CH191091A - Verfahren zur Darstellung haltbarer wässeriger Lösungen, die alle im Blutserum vorhandenen Ionen enthalten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung haltbarer wässeriger Lösungen, die alle im Blutserum vorhandenen Ionen enthalten.

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CH191091A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • G01N33/48Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/483Physical analysis of biological material
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    • G01N33/49Blood

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Description


  Verfahren zur Darstellung haltbarer wässeriger Lösungen, die alle im  Blutserum     vorhandenen    Ionen enthalten.    Die im Handel befindlichen Lösungen von       anästhesierend    wirkenden Substanzen enthal  ten meistens ausser dem Anästhetikum und  einem gefässverengenden     Mittel    in wechseln  den Mengen noch anorganische oder orga  nische Salze.

   Obgleich diese Salze im mensch  lichen und     tierischen    Blutserum     vorkommen     können, ist es bis     heute    ohne Zuhilfenahme  von kolloiden Substanzen nicht geglückt, be  ständige Lösungen     herzustellen,    welche sämt  liche im Blut vorhandenen Ionen, nämlich  Kalium-, Natrium-,     Calcium-    und     Magne-          siumionen,    sowie die Anionen der Salzsäure,  Schwefelsäure, Kohlensäure und Phosphor  säure enthalten.

   Ohne Zuhilfenahme kol  loider     Substanzen        reagierten    bei bisherigen  Versuchen jeweils die     Calciumionen    mit den  Karbonat- und     Phosphationen    bald     unter     Bildung von Fällungen oder     Trübungen.     



  Es wurde nun gefunden, dass man .stabile       wässrige    Lösungen, .die alle im Blutserum  enthaltenen Ionen, nämlich die Ionen des Ka-         liums,    Natriums,     Calciums    und     Magnesiums,          sowie    die Anionen der     Salzsäure,    .Schwefel  säure, Kohlensäure und Phosphorsäure ent  halten, auch ohne Zuhilfenahme kolloider  Substanzen herstellen kann,

   wenn man     in     eine     diese    Ionen enthaltende -     Lösung    eine       anästhesierend    wirkende     Verbindung        aus    der       Klasse    der     Aminobenzoesäurealkaminester     einbringt. Führt man .das Verfahren so aus,  dass man Salze,     .die    die im Blut enthaltenen  Ionen enthalten, zunächst in Wasser löst,     bis     zur     Entstehung    .der Niederschläge     wartet    und  darauf das Anästhetikum zugibt, so lösen  sich die Niederschläge völlig auf.

   Offenbar  geben .die     Anästhetika;        mit,den        Calciumsalzen          Molekülverbindungen,    welche gegen Karbo  nat- und     Phosphationen    lösungsbeständig  sind.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren  werden also Lösungen     anästhesierend    wirken  der Substanzen, welche die gleichen Ionen  wie das     Blutserum.    haben, erhalten.     Durch              Verwendung        geeigneter    Mengen der einzel  nen     Komponenten    gelingt es nachdem Ver  fahren der Erfindung,     isoionische    Lösungen  von anästhesierend wirkenden Stoffen dem       osmotischen    Druck der Blutflüssigkeit anzu  gleichen, wobei die     Wasserstoffionenkonzen-          tration    schwanken     kann.     



  Den Lösungen können gefässverengende  Mittel wie     Dioxyphenyläthanolmethylamin     oder andere ähnlich     wirkende    Stoffe, bei  spielsweise 3. 4 -     Dioxyphenylpropanolamin     oder     3.4-Dioxyphenyl-a-äthanolamin    zu  gesetzt werden. Ferner     können,den    Lösungen  Stoffe zugesetzt werden, welche die Oxyda  tion der     gefässverengenden        Mittel    verhindern.

    Auch kann es von     Vorteil    sein, .den Lösungen       solche        physiologisch        indifferenten    Substanzen  zuzusetzen, welche die Viskosität der Lösung  erhöhen und sie derjenigen des Blutserums  anpassen. Als eine solche     visko:sitätserhöhende     Substanz ist     beispielsweise        Oxäthylmethyl-          zellulose    verwendbar.

      <I>Beispiele:</I>  1. 2 g     p-Aminobenzoesäurediäthylamino-          äthylester-Chlorhydrat,    7 mg     Kaliumsulfat,     32 mg     Kaliumchlorid,    400 mg     Natriumchlo-          rid,    100 mg     Glukose,        234    mg     Natriumbikar-          bonat,    30 mg     Calciumchlorid,    11 mg     Magne-          siumchlorid    und 7,5 mg sekundäres     Natrium-          phosphat    werden mit Wasser zu 100 g .gelöst.

    Die Lösung ist in bezug auf Blutserum     iso-          ionisch    und     isotonisch.     



  2. 2 g     p-Aminobenzoesäurediäthylamino-          äthylester-Chlorhydrat,    20 mg     o-Dioxyphenyl-          propanolamin-Chlorhydrat,    250 mg     Oxäthyl-          methylzellulose,        32    mg     Kaliumchlorid,    2180 mg       Natriumchlorid,    100 mg Glukose, 3:

  0 mg       Caleiumchlorid,    11 mg     Magnesiumchlorid,     230 mg     Natriumbikarbonat,    3 mg sekundäres       Natriumphosphat,    4 mg primäres     Natrium-          phosphat    und 7 mg     Kaliumsulfat    werden mit  Wasser zu 100 g gelöst. Die Lösung ist in  bezug auf Blutserum     isoioniseh,        isotoniseh     und zeigt die gleiche Viskosität wie     Blut-          serum.     



  3. 2 g     p-Aminobenzoesäurediäthylamino-          äthylester-Chlorhydrat,    20 mg o-Dioxyphenyl-         propanolamin-Chlorhydrat,    250 mg     Oxäthyl-          methylzellulose,    32 mg     Kaliumchlorid,    280 mg       Natriumchlorid,    100 mg Glukose, 30 mg Cal  ciumchlorid, 11 mg     Magnesiumchlorid,    230 mg       Natriumbikarbonat,    7,5 mg     sekundäres    Na  triumphosphat, 7 mg     Kaliumsulfat    und 100 y       Stearolsäure    werden mit Wasser zu 100 .g  gelöst.  



  4. 0,5g     N-Hexyl-anthranilsäure-ss-:diäthyl-          aminoäthylami-dphosphat        (hergestellt        durch     Erhitzen gleicher     Gewichtsteile    von     N-Hexyl-          anthranilsäureäthylester    und     1-Amino-2-di-          äthylaminoäthan    auf 200' C und Ab  destillieren des basischen     Amids    im Va  kuum), 2 mg     o-Dioxyphenyl-äthanolmethyl-          amin-Chlorhydrat,    250 mg     Oxäthylmethyl-          zellulose,

      32 mg     galiumchlorid,    630 mg Na  triumchlorid, 100 mg Glukose, 30 mg Cal  ciumchlorid, 11 mg     Magnesiumchlori:d,    230 mg       Natriumbikarbonat    und 7 mg     Kaliumsulfat     werden mit Wasser zu 100 .g gelöst. Die  Lösungen sind selbst bei     Körpertemperatur     völlig     beständig.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung haltbarer Lö sungen, die alle im Blut vorhandenen Ionen enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Aminobenzoesäurealkaminester und Salze, welche Kalium-, Natrium-, Calcium- und Magnesiumionen, :sowie -Schwefelsäure-. Salzsäure-, Kohlensäure und Phosphorsäure- anionenenthalten, in Wasser löst. UNTERANSPRÜCTIE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, :d@ass man die Gesamtheit der Salze in solchen Mengen verwendet. dass eine :dem Blutdruck entsprechende iso- tonische Lösung entsteht. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung einen viskositäts- erhöhenden Stoff hinzufügt.
CH191091D 1935-12-12 1935-12-12 Verfahren zur Darstellung haltbarer wässeriger Lösungen, die alle im Blutserum vorhandenen Ionen enthalten. CH191091A (de)

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