CH191895A - Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Überzüge auf Holz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Überzüge auf Holz.

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CH191895A
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Frenkel Firma Hermann
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Hermann Frenkel Fa
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    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/06Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to wood
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Description


  Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Überzüge auf Holz.    Bei Anstrichen auf Holz entstehen häufig  dadurch Nachteile, dass das Holz kein unver  änderlicher Körper ist, sondern vielmehr Le  ben besitzt. Die     Anstrichschichten,    die mei  stens verhältnismässig dünn sind und gleich  falls aus organischen Körpern bestehen, sind  daher auch im getrockneten Zustand auf  einer Seite den     Einflüssen    der umgebenden  Atmosphäre und auf der andern Seite den  Einflüssen des darunter liegenden Holzes  ausgesetzt. Daraus ergibt sich der Nachteil,  dass Anstriche auf Holz im allgemeinen wenig  haltbar sind und teils durch Formverände  rungen des Holzes, teils durch chemische und  physikalische Einwirkung der Atmosphäre  der Zerstörung anheimfallen.

   Um den An  strielischutz für Holz zu     verbessern,    hat man  bereits versucht, das Holz von der Atmo  sphäre dadurch besser abzuschliessen, dass  man zunächst Porenfüller,     Spachtelmassen     und dergleichen auf das Holz auftrug und  sodann erst die üblichen filmbildenden An  striche aufbrachte. Ferner hat man versucht,    dadurch widerstandsfähigere     Anstrichfilme     zu erzielen, dass man     Anstrichmittel,    die  einer     Ofentrocknung    bedürfen, verwendete.  Hierfür sind aber gewöhnlich höhere Tem  peraturen notwendig, denen das Holz nicht  ausgesetzt werden kann, weil es sich sonst  verzieht oder teilweise verbrennt.

   Diese be  kannten Arbeitsweisen haben daher nicht zu  einer     einwandfreien        Gewinnung    von wider  standsfähigen Überzügen auf Holz geführt.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich wider  standsfähige Überzüge auf Holz gewinnen  lassen,     wenn    man das Holz mit     einer    Lösung  eines bei niedrigen Temperaturen     härtbaren          Phenolformaldehydkunstharzes    durchfeuchtet  und sodann das Kunstharz bei Temperaturen  bis zu 80   C erhärtet.

   Das Verfahren kann  beispielsweise so ausgeführt werden, dass man  das Holz in natürlichem Zustand oder nach  einer üblichen     Vortrocknung    oder Pressung  mit einer dünnflüssigen 80- bis 70%igen       wässrigen    oder alkoholischen     Lösung    eines bei       niedrigen    Temperaturen     härtbaren    Phenol-           formaldehydkunstharzes    durchfeuchtet und  das     Kunstharz    sodann bei Temperaturen von  60 bis<B>80'</B> C härtet.

   Das Holz kann hierzu       entweder    in dem Zustand, wie es nach den       bekannten        Trocknungs-    und     Reifungsverfah-          ren    erhalten wird, verwendet werden, oder es  kann gegebenenfalls vorher einem starken  Druck bis zu etwa 20     atm    ausgesetzt werden,  um durch teilweise Zerstörung der Zellen in  seiner natürlichen Lebensfähigkeit     gehindert     zu werden.

   Man     kann    zum Beispiel das Holz  zunächst in eine dünnflüssige     wässrige    oder  alkoholische     Phenolformaldehydkunstharz-          lösung    von 30 bis<B>70%</B> einige Stunden ein  legen,     sodass    .sich das Holz etwa bis zu 2 mm  Tiefe mit der     Kunstharzlösung    tränkt. Zur  Erreichung einer rascheren     Durchtränkung     kann diese Behandlung gegebenenfalls zu  nächst im Vakuum und unter darauffolgen  dem Druck ausgeführt werden. Das auf diese  Weise mit Kunstharz getränkte Holz wird  nun     in    einen Trockenofen von 60 bis<B>80'</B> C  eingebracht.

   Nach etwa 1 bis 12 Stunden ist  eine vollkommene Härtung des Kunstharzes       eingetreten,    ohne dass durch die Erwärmung  eine Schädigung des Holzes erfolgt. Das  Holz besitzt nun     eine    bis 2 mm tief einge  drungene, mit den Holzfasern     innigst    verbun  dene     Kunstharzschicht.    Der hierdurch er  zielte     Überzug    ist daher auf der Holzober  fläche fest verankert, so dass er nicht ab  springen kann.  



  Falls der Glanz der     Kunstharzschicht     auf der Holzoberfläche noch nicht genügt;  kann dieser durch einfaches Nachpolieren er  höht oder es können auch weitere Kunstharz  schichten, die ebenfalls im Trockenofen bei  60 bis 80   C     gehärtet    werden, aufgetragen  werden. Hierdurch lassen sich Kunstharz  schichten bis zu 1 mm Dicke erzeugen.  



  Gemäss     einer    weiteren Ausführungsform  der     Erfindung    werden äusserst widerstands  fähige     Überzüge    auf Holz ohne Gefahr     einer     Schädigung desselben gewonnen, indem man       einen        Phenolformaldehydkunstharzlack    ver  wendet, der bei gewöhnlicher     Temperatur    an  der Luft trocknet und     härtet.    Diese Kunst  harzlacke, die vorzugsweise als Lösungsmit-         tel    Äthylalkohol,     3VIethylalliohol    oder     Aceton     besitzen, haben die Fähigkeit,

   dass sie nach  dem     Aufbringen    auf die Unterlage bei ge  wöhnlicher Temperatur an der Luft inner  halb von 1 bis 24 Stunden derart härten, dass  sie trocken und klebfrei sind.  



  Die Erhärtung dieser     Kunstharzlacke     geht an der Luft im Laufe der nächsten Tage  noch weiter. Dieser     Nachhärtungsvorgang          kann    auf wenige     Stunden    beschränkt werden,       wenn    man den an der Luft     angehärteten     Überzug einige     Stunden    einer Temperatur  von etwa 40 bis 80   aussetzt. Man erhält  hierdurch an der Oberfläche des Holzgegen  standes     eine    Lackschicht, die hart, äusserst  widerstandsfähig und hochglänzend ist.

   Die  Dicke der Lackschicht kann durch     öfteres     Bestreichen der Holzfläche mit dem gleichen       Kunstharzlack    beliebig erhöht werden.  



  Es ist ferner gefunden worden, dass sich  die     Widerstandsfähigkeit    der hochglänzenden  glatten Lackschichten auf Holz noch erhöhen  lässt, wenn man vor dem     Auftragen    der vor  stehend angegebenen alkoholischen Phenol  formaldehydkunstharzlacke das Holz mit  einem Porenfüller, der bei gewöhnlicher Tem  peratur     härtbares        Phenolformaldehydharz    so  wie Füllstoffe und gegebenenfalls Lösungs  mittel enthält, behandelt.  



  Der Porenfüller kann beispielsweise aus  etwa 10 bis 20% bei     gewöhnlicher    Tempera  tur     härtbarem        Phenolformaldehydkunstharz;     0 bis 30 % Lösungsmittel, z. B. Äthylalkohol,  und gegebenenfalls     höhersiedenden    Alko  holen, und 60 bis<B>90%</B> Füllstoffen bestehen.  Als Füllstoffe     kommen    Stoffe wie     Kaolin,          Bolus,    Asbestmehl,     Asbestine,    Glasstaub.  Schiefermehl, Kartoffelmehl, Schwerspat,  Zinkweiss, Bleiweiss,     Eisenogydrot,    Ocker und  dergleichen     in    Frage.  



  Mit diesem Porenfüller wird das Holz  zunächst behandelt. Das Auftragen des Po  renfüllers erfolgt durch Einreiben mit Lap  pen. Der Überzug wird darauf an der Luft  bei gewöhnlicher Temperatur zum Trocknen  und Härten gebracht. Die     Härtung    des Po  renfüllers kann auch bei Temperaturen zwi-      sehen 2-5 und<B>80'</B> C erfolgen, wobei die     Här-          tungsdauer    je nach der Höhe der Temperatur  geregelt werden kann. Durch Anwendung  höherer Temperaturen kann die     Härtungs-          dauer    auf wenige     Minutenherabgesetzt    wer  den.  



  Auf diese     Porenfüllerschicht    wird sodann  eine alkoholische     Kunstharzlösung,    die bei  gewöhnlicher Temperatur     härtbares    Phenol  formaldehydharz enthält, aufgetragen. Die       Auftragung    dieser     Überzugsschicht    erfolgt  vorzugsweise in einem Raum, der eine Tem  peratur von mindestens 20   C, z. B. zwischen  20 und 50   C, besitzt, so dass die aufge  brachte     Kunstharzschicht    sehr rasch zur Här  tung kommt. Falls das Holz mehrere Über  zugsschichten erhalten soll, werden alle unter  den gleichen Bedingungen aufgebracht.

   Nach       Auftragung    der letzten     überzugsschicht    kann  noch eine weitere Härtung der     Phenolform-          aldehydkunstharz-Lackschichten    bei Tem  peraturen bis 80   C angeschlossen werden.  



  Die Aufbringung der alkoholischen     Phe-          nolformaldehydkunstharzlösung    kann durch  Tauchen, Streichen, Giessen oder Spritzen er  folgen.  



  Dabei zeigt sich häufig, dass die Ober  fläche der Lackschicht, falls das     Phenolform-          aldehydharz    nur in Äthylalkohol aufgelöst  ist, zitterig und     apfelsinenschalenartig    wird.  Durch Zugabe höherer siedender Alkohole  lässt sich dieser     Übelstand        beheben.    Als       höhersiedende    Alkohole kommen solche zur  Anwendung, die zwischen 80 und<B>150'</B> sie  den, wie z. B.     Butylalkohol,        Propylalkohol     und dergleichen.  



  Bei der Herstellung von widerstandsfähi  gen Überzügen auf Holz kann ein wesentlich  besserer Verlauf der vorstehend genannten       Phenolformaldehydkunstharzlacke    erhalten       werden,    wenn man gemäss einer weiteren  Ausführungsform der Erfindung dem     Phe-          nolformaldehydkunstharzlack    Lösungen von  andern Harzen, vorzugsweise schmelzbaren  Harzen, z. B. Kolophonium oder Schellack,  oder Kunstharzen, z. B.     Vinylharze,    zusetzt.

    Die als Zusatz verwendeten Harze oder  Kunstharze werden     zweckmässigerweise        in       solchen     Lösungmitteln    gelöst, die auch das       Phenolformaldehydkunstharz    auflösen. Der  artige Lösungsmittel sind     Äthylglykol,          Äthylglykolacetat,    Äthylalkohol, Aceton, so  wie andere Betone und     höhersiedende    Al  kohole, wie z. B.     Butylalkohol,        Propylalko-          hol    und dergleichen.

   Die Menge des Zusatzes  an Harzen oder Kunstharzen soll 2 bis 50 1 ,  berechnet auf den     Phenolharzgehalt    des     Phe-          nolkunstharzlackes,    betragen.  



  Der Zusatz von Harzen und Kunstharzen,  wie Kolophonium, Schellack,     Vinylharzen     und dergleichen, in Mengen von 2     bis    50  zu dem     Phenolformaldehydkunstharz    kommt  auch für Porenfüller in Frage.  



  Durch den Zusatz von Harzen oder Kunst  harzen zu dem     Phenolformaldehydkunstharz     erhält man nicht nur einen besseren Verlauf  der Lackschicht, sondern auch eine ruhigere,  glattere und glänzendere Oberfläche des  Lacküberzuges.  



  Gegebenenfalls     können    auf die Kunst  harzschicht auch noch weitere Lackschichten  unter Verwendung von     Zellulosederivat-          lacken,    Öllacken und dergleichen aufgetragen  werden.  



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung können Überzüge hergestellt werden,  die für die Atmosphäre vollkommen undurch  dringlich, äusserst widerstandsfähig gegen  chemische Einflüsse, kratzfest, unempfind  lich gegen Schlag und Stoss und beständig  gegen Temperaturen bis etwa 200' sind. Da  auf das Holz von aussen keine Einwirkung  mehr     stattfinden    kann, ist auch die natür  liche Lebensfähigkeit des Holzes so gut wie  vollständig     unterbunden.    plan erhält hier  durch den Vorteil, dass auch ein Holz, das  nicht der üblichen Trocknung unterworfen  worden ist, keine     Formveränderungen    mehr  erleidet, wenn es mit einem Überzug gemäss  der Erfindung versehen ist.

   Insbesondere tre  ten keine Veränderungen durch Ausscheidun  gen von Harz oder durch Wegsacken des       Anstrichmittels        in    die Holzporen ein. Der  gemäss der     Erfindung    hergestellte     Kunst-          Z,    ist mit dem Holzkörper so innig  verbunden, dass das Holz mit dem Überzug      gesägt, geschnitten, gebohrt, gehobelt, ge  dreht und auf beliebige andere Weise bear  beitet werde kann.

   Das Verfahren gemäss  der     Erfindung    ist daher mit grossem Vorteil  anwendbar in der Sperrholz verarbeitenden       Industrie,    das heisst also zum Beispiel bei der  Herstellung von     Möbeln,    Radioapparaten,       Kinderwagen    und dergleichen.

   Wegen der  auffallend- grossen Härte und Widerstands  fähigkeit, die das Holz durch die Kunstharz  schicht erhält, ist diese Art der Behandlung  auch ganz besonders geeignet für     Sitzbank-          leiaten,        Stuhlsitze,    Tischplatten, Holzver  kleidungen; für Holz, das den Einwirkungen  des-Wetters oder stark angreifender Dämpfe  oder     Chemikalien    ausgesetzt ist, erhält man  ebenfalls     einen    wirksamen und dauernden  Schutz.  



  Den zum Durchfeuchten des Holzes ver  wendeten     Phenolformaldehydkunstharzlösun-          gen    können     gegebenenfalls    Farbstoffe zuge  setzt werden,     sodass    die     Überzüge    eine     ent-          sprechende    Färbung erhalten.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung hat  den besonderen Vorteil, dass sich hiernach  vollkommen klare, farblose Lacküberzüge er  reichen lassen, ohne dass eine nachteilige       Eigenfärbung    der Kunstharze     auftritt.    Es  lassen sich hiernach insbesondere Hochglanz  polituren auf     Holzplatten,        Sitzbanklatten     und dergleichen erzielen.  



  An Stelle der angegebenen Porenfüller  können, wenn es sich um die Herstellung  deckender     -Gberzugsschichten    handelt, auch       Spachtelkitte    verwendet werden, die als  Bindemittel ein bei gewöhnlicher Temperatur       härtbares        Phenolformaldehydharz    enthalten.  



  Es ist bereits     bekannt,    Holz mit Kunst  harz zu imprägnieren. Hierfür wurden aber  bisher stets     Härtungstemperaturen    von 100  bis 140<B>'</B>verwendet. Diese bekannte Arbeits  weise hat daher keine praktische     Bedeutung     erlangen     können,    da bei den hohen     Härtungs-          temperaturen    eine     Schädigung    des Holzes  unvermeidlich ist.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Man     kondensiert    10 kg Phenol oder       gresol    mit 10 bis 15 kg Formaldehyd (30    Gewichtsprozent) unter Zusatz von 100 g  einer 25%igen     Natriumhydroaydlösung    oder  50 g     Natriumbicarbonat.    Nach einer     Kon-          densationsdauer    von     etwa    einer Stunde schei  det sich das Harz bei Abkühlung in     dünn-          flüs-iger,    noch Wasser enthaltender     Form    ab.

         Man    erhält somit zwei     Schichten,    von denen  die obere aus Wasser und restlichem Phenol  und Formaldehyd besteht, während die un  tere aus einer dünnflüssigen     wässrigen    Harz  lösung besteht. Diese dünnflüssige,     wässrige     Harzlösung wird je nach dem gewünschten  Gehalt an Kunstharz mit Wasser verdünnt.  Falls bei Zusatz von Wasser Harz ausfällt.  gibt man tropfenweise     eine    25%ige     NaOH-          Lösung    zu, bis eine     klare    Harzlösung wieder  entsteht.

   Mit einer solchen     wässrigen        Kunst-          harzlösung    wird das Holz durch Imprägnie  ren oder Lackieren durchfeuchtet, worauf  dann die Härtung bei Temperaturen von 60  bis<B>80'</B> C erfolgt.  



  2. Man     kondensiert,    wie bei Beispiel 1,  10 kg Phenol oder     Kresol    mit 10 bis 15 kg  Formaldehyd unter Zusatz von 1 kg Na  triumkarbonat. Bereits nach 10 bis 20 Mi  nuten Reaktionsdauer nach     Siedebeginn    der  Mischung wird die     Reaktion    durch Abküh  lung unterbrochen und die klare     Wasser-          Harzlösung    auf Zimmertemperatur gebracht.  Die so erhaltene Harzlösung kann, ohne dass  eine     Trübung    erfolgt, mit Wasser weiter ver  dünnt werden.  



  An Stelle von     Natriumbikarbonat    kann  auch eine äquivalente Menge     Natriumhydr-          ogyd    oder     Kaliumhydrogyd        verwendet    wer  den.  



  Mit dieser     wässrigen        gunstharzlösung     wird das Holz durchfeuchtet und sodann zur  Härtung des Kunstharzes auf Temperaturen  von 60 bis 80   erwärmt.  



  3. Man     kondensiert    am     Rückflusskühler     10 kg Phenol oder     Kresol    mit 10 bis 15 kg  Formaldehyd und 100g     Dimethylamin.    Nach       Ausscheidung    des     Kunstharzes    wird dieses  von der darüber befindlichen Lösung ge  trennt     und    im Vakuum bei Temperaturen bis  100   C bis zur zähflüssigen     Konsistenz    ein-      gedampft. Diesem Kunstharz wird, je nach  dem gewünschten Gehalt, Äthylalkohol oder  Methylalkohol oder Aceton als Lösungsmittel  beigegeben.  



  Die so erhaltene     Kunstharzlösung    wird  zum Durchfeuchten von Holz benutzt, wor  auf dann die Härtung bei 60 bis<B>80'</B> erfolgt.  



  4. Man kondensiert am     Rückflusskühler     10 kg Phenol oder     Kresol    mit 20 kg Form  aldehyd (40 Volumenprozent) und 1 kg  Milchsäure (80%ig). Nach erfolgter Harz  ausscheidung wird dieses von der darüber  befindlichen Lösung, die noch einen grossen  Gehalt an Formaldehyd besitzt, getrennt und  das Harz     wie    nach Beispiel 3 im Vakuum  eingedampft und hierauf mit Äthylalkohol,  Methylalkohol oder Aceton in Lösung ge  bracht. Die     Aufbringung    dieser Kunstharz  lösung auf das Holz und die Härtung erfol  gen gemäss Beispiel 1 bis 3.  



  5. Man kondensiert 10 kg Phenol oder       Kresol    mit 20 bis 40 kg Formaldehyd (30  Gewichtsprozent) bei Zugabe von 250g     NaOH     (fest). Vor     Abscheidung    des Harzes oder  bei Beginn der Ausscheidung neutralisiert  man das zugegebene     NaOH    mit Essigsäure.  Diese     wässrige        Phenolharzlösung    kann bereits  in diesem Zustand zur Imprägnierung und  Lackierung von Holz Verwendung finden.  Man kann sie aber auch im Vakuum bei  Temperaturen bis<B>100'</B> C bis zur zähflüs  sigen Konsistenz eindampfen und dann dieses  eingedickte Kunstharz mit Äthylalkohol  oder Methylalkohol oder Aceton wieder in  Lösung bringen.

   Mit der so erhaltenen alko  holischen     Kunstharzlösung    von beliebigem  Harzgehalt wird das Holz lackiert und so  dann auf Temperaturen von 60 bis<B>80'</B> er  wärmt. An Stelle von     Na0H    kann auch eine  äquivalente Menge     Natriumbikarbonat    oder       KOH    benutzt werden.  



  Desgleichen kann an Stelle von Essig  säure auch Phosphorsäure, Milchsäure oder       Phthalsäure    benutzt werden.  



  6. Man     kondensiert    10 kg Phenol mit 10  bis 50 kg Formaldehyd (30 Gewichtsprozent)  unter Zugabe von 25 bis 500 g     NaOH    (fest).    Nach erfolgter Harzreaktion,     bezw.        Abschei-          dung    des Harzes, wird die gesamte Mischung  im Vakuum bei Temperaturen bis 100   C bis  zur zähflüssigen Konsistenz eingedampft.

    Das alkalische Harz     wird    nun     in        Äthylalko-          hol,    Methylalkohol oder Aceton gelöst und  in dieser Lösung mit anorganischen oder or  ganischen Säuren, wie Salzsäure, Schwefel  säure, Salpetersäure,     Benzoesäure,        Phthal-          säure,        Salizylsäure    und dergleichen neutrali  siert     bezw.    in schwach sauren Zustand ge  bracht.     Eine    derartige alkoholische Phenol  formaldehydkunstharzlösung besitzt die Fä  higkeit, bei Lufttemperatur zu härten.

   Je  nach der Zusammensetzung des     Phenol-          Formaldehydkunstharzes    und der Art     und     Menge der zugesetzten Säuren, kann die Zeit  für die     Härtung    bei gewöhnlicher Tempera  tur auf 1 bis 24 Stunden eingestellt werden.  Durch Erhöhung des Säurezusatzes     wird    die       Härtungsdauer    verkürzt und die erforder  liche     Härtungstemperatur    erniedrigt     bezw.     bis auf     Lufttemperatur    herabgesetzt.  



  An Stelle von     Natriumhydrogyd    kann  auch eine äquivalente Menge einer andern  anorganischen oder     organischen    Base, z. B.       Natriumbikarbonat,        Dimethylamin    verwen  det werden.  



  Mit dieser     alkoholischen        Kunstharzlösung     wird der Holzgegenstand durch Aufstreichen,  Aufspritzen oder Tauchen überzogen, wor  auf dann bei gewöhnlicher     Temperatur    an  der Luft die Trocknung und Härtung des  Lackes erfolgt. Der erhaltene Lacküberzug  zeichnet sich durch eine grosse Härte und  Widerstandsfähigkeit, sowie durch hohen  Glanz aus.  



  7. Man kondensiert 10 kg Phenol mit 10  bis 50 kg Formaldehyd (30 Gewichtsprozent)  unter Zugabe von 25 bis 500 g     NaOH.    Nach  erfolgter     Reaktion        bezw.        Abscheidung    des  Harzes wird die gesamte Mischung im Va  kuum bei Temperaturen bis 100   C bis zur  zähflüssigen     Konsistenz        eingedampft.    Das  alkalische Harz wird in gleichen Gewichts  teilen Äthylalkohol oder höher siedenden  Alkoholen aufgelöst und sodann diese alko-           holische    Harzlösung mit Salzsäure neutrali  siert     bezw.    angesäuert.

   Die so gewonnene       Phenolformaldehydharzlösung    (Holzlack) be  sitzt die Fähigkeit, auf Holz aufgebracht,  einen lackartigen     Überzug    zu bilden, der an  der Luft von selbst härtet. Mit Hilfe dieser       Phenolformaldehydharzlösung    wird der Po  renfüller zubereitet, der zum Beispiel fol  gende Zusammensetzung besitzen kann:

    10 bis 30 kg 50%ige alkoholische     Phe-          nolformaldehydharzlösung,     0 bis 60 kg     Lösungsmittel,    wie     Athyl-          alkohol    oder höher siedende Alkohole,  60 bis 90 kg Füllstoff wie     Bolus.-          Nachdem    der Porenfüller auf das Holz  aufgebracht ist, wird dieses zum Beispiel mit  einer 50     %igen    alkoholischen     Phenolformalde-          hydharzlösung    überzogen, worauf bei ge  wöhnlicher Temperatur "die Trocknung und  Härtung des     gunstharzüberzuges    erfolgt.

   Je  nach dem Verwendungszweck schwankt der       Kunstharzgehalt    in der     Phenolformaldehyd-          harzlösung    zwischen 25 und     75%.     



  Es hat sich gezeigt, dass die besten Er  gebnisse erhalten werden, wenn der Poren  füller unter     Verwendung    des gleichen     Phe-          nolformaldehydharzes    wie die nachfolgenden       Überzugsschichten    hergestellt wird, da in  diesem Falle eine feste     Verbindung        zwischen     Porenfüller und     Überzugsschicht    erreicht  wird.  



  B. Man kondensiert 10 kg Phenol mit  20 kg Formaldehyd (30 Gewichtsprozent)  unter Zugabe von 50 g     NaOH.    Nach erfolg  ter Reaktion     bezw.    Abscheiden des Wassers  wird die gesamte Mischung im Vakuum bei  Temperaturen bis<B>100'</B> C bis zur zähflüssi  gen Konsistenz eingedampft. Das alkalische  Kunstharz wird nun mit gleichen Gewichts  teilen Äthylalkohol aufgelöst und sodann mit       einer    alkoholischen     Salzsäurelösung    schwach  angesäuert. Zu dieser alkoholischen Phenol  formaldehydlösung gibt man 3 kg einer  50%igen alkoholischen     Schellacklösung.    Der  nun     fertige    Harzlack wird durch Streichen,  Spritzen oder Tauchen auf das Holz aufge  bracht.

   Die Härtung der     Lackschicht    erfolgt    bei Zimmertemperatur oder bei Temperatu  ren von 40 bis 80   C.  



  9. Man     kondensiert    10 kg     Kresol    mit  40 kg Formaldehyd (30     Gewichtsprozent)     unter Zugabe von 100 g     NaOH    und dampft  im Vakuum bis zur zähflüssigen Konsistenz  ein. Nun verdünnt man dieses Kunstharz mit       einem    Gemisch aus gleichen Teilen     Äthyl-          glykolacetat    und Methylalkohol, wobei dieses  Gemisch in einer dem halben Gewicht des  Kunstharzes entsprechenden Menge angewen  det wird. Hierauf wird mit einer alkoholi  schen     Schwefelsäurelösung    schwach ange  säuert.

   Nun gibt man 10 kg     einer    50 %     igen     alkoholischen     Vinylharzlösung    zu. Das Auf  tragen und Trocknen des Lackes und die  Härtung erfolgen wie in Beispiel B.  



  10. Am     Rückflusskühler    werden 10 kg       gresol    mit 15 kg Formaldehyd (30 Gewichts  prozent) unter Zugabe von 1 kg Ammoniak       (25%0)    oder 0,5 kg     Dimethylamin    bis zur  Harzausscheidung     kondensiert.    Das noch  flüssige Harz     wird    im Vakuum bis zur Zäh  flüssigkeit eingedampft und sodann in einem  für     Phenolformaldehydharz    üblichen Lö  sungsmittel,     wie        Athylalkohol,    Methylalko  hol, Aceton, Essigester oder     Butylaeetat,

          ge-          gelöst.    Diese     verdünnte    Lösung wird mit  Phosphorsäure schwach angesäuert. Beim  Auftragen auf Holz trocknet     und    härtet die       Phenolformaldehydkunstharzlösung    bei ge  wöhnlicher     Temperatur    innerhalb weniger       Stunden    zu einer äusserst harten, widerstands  fähigen und hochglänzenden Lackschicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH I: Verfahren zur Herstellung widerstands fähiger Überzüge auf Holz, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Holz mit einer Lösung eines bei niedrigen Temperaturen härtbaren Phenolformaldehydkunstharzes durchfeuch tet und sodann das Kunstharz bei Tempera turen bis zu 80 C härtet.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch @ I, da durch gekennzeichnet, dass man das Holz mit einer 30- bis 70%igen dünnflüssigen wässrigen Lösung eines bei niedrigen Temperaturen härtbaren Phenol-Form- aldehydkunstharzes durchfeuchtet und sodann zur Härtung des Kunstharzes auf Temperaturen von 60 bis 80 erwärmt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Holz mit einer 30- bis 70%igen dünnflüssigen alkoholischen Lösung eines bei niedrigen Temperaturen härtbaren PhenolformaIde- hydkunstharzes durchfeuchtet und so dann zur Härtung des Kunstharzes auf Temperaturen von 60 bis 80 erwärmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man Phenol formaldehydkunstharzlacke verwendet, die bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft trocknen und härten. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man eine Lö sung eines alkalischen Phenolformalde- hydkunstharzes in einem organischen Lösungsmittel verwendet, die durch Säurezusatz neutralisiert bezw. schwach angesäuert ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den Kunstharzüberzug nach Anhärtung an der Luft bei Temperaturen von 40 bis 80 nachhärtet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Phe nolformaldehydkunstharz bei 60 bis<B>80'</B> härtet und auf die so hergestellte Schicht weitere Kunstharzschichten, die eben falls bei 60 bis 80 gehärtet werden, aufbringt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man vor dem Auftragen eines bei niedrigen Tempera turen härtbaren Phenolformaldehyd- kunstharzlackes das Holz mit einem Po renfüller, der bei gewöhnlicher Tempera tur härtbare Phenolformaldehydharze sowie Füllstoffe enthält, behandelt. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass man einen Porenfüller verwendet, der bei gewöhn licher Temperatur härtbare Phenolform- aldheydharze sowie Füllstoffe und Lö sungsmittel enthält. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Härtung des auf das Holz aufgebrachten Poren füllers bei Temperaturen bis<B>80'</B> C er folgt. 10.
    Verfahren nach Unterasnpruch 7, da durch gekennzeichnet, dass man auf die Porenfüllerschicht mindestens eine Phe- nolformaldehydkunstharzlackschicht bei einer Temperatur von 20 bis<B>50'</B> C auf trägt und sodann bei Temperaturen bis 80 C härtet. 11. Verfahren nach Unteranspruch 7. da .durch gekennzeichnet, dass der Porenfül ler das gleiche Phenolformaldehydharz enthält wie die zur Bildung der lJber- zugsschichten verwendeten Kunstharz lösungen. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass ein Porenfül ler verwendet wird, der 10 bis 20% bei gewöhnlicher Temperatur härtbares Phe- nolformaldehydharz, 0 bis<B>30%</B> Lösungs mittel und 60 bis 90 % Füllstoffe ent hält. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung der Phenolformaldehydharzlack- schichten Lösungen eines bei niedriger Temperatur härtbaren Phenolformalde- hydharzes verwendet werden, denen höhersiedende Alkohole zugesetzt sind. 14. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man auf die Phenolformaldheydkunstharzschicht wei tere Lackschichten unter Verwendung von Zellulosederivatlacken aufträgt. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man auf die Phenolformaldehydkunstharzschicht wei tere Lackschichten unter Verwendung von Öllacken aufträgt. 16. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man der Phe- nolformaldehydkunstharzlösung Farb stoffe zusetzt. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man der Phe- noIformaIdehydkunstharzlösung eine Lö sung von andern Harzen zusetzt. 18.
    Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass man als Harze Näturharze verwendet. 19. Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass man als Harze Kunstharze verwendet. 20. Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass die als Zusatz verwendeten Harze vor der Zugabe zur Phenolformaldehydkunstharzlösung in solchen Lösungsmitteln aufgelöst wer- den, die auch Löser für das Phenolform- aldehydkunstharz sind. 21.
    Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass der Zusatz an Harzen in Mengen von 2 bis 50 %, be rechnet auf den Phenolharzgehalt der Phenolkunstharzlösung, erfolgt. PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter Überzug, dadurch ge kennzeichnet, dass er aus einem bei Tempera turen unter <B>80'</B> C gehärteten Phenolform- aldehydkunstharz besteht.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767062C (de) * 1937-10-30 1951-08-16 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung gehaerteter Kunstharzerzeugnisse
DE102014100864A1 (de) * 2014-01-27 2015-07-30 Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts Färbung von Holz und Holzwerkstoffen sowie entsprechendes Holz und Holzwerkstoffe

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DE767062C (de) * 1937-10-30 1951-08-16 Albert Ag Chem Werke Verfahren zur Herstellung gehaerteter Kunstharzerzeugnisse
DE102014100864A1 (de) * 2014-01-27 2015-07-30 Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts Färbung von Holz und Holzwerkstoffen sowie entsprechendes Holz und Holzwerkstoffe

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