CH191495A - Verfahren zum Herstellen von Verbindungen keramischer Körper miteinander oder mit metallischen Körpern. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Verbindungen keramischer Körper miteinander oder mit metallischen Körpern.Info
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Description
Verfahren zum Herstellen von Verbindungen keramischer Körper miteinander oder mit metallischen Körpern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Verbindungen kera mischer Körper miteinander oder mit metal lischen Körpern. Derartige Verbindungen er weisen sich in der Technik in letzter Zeit immer häufiger als notwendig; so ist es bei spielsweise bei Zündkerzen aus gesintertem Aluminiumoxyd erwünscht, eine feste Ver bindung zwischen den Teilen aus Keramik und den Metallteilen zu schaffen.
Insbeson dere aber auch in der Vakuumtechnik hat sich die Notwendigkeit zum Herstellen ein wandfreier Verbindungen der genannten Art erwiesen, nachdem man mehr und mehr da zu übergegangen ist, als Baustoffe für Ent ladungsgefässe neben den Metallen keramische Stoffe zu verwenden. Diese Verbindungen müssen ausser der mechanischen Festigkeit noch Vakuumdichtigkeit aufweisen.
Es ist bereits bekannt, keramische Stoffe unter sich oder mit Metallen dadurch mittels eines Weichlotes miteinander zu verbinden, dass man auf die keramischen Stoffe zu nächst eine dünne Schicht aus Silber, Platin oder Kupfer aufbringt und diese Schicht dann nach einem der bekannten Verfahren verlötet, nachdem man sie, gegebenenfalls auf galvanischem Wege, verstärkt hat. Nach einem andern bekannten Verfahren werden Aluminiumverzierungen auf keramischen Ge genständen dadurch hergestellt, dass Alumi niumpulver auf die mit halbtrockener Farbe gebildete Zeichnung aufgestäubt und darnach eingebrannt wird.
Es ist auch bereits be kannt, Metallüberzüge auf Glas oder Porzel lan durch Ausscheidung der Metallmasse aus Lösungen herzustellen und diese Metall schichten durch elektrolytische oder galvano- plastische Niederschläge zu verstärken.
Die bekannten Verfahren besitzen indes sen insofern Nachteile, als sich keine Metall schichten herstellen lassen, die mit einem Hartlot verlötet werden können. Die mit ihnen hergestellten Lötverbindungen ver mögen daher nicht die Temperatur auszuhal ten, der z. B. Vakuumgefässe zum Zwecke der Entgasung gewöhnlich ausgesetzt werden müssen, und ausserdem zeigen sie wegen der Porigkeit der galvanischen Niederschläge häufig Undichtigkeiten, die ihre Anwendung z. B. in der Vakuumtechnik unmöglich machen.
Gemäss der Erfindung wird zum Herstel len von Verbindungen keramischer Körper miteinander oder mit metallischen Körpern auf den Verbindungsstellen der keramischen Körper zunächst eine Metallschicht erzeugt, indem ein unedles Metall als fein verteiltes Pulver aufgebracht und mit dem keramischen Körper in einer sauerstofffreien Atmosphäre bis zum Sintern des Metallee erhitzt wird, und alsdann werden die so metallisierten Verbindungsstellen miteinander oder mit Me tallkörpern mittels eines Hartlotes verbunden. Eine derartige Verbindung ist auch höheren Temperaturen gegenüber widerstandsfähig. Überdies ist sie fest und vakuumdicht, er füllt also alle Erfordernisse, die z.
B. beim Bau elektrischer Entladungsgefässe auftreten. Als Metalle für die Trägerschicht eignen sich alle sinterungsfähigen, unedlen Metalle, z. B. hochschmelzende Metalle, wie Eisen, Chrom, Wolfram, Nickel oder dergleichen, und zwar können sie sowohl in reinem Zustande, als auch miteinander oder mit andern Elementen legiert verwendet werden. Es muss - bei der Wahl des Stoffes für die Trägerschicht na türlich darauf geachtet werden, dass der Schmelzpunkt höher liegt als der Schmelz punkt des zur Verwendung kommenden Lot metalles.
Bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung empfiehlt es sich, ein möglichst dehnbares Lot zu benutzen, das sich innig mit dem Metall der Trägerschicht verbindet, auch wenn die Ausdehnungskoeffizienten des Lotes und des keramischen Körpers vonein ander verschieden sind. Man kann dagegen naturgemäss auf besondere Dehnbarkeit des Lotes verzichten, wenn man als Lot ein sol- ches wählt, dessen Ausdehnungskoeffizient völlig oder nahezu mit dem des keramischen Körpers übereinstimmt.
Es hat sich gezeigt, dass es genügt, das Hartlot, beispielsweise Gold, Silber, Phos phorbronze, Kupfer oder deren Legierungen, in fester Form, beispielsweise in Bandform oder als Stab oder Ring an die Lötstelle zu bringen, damit bei der nachfolgenden Er hitzung das Lot die gesamte Oberfläche der -Zetallschicht durchdringt und dadurch die gewünschte feste und vakuumdichte Verbin dung herstellt. Das Erhitzen zum Festsintern der Metallschicht sowohl als auch beim Lö ten kann im Vakuum oder auch im Wasser stoffofen vorgenommen werden.
In der Zeichnung sind Beispiele für die Anwendungen des Verfahrens nach der Er findung dargestellt.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 keramische Zylinder bezeichnet, die an den Stellen 3 mit einander verbunden werden sollen. 4 sind die Schichten aus unedlem Metall, die auf die Verbindungsstellen, z. B. bei einer Tempera tur von 1200 C in einer sauerstofffreien Atmosphäre aufgesintert werden. 5 ist ein Ring aus Hartlot, das beim Erhitzen wäh rend des Lötvorganges in die gesamte Ober fläche der Metallschicht 4 eindringt und eine feste und vakuumdichte Verbindung zwischen den Teilen 1 und 2 herstellt. In Fig. 2 ist eine in der Telegraphen- und Fernsprechtechnik häufig verwendete Blitz- schutzsicherung dargestellt.
Der Körper 1 besteht aus keramischem Stoff, 2 und 3 sind Metallkappen, die vakuumdicht mit dem mittleren Teil verbunden werden müssen. 4 stellt die Metallschicht, wie oben erläutert, dar, und 5 das ringförmige Hartlot. Auch hier wird eine feste und vakuumdichte Ver bindung dadurch hergestellt, dass das Hart lot beim Erhitzen längs der ganzen Ober fläche der Metallschicht 4 in diese eindringt und sie mit .den Metallklappen 2 und 3 ver lötet.
Fig. 3 stellt eine Zündkerze dar, deren Teil 1, der aus gesintertem Aluminiumoxyd bestehen soll, mit dem Metallteil 2 an der Stelle 3 fest verbunden werden muss. Mit 4 ist wieder die auf dem Teil 1 aufgesinterte Metallschicht bezeichnet, während 5 das ring förmige Metallot darstellt. Der Lötvorgang geht. in der oben geschilderten Weise vor sich.
In Fig. 4 ist 1 ein Teil eines aus kera mischem Stoff hergestellten elektrischen Entladungsgefässes, auf das an der Stelle 3 eine Metallkappe 2 vakuumdicht aufgebracht werden soll. Mit 4 und 5 sind wieder die Metallschicht und das ringförmige Metallot bezeichnet.
Eine derart ausgeführte Verbindung ist selbst für solche elektrische Vakuumgefässe betriebssicher, die sich entweder auf Fahr zeugen befinden oder durch andere Umstände während des Betriebes Erschütterungen oder andern mechanischen Beanspruchungen aus gesetzt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Verbin dungen keramischer Körper miteinander oder mit metallischen Körpern, dadurch gekenn zeichnet, dass auf den Verbindungsstellen der keramischen Körper zunächst eine Metall schicht erzeugt wird, indem ein unedles Me tall als fein verteiltes Pulver aufgebracht und mit dem keramischen Körper in einer sauerstofffreien Atmosphäre bis zum Sintern des Metallee erhitzt wird und alsdann die so metallisierten Verbindungsstellen miteinan der oder mit Metallkörpern mittels eines Hart lotes verbunden werden. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass - die Schicht aus Eisenpulver hergestellt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus Chrompulver hergestellt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus Wolframpulver hergestellt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus Nickelpulver hergestellt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einer pulverförmigen Eisenlegierung hergestellt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einer pulverförmigen Chromlegierung herge stellt wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einer pulverförmigen Wolframlegierung her gestellt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einer pulverförmigen Nickellegierung herge stellt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Hartlot Gold verwendet wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Hartlot Kupfer verwendet wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Hartlot Phos phorbronze verwendet wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Hartlot Silber verwendet wird. 13.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Hartlot eine Kupfer-Silberlegierung verwendet wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hartlot verwen det wird, dessen Ausdehnungskoeffizient mit dem des keramischen Körpers über einstimmt. 15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Verbindung der Körper verwendete Lot in Form eines Drahtes an die Verbindungsstelle ge bracht wird, in die es bei der Erhitzung eindringt. 16.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Festsintern der Metallschicht auf den keramischen Kör- per und die Verbindung der Teile unter einander in einem Vakuumofen erfolgen. 17. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Festsintern der Metallschicht auf den keramischen Kör- per und die Verbindung der Teile unter einander in einem Wasserstoffofen er folgen.
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|---|---|---|---|---|
| DE967189C (de) * | 1939-10-08 | 1957-10-17 | Siemens Ag | Verfahren zur gasdichten Verbindung von Metall- und Keramikteilen |
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1936
- 1936-05-22 CH CH191495D patent/CH191495A/de unknown
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