Verfahren und Maschine zum Ermitteln und Anzeichnen der Dickenverteilung von Flächengebilden, insbesondere grösseren Lederstücken. In der Leder verarbeitenden Industrie, besonders in Schuhfabriken, ist es für die richtige Auswahl der für einen bestimmten Verwendungszweck, beispielsweise für Schuh sohlen, geeigneten Einzelstücke aus einem grösseren Stück Leder, wie es von der Ger berei kommt, von grosser Bedeutung, die Ein zelstücke, beispielsweise im Wege des übli chen Ausstanzens jeweils aus denjenigen Teilen des Gesamtstückes auszuwählen,
die hinsichtlich ihrer Dicke und Dickenverteilung für den gewünschten, Zweck am besten pas sen. Es entsteht nämlich um so weniger Ab fall durch das spätere "Egalisieren" der aus gestanzten Stücke, je genauer die Dicken- verhältnisse des Leders an der ausgewählten Stelle denjenigen der gewünschten Stücke, beispielsweise einer Sohle, entsprechen. Zur Zeit geschieht das Auswählen der in dieser Beziehung möglichst günstigen Stellen aus den Häuten oder deren Teilen ganz nach dem Gefühl.
Diese Art des Vorgehens ist aber höchst unvollkommen, weil das Ergebnis ganz von der Erfahrung, der Aufmerksamkeit und der Geschicklichkeit des die Stanze bedienenden Arbeiters und ausserdem natürlich auch vom Zufall abhängt, zumal die Dickenverteilung bei jeder Haut verschieden ist.
Die Erfindung schafft hier dadurch Ab hilfe, dass man bei dem ihren Gegenstand bil denden Verfahren auf maschinellem Wege die Dicke des Arbeitsgutes an zahlreichen Stellen bestimmt und die ermittelten Werte an den betreffenden Stellen auf das Arbeits gut gleichfalls auf maschinellem Wege auf trägt.
Hierzu kann eine ebenfalls den Ge genstand der Erfindung bildende Maschine verwendet werden, die folgende Hauptteile umfasst: Ein zur Aufnahme des Arbeitsgutes ge eignetes Widerlager, mindestens eine einen quer zum Widerlager beweglichen Taster enthaltende Dickenmessvorrichtung, minde- stens eine mit .dieser in Wirkungsverbin dung stehende,
einen beweglichen Zeichen träger enthaltende Druckvorrichtung und ein die Mess- und Druckvorrichtung mit dem Wi- derlager starr verbindendes Gestell, das ein Vorbeiführen aller anzuzeichnender Partien des Arbeitsgutes an der Mess- und Druckvor richtung ermöglicht.
Die Dickenverteilung eines auf diese Weise angezeichneten Leders tritt besonders übersichtlich und anschaulich in Erschei nung, wenn man die Dickenwerte nach Art der Niveauhöhenwerte eines Messtischblattes aufträgt, derart, dass Scharen gleicher Dicken werte auf dem Leder erscheinen, die sich bei genügend dichter Anordnung zu Linienzügen entsprechend den Schicht- oder Niveaulinien einer Höhenlandkarte ergänzen.
Man kann aber die Dickenangaben auch in der Weise verteilen, dass man auf quer oder in der Längsrichtung über das Flächengebilde, z. B. eine Haut, verlaufend gedachte Linien in bestimmten Abständen, beispielsweise alle 10 cm, einen Abdruck vornimmt, der der Lederdicke an der betreffenden Stelle ent spricht. Derartige Linien kann man dann in grösserer Anzahl über die Länge bezw. Breite der Haut verteilen, derart, dass ein Linien netz entsteht, dessen Knotenpunkte die Ruf druckstellen sind.
Die letzterwähnte Art der Verteilung der Mess- und Rufdruckstellen ist in Fig. 1 der Zeichnungen veranschaulicht, während Fig. 2 ein Lederstück darstellt, bei dem die Mess- und Rufdruckstellen nach Art von Niveau linien verteilt sind.
Der Darstellung nach Fig. 1 liegt die Annahme zugrunde, dass die Abstände der Querlinien a gleich den Ab ständen der Längslinien b sind. Man kann die Querlinien a - dies gilt auch für das Schema nach Fig. 2 - auch unregelmässig über die Hautlänge verteilen, sie beispiels weise an Stellen, wo die Dicke sich sehr langsam ändert oder die Dickenverteilung besonders unregelmässig ist, dichter wählen.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 kann natür lich auch die Abstufung der Dickenwerte, die im dargestellten Falle mit 0,5 mm angenom- men ist - die eingezeichneten Zahlen bedeu ten Zehntelmillimeter - eine grössere oder kleinere sein.
In den Fig. 1 und 2 sind die Abdruck stellen der Einfachheit halber durch greise bezeichnet. In Wirklichkeit befinden sich an den betreffenden Stellen die entsprechenden Messwerte in Ziffern oder andern Zeichen. In Fig. 1 sind nur für einzelne Querreihen sowie für eine Längsreihe die Zahlenwerte eingetragen. In. Fig. 2 sind nur die die näm lichen Zahlenwertstellen verbindenden Linien (Niveaulinien) e an den Enden mit den zu gehörigen Ziffern bezeichnet.
Durch die ge strichelten Linien sind, entsprechend der üblichen Einteilung, die verschiedenwertigen Zonen (Bauch, Hinterteil, Krupon und Hals) abgegrenzt. Um diese verschiedenen Teile auch noch an der ausgestanzten Sohle oder dergleichen zu kennzeichnen, werden die auf gedruckten Ziffern zweckmässig in entspre chend verschiedenen Farben gehalten, z. B.
in Schwarz für den Bauch-, in Blau für den Hinter-, in Grün für den Krupon- und in Gelb für den Halsteil. Man kann gleichzei tig mit der Dickenmesszahl auch noch ein Kennzeichen aufdrucken, das die Herkunft des Leders aus einer bestimmten Fabrik, die betreffende Gerbart oder dergl. andeutet.
In den übrigen Figuren sind verschiedene für die praktische Ausführung des Verfah rens geeignete Maschinen beispielsweise ver anschaulicht, und zwar zeigen die Fig. 3 und 4 eine solche Maschine in Vor deransicht bezw. von der Seite gesehen;
die Fig. 5 und 6 veranschaulichen in grösserem Massstabe eine der dazugehörigen Mess- und Aufdruckvorrichtungen in Seitenansicht bezw. in einem senkrechten Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5;
die Fig. 7 bis 11 stel len Einzelheiten der betreffenden Mess- und Druckvorrichtung dar, auf die im Verlauf der Beschreibung näher eingegangen werden wird;
Fig. 12 veranschaulicht eine weitere Aus führungsmöglichkeit der Maschine; Die Fig. 13 bis 16 stellen eine dritte Aus führungsform der Maschine dar, und zwar zeigen Fig. 13 und 14 eine der Mess- -und Druckvorrichtungen dieser Maschine in den Fig. 6 und 5 entsprechender Darstellungs weise mit dem Unterschiede, dass der in Fig. 13 wiedergegebene Schnitt etwas weiter nach links verlegt und von links gesehen dargestellt ist.
Die Fig. 15 und 16 entspre chen in der Darstellungsweise den Fig. 3 bezw. 4.
Die Fig. 17 bis 21 veranschaulichen eine weitere Ausführungsform der Maschine,, bei der die Mess- und Stempelaggregate dem durch ein festes Widerlager gestützten Mess- gut, das während des Mess- und Stempelvor ganges ruht, genähert werden;
Fig. 17 und 18 stellen die betreffende Maschine in Seiten ansicht bezw. Aufsicht als Ganzes dar, wäh rend die Fig. 19 und 20 eine Mess- und Druckvorrichtung in grösserem Massstabe ver anschaulichen, und zwar zeigt Fig. 19 waag rechte Schnitte in den durch die Linien I-I, II-II, III-III und IV-IV der Fig. 20 und 21 angedeuteten Ebenen, wobei die ein zelnen Schnitte in Fig. 19 mit I,
II, III, IV bezeichnet sind, während die Fig. 20 und 21 eine der Mess- und Stempelvorrichtungen in senkrechten Agialschnitten nach der Linie V-V der Fig. 19 bezw. rechtwinklig dazu in Ansicht von der Seite darstellen.; Fig. 22 veranschaulicht eine Einzelheit;
in den Fig. 23 bis 29 ist eine weitere Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 23 die Maschine von der Seite, Fig. 24 von vorn gesehen; Fig. 25 ist ein in grösserem Mass- stabe gehaltener senkrechter Schnitt durch den obern Teil der Maschine nach HI-III der Fig. 24; Fig. 25a zeigt das Zahnrad getriebe der Fig. 25 in Ansicht von rechts gesehen;
Fig. 26 ist ein in der Ebene IV der Fig. 23 geführter senkrechter Schnitt durch eines der Mess- und Stempelaggregate; die Fig. 26a und 26b zeigen Einzelheiten des Druckstempels; Fig. 27 ist ein waagrechter Schnitt nach V-V und Fig. 28 ein. solcher nach VI-VI der Fig. 26;
Fig. 28 zeigt eine Einzelheit und Fig. 29 ein -Schaltungsschema.
Dig Fig. 30, 31 und 35 veranschaulichen eine letzte Ausführungsform, und zwar zeigt Fig. 35 in mehr schematischer Darstellungs weise und kleinerem Massstab den Gesamt aufbau der Maschine von der Seite gesehen.
während die Fig. 30 und 31 senkrechte Mit telschnitte durch eine Mess- und Druckvor richtung darstellen; Die Fig. 32, 33 und 34 veranschaulichen Einzelheiten von insbesondere mit der Ma schine nach Fig. 25 und 26 zu kombinieren den Einrichtungen, die in gewissen Fällen den Abdruck der Dickenmass werte verhin dern.
Die in den Fig. 3 bis 8 dargestellte Ma schine umfasst ein Gestell, dass sich im we sentlichen aus zwei seitlichen Böcken 1, 1 und einer die obern Enden dieser Böcke ver bindenden Traverse 2 zusammensetzt. Die Böcke 1, die ausserdem noch durch verschie dene Zugstangen 4 gegenseitig versteift sind. weisen an ihren obern Enden Lager 5, 5 zur Aufnahme der Drehzapfen 6, 6 einer Walze 7 auf, die dem zu behandelnden Leder als Widerlager und gleichzeitig zur Förderung des Leders durch die Maschine dient.
Auf dem freien Ende des linken Drehzapfens 6 (Fig. 3) sitzt ein Zahnrad 8, das mit einem kleineren, auf einer Welle 9 sitzenden Zahn- rade 10 kämmt. Auf der andern Seite des betreffenden Lagerbockes 1 trägt die Welle 9 ein Schneckenrad 11, dessen Schnecke 12 auf der Welle eines am Lagerbock befestig ten Elektromotors 13 sitzt. Durch diesen Motor, der ausser mit einem Ein- und Aus schalter zweckmässig auch mit einem Ge schwindigkeitsregler ausgerüstet ist, wird die Walze 7 angetrieben, und zwar zweck mässig in der durch den Pfeil in Fig. 4 an gedeuteten Drehrichtung.
Mit der Walze 7 arbeiten die Mess- und Abdruckvorrichtungen 14 zusammen, von denen eine in den Fig. 5 und 6 in grösserem Massstabe dargestellt ist. In Fig. 3 sind drei solcher Aggregate durch strichpunktierte Li nien angedeutet; die Anzahl ist aber beliebig. Sie hängt davon ab, wie schnell und wie genau man mit der Maschine arbeiten will.
Kommt es darauf an, eine Lederhaut schon bei einem einzigen Durchgange in der ge- wünschten Weise zu kennzeichnen, so sind so viel Aggregate 14 erforderlich, wie man Querreihen a (Fig. 1 und 2) für die Messwert- aufdrucke haben will. Kann man die Haut mehrmals durch die Maschine schicken,
so kommt man mit entsprechend weniger Mess- und Druckaggregaten aus.
Die Aggregate sind nach Art des Schlit tens eines Drehbanksupports in einer Füh rung 15 verschiebbar, die an der Traverse 2 vorgesehen ist und sich über deren ganze Länge erstreckt. Den untern Teil jedes der Schlitten durchquert eine kräftige Achse 19, die zur Lagerung von drei Schwingrahmen 20, 21 und 22 dient.
Diese Rahmen, deren Seitenwangen, wie Fig. 7 erkennen lässt; die Gestalt von Winkelhebeln haben und vorn durch je einen Steg 20a, 21a, 22a verbunden sind, enthalten in ihren waagrechten Schen keln die Lager für je eine Rolle 23, 24 und 25, von denen die Rolle 24 zum Abtasten des zwischen ihr und der Walze 7 hindurchzu- führenden Leders dient.
Die Rollen 23 und 25 dagegen sind dazu bestimmt, das Leder in der Nachbarschaft des Tasters 24 fest gegen die Walze 7 zu drücken und es auf diese Weise glatt zu halten, damit der Abstand der Tastrolle 24 von der Walze 7 immer ein genaues Mass der Dicke des Leders an der betreffenden Stelle ist. Auch die Rolle 24 muss beim Arbeiten der Maschine stets mit einem gewissen Druck am Leder anliegen. Die Anpressung der Rollen wird durch Schraubenfedern erzielt, von denen, um die Zeichnung nicht zu unübersichtlich zu machen, nur eine bei 26 in Fig. 6 angedeutet ist.
Sie greift mit ihrem einen Ende um eine Querstange 27, die die obern Enden der beiden senkrechten Schenkel 28 jedes der Schwingrahmen 20, 21, 22 miteinander ver bindet.
Das andere Ende der Feder hängt an einer Schraube 29, die durch eine Schiene 30 geht und aussen eine Flügelmutter 31 trägt, durch deren Anziehen die Spannung der Feder geregelt werden kann. Die Schiene 30, die in Fig. 5 weggebrochen gedacht ist, bildet den Verbindungssteg eines waagrecht liegenden Bügels, dessen Schenkel an den obern Ecken des Schlittens befestigt sind.
Um die Rollen 23, 24 und ?5 nach Be darf vom Leder oder von der Walze 7 ab heben zu können, ist eine Vorrichtung ge troffen, die es ermöglicht, die die Rollen tra genden Schwinghebel gemeinsam im 1'hr- zeigersinne (Fig. 6) zu drehen.
Dies geschieht mit Hilfe eines Handhebels 32, der auf einer quer über den Schlitten gehenden, in den seitlichen Schenkeln der Bügelschiene 30 ge lagerten Welle 33 sitzt und dessen unterer Arm 34 durch einen Lenker 35 mit der Quer stange 27 des zugehörigen Schwingrahmens in Verbindung steht.
Im Schlittenkasten sind in geringem Ab stande nebeneinander zwei senkrechte Platten 44, 44 befestigt, etwa durch Verschrauben mit einer senkrechten Querrippe von entspre chender Dicke, die mit dem Schlittenkasten ein gemeinsames Gussstück bildet. Diese bei den Platten dienen in der Hauptsache zur Lagerung dreier Rollen 45, 46 und 47, von denen in Fig. 5 zur Vereinfachung der Zeich nung nur die obere Rolle 47 dargestellt ist.
Die Rollen 45, 46 und 47 dienen zur Auf nahme eines endlosen Bandes 48, das im vor liegenden Falle als Schablonenband ausge bildet ist, das heisst in gewissen regelmässi gen Abständen Durchbrechungen aufweist, die Ziffern oder andere Zeichen für die fest zustellenden Dickenwerte darstellen. Die Zwischenwerte sind, wenn es sich beispiels weise um die Kennzeichnung von Rindleder handelt, den hier in Frage kommenden Dicken von 2 bis 8 mm entsprechend abge stuft. Dabei können Zwischenwerte von bei spielsweise' 0,2 mm vorgesehen sein.
Wie Fig. 6 erkennen lässt, wird das Zeichenträger band 48 in der Nähe der Stelle, wo die Tast- rolle 24 das Leder berührt, nahe an die Le deroberfläche herangeführt. Durch Nieder drücken eines Stempels, der entweder selbst ein Farbkissen trägt oder mit einem über dem Zeichenträgerbande befindlichen Farbbande zusammenwirkt,
erfolgt dann der Abdruck der jeweils an der Messstelle befindlichen Schablonenziffer oder dergleichen auf dem Leder. Die Einzelheiten dieser Einrichtung werden weiter unten beschrieben werden.
Damit das Zeichenträgerband sich hin sichtlich seiner Höhenlage stets der Leder dicke anpasst, das heisst auch bei wechselnder Dicke in demselben Abstand dicht über der Lederoberfläche vorbeigeht, sind noch zwei besondere kleinere Führungsrollen 48a vor gesehen, die, nicht wie die Rollen 45, 46, 47, an einem gegenüber der Widerlagerwalze <B>7</B> feststehenden Maschinenteile gelagert sind, sondern die Bewegung des Schwingrahmens 21 der Tastrolle 24 mitmachen. Zu diesem Zwecke sind die Rollen 48a an den untern Enden der Schenkel 49 eines Bügels 50 ge lagert, der in Blechlappen 51, 51 senkrecht geführt ist.
Diese Lappen sind an der links seitigen (Fig. 5) der beiden mit dem Schlit ten fest zusammenhängenden Platten 44 be festigt. Ein von dem waagrechten Schenkel des Schwingrahmens der Rolle 24 seitlich vorspringender Stift 52 ragt durch einen Schlitz 53 der betreffenden Platte 44 hin durch und legt sich in eine Kröpfung des Quersteges des Bügels 50.
Durch Federn 54, 54, die sich mit ihrem untern Ende gegen die betreffenden Führungslappen 51 stützen und mit ihrem obern Ende an Bunden 55 der Bügelschenkel 49 anliegen, werden der Bügel und mit ihm die Führungsrollen 48a nach oben gedrängt, derart, dass die Höhenlage des zwischen ihnen befindlichen waagrechten Teils des Bandes 48 der Auf- und Abbewe- gung des Stiftes 52 und damit derjenigen der Messrolle 24 folgt.
Damit dabei das Band 48 stets straff bleibt, sind die Lager der Rollen 45 und 46 in waagrechten Schlitzen 56, 56 geführt, in denen sie durch Federn 57, 57 nach aussen gedrängt werden. Für den Fall, dass, wie oben angedeutet, noch ein beson deres dicht oberhalb des untern Trums des Bandes verlaufendes Farbband Verwendung findet, wird dieses, wie in Fig. 6 angedeutet, ausser über die Rollen 48a noch über zwei weitere, an den obern Ecken des Bügels 50 gelagerte Rollen geführt. Es wird dann bei Verschiebung des Bandes 48 mitgenommen.
Auf der die Rolle 47 tragenden Welle 58 sitzt ein kleines Zahnrad 59, das mit einem auf einer gleichfalls in den Platten 44, 44 gelagerten Welle 60 sitzenden grösseren Zahn- rade 61 kämmt. Auf derselben Welle mit dem letzteren sitzt wieder ein kleineres Zahn rad 62, das in einen Zahnbogen mit Innen- verzahnung 68 eingreift. Dieser Zahnbogen sitzt an dem einen, und zwar dem linken (Fig. 5) Schenkel des Schwingrahmens 21 für die Tastrolle 24.
Der Zahnbogen 63 ist nach einem Kreisbogen mit der Achse der Welle 19 als Mittelpunkt gekrümmt. Auf diese Weise wird die Schwingbewegung des die Rolle 24 tragenden Rahmens und damit die der Dickenänderung des unter ihr weg bewegten Leders entsprechende Auf- und Ab bewegung dieser Rolle in einem dem Zahn radgetriebe 59, 61, 62, 63 entsprechenden Verhältnis in eine geradlinige Bewegung des Bandes 48 umgesetzt.
Dies Band stellt sich gegenüber der Berührungsstelle der Mess- walze 24 mit dem Leder, das heisst an der Abdruckstelle so ein, dass von den in dem Bande als Durchbrechungen vorgesehenen Ziffern diejenige über der genannten Stelle zu liegen kommt, die dem betreffenden Dickenmasswerte entspricht. Wird dann durch ein geeignetes Druckorgan das er wähnte, über dem Bande 48 zwischen den Führungsrollen 48a verlaufende Farbband niedergedrückt, so erfolgt auf dem Leder ein Abdruck der betreffenden Ziffer.
In den Fig. 10 und 11 ist ein Stück des als Zeichenträger benutzten Schablonenban- des dargestellt, und zwar in Fig. 10 für den Fall der Ausführung des Verfahrens nach Fig. 1, während Fig. 11 ein Band zeigt, das zur Verwendung kommt, wenn das Leder in der in Fig. 2 veranschaulichten Weise be druckt werden soll.
Das für den ersten Fall vorgesehene Druckorgan ist in den Fig. 7 und 8 in Sei tenansicht bezw. Ansicht von vorn im ein zelnen dargestellt. Es ist angenommen, dass das Druckorgan, das dem Schablonenbande bei dessen Auf- und Abbewegung gegenüber dem Leder folgen muss, an dem linken (Fig. 5) Schenkel des Schwingrahmens der Flachhalterolle 25 angebracht ist.
Sie könnte aber natürlich auch an dem rechten Schenkel des Schwingrahmens der Tastrolle 24 ange bracht sein. Im ersteren Falle muss die be treffende Platte 44 einen Ausschnitt haben, durch den die an dem Schenkel des Rahmens 22 sitzenden Führungsteile des Druckorganes in den von der Druckvorrichtung eingenom menen Raum zwischen den beiden Platten 4.4 hineinragen können. In Fig. 5 ist das Druck organ, um die Zeichnung nicht zu unüber sichtlich zu machen, weggelassen.
Wie die Fig. 7 und 8 erkennen lassen, besteht das Druckorgan aus einem am untern Ende mit einem nachgiebigen Kissen 65 versehenen Stempel 66, der in drei au dem Schwing rahmen 22 befestigten Lappen 67 geführt ist. Zwischen den beiden obern Lappen 67 sind zwei Schraubenfedern 68, 69 angeordnet, von denen die obere sich mit ihrem untern Ende gegen einen Bund 7 0 stützt.
Unterhalb des mittleren Lappens 67 ist eine seitlich vom Stempel 66 vorspringende Nase 71 vorgese hen, mit der ein Nockenrad 72 zusammen wirkt, das auf der Achse 73 der Flachhalte rolle 25 sitzt. Im vorliegenden Falle ist das Rad 72 mit fünf Nocken versehen, so dass also bei jeder Umdrehung der Rolle 25 der Stempel 66 fünfmal angehoben und nach Pas sieren der Nase 71 seitens des betreffenden Nockens durch die Feder 68 wieder nach unten geschleudert wird, wobei in Zusam menwirkung mit dem ebenfalls zur Druck wirkung gehörenden Zeichenträgerband 48 der Abdruck auf das Leder erfolgt. Durch die untere Feder 69 wird der Stempel alsbald nach erfolgtem Abdruck wieder etwas an gehoben.
Durch Einsetzen eines Nockenrades mit mehr oder weniger Nocken kann die An zahl der Abdrucke je Umdrehung und damit der Abstand der Abdrucke in den Querlinien a (Fig. 1) beliebig geändert werdgn.
Wie Fig. 10 erkennen lässt, sind die Dickenmasswerte auf dem Schablonenbande nach 0,2 mm abgestuft. Oberhalb des Scha- blonenbandes ist zweckmässig eine Blende 74 vorgesehen, deren Fenster eine Breite (in Richtung der Bewegung des Bandes) besitzt, die zweckmässig etwa gleich dem anderthalb fachen Abstande der Ziffern auf dem Bande bemessen wird, so dass, wenn der Abdruck in einer solchen Lage des Schablonenbandes erfolgen sollte,
in der sich die betreffende Ziffer nicht genau in Höhe der Messstelle be findet, auf alle Fälle mindestens eine der Ziffern vollständig erscheint. Zweckmässig enthält die Schablone am Rande noch einen dreieckigen Ausschnitt 75, der die genaue Höhe der Messstelle bezeichnet und mit auf das Leder abgedruckt wird. Ferner. erschei nen die in. der Mitte zwischen je zwei Ziffern vorgesehenen Löcher 76 als Punkte neben den Zifferabdrucken auf dem Leder.
Aus der Entfernung der nächstliegenden dieser Punkte von der Marke 75 kann man dann durch Interpolation den genauen, zwischen den beiden abgedruckten Ziffern liegenden Messwert feststellen. Die Löcher 76 können gleichzeitg zur Aufnahme von an der Rolle 47 vorgesehenen Mitnehmerstiften dienen, die die zwangläufige Mitnahme des Schablonen bandes durch die Rolle 47 sichern.
Die Rolle 47 ist zweckmässig nicht absolut fest auf ihre Welle 58 aufgesetzt, sondern unter starker Reibung, so dass eine gegen seitige Verdrehung möglich ist. Um diese zu erleichtern, ist die -Welle 58 zweckmässig über die rechte Lagerplatte 44 (Fig. 5) hin aus verlängert und hier zum Ansetzen eines Schlüssels mit einem Vierkant versehen. Durch Verdrehen der Welle 58 gegenüber der Rolle 47 kann man dann die Mess- und Druckvorrichtung nötigenfalls justieren.
In -Fig. 9 ist eine Druckvorrichtung dar gestellt, die hauptsächlich für die Verteilung der Abdruckstellen nach Fig. 2 bestimmt ist, aber auch für die nach Fig. 1 Verwendung finden kann. Hier erfolgt der Abdruck auf elektromagnetischem Wege. Der Stempel 66 ist als Kern eines Solenoids 78 ausgebildet, das an dem Schwingrahmen 22 befestigt ist. Der Stempel wird wieder durch eine Feder 79 nach oben gedrängt.
Im Stromkreise der Solenoidwicklung liegt ausser einer Batterie ein Kontakt, der durch beispielsweise auf dem Schablonenbande angebrachte Kontakt- streifen 80 (Fig. 11) geschlossen wird, so bald bei der Wanderung des Bandes einer der Streifen an dem festen Kontakt vorbei kommt.
Die Kontaktstreifen sind in der gegenseitigen Entfernung der Schablonenzif- fern entsprechenden Abständen auf dem Bande vorgesehen und die Lage des festen Kontaktes ist eine -solche, dass der Strom kreis geschlossen und damit der Stempel 66 auf das Schablonenband niedergedrückt wird, sobald eine der Ziffern in der Höhe der Mess- stelle erscheint.
Dadurch, dass man den Stem pel 66 gegen Ende seiner Abwärtsbewegung eine weitere, im Stromkreise liegende Kon taktstelle öffnen lässt, kann man leicht errei chen, dass das Niederdrücken des Stempels nur immer kurze Zeit erfolgt, so dass, auch wenn sich die Dicke des durch die Maschine laufenden Leders einige Zeit lang nicht ändern sollte, nicht etwa ein Verschmieren des Schablonenabdruckes stattfindet.
Die Kennzeichnung des Leders erfolgt in der Weise, dass man zum Beispiel eine Haut hälfte mit der Rückenseite zuerst zwischen die Walze 7 und eine in Fig. 4 mit 7a be zeichnete Gegenwalze, die zweckmässig mit entsprechender Geschwindigkeit zwangläufig mit angetrieben wird, einführt und es von den Walzen unter den verschiedenen Rollen der Mess- und Druckaggregate 14 hindurch schieben lässt. Dabei erfolgt das Messen der Dicke und das Abdrucken der gemessenen Werte in Querlinien a, deren Anzahl der Zahl der vorhandenen Aggregate entspricht.
Sind soviel Aggregate vorhanden, wie Mess- linien a gewünscht werden, so ist die betref fende Hälfte bei einem Durchgang durch die Maschine fertig angezeichnet. Ist die Ma schine dagegen mit einer geringeren Anzahl von Aggregaten 14 ausgerüstet, so muss das Leder entsprechend häufiger hintereinander nach jedesmaliger seitlicher Verschiebung der Aggregate durch die Maschine geschickt werden.
Das Verfahren beschränkt sich natürlich nicht auf die Behandlung von Leder, kann vielmehr auch auf anderes flächiges Arbeits gut, beispielsweise Kunstleder, Pappe und dergl., Anwendung finden.
Handelt es sich um besonders starres und dabei welliges Ma terial, so kann es sich empfehlen, als Unter lage oder Widerlager für das Gut nicht, wie in dem beschriebenen Falle, eine einheitliche durchgehende Walze zu benutzen, sondern, wie in Fig. 12 veranschaulicht, jeder Tast- rolle 24 eine besondere Gegenrolle 87 zu zuordnen, deren Lager mit dem Träger der Tastrolle ein starres Ganzes bildet, wobei alle Gegenrollen zusammen das Widerlager bil den.
Bei der Ausführung nach Fig, 12 sind die Rollen 24 und 87 an dem Ende der Schenkel eines nach Art des Mauls einer Blechschere ausgebildeten Gusskörpers 88 ge lagert, der auf dem gegenüberliegenden Ende um eine Achse 89 schwingen kann, die in einem Lager 90 ruht. Mit dem freien Ende des untern Schenkels liegt der Körper 88 unter Zwischenschaltung einer Feder 91 auf einem Bocke 92 auf.
Durch ein Gegengewicht 93 ist dafür gesorgt, dass das Gewicht des vordern, die Mess- und Druckeinrichtung tra genden Teils des Körpers 88 die Auf- und Abbeweglichkeit des letzteren nicht erheblich beeinträchtigt. Die Mess- und Druckvorrich tung 14 kann im wesentlichen so ausgebildet sein, wie oben gelegentlich Erläuterung der ersten Ausführungsform beschrieben.
Ent sprechend der senkrechten Führung der Tast- rolle 24 erfolgt hier die Umsetzung der Messbewegung dieser Rolle in die Verschie- bungsbewegung des Zeiehenträgerbandes 48 mit Hilfe einer an dem senkrecht geführten Lager der Rolle 24 sitzenden Zahnstange 94, die in ein Ritzel 95 der Antriebswelle 47 des Bandes 48 eingreift, das durch die Rollen 45 und 46 über dem zwischen den Rollen 24 und 8 7 eingeführten Leder 96 waagrecht aus gespannt gehalten wird.
Das Leder wird wie der mit Hilfe von Walzen 97 zwischen den Rollen 24 und 87 hindurchgezogen oder -geschoben.
Auch in diesem Falle können von den Mess- und Druckaggregaten, zu deren jedem ein Körper 88 gehört, entweder so viel vor handen sein, wie Messlinien für das Leder vorgesehen sind oder aber auch weniger. Im letzteren halle muss dann das Leder nach jedem Durchgange um ein dem Abstande der Messlinien entsprechenden Mass relativ zu den Aggregaten seitlich verschoben werden.
Die in Fig. 1.3 und 14 dargestellte Mess- und Druckvorrichtung entspricht im allge meinen der in den Fig. 6 und 5 veranschau lichten. Die Bezugszeichen der übereinstim menden Teile sind die gleichen.
Ein Unter schied besteht darin, dass der Rahmen 67, an dem die Hilfsführungsrollen 48a für das Zei- chenträgerband 48 gelagert sind, beim Sen ken der Tastrolle 24 vom Rahmen 21 nicht zwangsläufig mitgenommen wird, sondern durch Vermittlung einer Feder 53 (Fig. 13), die einerseits an dem mittleren Quersteg 67a des Rahmens 67, anderseits an einem Stift 52 angreift, der durch einen Ausschnitt der linksseitigen Platte 44 (Fig. 14) hindurch ragt und mit der rechten Platte des Rahmens oder Winkelhebels 21 der Tastrolle 24 fest verbunden ist.
Ein zweiter Stift 52a, der an dem linken Schenkel des rechten Winkel hebels 28 der Flachhalterolle 25 sitzt, ragt durch einen Ausschnitt 158 der rechtsseitigen Platte 44 und greift unter den mittleren Steg 67a des Rahmens 67.
Der Zweck dieser Einrichtung ist folgender: Es kann beim Durchführen des zu kennzeichnenden Leders oder dergl. durch die Maschine vorkommen, dass beispielsweise auf der linken Seite das Leder an der Flachhalterolle 23 und der Tastrolle 24 mit seinem linken Rande vorbei ' geht, so dass also die genannten Rollen ihre tiefste Lage einnehmen, während die Druck vorrichtung und die rechte Flachhalterolle 25 sich in der der Dicke des Leders entsprechen den Höhenlage befinden.
Das würde, soweit die Druckvorrichtung in Frage kommt, nicht möglich sein, wenn deren Rahmen sowie der Rahmen zur Lagerung der Hilfsführungsrol len 48a, wie im Falle der oben beschriebenen Ausführungsform unmittelbar, mit den die Tastrolle 24 bezw. die betreffende Flach halterolle 25 tragenden Winkelhebeln ver bunden wäre.
Bei der in den Fig. 13 und 14 veran schaulichten Ausführung ist der Druckstem- pel 66 nicht, wie im oben beschriebenen Falle, in einem besonderen Rahmen geführt, vielmehr dient der Rahmen 67, der die Hilfs führungsrollen 48a trägt, gleichzeitig zur Führung des Stempels 66.
Der Rahmen<B>6</B>7 ist zwischen vier Rollen oder Streifen 5-1 (Fig. 13) geführt, die in entsprechenden gegenseitigen Abständen zwischen den den Rahmen 21 der ersten Ausführungsform bil denden Platten angeordnet sind. Im übrigen sind diese Platten ebenso wie die entspre chenden Platten, die die Winkelhebel 28 zur Lagerung der Flachhalterollen 23 und 25 bil den, durch Stehbolzen 159 starr miteinander verbunden.
Die Federn 68 und 69, deren Anordnung dieselbe wie bei der oben be schriebenen Ausführung ist, sind in Fig. 14 der grösseren Deutlichkeit halber weggelas sen. Das Zeichenträgerband 48 besteht im vorliegenden Falle aus Gummi von solcher Elastizität, dass das untere, über das Leder hinweg laufende Trum durch die Hilfsfüh- rungsrollen 48a gesenkt werden kann, ohne dass die Führungsrollen 45, 46 - nachgiebig gelagert sein müssten. Das Band 48 ist mit nach aussen vorspringenden Ziffern entspre chend den abzudruckenden Messwerten ver sehen,
ausserdem mit einer Art Masseintei lung (Fig. 22). Das Band läuft an einer Anfärbrolle 155 vorbei, die der Führungs- rolle 46 gegenüber liegt, und die durch eine Farbrolle 156 mit Farbe versehen wird. Die Rolle 155 wird zweckmässig dauernd unter leichtem Druck gegen das Band 48 gedrückt gehalten.
Am untern Ende des Druckstem pels 66 ist eine Druckplatte 65 vorgeseben, die an der einen Seite (Fig. 14) einen Vor sprung 65a aufweist, der im Querschnitt ent sprechend der in Fig. 22 mit 65b bezeich neten Marke gestaltet ist, und dessen Länge und Dicke der Dicke des Bandes 48 ent spricht.
Es wird also, wenn der Stempel 66 in der oben beschriebenen Weise beim Ab schnappen des Mitnehmers 71 von dem be treffenden Nocken der Nockenscheibe 72 durch die Feder 68 nach unten geschnellt wird, das Band 48 auf das Leder gedrückt, wodurch der Abdruck der jeweils unter der Druckplatte 65 befindlichen Stelle des Ban des erfolgt.
Gleichzeitig markiert der Vor- sprung 65a der Druckplatte, der auf der Un terseite gleichfalls angefärbt sein kann, oder für den ein Farbband vorgesehen ist, die Marke 65b (Fig. 22) auf dem Leder, und zwar an der dauernd festliegenden Stelle, die von der durch die Berührung der Tastrolle 24 mit dem Leder gegebenen eigentlichen 331essstelle in einem geringen festen Abstande liegt. Die Unterseite des die Lagerstellen für die Hilfsrollen 48a enthaltenden Rahmen teils 67b ist bis auf einen rechteckigen Aus schnitt 57 (Fig. 22) geschlossen.
Es kommt also von dem Typenbande 48 nur eine diesem Ausschnitt entsprechende Stelle zum Ab druck. Die abgedruckten Zeichen des Bandes 48 sind in Fig. 22 stark ausgezogen, während die nicht mit abgedruckten Zeichen in ge strichelten Linien dargestellt sind. Fig. 22 lässt erkennen, dass es auf diese Weise mög lich ist, ohne allzu grosse Übersetzung in dem die Hubbewegung der Tastrolle 24 in die Verschiebungsbewegung des Zeichenban des 48 umsetzenden Getriebe Bruchteile der durch Ziffern bezeichneten Messwerte be quem abzulesen.
Im vorliegenden Falle sind die Messzahlen von fünf zu fünf Zehntel millimeter abgestuft und die Abstände zwi schen den Messziffern noch in fünf Zehntel millimeter eingeteilt. Die mit abgedruckte feste Marke 65b gibt dann beispielsweise an, dass der genaue Messwert im Falle der Fig. 22 etwa bei 2,4 mm liegt.
In der Nullstellung des Typenbandes 48, wenn also nicht gemessen wird, liegt die Messzahl Null unterhalb der Stempelplatte 65. Beim Messen verschiebt sich das Band 48, wie erwähnt, entsprechend der Leder dicke, und zwar im vorliegenden Falle im Sinne des Pfeils in Fig. 13. Dabei läuft das Band 48 nur mit denjenigen Ziffern an der Anfärberolle 155 vorbei, die in der Nullstel lung des Bandes sich (im Sinne der Be wegungsrichtung des Bandes gerechnet) vor der Anfärberolle befinden.
Damit nun auch die zwischen dieser Stelle und der Stempel stelle befindlichen Ziffern oder zum minde- sten die höherwertigeren dieser Ziffern an gefärbt werden, ist in der Widerlagerwalze 7 gegenüber der Tastrolle 24 eine Ausfräsung 157 vorgesehen, in die die Tastrolle 24 sich senken kann, wenn sich kein Leder in der Maschine befindet.
Entsprechend dieser über die Nullage hinausgehenden Senkung tritt auch eine Verschiebung des Typenbandes 48 über seine Nullage hinaus ein, das heisst auch die normalerweise nicht von der Anfärbrolle berührten Ziffern werden durch die Rolle angefärbt.
Für stark verbeultes sehr dickes Leder genügen die Rollen 23, 25 unter Umständen nicht, um das Leder flach auf die Wider- lagerwalze 7 zu drücken. Für diesen Fall sind noch besondere Walzen 55 (Fig. 15 und 16) vorgesehen, die vor den Flachhalterollen angeordnet sind und in Lagern 55a laufen, die in radialen Führungen 55b verschiebbar sind und durch starke Federn 55c auf die Walze 7 zu gedrückt werden. Die Führun gen 55b sind in von dem Gestellteil 2 nach vorn vorspringenden Wangen 56 vorgesehen.
Bei der in Fig. 15 und 16 veranschaulichten Ausführungsform sind im übrigen die Mess- und Druckaggregate 14 fest mit dem Gestell teil 2 verbunden. In diesem Falle kann in jedem Aggregat .die rechte Flachhalterolle 25 (Fig. 14) in Fortfall kommen, bezw. es kann sich an diese Rolle nach rechts ohne weiteres die nächste Tastxolle 24 anschlie ssen, so dass die Stempelstellen (in Richtung der Achse der Walze 7 gerechnet) noch dich ter aneinander gerückt werden können.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 17 bis 21, die speziell zur Behandlung von besonders dickem, hartem und beuligem Le der bestimmt ist, sind die Mess- und Druck aggregate 14 in grosser Anzahl über eine Platte 103 verteilt (Fig. 17 und 18), die mit einer unter ihr liegenden, durch ein Gestell 101 abgestützten Platte 102 einen Zwischen raum 107 bildet, dessen Höhe nur etwas grö sser ist als die grösste Dicke des zu messenden Leders oder dergleichen.
Das Messgut wird in diesen Schlitz 104 eingeschoben, und die Messung und Stempelung erfolgt durch Sen kung der Mess- und Druckorgane bis zur Be rührung mit der Lederoberfläche. Damit das Leder beim Messen dicht auf der Widerlager- platte 102 aufliegt, sind auch in diesem Falle zweckmässig wieder Flachhalteorgane vor gesehen.
Diese bestehen hier aus hohlkolben- artigen zylindrischen Körpern 111 (Fix. 19 bis 21), die in nach oben aus der Platte 103 vorspringenden Sockeln 108 geführt sind. Die Führung erfolgt, abgesehen von den zy lindrischen Bohrungen der Sockel 108, durch drei von der Oberkante jedes der Kolben 111 vorspringende Lappen 112, durch deren Boh- zungen Führungsstangen 113 gehen, die in dem betreffenden Sockel 108 befestigt sind.
Der Kolben 111 wird durch unterhalb der Lappen 112 vorgesehene, die Stangen 113 um gebende Federn 114 nach oben gedrängt. Von jedem der Sockel 108 ragen nach oben zwei Ständer 115, sowie ein Lagerkörper 115a, und auf diesen Teilen ist mit seiner Grund platte 116 ein Lagerbock aufgeschraubt, des sen Wangen 117, 118 zur Lagerung der Welle 58 für die Scheibe 47 sowie der Welle 60 für das Zahnrad 61 dienen.
Das Zahnrad 61 steht, wie in den oben beschriebenen Fäl len, mit einem Ritzel 59 der Welle 58 in Ein griff, und ein auf der Welle 60 sitzendes Ritzel 62 kämmt mit einer Zahnung 119, die am obern Ende einer Spindel 120 vorgesehen ist.
Diese Spindel, die am untern Ende einen der Mess- und Tastrolle 24 der früher be schriebenen Ausführung entsprechenden -Kol ben 121 trägt, ist einerseits in dem Hohlkol ben 111, anderseits dadurch geführt, dass eine im Lagerbock 118 gelagerte Rolle 134 sie gegen das Ritzel 62 drückt.
Eine in einem Hohlraum des Kolbens 111 vorgesehene Fe der 122 drängt den Tastkolben 121 nach unten. Auf der Spindel 120 führt sich eine als Mitnehmer für den Kolben 111 wirkende Scheibe 124, deren Nabenteil zwei Zapfen 125 besitzt, die in Langlöcher eines gegabel- ten Hebels 126 eingreifen, der auf einer in einem Bocke 115a gelagerten Welle 127 sitzt.
Diese Welle läuft, wie aus Fig. 19 er sichtlich, über die betreffende Reihe von Aggregaten in der Querrichtung durch und trägt, wie in Fig. 19 für das Aggregat vorn links angedeutet, für jedes Aggregat einen Hebel<B>128,</B> an den mittels eines Zapfens 129 eine Stange 130 angeschlossen ist.
Die Stan gen 130 werden durch eine zeichnerisch nicht dargestellte Einrichtung, die beispielsweise aus einer durch einen Motor angetriebenen Nocken- oder Mitnehmerwelle besteht, derart hin und her bewegt, dass die Hebel 126 und damit die Mitnehmerscheibe 124 eine Auf- und Abbewegung von gewissem Ausmass er fahren.
Die Scheiben 124 können durch Ver mittlung einer Feder 131 auf den Kolben<B>111</B> und durch Vermittlung einer zweiten schwä cheren Feder 133 auf einen gleichfalls auf der Stange 120 geführten zweiten Mitnehmer 132 einwirken. Die Bewegung der Stange 120 nach unten wird durch einen Bund<B>123</B> begrenzt.
Der Mitnehmer 132 dient zur Betätigung des Stempelkolbens 135 (Fix. 21), der in einer exzentrisch zu der den Tastkolben 12t aufnehmenden Bohrung liegenden Bohrung des Kolbens 111 geführt ist und mit einer Stange 134 in den obern Hohlraum dieses Kolbens ragt. Das obere Ende der Stange 134 liegt im Bereich der Mitnehmerscheibe 132, so dass, wenn die letztere sieh senkt, der Kolben 135 entgegen der Wirkung einer ihn nach oben drängenden Feder 136 nach unten gedrückt wird, wodurch der Abdruck der auf einem unterhalb des Kolbens hindurchgehen den Typenbande 48 vorgesehenen Zeichen auf das Leder erfolgt.
In den Fig. 20 und 21 ist die Einrich tung mit vollständig gesenktem Flachhalte- und Tastkolben dargestellt, das heisst also für den Fall, dass die Dicke des Messgutes gleich Null ist. Das.
Band 48, das im vorliegenden Fall auch wieder in. sieh nachgiebig ist, läuft durch eine unterhalb des Druckkolbens 135 im Flachhaltekolben 111 vorgesehene Nut, um zwei in Aussparungen 137 der Platte 103 gelagerte Führungsrollen 45, 46 und zwei weitere, an Böcken 138 gelagerte Führungs rollen 139 über die Scheibe 47. Mit den Füh rungsrollen 139 arbeiten Anfärberollen 14(,' und Farbrollen 141 zusammen, von denen in- Fig. 20 und 21 nur je eine dargestellt ist.
Die Wirkungsweise ist folgende: Nach dem das Leder oder dergl. in den Schlitz 107 eingeschoben ist, was zweckmässig mit Hilfe von vor der vordern Öffnung des Schlitzes angeordneten, motorisch angetriebenen Rol lenpaaren geschieht, werden die Mitnehmer- scheiben 124 sämtlicher Aggregate gesenkt. Dies geschieht dadurch, dass auf die Stangen 130 in Richtung des Pfeils der Fig. 19 durch Vermittlung der oben erwähnten, in der Zeichnung nicht dargestellten Nocken oder Exzenter ein Zug ausgeübt wird.
Die Scheibe 124 jedes Aggregates übt bei der Abwärts bewegung durch Vermittlung der Feder 131 einen Druck auf die Kolben 111 aus, wo durch das Leder an der betreffenden Stelle mit einer der Feder 131 entsprechenden Kraft auf die Widerlagerplatte 102 aufgepresst wird. Vor Beendigung der Abwärtsbewe gung der Scheibe 124 übt diese durch Ver mittlung der Feder 133 sowie des Mitnehmers 132 auch auf den Taststempel 121 einen federnd nachgiebigen Druck aus, so dass die ser Stempel mit entsprechendem Druck auf das Leder aufgepresst wird.
Kurz vor Be endigung des Abwärtshubes des Mitnehmers 132 wirkt dieser auf die Stange 134 des Druckkolbens<B>1,35</B> ein, der seinerseits das Typenband 48 auf das Leder presst, wodurch der Abdruck der Dickenmesszahl in der oben beschriebenen Weise zustande kommt. Die Rückführung der Teile in ihre Ausgangslage wird durch die Federn 136, 131 und 114 bewirkt.
Um einerseits den das Senken der Kolben 111 bewirkenden Antrieb nicht zu sehr zu belasten und anderseits auch die die Aggre gate 14 tragende Platte 103 nicht übermässig zu beanspruchen, kann es sich empfehlen, die Drücke auf die Scheiben 124 durch Vermitt lung der Hebel 126 nicht gleichzeitig, son dern nacheinander wirken zu lassen,
was durch entsprechende Versetzung der die Be wegung der Stangen 130 vermittelnden Nok- ken oder dergl. erreicht werden kann. Statt mit Hilfe der Stangen 130 und der Hebel 126 kann das Abwärtsdrücken der Scheiben 124 und damit der Flachhalte-, Tast- und Druckkolben auch in. anderer Weise, z. B.
mit Hilfe der in den Fig. 17 und 18 ver anschaulichten Bolzen 142, bewirkt werden, die in der Zahl der Aggregate entsprechen der Anzahl von der Unterseite einer gemein samen Platte 104 vorspringen und mit den Scheiben 124 beim Senken der Platte in Ein griff treten. Das Senken der an vier Zapfen 105 geführten Platte 104 kann mit Hilfe einer beispielsweise an der Decke des betref fenden Raumes angebrachten hydraulischen Presse 106 erfolgen.
Die vorstehend beschriebene Maschine be sitzt besonders grosse Leistungsfähigkeit, in sofern als durch Senken der Platte 104 dasselbe gilt natürlich auch für die in den Fig. 19 bis 21 dargestellten Aggregate sämtliche Messungen und Stempelung für die ganze Lederfläche in nur einem Arbeitsvor- gange erfolgen können. Will man sich mit einer geringeren Leistung begnügen, so kann man die Platten 103 und 104 durch entspre chende Traversen ersetzen, die nur eine Reihe oder wenige Reihen von Aggregaten 14 auf weisen,
und das zu behandelnde Leder durch den natürlich gleichfalls entsprechend kürzer gehaltenen Zwischenraum 107 absatzweise hindurchführen, derart, dass nach jedem Nie dergange der beweglichen Traverse ein Vor schub erfolgt. Auch könnte man entspre chend der oben am Schluss der auf die Aus führung nach Fig. 1 bis 12 bezüglichen Er läuterung angedeuteten Behandlungsweise auch nur eine oder einzelne in der Querrich- tung des Tisches (Fig. 17, 18) verlaufende Reihen von Aggregaten 14 vorsehen und das Leder nach jeder Bedruckung um ein dem gewünschten Abstand der Abdruckreihen a (Fig. 1)
entsprechendes Mass seitlich ver schieben.
Der allgemeine Aufbau der in den Fig. 23 bis 29 dargestellten Maschine ist, wie die Fig. 23 und 24 erkennen lassen, ähnlich wie in den Fällen der Fig. 3, 4 sowie 15, 16.
Im vorliegenden Falle sind nur sechs Mess- und Stempelaggregate vorgesehen, von denen in Fig. 24 nur eines, und zwar das auf dem linken Ende der Maschine, zeichnerisch dar gestellt ist, während von den übrigen nur die Mittellinien durch strichpunktierte Linien angedeutet sind. Die Aggregate sind in eine sie aufnehmende, aus zwei U-Eisen 204, 205 bestehende Traverse eingebaut.
Man muss also auch in diesem Falle, wenn die Abdruck reihen einen geringeren Abstand als den der Aggregate haben sollen, das Leder wieder holt durch die Maschine schicken und es dabei jedesmal seitlich um ein dem gewünsch ten Abdruckreihenabstand entsprechendes Mass verschieben. Will man schneller arbei ten, so muss man entsprechend mehr Aggre gate vorsehen.
Die Tast- und Flachhalterollenträger 201, 202, die hier geradlinig auf und ab beweglich angeordnet sind, bestehen aus vierkantigen Stahlstäben, die am untern Ende zur Auf nahme der Rollen, von denen in Fig. 26 nur die linken, 203, dargestellt ist, gegabelt sind. Es sind nur zwei Rollenträger und entspre chend auch nur zwei Rollen für jedes Mess- und Stempelaggregat vorgesehen.
Die Rol lenträger 201, 202 sind zwischen den beiden sich über die ganze Länge der Maschinen er streckenden U-Eisen 204, 205 geführt und zwar mit Hilfe von Rollen 206, 207, 208, 209, 210, 211, sowie zweier losen Walzen 212, 213. Die Rollen 208 bis 211 sind in den Stegen der U-Eisen, die Rollen 206, 207 in besonderen, von unten an die Flansche der U-Eisen angeschraubten Böcken 214, 215 ge lagert. Oben sind die Rollenträger mit nach innen gerichteten Auslegern 201a,<I>202a</I> ver sehen, von denen der erstere mit einer Stell schraube 201b auf dem letzteren aufruht.
und zwar in solcher Höhenlage, dass der un tere Scheitel der Rolle 203, die sowohl zum Flachhalten des Leders an der Messstelle, als auch zum Messen selbst dient, etwa 1 mm tiefer liegt als der Scheitel der - nicht dar gestellten - Rolle des Trägers 202. Der Zweck dieser Einrichtung wird weiter unten erläutert werden.
Das Aufpressen der Rol len auf das zu behandelnde Leder, das wie der über eine Widerlagerwalze 216 läuft, er- folgt mittels zweier kräftiger Schrauben federn 217 (Fig. 24), die auf die obern, mit Zentrierungszapfen 218 versehenen Enden des Trägers 201 einwirken und sich ihrerseits gegen eine auf die obern Flansche der U-Eisen 204, 205 aufgeschraubte Platte 219 stützen.
Die Führung der Träger 201, 202 an den untern Enden erfolgt innen nicht durch Rol len nach Art der Rollen 208, 211 für die obern Enden, sondern mit Hilfe zweier loser Walzen 212, 213, um möglichst viel Platz für die kräftige Ausbildung der im Betriebe in axialer Richtung unter Umständen sehr stark beanspruchten Gabelteile der Träger 201, 202 zu schaffen. Bei dieser Einrichtung werden also in der Achsrichtung auf eine der Rollen, z.
B. die Rolle 208, ausgeübte Drucke über den betreffenden Träger 201, die Wal zen 212, 213 von dem andern Träger 202 aufgenommen und von diesem über die Rolle 207 auf das Maschinengestell übertragen. Dabei nehmen die Walzen 212, 213 in axialer Richtung erheblich weniger Platz ein als die Rollen 208, 211, so dass die Gabelteile der Träger 201, 202 entsprechend kräftig gehal ten werden können, ohne dass der Abstand zwischen Mess- und Stempelstelle entspre chend vergrössert werden müsste. Die Wal zen 212, 213 rollen lose zwischen den ihnen zugekehrten Seiten der Träger 201, 202. Da mit dabei keine glemmungen auftreten kön nen, ist jede Walze durch zwei Federpaare 212a und 212b nach oben und unten abge stützt.
Die obern Enden der Federn legen sich gegen den waagrechten Steg<I>220a</I> eines Rähmchens 220 (Fig. 28a), das bei 220b an dem Träger 201 befestigt ist, während die untern Enden auf zwei Winkelstücken 221 aufliegen, die am Träger 202 sitzen. Durch zwei senkrechte Stege 220e werden die Wal zen 212, 213 auf den innern Stirnenden ge führt; mit ihren äussern Stirnenden liegen sie lose an den betreffenden Innenflächen der Stege der U-Eisen 204, 205 an.
Wie erwähnt, sind für jedes Aggregat nur zwei Rollen 203 vorhanden, von denen die linke (Fig. 26) gleichzeitig zum. Flach- halten und Messen, die rechte nur zum Flach halten dient. \Werden aber die Aggregate nicht, wie in Fig. 24 veranschaulicht, mit grösseren Abständen, sondern dicht nebenein ander angeordnet, so kann auch die rechte Rolle gleichzeitig als IVlessrolle dienen, und zwar für eine rechts benachbarte Stempelvor richtung; auch könnten die Träger 201 und 202 starr miteinander verbunden sein.
Die in den Fig. 25 und 26 dargestellte Ausführung weist eine Vereinfachung der Bauart insofern auf, als die Druckvorrich tung einschliesslich der Stempelbandführung nicht, wie im Falle der Ausführungen nach Fig. 5 bis 8, sowie 13 und 14 an einem be sonderen Rahmen, sondern unmittelbar am Messrollenträger 201 gelagert ist, sö dass sie dessen Auf- und Abbewegungen ohne wei teres mitmacht. Dadurch lässt sich auch die Stempelstelle noch dichter an die Messstelle heranbringen.
Die Stempelung erfolgt im vorliegenden Falle auf elektromagnetischem Wege. Das Solenoid 222 besteht aus einer die Drahtwicklung aufnehmenden Spule, deren Flansche 222a durch ein zentrales Röhrchen 222b miteinander verbunden sind. Das Ganze wird mit Hilfe einer Platte 222c an dem Träger 201 angeschraubt.
Oben und unten sind an den Flanschen 222a Eisen platten<I>222d</I> befestigt, die zusammen mit dem benachbarten Eisenmaterial der U-Eisen- stege den Kraftlinienschluss vermitteln. Die Platten<I>222d</I> sind in der Mitte für den Durchgang des Stempelbolzens 223 durch brochen.
Die obere Durchbrechung 222e ist erheblich grösser als die untere; sie wird in der Tiefststellung des Bolzens 223 durch den an diesem sitzenden Anker 223a überbrückt, wodurch ein kräftiger magnetischer Zug er reicht wird. Der obere Teil des Stempelbol zens besteht bis zu der mit 224 (Fix. 25) bezeichneten Trennlinie aus weichem Eisen, der untere aus Messing oder anderem, nicht oder schwach magnetischem Material.
Der das Druckorgan bildende Stempel oder Bol zen 223 hängt an einer bei 224 am Ausleger 202a des Trägers 202 befestigten Feder 225 und wird ausserdem durch in den Flanschen 222a der Solenoidspule sowie in den Stegen 220a des Rähmchens 220 vorgesehene Durch brechungen geführt;
er endet unten in ein Kopfstück 228b (Fix. 26a), dessen untere Hauptfläche beim Stempeln auf das unter dem Bolzen hindurchgeführte Typenband <B>26</B> wirkt, das er zusammen mit dem unter 22 diesem herlaufenden, in Fig. 25 durch die strichpunktierte Linie 227 angedeuteten Farbbande auf das Leder drückt, wodurch der Stempelabdruck zustandekommt. Das Stempelband 226,
das zweckmässig wieder aus Kautschuk besteht und die Messzahlen nebst massstabartiger Unterteilung in er habenen Typen aufweist, ist über zwei Füh rungsrollen 228, das Farbband 227 über zwei Führungsstifte 229 geführt, die an einem mit dem untern Ende des rechten (Fix. 26) Gabelschenkels 216a des Trägers 201 ver bundenen Schilde sitzen. Die Rollen 228 lau fen auf Zapfen 228a, die je eine Verlänge rung eines das Schild 230 mit einem zweiten, an dem andern Gabelschenkel 201c befestig ten Schilde 231 verbindenden Bolzens 282 bilden.
Die Stifte 229 bilden die Verlänge rung vom Bolzen 233, die gleichfalls die Schilder 230 und 231 miteinander verbinden. Das Schild 280 ist, wie besonders Fig. 26 erkennen lässt, längs des untern Randes nach der Messrolle 208 zu abgekröpft, um Platz für eine Nase 228c des Kopfes<I>223b</I> des Stempelbolzens 223, sowie für das Farbband 227 zu schaffen, das sich der Breite nach über die Breite des Stempelbandes nach links (Fix.
26a) hinaus erstreckt, um beim Stem peln von der Nase 223c erfasst zu werden, die neben der gestempelten Ziffer einen pfeil artigen Index auf das Leder abdruckt, der die genaue Lage der Messstelle in bezug auf den Ziffernabdruck angibt.
Am obern Ende des den Kern des Sole noids bildenden Bolzens 223 ist ein seitlicher Ausleger 234 vorgesehen, an dem eine Klemmschraube 235 sitzt, deren Gewinde stift 236 durch den Ausleger nach unten durchgeführt ist und am untern Ende eine Kontaktspitze aufweist, die mit einem in einer Ausnehmung der Platte 222d sitzenden Kontaktplättchen 287 in Berührung treten kann.
Die Klemmschraube 235 sowie ihr Gewindestift 236 sind gegenüber dem Aus leger 234 elektrisch isoliert und durch eine von unten in eine Ausnelimung des Aus legers eingelassene Scheibe 238 aus Weich kautschuk geführt, gegen die sich eine auf das untere Ende des Stiftes 236 aufge schraubte Mutter legt.
Die beschriebene Kon- taktvorrichtung liegt (Fig. 29) im Neben schluss zu dem Solenoidstromkreise, derart, dass dieser kurzgeschlossen und somit die An zugskraft des Solenoids unterbrochen wird, sobald der Stift 236 die Kontaktplatte 237 berührt.
Die Verhältnisse sind so getroffen, dass dies geschieht, sobald der Stempelkopf <I>223b</I> das Zeichenträgerband 226 mit dem Farbband 227 genügend stark auf das Leder gedrückt hat, wobei anderseits die Elastizi tät des Materials des Zeichenträgerbandes, anderseits die Elastizität der Kautschuk scheibe 238 der Kontaktvorrichtung einen gewissen Spielraum lässt.
Durch die beschrie bene Einrichtung wird erreicht, dass der Druckstempel sofort, nachdem ein genügen der Abdruck erfolgt ist, durch seine Feder 225 wieder zurückgezogen wird, so dass nur eine momentanweise Betätigung der Druck vorrichtung und daher keine Verwischung des Abdruckes durch das sich ununterbro chen, wenn auch langsam unter dem Stem pel vorbeibewegende Leder stattfindet. In den Solenoidstromkreis ist ausser der Strom quelle 240 noch eine Kontaktvorrichtung ein geschaltet,
die beispielsweise eine Bürste 241 enthält, die mit an der Widerlagerwalze 216 angebrachten Kontakten 241a zusammen wirkt, derart, dass bei jedem Kontaktschluss der Solenoidstromkreis geschlossen und da mit der Stempelbolzen 223 angezogen wird. Durch Auswahl eines von mehreren auf der Walze 216 vorgesehenen Kontaktkreisen mit verschiedenen Kontaktabständen kann der Abstand der Stempelaufdrucke auf dem Le der nach Belieben geändert werden.
Die Ver schiebung des Bandes 226 entsprechend der jeweils gemessenen Lederdicke erfolgt wie der mit Hilfe einer Scheibe 242, die durch eine Zahnradübersetzung von dem Tastrollen- träger 201 aus in Drehung versetzt wird. Zu diesem Zwecke ist der Träger in der Nähe des obern Endes bei 243 als Zahnstange aus gebildet. In die Zahnung greift ein Zahn rad 244 ein, das anderseits mit einem Ritzel 245 kämmt (Fig. 25a).
Die Ritzelwelle 246 trägt ein Zahnrad 247, das in ein auf der Welle 248 der Scheibe 242 sitzendes Ritzel 249 eingreift. Die Zahnradwellen sind zwi schen zwei Platinen 250 gelagert, die durch Stehbolzen 251 gegeneinander abgesteift und mittels Schrauben 252 am Stegteil des U-Ei- sens 205 befestigt sind.
Das Band 226 ist durch Bohrungen 253, 254, 255 der U-Eisen und über an diesen ge lagerte Rollen 256, 257, 258 geführt. Das Farbband 227 läuft gleichfalls über - in der Zeichnung nicht dargestellte - Füh rungsrollen und durch Bohrungen der Flanschteile der U-Eisen auf Vorratsrollen auf, die auf den U-Eisenflanschen gelagert sind und zum Beispiel von der Widerlager- walze 216 oder ihrem Antriebe aus durch ein Schaltgetriebe periodisch um eine geringe Teildrehung fortgeschaltet werden.
Zweck mässig ist die Schalteinrichtung so beschaf fen, dass nach jedem Stempelabdruck eine Fortschaltung erfolgt.
Bei der Verarbeitung von Hauthälften werden diese zweckmässig mit der Rücken kante voran in die Maschine eingeführt, da diese Kante im Gegensatz zur Bauchkante geradlinig verläuft. Da die Rückenkante aber sehr dick und scharf abgesetzt ist, würde sie nicht ohne weiteres unter die Tast- und Flachhalterollen einlaufen, die ja mit um so stärkerem Druck gegen das Leder ge- presst werden, je dicker dieses ist.
Um die ser Schwierigkeit zu begegnen, ist eine Ein richtung getroffen, die es ermöglicht, sämt liche Rollen willkürlich von der Widerlager- walze 216 abzuheben und in mehr oder weni ger grosser Entfernung von ihr festzuhalten. Zu diesem Zwecke ist für jeden Rollenträger - bezw. bei der in Fig. 26 veranschaulichten Abstützung des einen Trägers durch den an- lern nur für jeden stützenden Träger 202 eine Hubvorrichtung vorgesehen, die aus einer unter einen Ausleger 260 des Trägers greifenden Nockenscheibe 261 besteht.
Die Nockenscheiben sind zweckmässig gruppen weise auf gemeinsamen Wellenabschnitten oder aber auf einer für alle Aggregate ge meinsamen, über die ganze Maschinenlänge durchgehenden Welle 262 befestigt, die in an dem betreffenden Stege des U-Eisens 204 sit zenden Böcken 263 gelagert ist und durch ein beispielsweise auf dem rechten Ende (Fig. 24) der Maschine ausserhalb des Ge stelles vorgesehenes Handrad 264 gedreht werden kann. Die Nockenscheiben sind zweckmässig derart versetzt zueinander auf der Welle 262 angeordnet, dass sie nachein ander zur Wirkung kommen, um die auf das Handrad 264 aufzuwendende Höchstkraft nicht zu gross werden zu lassen.
Mit der Abstützung des gleichzeitig das Druckorgan tragenden Tastrollenträgers 201 durch den benachbarten, im vorliegenden Falle nur zum Flachhalten des Leders die nenden Träger 202 hat es folgende Bewandt nis: Die Seitenränder der durch die Ma schine geführten Haut haben im allgemeinen einen mehr oder weniger schräg zur Maschi nenachse gerichteten Verlauf. Es kommt des halb im Betriebe häufig vor, dass von den Rollen eines Aggregates die eine, beispiels weise die Tastrolle 203, von der Lederkante abläuft, bezw. auf sie aufläuft, während die andere Rolle noch bezw. schon auf dem Le der selbst läuft.
Reicht das Leder seitlich nun noch bis unter das Zeichenträgerband, so würde das letztere, da seine Höhenlage ja durch die Höhenlage der - neben dem Leder auf der Widerlagerwalze 216 laufenden --- Tastrolle 203 bestimmt ist, auf dem Leder unter starkem Druck schleifen und infolge dessen leicht beschädigt bezw. verschoben werden.
Dadurch, dass der Träger 201 mit seinem Ausleger 201a auf dem Träger 202 aufgehängt ist, wird erreicht, dass, wenn die Flachhalterolle auf dem Leder selbst läuft, auch die Tastrolle 203 und damit das Zei chenträger- und Farbband in entsprechender Höhenlage gehalten wird.
Damit nun aber nicht etwa die Einstellung des Zeichenträger bandes und damit der Wert des Dickenmass abdruckes von der Höhenlage der Flachhal- terrolle bestimmt wird, ist bei gleicher Hö- henlage,
der untere Scheitel der beiden Rol len zwischen dem untern Ende der Stell schraube 201b am obern Ende des Tastrollen- trägers 201 und der Auflagerfläche des Aus legers<I>202a</I> des andern Rollenträgers 202 ein gewisses Spiel in der Grössenordnung von etwa. 1 mm vorgesehen.
Dadurch wird dafür gesorgt, dass im Regelfalle, wo die Dicken werte des Leders einerseits unterhalb der Tastrolle, anderseits unterhalb der Flachhal- terolle um weniger als 1 mm voneinander abweichen, die Messung durch die Flach halterolle nicht beeinträchtigt wird, da der Tastrollenträger erst dann vom Flachhalte rollenträger angehoben wird, wenn dieser sich um mehr als dem erwähnten Spiel ent spricht, gehoben hat. Das ist aber nur aus nahmsweise der Fall, da die Dickenwerte auf so kurze Entfernungen nicht so erhebliche Un terschiede aufweisen.
Anderseits wird, wenn man den normalen Abstand des Farbbandes 227 von der Lederoberfläche, wie in Fig. 26a angedeutet, über 1 mm zum Beispiel 21/2 mm betragen lässt, noch kein Schleifen des Ban des auf dem Leder eintreten, auch wenn sich der Tastrollenträger und damit das Band um das zwischen den Auslegern 201a und<I>202a</I> vorgesehene Spiel von beispielsweise 1 mm senkt.
Damit aber für diesen Ausnahmefall keine falsche Stempelung erfolgt, wird diese automatisch unterbrochen, indem beispiels weise bei Berührung der Stellschraube<B>201b</B> mit dem Ausleger 202a ein parallel zur So lenoidwicklung 222 liegender Stromkreis nach Art des oben beschriebenen, die Kon- taktstelle 236, 237 enthaltenden kurzgeschlos sen wird. Es findet dann überhaupt kein Stempelabdruck statt. Dies gilt auch für den Fall, dass die Tastrolle neben dem Leder her läuft, die benachbarte Flachhalterolle aber auf dem Leder rollt.
Das ist auch ganz in der Ordnung, denn auch in diesem Falle ist ja eine Stempelung nicht erwünscht. Statt durch Kurzschluss eines im Neben schluss zur Solenoidwicklung liegenden Strom kreises kann die Unterbrechung der Stem pelung - dies gilt auch für den oben be schriebenen plötzlichen Abbruch der Stem pelbewegung bei Erreichung eines gewissen Tiefpunktes des Stempels 223 - natürlich auch in anderer Weise, z. B. durch Unter brechung der Solenoidstromkreise, erfolgen.
Eine Unterbrechung der Stempelung kommt auch dann in Frage, wenn das durch die Lage des Zeichenträgerbandes bestimmte Dickenmass der wirklichen Lederdicke an der Messstelle nicht entspricht. Das kann vor kommen, wenn die Kraft der die Rollenträ ger auf das Lager drückenden Federn 217 nicht ausreicht, ganz besonders steife Buckel im Leder auszugleichen, oder aber auch wenn das Leder doppelt liegt, wie es bei sich über lappenden Hautstücken besonders in der Nähe des Halses vorkommen kann.
Um die sen Verhältnissen Rechnung zu tragen, ist die Einrichtung getroffen, dass, wenn der Ab stand dieser Tastrolle von der Widerlager- walze 216 ein gewisses Höchstmass, das er fahrungsgemäss bei einfacher Lederdicke die äusserste Grenze ist, z. B. 8 mm, überschrei tet, die Stempelung gleichfalls unterbrochen wird.
Das kann beispielsweise dadurch er reicht werden, dass der betreffende Tastrol- lenträger bei einem Hube von über 8 mm einen im Nebenschluss zur Solenoidwicklung liegenden Kurzschlusskontakt schliesst. Die ser Kontakt kann zum Beispiel im Bereich der Hubbewegung des Tastrollenträgers an einem der ihn führenden U-Eisen vorgesehen sein.
Gleichzeitig mit der Unterbrechung des Stempelvorganges kann in solchen Fällen auch die ganze Maschine automatisch still gesetzt werden, indem man beispielsweise mit Hilfe der erwähnten Kontaktvorrichtung den Antriebsmotorstrom unterbrechen lässt. Man hat dann die Möglichkeit, etwaige Störungen, die zu dem übermässigen Hube der Tastrolle Veranlassung gegeben haben, z. B. Überlap- pungen, zu beseitigen.
Es kann sich auch empfehlen, den Motorstrom bei sonstigen .Stö rungen, etwa wenn ein ungewöhnlicher Wi- derstand beim Durchführen des Leders, bei spielsweise bei Überlappungen, auftritt, auto matisch zu unterbrechen. Das kann zum Bei spiel dadurch erreicht werden, dass die Wi- derlagerwalze gegenüber ihrem Antriebe un ter Einfügung einer starken Feder verdreh bar gemacht wird. Die bei einem starken Förderwiderstande dann auftretende relative Verdrehung der -Walze kann zur Betätigung eines in den Motorstromkreis eingeschalteten Unterbrechers benutzt werden.
Um das Auflaufen der Tast- und Flach halterollen auf das Leder bei spitzwinklig zur Förderrichtung verlaufender Kante zu erleichtern, erhalten die Rollen schräge, bei spielsweise unter etwa 45 geneigte Kanten, die ausserdem mit vorzugsweise schräg zu den betreffenden Kegelerzeugenden verlaufenden Riffelungen versehen sind.
Handelt es sich um die Verarbeitung ganz besonders dicker widerspenstiger Häute, so kann es sich empfehlen, den Anpressdruck der Flachhalte- und gegebenenfalls auch der Tastrollen nicht dauernd in voller Höhe wir ken zu lassen, da das eine sehr hohe Bean spruchung sowohl der Widerlagerwalze 216 wie auch der die Mess- und Druckaggregate tragenden Traverse .(U-Eisen 204, 205) er gibt, die zu übermässig starken und schweren Konstruktionen führen würde.
Man kann zu diesem Zwecke statt der nach Fig. 25 vor gesehenen einstellbaren, aber festen Wider lager für die Federn 217 periodisch sich ver drehende Widerlager beispielsweise in Form von Nockenscheiben vorsehen, die nach Art der Nockenscheiben 261 auf einer gemein samen Welle sitzen, die von der Widerlager- walze 216 oder von deren Antriebe aus in Drehung versetzt wird, derart, dass die Drucke der Federn 217 sämtlicher Aggregate einzeln oder gruppenweise nacheinander ihren Höchstwert erreichen.
Zu diesem Zwecke werden die Nockenscheiben entsprechend ge geneinander versetzt auf ihrer Welle ange ordnet, und zwar so, dass der Höchstdruck jeweils im Zeitpunkt der Messung bezw. Stempelung auf das Leder ausgeübt wird. Die in den Fig. 17 bis 21 beschriebene Ausführungsform lässt sich noch erheblich vereinfachen, indem man die Tast- und Flachhalteorgane miteinander vereinigt; der Druckstempel wird dann zweckmässig kon zentrisch zu den vereinigten Tast- und Flach halteorganen, und zwar innerhalb der letz teren angeordnet.
Ein entsprechend abgeän dertes Mess- und Druckwerk ist in den Zeich nungen in Fig. 30 und 31 in zwei rechtwink lig zueinander liegenden senkrechten Mittel schnitten veranschaulicht.
Der allgemeine Aufbau der Maschine kann demnach Fig. 17 entsprechen. In dem der Darstellung zugrunde gelegten Falle ist aber angenommen, dass die einzelnen Mess- und Druckaggregate, wie bei der Ausfüh rung nach Fig. 25 und 26, an zwei waag rechten und mit ihren Stegen einander .ge genüberliegenden U-Eisen 304, 305 ange bracht sind, wobei die bei der beschriebenen Ausführung vorgesehene Widerlagerwalze durch einen festen Tisch 306 ersetzt ist. Über diesen Tisch wird das zu messende Le der oder dergl. in der Richtung des Pfeils in Fig. 30 hinweg befördert.
Dies geschieht, wenn nur eine oder einzelne Gruppen von Mess- und Druckwerken vorgesehen sind, ab satzweise, wobei in den Bewegungspausen das Messen und Abdrucken der Masszahlen jeder Gruppe von Aggregaten mittels perio disch betätigter Druckvorrichtungen vor sich geht.
Handelt es sich dagegen um eine Aus führung, bei der entsprechend Fig. 18 die Breitenausdehnung des Tisches der Gesamt breite des zu behandelnden Lederstückes ent spricht und der Tisch in seinem ganzen Flä chenausmass mit Mess- und Druckaggregaten besetzt ist, so wird das Leder oder dergl. in seiner ganzen Breite in die Maschine einge führt, dann gemessen und gestempelt, worauf das Leder wieder aus der Maschine heraus befördert wird.
Die Organe zum Flachhalten und Ab tasten des Leders oder dergl. sind wieder zwi schen den U-Eisen 304, 305 geführt, und zwar gleichfalls in beliebiger Anzahl gleich mässig über die Länge der U-Eisen verteilt, je nachdem in welchen Abständen die Mess- punktreihen verlaufen sollen. Die seitliche Führung erfolgt mit Hilfe von Schienen 307.
Die Tast- und Flachhalteorgane bestehen im vorliegenden Falle je aus einem einheitlichen kolbenartigen Körper 308 von viereckigem Querschnitt, der eine mittlere Bohrung zur Aufnahme des Druckstempels 309 aufweist.
Dieser besitzt am untern Ende ein Kopfstück 310 von viereckigem Querschnitt. Der Stem pel ist am obern Ende mit zwei Bunden 311, 312 versehen, gegen die sich zwei Federn, eine obere stärkere 314 und eine untere schwächere 313 stützen, deren andere Enden an der Oberseite des Kolbens 308 bezw. der Unterseite eines zweiten, im Querschnitt ebenfalls viereckig gehaltenen Kolbens 315 anliegen. Das obere Ende des Stempels 309 ragt in eine Bohrung des Kolbens 315.
Der obere Kolben.<B>315</B> ist, wie insbesondere Fig. 31 erkennen lässt, mit einer in der Förderrich tung des Messgutes durchgehenden Durchbre- chung 316 versehen.
Das untere Ende des Tast- und Flach haltekolbens 308 ist gleichfalls mit einer Durchbrechung 317 versehen, die unten offen ist und in der Förderrichtung durchgeht. Zwischen den beiden Kolben 308 und 315 be findet sich eine starke Schraubenfeder 318.
Das Druckwerk umfasst ein Gummiband 319, das auf der Aussenseite mit vorspringen den, die Messziffern wiedergebenden Typen, sowie einer massstabartigen Stricheinteilung versehen ist. Das Band wird durch Vermitt lung einer Scheibe 320 je nach der Höhenlage des Kolbens 308 und damit der Dicke des Leders so verschoben, dass die dem gemes senen Dickenwert entsprechende Stelle der Einteilung über der betreffenden Messstelle zu stehen kommt, worauf dann in der unten zu beschreibenden Weise der Abdruck der Masszahl erfolgt.
Das Band 319 läuft ausser über die Scheibe 320 und eine weitere mit Bezug auf die senkrechte Längsmittelebene der Maschine symmetrisch zur Scheibe 39,0 gelagerte Scheibe 321 von gleicher Grösse über zwei untere, gleichfalls an dem durch die U-Eisen gebildeten festen Gestell ge- lagerte Rollen 322, sowie über zwei in der Durchbrechung <B>317</B> des Kolbens 308 ge lagerte Rollen 323. Die Bewegung des Kol bens 308 wird auf die Scheibe 320 durch Vermittlung eines Zahnradgetriebes übertra gen, das zwei Zahnräder 324, 325 aufweist.
Von diesen greift das Rad 324 einerseits in eine Zahnung 3i26 des Kolbens 308, anderseits in ein auf der Welle des Rades 325 festsitzen des Ritzel 327 ein. Das Rad 325 kämmt sei nerseits mit einem auf der Welle der Scheibe 320 sitzenden Ritzel 328. In der Scheibe 320 ist eine Uhrfeder 329 untergebracht, die einerseits mit der Scheibennabe, anderseits mit einem Stift 330 verbunden ist, der fest an einer der das Gestell für das Überset zungsgetriebe bildenden Platinen 331 sitzt. Die Feder 329 ist mit Vorspannung in die Scheibe 320 eingesetzt.
Dadurch wird be wirkt, dass der Kolben 308 mit der mit dem Übersetzungsverhältnis des Getriebes 324, 325,<B>327,</B> 328 multiplizierten Federkraft nach oben gedrängt wird. Ausserdem beseitigt die Feder jeden toten Gang in dem Getriebe, der die Messgenauigkeit beeinträchtigen könnte.
Auf der Oberseite der U-Eisen 304, 305 sind in der Anzahl der Mess- und Druck aggregate entsprechenden Abständen paar weise Lager 337 zur Aufnahme einer über die ganze Maschinenbreite durchgehenden Welle 332 befestigt, die zwischen je zwei Lagern 337 einen Nocken 333 trägt, gegen den der obere Kolben 315 durch Vermittlung der Feder 318, sowie des untern Kolbens 308 und des Zahngetriebes durch die Feder 329 gepresst wird, derart, dass beim Drehen der Welle 332 beide Kolben 315 und 308 eine periodisch auf und ab gehende Bewegung ausführen,
und zwar innerhalb der durch den Hub des Nockens 333 gegebenen Grenzen. Die Grenzen sind so bemessen, dass die Un terseite des Kolbens 308 in der Höchstlage mit der Unterseite der U-Eisen 304, 305 ab schneidet und so einen Durchgang für das zu messende Leder freigibt, während der Ab stand der untern Kolbenseite vom Wider lagertisch 306 in der untern Grenzlage dem geringsten zu berücksichtigenden Dickenmass entspricht. Der Kolben kann sich in seiner untern Stellung auch direkt auf den Tisch 306 aufsetzen.
Die Wirkungsweise ist folgende: Nach dem bei angehobenem Kolben 308 das Leder oder andere Messgut zwischen der Unterseite der U-Eisen 304, 305 und der Tischplatte 306 eingeführt und zum Stillstand gekommen ist, wird die Nockenwelle 332 in Umdrehung ver setzt. Dies geschieht beispielsweise mittels einer Kettenübertragung von der Welle der Förderwalze 363 (Fig. 35) oder der Haupt antriebswelle aus, die ihrerseits, wie im Falle der Fig. 3 und 4, durch einen Motor ihren Antrieb erhält.
Die Nocken 333 drücken beim Umlaufen der Welle 332 die Kolben 315 und zusammen mit diesen durch Vermitt- lung der starken Federn 318 die Kolben 308 nach unten, bis die letzteren sich auf die Lederoberfläche aufsetzen. Liegt das Leder an der betreffenden Stelle hohl, so setzt sich die Abwärtsbewegung des Kolbens 308 fort, bis der betreffende Buckel im Leder voll ständig flach gedrückt ist, so dass man die Gewissheit hat, dass der Abstand der untern Seite des Kolbens 308 von der Oberfläche des Tisches 306 der tatsächlichen Lederdicke an der betreffenden Stelle entspricht.
Hat der Kolben 308 auf diese Weise seine tiefste Stellung erreicht, so setzt sich die Abwärts bewegung des Kolbens 315 unter Zusammen drückung der Feder 318 fort. Dabei wird nunmehr der Druckstempel 309, der bis da hin durch die Feder 313 in seiner in Fig. 30 veranschaulichten obern Endlage gehalten wurde, durch Vermittlung der Feder 314 re lativ zum Kolben 308 nach unten bewegt. Er trifft dabei auf die untere waagrechte Strecke des Bandes 319 und presst das Band auf das darunter befindliche Leder, wodureh der Abdruck der Dickenmasszahl an zier be treffenden Stelle erfolgt.
Dabei ist die höch ste Stelle des Nockens 333 an der Oberseite des Kolbens 315 vorbeigegangen, so dass das ganze Kolbensystem nunmehr unter der Wir kung der Feder 329 wieder in seine obere Endlage zurückbewegt wird. Das Messband 319 kann, wie im Falle der Ausführung nach Fig. 20, mit Hilfe von Farbrollen angefärbt oder, wie im Falle der Fig. 25, mit einem besonderen Farbbande kombiniert werden.
Damit das Messband sich bei vollständig elastischer Ausbildung beim Senken des Kolbens 308 auf beiden Seiten gleichmässig dehnt, kann, wie auf der linken Seite der Fig. 30 angedeutet, die Scheibe 321 vom Kolben 308 aus durch ein besonderes Getriebe angetrieben werden, das aber, damit die Drehrichtung der Scheibe 321 derjenigen der Scheibe 320 entspricht, noch mit einem Zwischenrade 334 ausgestattet sein muss. In die Scheibe 321 wird dann gleichfalls eine Spiralfeder 335 eingebaut, die in derselben Richtung zieht wie die Feder 329.
Statt ein zusätzliches Getriebe auf der linken Seite vorzusehen,- könnte man die gleichmässige Verschiebung des Messbandes 319 auch da durch erreichen, dass man die Scheiben 320, 321, beispielsweise mit Hilfe einer über auf den beiden Scheibenwellen sitzende Ketten räder laufenden Kette zwangläufig miteinan der kuppelt.
Die Nocken 333 werden zweck mässig derart versetzt auf ihrer Welle an geordnet, dass die Tast- und Flachhalteorgane einer Gruppe nacheinander niedergedrückt werden, um das Maximum der Beanspru chung der durch die U-Eisen 304, 305 gebil deten Traverse möglichst niedrig zu halten und dementsprechend die Durchbiegung der Traverse, die die Genauigkeit der Messungen beeinflusst, nicht zu gross werden zu lassen, bezw. um die Traverse verhältnismässig leicht bauen zu können.
Man kann die Messgenauigkeit von der Durchbiegung der Traverse - dasselbe gilt natürlich für äquivalent wirkende Teile der Maschine, die als Widerlager für den auf die Tast- und Flachhalteorgane wirkenden Druck dienen - auch dadurch unabhängig machen, dass man die Senkung der Tast- und Flach-.
halteorgane, wie bei der Ausführung nach Fig. 17, durch eine zweckmässig für alle Aggregate gemeinsame Druckvorrichtung be wirkt, die von den die Messorgane tragenden Maschinenteilen unabhängig ist. Zu dem Aufbau von Maschinen der zu letzt beschriebenen Art ist unter Hinweis auf Fig. 35 noch folgendes zu sagen: Das Leder oder dergl. wird zweckmässig mittels einer an der Ausgangsseite der Maschine unterhalb der Tischfläche 362 gelagerten Walze 363 unter der die Mess- und Stempelaggregate tra genden, schematisch dargestellten Traverse 364 hindurchgezogen.
Die Walze 363 arbei tet dabei mit einer über ihr an zwei doppel- armigen Hebeln 365 gelagerten zweiten, zweckmässig kleineren Walze 366 zusammen; sie wird im Betriebe dauernd angetrieben. Die Walze 366 wird, je nachdem das Arbeits gut gefördert werden oder stillstehen soll, durch Kippen der Hebel 365 gegen die Hauptwalze gedrängt bezw. von ihr entfernt. An den auf der Eintrittsseite der Maschine liegenden Enden der Hebel 365 ist eine dritte Walze 367 gelagert, die beim Niedergehen, wenn also die Walze 366 sich vom Leder abhebt, das unter ihr hindurchgehende Leder auf den Tisch drückt und dadurch festhält.
Das periodische Kippen des Hebelsystems er folgt zweckmässig automatisch mit Hilfe einer auf der Welle der Hauptwalze sitzen den Nockenscheibe 368 sowie eines mit dieser zusammenwirkenden Stössels oder Lenkers 369, der das linke Ende der Hebel anhebt, entgegen der Wirkung einer Feder 370, die bestrebt ist, durch die Walze 366 das Leder mit der Förderwalze 363 in Eingriff zu halten.
Durch den Stössel 369 kann auch eine die Nockenwelle 332 mit ihrem beispielsweise von der Welle der Walze abgeleiteten An triebe verbindende Kupplung in der Weise gesteuert werden, dass die Nockenwelle bei jedem Hube des Stössels, der ja eine Pause in der Förderung des Leders zur Folge hat, eine Umdrehung macht und damit den Ab druck der eingestellten Dickenmasswerte ver- anlasst, worauf die Nockenwelle selbsttätig wieder stillgesetzt wird und der Vorschub des Leders oder dergleichen von neuem beginnt.
Es können ferner Einrichtungen vorgese hen sein, die dafür sorgen, dass das Druck werk unwirksam gemacht wird, wenn im Le- der oder dergl. Stellen von unnormaler Dicke vorkommen. Solche Einrichtungen sind ins besondere bei Maschinen nach Art der in den Fig. 5, 6, 13, 14, 25 und 26 von Vorteil.
Oben wurde bereits eine Einrichtung be schrieben, die einen Stempelabdruck für den Fall verhindert, dass das zu messende Leder oder dergl. auf geringe Entfernungen - in der Richtung der zwei benachbarte Taster und Flachhalter verbindenden Mittellinie ge rechnet - verhältnismässig grosse Dicken unterschiede von zum Beispiel über 1 mm aufweist, wie es bei von Narben oder dergl. herrührenden Senkungen im Leder, bei war zenartigen Erhöhungen sowie bei Überlap- pungen der Fall sein kann.
In allen diesen Fällen würde ein Abdruck der Dicke der be treffenden Stellen ein falsches Bild von der Dickenverteilung des betreffenden Leder stückes geben. Aus diesem Grunde ist es an gezeigt, dass der Stempelabdruck durch die angegebene Einrichtung selbsttätig verhin- dert wird.
Das ist bei Maschinen nach Art der in den Fig. 5, 6, 13, 14, 25 und 26 dargestellten, aber in vielen Fällen auch :dann angezeigt, wenn die Taster beim Darunterhinweggehen des Leders kurz nacheinander mit Stellen von verhältnismässig erheblicher Dickendifferenz in Berührung kommen.
In diesen Fällen wird die Unterbrechung des Stempelvorganges von der plötzlichen Beschleunigung der Hub- bezw. Senkbewegung des Tasters abhängig gemacht, was beispielsweise mit Hilfe der in den Fig. 32 und 33 in senkrechtem Schnitt bezw. in um einen rechten Winkel gedrehter Seitenansicht dargestellten Einrichtung ge schehen kann.
Diese Einrichtung wird bei spielsweise auf die obern Flanschen der U-Eisen 204 und 205 der in Fig. 25 darge stellten Maschine aufgebaut. Die Einrich- tung besitzt einen durch einen Deckel 340 abgeschlossenen Zylinder 341, in dem ein Kolben 342 spielt. Die Kolbenstange 343 ist durch eine obere Stopfbüchse 344 und eine untere Stopfbüchse aus dem Zylinder heraus geführt. Sie steht unten mit dem Träger 201 für das Tastorgan 203 (Fig. 26) in unmittel- barer Verbindung.
Die Räume oberhalb und unterhalb des Kolbens 312 kommunizieren miteinander durch einen Kanal :3-15. Die Räume sind mit einer Flüssigkeit. beispiels weise Öl oder Glyzerin, gefüllt, derart. dass eine Verschiebung des Kolbens gegenüber dem Zylinder nur unter Verdrängung der Flüssigkeit durch den Kanal 345 hindurch erfolgen kann. Der dabei auftretende Dros selwiderstand kann durch eine Schraube 346 verschieden eingestellt werden.
Der Zylinder 341 ist, wie Fig. 33 erken nen lässt, durch zwei Stangen 347, 348 ge führt, die durch Bohrungen von am Zylinder' sitzenden Lappen 349 hindurchgehen. Die Führungsstangen 347, 348 sind auf der Platte 19 unter elektrischer Isolierung ihr gegenüber befestigt. Sie sind von Zugfedern 350 umgeben, die an die Lappen 349 angrei fen und den Zylinder 341 mit seiner untern Stopfbüchse auf einen Vorsprung 351 der Platte 19 gedrückt halten.
Am Deckel 340 des Zylinders ist ein von ihm elektrisch iso liertes Rähmchen 352 befestigt, das zur Füh rung eines Kontaktstiftes 353 dient, der durch eine Feder 354 nach unten gedrängt wird und dessen unteres Ende für gewöhn lich mit der Führungsstange 347 in Berüh rung steht. Der Kontaktstift 353 sowie die Führungsstange 347 stehen mit dem Strom kreise für die Betätigung des elektrischen Druckwerkes (Fig. 29) derart in Verbindung, dass der Stromkreis unterbrochen und damit das Druckwerk unwirksam gemacht wird, sobald sich der Kontaktstift 353 von der Stange 347 abhebt.
Der wirksame Querschnitt des Drossel kanals 345 wird so bemessen, dass nur bei ungewöhnlich schneller Aufwärtsbewegung des Tasters, wie sie beispielsweise beim Auf laufen auf einen Buckel im Leder auftritt und dann durch Vermittlung der Kolben stange 343 auf den Zylinder 341 und damit auf den Kontaktstift 353 übertragen wird, eine Unterbrechung des Stromkreises statt findet.
Bei den normalen langsamen Hub- und Senkbewegungen des Tasters hat die im Zylinder 341 befindliche Flüssigkeit Zeit, durch den Drosselkanal 345 von der einen zur andern Kolbenseite überzuströmen, so dass der Zylinder seine normale Lage beibehält und der Betätigungsstromkreis für das Druck werk geschlossen bleibt.
Die Unterbrechung des Stempelvorganges in Abhängigkeit von einer plötzlichen Be wegung des Tastorganes kann natürlich auch in anderer Weise, z. B. mit Hilfe eines Zen trifugalreglers, erreicht werden, der etwa auf der Welle 248 der Scheibe 242 für das Mess- band 226 der Fig. 25 angebracht werden könnte und der bei einem bestimmten Aus schlage seiner Schleudergewichte den Strom kreis des Solenoids des Druckwerkes unter brechen oder das letztere in anderer Weise unwirksam machen würde.
Die Kontaktstelle, die den Druckwerk stromkreis in den Fällen unterbricht, wo der Taster bezw. seine Träger 201 (Fig. 26) vom Druckrollenträger 202 bei dessen Aufwärts bewegung mitgenommen wird, wird zweck mässig zwischen den Auslegern 201a und 229 (Fig. 34) vorgesehen, indem zum Beispiel der in Fig. 26 angedeuteten Schraube 201b ein Kontaktstift 355 nach Art des in Fig. 31 dargestellten elektrisch isoliert in den Aus leger 201a eingelassen ist. Dieser Stift wirkt mit einem auf dem Ausleger 229 angebrach ten Kontaktplättchen zusammen.
Legt man diese Kontaktstelle in einen zur Solenoid- spule (Fig. 29) des Druckwerkes parallel lie genden Stromkreis, so wird die Spule, sobald die Kontaktstelle durch Anheben des Flach halterträgers 202 gegenüber dem Tasterträ- ger 201 geschlossen wird, kurzgeschlossen, so dass der Druckstempel nicht in Tätigkeit tre ten kann.
An den Auslegern 201a und 229a kann an Stelle oder ausser der beschriebenen auch eine Kontaktstelle vorgesehen sein, die den Stromkreis normalerweise geschlossen hält und daher den Stempelvorgang erst dann unterbricht, wenn die Höhendifferenz zwi schen dem Taster und Flachhalter einen ge wissen Wert, z. B. 2 mm, überschreitet.
Eine solche Einrichtung sorgt für den Fall, dass, wie es beispielsweise bei Überlappungen von Teilen des Leders vorkommt, die Flaehhalter- rolle bereits auf dem flach auf dem Wider lager ruhenden Teil des Leders liegt, die Messrolle aber noch auf dem den Übergang zur Überlappungsstelle bildenden hohlliegen den Teile, dafür, dass die Stempelung, die ja ein falsches Bild von der Lederdicke an der hohl liegenden Stelle ergeben würde, unter bleibt.
Damit stets die dem jeweiligen Dicken werte entsprechende Stelle des Zeichenträger bandes 226 (Fig. 25) oder 819 (Fig. 30) genau auf der Höhe der Messstelle liegt, muss, wie bereits erwähnt, dafür gesorgt werden. dass die bei Senkung der untern waagrechten Strecke des Bandes vermöge der Elastizität des letzteren auftretende Dehnung gleich mässig erfolgt.
Die gleiche Wirkung kann, wenn man von der oben vorgeschlagenen An bringung eines zweiten Zahnradgetriebes ab sehen will, dadurch erreicht werden, dass man Teile des Bandes, im dargestellten Falle zum Beispiel die obere waagrechte Strecke zwi schen den Scheiben 242, 256 (Fig. 25) oder 320, 321 (Fig. 30) nicht elastisch, sondern zugstarr ausbildet.
Das Drehen der Nockenwelle 262 (Fig. 25) kann statt von Hand auch automatisch vom Antrieb der Maschine aus erfolgen, und zwar zweckmässig in der Weise, dass die Welle in den Pausen zwischen je zwei Stem pelvorgängen eine kurze hin- und hergehende Drehbewegung macht, durch die die Druck- und Tastrollen jedesmal eine kurze Weile vom Leder abgehoben werden. Dadurch wird ein Schieflaufen und Klemmen des Leders bei der Förderung vermieden.
Wenn es darauf ankommt, besonders dichtliegende Messlinien a (Fig. 1) zu erhal ten, kann man, insbesondere bei der Ausfüh rungsform nach Fig. 25 und 26, auch die Flachhalterrollen als Tastrollen ausbilden, indem man diese Rollen mit einem Druck werk kombiniert, das heisst also für die ganze Maschine nur Tastrollen mit angegliederten Stempeldruckwerken ohne Zwischenschaltung von Flachhalterrollen vorsieht. Die Bewegung der Tast- und Flachhalte organe kann auch in anderer Weise, z.
B. so bewirkt werden, dass die Organe als Schrau ben ausgebildet sind, durch deren Drehung das Senken auf die Lederoberfläche erfolgt, wobei das Mass der Drehung die Auswahl des den betreffenden Dickenwert wiedergebenden Stempelmasses bestimmt. Die Drehung kann dabei mit Hilfe von Mitnehmern erfolgen, die beispielsweise aus in an den Schrauben vor gesehene Zahnungen eingreifenden Zahnstan gen bestehen können, wodurch das Heben und Senken der die Tast- und Flachhalte- organe bildenden Schrauben zustande kommt.
Die Schrauben können, ähnlich wie im Falle der Fig. 30, 31, mit einer mittleren Bohrung zur Aufnahme des Druckorganes versehen sein. Der Stempelabdruck findet in diesem Falle aber nicht mit Hilfe eines Stempelban des nach Art der bisher beschriebenen oder einer Stempelscheibe statt.
Vielmehr wird aus einer grösseren, dem zu berücksichtigen den Dickenwerte entsprechenden Anzahl von am untern Ende mit verschiedenen Dicken- messtypen versehenen Stempeln jeweils der jenige, dessen Type den der jeweils gemes senen Dicke entsprechenden Wert hat, durch den oben erwähnten Mitnehmer ausgewählt und über die zentrale Bohrung der betreffen den Schraube gebracht.
Dann wird der Stem pel, vorzugsweise auf elektromagnetischem Wege, wie im Falle der in Fig. 25 bis 29 dargestellten Maschine, durch die zentrale Bohrung nach unten geschleudert, wodurch die Messzahl zum Abdruck kommt. Der er wähnte Mitnehmer kann beispielsweise als waagrecht gelagerte drehbare Scheibe aus gebildet sein, die durch die erwähnten Zahn stangen in Drehung versetzt wird.
Die Scheibe weist in der Nähe ihres Umfanges zahlreiche Lagerstellen für die erwähnten Typenstempel auf, und zwar liegt der greis, in dem die Lagerstellen angeordnet sind, über der Achse der zentralen Bohrung der Tast- und Flachhalteschrauben.
Bei allen beschriebenen Ausführungsfor men stehen die Taster mit ihren zugehörigen Zeichenträgern durch ein Übersetzungs- getriebe in Wirkungsverbindung, das die Be wegungen des Tasters stets im nämlichen Verhältnis auf den Zeichenträger überträgt, sowie die zwangläufige Übertragung der Be wegungen des Tasters auf den Zeichenträger sichert. Die Glieder dieses Übersetzungs getriebes, bei den dargelegten Beispielen die miteinander in Eingriff stehenden Zahnräder, erfahren während des Druckvorganges keine gegenseitige Verschiebung. Dadurch wird er reicht, dass der Stempelabdruck immer genau dem gemessenen Dickenwerte entspricht.
Vor teilhaft ist ferner, dass der mit dem Über setzungsgetriebe in Eingriff stehende Teil des Zeichenträgers, beispielsweise der über die Scheibe 47 laufende Teil des Zeichen trä,gerbandes 48, während des Druckvor ganges mit dem Getriebe in Eingriff bleibt, ohne die Druckbewegung mitzumachen, so dass nur der der Abdruckstelle nächstliegende Teil des Zeichenträgers beim Drucken eine Bewegung in der Druckrichtung ausführt.
Schliesslich bietet das gleichfalls allen be schriebenen Ausführungsformen gemeinsame Merkmal, dass der Zeichenträger das Druck organ umschliesst und ungefähr in der näm lichen Ebene mit ihm liegt, den Vorteil, dass auf diese Weise erheblich an Platz in der Längsrichtung der Maschine gespart wird.
Überall, wo im vorstehenden von Leder als Arbeitsmaterial die Rede ist, soll darin keine Beschränkung der Anwendung der Er findung auf die Behandlung von Leder lie gen; es sollen vielmehr, wie bereits erwähnt, unter dem Ausdruck "Flächengebilde" nicht nur Lederstücke verstanden sein, sondern auch alle andern flächenartigen Körper, bei denen die Ermittlung und Anzeichnung der Dickenverteilung von Bedeutung ist.