CH191990A - Papiertube und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents
Papiertube und Verfahren zu ihrer Herstellung.Info
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Description
Papiertube und Verfahren zu ihrer Herstellung. Gegenstand der Erfindung ist eine Pa piertube. Solche aus Papier hergestellte Tuben sind für die meisten Verwendungs zwecke wegen ihrer geringen Widerstands fähigkeit gegen mechanische und chemische Beanspruchungen nicht geeignet und daher für die meisten Verwendungszwecke ausge schlossen.
Eine solche Tube ist nun erfin dungsgemäss dadurch für alle Verwendungs zwecke brauchbar gemacht, dass sie innen mit einem filmartigen Überzug aus elastischem, nachgiebigem und chemisch widerstands fähigem Material, zum Beispiel Kautschuk, fugenlos ausgekleidet ist,
welche Ausklei dung dem Tubeninhalt eine chemisch und mechanisch widerstandsfähige Innenfläche darbietet. Vorzugsweise kann ein,derartiger Film durch Behandlung mit Latex in natür lichem, verdünntem, konzentriertem, konser viertem oder vulkanisiertem Zustande erzeugt werden.
Auf diese Weise wird ermöglicht, den Tubenmantel für alle Beanspruchungen, denen eine Tube unterworfen wird (Ziehen, Quetschen, Rollen, Falzen ete.), .geeignet zu machen, ohne dass Verletzungen desselben auftreten.
Durch den filmartigen .Überzug wird gleichzeitig eine hohe Widerstands fähigkeit des Tubenmantels gegen chemische Angriffe .aller Art gewährleistet, da zum Beispiel Kautschuk oder dergleichen von den für die Füllung der Tube in Frage kommen den Materialien, wie wässrigen Emulsionen, Säuren, Alkalien, Seifen ete. nicht angegrif fen wird.
Ein solcher filmartiger Innen überzug der Tube hat auch die Wirkung"dass er eine vollständige Abdichtung aller Klebe stellen und Fugen bewirkt, welche bei der Herstellung der Tube unvermeidlich sind, wodurch das Tubengut gegen Austrocknen gesichert ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veran schaulicht.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein Papierrohr zur Herstellung einer Tube, Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Pa pierrohr mit einem gestauchten Ende und zwei zugehörigen Scheiben, Fig. 3 eine Ansicht der Verschlussteile und Fig. 4 einen Längsschnitt durch :die fertig hergestellte Tube.
Zur Herstellung der Tube wird ein mit Klebstoff bestrichenes Stück Papier zu einem Rohr 1 gerollt (Fix. 1), .d.erart, dassdessen Wand aus mindestens zwei miteinander ver klebten Papierlagen besteht, die Wand also mindestens die doppelte Papierstärke besitzt, wodurch ein Platzen der Tube auch bei star kem Quetschdruck verhindert ist.
Als Kleb stoff wird ein nachgiebiges elastisches Ma terial, wie Kautschuklösungen, Kautschuk emulsionen, Kautschukdispersionen oder der gleichen, zweckmässig Latex, verwendet, wo durch erreicht wird, dass auch die Klebe flächen elastisch werden und nicht verletzt werden können, was beider Verwendung von Leim, Kleister und dergleichen Klebestoffen wegen der Steifigkeit der Klebeflächen nicht der Fall ist.
Das Rohr 1 kann in beliebiger Länge hergestellt und entsprechend der Tu benlänge zerschnitten werden, worauf es an einem Ende zum Beispiel auf einem Dorn gestaucht wird (Fix. 2).
Auf den gestauch ten Randteil 2 werden innen und aussen Scheiben <B>9</B>, 4 aufgeklebt, wobei idie in der fertigen Tube aussen liegende Scheibe zweck mässig aus: Metallfolie besteht. Das Aufkleben der Scheiben 3, 4 kann derart erfolgen, dass zuerst die innere Scheibe 3 auf einen Dorn aufgelegt, dann .das Papierrohr 1, 2 rauf den Dorn aufgeschoben und zuletzt die äussere Scheibe 4 aufgelegt wird, worauf der Rand teil 2 mit den beiden Scheiben 31, 4 unter Vermittlung eines Klebestoffes, zweckmässig Latex,
unter Druck und Wärme miteinander vereinigt werden. Zn das so hergestellte Rohrstück wird eine Scheibe 5 aus Kunst stoff, zum Beispiel Bakelit, oder aus Me tall .(Fix. 3) so eingesetzt, dass der das Schraubengewinde für das Aufschrauben einer Verschlusskappe 7 tragende Ansatz 6 aus dem Rohr hervorsteht (Fix. 4).
Die so hergestellte an dem dem Verschluss .gegen überliegenden Ende noch offene Tube wird nun innen mit einem filmartigen Überzug aus elastischem, nachgiebigem und chemisch widerstandsfähigem Material, zum Beispiel Kautschuk, versehen, indem beispielsweise Latex in verdünntem, konzentriertem, konser viertem oder vulkanisiertem Zustand durch die bei Wegnahme der Kappe 7 beiderends offene Tube hindurchgegossen wird, wodurch sich an der Innenwand der Tube durch Koagulation ein Film 8 (Fix. 4) bildet, .der eine fugenlose Abdichtung der Tube bewirkt und alle Klebestellen innen' abdeckt.
Ein solcher Film 8 unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Imprägnierung dadurch, dass er sich von der Papierwand auch ab lösen lässt, während die gebräuchlichen Im- prägnierungamittel, wie Paraffin, Leinöl etc. in die Papierfaser eindringen.
Er kann einem Gummischlauch ähnlich, ganz erheblichen Beanspruchungen unterworfen werden, ohne verletzt zu wenden, wobei er auch der Natur des Kautschukes entsprechend ,gegen chemi sche Angriffe widerstandsfähig ist. Dadurch,, dass ein solcher aus Kautschuk bestehender schlauchartiger Innenüberzug allen Bewe gungen der Tube folgen kann.
bildet er auch eine elastisch nachgiebige Versteifung für das Papierrohr und erhöht dessen Weichheit und Schmiegsamkeit.
Das offene Rohrende kann in an sich be kannter Weise durch Falzung oder derglei chen geschlossen werden.
Durch einen Aussenanstrich zum Beispiel aus Lack kann die Tube wasserabweisend gemacht werden, so dass sie auch gegen äussere Einflüsse geschützt ist.
Derartige Tuben bilden nicht nur einen vollwertigen Ersatz für Metalltuben, son dern können auch in Fällen Anwendung fin den, in .denen Metalltuben infolge ihrer che- mischen und sonstigen Eigenschaften für ge wisse Materialien nicht verwendet werden können.
Durch die Verwendung von Papier an Stelle der meist gebräuchlichen Metalle, wie insbesondere Zinn, wird eine erhebliche Ver billigung,der Tube erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Papiertube, dadurch gekennzeichnet, dass sie innen mit einem filmartigen Überzug aus elastischem, nachgiebigem und che misch widerstandsfähigem Material fugen los ausgekleidet ist, welche Auskleidung dem Tubeninhalt eine chemisch und me chanisch, widerstandsfähige Innenfläche darbietet. II. Verfahren zur Herstellung der Papier tube nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, @dass die Papiertube innen mit einer elastisch nachgiebigen und chemisch widerstandsfähigen Haut über zogen wird.UNTERANSPRüCHE 1. Papiertube nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass d-er filmartige Überzug .aus Kautschuk besteht. 2. Papiertube nach Patentanspruch I, da- ,durch ,gekennzeichnet, dass der filmartige Überzug aus Latex hergestellt ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durchgekennzeichnet, .dass der filmartige Überzug durch Behandlung mit Latex in natürlichem Zustand erzeugt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der filmartige Überzug durch Behandlung mit Latex in verdünntem Zustand erzeugt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der filmartige Überzug durch Behandlung mit Latex in konzentriertem Zustand erzeugt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der filmartige Überzug durch Behandlung mit Latex in konserviertem Zustand erzeugt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der filmartige Überzug durch Behandlung mit Latex in vulkanisiertem Zustand erzeugt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT191990X | 1936-02-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH191990A true CH191990A (de) | 1937-07-15 |
Family
ID=3665697
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH191990D CH191990A (de) | 1936-02-21 | 1936-10-01 | Papiertube und Verfahren zu ihrer Herstellung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH191990A (de) |
-
1936
- 1936-10-01 CH CH191990D patent/CH191990A/de unknown
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