Fernseh-Elektr onenstrahlröhre. Die Erfindung betrifft eine Fernseh- elektronenstrahlröhre und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
Es sind z. B. aus der amerikanischen Patentschrift <B>1773</B> 980 Bildzerlegerrö.hren bekannt geworden, bei denen das zu über tragende Bild auf eine Photokathode gewor fen wird und dort ein den Helligkeitswerten des Bildes entsprechendes Emissionsbild er zeugt.
Das durch die Photoelektronen. gebil dete. einen grossen. Querschnitt aufweisende Elektronenbündel wird dann auf eine Ab- tastsonde gerichtet und mittels Ablenkfel- dern über diese hinweggezogen.
Ein Nachteil dieser Röhren besteht darin, dass die erhaltenen Signalströme sehr klein sind und einer sehr hohen nachträglichen Verstärkung bedürfen. Dabei besteht vor allem die Gefahr, dass sich die Signalströme nicht hinreichend vom Störpegel, der durch den Schroteffekt bedingt ist, abheben.
Nach der Erfindung können: Signalströme von wesentlich grösserer Stärke erhalten. wer den, so dass keine so hohe Verstärkung mehr erforderlich ist. Die Möglichkeit einer Be- einträchtigung der Bildübertragung durch den Störpegel wird dadurch vermieden, und ,die nachfolgenden V erstärkeranordnungen können einfacher gehalten werden.
Gemäss- der Erfindung wird in der Rähre ein den I3elligkeitswerten des Bildes ent- esprechendes Ladungsbild aufgebaut, welches den Strom .einer Elektronenquelle steuert.
In ,der Zeichnung wird .die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 stellt einen Schnitt .durch eine Bildzerlegerröllre gemäss der Erfindung dar. In Fig. 2 ist gezeigt, wie diese Röhre geschaltet ist.
Die Fig. 8 und 4 stellen Schnitte durch Gitter dar, wie sie in der Röhre nach Fig. 1 verwendet werden kön nen. Fig. 5 stellt eine andere Aussführungs- form, dar, während Fig. 6 einen, Schnitt durch das Gitter der Röhre nach Fig. 5 und Fig. 7 die Schaltung dieser Röhre zeigen.
Fig. 8 zeigt eine Mosaikelektrode, welche mit der Einrichtung nach Fig. 9 hergestellt wor den ist. Fig. 10 zeigt eine dritte Ausfüh- rungsform, in der ein Gitter entsprechend der Fig. 11 benutzt wird, und Fig. 12i zeigt eine Verbundkathode.
Das Vakuumgefäss 1 der Fig. 1 ist an einem Ende mit einem durchsichtigen Fen ster 2 versehen, vor dem eine Optik 4 so an geordnet ist, dass sie auf .der gitterförmigen, am andern Ende :der Röhre angeordneten Speichenelektrode 5 ein Bild des zu übertra genden Gegenstandes entwirft.
Hinter dieser befindet sich ein Elektrodensystem, welches, ein. sehr weit geöffnetes Elektronenbündel gleichmässiger Dichte erzeugt und eine kegelförmig geöffnete Anode 6, ein Steuer- gitter 7 und eine indirekt geheizte Kathode 9 enthält.
Unmittelbar am Lichteintrittsfenster befindet sich eine fingerförmige Anode 12 mit einer dem Gitter 5 zugewandten Öff nung 14. Innerhalb dieser Anode ist eine Sonde 16 angeordnet, die sich unmittelbar hinter :dem Loch 14 befindet und mit einer Zuführung 17 versehen ist.
Vorzugsweise wird die Röhre innerhalb einer Konzentrationsspule 19 angeordnet, durch die ein regelbarer Gleichstrom fliesst. Es entsteht dann ein magnetisches Längs feld zwischem dem Gitter 5 und der Abtast- öffnung 14.
Ferner sind Ablenkspulen 2'2 bezw. 2ss ausserhalb der Röhre angeordnet, welche zwei senkrecht zueinander stehende Felder erzeugen und an je einen Schwin- gungserzeuger 24 bezw. \2 .5 angeschlossen sind.
Für die Speicherelektrode 5 kommen ver sehiedene Konstruktionen in Frage:. Vor- zugsweis:e wird jedoch ein Gitter benutzt, bei dem die den Öffnungen entsprechende Fläche :ebenso gross ist wie die :des stehen- bleibenden: Materials. In manchen Fällen kann :
das Gitter, so wie beispielsweise in Fig. 3 dargestellt, vollständig aus Isolier- material hergestellt werden. Der Isolator 2,6 ist hier mit äÜffnungen 27 versehen und trägt ferner eine Schicht von Cäsium auf Silber oxyd. Diese photoelektrische Schicht ist in bekannter Weise hergestellt, wobei das.
Sil ber in Form von Tröpfchen 29 niederge schlagen ist. Es ist also ein Photomosaik vorhanden, welches aus voneinander isolier ten Rasterelektroden besteht. Eine andere Gitterform ist in Fig 4 dargestellt, wo das Grundmaterial 30 ein Leiter ist, z.
B. ein Niekelgewebe, auf das eine Schicht eines Isoliermaterials 31 niedergeschlagen ist, die ihrerseits die Mosaikelektroden 29, :die wie vorher aus Silberoxyd und Cäsium bestehen, trägt. Zur Herstellung eines solchen Gitters wird vorzugsweise :ein Nickelnetz benutzt, welches im Verhältnis zu den Drähten ziem lich grosse Löcher aufweist.
Dieses Netz wird als Ganzes über eine Magnesiumflamme gehalten, so dassi es vollständig mit Magne- siumoxyd beschlägt, bis die verbleibenden Löcher etwa ebenso gross sind wie das Trä germaterial. Dann wird ein Mosaik von Silberoxyd-Cäsiumelektroden aufgebracht.
Ein anderer Weg, um ein Mosaik auf einem isolierenden Netz zu erzeugen, stellte sich als noch :einfacher heraus.
Diese Methode sei. anhand der Fig. 9 erläutert. Die Fig. 8 zeigt ein so hergestelltes Mosaik in der An sicht, während Fig. 11 einen Schnitt dar stellt. Dort ist das Gitter 5 -wen gstens auf .der :dem Bild zugewandten Seite mit Isolier material überzogen, z.
B. indem es in einen Magnesiumoxydrauch gehalten wunde. Nun mehr wird Silber aufgedampft, und zwar aus einer Verdampfungsquelle <B>50,</B> die :
durch Wirbelströme erhitzt wird. Die Verdamp- fungsqueile besteht aus -dem finit einem Loch 54 versehenen Behälter 53 und enthält me- tallisches .Silber 55.
Da das Silber im Hochvakuum geradlinig- ausstrahlt, entstehen scharfe Schatten an den Stellen, die von der Strahlquelle aus gesehen verdeckt sind.
Das Netz besteht aus zahlreichen sich rechtwink- lig überkreuzenden Drähten, wobei jeder Draht das unter ihm liegende Stück,des an- dern Drahtes verdeckt.
Diese verdeckten Stellen beschlagen nicht mit Silber, so dass. zahlreiche voneinander isolierte rechteckige Leiterflächen 29 entstehen. Durch Wahl einer andern Maschenweite kann die Grösse dieser leitenden "Inseln" beliebig verändert werden.
In einem praktischen Fall wurde eine völlig undurchsichtige Silberschicht auf einem Gitterabschnitt erzeugt, und für den Widerstand zwischen zwei Kontakten, die nur 11/c mm voneinander entfernt waren,
wunden Werte bis zu 1014 Ohm gemessen.. Hieraus folgt -die ausserordentlich gute Iso lierung der Inseln. Vorzugsweise wird je doch die Silberschicht nur dünn ausgebildet und bei der Formierung :
der Schicht voll ständig durchogydiert, wozu in bekannter Weise eine Hochfrequenzentladung in Sauer stoff verwendet wird.
Es isst zweckmässig, den Cäsiumitberschuss nach der Formierung restlos, zu binden. Un ter den zahlreichen, Möglichkeiten hierfür wurde folgende als günstig gefunden. Inner halb der Röhre, entweder an der Kathode oder an der Anode befestigt,
wird eine rela tiv grosse reine Süberoberfläehe angeordnet, welche mit einer ziemlich dicken Ogyd- schieht versehen wird..
Diese Oberfläche ist nach Formierung der Röhre zur Aufnahme grosser Cäsiummengen fähig, selbst nachdem die dünne Silberschicht auf dem Gitter ihre Höchstempfindlichkeit angenommen hat.
Nachdem die Oberflächen ihre höchste Empfindlichkeit erreicht haben, wird adle Rähre bei etwas niedrigerer Temperatur hin- reichend lange ausgeheizt,
bis der Cäsium- überscb.uss in der Röhre vollständig durch -die Silberdberfläehe gebunden ist.
Die Röhre nach Fig. 1 sei, wie in Fig. '2: dargestellt, geschaltet und möge ein Gitter entsprechend .der Fig. 3 besitzen.
Die Anode 6 der Elektronenkanone ist über eine Span- nungsquelle 35 mit ,der Kathode verbunden, die in bekannter Weise geheizt wird, so dass, dm ganze Gitter 5 mit Elektronen.
von 100 bie 30'Q Volt Geschwindigkeit beschossen wird. Das Gitter wird dann eine negative Ladung annehmen, die gerade hinreicht, um weitere Elektronen vom Aufprall abzuhal- ten,
so dass unmittelbar hinter dem Gitter eine Raumladung entsteht. Das normale Gleichgewichtspotential des Gitters wird im wesentlirrhen bestimmt durch eine geringe Anzahl von Elektronen,
die die höchste Ge- schwindigkeit besitzen und :durch die Ablei- tung innerhalb der Gitterkonstruktion. Bei aber Anordnung nach Fig. 5, -wo das Gitter vollständig aus Isoliermaterial besteht, wird das Gitterpotential etwas höher liegen.,
als bei der nach Fig. 4, wo die isolierende Schicht auf Ilnterlagedrähten 3,0 angeordnet ist, die in der Regel mit der Anode 6 über einen Leiter 36 leitend verbunden sind.
Nachdem das Gittersein angenommen hat und hinter dem Gitter eine Raumladung entstanden äst, wird ein Bild des Gegenstandes 37 mittels der Optik 4 auf die nicht von Elektronen be schossene,
Seite des Gitters 5 geworfen. Es fällt also Licht auf das Photomosaik 29 und bewirkt dort eine Elektronenemission. Die Elektronen werden gegen die Anode <B>12</B> ge zogen, einzelne von ihnen werden:
in die Öffnung 14 dringen und auf der ,Sonde 16 gesammelt werden. Die Anode 1.2 ist an, den positiven Pol einer Spannungsquelle 39 an geschlossen,
während die Sonde 16 mittels der Spannungsquelle 40 ein nach höheres Potential erhält.
Die Differenz zwischen der Zahl der auf die Sonde fallenden und der Zahl der auf die Abschirmung 124 fallenden Elektronen fliesst durch clen Widerstand <B>41</B> und erzeugt an .diesem ein Potential, welches mittels der Drähte 42 abgenommen und dann verstärkt wird.
Die @ Zahl der auf dem Photomosaik aus gelösten Elektronen wird in jedem Punkte der jeweiligen, Lichtintensität entsprechen. Die photoelektrischen Inseln werden sich in folgedessen der auffallenden Lich-hnenge entsprechend mehr oder weniger positiv auf laden:.
Die Mosaikelemente werden sich also auf ein neues weniger negatives Gleichge wichtspotential einstellen, so dass, eine <B>Po-</B> tentialverteilung auf dem Gitter entsteht, die überall dem Bildinhalt entspricht. Hier durch wird es den die Räumladung hinter dem Gitter 5 bildenden.Elektronen möglich. durch das Gitter hindurch auf die Anode 12 zu fliegen.
Die so aus der Raumladung frei werdenden Elektronen entsprechen in ihrer Zahl wiederum der örtlichen Lichtintensität. Sämtliche zwischen dem Gitter 5 und der Anode 12 fliegenden 'Elektronen werden durch die Konzentrationsspule 19 gebündelt und durch die Ablenkfelder über die Abtast- öffnung hin- und herbewegt.
Falls es gewünscht wird, kann .die Er giebigkeit der Elektronenkanone mittels. des Gitters 7 hochfrequent moduliert werden, wobei die Modulation über einen Blockkon densator bei 44 zugeführt wird. Es wird da durch eine Ausgangsverstärkung möglich und es kann idie Gleichstromkomponente er halten werden. Falls gewiinscht, kann auf diese Weise auch ein einziges Seitenband er zeugt werden.
Durch die Speicherung der Elektronen in einer Raumladung wird ein ,;elektrisches Bild" erzeugt, dessen Intensität wesentlich grösser ist, als, wenn es lediglich durch die Photoemission von dem Gitter 5 erzeugt wäre. Die am Widerstand 41 abgenommene Spannung ist nunmehr wesentlich grösser, so ,dass sie nur wesentlich weniger verstärkt zu werden braucht und nicht mehr indem Masse von Störungen abhängt.
Eine andere Ausführungsform der Er findung ist in Fig. 5 dargestellt. Als Elek- tronenquelle ist hier' eine photoelektrische Oberfläche verwendet, welche vorzugsweise als durchgehende Fläche 32 auf einer Grund platte 34 aus Silber aufgebaut ist. Das Git ter 5 ist unmittelbar parallel vor der photo- elektrischen Oberfläche angeordnet.
In die sem Fall wird das Gitter zweckmässig als mit einer isolierenden Oberfläche versehener Leiter ausgebildet. Vorzugsweise wird die leitende Unterlage 3.0 (Fig. 6) mit einer dün nen Schicht Magnesiumoxyd 31 überzogen. In diesem Fall wird jedoch keinerlei photo- elektrisches Material auf den Isolator aufge bracht.
Bei dieser Anordnung, die wie in Fig. 7 angegeben, zu. schalten' ist, wird die Photo- kathode 32 vorzugsweise als - Silberoxyd- Cäsiumschicht ausgebildet, bis die höchste Empfindlichkeit erreicht worden ist. Diese Kathode braucht nicht als Mosaik ausgebil det zu sein. .Sie wird dann aus den Lampen 46 mit rotem oder infrarotem Licht ausge strahlt,
bis die Kathode einen Strom von z. B. 100 Mikroampere erzeugt. Das Gitter 5 ist in @diesem Fall nicht photoelektrisch, son dern vorzugsweise aus Nickeldrähten 30 auf gebaut, die eine oberflächliche Isolierung von z. B. Magnesiumoxyd erhalten.
Beim Betrieb wird der Gegenstand 3,7 nur mit Tageslicht oder durch künstliche Lichtquellen 4 7 belichtet, wobei darauf ge achtet wird, dass kein weisses Licht direkt auf die Kathode 32 fällt, ausgenommen das jenige, welches von dem Gegenstand 37 aus geht und durch die Optik 4 auf die Kathode gerichtet wird. Zu diesem Zweck werden die Lampen 47 mit Reflektoren 49 versehen.
Da es auch erwünscht ist, dass kein rotes Licht auf den Gegenstand '37 trifft, werden die Lampen 46 ebenfalls mit Reflektoren 50, ver sehen. Diese Reflektoren sind so aufgestellt, dass, das Licht in dem einen Fall nur auf die Kathode, im andern nur auf den Gegenstand fällt.
In der Schaltskizze nach Fig. 7 sind die Ablenk- und Konzentrationsspulen der Ein fachheit halber fortgelassen. Auf die Ka thode 32 fallen nun zwei verschiedene Licht ströme.
Der eine, von den Lampen 46 aus gehende, stellt eine gleichmässige Strahlung von grosser Wellenlänge dar und erzeugt eine gleichmässige Emission von Elektronen ge ringer Geschwindigkeit. Der andere Licht strom entspricht der Lichtverteilung des Ge genstandes und enthält kürzere Wellenlän gen, so dass auf der Kathode 32 Elektronen verschiedener und im Mittel höhere Ge- sehwindigkeit ausgelöst werden.
Es werden also von der Kathode 3!2 Elektronen zweier verschiedener Arten erzeugt. Angenommen, dass kein Bild auf die Kathode fällt, wird das Gitter eine negative Ladung annehmen, da die Elektronen, die dort auffallen, sich auf' der Isolierschicht sammeln und allznäh- lich auf den leitenden Träger abfliessen:, bis ein Gleichgewichtszustand in der Nähe von etwa 'j.' Volt erreicht ist.
Es entsteht so eine Raumladung hinter dem Gitter. Wird ein. optisches Bild auf die Kathode projiziert, so werden;
Elektronen höherer Geschwindigkeit ausgelöst, welche infolge dieser höheren Ge schwindigkeit das Gitter erreichen können und die bisher gleichmässige Ladungsvertei- lung derart stören, dass das Gitter an jedem Punkt um so viel negativer wird, wie es der dort vorhandenen Helligkeit entspricht. Es entsteht .so eine Ladungsverteilung auf dem Gitter, die die Zahl der durch .das Gitter fliegenden, durch die Anode 12 angezogenen Elektronen entsprechend dem Bildinhalt steuert.
Es entsteht so ein "elektrisches Bild" von grösserer Intensität als bei Verwendung lediglich einer Photokathode.
Es wurde gefunden, dass durch .die hinter ,dem Gitter aufgebaute Raumladung und ihre Ausnutzung zur Verstärkung des elek trischen Bildes die Empfindlichkeit der Röhre auf das mehr als tausendfache gestei- gert werden konnte. Infolgedessen kann mit wesentlich geringerer nachfolgender Verstär kung gearbeitet werden. .
Die Verstärkung mittels der Raumladung erfolgt völlig unabhängig von der Abtastung. Mit jedem Bildwechsel wird eine neue La- dungsverteilung aufgebaut.
Wenn ein Wech sel der Lichtverteilung während der Ab- tastung infolge einer Bewegung des: Objekts eintritt, so ist das am Ende der Abtast- periode erzeugte Bild ein Mittelding zwi- sohen dem Bild, welches zu Beginn der Ab tastperiode vorhanden war und -dem, wel ches bei Beginn,der nächsten Abtastung vor liegt.
Selbst bei Bewegungen des Objekts, die mit den grössten mit dem Auge noch ver- folgbaren Geschwindigkeiten, vor sich gehen, besteht genügend Zeit zum Aufbau einer Raumladung, da diese Bewegungen im Ver hältnis immer noch langsam sind, während die Zeit zum Aufbau der Raumladung äusserst kurz ist.
Infolgedessen ist praktisch bereits stets vor Beginn einer neuen Zer legung eine neue Raumladung wirksam, wobei das Potential jedes Mosaikelementes dasjenige vor Beginn der Bewegung sein. wird, das es offenbar höchst unwahrschein- lich ist, dass die Bewegung über eine längere Zeit hinweg synchron mit der Abtastung verläuft.
Es kann auch .eine in .gleicher Weise ar beitende Verbundkathode verwendet werden, bei der Xathode und Gitter zu einer Einheit zusammengefasst sind. Wird ein feines iso lierendes Pulver unmittelbar auf die Ka thode aufgebracht, so dass, zwischen den Körnchen Zwischenräume bestehen, so würden theoretisch auch in diesem Falle Ladungen in den obern Teilen entstehen, welche im stande wären, langsame Elektronen,
die durch eine langwellige Strahlung ausgelöst werden, zu modulieren. Es würde jedoch in der Praxis sehr schwierig sein, die Kathode so zu formieren, und das isolierende Pulver würde Cäsium aufnehmen und vielleicht lei tend werden.
Es konnte jedoch eine Ver bundkathode unter Verwendung einer äusserst dünnen Schicht eines isolierenden Pulvers aufgebaut werden, indem die zusammenge setzte Oberfläche mittels einer Glimment- ladung in Argon nach Formierung der Cäsiumaberfläche oxydiert wurde, um alles leitende Material,
welches das Isoliermate- rial überdeckte, zu beseitigen. Bei Verwen dung einer solchen zusammengesetzten. Ka thode wird vorzugsweise eine .geringe Hoch- frequenzspannung an die ]Kathode gelegt, um die Zahl der auf den Isolator fallenden Elektronen zu vergrössern.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung einer Verbundkathode besteht in der Ver wendung von Cäs iummonoxyd als: Isolator auf Ader Kathode. Wenn eine eine Monoxyd schicht aufweisende Silberplatte zur Photo kathode formiert wird, so ergibt das auf sie destillierte Cäsium, mit dem Cäsiummonogyd Cäsiumtrioxyd, welches ebenfalls ein guter Isolator ist.
Fig.12 zeigt schematisch eine solche Ka thode, bei der mit 1011 die Unterlage und mit 1(12i die isolierenden Körnchen bezeich net sind. In, beiden Fällen entsteht eine Photo kathode mit zahlreichen isolierenden "Inseln", zwischen denen Abstände bestehen, so dass Elektronen hindurchtreten können.
Auf den isolierenden. Inseln entstehen infolge der Emission Ladungen, die den Flusst der Elek tronen steuern, wie früher beschrieben.
Eine weitere Ausführungsform der Er-. findung ist in Fig. 10 dargestellt. Hier sind die Photokathode und das Gitter zu einer Einheit vereinigt, die als Ganzes auf dem Schirm 5 untergebracht ist.
Fig. 11 zeigt diesen Teil im Querschnitt. Die Röhre erhält in .diesem Fall einen Wandbelag 60, der aus Nickel bestehen kann und vorzugsweise mit .lein Finger 12. verbunden, ist. Die Röhre weist ferner ein zweites durchsichtiges Fen ster 61 auf,
um den von einer Quelle 62 aus gehenden Lichtstrom auf -den Schirm 5 tre ten zu lassen. Die Drähte 30 der Fig. 11 sind auf der einen Seite beispielsweise mittels Magnesiumoxyd 64 isolierend gemacht, wo bei vorzugsweise Silberdraht als Unterlage verwendet wird. Es wird dann von der einen Seite Silber 29 aufgedampft,
so dass ein Mosaik auf den isolierenden Schichten ent steht. Die Oberfläche wird :dann formiert wie früher beschrieben. Unter Formierung ist die Herstellung und die Erzielung einer hohen Empfindlichkeit der Photokathode zu verstehen.
Gleichzeitig wird die Silberober- fläche auf der andern Seite des Gitters eben falls formiert. Es entsteht so ein Gitter, welches zwei völlig voneinander getrennte photoelektrische Oberflächen aufweist. Die eine ist der Lichtquelle 62, zugewandt und stellt eine zusammenhängende Schicht dar, während die andere dem Finger 12 zuge wandt ist und als Mosaik ausgebildet ist.
Bei dieser Ausführungsform .erhält das Gitter 5 vorzugsweise einen zylindrischen Ansatz 610', welcher sich dem Wandbelag 60 entgegenstreckt, .diesen jedoch nicht berührt. Beide bilden zusammen eine elektrische Linse, welche die Fokussierung ,der Elektro nen unterstützt. Es kann vorteilhaft sein, eine entsprechende Anordnung auch bei an dern Ausführungsformen zu verwenden.
Wird die durchgehende leitende Fläche beleuchtet, wobei .das Licht in. diesem Falle nicht von anderer Wellenlänge, als das der Bildbeleuchtung zu sein bmücht, so werden auf -der Rückseite des Gitters Elektronen ausgelöst, und zwar gleichmässig über die ganze Oberfläche, so dass hinter .dem Gitter eine Raumladung entsteht.
Auf der Vorder seite dagegen, wo auf die Photooberfläche der Gegenstand abgebildet wird, entsteht ein Ladungsbild, in dem die Ladungsverteilung dem Bild entspricht. Dieses Ladungsbild steuert den Elektronendurchtritt von der hintern Oberfläche, wobei die durchgelasse- nen .Elektronen durch die Zugspannung am Anodenfinger 12 beschleunigt werden.
Diese Ausführungsform ist aus mehreren Gründen vorteilhaft. Es wird eine hohe Ver stärkung erreicht, und es werden praktisch von allen Teilendes Mosaiks gleichviel Elek tronen der Raumladung gesteuert. Es braucht kein infrarotes Licht verwendet zu werden, da das Licht der beiden Quellen auf ver- schiedena Seiten der lichtempfindlichen Elektrode fällt.
Ein besonderer Vorteil -die ser Anordnung ist, .dass die Mosaikelektroden nur einen sehr kleinen Strom aus der Itaum.- ladung absaugen, da sie auf der dem Ur sprung dieser Elektronen abgewandten .Seite angeordnet sind.
Die Zeit, während der die Ladung auf den Mosaikelektroden abfliesst, kann auf ver- sehiedene Weise geregelt werden. Reines Magnesiumoxyd isoliert so gut, dass es wün schenswert ist, die Entladezeit durch Zu sätze, welche das Isoliervermögen verschlech tern, zu verkürzen. Es kann auch ein gerin ger Restgasdruck in der Röhre belassen wer den, .der die Entladezeit der Mosaikelektro den regelt.
Es wurde gefunden, dass durch eine solche Gasfüllung von sehr geringem Druck keine Beeinträchtigung der Bild signale bewirkt wird, wenn die Entladezeit innerhalb der Grenzen der Bildfrequenz liegt.
In jedem der beschriebenen Fälle wird ein Ladungsbild, welches dem optischen Bild entspricht, aufgebaut, welches seiner- seits einen Elektronenstrom steuert. Der Ge samtstrom wird dann in bekannter Weise zerlegt, um ein Fernsehsignal zu erhalten. Naturgemäss können .die beschriebenen Aus führungsbeispiele auch abgeändert und z.
B. Elemente der einen Anordnung mit solchen einer andern Anordnung kombiniert werden.