Verfahren zur Herstellung von Linsenrastersehablonenfilmen durch eine einzige Belichtung. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung von Linsenrasterscha- blonenfilmen durch eine einzige Belichtung, das .dadurch gekennzeichnet ist, dass man einen lichtempfindlichen Linsenrasterfilm von der Rasterseite her durch eine Blende be lichtet, die einen Ausschnitt besitzt, dessen Grösse praktisch gleich der Grösse einer der Farbzonen desjenigen Mehrzonenfarbfilters ist,
das zur Aufnahme desjenigen Linsen rasterfilms diente, von dem mit Hilfe des LinGenrasterschablonenfilms Teilfarbenaus- züge oder Kopien hergestellt werden sollen und deren Abstand vom Schabloneafilm dem Abstand des bei der genannten Aufnahme verwendeten Mehrzonenfarbfilters vom Lin- senrasterfilm entspricht, wobei Massnahmen zur Anwendung kommen, die eine Verschie <B>bung</B> der Blendenbilder im herzustellenden Linsenrasterschablonenfilm bewirken.
Es ist bereits bekannt, zum Kopieren von Teilfarbenauszügen aus Linsenrasterfilmen oder zum Kopieren von Linsenrasterfilm auf Linsenrasterfilm einen Lin6enrasterschablo- nenfilm zu verwenden, der in seiner photo graphischen Schicht aus lichtdurchlässigen und lichtundurchlässigen Zonen besteht und der das Licht nach Durchtritt durch den Originalfilia in für jedes Teilbild charakteri stischer Weise richtet.
Dies wird dadurch er reicht, da,' die hellen Zonen eine für jedes Teilbild charakteristische Lage zur Haupt sache der zugehörigen Rasterzylinderlinsen haben.
Wie bei einem solchen Schablonenfilm die Lage der hellen Zonen im Verhältnis zur Lage der Teilbilder im Originalfilm liegen muss, ist in der Schweizer Patentschrift Nr. 181'267 beschrieben.
Die bisherige Herstellungsmethode für den Linsenrasterschablonenfilm ist sehr kom pliziert und wegen des doppelten Kopiervor- ganges in bezug -auf die Schärfe der hellen Zonen nicht immer ausreichend.
Die Zeichnung bezieht sich auf eine prin zipielle Darstellung der optischen Verhält nisse und auf Ausführuagsbeispiele des. er- findungsgemässen Verfahrens.
Fig. 1 stellt einen nach dem bekannten Verfahren hergestellten Linsenrasterschab- lonenfilm dar; Fig. 2 stellt eine beispielsweise Anord nung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung ,dar;
Fig. 3 zeigt die Verwendung einer Kon- kavlinee als Mittel zur Verschiebung des Bil des des Blendenspaltes; Fig. 4 und 5 zeigen die Verwendung von Konkavlinsen zum gleichen Zwecke; Fig. 6 bis 8 zeigen die Verwendung eines gekrümmten Linsenrasterfilms zum Zwecke der Verschiebung des Bildes; Fig. 9 zeigt eine Anordnung, bei der die Lichtquelle bewegt wird, um dass Blenden bild zu verschieben.
In Fig. 1 besteht der Linsenrasterscha- blonenfilm F aus dem Schichtträger T mit der Zylinderlinsenrasterung L" und der lichtempfindlichen Schicht S, die bis auf die lichtdurchlässigen Zonen J geschwärzt ist.
Diese Zonen nehmen eine gewisse Lage gegen die Rasterlinsen L ein, die charakteristisch ist für die Richtung des Lichtes, welches aus den Linsen L austritt, wenn man den Scha- blonenfilm von der Schichtseite her durch leuchtet.
In Fig. 2 ist F der Originallinsenraster- film, ,S dessen lichtempfindliche Schicht, T der Schichtträger und U das. bei der Auf nahme dieses Films benutzte, das Mehrzonen farbfilter bildende Dreifarbenzonenfilter. Dieses wird bei der Herstellung des ,Scha- blonenfilms durch eine an gleicher Stelle stehende Blende g ersetzt,
die einen Aus- schnitt besitzt, dessen Grösse praktisch gleich der Grösse einer derdrei Farbzonen des Fil ters, zum Beispiel der Grünzone, ist. Da hinter wird die Lichtquelle angeordnet. An Stelle des- Films F tritt ein lichtempfind licher Linsenrasterfilm, aus dem der Linsen- rmterschablonenfilm hergestellt wird.
Der Abstand der Blende K vom herzustellenden Linsenrasterschablonenfilm entspricht also dem Abstand des Filters U vom Film F bei der Aufnahme des letzteren. Das von dieser Blendenöffnung ausgehende Licht entwirft hinter den Linsen z. B. an den Stellen<I>D, H</I> und E ein Bild des Blendenspaltes, so dass nach der Belichtung mit Hilfe der Umkehr entwicklung an diesen .Stellen eine helle Zone entsteht. Um dieses Bild, d. h. diese helle Zone an die richtige Stelle verschieben zu können, z.
B. an die tStellen F und G, kommen Massnahmen zur Anwendung, die automa tisch eine Verschiebung der Blendenbilder an eine bestimmte Stelle hinter .den Zylinder rasterlinasen des herzustellenden Lin.sssnraster- schablonenfilms herbeiführen. Hierzu kom men z. B. optische Mittel in Frage. Vom Film F werden mit dem herzustellen den Linsenra:sterschablonenfilm Teilfarben auszüge oder Kopien hergestellt.
In. Fig. 3 bestehen diese Massnahmen in der Verwendung einer Konkavlinse, die über den Linsenras.terfilm gelegt ist. Es bedeutet g die Blende, von der das Licht ausgeht. L' die in den Strahlengang eingeschaltete Kon- kavlinse, <B>F</B> den herzustellenden Linsen- rasterschablonenfilm, IJ die lichtempfindliche Schicht. Die Lichtstrahlen treffen die Rasterlinsen z.
B. in den Punkten .9 ., C, B, die lichtempfindliche Schicht an den Stellen <I>D, H, E.</I> In Z liegt der Schnittpunkt der rückwärtigen Verlängerung dieser Strahlen. woraus sich ergibt, dass die Strahlen gleich mässig symmetrisch abgelenkt sind, sonst würden sich ihre rückwärtigen Verlänge rungen nicht in einem Punkt schneiden. Die Zylinderachse der Linse L' läuft mit der Richtung der Zylinderraasterlinsen des Films <B>F</B> parallel.
In den Fig. 4 und 5 ist eine entspre chende Verwendung von. Konveglinsen L' ge zeigt, die die Verschiebung der Blendenbil- der bewirken. Auch die Zylinderachse .der Linse L' läuft mit,der Richtung der Zylin- derrasterlinsen des: Films F' parallel.
Die selbe Wirkung lässt sich jedoch auch da- durch erreichen, da;ss man den Linsenraster- film F' gleichmässig nach innen oder aussen krümmt, wie in Fig. 6, Fig. 7 und Fig. 8 gezeigt ist. K stellt auch hier die Blenden öffnung dar. Von dieser Blendenäffnung gehen die Strahlen L aus, die auf der licht empfindlichen Schicht S des Linsenraster films F' das Blendenbild erzeugen.
Die Krümmung des Films- russ auf einem Kreis bogen erfolgen, dessen Mittelpunkt auf der Verbindungslinie Filmmitte-Blende bezw. dessen Verlängerung liegt. Dieser Punkt ist in den Fig. 6 bis 8 mit P bezeichnet. In Fig. 6 ist der Film<I>F</I> so gekrümmt, dass sich die lichtempfindliche .Schicht 8 auf der kon kaven Seite befindet. In Fig. 7 und 8 hin gegen befindet sich die photographische Schicht auf der konvexen Seite.
Die Krüm mung des Films bewirkt also eine Verschie bung der Blendenbilder auf dem Film F'.
Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungs form, bei :der die Lichtquelle bewegt wird. Hierin ist K die als Lichtquelle dienende Blende und M ein zwischen der Blende K und dem Film F' angeordneter Spalt. Blende K und Spalt M werden von der Mitte aus nach den Bildrändern parallel zur Filmebene mit verschiedener Geschwindigkeit bewegt. Bei der Stellung K' der als Lichtquelle die nenden Blende und der - Stellung M' der Spaltblende ist die Lichtquelle .dem:SpaR vor aus geeilt, so @dass auf diese Weise eine Ver schiebung des Blendenbildes auf dem Film F nach innen erfolgt.
Wenn umgekehrt die Geschwindigkeit der Blende K geringer ist, als die des Spaltes: M, so findet eine Ver schiebung des Bildes nach aussen statt. Die Bewegung,der Lichtquelle K und des Spal tes M russ immer so erfolgen, dass in der Mitte des Bildfeldes die Mitten ,der Blende und des Spaltes mit der Hauptsache der mitt leren Rasterlinse zusammenfallen. Die Her stellung des Films<B>F</B> erfolgt bei allen Bei spielen mit einer einzigen Belichtung, d. h. jede Stelle wird nur ein einziges- Mal be lichtet.
Natürlich sind auch Kombinationen der eben geschilderten Ausführungen anwend- bar; z. B. kann, um eine Verlagerung der Blendenbilder nach innen zu erzielen, gleich zeitig eine gonvexlinse, eine konkave Film krümmung und eine Bewegung der leuchten den Blende K und eines :
Spaltes M zur An wendung kommen. Die .durch die Abbildung erläuterten Ausführungsformen beziehen sich auf die Herstellung eines Linsenrasterscha- blonenfilms für die Grünfilterzone. Die Her stellung der,Schablonenfilme für die rote und blaue Filterzone geschieht ganz entspre chend, indem die Blende K an Stelle der blauen bezw. der roten Filterflächen tritt.
Zum Schluss sei noch einmal der ganze Herstellungsvorgang geschildert. Es soll z. B. von irgend einem Linsenrasterfilm, der mit dem Dreifarbenzonenfilter U (Fig. 2) aufge nommen ist, ein Grünauszug mit Hilfe eines Schablonenfilms hergestellt werden. Zu die sem Zweck nimmt man einen unbelichteten lichtempfindlichen Linsenrasterfilm für die Herstellung der Schablone und belichtet ihn hinter einer Blende K (Fig. 3), deren Öff nung gleich der Grünzone des Filters U (Fig. 2) ist.
Um .das Bild dieser Blende K an die gewünschten Stellen<I>D, H, E</I> der Fig. 3 zu bringen, schaltet man die gonkavlinse L' in den Strahlengang. Nach der Belichtung und Entwicklung erhält man einen Scha- blonenfilm, bei dem diejenigen Stellen abge deckt sind, die der Lage des Grünbildes des Lingenrasterfilms entsprechen, der mit der Blende U aufgenommen war.