CH192349A - Sauerstoffbleichbad zur Veredlung von Baumwollwaren. - Google Patents

Sauerstoffbleichbad zur Veredlung von Baumwollwaren.

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CH192349A
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      Sauerstoffbleichbad    zur Veredlung von     Baumwollwaren.       Die Veredlung der Baumwollwaren erfolgte  bisher allgemein mit verschiedenen Flotten in  mehreren auf     einanderfolgenden    Arbeitsgängen,       indern    die rohe Baumwollware zunächst durch  eine alkalische     Druckkochung,.die    sogenannte  Bäuche, von den     inkrustierenden    Substanzen,  sowie von den     Samenschalenresten    befreit,  hierauf     sorgfältlg    gewaschen und schliesslich  in einem     weiterenArbeitsgangmiteinerBleich-          flotte    gebleicht wurde.

   Diese Behandlungen  sind bekanntlich nicht ohne nachteilige Fol  gen, welche sich     insbesondere    in einer ge  wissen Beeinträchtigung der Zellulose, sowie  in nicht unbedeutenden Gewichtsverlusten       äussern.     



  Versuche haben zur Auffindung einer Be  handlungsflotte zur Veredlung von Baumwoll  waren geführt, welche, unter Beseitigung der  erwähnter) Übelstände, in einem Arbeitsgange  und ohne     Druckkochung    eine sehr befriedi  gende Veredlung der rohen Baumwollwaren  ermöglicht, wobei sich die bisher aufgetretenen  Gewichtsverluste sehr erheblich verringern    und eine schöne Bleiche, ohne     Nachgilben,     erzielt wird.  



  Die Behandlungsflotte ist in ihrer     Wesen-          beit    ein     Sauerstoffbleichbad    von der bisher  gebräuchlichen Zusammensetzung, das heisst  mit einem aktiven     bezw.        aktivierbaren    Sauer  stoffgehalt von etwa 0,2 bis 0,8/o, welches  ausserdem einen verhältnismässig hohen Gehalt  an     Türkischrotöl    aufweist. Es ist hierbei be  langlos, ob der Gehalt des Bades an aktivem  Sauerstoff von Wasserstoffsuperoxyd, oder von  sonstigen, für die Sauerstoffbleiche ebenfalls  gebräuchlichen Peroxyden oder     Persalzen    her  rührt.  



  Gekennzeichnet ist das erfindungsgemässe       Sauerstoffbleichbad    dadurch, dass es, ausser  einem Gehalt an aktivem Sauerstoff von etwa       0.2        bis        0,8%,        zumindest        1%        Türkischrotöl     enthält.  



  Ein solches     Sauerstoffbleichbad        greiftEisen     nicht an, so dass es bei Anwendung desselben  keiner bleiüberzogenen oder aus Spezialstahl  bestehenden Kocher bedarf, vielmehr können      gewöhnliche Eisen- oder Stahlkocher verwen  det werden.  



  Das Bleichbad erwies sich auch in kon  zentrierterer Form als beständig und kann  auch in solcher Form verschickt oder am  Lager gehalten werden.  



  Es hat sich gezeigt, dass die Rohware,  mit dem erfindungsgemässen Bleichbad be  handelt, nach einer Behandlungszeit von etwa  2 bis 3 Stunden bei Siedehitze und unter  normalem Druck, eine leuchtend weisse Farbe  aufweist, welche nach der üblichen Appretur  noch mehr hervortritt.  



  Ein besonderer Vorteil des erfindungsge  mässen Bleichbades besteht darin, dass es eine  drucklose Arbeitsweise ermöglicht und die  Zellulose weitestgehend schont.  



  Betriebsmässige Vergleichsversuche mit  dem erfindungsgemässen Bleichbad und der    sehr verbreiteten     "Mohr"-Bleiche    ergaben  nachstehende Werte:  
EMI0002.0002     
  
    mq <SEP> Gewicht <SEP> in <SEP> g <SEP> Reisfestigkeit
<tb>  "Mohr"-Bleiche <SEP> 124,2 <SEP> 33,8 <SEP> mkm/m2
<tb>  " <SEP> 123,8 <SEP> 33,6 <SEP> "
<tb>  Gemäss <SEP> der <SEP> Erfin  dung <SEP> 132,0 <SEP> 40,3 <SEP> "
<tb>  "
<tb>  <B><I>33</I></B> <SEP> 130,2 <SEP> 40,2 <SEP> "
<tb>  "
<tb>  <B><I>31</I></B> <SEP> 130,7 <SEP> 40,2 <SEP> "

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Beständiges Sauerstoffbleichbad zur Ver edlung von Baumwollwaren, dadurch gekenn zeichnet, dass es, ausser einem Gehalt an ak tivem Sauerstoff von etwa 0,2 bis 0,t30%, zumindest 10o Türkischrotöl enthält.
CH192349D 1935-07-27 1936-07-24 Sauerstoffbleichbad zur Veredlung von Baumwollwaren. CH192349A (de)

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