CH191085A - Zweifadenglühlampe, insbesondere für Kraftwagenreflektoren. - Google Patents

Zweifadenglühlampe, insbesondere für Kraftwagenreflektoren.

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CH191085A
CH191085A CH191085DA CH191085A CH 191085 A CH191085 A CH 191085A CH 191085D A CH191085D A CH 191085DA CH 191085 A CH191085 A CH 191085A
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Actiengesellsch Electricitaets
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Ver Gluehlampen & Elec Ag
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      Zweifadenglülilampe,    insbesondere für     Kraftwagenreflektoren.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist. eine     'elektrische        Zweifadenglühlampe,    bei  welcher man beim Brennen des einen Glüh  fadens eine andere Lichtfarbe erhält, als  beim Brennen des andern Glühfadens; die  Erfindung strebt die Vervollkommnung und  Verbilligung der bekannten, ähnlichen     Zwek-          ken    dienenden Lampen an.  



  Es sind Glühlampen bekannt und in       Kraftfahrzeugreflektoren    gebraucht, welche  zwei     Glühfäden    besitzen, von denen jeder je  in einem Teil eines doppelkugelförmigen  Ballons angeordnet ist, dessen einer Teil aus  farblosem,     dessen        anderer    wenigstens teil  weise aus farbigem, in der Regel aus gel  bem Glas besteht. Nachfolgend wird jener  Glühfaden, welcher dem     Lampensockel    näher  liegt und im farblosen Lampenteile angeord  net ist, als Hauptfaden, der andere hingegen  als Nebenfaden benannt.

   Der den Neben  faden enthaltende Ballonteil ist (wenigstens  zum Teil)     aus    farbigem, in der Regel aus    gelbem Glas, da das gelbe Licht den Nebel       besser        durchdringt,    als das weisse. Eine  solche Lampe ergibt also beim Brennen des  Nebenfadens ein gelbes Licht, weshalb solche  Lampen auch Nebellampen genannt werden.  



  Bei solchen Lampen ist es erwünscht, dass  der mit ihnen versehene Reflektor beim  Brennen     des    Hauptfadens völlig weisses,  beim Brennen des Nebenfadens aber nur  gelbes Licht liefere. Ferner     besteht    häufig  die Anforderung,     dasst    das Licht des üb  licherweise ausserhalb des Brennpunktes des       Reflektorspiegels    angeordneten Nebenfadens  nur den obern Teil des     Reflektorspiegels    be  rühre, und so der Reflektor ein nach unten       gerichtetes,    sich verbreitendes, also ein     nicht     blendendes Licht ergebe.

   Um dieser Anforde  rung gerecht zu werden, war die Form und  die Anordnung des     Elektrodensystems    sol  cher Lampen gewöhnlich gleich jener, welche  in der Beschreibung unserer ungarischen  Patentschrift Nr. 107990 als bekannt niedijr-      gelegt und in     Fig.    1 dieser Beschreibung  dargestellt ist.

   Dieses     Elektrodensystem    war  in einem Ballon untergebracht, welcher aus  einem Stück, und zwar aus zwei annähernd  kugelförmigen und einander derart ange  gliederten Ballonteilen bestand,     dass    der  Längsschnitt durch die Ballonachse eine       lemniscaten-ähnliche    Kurve ergab und der  Durchmesser jenes Ballonteils, in welchem  die     beiden    zur Hauptsache     abgeplattet-          kugelförmigen    Teile ineinander übergehen,  um etwas grösser war, als die Hälfte des  grössten Ballondurchmessers.

   Das     öbene.r-          ivähnte        Elektrodensystem    war     nämlich    im  Ballon     derart    angeordnet, dass, der zwischen  den beiden Fäden angebrachte     ,Schirm    in die  die beiden Ballonteile trennende Ebene fiel  und sein Durchmesser nur um ein weniges  kleiner als der     Innendurchmesser    dieses Bal  lonteils war.

   Somit verhindert der in dieser  Weise angeordnete und entsprechend bemes  sene Schirm, dass die vom Hauptglühfaden  stammenden und aus der Lampe     tatsächlich     heraustretenden Lichtstrahlen durch den  gelben Ballonteil hindurchgingen, anderseits  sicherte er,     dass    alle vom Nebenglühfaden  ausgehenden und aus der Lampe heraus  tretenden Lichtstrahlen durch den gelben       Ballonteil    gingen, wodurch der Anforderung  der     Lieferung    eines zweifarbigen, jedoch in  beiden Fällen homogenen Lichtstromes Ge  nüge geleistet wurzle.

   Um den Lichtstrom  des     hT.ebenfadens    auf den     obern    Teil des       Reflektorspiegels    zu beschränken, wurde  der bei eingesetzter Lampe untere Teil des  dem Lampenfuss ferner liegenden Ballonteils  mit einer reflektierenden, von aussen in der  Regel gelb angestrichenen, inwendig weissen,  lichtundurchlässigen und nicht reflektieren  den Emailschicht versehen.  



  Die oben bekanntgegebenen     Lampen     konnten sich in der     Praxis         & ,3shalb    nicht ge  nügend verbreiten, weil sie ziemlich     teuer     waren,     ferner,    weil sie befriedigend nur in  solchen Reflektoren verwendbar waren, wel  che ausser dieser Lampe noch eine andere von  geringerer Lichtstärke, .die     sogenanute        Sta.dt-          lampe    enthielten.

   Der Grund hierfür lag    darin, dass die Emailschicht nicht vollkom  men lichtundurchlässig war, so     dass    ein nicht  zu     vernachlässigendes        Lichtquantum    auch  auf den     untern.    Teil des     Reflektorspiegels-    ge  langte, weshalb ,die den Verkehr beaufsich  tigenden Personen das Brennen des Neben  fadens, d. h. ,das intensive, oft blendend  gelbe Licht häufig beanstandeten.

   Teuer war  ,die Lampe hingegen hauptsächlich deshalb  weil sie ein von den überwiegend gebräuch  lichen     sogenannten        Duolug-    oder     BilugIam-          pen,    -deren Schirm unterhalb des Neben  fadens angeordnet ist, abweichendes, eigen  artiges     Elektrodensystem    besass und das  Auftragen ,der     Emailschichte    verteuerte den,  wegen seiner besonderen     Form    ohnehin       teueren    Ballon noch mehr.

   Ein weiterer  Nachteil bestand ferner darin, dass der zwi  schen den beiden     Ballonteilen.    befindliche  Schirm der freien Zirkulation der Gasfül  lung hinderlich war, aus welchem Grunde  man den Ballon entweder verhältnismässig  gross     herstellen    musste; wenn nicht, war die  Erhitzung zu stark.  



  Bei der erfindungsgemässen Lampe     wec-          .den    alle diese Nachteile dadurch ausgeschal  tet,     dass    man in den     doppelkugelförmigen     (auch schon bei den bekannten     Lampen        an-          gewendeten)    Ballon ein     Elektrodensystem     verwendet, welches zur Hauptsache dem der       Biluxlampen        entspricht,    d. h. in welchem  beide Glühfaden in einer durch die Lam  penachse gehenden Ebene liegen, und     da.ss     man ferner eine Schirmplatte zur Haupt  sache parallel mit der Lampenachse liegend  anordnet.

   Wenn die Ballonform, die Grösse  seines gefärbten Teils, wie auch die Anord  nung der einzelnen Glühfäden und der       Schirmplatte    richtig     miteinander    in Ein  klang gebracht sind, kann man das oben       spezifierte,    erwünschte Ziel in praktisch  befriedigender Weise, jedoch ohne eine  reflektierende     Szhicht    auf einem zwischen  ,den einzelnen Glühfäden liegenden     Schirm.     anbringen zu müssen, erzielen.

   Infolge die  ses Weglassens kann sich der Preis einer  solchen Lampe billiger stellen, als der der  obenerwähnten; sie kann bei gleichem oder           kleinerem    Ballonmass grössere Leistung auf  weisen und wird aus den in unseren ungari  schen Patenten Nr. 108744 und 107990 er  wähnten Gründen zweckmässig in der dort  selbst geschützten     Ausführung    hergestellt.  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass es  genügt, wenn man nur :die Hälfte     des    den  Nebenfaden umgebenden Ballonteils gelb  färbt, der     untere-    Teil kann farblos und       durchsichtig    bleiben, wodurch eine bessere  Lichtausbeute des Hauptfadens ermöglicht  wird.

   Die     Kombination    des Ballons doppel  kugeliger, also bekannter Form, jedoch ab  weichender Ausführung, mit dem an sich  auch schon bekannten     Elektrodensystem     bringt demnach     bedeutende    Vorteile mit  sich, gegenüber welchen jener Umstand, dass  das durch :den Reflektor gelieferte Licht  nicht immer homogen. ist, praktisch keine  Rolle spielt, da. sich etwaige Lichtstrahlen  unerwünschter Farbe stets an solcher     St"lle          des        Lichtbündels    befinden, wo sie nicht stö  ren, denn sie werden. zumeist mit freiem  Auge gar nicht     wahrgenommen     erden kön  nen.

   Die Erkenntnis dieses Umstandes  führte dazu, dass man den in bekannten  Lampen zwischen den beiden Glühfäden an  gebrachten Schirm und den reflektierenden  Ballonüberzug durch einen unter dem Neben  faden angebrachten Schirm     ersetzte,    und  hierdurch obige Vorteile erreicht wurden.  Zweckmässig ist jener Teil des den Neben  faden enthaltenden Ballonteils, welcher in  den Weg der vom Schilde reflektierten  Lichtstrahlen<I>des</I> Nebenfadens fällt, gefärbt,  während die andern Teile zweckmässig mit  einer lichtundurchlässigen, nicht reflektie  renden Schicht versehen sind.  



  Die     7eichnung    veranschaulicht ein Aus       führungsbeispiel    nebst Variante der erfin  dungsgemässen Lampe.  



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht der auf  rechtaehend (nicht in Betriebsstellung) ge  zeichneten Lampe in der auf der Ebene des  Hauptfadens senkrechten Richtung;       Fig.    2 ist eine Vorderansicht der Lampe;       Fig.    3 ist eine Seitenansicht der Lampe  in der Richtung     des    Hauptfadens;         Fig.    4 ist eine     .Seitenansicht    einer Ab  änderung, und       Fig.    5 stellt den Weg der Lichtstrahlen  der in den Reflektor montierten Lampe dar.

    In     Fig.    1 ist die gelb gefärbte Partie des  vordern Ballonteils nicht besonders     markiert,     in     Fig.    2, '3 und 4 ist dieselbe jedoch schraf  fiert angedeutet, und es ist ersichtlich, dass  bei eingesetzter Lampe lediglich der obere  Teil .des     vordern    Ballons, der sich in dem  Weg der vom Schilde reflektierten Licht  strahlen des Nebenfadens bis zur Achsen  linie der Lampe ausbreitenden Partie gefärbt  ist.

   Der Sockel 1 und Ballon     \?    der Lampe  sind in üblicher Weise ausgeführt, so     class     sich eine nähere Darlegung derselben     ertib-          rigt.    Der     V-förmige    Hauptfaden 3 ist so an  geordnet,     dass    er ganz in :den. dem Sockel  näher liegenden     Ballonteil    liegt, wogegen  der Nebenfaden 4 im andern Ballonteil un  tergebracht ist.

   Der bei     eingesetzter    Lampe  unterhalb dieses Nebenfadens angeordnete,  muldenförmige, aus einer glänzenden Me  tallplatte bestehende Schild 5 unterscheidet  sich von den üblichen Schilden lediglich  darin, dass die bei eingesetzter Lampe an sei  nem     Vorderteil    angebrachte, zur Lampen  achse querliegende     Verlängerung        5cc    zu einem  Schirm ausgestaltet ist, welcher während  des Brennens des Hauptfadens: das Eindrin  gen gelben Lichtes in die Mitte des weissen  Lichtbündels verhindert.  



  Im übrigen .sind das     Elektro:densystem     und die Glühfäden von üblicher Ausfüh  rung. Der Schild 5 ist von an seiner Ver  längerung 5a und an den Zuführungsdraht 6  geschweissten und miteinander     mittels    einer  Glasperle 7 verbundenen Haltern getragen.  Es kann     ferner    auch ein solcher Stützhalter  vorgesehen sein, welcher zum selben Zweck  und in derselben Weise, wie in unserem un  garischen Patent     Nr.    107990     beschrieben,     den Nebenfaden 4 hält. Bei der in     Fig.    4  dargestellten Lampe ist der Forts atz 5a des  Schildes etwas länger.

   Aus     Fig.    5 ist ersicht  lich, was für     Lichtbündel    beim Glühen der  einzelnen Glühfäden den Reflektor verlassen.  Hierbei sind die vom Hauptfaden ausgehen-      den, den     Reflektor    weiss verlassenden Licht  strahlen mit vollen Linien, die .gleichzeitig  gelb von der Lampe ausgehenden     .Strahlen     strichpunktiert, die vom Nebenfaden aus  gehenden, den     Reflektor    gelb verlassenden  Lichtstrahlen gestrichelt und die gleichzeitig  aus der Lampe weiss austretenden Strahlen  punktiert     angedeutet.    Die     Beobachtung    die  ser Striche zeigt,     dass,

      die dargestellte Lampe  nebst ihren andern     Vorteilen        den;    Beleuch  tungsanforderungen sehr gut entspricht, da  der überwiegende Teil der unerwünschten  Strahlen durch die Schildverlängerung und  den Lampenhals abgehalten werden. Es sei  noch bemerkt,     dass    auf der Zeichnung der  besseren Übersichtlichkeit halber die Zufüh  rung 9 nach. oben gebogen dargestellt ist,  damit .der Hauptfaden 3 auch in den     Fig.    3  und 4 sichtbar ist. In Wirklichkeit ist diese  Zufuhr gewöhnlich gerade, und der Haupt  faden 3 befindet sich in ihrer mit dem  Draht S gebildeten Ebene.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Zweifadenglühlampe, insbe sondere für Kraftfahrzeugreflektoren, in ,deren doppelkugelförmigem Ballon, dessen vorderer Ballonteil zumindest teilweise ge färbt ist, die beiden Glühfäden zur Haupt sache in einer durch die Längsachse der Lampe gehenden Ebene, und zwar der Hauptfaden im farblosen, .der Nebenfaden im gefärbten Teil angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektororgan des Nebenfadens aus einer bei eingesetzter Lampe unter dem Nebenfaden befindliclien., zur Hauptsache zur Lampenlängsachse paral lel liegenden,
    mit einer zur Lampenlängs achse querliegenden Verlängerung versehe- nen Metallplatte gebildet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektrische Zweifadenglühlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallplatte muldenförmig ist. 2. Elektrische Zweifadenglühlampe nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass jener Teil .des den Nebenfaden ent haltenden Ballonteils, welcher in .den Weg der vom Schilde reflektierten Lichtstrahlen des Nebenfadens fällt, ge färbt, die andern Teile derselben dage gen farblos und durchsichtig sind. 3.
    Elektrische Zweifadenglühlampe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jener \teil des den Nebenfaden enthaltenden Bal lonteils, welcher in den Weg der vom .Schilde reflektierten Lichtstrahlen des Nebenfadens fällt, gefärbt, die andern Teile ,dagegen mit einer lichtundurchläs sigen und nicht reflektierenden Schicht versehen sind.
CH191085D 1934-11-03 1935-10-28 Zweifadenglühlampe, insbesondere für Kraftwagenreflektoren. CH191085A (de)

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