CH192683A - Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakaumgefäss. Durch die Entwicklung der I3erstel- lungs- und Bearbeitungsmethoden kerami scher Werkstoffe, wie sie für elektrotechni sche Zwecke, insbesondere Rochfrequenz- zwecke gebraucht werden, ist es möglich ge worden, Entladungsröhren und dergleichen im wesentlichen aus keramischen Werkstof fen herzustellen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Her stellungsverfahren für solche Röhren, und besteht darin, dass die am Gefäss zuerst her zustellenden Verschmelzungen mit einem Material höheren Schmelzpunktes, z. B. Hartglas, und die nachher am Gefäss herzu stellenden Verschmelzungen mit einem Mate rial geringeren Schmelzpunktes, z. B.
Glaslot, erzeugt werden. Durch die Anwendung die ses Verfahrens wird. es möglich, die Ver schmelzungen im Ofen durchzuführen, so dass nichtoxydierende Atmosphären, durch welche die Oxydation .der Metallteile verhindert wird, angewandt werden können. Im folgenden werden einige Beispiele er- findungsgemäss, hergestellter Röhren er läutert.
Fig. 1 ist eine teilweise schematische Schnittansicht einer Elektronenröhre, wie sie durch das erfindungsgemässe Verfahren her gestellt werden kann. Fig. 2 und 3 zeigen etwas abgeänderte Ausführungsarten solcher Röhren.
Die Elektronenröhre gemäss Fig. 1 hat ein Vakuumgefäss, .das aus einem keramischen Zylinder 1 und einem keramischen Deckel 3 besteht. Der Zylinder 1 ist nach bekanntem Verfahren in einem Stück mit einem Boden 2 erzeugt. Der Boden 2 trägt zwei Leiter 4, 5. Zwei andere Leiter 6, 7 trägt der Deckel 3.
Diese Leiter sind durch Verschmelzungen 20, 2f1, 2,2,, 213 an den Teilen 2" .3 befestigt und sind mit Elektroden 34, 35, 36, 317 ver- bunden, welche auf diese Art von den Lei tern gehalten werden. Leiter 4 ist z.
B. an die Anode 34, Leiter 5 an ein Fanggitter 35 angeschlossen. Leiter 6 ist mit dem Gitter 36, Leiter 7 mit der Kathode 3'7 verbunden. Diese Elektroden sind punktiert und rein schematisch dargestellt, weil sie unwesentlich für die Erfindung sind. Der Deckel .3 hat einen Rohransatz 8, der in bekannter Weise zum Auspumpen des Gefässes dient. Nach dem Auspumpen wird das Gefäss bei 9 zu geschmolzen.
Eine solche Röhre wird in folgender Weise hergestellt.
Die Leiter 4, 5 werden in den Boden 2, die Leiter 6., 7 in den Deckel 3 eingeschmol zen, nämlich .durch Erzeugender Verschmel zungen 2,0, 21, 22, 23, die z. B. aus Hart glas bestehen können. Die Leiter werden ent weder vor oder nach dem Erzeugen dieser Schmelzstellen an den Elektroden befestigt, z. B. mit ihnen verschweisst.
Indem als Bei spiel dargestellten Falle werden sie am besten: vor dem Erzeugender Schmelzstellen 20 bis 23 an die Elektroden angeschlossen. Dann wird in folgender Weise verfahren. Die Leiter 4 bis 7, die nunmehr an den Elek troden 34 bis 37 befestigt sind, werden in Bohrungen der Teile 2, 3 eingeführt.
Hier auf werden,die .Schmelzstellen 20 bis 23 er zeugt, um die Leiter in diesen Bohrungen zu befestigen.. Das Verschmelzen geschieht am besten in einem Ofen.
Dies hat den Vor- teil, dass, eine nicht oxydierende Atmosphäre verwendet werden kann, um ein. Oxydieren der Elektroden zu verhüten. Die beiden Ge bilde 1, 2" 4, 5, 20, 21 und 6, 7, 3, 22, 23 werden dann zusammengefügt. Hierauf fin det .der zweite ,Schmelzvorgang statt. Dieser besteht in dem Erzeugen der V ersehmelzung 10, die den Deckel 3 und Zylinder 1 fest zu sammenhält.
Auch dieses Verschmelzen ge schieht am besten in einem Ofen, um an allen Stellen möglichst ,gleichmässig zu erfolgen. Damit jedoch die vorher bewirkten Ver schmelzungen nicht wieder erweichen und die Elektroden sich infolgedessen verlagern können, wird für ,den zweiten Schmelzvor gang ein Schmelzmaterial benutzt, welches einen tiefer liegenden Schmelzpunkt hat als das für .die Verschmelzungen 20 bis 23 ver- wendete Material.
Als solches Schmelzmate- rial kommt z. B. Glaslot in Frage. Die Röhre wird dann in bekannter Weise mittels einer Pumpe ausgepumpt, die mit Hilfeeines Glas rohrstückes, das auf den Rohransatz 8 auf gesteckt ist, an diesen angeschlossen wird.
Dieses Glasrohrstüok wird nach dem Aus pumpen abgeschmolzen, so dass der Glasver- schluss 9 entsteht. Das Glasrohrstück besteht am besten aus Hartglas. Solches Glas ist hier verwendbar, weil !das Abschmelzen durch eine spitze Flamme geschieht und daher nur ein örtliches Erwärmen entsteht. Die übrigen Schmelzstellen können vor Erwärmung ,ge schützt werden.
Bei dem beschriebenen Verfahren sind Lehren oder andere Einrichtungen verwend bar, :damit grösste Genauigkeit erzielt wer den kann. Keramische Körper können so ausgebildet werden, dass ihre Teile sich wäh-, rend der Schmelzvorgänge,,die an ihnen voll zogen werden, nicht gegeneinander verschie ben. Zum Beispiel kann der Deckel 3 mit einer Ringnut versehen werden, in die das offene Ende des Zylinders 1 eingesetzt wer den kann.
Die Verfahren zum Bearbeiten von keramischem Material sind so vervoll- kommnet worden, dass auf Bruchteile eines Millimeters genau gearbeitet werden kann. Dies ist vor allem bei Elektronenröhren von Vorteil, die aus keramischem Material auf gebaut sind, weil dieses Material erlaubt, die gewünschten Grössenverhältnisse genau ein zuhalten.
Das Verfahren ist daher besonders geeignet für Röhren, die für sehr kurze Wellenlängen bestimmt ,sind. Hier kommt es bekanntlich besonders auf die innern Daten der Röhre an.
In der Anordnung nach Fig. 2 bildet die Anode 34 einen Teil des Vakuumgefässes. Die hier gezeigte Röhre ist von kleinen Ab messungen, aber für höhere Belastungen be stimmt. Die Anode 34 hat Kühlrippen 11 und besteht vorzugsweise aus Kupfer. Das Vakuumgefäss hat überdies zwei Zylinder 12, 13 und zwei Deckel 14, .3 als Bestand teile. Die Anode 34 hat an jedem ihrer Stirn enden einen ringförmigen Ansatz 16.
In den Ansätzen 16 sitzen die Zylinder 12, 13. Die Ansätze 16 sind vorzugsweise auf die Zylin der 12, 13 aufgeschrumpft.
Die ausser der Anode 34 vorhandenen Elektroden sind in Fi,g. 2 nicht gezeigt.
Die in Fig. 2: dargestellten Teile sind durch ringförmige Verschmelzungen 10, 18, 17, 19 starr miteinander verbunden. Die Ver schmelzungen können z. B. mittels Glasrohr stücke hergestellt werden, welche über die aneinander zu befestigenden Teile geschoben und dann in einem Ofen verschmolzen wer den.
Die Verschmelzungen 17, 18 werden in einem ersten Sehmelzvorgange mittels Hart glases oder eines ähnlichen Materials erzeugt. Die Verschmelzungen 10. 19 werden in einem zweiten ' Schmelzvorgange hergestellt, und zwar mittels eines Materials, das einen tie feren. Schmelzpunkt hat, als das Material, welches für die Verschmelzungen 17, 18 verwendet ist.
Der Rohransatz 8 und der Verschluss 9 haben hier dieselbe Bedeutung, wie sie mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben ist.
In der Anordnung nach den Fig. 1 und 2 besteht der Rohransatz 8 aus einem Stück mit dem Deckel 3. Der Ansatz 8 und Deckel 3 können jedoch bei der Kleinheit solcher Röhren leicht im Laufe der Fabrikation be schädigt werden. Es ist deshalb vorteilhaft, den Rohransatz 8 in einer Aussparung des Deckels 3 zu befestigen, nämlich mittels einer Verschmelzung 214, ,deren Schmelzpunkt tiefer liegt als der Schmelzpunkt ,der Stellen 2.0 bis 23.
Die Verschmelzungen 10 und 24 können so in einem Ofen in einem Arbeits gange erfolgen. .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Entla dungsröhren, mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuum gefässe, dadurch gekennzeichnet, dass, die am Gefäss zuerst herzustellenden Verschmelzun gen mit einem Material höheren .Schmelz punktes und die nachher am Gefäss herzu stellenden Verschmelzungen mit einem Mate rial geringeren Schmelzpunktes erzeugt wer den.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verschmelzun gen im Ofen durchgeführt werden. PATENTANSPRUCH II: Entladungsröhre, hergestellt durch das Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE192683X | 1936-01-28 | ||
| DE40336X | 1936-03-04 |
Publications (1)
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| CH192683A true CH192683A (de) | 1937-08-31 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH192683D CH192683A (de) | 1936-01-28 | 1937-01-23 | Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH192683A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970576C (de) * | 1942-08-13 | 1958-11-20 | Pintsch Bamag Ag | Verfahren zur Herstellung einer Elektronenroehre zum Anfachen ultrahochfrequenter elektrischer Schwingungen, vorzugsweise des Dezimeter- oder Zentimeterwellenlaengengebietes |
-
1937
- 1937-01-23 CH CH192683D patent/CH192683A/de unknown
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