CH191328A - Farbkontrasterhöhender, neodymhaltiger Lampenschirm und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Farbkontrasterhöhender, neodymhaltiger Lampenschirm und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Farbkontrasterhöhender, neodymhaltiger Lampenschirm und Verfahren zu seiner Herstellung. Es ist bereits bekannt, zur Erreichung einer bessern Farbkontrastwirkung Gläser zu verwenden, die einen gewissen Gehalt an Neodymoxyd aufweisen. Die Verwendung die ser Gläser geschieht entweder in der Weise, dass man das Glas vor die Lichtquelle schaltet oder aber in der Weise, dass man durch das Glas hindurch die Gegenstände beobachtet. Durch die Anwendung des neodymhaltigen Glases wird durch die bessere Kontrastwir kung die Sicht verbessert. Ausserdem werden auch ästhetische Vorteile dadurch erreicht, dass die Gegenstände in satteren, reineren Farben erscheinen.
Die Anwendung von Glas für die vorliegenden Zwecke bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Bei Benutzung neo- dymhaltiger Glaskolben für Lampen ist Da turgemäss stets mit Bruchgefahr zu rechnen. Ferner stellt sich auch die Herstellung der artiger Gläser verhältnismässig teuer. Auch ist es bekanntlich notwendig, bei der Fabri kation von Glas stets bei jeder Charge ver- hältnismässig grosse Quantitäten Glas zu schmelzen. Misslingt eine Charge, so ist da mit ein grosser Verlust verbunden. Auch emp fiehlt sich aus ästhetischen und aus Bequem lichkeitsgründen nicht überall die Anwendung neodymhaltiger Glaskörper.
Es wurde nun gefunden, dass die Farb- kontrastwirkung des Neodyms @ keineswegs an das Einbringen in Glas gebunden ist. Man kann denselben technischen Zweck auch durch Verwendung eines farbkontrasterhöhen- den, neodymhaltigen, den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildenden Lampen schirmes erreichen, der dadurch gekennzeich net ist, dass seine Bespannung mindestens teilweise aus einem Gewebe besteht, das mit einer durch inniges Verrühren eines organi schen Lackes mit einer wässerigen Neodym- salzlösung hergestellten Emulsion behandelt wurde.
Das Gewebe braucht nicht in ganzen Bahnen behandelt zu werden, wie es in der Textilfabrikation im allgemeinen, z. B. beim Appretieren, üblich ist, sondern man behandelt z. B. nur die zur Lampenschirmherstellung dienenden zugeschnittenen Gewebestücke oder fertige, aus Geweben hergestellte Lampen schirme. Dies bedeutet auch eine ökonomische Massnahme. Würde man ganze Bahnen im prägnieren, so würde ein grosser Teil des mit Neodym behandelten Gewebes abfallen; durch den grossen Ausfall würde die Herstellung der Schirme viel zu teuer werden.
Eine zur Herstellung des Lampenschirmes verwendbare Emulsion kann beispielsweise wie folgt hergestellt werden Eine Lösung von 150 g Neodymammoniumnitrat 2 g Tylose (14lethylcellulose) in 100 cm' Wasser und 10 cms Äthylalkohol wird durch Umrühren in 700 cm' eines Lackes emulgiert, der aus 300 g Polystryol 500 cms gylol 500 cm' Toluol angesetzt wird.
Es hat sich gezeigt, dass bei Verwendung der erfindungsgemässen Lampenschirme die selbe Wirkung erreicht werden kann, wie mit Lampenschirmen aus neodymbaltigen Gläsern. So ist es z. B. gelungen, Lampenschirme her zustellen, die sich äusserlich in nichts von den üblichen Lampenschirmen unterscheiden, die also auch jeder Geschmacksrichtung und jedem Anwendungszweck angepasst werden können und dabei dieselbe Farbkontrastwirkung erge ben, wie die früher angewendeten Neodym- gIäser.
Die Behandlung der zugeschnittenen Ge webestücke oder der fertigen Lampenschirme mit der Emulsion kann durch Auftragen, Bespritzen usw. erfolgen, wobei die Emulsion mehr oder weniger in das Gewebe eindringt oder aber nur einen Überzug bildet. Nach dem Eintrocknen des organischen Lackes erhält man dann einen Überzug, der in fein ster Verteilung eine Unzahl von Neodym- lösungströpfchen enthält, deren jedes von dem inzwischen erstarrten organischen Lack um geben ist. In gewissen .Fällen kristallisiert das Neodymsalz aus, etwa dann, wenn das Wasser während des Trocknungsprozesses mit verdampft oder wenn der organische Lack wasserentziehend wirkt, wie das z.
B. die Acetonlacke tun. Mai) erhält in beiden Fällen Gebilde, die eine sehr gute Farbkontrastwir- kung aufweisen. Die mit der Emulsion be handelten zugeschnittenen Gewebestücke kön nen nach dem Trocknen zur Schirmbespan nung verarbeitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Farbkontrasterhöhender, rzeodymhaltiger Lampenschirm; dadurch gekennzeichnet, dass seine Bespannung mindestens teilweise aus einem Gewebe besteht, das mit einer durch inniges Verrühren eines organischen Lackes mit einer wässerigen Neodymsalzlösung her gestellten Emulsion behandelt wurde.PATENTANSPRÜCH II: Verfahren zur Herstellung eines Lampen schirmes nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man fertig zugeschnittene Gewebestücke mit einer durch inniges Ver rühren eines organischen Lackes mit einer wässerigen Neodyrnsalzlösung hergestellten Emulsion behandelt und nach dem Trocknen zur Schirmbespannung verarbeitet. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass man eine Lösung von Neodym-Ammonnitrat zur Herstellung der Emulsion verwendet.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| CH191328D CH191328A (de) | 1933-06-08 | 1934-06-05 | Farbkontrasterhöhender, neodymhaltiger Lampenschirm und Verfahren zu seiner Herstellung. |
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