CH191693A - Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen. - Google Patents
Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen.Info
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Description
Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver- stärkerschaltung fär sehr hohe Frequenzen, bei der zwischen das Steuergitter und die Kathode mindesten:- einer Verstärkerröhre ein auf die zu verstärkende Frequenz abge stimmter Schwingungskreis eingeschaltet ist.
Wenn dem Steuergitter einer Elektronen röhre eine Spannung sehr hoher Frequenz zugeführt wird, sc wird der das Steuergitter durchfliessende Strom eine Phasenverschiebung in bezug auf die Steuergitterspannung auf weisen, infolge des Umstandes, dass die Lauf zeit der Elektronen in bezug auf die Periode der angelegten Spannungen nicht vernach- lässigbar klein ist. Infolge dieser Phasenver schiebung benimmt sich die Röhre in solcher Weise, als ob zwischen das Steuergitter und die Kathode ein Ohmscher Widerstand ein geschaltet wäre.
Es wird dadurch eine zu sätzliche Dämpfung des Gitterkreises herbei- gefübrt. Der zwischen Steuergitter und Ka thode auftretende scheinbare Ohmsche Wider stand wurde von C.,T. $akker und G. de Vries in einem in Physica 2, Seite 683-697, Juli 1935, veröffentlichten Aufsatz: "0n vacuum tube electronics" berechnet.
Gemäss diesem Aufsatz ist der Reziprokwert dieses Wider standes
EMI0001.0023
wobei S die Steilheit der Kennlinie ist, welche den Zusammenhang zwischen dem das Steuer gitter durchfliessenden Gesamtstrom und der Steuergitterspannung angibt, während m die Kreisfrequenz der zugeführten Hochfrequenz spannung und T die Laufzeit der Elektronen zwischen der Kathode und dem Steuergitter darstellt.
Wenn die Verstärkung der Schaltung in üblicher Weise durch Änderung der Steuer gittervorspannung der Verstärkerröhren ge regelt wird, so weist die Steilheit und mithin auch der obengenannte scheinbare Widerstand für jede Einstellung der Verstärkung einen andern Wert auf. Es wird also für jede Ein- Stellung der Verstärkung eine verschiedene zusätzliche Dämpfung der Gitterkreise her beigeführt, so dass auch die Selektivität der Schaltung für jeden Wert der Verstärkung verschieden ist.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass in der Kathodenleitung der Verstärkerröhre bezw. -röhren eine solche Impedanz eingeschaltet wird, dass der infolge der Phasenverschiebung zwischen der Steuer gitterspannung und dem das Steuergitter durchfliessenden Strom zwischen Steuergitter und Kathode auftretende scheinbare Ohmsche Widerstand wenigstens nahezu ausgeglichen wird.
Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Zeichnung ist eine Schirmgitter- röhre dargestellt, bei der das Steuergitter und die Kathode mit einem abgestimmten Schwingungskreis verbunden sind, der aus einer Selbstinduktion L und einer veränder lichen Kapazität C besteht. Die durch die im Schwingungskreise auftretenden Verluste her beigeführte Dämpfung wird durch den Parallel widerstand R dargestellt. In der Kathoden leitung der Röhre liegt ein Widerstand Rk und die Kapazität zwischen dem Steuergitter und der Kathode wird durch Ogk dargestellt.
Die Spannung über den Schwingungskreis beträgt V und die Spannung zwischen dem Steuergitter und der Kathode Kg. Ferner ist der die Kapazität Cgk durchfliessende Strom mit i" und der von der Anode und dem Schirmgitter aufgenommene Strom mit ik be zeichnet.
Ist nun die Rückwirkung der Anode und des Schirmgitters vernachlässigbar, so ist- il, <I>=</I> S Pg. Ferner ist i@ <I>= j</I> m Cga # V,. Also <I>V =</I> Vg + (zi: -f <I>-</I> Ri;
= Vg L1 + Rk (s + .% <B><I>(0</I></B> egl;)1 Parallel zu dem Schwingungskreis liegt also eine Impedanz
EMI0002.0034
Hieraus ergibt sich
EMI0002.0035
Die durch den Widerstand Rk verursachte Dämpfung beträgt also
EMI0002.0036
Bei Wellenlängen von etwa 6 bis 12 m ist c) Cgk R1;
< - <I>1.</I> Für die durch den Widerstand Rk verur sachte Dämpfung wird also annähernd ge funden
EMI0002.0042
Diese Dämpfung hat ein positives Glied a02 Cgk2 Rk, das nicht von der Steilheit ab hängt, und ein negatives, also entdämpfendes Glied - 2 m2 SCgk2 Rk , das der Steilheit proportional ist.
Der Wert des Widerstandes Rk wird nun so gewählt, dass
EMI0002.0051
ist diese Bedingung erfüllt, so beträgt die Gesamtdämpfung des Schwingungskreises:
EMI0002.0052
Diese Dämpfung ist also von der Steilheit der Verstärkerröhre unabhängig, d. h. die Selektivität der Schaltung ist von der Vor- sparrnung der Steuergitter der Verstärker röhren unabhängig. Die Kapazität zwischen der Kathode und dem Heizfaden ist zu dem Widerstand Rk parallelgeschaltet. Wenn man diese Kapazität in die Rechnung einführt, so ergibt sich, dass diese Kapazität keinen nach teiligen Einfluss auf die beabsichtigte Wir kung ausübt.
Nur soll man für den Wider stand Rk einen etwas kleineren Wert wählen, als aus der obigen Rechnung hervorgeht.
Weil es sich bei der Erfindung um die Be hebung eines den Röhren anhaftenden Man gels handelt, empfiehlt es sich, die Impedanz Rk in der Röhre im Kolben oder im Sockel einzubauen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verstärkerschaltung für sehr hohe Fre quenzen, bei der zwischen das Steuergitter und die Kathode mindestens einer Verstärker röhre ein auf die zu verstärkende Frequenz abgestimmter Schwingungskreis eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass in die Ka thodenleitung der Verstärkerröhre eine solche Impedanz eingeschaltet ist, dass der infolge der Phasenverschiebung zwischen der Steuer gitterspannung und dem das Steuergitter durchfliessenden Strom zwischen dein Steuer gitter und der Kathode auftretende schein bare Ohrnsche Widerstand wenigstens nahezu ausgeglichen wird. UNTERANSPRMHE 1. Verstärkerschaltung nach Patentanspruch.dadurch gekennzeichnet, dass die in der Kathodenleitung eingeschaltete Impedanz ein Ohmscher Widerstand ist. 2. Verstärkerschaltung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der in der Kathodenleitung eingeschaltete Ohmsche Widerstand durch eine kleine Kapazität überbrückt ist. 3. Verstärkerschaltung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kapazität durch die Kapazität zwischen der Kathode und dem Heizfaden der Verstärkerröhre gebildet wird.4. Verstärkerachaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Verstär- kerröhre eine Röhre verwendet wird, bei welcher die Impedanz im Innern der Röhre zwischen der Kathode und der Kathoden anschlussklemme eingebaut ist. 5. Verstärkerschaltung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die eingebaute Impedanz ein Ohmscher Widerstand ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE191693X | 1935-10-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH191693A true CH191693A (de) | 1937-06-30 |
Family
ID=5730144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH191693D CH191693A (de) | 1935-10-18 | 1936-10-16 | Verstärkerschaltung für sehr hohe Frequenzen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH191693A (de) |
-
1936
- 1936-10-16 CH CH191693D patent/CH191693A/de unknown
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