Naschine zum Elektroplattieren von Blechen. Die Erfindung bezieht sich auf eine mit rotierender Trommel versehene Maschine zum Elektroplattieren von Blechen, bei welcher die Bleche während des Durchganges durch das Bad durch Elektromagnete festgehalten werden.
Bei bekannten, derartigen Maschinen musste sowohl bei der Zufuhr frischer Bleche, als auch bei der Abnahme der plattierten Bleche, bei .gleichzeitiger Ein- respektive Ausschaltung des zur Erregung der betref- fenden Elektromagnete dienenden elektri schen Stromes, die Trommel stillgesetzt wer den. Diese Maschinen beanspruchen somit eine umständliche Wartung und ausserdem ist ihre Leistung infolge der häufigen Unter brechungen eine verhältnismässig geringe.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile. Es ist dies dadurch er reicht worden, dass die Elektromagnete in parallel zur Trommelachse gerichteten Rei hen angeordnet sind und mittels einer auf der Trommelwelle befestigten SchaltvorriGh- tung vor dem Eintauchen in das Bad reihen weise nacheinander automatisch eingeschal tet und beim Austritt aus dem Bade reihen weise ebenfalls automatisch wieder aus geschaltet werden.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel der neuen Etektroplattie- rungsmasohine.
Abb. 1 zeigt unter Fortiassung der für das Verständnis der Erfindung unwesent lichen Teile die Maschine im Längsschnitt; Abb. 2 ist ein Querschnitt durch die Trommel; Abb. 3 ist eine schematische Darstellung der Schaltvorrichtung für die Elektro magnete; Abb. 4 veranschaulicht einen Abschnitt des Trommelmantels einer. Variante im Quer schnitt.
Die gezeichnete Maschine besitzt eine Trommel 1, welche in eine den Elektrolyten enthaltende Wanne 2 mit bügelförmigen Anoden 3 eintaucht und in bekannter Weise kontinuierlich rotiert. Die zu plattierenden Bleche werden durch Elektromagnete 4, 5, 6 während der Galvanisierung in ihrer Lage gehalten.
Die Magnete sind auf dem Mantel der Trommel 1 in parallel zu der Trommel welle w gerichteten Reihenaus jedrei Magne ten derart angeordnet, dass jeweils durch zwei Reihen 4a-4b, 5a-5b, 6a-6b die zu plat- tierenden Bleche 7 in ihrer Lage gehalten werden. Bei .dem gezeichneten Ausführungs beispiel sind drei aus je zwei Reihen beste hende MagnetoTuppen zur Anordnung von drei Blechen auf dem Trommelmantel ange ordnet. Es können natürlich auch mehr oder weniger als drei Magnetgruppen vorgesehen sein.
Die Elektromagnete schalten sich wäh rend der Drehung der Trommel 1 reihenweise vor dem Eintauchen in das Bad 2 auto matisch ein und nach dem Austauchen aus dem Bad automatisch wieder aus.
Die automatische Ein- und Ausschaltung der Elektromagnete erfolgt durch eine auf der Trommelwelle 5 angeordnete Schaltvor richtung 8, welche gegebenenfalls eingekap selt sein kann. Die Schaltvorrichtung 8 be- steht aus einzelnen mit .dem einen Pol der Magnetreihen durch Leitungen a, b, c ver bundenen Schleifringen 9, auf welchen Bür sten 10, welche an das Erregernetz 11 ange schlossen sind, schleifen.
Die ,Schleifringe 9 sind auf einem gewissen Teil ihres Umfan ges unterbrochen, so dass in dieser Zone .der Erregerstrom zu der betreffenden Magnet reihe ausgeschaltet ist. Der andere Pol der einzelnen Magnetreihen steht durch eine Lei tung 12 mit einem auf der Trommelwelle ?o angeordneten ununterbrochenen Schleifring 13, auf welchem eine Bürste 14 schleift, in dauernder leitender Verbindung mit dem Er regernetz 11. Alle Leitungen von der Schalt vorrichtung 8 zu den Magneten sind durch das Innere der Trommelwelle 5 geführt, welche hohl ausgebildet ist.
Die Anordnung der Leitungen und die Ausbildung der Schaltvorrichtung kann natürlich auch in be liebig andere Weise ausgeführt sein. In Abb. 1 sind die Leitungen nur für drei Magnetreihen 4a, 4b, @5a eingezeichnet.
In Abb. 3 sind die Schleifringe 9 der Über sichtlichkeit wegen als konzentrische greise mit den eine Stromausschaltung h erbeifüh- renden Unterbrechungen ;gezeichnet, während die Schleifringe in Wirklichkeit entsprechend Abb. 1 hintereinander liegen. Bei Drehung .der Trommel 1 in Richtung des in Abb. 2 und 3 eingezeichneten Pfeils ist in Abb. 3 gerade die Stellung dargestellt, in welcher die Magnetreihe 4a sich automatisch einschal tet.
Bei Weiterdrehung der Trommel um 74' erfolgt die automatische Einschaltung der Reihe 4b, so dass nunmehr für eine ge wisse Zeit beide Reihen der Magnetgruppe 4 eingeschaltet sind. Nach Drehung der Trom mel um weitere<B>180'.</B> insgesamt also um 74' + <B>18,0'</B> = 254', schaltet sich .die Magnetreihe 4b automatisch aus, während die Magnetreihe 4a noch eingeschaltet bleibt und erst dann sich ebenfalls ausschaltet, nachdem sich die Trommel um insgesamt 270-' gedreht hat.
Die automatische Ein- und Ausschal tung der weiteren Magnetgruppen 5 und 6 erfolgt in der gleichen Weise. Der Unter schied besteht nur darin, dass .die Magnet reihe 5a: um 120 später als die Magnetreibe 4a und die Magnetreihe 6a um weitere 120' später als die Magnetreihe 5a automatisch eingeschaltet wird.
Wie aus dem Schaltungsschema in Abb. 3 hervorgeht, werden die beiden Reihen jeder Magnetgruppe nicht gleichzeitig automatisch eingeschaltet und automatisch ausgeschaltet, sondern nacheinander, und zwar wird die bei der Drehung der Trommel jeweils zuerst in das Bad eintauchende Reihe jeder Magnet- gruppe früher als die andere Reihe der :glei chen Gruppe automatisch eingeschaltet, aber später ausgeschaltet.
Wenn beispielsweise angenommen wird, dass die in Abb. 4 dar gestellte. aus den Reihen 4a und 4b beste hende Magnetgruppe gerade aus dem Bad aufgetaucht ist, so wird -die untere Magnet reihe 4b früher abgeschaltet als die obere Reihe 4a. Dies hat den Vorteil, dass; das fer tig plattierte Blech sich zunächst von der un- tern Reihe in Richtung des Pfeils 17 (Fig. 4) abhebt und in die gestreckte Lage zurück biegt und bei dem anschliessenden automati schen Abschalten der obern Magnetreihe 4a besonders leicht entfernt werden kann, z. B.
selbsttätig auf eine zum Abführen der fertig plattierten Bleche :dienende Schrägfläche oder dergleichen gleitet.
Die Trommel 1 ist flüssigkeitsdicht aus gebildet und besteht z. B. aus Eisenblech, welches allseitig einen isolierenden und ab dichtenden Überzug 18 (Abb. 1) z. B. aus Gummi besitzt. Die Trommel 1 weist an den Enden .Scheiben 19 auf, welche über den Trommelmantel vorragen und die Bleche 7 seitlich gegen die Stromlinien abschirmen, damit sich auf der Rückseite der Bleche kein oder nur wenig Metall abscheiden kann.
Auf ,der Innenseite der gegebenenfalls wie der Trommelmantel 1 aus Eisenblech beste- henden Endscheiben 19 sind zur besseren Stromverteilung Messingscheiben 20 oder dergleichen vorgesehen.
Der Trommelmantel 1 ist duroh parallel zur Trommelwelle w gerichtete Stege 2.1 in einzelne Felder unterteilt, wobei zwischen den einzelnen mit je zwei Magnetreihen ver- sehenen Feldern zur Aufnahme der zu plat tierenden Bleche<B>je</B> .eine von Magneten nicht besetzte Zone 16 vorgesehen ist. Diese un- ausgenutzten Zonen 16 sind vorgesehen, da bei einem nur .der dreifachen Blechlänge ent sprechenden Trommelumfang clie Biegung der zu plattierenden Bleche verhältnismässig stark werden würde.
Die Zonen 1,6, können jedoch auch wesentlich kleiner als: bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sein und gegebenenfalls ganz fortfallen. Die die ein zelnen Magnetgruppen begrenzenden Stege 2'1 bieten zunächst den. Vorteil, dass die zu plattierenden Bleche 7 in die Felder durch Aufsetzen auf :den einen der beiden Begren zungssiege besonders leicht eingesetzt wer den können.
Der Hauptvorteil der :Stege 21 besteht jedoch darin, dass sie das Eindringen des Stromes auf die Rückseite der zu plat tierenden Bleche verhindern bezw. verrin- gern und damit ebenso wie die Seitenschei- ben 19 schirmend wirken. Damit beim Ein tauchender .Stege in das Bad die Luft aus den Zonen 19 entweichen kann und der Bad spiegel möglichst unverändert bleibt, können die Stege 2!1 mit Löchern 22 versehen sein.
Zur Stromzuführung zu den. zu plattie renden Blechen dienen auf dem Trommel mantel zwischen den Magneten befestigte Kontakte, welchen .sich die Bleche beim An ziehen durch die Elektromagnete anlegen. Die Kontakte können z. B. aus Kupfer bügeln<B>23</B> bestehen, welche gegebenenfalls auch untereinander leitende Verbindungen 24 (Abb. 1) besitzen.
Die durch die Seitenscheiben 19 und die Stege 21 der Trommel erzielte Abschirmung der Rückseite der zu plattierenden Bleche kann dadurch noch verbessert werden, dass über den Magneten jedes Feldes, bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel über den sechs Magneten jedes Feldes, ein den Raum zwischen den Seitenscheiben 19 und den Stegen 21 vollständig ausfüllendes Blech 25 angeordnet und z. B. auf den Kontaktbügeln 2@3 und .gegebenenfalls zusätzlich auch auf den Magnetköpfen befestigt wird.
Hier durch wird weiterhin der Vorteil erzielt, dass die Zuführung des Galvanisierstromes be sonders gleichmässig erfolgt.
Werden ver hältnismässig dünne Bleche galvanisiert, so werden als Abdeckbleche zweckmässig solche aus Eisen mit geringerer @oerzitivkraft ver- wendet, um den magnetischen:
Fluss zu ver grössern. -Sollen dagegen verhältnismässig dicke Bleche plattiert wenden, so, braucht--das Abdeckblech nicht aus Eisen zu bestehen, sondern es kann ein Kupferblech angewendet worden, da bei dicken Blechen der magneti- sehe Fluss genügend gross ist,
um eine gute 'faftfestigkeit der zu plattierenden Bleche trotz der zwischenliegenden Kupferbleche zu gewährleisten, wobei durch die Kupfer bleche eine- besonders .gleichmässige Strom verteilung erzielt wird. Das Abdeckblech kann auf der der Trommel zugekehrten In nenseite und in der Randzone der Aussenseite mit einem 1Überzug z.
B. aus Gummi ver sehen sein. Der an den Rändern der Aussen- seite der Abdeckbleche vorgesehene Überzug 26 (Abb. 4) :dient dazu, die Bildung eines Niederschlages in .diesen Teilen der Abdeck- bleche zu verhindern, wenn die zu plattie renden Bleche .kleiner als das Abdieckblech sind und dieses. somit an den. Rändern frei lassen.
Um eine möglichst dichte Anlage der zu plattierenden Bleche 7 bezw. der Abdeck- bleche 25 an die Enden der Magnete zu er zielen und gleichzeitig die Biegung der Bleche verhältnismässig klein zu halten, sind die Arbeitsflächen der Magnete nicht dem Trommelmantel entsprechend .gekrümmt, son dern eben ausgebildet, und die Magnete,der- art angeordnet, dass sich .die Achsen der Magnete jeder Gruppe hinter der Trommel achse schneiden,
wie insbesondere aus Abb. 2 hervorgeht. Die Arbeitsflächen der Magnete stehen mindestens angenähert senkrecht zu den benachbarten .Stegen 2-1. Zur Befesti gung der Magnete weisen! diese einen Bund 28 auf, welcher durch Überwurfmuttern 29 aus Isolierstoff gegen Stutzendes Trommel- mantels 1 gedrückt wird.
Zwischen den Überwurfmuttern und den zur Aufnahme der Magnete dienenden Stutzen des Trom melmantels kann auch der zur Isolierung und Abdichtung des Trommelmantels dienende Überzug 18 eingeklemmt werden (Abb. 1).
Die Arbeitsweise der dargestellten Na schine ist folgende: Sobald jeweils ein mit zwei Magnetreihen versehenes Feld des Trommelmantels 1. in Abb. 2 z. B. :
das die Magnetreihen 6a und 6b enthaltende Feld. bei der -Drehung der Trom mel in die Nähe des obern Randes des Bades 2 gelangt ist, wird ein Blech 7 auf den un- tern Begrenzungssteg 21 aufgesetzt, von der Magnetreihe @a angezogen und bei der Wei terdrehung der Trommel sodann zwangsläu fig durch eine Andrückvorrichtung, bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel durch eine Walze 27,
zu deren Durchgang in den Ste gen 22 gegebenenfalls Ausschnitte vorgese hen sind, der Magnetreihe 6b genähert. Die sich automatisch gegebenenfalls nacheinander einschaltenden Magnetreihen 6a und 6b hal- ten das zu plattierende Blech 7 während des Durchganges durch das Bad in dichter An lage an die Kontaktbügel 23 bezw. die auf diesen vorgesehenen Abdeckbleche 25.
So bald das Blech das Bad 2 verlassen hat, wird automatisch die untere Magnetreihe 6b aus geschaltet, so dass das Blech eine Stellung ähnlich Abb. 4 einnimmt. Hierauf wird auch die obere Magnetreihe 6a automatisch aus geschaltet, wobei das Blech 7 abfällt und gegebenenfalls durch eine Gleitbahn abge führt wird.
Inzwischen ist auf das nächste Feld bereits ein weiteres Blech aufgelegt worden, welches sodann in der gleichen Weise während des5 Durchganges: durch das Bad durch die automatisch eingeschalteten Mag nete gehalten und nach dem Austauchen aus dem Bad durch ebenfalls automatische Ausschaltung der Magnete von der Trommel entfernt wird usw.