CH191959A - Hochdruckmetalldampfentladungsröhre. - Google Patents
Hochdruckmetalldampfentladungsröhre.Info
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Description
Hochdruchmetalldampfentladungsröhre. Es ist bekannt, bei Hochdruckmetall da.mpfentla.dungsröhren, die mit festen Glüh- elektroden versehen sind, vor diesen Glüh- elektroden metallene oder isolierende Schirme anzuordnen, die eine zentrale Öffnung auf weisen und den Zweck haben, die von den Glühelektroden abgeschleuderten Material- teilchen abzufangen.
In letzter Zeit sind HochdruckentlaAungs- röhren mit sehr hohem Quecksilberdampf druck bekannt geworden, die einen verhält nismässig geringen Innendurchmesser haben. Dieser Durchmesser ist kleiner als 7 mm; in vielen Röhren sogar kleiner als 5 mm. Wegen diesen kleinen Abmessungen ist es praktisch nicht möglich, besondere Schirme in diesen Röhren anzuordnen.
. Die Erfindung befasst sich mit Hoch- druckmetalldampfentladungsröhren mit einem Entladungsgefäss, dessen Innendurchmesser kleiner als 10 mm ist und die mit mindestens einer festen Glühelektrode, insbesondere einer Oxydelektrode, versehen sind. Die Erfindung bezweckt, die Röhre derart auszubilden, dass ,die von den Glühelektroden abgeschleuderten Materialteilchen abgefangen werden, ohne .dass besondere Schirme in der Röhre befestigt zu werden brauchen.
Gemäss der Erfindung wird das aus Glas bestehende Elektroden.gefäss gesondert an das Entladungsgefäss angeschmolzen, wobei das Elektrodengefäss bezw. das Entladungsgefäss an der Verbindungsstelle mit einer, eine zen trale Öffnung aufweisenden Querwand ver sehen ist.
Unter Glas ist hier auch Quarz glas zu verstehen. Das getrennte Herstellen des Elektrodengefässes und des Entladungs gefässes ermöglicht es, die Querwand dünner als die Röhrenwand auszubilden, ohne die mechanische Festigkeit der Röhrenwand selbst zu verringern. Eine dünne Querwand ist deshalb von grosser Wichtigkeit, weil in .der Entladungsröhre ein grosser Quecksilber dampfdruck (im allgemeinen grösser als 10 Atm.)
und ein damit verknüpfter grosser Spannungsgradient (Spannung per cm Länge der Entladungsbahn) herrschen können. Bei einer Verengung der Röhrenwand selbst würde der Spannungsabfall innerhalb dieser Verengung recht beträchtlich sein und einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Gesamt spannung,der Entladungsröhre bilden können, so dass für den nützlichen Teil der Ent ladungsbahn eine kleinere Spannung zur Ver fügung stehen würde. Überdies würde im Hinblick auf die Verengung die Zündspan- nung beträchtlich gesteigert werden.
Eine wie beschrieben gebildete Querwand kann je doch in der Röhrenlänge eine Abmessung haben, die wesentlich kleiner ist als die Länge einer durch Einschnüren der Röhre herzustellenden Verengung.
Auch ist es möglich, die Querwand so auszubilden, dass sie praktisch senkrecht zu .der Röhrenaxe verläuft, was zur Folge hat, dass die Materialteilchen, die von der Quer wand abgefangen sind, sich nicht leicht wie der von der Querwand trennen.
Im nachstehenden wird beispielsweise eine erfindungsgemässe Entladungsröhre und die Weise, in der sie hergestellt werden kann, näher beschrieben.
Das Elektrodengefäss wird aus einem engen Quarzröhrchen mit einer Wandstärke von z. B. 1 bis 3 mm hergestellt. Dieses Röhrchen wird an einem Ende zugeschmolzen und derart aufgeblasen, dass ein hohlkegelför miges Gefäss 1 (Fig. 1) entsteht. Der zen trale Teil der Bodenfläche dieses Gefässes wird dann derart erhitzt, durchgeblasen und durchgestossen, dass eine dünne Wand 2 mit zentraler Öffnung 3 (Fig. 2) gebildet wird.
An das Gefäss wird dann eine Kappe 4 (Fig. 3) aasgeschmolzen, die aus Glas vor zugsweise folgender Zusammensetzung be- steht:
EMI0002.0027
88,3 <SEP> % <SEP> 8i02
<tb> <B>,0,4% <SEP> B203</B>
<tb> 2,9 <SEP> % <SEP> A1203
<tb> 0,4% <SEP> Ca0. In dieser Kappe 4 wird dann eine Öff nung 5 gebildet, .durch die ein mit einer Glasschicht 6 derselben Zusammensetzung überzogener Wolframndraht 7 (Fig. 4) ge- steckt wird, worauf die Kappe 4 mit der Glasschicht verschmolzen wird.
Der inner halb des Gefässes hervorragende Teil des Mrolframdrahtes ist mit einem dünnen Wolf ramdratet umwunden und dann mit stark elektronenemittierendem Oxyd überzogen. Dieser Teil 8 bildet eine Glühelektrode, die beim Betrieb der Entladungsröhre durch die Entladung auf hohe Temperatur gebracht, wird.
Schliesslich wird mit jedem Ende des aus Quarz bestehenden Entladungsgefässes 9 ein in obiger Weise hergestelltes Elektroden gefäss verschmolzen (Fig. 5), worauf die Entla dungsröhre in bekannter Weise fertiggestellt wird, wobei die Röhre mit einer kleinen Menge Quecksilber versehen wird.
Zwecks Illustration seien die Abmessungen einer praktisch ausgeführten Hochdruckqueck- silberdampfentladungsröhre erwähnt. Innen- bezw. Aussendurchmesser des Quarzrohres 9 : 4 bezw. 7 mm. Gegenseitige Entfernung der Elektrodenenden etwa 20 mm. Dicke der Querwand : ungefähr 1 mm. Die Röhre wurde mit Edelgas gefüllt und innerhalb eines gläsernen Schutzmantels in Form eines mit Stickstoff gefüllten Glühlampenkolbens aufgestellt.
Die Röhre wurde mit einem Wechselstrom betrieben, der im Endzustand 0,4 Amp. betrug. Die Spannung zwischen den Elektroden betrug dabei 2,30 Volt und die Belastung war 70 Watt, während der Quecksilberdampfdruck etwa 2,5 Atm. war. Die innerhalb des Entladungsgefässes hervor ragende Querwand war wesentlich dünner als die Röhrenwandstärke, während der Durch messer der Öffnung in -der Querwand 1,5 bis 2 mm betrug.
Es stellte sich heraus, dass die Querwand beträchtlich dazu beitrug, die Wand des Entladungsgefässes vor Schwär zung durch ,die von den Glühelektroden abge- schleuderten Materialteilchen zu schützen. Diese Teilchen wurden von der der Elektrode zugewendeten Seite der Querwände abgefan gen. Es ist von grossem Vorteil, dass diese Seiten der Querwände praktisch senkrecht zu ,der Röhrenaxe stehen, weil dadurch die ab- belagerten Materialteilchen nicht leicht wie der von der Wand abfallen können.
Obwohl es auch möglich ist, die Quer wand am Ende des Entladungsgefässes zu bil den und nach der Bildung dieser Querwand ein Elektrodengefäss anzuschmelzen, ist es technisch vorteilhafter, die Querwand an dem Elektrodengefäss zu bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hochdruckmetalldampfentladungsröhre mit einem Entladungsgefäss, dessen Innendurch messer kleiner als 10 mm isst, welche Röhre mit mindestens einer festen Glühelektrode versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das aus Glas bestehende Elektrodengefäss an das Entladungsgefäss angeschmolzen ist, und dass das Elektrodengefäss oder das Entladungs gefäss an der Verbindungsstelle mit einer eine zentrale Öffnung aufweisenden Quer wand versehen ist.UNTERANSPRUCH: Hochdruckmetalldampfentladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Querwand kleiner ist als die Wandstärke des Entladungsgefässes.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE191959X | 1935-10-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH191959A true CH191959A (de) | 1937-07-15 |
Family
ID=5731508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH191959D CH191959A (de) | 1935-10-14 | 1936-10-13 | Hochdruckmetalldampfentladungsröhre. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH191959A (de) |
-
1936
- 1936-10-13 CH CH191959D patent/CH191959A/de unknown
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