CH192309A - Schaumschwimm-Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung aschearmer Kohle. - Google Patents

Schaumschwimm-Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung aschearmer Kohle.

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CH192309A
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Description


  Schaumschwimm-Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung aschearmer Kohle.    Die Erfindung betrifft ein Schaum  schwimm-Aufbereitungsverfahren zur Ge  winnung von Kohle mit sehr geringem  Aschengehalt .aus an sich schon verhältnis  mässig     aschenarmer    Kohle     mittels    eines mehr  zelligen Aufbereiters.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet, dass :dabei :die ab  sinkenden erdigen     Bestandteile    sowie auch  gröbere Kohleteilchen aus den gleichartig  arbeitenden Rührzellen des     Schwimmauf-          bereiters    sogleich und endgültig aus :dem Ver  fahrensgang abgeführt werden, während die  in einer Schaumzelle aufschwimmende Kohle  in :die jeweils nächstfolgende Rührzelle un  mittelbar derart zurückgeführt wird, dass sie  alle Rührzellen, denen     beständig    Frisch  wasser zugegeben wird, nacheinander durch  läuft.  



  Der mit höchstem Reinheitsgrad aus der  letzten Zelle ausgetragene Kohlenschaum  kann zum Beispiel auf einem Feinfilter nie  dergeschlagen und zum Beispiel durch Ab  saugen     entwässert    werden.    Mehrere Rühr.- und Schaumzellen     können     natürlich zu gleichartig und zusammenarbei  tenden Zellengruppen vereinigt werden.  



  Nach :dem vorliegenden Verfahren kann  das stufenweise bezw. zellenweise durch  geführte Aufschwimmen .des     Gutes    im Ge  gensatz zu bekannten Verfahren so weit ge  trieben werden, dass :die gewonnene Reinkohle  nur noch einen Aschengehalt von 1 % oder  weniger aufweist. Das Ausgangsmaterial,  welches nach dem vorliegenden Verfahren zu  bearbeiten     ist,    enthält in. ,der Regel 2     bis    5  oder auch noch mehr Asche.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren  gewonnene feinstpulverige Reinkohle kann  einwandfrei     dienen    zur Herstellung hoch  wertiger Elektroden für     elektrolytische    Pro  zesse metallurgischer Art und dergleichen,  zum Betriebe von Kohlenstaubmotoren und  Verarbeitung zu Kohle-Ölsuspensionen bezw.       Kohle-Ölemulsionen    oder kolloidaler Kohle,  zum Beispiel zur Gewinnung von Motor  betriebsstoffen. Wesentlich ist auch, dass       das    vorliegende, im Grossbetrieb bewährte      Verfahren ohne     meist    auch verlustreiche che  mische Prozesse und dergleichen, also sehr       wirtschaftlich    auskommt.  



  Das vorliegende Verfahren ist grundsätz  lich von den üblichen Schwimmaufbereitungs  verfahren für Kohle verschieden, bei. denen die       aufschwimmende    Kohle aus allen Zellen von  der ersten bis zur letzten ausgetragen und  abgeführt wird, während die erdigen Be  standteile mit abnehmendem Kohlegehalt von  Zelle zu Zelle weitergeführt, weiter auf  bereitet und erst aus der letzten Zelle ab  geführt werden. Bei diesen bekannten Auf  bereitungsverfahren haben die     herausflotier-          ten    Kohlen meist noch einen Aschengehalt  von 5,5     bis.    8%, wogegen mit dem Verfahren  gemäss der Erfindung eine Kohle mit     einem     Aschengehalt von etwa nur 0,5 % erzielbar  ist.  



  Das zweckmässig schon vorgereinigte,  zweckmässig also schon aschenarme Gut wird  beim Verfahren nach !der vorliegenden Er  findung zum Beispiel zunächst einer     Rühr-          zelle    zugeführt und tritt, nachdem das Kon  zentrat aufgeschäumt ist, in eine Abscheide  zelle. Aus dieser ersten Abscheidezelle be  reits wird     ein,    Teil der Trübe oder     der    schäd  lichen Beimengungen aus dem Arbeitsgang  endgültig ,ausgeschieden. Die im Schaum  enthaltenen brauchbaren Stoffe werden zum  Beispiel mittels eines Becherwerkes oder einer  Pumpe in eine zweite Rührzelle gebracht.

    Hier wiederholt sich derselbe Vorgang und  die Trübe wird     wiederum    sogleich ausge  schieden,     also    nicht mehr weiterverarbeitet.  Diese Vorgänge wiederholen sich .so oft, bis  ,die gewünschte Reinheit bezw. Konzentra  tion des     hochwertigen    Nutzgutes erreicht und  die unbrauchbaren .Stoffe (auch minderwer  tigere Kohle) aus dem Fertigkonzentrat aus  geschieden sind. Die     Endkonzentration    kann  bereits nach Verlassen der 3. oder 4. Zelle  beendet     sein.        Unter    Umständen sind jedoch  entsprechend mehr Zellen oder Zellengruppen  erforderlich.

   Ausschlaggebend ist,     wie    weit  man die Edelkohlekonzentration und .damit  die Verminderung des Aschegehaltes im End  produkt treiben will. Im allgemeinen wird    ein Aschegehalt im Konzentrat unter 0,8  zulässig sein. Bei der Erreichung     einer    be  stimmten untern Grenze wäre auch ein Hin  zuschalten weiterer Zellen unwirtschaftlich,  da ohne     nennenswerten        Einfluss    auf den  Aschegehalt.  



       Abgesehen,davon,    dass das nach dem vor  liegenden     Verfahren    zu     behandelnde        Rohgut     in,der Regel etwa schon den bisherigen     Flo-          tations-Endprodukten    entspricht, also zweck  mässig schon recht aschearm ist, verläuft der  Arbeitsweg des Gutes anders als     bisher,    in  dem das Ausscheiden :der     Trübe        aus    jeder  Zelle oder Zellengruppe erfolgt und die ein  mal abgeschiedene Trübe nicht wieder in den  Verfahrensgang     eingeführt        wird.     



  Zur Ausübung des Verfahrens nach -der  Erfindung kann ein im grossen ganzen be  kannter Schwimmaufbereiter mit einer Mehr  zahl von     hintereinander    angeordneten, aus. je  einer Rührkammer und einer Abscheidekam  mer bestehenden Zellen oder Zellengruppen  Verwendung finden, bei dem zur Überfüh  rung     des        Kohlenschaumes    vom Austragende  der Abscheidekammer jeder Zelle oder Zel  lengruppe zur     Rührkammer    der nächstfol  genden Zelle eine     Fördervorrichtung,    zum  Beispiel ein Becherwerk vorgesehen ist.  



  Zur     Schaumerzeugung        unter    der Wirkung  der     Rührwerke    oder dergleichen in ;den  Schaumerzeugungskammern der Vorrichtung  werden dabei dem Wasser .gewisse Mengen  geeigneter Öle, zum Beispiel Buchenteeröl  und gegebenenfalls gewisse kleine Mengen  von Alkalien,     Ammoniak    oder dergleichen  zugesetzt. Der Flüssigkeitsersatz in den  einzelnen     Zellen    oder Zellengruppen erfolgt  durch ständige Zuführung von reinem, kla  rem Frischwasser, zum Beispiel in Form von  Brunnen- oder     Leitungswasser.     



  Bei einer besonders     zweckmässigen    Aus  führungsart des Schaumschwimm-Aufberei  tungsverfahrens wird insbesondere in der  Nähe des     Austragsendes,des        Schaumschwimm-          Aufbereiters    eine flachschichtige Ansamm  lung des vom Schaum     umhüllten    Kohlengutes  zum     Beispiel        mittels        horizontal    oder schräg      nach der     Ableitungsstelle    des Kohlengutes  zu ansteigenden Überhöhungen des Zellen  bodens und zweckmässig auch die Förderung  des Kohlengutes bezw.

   des kohlehaltigen  Schaumes     mittels    oberhalb seiner flachschich  tigen     Ansammlung    vorgesehener, an sich be  kannter Fördermittel, wie Schaufelrädern,  Kratzerketten oder dergleichen bewirkt.  



  Eine beispielsweise Ausführungsform  eines zur Ausübung des erfindungsgemässen  Verfahrens geeigneten     Schaumschwimm-Auf-          bereiters    ist in    Abb. 1 im Aufriss, in  Abb. 2 im Grundriss und in    Abb. 3 in einem Querschnitt schematisch  dargestellt.  



  Der Schaumschwimm-Aufbereiter besteht  dabei aus den Zellen     1-9i    mit je einer  Schaumrührkammer a (das Rührwerk be  kannter Art. ist nicht eingezeichnet) und einer  Abscheidekammer b. Die Kammern a und b  stehen bei c miteinander in Verbindung. In  der     gezeigten    Vorrichtung bilden die beiden  ersten Zellen 1 und 2 eine Zellengruppe, wäh  rend,die übrigen Zellen voneinander getrennte  Arbeitsstufen     darstellen.    Die     Aufgabe    des  Materials (eine Trübe aus Kohle und Wasser)  erfolgt bei d in die erste Zelle bezw. Zellen  gruppe.

   Das Aufschwimmen der Kohle unter       Absonderung,der        Berge    erfolgt in bekannter  Weise unter Zusatz eines geeigneten, schaum  bildenden Öls durch die hier nicht dargestell  ten     Rührwerke.    Die aufschwimmende Kohle  sammelt sich an der Oberfläche in den Ab  scheidekammern b. Sie wird an den vordern  Enden     dieser    Kammern in einen jeder Kam  mer vorgelagerten     Auffangbehälter    f ausge  tragen.

   Vom     Auffangbehälter    jeder     Zelle,     zum Beispiel der Zelle 4, wird die ausgetra  gene Kohle mittels einer     Fördervorrichtung     in die     Rührkammer    a der nächsten     Zelle,    zum       Beispiel    der Zelle 5, überführt und erst aus  der Endzelle 9 bei g als Reinkohle mit dem  gewünschten geringen     Aschengehalt    abge  führt. Die absinkenden Berge werden dagegen  fortlaufend     aus    allen     Zellen    bei h und durch  einen Sammelkanal     h,    abgelassen.

   Aus nicht    eingezeichneten     Leitungen        wird    den Zellen in  regelbaren Mengen stets reines     Frischwasser          zugegeben.    Die     Fördervorrichtungen    zur  Förderung des Kohleschaumgemenges von der  einen     Zelle    oder Zellengruppe zur     andern    be  stehen hier aus einem Becherwerk k mit an  schliessender Rinne     k,.        Mit    m ist ein zur  flachschichtigen Sammlung und Ableitung  des Aufschwimmgutes in den Scheidekam  mern b     gebildeter,    das Absinken des Gutes  verhindernder Boden bezeichnet,

   und o sind  oberhalb dieser     Sammelstellen    angebrachte  Schaufelräder, welche das Austragender auf  schwimmenden Kohle und deren Zuführung  zu den Fördervorrichtungen k, k1 unterstüt  zen. An Stelle der Schaufelräder können  auch, wie in Abb. 3 gestrichelt angedeutet,  als Fördergeräte zum Beispiel endlose Krat  zen- oder Schaufelbänder o1 treten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Schaumschwimm-Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung von Kohle mit sehr geringem Aschengehalt aus an sich schon verhältnis mässig aschenarmer Kohle mittels eines mehr zelligen Schwimm-Aufbereiters, dadurch ge kennzeichnet, dass die absinkenden erdigen Bestandteile sowie auch gröbere Kohleteil chen aus den gleichzeitig arbeitenden Rühr- zellen des Schwimmaufbereiters jeweils so gleich und endgültig aus dem Verfahrens gang abgeführt werden,
    während die in einer Schaumzelle aufschwimmende Kohle in die jeweils nächstfolgende Rührzelle unmittelbar derart zurückgeführt wird, dass die zu ver gütende Kohle nacheinander alle Rührzellen, denen beständig Frischwasser zugegeben wird, durchläuft. UNTERANSPRÜCHE: 1. Schaumschwimm-Aufbereitungsverfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass insbesondere in der Nähe .des Austragsendes des .Sclhaumsehwimm- Aufbereiters eine flachschichtige Ansamm- lung,des vom Schaum umhüllten Kohlen gutes herbeigeführt wird. 2.
    Schaumschwimm - Aufbereitungsverfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die För derung des kohlehaltigen Schaumes mit- tels oberhalb seiner flachschichtigen An sammlung angeordneter Fördermittel be wirkt wird. , PATENTANSPRUCH II:
    Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine mindestens in der Nähe des Austragendes nach der Ablei tungsstelle des Kohlengutes zu vorgesehene Überhöhung des Zellenbodens.
CH192309D 1936-08-10 1936-08-10 Schaumschwimm-Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung aschearmer Kohle. CH192309A (de)

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