CH191879A - Verfahren zur Herstellung von Gewehrläufen, insbesondere Maschinengewehrläufen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gewehrläufen, insbesondere Maschinengewehrläufen.

Info

Publication number
CH191879A
CH191879A CH191879DA CH191879A CH 191879 A CH191879 A CH 191879A CH 191879D A CH191879D A CH 191879DA CH 191879 A CH191879 A CH 191879A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
gun barrels
steels
carbon
chromium
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Gebr Boe Co
Original Assignee
Boehler & Co Ag Geb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehler & Co Ag Geb filed Critical Boehler & Co Ag Geb
Publication of CH191879A publication Critical patent/CH191879A/de

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A21/00Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
    • F41A21/20Barrels or gun tubes characterised by the material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Gewehrläufen,    insbesondere     Maschinengewehrläufen.       Für Gewehrläufe, insbesondere Maschinen  gewehrläufe, müssen Stähle verwendet werden,  bei welchen hohe Anforderungen an die me  chanischen Eigenschaften bei Raumtempera  tur und in der Wärme gestellt werden können.  Besonders bei luftgekühlten Maschinenge  wehren sind die Anforderungen, die an den  Werkstoff bei hohen Wärmegraden gestellt  werden, sehr bedeutende.  



  Hochlegierte Stähle, wie zum Beispiel       ein        Stahl        mit        etwa        0,3        %        Kohlenstoff,        1,5        %          Chrom,        6,5%        Wolfram        und        0,3%        Vanadin,     zeichnen sich durch ausserordentliche Warm  festigkeit und     Anlassbeständigkeit    aus und  haben ihre Bewährung in Tausenden von  Maschinengewehrläufen erbracht.

   Es wurden  auch Stähle     hiefür    in Vorschlag gebracht,       die        bei        mindestens        0,1%        Kohlenstoff,        0,3        bis     3     %        Silizium,        1-9        %        Chrom,

          2-8        %        Molyb-          dän        etwa        4%        Kupfer        besitzen.        Diese        sollen     den genannten Chrom-Wolfram-Vanadin-    stählen noch überlegen sein und dürften be  sonders für Länder, die auf den Wolfram  Import angewiesen sind, Bedeutung haben.  Auch sie gehören offensichtlich der Gruppe  der hochlegierten     Gewehrlaufstähle    an.

   Der  hohe Preis und die vielfach schwierige Be  schaffung der erforderlichen grösseren Mengen  von Legierungselementen im Kriegsfalle lassen  es verständlich erscheinen, dass es an Be  mühungen zur Herstellung von     niedriglegier-          ten        Maschinengewehrlaufstählen    nicht gefehlt  hat.

   Sehr verbreitet     hiefür    ist neben dem       seit        langem        bekannten        Stahl        mit        etwa        0,65        %          Kohlenstoff        und    2     %        Wolfram        die        Verwen-          dung        eines        Stahls        mit        etwa        0,

  65        %        Kohlen-          stoff,        0,80        %        Chrom        und        0,20        %        Vanadin.     Die Warmfestigkeit dieser Stähle ist jedoch  im Verhältnis zu den hochlegierten Stählen       gering.        Stähle        mit        bis        zu        0,3        %        Kohlenstoff,

            über        2-4,5%        Chrom        und        über        0,7-1%          Molybdän    sind wohl besser als der erwähnte           Chrom-Vanadinstah,    erreichen jedoch nicht  die Warmfestigkeit der Spitzenstähle, gegen  die sie, insbesondere bei höheren Tempera  turen, zurückbleiben.  



  Ein Nachteil der hochlegierten Stähle ist  auch ihre schlechte Wärmeleitfähigkeit. Diese  verursacht, dass während der Beanspruchung  beim Schiessen eine hohe Erwärmung der       Laufinnenfläche    entsteht, wodurch leicht  Brandrisse in Erscheinung treten. Man stellt  mitunter auch die Forderung, einen Lauf  stahl gleichzeitig für     luft-    und wassergekühlte  Maschinengewehre verwenden zu können. In  diesem Falle bleiben die hochlegierten Stähle  bei Wasserkühlung in ihrer Leistung gegen  über einem     niedriglegierten    Laufstahl, wohl  infolge der geringeren Wärmeleitfähigkeit,  zurück, während Laufstähle, die für Wasser-         kühlung    geeignet sind, den Anforderungen  bei Luftkühlung ungenügend gewachsen sind.  



  Planmässige Versuche haben ergeben, dass  allen Anforderungen, die an einer.     Hochlei-          stungslauf    gestellt werden, Stähle mit einem       Kohlenstoffgehalt        von        0,15        bis        höchstens        0,7%,          einem        Chromgehalt        von        0,

  5-2%        und        einem          Molybdängehalt        von        1-2        %        entsprechen.        Als     besonders günstig erwies sich eine     Zusammen-          setzung        mit        0,24%        Kohlenstoff,        1-1,30%     Chrom und     1,6-1,8'/o        Molybdän.    Dieser  Stahl besitzt ausser Kohlenstoff in Summe       nur        2,6-3,

  1%        Legierungselemente.        Seine     mechanischen Werte bei Raumtemperatur und  in der Wärme stehen zum Beispiel dem er  wähnten     Wolfram-Chrom-Vanadinstahl    nicht  nach, obwohl dort ein Legierungsaufwand       von        8,3        %        erforderlich        ist.     



  Dies zeigt folgende Gegenüberstellung:  
EMI0002.0044     
  
    1.
<tb>  Stahl <SEP> mit <SEP> 0,3 <SEP> % <SEP> Kohlenstoff, <SEP> 1,5 <SEP> % <SEP> Chrom, <SEP> 6,5 <SEP> % <SEP> Wolfram, <SEP> 0;3 <SEP> % <SEP> Vanadin
<tb>  Temperatur <SEP> Zugfestigkeit <SEP> Dehnung <SEP> in <SEP>  /o <SEP> Einschnürung
<tb>  o <SEP> C
<tb>  kg/mmo <SEP> (L=5d) <SEP> %
<tb>  20 <SEP> 102 <SEP> 13 <SEP> 51
<tb>  400 <SEP> 90,6 <SEP> 15 <SEP> 48,7
<tb>  500 <SEP> 81 <SEP> 17 <SEP> 65
<tb>  600 <SEP> 56 <SEP> 22 <SEP> 65
<tb>  700 <SEP> 31 <SEP> 32,1. <SEP> 70     
EMI0002.0045     
  
    II.
<tb>  Stahl <SEP> mit <SEP> 0,24% <SEP> Kohlenstoff, <SEP> 1-1,3% <SEP> Chrom, <SEP> 1,6-1,80% <SEP> Molybdän:

  
<tb>  Temperatur <SEP> Zugfestigkeit <SEP> Dehnung <SEP> in <SEP> % <SEP> Einsehnürung
<tb>  o <SEP> C <SEP> <B><U>kg/mm</U></B> <SEP> $ <SEP> (L <SEP> - <SEP> 5 <SEP> d) <SEP> o%
<tb>  20 <SEP> 102,5 <SEP> 15;4 <SEP> 62,8
<tb>  400 <SEP> 95,8 <SEP> 16 <SEP> 56,4
<tb>  500 <SEP> 84,4 <SEP> 18 <SEP> 66,4
<tb>  600 <SEP> 63,2 <SEP> 18,8 <SEP> 77,9
<tb>  700 <SEP> 33,3 <SEP> 23,4 <SEP> 71,9         Zum Vergleich seien auch die     Warmfestigkeitswerte    bei 600 0 C von den beiden nach  stehenden Stählen angeführt  
EMI0003.0002     
  
    <B>0,65</B> <SEP> o/0 <SEP> C, <SEP> 0,8 <SEP>  /o <SEP> Cr, <SEP> <B>0,65</B> <SEP> % <SEP> C, <SEP> 2 <SEP> 0/0 <SEP> W
<tb>  0,2 <SEP> % <SEP> V
<tb>  Zugfestigkeit <SEP> . <SEP> .

   <SEP> 29,6 <SEP> kg/mm' <SEP> 38,5 <SEP> kg/rnm2
<tb>  Dehnung <SEP> (L= <SEP> 5d) <SEP> <B>39,80/0 <SEP> 38,0'/o</B>
<tb>  Einschnürung <SEP> . <SEP> . <SEP> 89,8% <SEP> <B>83,00/,</B>       Hohe     Anlassbeständigkeit,    Unempfindlich  keit gegen Brandrisse und gute     Kühlbarkeit     durch Wasser infolge der günstigen Wärme  leitfähigkeit sind beachtliche Vorteile, welche  die erfindungsgemäss verwendeten Stähle aus  zeichnen. Ein Lauf, der eine Festigkeit von  104     kg/mm2    besass, wurde eine Stunde bei  650 0 C und hierauf eine Stunde bei 700 0 C  geglüht.  



  Die Festigkeit blieb nach der     Glühung     bei 650 0 C unverändert und fiel bei der  nachfolgenden     Glühung    bei 700 0 C nur auf  98 kg/mm', also um nicht ganz 60%.  



  Durch Einhaltung eines Kohlenstoffgehaltes       von        nicht        über        0,35%        lässt        sich        eine        beson-          dere    Unempfindlichkeit gegen Abschrecken  aus Rotglut erzielen. Aus 8000 C in Wasser ab  gelöscht, bleibt     dieFestigkeit    unter l20     kg/mm2.          Hiedurch    bleiben Läufe, die infolge forcierten  Gebrauches     rotglühend    und in Wasser ab  gekühlt wurden,     weitestgehend    sprengzäh.  



  Praktische Versuche über die Wirkung  der Pulvergase lassen eine gegenüber     unle-          gierten    und     wolframlegierten    Stählen etwas  erhöhte Widerstandsfähigkeit erkennen. Sie  kann noch verbessert werden, wenn der     Sili-          ziumgehalt        auf        0,5-1%        gesteigert        wird.       Dieser Zusatz von Silizium ist jedoch nicht  ausschlaggebend und gehört nicht zum Ge  genstand der Erfindung.  



       Chrom-Molybdänstähle    mit derselben Zu  sammensetzung sind bereits bekannt, jedoch  wurde die besondere Vorteilhaftigkeit der  Verwendung solcher Stähle zu Gewehr- und  Maschinengewehrläufen bisher nicht erkannt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gewehr läufen, insbesondere Maschinengewehrläufen, dadurch gekennzeichnet, dass Stahllegierungen mit 0,l5-0,70 0% Kohlenstoff, 0,5-2 % Chrom und 1-2% Molybdän verwendet werden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dassman eineStahllegierung mit 0,15-0,35% Kohlenstoff verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Stahllegierung mit 0,24% Kohlenstoff, 1-1,3% Chrom und 1,6-1,8/o Molybdän verwendet.
CH191879D 1935-10-24 1936-10-23 Verfahren zur Herstellung von Gewehrläufen, insbesondere Maschinengewehrläufen. CH191879A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT191879X 1935-10-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH191879A true CH191879A (de) 1937-07-15

Family

ID=3665663

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH191879D CH191879A (de) 1935-10-24 1936-10-23 Verfahren zur Herstellung von Gewehrläufen, insbesondere Maschinengewehrläufen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH191879A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2855718B1 (de) Stahlflachprodukt und verfahren zur herstellung eines stahlflachprodukts
DE2649019A1 (de) Verfahren zum herstellen nahtloser rohre
DE1458330C3 (de) Verwendung einer zähen, ausscheidungshärtbaren, rostfreien, chrom-, nickel- und aluminiumhaltigen Stahllegierung
DE1533478A1 (de) Stahllegierung
DE642927C (de) Panzerplatte mit besonders hohem Beschusswiderstand
DE3832014A1 (de) Verfahren zur herstellung hochfester nahtloser stahlrohre
EP0882807B1 (de) Feuerresistente nickelfreie Stähle für den Stahlbau und Verfahren zur Herstellung von Grobblech daraus
CH191879A (de) Verfahren zur Herstellung von Gewehrläufen, insbesondere Maschinengewehrläufen.
AT137301B (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften, insbesondere der Härte, Festigkeit und Streckgrenze, von Eisen- und Stahllegierungen mit geringem Kohlenstoffgehalt durch Ausscheidungshärtung.
DE1558508B2 (de) Verwendung eines martensitaushaertbaren chrom nickel stahls
DE1433763A1 (de) Waermebehandlungsverfahren und Mittel zu deren Durchfuehrung
AT138568B (de) Kupfer-Aluminium-Beryllium-Legierungen.
DE1608181A1 (de) Verwendung eines Nickelstahls
AT150607B (de) Herstellung von Gewehrläufen, insbesondre Maschinengewehrläufen aus Chrom-Molybdänstählen.
AT144000B (de) Stahllegierung für Gegenstände, die gegen besonders hohe Drücke, z. B. Explosionsdrücke, beständig sind und gleichzeitig erhöhten Widerstand gegen Abnutzung aufweisen.
DE924757C (de) Vergueten von Werkstuecken, welche inneren hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind
AT141381B (de) Verfahren zur Erhöhung der Festigkeitseigenschaften von kupferhaltigen Stählen.
DE897422C (de) Hochwertiger Baustahl fuer den Hoch- und Brueckenbau
DE659831C (de) Baustahl mit hoher Festigkeit und Streckgrenze und gleichzeitig hoher Dehnung
AT162908B (de) Stahllegierungen für Warmarbeitswerkzeuge
CH175724A (de) Stahllegierung für Gegenstände, die gegen besonders hohe Drücke, zum Beispiel Explosionsdrücke, beständig sind und gleichzeitig erhöhten Widerstand gegen Abnützung aufweisen.
AT162926B (de) Herstellung von mit Hartmetall bestückten Gesteinsbohrern und ähnlich beanspruchten Werkzeugen sowie andern Werkzeugen, die vor dem Bestücken mit Hartmetall bearbeitbar sein sollen, nachher jedoch hohe Festigkeit besitzen müssen
AT146177B (de) Gewehrläufe aus titanhaltigen Stählen.
AT136957B (de) Homogene, aus einer Chrom, Molybdän und gegebenenfalls Nickel enthaltenden Stahllegierung mit bis zu 0.26% Kohlenstoff hergestellte Panzerplatte und Verfahren zum Warmbehandeln derselben.
DE1433763C (de) Verwendung von chloriertem Biphenyl zum Verguten von Metallen oder Glas