöchern 26 versehen, und deren zwei auf mit der Schneckenradv,elle 28 ver bundene diametral angeordnete Stifte 27 auf schiebbar sind. Die Schalt- bezw. Zeiger welle ist hier als Hohlwelle 24a ausgebildet und auf .der Welle 28 axial verschiebbar.
Am hervorragenden Ende trägt,die Welle 24a ebenfalls einen Knopf <B>23</B> und einen Zeiger 29 zwecks Verschiebens und Einstelleis der Schaltscheibe 20a und ihres Nockens 25.
Gemäss Fix. 6 ist die Zeigerwelle eben falls als Hohlwelle 24b ausgebildet und auf der :Schneckenwelle 2-8 axial verschiebbar. An Stelle einer Schaltscheibe trägt sie einen seitlich angebrachten Schaltstift 25a, der unter der Wirkung der Druckfeder 2'1 durch einen Gehäuseausschnitt 6a hindurch in eines der konzentrisch in der Vorderseite des Schneckenrades 17 angeordneten Kuppel löcher 26a, eingreift. Die Flanke des Stiftes 25a dient gleichzeitig als Nocken.
Die Stelle, von welcher der Nocken 25 bezw. 25a seinen Lauf beginnen soll, ist bei allen Ausführun gen des Schaltwerkes durch den Zeiger 29 sichtbar, der auf einer auf dem Gehäusedeckel .l . oder einer Erhöhung 30 desselben ange- brachten Zeiteinteilung 31 (Fix. 5 links) spielt.
Wird der Zeiger 20 beispielsweise auf 15 eingestellt, so, läuft er während des Betrie bes der Waschmaschine auf 0 zurück und zeigt damit an, ,dass der Wäschebeweger 1 inzwi schen 540 Hin- und Herdrehungen ausgeführt hat, d. h. so viele Bewegungen als normaler weise innerhalb 15 Minuten ausgeführt wer den müssen.
Hat während des Betriebes die Kraft des Arbeiters oder der Wasserdruck. vorübergehend nachgelassen, so.wird die Wäsche um diesen Betrag länger bearbeitet, immerhin aber .nur mit 540 Schlägen: des Wäschebewegers 1, aber auch nicht darüber hinaus.
Bei Erreichender Nullstellung nimmt der Nocken 25 der Schaltscheibe 20- gemäss Fig. 1 bis 3 einen Schieber <B>312,</B> und gemäss Fig. 5 und 6 einen Anschlag '33 mit. Letzterer be wirkt die Auslösung eines an sich bekannten Rasselwerkes 34 und zeigt damit an, dass .die Wäsche fertig ,gewaschen und bei Wasser motorwaschmaschinen der Wasserzulauf ab zusperren und bei Handwaschmaschinen oder dergleichen der Betrieb einzustellen ist.
Die Mitnahme des Schiebers 32 bewirkt das selbsttätige Absperren des Wasserzulaufes bei Wassermotorwa.schmaschinen und damit das Stillsetzei der Maschine. Der mit einer vorspringenden Nase -35 versehene Schieber 32 greift mit seinem andern Ende an einen Winkelhebel 316 an, an dessen einem Arm eine,Schubstange -37 angelenkt ist,
die durch das Vorziehen des Schiebers mittels des sich vorübergehend an die Nase 3.5 anlegenden Nockens 25 ,senkrecht zum ,Schieber <B>312</B> aus dem Gehäuse 4 herausibewegt wird und da durch die Ventilstange 38 eines Wasserzu- laufventils 39 freigibt, das sich hierauf durch den Druck einer ,
gegen die Ventil- stange wirkenden Feder 40 selbsttätig schliesst und den Wasserzulauf zum Wassermotor 2 hin ;absperrt.
Die Ventilstange 38 trägt eine gegen Verdrehen gesicherte in einer Nute 41 des Hahnes 39 geführte Nase 42, auf der bei geöffnetem Ventil .gemäss Fig. 4 eine .Sperr- nase 43. lastet., die sich an einer an der Schubstange .'3@7 angelenkten und in einem festen Drehpunkt 44 belagerten Stange 45 befindet.
Unterhalb Drehpunkt 44 ist an der Stange 45 ausserdem eine Taste 46 ange bracht, durch deren Niederdrücken die Sper rung des Waes erzuflusshahnes 39 unabhängig vom Schaltwerk, beispielsweise bei einer Störung ausgelöst wenden kann.
Eine Feder 47, die sich stirnseitig gegen-den Schieber 32 stützt, sohnellt die Schubstange 37 wieder in die Arbeitsstellung zurück, wodurch die Sperrnase 4:3 ebenfalls in Arbeitsstellung geht, so dass- der Wasserzulaufhahn 39 in der gröffneten Stellung erneut gesichert wird.
Nach den Fig. 1 bis 6 dienen zur Rück bewegung der durch Mitnehmer oder der gleichen: von der einen in die andere Rich tung bewegten Teile 5, 24"3,3, 35 usw. durch weg Druck- oder Zugfedern, die gemässi den Ausführungsformen nach Fig. 7 bis 9 auch entbehrlich sein können. Zum Beispiel kann der Schalthebel 5 durch gelenkige oder He belverbindung mit dem Mitnehmer 3 durch diesen sowohl hin- wie zurückbewegt werden.
Zur Vermeidung eines Bruchs des Hebels 5 ist derselbe aus zwei durch Gelenk 48 mit einander verbundenen Teilen gebildet, die einen Arm 501 bezw. 51 tragen, an welchen eine Schaltklinke 49 gelagert ist. Die Klinke 49 ist durch einen Längsschlitz 52 auf dem Führungsbolzen des Armes 50 in der Höhe begrenzt verschiebbar, und zwar derart, dass die Schwingungsbewegung des untern Hebel teils um den obern Hebelteil in der einen Richtung durch die Klinke 49 und in der andern Richtung bei eingreifender Klinke 49 durch das Schaltrad 8 begrenzt werden.
Da durch nimmt die Klinke 49 auf dem Hinweg des Schalthebels 5 das Schaltrad etwa im letzten Viertel ihrer Bewegung mit, während sie auf dem Rückweg ausklinkt. Die Sper- rung :des Schaltrades 8 gegen. Rückwärts drehung bewirkt eine:durch ihr Eigengewicht selbsttätig einfallende .Sperrklinke 53.
Die Auslösung der Sperrung des Wasser zulaufventils 39 oder eines Rasselwerkes 34 geschieht nach Fig. 8 durch unmittelbares Herausschieben eines Stossarmes 54 mittels einarmigen Hebel 55, der durch das axial auf ihm lastende Gewicht der Ventilsperr- stange 45 oder .des Bedienungsknopfes 56 einer aufziehbaren Fahrradglocke oder der gleichen auf den Rand der Schaltscheibe 20 niedergedrückt wird.
Die Sperrstange 45 wird mit dem Stossarm 54 zweckmässig ge lenkig verbunden, während der Bedienungs knopf 56 lose auf der vordern Stirnkante desselben aufstehen kann. Durch eine am Gehäuse 4 angebrachte Nase 57 ist der Knopf 56 gegen Abgleiten gesichert.
Beim Heraus schieben des .Stossarmes 54 durch den längs einer kurvenförmigen Nase 58 des Hebels 55 gleitenden Nocken 2.5 der Schaltscheibe 20 wird die Sperrstange 45 verschwenkt oder der Bedienun#o"sknopf 56 von der Nase 57 ab gedrängt, worauf er unter dem Einfluss1 des Läutewerkes über die Nase 57 hinweg schnellt. Ersterenfalles wird das Wasserzu- laufventil 39 abgesperrt und letzterenfalles die Glocke '3:4 zum Ertönen gebracht.
Da durch, :da3 vor Ingangsetzen der Wasch maschine sowohl :die Sperrstange 45, als auch der Bedienungsknopf 56 in die Anfangsstel lung gebracht werden müssen, wird zwangs läufig auch derSchalthebel 55 in seine An fangslage verschwenkt. , Damit auch die Schaltscheibe 20 bezw. 20a und der Schaltstift 25a ohne Federwir kung kuppelbar ist, greift gemäss Fig. 9 in der Koppelstellung (oberes Bild)
ein am vordern Ende gabelartig ausgebildeter Sper riegel 58 in eine Ringnute 59 der Welle 21 bezw. -der Hohlwelle 2-4a oder 24b ein und sichert diese damit gegen Herausschieben. Zwecks Entkuppelns des Schaltgliedes wird der Riegel gemäss Fig. 9 (unteres Bild) vor übergehend zurückgeschoben, wonach das Schaltglied längsverschoben und der Zeiger 29 entsprechend eingestellt werden kann.
Durch Einbau von federlosen Schaltteilen ,der vorgeschriebenen oder ähnlichen Art lässt sich die Vorrichtung vollständig federlos aus führen, so dass bei genügenidem Spiel zwi schen den einzelnen Gängen der Schnecke 16 und des :Schneckenrades 17 sämtliche Teile der Vorrichtung grob und teils unbearbeitet ausgeführt sein und selbst durch starke Ver- schmutzungen weder der Bruch von Teilen noch Hemmungen: durch solche hervorgerufen werden können.
Das Anbringen von Schmier stellen ist vollständig überflüssig.