Spulmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf Spul- rnaschinen für das Aufwinden von Garn oder dergl. auf Hülsen .oder Spulen. Ein Zweck der Erfindung besteht darin, ein fache Mittel vorzusehen für den Aufbau des Fusses eines Wickels auf eine Hülse ohne Kegelansatz.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist bei einer Spulmaschine für das Aufwinden von Garn oder dergl. in kegelförmigen Garn lagen eine Hubstange vorgesehen, welche eine das Fortschaltrad tragende Verlänge rungsstange aufweist und eine Leitsohiene trägt, mittelst welcher bei Beginn der Bil dung einer Wicklung die Verlängerungs- stange in bezug auf die Hubstange zwecks Bildung des Fusses der Wicklung seitlich verschoben werden kann.
Diese Maschine ist dadurch g.elzennzeichnet, dass die Leitschiene so ausgebildet ist, dass sie in einen 4Schlitz der Verlängerungsstange .der Hubstange ein treten kann, und sie besitzt eine Keilfläche, die mit der Innenseite der Nabe des Fort- Schaltrades zusammenwirkt. Die genannte Leitschiene ersetzt die gebräuchliche äussere,
mit einem Vorsprung des Fadenführers zu- sammenwirkende Schiene.
Zweckmässigerweise können bei einer Spulmaschine, bei welcher Mittel für das Einstellen der Hubstangenverlängerung sent- wärts zur Hubstange vorgesehen sind, um Wicklungen von verschiedenen Durchmessern aufwinden zu können, diese Einstellmittel ein einstellbares Anschlagglied aufweisen, wel ches auf der Leitschiene angeordnet ist und mit einem Ansatz der Verlä.ngeruab -Stange der Hubstange zusammenwirkt.
Dadurch wird ein einfaches und schnelles Einstellen der Maschine ermöglicht.
Eine besondere Ausführungsform. cler :Er- findung besteht in der Kombination einer Spulspindal, einer auf der Spulspindel sitzen den, mit dieser sieh drehenden ,Schnecke, einem Fadenführer,
zwischen welchem und -der Spulspindel eine relative Hin- und Her bewegung stattfindet, um, das Garn längs der 'Spulspindel hin- und herzubewegen, von Mitteln für eine schrittweise relative Ver schiebung zwischen dem Fadenführer und der Spulspindel in der Längsrichtung der letzteren in Übereinstimmung mit dem An wachsen der Wicklung und einem in die Schneeke eingreifenden und durch dieselbe angetriebenen Schneckenrad, das eine Kur venbahn aufweist,
welche .die genannte rela tive Hin- und Herbewegung zwischen .dem Fadenführer und der Spulspindel bewirkt. Es dient hier somit ein einfaches Organ sowohl zum Antrieb oder Kurve, als auch als Kurvenbahn selbst.
Dies hat den Vorteil, dass eine sichere Übersetzung des Antriebes auf die Hubmittel erreicht wird und dass die Anzahl und die Grösse der benötigten Lager verkleinert und die Zahl der bewegliehen Teile vermindert ist, mit dem Ergebnis, dass hohe Betriebsgeschwindigkeiten erreichbar sind.
Eine weitere Ausführungsform der Erfin dung bezieht sich auf eine Spulmaschine mit einer Spulspindel, einem Fadenführer und einer Hubkurve für die Erzeugung einer relativen Hin- und Herbewegung zwischen dem Fadenführer und der Spulspindel,durch welche Bewegung das Garn in der Längs- riclitung der Spulspindel hin- und herbewegt wird, wobei die Kurve durch eine Kurven bahn gebildet ist,
deren Hin- und Rückhub- teile von verschiedener Länge sind. Diese Ausführungsform ist dadurch gekennzeich net, dass die Hubkurve mit der Spulspindel in Getriebeverbindung steht, damit sie mit einer zur Drehgeschwindigkeit der letzteren in konstantem Verhältnis stehenden Ge schwindigkeit umläuft und dass-die Kurven bahn so geformt ist, dass die Hubgeschwin- digkeit in beiden Richtungen sich über die Hublänge verändert.
Durch diese Kombina tion ist gewährleistet, dass während jedes Teils des Hubes die Garnwindungen an ge wissen Stellen auseinander .gespreizt werden und an andern Stellen dichter zusammen gelegt werden. Durch Aufwinden des Garnes kann auf diese Weise eine feste, nicht zer störbare kegelförmige Garnlage erhalten wer- den, und in dem Fall, in welchem die Wick lung auf eine Hülse ohne Kegelansatz auf gebracht wird, kann der Fuss derselben schneller als gewöhnlich erzeugt werden,
und es kann deshalb in einer Wicklung von ge- gegebenem Durchmesser und Länge mehr Garn untergebracht werden. Es ist vorteil haft, dass die Kurvenbahn der Hubkurve so geformt ist, dass die Hubgeschwindigkeit über die Hublänge in beiden Hubrichtungen sich kontinuierlich ändert, so dass,der Wech sel vom dichteren zum loseren Aufwinden ganz allmählich ist.
Auf ,der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes ,dargestellt.
Fig.la und 1b zeigen einen Grun@driss einer Spulmaschine mit gewissen weggelas senen Teilen, Fig. 2a und 2b einen Aufriss, teilweise im Schnitt, ,der in Fig. ja und 1b gezeigten Ma schine;
Fig. 3 ist eine Endansicht von der rechten Stirnseite der Fig. 2b gesehen, Fig.4 ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 1b, Fig. 5 ein .Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 1b, Fig. 6 ein Querschnitt des Schneckenrades und seiner Lagerung nach Linie 6-6 der Fig. la,
und Fig. 7 eine schematische Ansicht, welche die Form der Hubkurve veranschaulicht.
Die in der Zeichnung dargestellte Ma schine weist ein Hauptgestell 10 auf, das Lager 11 für ein rohrförmiges Kupplungs glied 12 und eine in demselben liegende Spindel 13 besitzt. Das Glied 12 trägt ein Nutenrad 14, welches gegen eine Feder 15 anliegt, deren anderes Ende gegen einen auf der Spindel 13 befestigten Ring 16 wirkt.
Die Schnecke 17 bildet einen Teil eines Roh res, welches ebenfalls auf der Spindel 13 be- festigt ist.
Am linken Ende der Spindel 13 ist eine Riemenscheibe 19 drehbar gelagert, welche zum Zusammenwirken mit einem mit dem Rohr 12 aus einem Stück bestehenden Kupp lungsglied 20 eine Kegelfläche aufweist. Das äussere Ende der Spindel 13 ist in einem Support 21 gelagert.
Das rechte Ende des Rohres 12 weist Klauen 22 auf, die in. entsprechende Schlitze des Ringes 16 eingreifen können, wodurch eine Antriebsverbindung zwischen dem Rohr 12 und dem Ring 16 hergestellt werden kann, so dass bei Reibunbsschluss .der Kupplungs scheibe 2,0 mit der Riemenscheibe 19 die Drehung der letzteren die Spindel 13 an treibt.
Das rechte Ende,der Spindel 13 (F'ig. 1b) trägt Klemmfedern 23 zur Aufnahme des einen Endes 2.4 eines Spulenhalfers, dessen anderes Ende 25 durch eine Zentrierspindel 26 aufgenommen wird, die in einem Kolben 27 gelagert ist, welcher mittels einer Feder 28 gegen die Spule gedrückt wird und in einer Führung 29 ,gleitbar ist. Der Kolben 27 endigt in einem Knopf 30, durch wel chen er von Hand zurückgezogen werden kann.
Die ,Schnecke 17 (siehe Fig. 2a und 6) greift in ein Sch.neckenrad 31 ein, das sie antreibt und das um ein Lager 80 sieh dreht, welches durch eine mittelst Bolzen 8'2 am Rahmen 10 befestigte Säule 81 getragen wird. Das Lager 80 befindet sich auf einem abgesetzten Teil 83 der Säule 81 und wird durch eine Mutter 84 gehalten. Zwischen der letzteren und dem. Lager 80 ist ein Distanz stück 85 und der ringförmige Teil eines Federträgers 86 eingesetzt.
Am letzteren ist ein Ende einer zu der Antriebsabstellung,der Maschine gehörende Feder 69 befestigt. In eine Stirnflä.ch.e des Schneckenrades 31 ist eine doppelwandige, nutenförmige Kurven bahn eingeschnitten, welche aus zwei Teilen 32 und 33 besteht. In diese Bahn .greift eine Reibrolle 34 ein, welche am kürzeren Arm 35 eines Winkelhebels 3,5, 36, der bei 37 am Gestell gelagert ist, angeordnet ist.
Der Arm 36 ist an ein Zwischenglied 38 angelenkt, welches seinerseits-bei 39 an eine Flubstan.ge 40 aasgelenkt ist, die in einer rohrförmigen Führung 41 und einer Büchse 42 gleitbar ist. Es ist aus Fig. Ja ,ersichtlich, dass der Win kelhebel 35, 36 so angeordnet ist, dass seine zwei Arme und sein Drehpunkt, im Grundriss gesehen,
zwischen der Spulspindel 13 und der Hubstange 40 sich befinden. Es ist eben falls ersichtlich, da.ss der ;Schneckenantrieb eine Getriebeverbindung zwischen der Kur venbahn 32, 33 und der Spulspindel gewähr leistet, so dass erstere sich mit einer Ge schwindigkeit dreht, welche in konstantem Verhältnis zur Drehgeschwindigkeit der letz teren steht.
Die Hubstange 40 trägt eine mit,Schraub- gewinde versehene Verlängerungglsstange 43, die wie folgt drehbar an ihr angeordnet ist:
Wie in .den Fig. 1b, 2b und 4 gezeigt ist, hat eine später näher beschriebene Leit schiene 46 ein Gewindeende 44, welches in ein, am Ende der Hubstange 40 befindliches Gewindeloch eingeschraubt ist und durch eine Mutter 45 gegen Drehen gesichert ist. Die mit Schraubengewinde versehene Verlän gerungsstange 43 der Hubstange weist einen Schlitz auf (Fig. 2b),
in welchem die Leit- schiene 46 liegt. Der Fuss der Leitschiene 46 ist mit einem radialen Schlitz 47 versehen, durch welchen ein an der Verlängerungs- stange 43 befestigter Zapfen 48 hindurch geht. Am Zapfen 48 greift eine Spannfeder 49 anderen anderes Ende an einem Bolzen 50 angreift, welcher an einem Arm 51 der Leitschiene befestigt ist.
Die :Spannfeder 4'9 ist bestrebt, die mit Schraubengewinde ver sehene Verlängerungsstange nach vorn zu be- %vegen (Fig. 1b). Diese Bewegung ist jedoch durch eine Einstellschraube 52 begrenzt, die den Arm 51 der Leitschiene 46 durchsetzt und mit dem verbreiterten Kopfteil 53 des Zapfens 48 der Verlängerungsstange 43 zu sammenwirkt.
Der Kopfteil 53 stellt einen Ansatz der Verlängerungsstange 43 dar, und die auf der Leitschiene angeordnete Einstell- schraube 52 bildet ein einstellbares Anschlag glied für diesen Ansatz. Das Anschlagglied und der Ansatz bilden somit Mittel zum Ein- ,stellen der Verlängerunggs,stauge.
Das andere Ende der mit .Schrauben gewinde. versehenen Stange 43 ist in einem Universalgelenk 54 einer Hülse 55 gelagert, die durch eine Schraube 56 an einer Konsole 57 befestigt ist, welche eine Verlängerung des Hauptgestelles 10 ist.
Die mit Schraubengewinde versehene Stange 43 trägt das übliche Fortschaltrad 5-8, dessen Nabe 59 längs der .Stange 43 gleitbar ist. Inder Nabe 59 befindet sich ein nach- giebiger Draht 60, welcher durch einen Schlitz der Nabe auf das Schraubengewinde einwirkt, so dass das Fortschaltrad normaler weise so gehalten ist, wie wenn es auf die Stange 43 aufgesehrau'bt wäre.
Die Nabe 59 trägt ferner einen Drahtbügel 61, der den Fadenführer 69 in .der Nähe der Spule 63 hält.
Die Leitschiene 46 weihst eine schräge und leicht konkave Leitfläche auf, die mit der Innenseite .der Nabe 59 des Fortschaltrades 58 zusammenwirkt, wenn Eich das Fortschalt- rad am linken Ende der mit !Schrauben gewinde versehenen Stange 43 befindet.
Durch das Zusammenwirken zwischen der Nabe 59 und der Leitschiene 46 wird die mit Schraubengewinde versehene Verlänge rung um das Universalgelenk 54 ver- schwenkt, um den Rand ,des Fortschaltrades 58 gegen den Spulenhalter zu bewegen, damit bei Beginn des Aufwindens der Fuss der Spule gebildet wird.
Die Hubkurve 3'2, 33 hat eine besondere, in Fig.7 veranschaulichte Form. Ihr kür zerer Teil 33 nimmt ungefähr und vorteil haft wenig mehr als 1/4 einer vollständigen Umdrehung ein, so dass ihr längerer Teil 32 mehr als drei- und nahezu viermal den Win kelbereich des kürzeren Teils 33 hat. Auch hat jeder der Teile 32 und 33 der Kurve eine etwas steilere Form als eine archimedische Spirale.
Zum Vergleich zeigen die strich- punktierten Linien 73 und 74 in Fig. 7 die Form einer archimedischen Spirale von der selben Hublänge und demselben Winkel bereich wie die Kurventeile 32 und 33, das heisst die Spiralen 73 und 7-4 sind so gebildet, dass für eine gegebene Winkelbewegung stets der gleiche radiale Hub zurückgelegt wird.
Bei den Kurventeilen 3,2 und 33 dagegen er höht sieh der zurückgelegte radiale Hub bei einer .gegebenen Winkelbewegung allmählich vom innersten Punkt 75 der Kurve bis zum äussersten Punkt 76. Dies ist klarer durch die auf einer durch den Punkt 76 hindurch gehenden radialen Linie 77 gezeigten Mar kierungen ersichtlich.
Diese Markierungen werden durch Unterteilen des Winkels jedes Teils 32, 33 mittelst radialer Linien 78, 79 in zehn gleiche Teil-stücke und durch Proji- zierung der Abstände vom Kurvenmittel- punkt zu den Schnittpunkten zwischen den Linien 7,8 und dem Kurventeil 32 und zu .den Schnittpunkten zwischen den Linien 79 und dem Kurventeil 33 auf die Linie 77 erhalten.
Die Kurve ist vorteilhaft so ausgebildet, dass die Abstände zwischen benachbarten, auf der radialen Linie 77 gezeigten Markierungen sich vom Kurvenmittelteil aus radial aus wärts um Beträge erhöhen, welche den Glie dern einer geometrischen Progression entspre chen.
Die Kurventeile 3-2 und 33 sind so geformt, dass in der Nähe des höchsten Punktes 76 der Kurve eine Hubgeschwindig- keit erhalten wird, welche annähernd drei mal derjenigen des innersten Punktes 75 der Kurve ist.
Wenn es erforderlich ist, die Spule 63 auf eine zylindrische Hülse ohne Kegel aufzu bringen, sind die Teile so angeordnet, wie es in der Zeichnung -dargestellt ist.
Das Fort schaltrad 58 wird in seine äusserste linke Lage bewegt (die Feder 60 wird für diesen Zweck gelöst), bis die Innenseite der Nabe 59 über die durch die schräge gante der Leit schiene 46 gebildete Keilfläche gleitet und die mit -Schraubengewinde versehene .Stange 43 verschwenkt, um das Fortschaltrad ;
gegen die .Spulspindel 13 zu bewegen, wobei sich der Zapfen 48 längs des Schlitzes 47 ver schiebt. Es ist ersichtlich,,dass die Stange 43 nun schiefwinklig zur Hubstangenage liegt, indem sie sich um den Gelenkpunkt 54 ver- schwenkt hat. Wenn der Hand des Fort schaltrades 58 die nackte Spulenhülse be rührt, wird die Maschine in Bewegung ge setzt, und das Aufwinden beginnt.
Die Spin- del 13 dreht sich in der in Fig. 1a mit einem Pfeil gezeigten Richtung, wodurch das Schneckenrad 31 im LThrzeigersinn angetrie ben wird, wie in Fig. 2a gezeigt ist.
Die Form der Kurvenbahn 32, 33 bewirkt, dass die Hubstange zufolge der geringen Länge und des verhältnismässig steilen Winkels des Teils 33 verhältnismässig schnell auswärts be wegt wird, da.ss jedoch die Einwärtsbewegung (ler Hubstange zufolge der grösseren Länge und geringeren Neigung des Teils 32 mit viel kleinerer Geschwindigkeit erfolgt. Wäh rend der Einwärtsbewegung der Hubstange -1 .0 werden daher die Garnwindungen näher aneinander gewunden.
Die Einwärtsbewe- 1.ung der Hubstange kann somit als Haupt hub bezeichnet werden. Während der Aus- wärtsbewegung der Hubstange werden die CTarnwindungen verhältnismässig weit vonein ander entfernt aufgewunden.
Die während der Auswärtsbewegung der Hubstange ge legten, weit voneinander entfernten Garn- @vindun.gen kreuzen die ,Tindungen der vor hergehenden Lage annähernd in einem rech ten Winkel und dienen dazu, dieselben an Ort und Stelle festzuhalten.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Ausbildung der Kur venbahn, auf den später Bezug .benommen wird, besteht darin, dass jeder Teil 32, 33 etwas steiler als eine archimedische Spirale ist, wodurch die der Hubstange während jedes Hubes sich ändert.
Das Fortschaltrad bewirkt in bekannter Weise das Vorrücken der Aufwindestelle von links nach rechts. Beim Aufbau jeder Wick lungslage wird eine Stelle erreicht, bei der der Rand des Rades 58 in Berührung mit dem aufgewundenen Garn kommt, wodurch das Rad sich dreht und der Fadenführer auf der mit Gewinde versehenen Stanze 43 eine allmähliche Bewegung nach rechts ausführt, worauf eine neue Wicklungslage angefangen wird.
Bei Beginn des Rufwindens wird das Fortsohaltrad 58 durch die Wirkung der Leitschiene 46 in eine Lage nahe des Garn trägers gebracht, und beim Auflegen von Garnlagen auf den Träger kommt der Rand des Bades 58 in Berührung mit denselben und dreht sich, so dass es allmählich nach rechts bewegt wird, wie in Fig. 1b gezeigt ist. Der Hub des Fadenführers 63 wird dabei auch allmählich verschoben.
Bei der Bewe gung der Nabe 59 des Fortschaltrades nach rechts kehrt die mit -Schraubengewinde ver sehene Stange 43 unter der Wirkung der Feder 49 allmählich in eine Lage parallel zur Spulspindel zurüok. Wenn sie diese Lage erreicht hat, hat die allmähliche Verschie bung der Garnlagen die Bildung des Fusses der Spule bewirkt. Das Garn wird folglich in kegelförmigen Garnlagen zu einem im wesentlichen zylindrischen Wickel mit kegel förmigen Enden aufgewunden.
Während des Aufwin:dens drelht sich die Spulspindel 1.3 mit konstanter oder nahezu konstanter Geschwindigkeit, und die Bewe gung der Hubstange 40 verändert sich in jeder Richtung allmählich, wobei die höchste Hubgeschwindigkeit auftritt, wenn die Hub stange sich nahe ihrer äussern Endlage bezw. nahe .dem kleinsten Durchmesser jeder kegel förmigen Garnlage befindet.
Die Abnahme der Geschwindigkeit während des Haupt hubes, das heisst während der Einwärtsbewe- gung bewirkt, dass die Garnwindungen in jeder Lage gegen .das Fussende der Spule näher zusammen liegen als gegen das Kopf ende, wodurch der Fuss des Wiokel.s schneller als auf andere Weise erzeugt wird.
Die rasche Bildung des Fusses hat zur Folge, dass die Garnmenge, welche in einen Wickel von gegebenem Durchmesser und Länge auf gewunden werden kann, vergrössert ist. Nach der Bildung des Fusses haben die Verände rungen der Einwärts- und Auswärtsbewe gungen der Hubstange 40 keinen Einfluss auf die Form der Spule, aber zufolge des Rufwindens einer grösseren Garnmenge am Fuss als am Kopf jedes Wickels wird eine sicherere Betätigung des Fortschaltrades er halten.
Die zufolge der besonderen Form der Kurventeile 32 und 33 bewirkte GescIiwin- digkeitsänderung des Hin- und Rückhubes unterstützt ferner die Herstellung eines festen Wickels, weil durch das Auseinander- spreitzen der Garnwindungen gegen den Kopf der Spule das Bestreben herrscht, einen festeren Kopf zu winden, der die rückwär tigen Lagen oder Windungen stützt und die selben am Ablösen hindert.
Während der Bewegung der Hubstange durch ,den Kurventeil 33 wird das Garn offe ner aufgewunden, und diese offenen Win dungen dienen zur Bindung der vorgehenden Lage an ihrer 'Stelle. Die Wirkung der Ge schwindigkeitsänderung der Hubstange zu folge der besonderen Form des Kurventeils 33 besteht darin, einen gleichmässigen Kreu zungswinkel zwischen den während der Be wegung der Hubstange dureh den Kurven teil 33 gelegten Windungen und den in der vorhergehenden Lage durch den Kurventeil 32 .gelegten Windungen aufrecht zu halten..
Wenn gewünscht, kann der durch den Kurventeil 32 bewirkte langsame Hub und der durch den Kurventeil 33 bewirkte schnelle Rückhub durch Auswechseln der Schnecke 17 und des Schneckenrades 31 in umgekehrter Richtung erfolgen, als bei der in der Zeichnung .gezeigten Konstruktion. In diesem Fall wird die Hubgeschwindigkeit des Garnes natürlich in jeder Richtung, am gröss ten an einer dem kleinsten Durchmesser jeder kegelförmigen Garnlage benachbarten Stelle, so dass .das dichtere Aufwinden nahe der äussern Endlage des Wickels auftritt.
Die konkave Fläche der Leitschiene 46 hat die Wirkung, dass eine konvexe Form des Fusses der 'Spule erzeugt wird. Es wurde gefunden, dass es durch die veränderlichen, durch die Kurven 312, 33 erzielten Hub geschwindigkeiten möglich ist, ein festes dichtes Aufwinden zu erhalten, auch wenn die Fläche der Leitschiene konkav ist.
Wenn die Spule vollständig aufgewunden isst, wirkt das Fortschaltrad mit einem durch die Stange 65 ;getragenen Arm 64 zusammen, wodurch diese Stange verschoben wird und eine Klinke 66 dreht (siehe Fig. 2a), wel che normalerweise eine auf der Stange 68 sitzende Klaue 67 festhält.
An der Stange 68 greift eine an einem Ring 70 befestigte Feder 69 derart an, dass sie bestrebt ist, die Stange einwärts zu drehen, so dass sie sich beim Lösen der Klaue 67 dreht und das an einem Ring 72 der Stange befestigte Keil glied 71 mit der Nut des Rades 14 zusam menwirkt und dieses Rad nach rechts ent <B>gegen</B> dem Druck der Feder 15 drückt, wo durch der Kegel 20 von der Riemenscheibe 19 gelöst und damit der Antrieb unterbrochen wird.
Bei der vorstehend beschriebenen Wir kungsweise ist die Schraube 5'2 so ein gestellt, dass, nachdem das Fortschaltrad 58 die Leitschiene 46 verlässt, die mit Schrau- bengewinde versehene .Stange 43 parallel zur Spulspindel, und, wie in der Zeiehnung ge zeigt, koaxial zur Hubstange 40 liegt.
Die Teile können jedoch verschieden angeordnet sein, um dem Spulenfuss irgendwelche ge wünschte Form zu geben. Die Teile können auch so angeordnet sein, da-ss man eine Spule mit geformtem konischem Ende bewickeln kann und selbsttätig die erste schräge Wick lung auf das genannte Ende aufwinden kann.
Diese Anordnung kann wie folgt aus geführt werden: Die Spindel 13 wird in bezug auf das Rohr 12, den Ring 16 und .die Schnecke 17 ,durch Lösen der zugehörigen Befestigungsschrauben nach rechts bewegt, worauf die Schrauben wieder festgeschraubt werden. Die Grösse der Verschiebung ist der art, dass die :Stelle, bei welcher die Windung auf der Spule beginnt, sich gegenüber einer Stellung der Hubstange befindet, welche jen seits der Lage liegt, bei welcher die Nabe 59 des Fortschaltrades die Sehrä.gfläche der Leitschiene 56 verlässt.
Es ist ersichtlich, dass der Durchmesser der fertigen Spule von ,dem Abstand der mit Schraubengewinde ver- sehenen Stange 43 von der Axe der Spindel 13 abhämgt und die vorliegende Konstruktion ermöglicht, diesen Abstand leicht einzu stellen. Zuerst wird die Schraube 52 so ein gestellt, dass sich das innere Ende der Stange 43 in der .gewünschten Lage befindet.
Wenn nötig, kann die Mutter 45 gelöst und die Leitschiene 46 um ihre Axe ,gedreht werden. Es bann somit ein weiter Bereich von ver schiedenen Abständen erhalten werden.
Dar- auf wird die Schraube 56, welche die Hülse 55 hält, gelöst, und diese Hülse kann um die Schraube gedreht werden, so dass das äussere Ende der Stange 43 in einer Linie mit dem innern Ende liegt, derart, dass die Stange ganz parallel zur Spulachse ist. Wenn nötig, kann die Leitschiene aus der in Fig. 1 gezeigten Lage um 1,8;0' gedreht werden.
In einzelnen Fällen ist es nicht nötig, ,die Spindel 13 zu verschieben, wenn eine Spule mit kegelförmigem Ende bewickelt wird, indem hierbei die Leitschiene um einen ge nügenden Winkelbereich um die Hubstange gedreht wird.
Um den Gebrauch der Maschine für Hül sen oder Spulen von verschiedener Länge zu ermöglichen, ist der Arm 64 in der Längs richtung der Stange 65 einstellbar, so dass die Stelle, bei welcher die Maschine angehal ten wird, eingestellt werden kann.
Durch diese Maschine ist .es somit mög lich, Hülsen von verschiedenen Durchmessern und verschiedenen Längen zu bewickeln und auf eine Hülse ohne Kegelansatz oder eine Spule mit kegeligem Ende aufzuwinden.
Dadurch, ,dass das Schneckenrad 31 und die Hubstange als einfaches Organ ausgebil det sind, wird ein sicherer Antrieb gewähr leistet. Die Anzahl oder Länge der Lager ist vermindert, wie auch die Anzahl der sich bewegenden Teile. Es besteht auch der Vor teil, dass die Kraftübertragung von der Schnecke 1.7 für ,die Betätigung der Hub stange 40 durch :das Material des Rades selbst erfolgt und nicht durch seine Lage rung. Die nutenförmige Gestalt der Hub kurve ergibt ferner einen zwangläufigen An trieb der Hubstange in beiden Bewegungs richtungen.
Das allgemeine Ergebnis aller dieser Vorteile besteht darin, dass die dar gestellte Maschine mit so hoher Geschwindig keit betrieben werden kann, wie es bisher bei solchen Maschinen nicht erreicht wurde.