CH192683A - Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss.

Info

Publication number
CH192683A
CH192683A CH192683DA CH192683A CH 192683 A CH192683 A CH 192683A CH 192683D A CH192683D A CH 192683DA CH 192683 A CH192683 A CH 192683A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fusions
ceramic material
production
vacuum vessel
discharge tubes
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft C Lorenz
Original Assignee
Lorenz C Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lorenz C Ag filed Critical Lorenz C Ag
Publication of CH192683A publication Critical patent/CH192683A/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise  aus keramischem Material bestehendem     Vakaumgefäss.       Durch die     Entwicklung    der     I3erstel-          lungs-    und     Bearbeitungsmethoden    kerami  scher Werkstoffe,     wie    sie für elektrotechni  sche Zwecke,     insbesondere        Rochfrequenz-          zwecke    gebraucht werden, ist     es    möglich ge  worden,     Entladungsröhren    und dergleichen  im wesentlichen aus     keramischen    Werkstof  fen herzustellen.  



  Die Erfindung bezieht sich auf ein Her  stellungsverfahren für solche Röhren, und       besteht        darin,    dass die am Gefäss zuerst her  zustellenden     Verschmelzungen    mit einem  Material höheren Schmelzpunktes, z. B.  Hartglas, und die nachher am Gefäss herzu  stellenden Verschmelzungen     mit    einem Mate  rial geringeren     Schmelzpunktes,    z. B.

   Glaslot,  erzeugt werden.     Durch    die Anwendung die  ses Verfahrens     wird.    es möglich, die Ver  schmelzungen im Ofen durchzuführen, so     dass          nichtoxydierende        Atmosphären,    durch welche  die     Oxydation        .der        Metallteile    verhindert  wird,     angewandt    werden     können.       Im folgenden werden einige Beispiele     er-          findungsgemäss,    hergestellter Röhren er  läutert.  



       Fig.    1     ist    eine     teilweise    schematische  Schnittansicht einer Elektronenröhre, wie sie  durch das     erfindungsgemässe    Verfahren her  gestellt werden     kann.        Fig.    2 und 3 zeigen  etwas abgeänderte     Ausführungsarten    solcher  Röhren.  



  Die     Elektronenröhre        gemäss        Fig.    1 hat  ein Vakuumgefäss,     .das    aus einem keramischen       Zylinder    1     und    einem keramischen Deckel 3       besteht.    Der Zylinder 1 ist nach     bekanntem     Verfahren in einem Stück mit einem Boden  2 erzeugt. Der Boden 2 trägt zwei Leiter 4,  5. Zwei andere     Leiter    6, 7     trägt    der Deckel  3.

   Diese     Leiter    sind durch Verschmelzungen  20,     2f1,        2,2,,        213    an den Teilen     2"        .3    befestigt       und    sind     mit    Elektroden 34, 35, 36, 317     ver-          bunden,    welche     auf        diese    Art von den Lei  tern     gehalten    werden.     Leiter    4     ist    z.

   B. an  die Anode     34,        Leiter    5     an    ein     Fanggitter    35      angeschlossen. Leiter 6 ist mit dem     Gitter     36,     Leiter    7 mit der Kathode 3'7 verbunden.  Diese Elektroden sind     punktiert    und rein  schematisch     dargestellt,    weil sie unwesentlich       für    die Erfindung sind. Der Deckel     .3    hat  einen Rohransatz 8, der in bekannter Weise  zum Auspumpen des Gefässes dient. Nach  dem     Auspumpen    wird     das    Gefäss bei 9 zu  geschmolzen.  



  Eine solche Röhre wird in folgender       Weise    hergestellt.  



  Die     Leiter    4, 5 werden in den Boden 2,  die     Leiter    6., 7 in den Deckel 3 eingeschmol  zen, nämlich .durch Erzeugender Verschmel  zungen 2,0, 21, 22, 23, die z. B. aus Hart  glas     bestehen    können. Die Leiter werden ent  weder vor oder nach dem     Erzeugen        dieser     Schmelzstellen an den Elektroden     befestigt,     z. B. mit ihnen verschweisst.

   Indem als Bei  spiel dargestellten Falle     werden    sie am       besten:    vor dem Erzeugender     Schmelzstellen     20     bis    23 an die Elektroden     angeschlossen.          Dann        wird    in folgender Weise verfahren.  Die Leiter 4     bis    7, die     nunmehr    an den Elek  troden 34 bis 37     befestigt        sind,    werden in       Bohrungen    der Teile 2, 3 eingeführt.

   Hier  auf     werden,die        .Schmelzstellen    20 bis 23 er  zeugt, um die     Leiter        in    diesen Bohrungen  zu     befestigen..    Das Verschmelzen geschieht  am besten in einem Ofen.

   Dies hat den     Vor-          teil,    dass, eine nicht oxydierende Atmosphäre       verwendet    werden kann, um     ein.    Oxydieren  der Elektroden zu     verhüten.    Die beiden Ge  bilde 1,     2"    4, 5, 20, 21 und 6, 7, 3, 22,     23     werden     dann        zusammengefügt.    Hierauf fin  det .der zweite     ,Schmelzvorgang    statt. Dieser  besteht in dem Erzeugen der V     ersehmelzung     10, die den Deckel 3 und Zylinder 1     fest    zu  sammenhält.

   Auch     dieses    Verschmelzen ge  schieht am     besten        in    einem Ofen, um an allen       Stellen    möglichst     ,gleichmässig    zu erfolgen.  Damit jedoch die vorher     bewirkten    Ver  schmelzungen nicht wieder     erweichen    und  die Elektroden sich infolgedessen verlagern       können,        wird    für ,den zweiten Schmelzvor  gang ein Schmelzmaterial benutzt, welches       einen        tiefer    liegenden     Schmelzpunkt    hat als  das für .die Verschmelzungen 20 bis 23 ver-    wendete Material.

   Als solches     Schmelzmate-          rial    kommt z. B. Glaslot in Frage. Die Röhre  wird dann in     bekannter        Weise        mittels    einer  Pumpe ausgepumpt, die mit Hilfeeines Glas  rohrstückes, das auf den Rohransatz 8 auf  gesteckt ist, an diesen angeschlossen wird.

         Dieses        Glasrohrstüok    wird nach dem Aus  pumpen abgeschmolzen, so     dass    der     Glasver-          schluss    9 entsteht.     Das        Glasrohrstück    besteht  am besten aus     Hartglas.    Solches Glas ist hier  verwendbar, weil     !das    Abschmelzen durch  eine     spitze        Flamme    geschieht und daher nur  ein örtliches Erwärmen     entsteht.    Die übrigen  Schmelzstellen     können    vor     Erwärmung    ,ge  schützt werden.  



  Bei dem     beschriebenen    Verfahren sind  Lehren oder andere Einrichtungen verwend  bar,     :damit    grösste Genauigkeit erzielt wer  den kann.     Keramische        Körper    können so  ausgebildet     werden,        dass    ihre Teile sich     wäh-,          rend    der     Schmelzvorgänge,,die    an ihnen voll  zogen werden, nicht gegeneinander verschie  ben. Zum     Beispiel    kann der Deckel 3 mit  einer     Ringnut    versehen werden, in die das  offene Ende     des    Zylinders 1 eingesetzt wer  den kann.

   Die Verfahren zum Bearbeiten  von     keramischem    Material     sind    so     vervoll-          kommnet    worden,     dass    auf     Bruchteile    eines  Millimeters genau gearbeitet     werden    kann.  Dies ist vor allem bei Elektronenröhren von  Vorteil, die aus keramischem Material auf  gebaut sind, weil dieses Material erlaubt, die       gewünschten        Grössenverhältnisse    genau ein  zuhalten.

   Das     Verfahren    ist daher besonders  geeignet für Röhren, die für sehr kurze  Wellenlängen bestimmt     ,sind.    Hier kommt es  bekanntlich besonders auf die     innern    Daten  der Röhre an.  



       In    der Anordnung nach     Fig.    2 bildet die  Anode     34        einen    Teil des Vakuumgefässes.  Die hier gezeigte     Röhre        ist    von kleinen Ab  messungen, aber für höhere     Belastungen    be  stimmt. Die Anode 34 hat Kühlrippen 11  und     besteht        vorzugsweise    aus Kupfer. Das  Vakuumgefäss hat überdies zwei Zylinder  12, 13 und zwei Deckel 14,     .3    als Bestand  teile. Die Anode 34 hat an jedem ihrer Stirn  enden einen ringförmigen     Ansatz    16.

   In den           Ansätzen    16 sitzen die     Zylinder    12, 13. Die  Ansätze 16 sind     vorzugsweise    auf die Zylin  der 12, 13     aufgeschrumpft.     



  Die ausser der Anode 34 vorhandenen  Elektroden sind in     Fi,g.    2 nicht gezeigt.  



  Die in     Fig.    2:     dargestellten    Teile sind  durch     ringförmige    Verschmelzungen 10, 18,  17, 19 starr     miteinander    verbunden. Die Ver  schmelzungen können z. B.     mittels    Glasrohr  stücke hergestellt werden, welche über die  aneinander zu befestigenden Teile geschoben  und dann in einem Ofen verschmolzen wer  den.  



  Die     Verschmelzungen    17, 18 werden in  einem ersten     Sehmelzvorgange    mittels Hart  glases oder eines ähnlichen Materials erzeugt.  Die Verschmelzungen 10. 19 werden in einem  zweiten '     Schmelzvorgange    hergestellt, und  zwar mittels eines     Materials,    das einen tie  feren.     Schmelzpunkt    hat, als das     Material,     welches für die Verschmelzungen 17, 18  verwendet ist.  



  Der Rohransatz 8 und der Verschluss 9  haben hier dieselbe     Bedeutung,    wie sie mit       Bezug    auf     Fig.    1 beschrieben ist.  



       In    der Anordnung nach den     Fig.    1 und 2       besteht    der Rohransatz 8 aus einem Stück  mit dem Deckel 3. Der Ansatz 8 und Deckel  3 können jedoch bei der Kleinheit solcher  Röhren leicht im     Laufe    der Fabrikation be  schädigt werden. Es ist deshalb     vorteilhaft,       den Rohransatz 8 in einer Aussparung des  Deckels 3 zu     befestigen,        nämlich        mittels     einer Verschmelzung 214, ,deren Schmelzpunkt  tiefer liegt als der     Schmelzpunkt    ,der Stellen  2.0 bis 23.

   Die Verschmelzungen 10 und 24       können    so in einem Ofen in     einem    Arbeits  gange erfolgen. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Entla dungsröhren, mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuum gefässe, dadurch gekennzeichnet, dass, die am Gefäss zuerst herzustellenden Verschmelzun gen mit einem Material höheren .Schmelz punktes und die nachher am Gefäss herzu stellenden Verschmelzungen mit einem Mate rial geringeren Schmelzpunktes erzeugt wer den.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verschmelzun gen im Ofen durchgeführt werden. PATENTANSPRUCH II: Entladungsröhre, hergestellt durch das Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch.
CH192683D 1936-01-28 1937-01-23 Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss. CH192683A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE192683X 1936-01-28
DE40336X 1936-03-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH192683A true CH192683A (de) 1937-08-31

Family

ID=25748894

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH192683D CH192683A (de) 1936-01-28 1937-01-23 Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH192683A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970576C (de) * 1942-08-13 1958-11-20 Pintsch Bamag Ag Verfahren zur Herstellung einer Elektronenroehre zum Anfachen ultrahochfrequenter elektrischer Schwingungen, vorzugsweise des Dezimeter- oder Zentimeterwellenlaengengebietes

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970576C (de) * 1942-08-13 1958-11-20 Pintsch Bamag Ag Verfahren zur Herstellung einer Elektronenroehre zum Anfachen ultrahochfrequenter elektrischer Schwingungen, vorzugsweise des Dezimeter- oder Zentimeterwellenlaengengebietes

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE949365C (de) Kathodenstrahlroehre mit einem Metallkolben und einem Glasfenster
DE2918339A1 (de) Glas-metall-verschluss fuer den anschlusskontakt eines elektrochemischen elementes und verfahren zur herstellung
DE2416388A1 (de) Quecksilberkapsel, insbesondere fuer eine gasgefuellte anzeigetafel, und verfahren zur herstellung der quecksilberkapsel
DE1639148A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer thermoelektrisch heissen Verbindung
DE2157695A1 (de) Verfahren zur Herstellung von vakuumdichten Leitungsdurchführungen in einer Dewar-Einrichtung
CH192683A (de) Verfahren zur Herstellung von Entladungsröhren mit mindestens teilweise aus keramischem Material bestehendem Vakuumgefäss.
AT151899B (de) Verfahren zur Herstellung keramischer Entladungsröhren.
DE1512379A1 (de) Vorrichtung zur Halterung einer Lochmaske an einem Frontglasrahmen einer Farbfernsehbildroehre
DE661132C (de) Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen
DE3782414T2 (de) Verfahren zum herstellen von glasfuessen fuer vakuumroehren.
DE839831C (de) Stromdurchfuehrung
DE684750C (de) Hochleistungssenderoehre, insbesondere Kurzwellensenderoehre
DE899239C (de) Vakuumbehaelter, bei dem eine Glaseinschmelzung zur vakuumdichten Verbindung von zwei ineinandergesteckten rohrfoermigen Behaelterteilen dient
DE963806C (de) Vakuumdichte Einschmelzung fuer Stromzufuehrungen bzw. Elektrodenstuetzen in Entladungsroehren
DE2759148A1 (de) Verfahren zur herstellung einer loetverbindung zum verbinden von teilen aus pyrolytischem graphit miteinander oder mit metallischen teilen
DE736854C (de) Verfahren zur Herstellung eines dampf- oder gasgefuelltern Entladungsgefaesses mit Steuerelektrode
DE2122059A1 (de) Verfahren zum Schweißen mittels Elektronenstrahlbeschuß
DE3832095C2 (de) Widerstandsschweißverfahren für Werkstücke mit hohem Schlankheitsgrad
CH370845A (de) Elektronenröhre und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE836528C (de) Elektrode, insbesondere Anode, fuer elektrische Entladungsgefaesse und Verfahren zur Herstellung derselben
DE762234C (de) Elektrisches Entladungsgefaess aus keramischem Werkstoff
DE1045887B (de) Gasdichte Verbindung zwischen einem Metall und einem isolierenden Werkstoff und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1107748B (de) Vakuumdichte Durchfuehrung mit einem Isolierkoerper aus einer bei hoher Temperatur schmelzbaren Masse, z. B. Glas, Emailmasse od. dgl.
DE3906028A1 (de) Verfahren zum herstellen einer vakuumhuelle und nach diesem verfahren hergestellte vakuumhuelle
DE594706C (de) Verfahren zum Herstellen von Ringen oder anderen Koerpern in sich geschlossenen Umfanges, insbesondere von Ringen grossen Durchmessers, aus geschmolzenem Quarz