CH191236A - Verfahren zur Herstellung von zu technischen Zwecken bestimmten Trockenpräparaten aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von zu technischen Zwecken bestimmten Trockenpräparaten aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas.

Info

Publication number
CH191236A
CH191236A CH191236DA CH191236A CH 191236 A CH191236 A CH 191236A CH 191236D A CH191236D A CH 191236DA CH 191236 A CH191236 A CH 191236A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
solvent
extraction
glands
distillator
condenser
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hauser Sobotka A G
Original Assignee
Hauser & Sobotka A G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hauser & Sobotka A G filed Critical Hauser & Sobotka A G
Publication of CH191236A publication Critical patent/CH191236A/de

Links

Landscapes

  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von zu technischen Zwecken bestimmten Trockenpräparaten  aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas.    Trockenpräparate aus     Gesamtdrüsen,    das  sind Trockenpräparate, die das     natürliche     Gemisch der in der Drüse vorhandenen Fer  mente in haltbarer (trockener) Formenthal  ten, werden aus den betreffenden tierischen  Organen in der Regel durch Vermischung  der zerkleinerten Organe (oder auch ihrer  wässerigen Auszüge) mit     krzstallwasserfreien     Salzen oder mit saugfähigen     Stoffen    und  nachfolgende     @schonende    Trocknung herge  stellt.

   Bekannt ist auch die Behandlung der  vorgetrockneten Organe mit organischen Lö  sungsmitteln zum Zwecke der     Entfettung.     Bei allen Verfahren dieser     Art        wird,die    Ent  wässerung und Entfettung, ,soweit überhaupt  fettfreie Organpräparate     erhalten    werden, in  zwei getrennten Arbeitsgängen .durchgeführt.  



  Für die     präparative        Herstellung    von       Pankreaslipase    ist empfohlen worden, den  durch Zerkleinerung der Drüse     gewonnenen     Brei unmittelbar mit grossen Mengen organi  scher Lösungsmittel zu     entwässern.    und zu    entfetten, zu welchem Zweck der Brei nach  einander mit Azeton,     Azeton    und Äther und  schliesslich mit Äther allein gewaschen und  an der Luft getrocknet und das lufttrockene  Pulver sodann zur Gewinnung einer     Lipase-          rohlösung    mit Glyzerin ausgezogen     wird.     



  Schliesslich ist auch für die technische  Herstellung eines Präparates, .das die gesam  ten     Fermente    des Pankreas in trockener  Form enthält, ein Verfahren bekannt gewor  den, bei welchem der wässerige Drüsenbrei       unmittelbar    der Extraktion     unterworfen     wird.

   Bei     diesem    Verfahren     (vergl.        britische     Patentschrift Nr. 120,928) wird die ganze       Extraktion    mit     Azeton    allein durchgeführt,  wobei die sorgfältig     zerkleinerte    frische  Drüse zunächst einer kurzen     Vorbehandlung     mit einer bedeutenden Menge von gewöhn  lichem     Azeton    unterworfen und der nach  dem     Abfiltrieren    des Lösungsmittels ver  bleibende Rückstand gepresst wird, um ihn  für eine erschöpfende     Auslaugung    mit      wasserfreiem     Azeton        geeignet    zu machen.

    Nach dieser Behandlung mit wasserfreiem  Azeton, die     zweimal    wiederholt wird,     bleibt     der Extraktionsrückstand sich     selbst        über-          lassen,    bis die letzten Spuren des Lösungs  mittels verdunstet sind, worauf das luft  trockene Produkt fein zerkleinert wird.  



  In     Übereinstimmung    mit dem Verfahren  dieser englischen Patentschrift setzt sieh  auch die vorliegende Erfindung das Ziel,  Trockenpräparate     aius    Gesamtdrüsen, insbe  sondere aus dem tierischen Pankreas, durch  unmittelbare Entwässerung und Entfettung  des wässerigen Drüsenbreies mit Hilfe nur  eines     Lösungsmittels,    insbesondere des     Aze-          tons,    unter Gewinnung des möglichst unver  änderten natürlichen     Fermentgemisches    in  Form eines trockenen Extraktionsrückstan  des zu gewinnen.

   Das vorliegende Verfahren  zur Herstellung von zu technischen Zwecken  bestimmten     Trockenpräparaten    aus Gesamt  drüsen     ist    ,jedoch dadurch gekennzeichnet,  dass man einen durch Zerkleinerung von Drü  sen gewonnenen Brei in einem     Extraktor,    an  welchen ein     Destillator    und ein Kondensator  nach aussen geschlossen angeschaltet ,sind,  mit dem Lösungsmittel bis zur praktisch  vollkommenen Entwässerung und Entfet  tung behandelt,

   indem man das Lösungsmit  tel im     Destillator    zwischenhinein durch De  stillation vom Wasser und den ausgezogenen  Stoffen befreit und das im Kondensator  wieder verflüssigte Lösungsmittel jeweilen  wieder in den     Extraktor    zurückleitet und  schliesslich das im     Extraktor    verbleibende  Gut dort von den     Lösungs        mittelresten    durch  Verdampfung der letzteren befreit und trock  net.

   Im Vergleich zum Verfahren der er  wähnten britischen Patentschrift wird beim  erfindungsgemässen Verfahren der durch Zer  kleinerung der Drüsen gewonnene wässerige  Brei in einer nach aussen geschlossenen Ap  paratur sowohl     entwä,s-sert,    entfettet,     als    auch  in den trockenen Zustand übergeführt; eine  Entwässerung durch Abpressen, wie sie bei  den bekannten Verfahren vorgenommen wird,  entfällt also beim erfindungsgemässen Ver  fahren. Hierdurch kann einerseits ein Ver-         lust    an Stoffen, die mit dem     Press;saft    ent  fernt würden, vermieden und anderseits die  praktisch restlose     ZN\iedergewinnung    des Lö  sungsmittels sichergestellt werden.  



  Das Verfahren hat zur Voraussetzung,       da,ss    das Lösungsmittel     so\vohl    Wasser, als  auch Fett zu lösen vermag; man kann als  Lösungsmittel auch ein Gemisch von Stof  fen, z. B.     Azeton-Chloroform    verwenden, so  fern es sich um ein sogenanntes     azeotrop    sie  dendes Gemisch handelt, das ohne Änderung  einer     Zusammensetzung    destilliert werden  kann.  



  Die Ausführung des Verfahrens wird im  folgenden an dem Beispiel der Herstellung  eines Trockenpräparates aus der Bauch  speicheldrüse beschrieben. Man geht zweck  mässig von frischen oder durch Salzen oder  Gefrieren konservierten Drüsen aus, und  zwar dient vorzugsweise das Pankreas der       Schweine    oder der Rinder als Ausgangsma  terial; Präparate der Schweinedrüsen sind  bekanntlich die wirksameren. Das Pankreas  wird durch eine     Hackmaschine    getrieben  und das Gehackte noch weiter zerkleinert.  Der Brei wird sodann in einen     Extraktor,    an  den ein     Destillator    und ein Kondensator  nach aussen geschlossen angeschaltet sind,  eingebracht und mit Azeton bedeckt.

   Das     Lö-          sunbmittel    wird,     nachdem    es eine Zeitlang  auf dem Gute .stehen     geblieben    ist, jeweilen       durch    Destillation im     Destillator    von Was  ser und den nichtflüchtigen     Extruktivstoffen          lefreit.    Die     Lösungsmitteldämpfe    werden im  Kondensator kondensiert und das     Kondensat     von dort wieder in den     Extraktor    nachge  füllt.

   Diese Arbeit wird fortgesetzt, bis eine  aus dem     Extraktor    entnommene Probe des  Extraktionsmittels sich als     was,ser-    und fett  frei     erweist.    Ist     dieser    Zustand eingetreten,  so wird das Lösungsmittel aus dem     Eitrak-          tor    abgezogen und     da.s    Extraktionsgut von  den zurückgehaltenen     Lösungsmittelresten     durch     Erwärmen    und Evakuierung des Ex  traktors oder Durchleiten von heisser Luft  befreit.

   Die abgetriebenen Lösungsmittel  dämpfe     werden    vorteilhaft durch einen     Kon-          denwsa.tor    geführt, das Kondensat in einer      Vorlage aufgefangen und die in diesem  Kondensator nicht kondensierten Dämpfe  hernach .durch mehrere     Absorptionsgefässe,     die zum Teil mit Wasser, am Ende der  Reihe aber vorzugsweise mit     Natriumbisul-          fitlösung    beschickt sind, um auch die letzten  Spuren     des    Azetons zurückzuhalten, geführt.

    Sowohl das durch Kondensation unmittelbar  verflüssigte Azeton, als auch die Fül  lung der Absorptionsgefässe geht schliesslich  zwecks Wiedergewinnung der     Lösungsmit-          telanteile    in den     Destillator.    Die     Natrium-          bisulfitlösung    wird unter     @Sodazusatz    destil  liert.  



  Gemäss einer besonderen Ausführungs  form werden aus dem nach dem     Abdestillie-          ren    des     Lösungsmittels    im     Destillator    ver  bleibenden Rückstand, vorzugsweise nach  dem Abschöpfen des     erstarrten    Fettes, von  Natur aus in den Drüsen vorkommende  Stoffe, insbesondere wasserlösliche kolloide  Eiweissstoffe (einschliesslich der kolloiden       Eiweissabbauprodukte),    die bei der Extrak  tion in Lösung gegangen sind, abgetrennt,  um dem Trockenpräparat aus der Gesamt  drüse zugesetzt zu werden.

   Die kolloiden Ei  weissstoffe können beispielsweise mit     Neu-          t.ralsalzei    bei .saurer Reaktion, vorzugsweise  einer solchen, die .dem     isoelektrischen    Punkt  entspricht, ausgefällt oder     ausgesalzen    wer  den. Man verwendet vorteilhaft solche Salze  zu,diesem Zwecke, die im fertigen Präparat  als Aktivatoren dienen. Auch alle sonstigen  Methoden zur Eiweissfällung können für die  sen Zweck herangezogen werden.  



  Zur Ausführung der oben beschriebenen  Verarbeitung von Bauchspeicheldrüsen dient  beispielsweise die in der Zeichnung schema  tisch dargestellte Vorrichtung.  



  Der Apparat besteht aus einem     Extrak-          tor    1 mit Rührwerk 2 und einem doppelten  Siebboden 3, unter welchem eine Schlange 4  zur indirekten     Beheizung    mit Dampf ange  ordnet ist. Zwischen den beiden Siebplatten  ist ein     Filtertuch    eingelegt. Die Dampfzu  fuhr zur Schlange 4 wird durch ein Ventil 5  geregelt.

   Der mit einem Mannloch 6 ver  sehene Deckel 7 des     Egtraktors    ist zusammen    mit ,dem Rührwerk 2     abhebbar.    Durch den  im     obern    Teil des     Extraktors    einmündenden  Stutzen 8 kann die     Belüftung    des     Extraktors     nach Beendigung der Behandlung des Ex  traktionsrückstandes im Vakuum erfolgen.  



  Der     Extraktor    1 steht durch die Leitun  gen 9, 10 mit zwei parallel geschalteten     L8-          sungsmittelbehältern    11, 12 in Verbindung,  in deren Zuleitungen Ventile eingeschaltet  sind. Durch die Leitung 10 stehen die beiden  Behälter 11, 12 mit einem Vorratsbehälter 13  in Verbindung, dessen Füllstutzen 15 durch  ein Ventil abschliessbar ist. Die Leitung 9  ist     durch.    ein Ventil 14 von der Leitung 10  abschaltbar.

   Von .dem Boden des     Extraktors     1 zweigen zwei     Leitungen    16, 18 ab, von  denen 16 über den     Miscellabehälter    19 durch  die Leitung 17 zum     Destillator    21 führt,  während die Leitung 18 über ein Ventil in  die Leitung 10 einmündet und durch ein von  dieser abzweigendes Rohr 20     mit    Ventil an  die Leitung 17 angeschlossen ist.  



  Die Leitung 18 steht durch     ein    Rohrstück  mit Ventil 22 mit einem Kondensator 28 in  Verbindung, an den eine Vorlage     2.4    ange  schlossen ist. Die nicht kondensierten Dämpfe  streichen aus der Vorlage 24 durch die Ab  sorptionsgefässe 2,5, 2,6,<B>27.</B> Die Vorlage und  jedes der Absorptionsgefässe sind durch       Rohrstücke    mit Ventilen mit der     Leitung    17  verbunden. Die Ableitung des letzten     Ab-          sorptionsgefässess    27 ist durch ein     Ventil    28  an eine Vakuumleitung     anschliessbar.     



  Die     Lösungsmittelbehälter    11, 1-2, der  Vorratsbehälter 13, der     Miscellabehälter    19  und der     Extraktor    1 stehen durch die Lei  tung 29 und die Waschflasche 30 mit der  Aussenluft in Verbindung. Die     Abzweigung     von der Leitung 2,9 zum Vorratsbehälter 13  und die beiden Abzweigungen, welche oben  und unten in den     Extraktor    1 einmünden,  sind mit Ventilen 29', 29", 29"' ausgestattet.  



  Der     Destillator    21 ist mit einem durch  Dampf heizbaren Doppelmantel 31 versehen.  Die Dampfzuleitung wird durch das Ventil  32 geregelt. Mit 33 ist das in der Ableitung  des     Destillators    eingeschaltete     Ventil    be  zeichnet.      Der     Destillator    21 ist mit der Kolonne  34 verbunden, in der auf dem schiefen Post  35 Füllkörper 36, z. B.     Raschigringe,    auf  geschichtet sind. Im obern Teil der Kolonne  ist eine Kühlschlange 37 untergebracht.

   Die  Rohrleitung 38, in der ein Temperaturmes  ser 39 vorgesehen ist, verbindet die Kolonne  34 mit einem Kondensator 40, der durch  Leitungen mit Ventilen mit den beiden     Lä-          sungsmittelbehältern    11, 12 verbunden ist..  



  Um die Vorrichtung in Betrieb zu setzen,  wird zuerst Lösungsmittel aus dem Vorrats  behälter 13 mit Hilfe einer an den Stutzen  15 angeschlossenen Pumpe über die Leitung  10 in die     Lösungsmittelbehälter    11 und 12  hinaufgedrückt. Sodann wird das, beispiels  weise durch einen     Fleischwolf,    zerkleinerte  Extraktionsgut durch das Mannloch 6 auf  den Zwischenboden 3     des        Eitraktors    1. ein  getragen.

   Nun wird das Mannloch wieder ge  schlossen und eines der untern Ventile der  Behälter 11, 12 und das Ventil 14 geöffnet  und     Lösungsmittel    durch die Leitungen 10  und 9 in den Eitraktor einfliessen gelassen,       bis    das eingefüllte Extraktionsgut vollstän  dig mit Lösungsmittel bedeckt ist. Dabei  bleibt das Ventil 29"' geöffnet, damit  Druckausgleich eintreten kann.

   Je nach Art       des    zu extrahierenden Materials bleibt das       Lösungsmittel    unter Betätigung des Rühr  werkes 2 kürzere oder längere Zeit auf dem  Extraktionsgut stehen, worauf der     Lösungs-          mittelinhalt    des     Eitraktors    durch die Lei  tung     1,6    in den     Miscellabehälter    19 und von  dort durch die Leitung 17 in den     Destillator          abgelassen    wird.

   Auf einem andern Wege  kann der     Lösungsmittelinhalt    des     Eitraktors     durch die Leitungen 18, 10 über das Zweig  rohr 20     und    die Leitung 17 in den     Destilla-          tor    21 geschickt werden. Das. abgelassene  Lösungsmittel wird durch frisches Lösungs  mittel ersetzt.  



  Im     Destillator    21 wird aus dem abgelas  senen Extrakt das     Lösungsmittel        abdestil-          liert.    Die Dämpfe ziehen durch die Kolonne  34 zu der     Kühlschlange    37, wobei das Was  ser vollständig kondensiert wird und in den       Destillator    21     zurückfliesst,    während die Lö-         sungsmitteldä.mpfe    durch die Leitung 38 in  den Kondensator 40 gelangen, von wo     da.s     Kondensat in einen der     Lösungsmittelbehäl-          ter    11, 12 abfliesst.  



  Ist die Extraktion beendet, so wird (nach  dem Ablassen des     Lösungsmittelinhaltes    aus  dem     Eitraktor)    zur Abtreibung der im Ex  traktionsrückstand enthaltenen     Lösungsmit-          telreste    Heizdampf durch die Schlange 4     ge-          lcitet.        @\'ährend    dieses     Vorganges    sind die  Ventile in der Leitung 1.6 und 18 hinter dem       Eitraktor    geschlossen, wogegen das Ventil  22 geöffnet ist. Bei 28 wird nun das Vakuum  angeschlossen.

   Die abgesaugten     Lösungsmit-          teldämpfe    strömen daher in den Kondensator  23, aus dem das     verflüssigte    Lösungsmittel  in die Vorlage 24 abfliesst, während die nicht       kondensierten    Dämpfe durch die Absorp  tionsgefässe     25--27    streichen. Der Inhalt der  Vorlage und die Füllung der Absorptions  gefässe werden nach Schliessung von 1,8 und  Öffnen von 8 nach Bedarf durch die Lei  tung 17 in den     Destillator    21 abgelassen.  



  Wenn alles Lösungsmittel aus dem Ex  traktionsgut ausgetrieben ist, wird bei ge  schlossenen Ventilen 5 und 22 und dem Ab  heben des Deckels 7 mit dem Rührwerk 2 das       extrahierte    Gut ausgetragen, das dann,  zweckmässig auf einer     Schla.gkreuzmühle    mit  feinen Sieben, gemahlen wird. Nach Reini  gung des Bodens 3 und Auswechslung des       Filtertuches    ist der Eitraktor wieder be  triebsbereit.  



  Der im     Destillator    zurückgebliebene Ex  trakt wird durch den Hahn 33 abgelassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von zu tech nischen Zwecken bestimmten Trockenpräpa raten aus Gesamtdrüsen durch Entwässerung und Entfettung der letzteren mit Hilfe nur eines Lösungsmittels unter Gewinnung des möglichst unveränderten natürlichen Fer- mentgemisches in Form eines trockenen Ex traktionsrückstandes, dadurch gekennzeich net, dass man einen durch Zerkleinerung von Drüsen gewonnenen Brei in einem Eitraktor,
    an welchen ein Destillator und ein Konden- eator nach aussen geschlossen angeschaltet s s ind, mit dem Lösungsmittel bis zur prak- tisch vollkommenen Entwässerung und Ent fettung behandelt,
    indem man das Lösungs mittel im Destillator zwischenhinein durch Destillation vom Wasser und den ausgezoge nen Stoffen befreit und das im Kondensator wieder verflüssigte Lösungsmittel jeweilen wieder in den Extraktor zurückleitet und schliesslich das im Extraktor verbleibende Gut dort von den Lösungsmittelresten durch Verdampfung der letzteren befreit und trocknet. ITN TERAN SPRüCHE 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösungs mittel zur Entwässerung und Entfettung des Drüsenbreies Azeton verwendet wird. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösunge- mittel zur Entwässerung und Entfettung des Drüsenbreies ein Gemisch azeotrop siedender .Stoffe verwendet wird. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass tierischer Pan kreas der Extraktion unterworfen wird. 4.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die aus dem Extraktionsgut zwecks Trocknung des selben abgetriebenen Lösungsmitteldämpfe durch einen Kondensator geführt werden, welcher mit einer Vorlage, für die Auf nahme des Kondensates, verbunden ist,
    die in diesem Kondensator nicht ver- fliissigten Dämpfe durch mehrere Absorp tionsgefässe geleitet werden und das Kon densat und die Beschickungsflüssigkeit der Absorptionsgefässe in den Destillator abgelassen werden. 5.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass aus dem nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels im Destillator verbleibenden flüssigen Rück stand von Natur aus in den Drüsen vor kommende Stoffe, die bei der Extraktion in Lösung gegangen sind, abgetrennt und dem bei der Extraktion nicht in Lösung gegangenen Präparat aus der Gesamt drüse zugesetzt werden. 6.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels im Destillator verblei benden flüssigen Rückstand, nach dem Abschöpfen des erstarrten Fettes, von Na tur aus in den Drüsen vorkommende Stoffe, die bei der Extraktion in Lösung gegangen sind, abgetrennt und dem bei der Extraktion nicht in Lösung gegange nen Präparat aus der Gesamtdrüse zu gesetzt werden. 7.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels im Destillator verbleiben den Rückstand wasserlösliche kolloide Ei weissstoffe abgetrennt und dem bei der Extraktion nicht in Lösung gegangenen Präparat aus der Gesamtdrüse zugesetzt werden. B.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wasiserlösliehen kolloiden Eiweiss stoffe durch Fällung mit Neutralsalzen aus dem Destillatorrückstand abgeschie den werden.
CH191236D 1935-05-09 1936-03-16 Verfahren zur Herstellung von zu technischen Zwecken bestimmten Trockenpräparaten aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas. CH191236A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT191236X 1935-05-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH191236A true CH191236A (de) 1937-06-15

Family

ID=3665422

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH191236D CH191236A (de) 1935-05-09 1936-03-16 Verfahren zur Herstellung von zu technischen Zwecken bestimmten Trockenpräparaten aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH191236A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2363418B2 (de) Verfahren zum extrahieren von fetten und oelen pflanzlichen und tierischen ursprungs
DE2641143A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum gewinnen von oelen aus oelhaltigen rohstoffen
CH191236A (de) Verfahren zur Herstellung von zu technischen Zwecken bestimmten Trockenpräparaten aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas.
AT147940B (de) Verfahren zur Herstellung von Trockenpräparaten aus Gesamtdrüsen, insbesondere aus dem tierischen Pankreas.
DE1467506A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Fett von einer biologischen Substanz
DE936946C (de) Verfahren und Einrichtung zur Loesungsmittelextraktion fester Stoffe
DE617304C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entwaessern stark wasserhaltiger, oelenthaltender Stoffe, im besonderen Walfleisch
DE556001C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff, Terpentinoel und anderen OElen, Harzen, Balsamen und Lignin
US2132167A (en) Process of producing dry enzymatic preparation from animal organs
DE836982C (de) Verfahren zum Entfetten von Knochen
AT156269B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Aufschließung und Entfettung von festen Stoffen tierischer oder pflanzlicher Herkunft.
DE2908320A1 (de) Verfahren zur entbitterung von alkaloidhaltigen oelsamen, insbesondere lupinenschrot
DE1911862A1 (de) Verfahren zur Gewinnung eines standardisierten,therapeutisch hochaktiven Petasites-Extraktes mit einem Gehalt von 50 bis 55% an genuinem Petasin
DE493523C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen des Fruchtfleisches von den Nuessen bei oelhaltigen Fruechten und zum Trennen beider Bestandteile voneinander
AT147481B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern bzw. zum Entwässern und Entfetten von wasserhaltigen oder wasser- und ölhaltigen Stoffen.
DE682912C (de) Verfahren zum Extrahieren von Stoffen aller Art, insbesondere von oel- oder fetthaltigen Stoffen
AT212681B (de) Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Fruchtsaftsirup
DE670198C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln oder Futtermitteln und Fischoel aus rohen Fischen und deren Abfaellen
DE586559C (de) Verfahren zur Herstellung weissen Holzschliffes aus Fichtenholz oder anderen stark harzhaltigen Holzarten
DE536016C (de) Verfahren zum Herstellen eines Blattsubstanz enthaltenden Futterkalkes
DE561994C (de) Anlage zum ununterbrochenen Herstellen von Fischmehl
DE288019C (de)
DE1467501C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Talg und eiweißhaltigen Fest stoffen aus fetthaltigen Massen
AT88666B (de) Verfahren zur Entziehung des Kaffeins aus rohen unzerkleinerten Kaffebohnen.
DE4611C (de) Verfahren, Gerstenextraktzucker, Phytoleukomin (lösliches Pflanzeneiweifs) und Phytodermatiose (Dermatiose) aus dem Samen der Gramineen, insbesondere aus Gerste zu fabriziren