CH191791A - Schaltanordnung zur Temperaturregelung elektrischer Heizgeräte. - Google Patents
Schaltanordnung zur Temperaturregelung elektrischer Heizgeräte.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Schaltanordnung zur Temperaturregelung elektrischer Heizgeräte. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalt anordnung zur Temperaturregelung elektri scher Heizgeräte und besteht darin, dass in dem Stromkreis eines Temperaturreglers ein, im erregten Zustand den Temperaturregler überbrückendes Kontaktrelais, sowie ein, in der einen Endstellung einen Kontakt des Reglerstromkreises und in der andern End- stellung einen Kontakt des Heizstromkreises schliessendes Zeitelement liegen.
Dieses Zeit element kann eine Umschaltvorrichtung steuern, deren mittlerer Kontakt mit der einen Stromzuführungsleitung und deren bei den äussern Kontakte mit dem zur andern Stromzuführungsleitung führenden Heiz- bezw. Reglerstromkreis verbunden sind. Vorzugs weise ist das Zeitelement ein thermisches Element und die Umschaltvorrichtung eine Quecksilberschaltröhre.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Aus führungsbeispiel der Erfindung, wobei sich die, vom Zeitelement gesteuerte Quecksilber schaltröhre in der einen Endstellung befindet. Hierbei zeigen die in der Figur dargestellten voll ausgezogenen Pfeile die, beim Erwärmen der thermischen Elemente vorhandene Bewe gungsrichtung und die strichlierten Pfeile die beim Erkalten der thermischen Elemente vorhandene Bewegungsrichtung an. In Fig. 2 ist die Quecksilberschaltröhre in der Mittel und in Fig. 3 in der andern Endstellung zur Darstellung gebracht.
In einem, von Stromzuführungsleitern 1, 2 gespeisten Reglerstromkreis 3 liegen ein, mit Kontakten 4, 5 versehener Temperatur regler 6, eine Erregerspule 7 eines Kontakt relais 8 und eine, auf den Bimetallstreifen 9 einwirkende Heizspule 10. Der Bimetallstrei- fen 9 steuert eine, .Kontakte 11, 12, 13 auf weisende Quecksilberschaltröhre 14.
Der eine Kontakt 11 der Quecksilberschaltröhre 14 führt über die Heizwicklung 15 des Heiz- gerätes 16 zur Stromzuführungsleitung 1, der mittlere Kontakt 12 zur andern Stromzufüh- rungsleitung 2 und der dritte Kontakt 13 zur Heizspule 10. Der mit dem Anker 17 des Kontaktrelais 8 zusammenarbeitende Kontak- 18 ist mittels der Leitung 19 mit der Strom zuführungsleitung 1 verbunden.
Beim Anheizen stehen die beiden Kon takte 4, 5 des Temperaturreglers 6 mitein ander in Verbindung. Es wird dann in der aus der Fig. 1 ersichtlichen Stellung der Quecksilberschaltröhre 14 das Kontaktrelais 8 erregt, wodurch der Anker 17 angezogen und die Leitung 19 mit dem Reglerstrom- kreis 3 verbunden wird. Die Reglerkontakte 4, 5 des Temperaturreglers 6 werden dann überbrückt und somit spannungslos.
Weiter hin erfolgt auch eine Erwärmung des Bi metallstreifens 9 von der Heizwicklung 10, so dass durch dessen Verbiegung die Queck-, silberschaltröhre 14 langsam in der Richtung des voll ausgezogenen Pfeils verschwenkt wird. Nach Überschreitung der Mittelstellung der Quecksilberschaltröhre 14 (Fig. 2) gelangt dann diese schliesslich in eine aus Fig. 3 er sichtliche Stellung. Der Reglerstromkreis 3 ist dann unterbrochen, wodurch der Anker 17 des Kontaktrelais 8 abfällt und der Bi metallstreifen 9 wieder abgekühlt wird.
Die Folge davon ist, dass die Quecksilberschalt- röhre 14 jetzt in der umgekehrten Richtung als vorher, also in der strichliert eingezeich neten Pfeilrichtung verschwenkt wird. Die Quecksilberschaltröhre 14 wird aber über die Mittelstellung der Fig.2 nicht hinausgelangen, da ja beim Anheizen der Kontakt 4, 5 des Temperaturreglers 6 geschlossen bleibt. So bald also die Quecksilberschaltröhre 14 in die Mittelstellung gelangt, wird der Regler stromkreis 3 wieder geschlossen.
Dadurch wird erstens der Temperaturregler 6 von dem nunmehr wieder erregten Kontaktrelais 8 überbrückt und zweitens der Bimetallstreifen 9 wieder erwärmt. Die Richtung der Ver- schwenkung der Quecksilberschaltröhre 14 wird somit wieder geändert, so dass während der Anheizzeit eine Unterbrechung' des Heiz stromkreises nicht eintritt.
Der vorstehend beschriebene Vorgang wiederholt sich nun so lange, bis sich die Raumtemperatur durch das Heizgerät 16 so stark erhöht hat, dass der Kontakt 4 von dem Kontakt 5 entfernt wird. Eine Unter- Brechung des Reglerstromkreises 3 wird dann aber, wenn sich die Quecksilberschaltröhre 14 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung be findet, noch nicht erfolgen, da ja die Kon takte 4, 5 des Temperaturreglers 6 durch die Leitung 19 überbrückt sind. Es wird lediglich nur eine weitere Erwärmung des Bimetallstreifens 9 erfolgen, der schliesslich die Quecksilberschaltröhre 14 in die Stellung der Fig. 3 bringt.
Der Reglerstromkreis 3 ist dann unterbrochen, wodurch der Anker 17 abfällt und der Bimetallstreifen 9 sich ab abkühlen kann. Nach erfolgter Abkühlung befindet sich dann die Quecksilberschaltröhre 14 wieder in der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung. Beim abermaligen Schliessen der Kontakte 4. 5, was ja dann der Fall ist, wenn die zu überwachende Temperatur unter einem bestimmten Wert gesunken ist, wie derholt sich der eingangs beschriebene Vor gang von neuem.
Diese Schaltanordnung besitzt eine Reihe von Vorteilen, auf die nachstehend einge gangen werden soll. Da die Kontakte des Temperaturreglers kurz nach ihrer Schliessung überbrückt werden, können sie auch ohne weiteres schleichend geschlossen werden. Es wird dann eine ausserordentlich hohe Empfind lichkeit des Temperaturreglers insofern er reicht, weil der Bimetallstreifen keine für die Herbeiführung der Momentschaltung be stimmte Vorspannung zu überwinden hat. Auch haben weiterhin irgendwelche auftre tende Erschütterungen keinen Einfluss auf die Tätigkeit des Temperaturreglers. Ein weiterer Vorteil ist auch noch der, dass die spannungslos geöffneten Kontakte des Tem peraturreglers weitgehend geschont werden.
Bei ausserordentlich starken und länger an dauernden Erschütterungen, wie sie beispiels weise in Bahnen und andern Fahrzeugen auftreten können, wird man den in starkes Schwingen gebrachten Temperaturregler vor zugsweise als Momentschalter ausbilden. Wenn dieser darin wohl etwas grössere Tem peraturschwankungen ergibt, so hat er doch den Vorteil, auch bei aller stärksten Er schütterungen noch sicher zu arbeiten: Die Zeit von einer Einschaltung des Reglerstromkreises zur andern kann selbst verständlich nach den örtlichen Verhält nissen grösser oder kleiner gewählt werden. Sie bewegt sich in der Grössenordnung einiger Minuten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltanordnung zur Temperaturregelung elektrischer Heizgeräte, dadurch gekenn zeichnet, dass in dem Stromkreis eines Tem peraturreglers ein, im erregten Zustand den Temperaturregler überbrückendes Kontakt relais, sowie ein, in der einen Endstellung einen Kontakt des Reglerstromkreises und in der andern Endstellung einen Kontakt des Heizstromkreises schliessendes Zeitelement liegen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Schaltanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Zeitele ment eine Umschaltvorrichtung steuert, deren mittlerer Kontakt mit der einen Stromzuführungsleitung und deren beiden äussern Kontakte mit dem zur andern Stromzuführungsleitung führenden Heiz- bezw. Reglerstromkreis verbunden sind. 2. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitelement ein thermisches Ele ment ist. 3. Schaltanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Umschaltvorrichtung eine Queck- silberschaltröhre verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH191791D CH191791A (de) | 1936-09-10 | 1936-09-10 | Schaltanordnung zur Temperaturregelung elektrischer Heizgeräte. |
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1936
- 1936-09-10 CH CH191791D patent/CH191791A/de unknown
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