CH193010A - Verfahren zur Herstellung von streufähigen bituminösen Massen für den Strassenbau. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von streufähigen bituminösen Massen für den Strassenbau.

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CH193010A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/01Use of inorganic substances as compounding ingredients characterized by their specific function
    • C08K3/013Fillers, pigments or reinforcing additives

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Description


  Verfahren zur Herstellung von streufähigen bituminösen Massen für den Strassenbau.    Die aus einem Gemisch von Asphalt und  fein verteilten     mineralischen    Stoffen. beste  henden     Naturasphalte    haben im Strassenbau  eine grosse Anwendung gefunden. Sie     können     für sich allein, z. B. beider Herstellung von       Stampfasphalt    oder auch in Mischung mit  Sand, .Splitt und Asphalt, wie in     den,        Guss-          asphalt-    und     Sauda.sphaltmassen        verarbeitet     werden.

   Nach den schweizerischen Patenten  Nr.<B>147727</B> 7 und Nr. 147728 ist neuerdings  vorgeschlagen worden,     Naturasphaltpulver     als Füllstoff, zusammen mit gebrochenem       Gestein    erhitzt, bei der     Herstellung    von  bituminösen     Belagsmassen    zu     verwenden.     



  Da das, Klebevermögen von Naturasphalt  bei gewöhnlicher Temperatur nicht oder nur  unvollkommen zur Geltung kommt, ergibt  sich bei dessen Verwendung zur Herstellung  von Strassen der Nachteil,     @dass    die Belags  masse vor dem Einbau erhitzt werden muss.  Bei der hohen Temperatur wird das im Na  turasphalt enthaltene     Bitumen    weich bis  flüssig und erhält     dadurch    die nötige Kleb  kraft, um eine     zusammenhängende    Belags-    masse zu geben, die sich durch Kompression  dichten lässt.  



  Es wurde nun gefunden, dass ähnliche  Beläge, wie sie mit Naturasphalt bei heisser  Einbauweise erzielt werden, mit Vorteil auch  auf kaltem Wege erreicht werden können,  falls man sich durch Vermischen von anor  ganischen,     pulverförmigen    Stoffen, z. B.       Kalksteinmehl,    mit einem     bituminösen    Binde  mittel, dessen Tropfpunkt nach     Ubbelohde     unter 40' C liegt, das also     flüssig    bis weich  sein kann, z.

   B.     ,Strass'enteer,    eine bei ge  wöhnlicher     Temperatur    streufähige Masse  herstellt und diese     in    der gleichen Weise     wie     die     Naturasphaltpulver,    nur ohne Erhitzung,  im Strassenbau     verwendet.        Asphaltbitumen     sind nicht     ohne    weiteres wegen ihrer Härte  oder ihrem hohen Schmelzpunkt zur Aus  übung des Verfahrens     geeignet,    sondern  hierzu     müssen    besondere Bindemittel ange  wandt werden,

   die     einen    Tropfpunkt nach       Ubbelohde    von     unter    40' C aufweisen. Bei  Einhaltung dieser     Anforderung    für das       Bindemittel    werden     streufähige    Massen er-      halten, die bei gewöhnlicher Temperatur  noch     genügend    Klebkraft besitzen, um sich  bei     kalter    Einbauweise unter dem Druck der  Walze zu einem. dichten Belag zu schliessen.  



  Als     Bindemittel    kommen vor allem Stein  kohlen-, Holz- und     Braunkohlenteere    in  Frage. Die aus Erdöl- oder Naturasphalt ge  wonnenen, im Handel erhältlichen Asphalt  bitumen     sind    - wie bereits erwähnt - aus  dem Grunde     nichtgeeignet,    weil sie zu hoch  schmelzend     sind    und daher in Verbindung  mit Kalkmehl zu     trockene    Pulver geben.  Durch     Flusen    von Asphaltbitumen mit Lö  sungsmitteln wie Gasöl,     Anthracenöl,    Teeröl  und ähnlichen     Flux-initteln    lassen sich für das  Verfahren     angepasste    Produkte herstellen.

    Auch durch     Vermischen    von Asphaltbitumen  mit Teer können geeignete Bindemittel für  die Herstellung der     streufähigen    Massen, ge  wonnen werden.     Ebenso    sind Präparate aus       Stearinpeeh,        Braunkohlenteerpech,        Braun-          kohlenkrackpech    und ähnlichen     Stoffen    in  Verbindung mit     Teerölen,    Mineralölen, fer  ner Holzöl,     Tallöl,    Harzöl usw. zur Aus  übung .des Verfahrens geeignet. Das anzu  wendende Bindemittel soll möglichst lange  seine weiche und klebrige Beschaffenheit  beibehalten.

   Um das zu     begünstigen,    emp  fiehlt sich der Zusatz von     Weiehmachungs-          mitteln,    z. B. vom     Paraffintypus.     



  Als anorganische, pulverförmige Stoffe  können beliebige Gesteinsmehle, wie Quarz  mehl, Schiefermehl usw., ferner Zemente,       Hochofensschlackenmehl    usw.,     verwendet    wer  den.  



  Die     ;gemäss    der     iErfindung        hergestellten,     streufähigen Massen sollen, besonders wenn  sie in Verbindung mit bituminösem     Mischgut     als Füllstoff angewandt werden, soviel       Bindemittel    enthalten,     dass    beim     Zusatz    zum       Mischgut    keine Abmagerung desselben     statt-          finden    kann.

   Der     Bindemittelgehalt    ist ab  hängig von der Art des anorganischen,     pul-          verförmigen        Stoffes,        leichter    absorbierende  benötigen mehr, schlechter absorbierende       weniger        Bindemittel.    Es hat sich weiter ge  zeigt,     dass    durch     .den;

      Zusatz von Holzpulver  oder ähnlichen, Flüssigkeiten aufsaugenden    Stoffen, wie     $orkm-ehl,        Kieselsur    usw. der  Gehalt an     Bindemittel    in den streufähigen       Massen,    wesentlich gesteigert werden kann,  wodurch die     Eigenschaften    der     Endprodukte     günstig beeinflusst werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  18 Teile     .Steinkohlenteer        mit    einer Visko  sität von etwa l00 Sekunden,     bemessen:    im       Teerkonsistometer    bei<B>30'</B> C, werden auf       etwa   <B>100'</B> C erhitzt und hierauf unter Um  rühren zu 82 Teilen kaltem     Kalksteinmehl     zugesetzt. Man rührt so lange um, bis sieh  der Teer     ,gleichmässig    im     Kalkmehl        verteilt     hat, wodurch sich eine     streufähige    Masse mit  gutem     Klebevermögen    bildet.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Erdölasphalt vom     Erweichungsprodukt     nach     Krämer-Sarnow    von 50     bis    55   C     flust          mann    mit soviel Gasöl,     dass    ein     Bindemittel     von einem     Tropfpunkt    nach     Ubbelohde    von  etwa 35   C entsteht, erhitzt     dieses        geflugte     Bitumen auf etwa<B>100'</B> C und gibt 1,0 Teile  davon zu 9.0 Teilen Quarzmehl,     die    auf 40  bis<B>60'</B> C     vorgewärmt    sind.

   Man     rührt    um,  bis eine homogene, streufähige Masse     ent-          standen    ist.  



  <I>Beispiel 3:</I>       Braunkohlenkraekpech    vom Schmelzpunkt  nach     Krämer@Sarnow    von     @65    bis 75   C wird  mit     soviel    Teeröl versetzt, dass ein Binde  mittel von einer Viskosität von 40 Sekunden,  gemessen im     Teerkonsistometer    bei<B>30'</B> C       entsteht.    25 Teile .dieses     Bindemittels    wer  den mit 5 Teilen Holzpulver bei<B>100'</B> C zu  einem Brei     verrührt    und hierauf zu 70 Tei  len     Kalksteinmehl    zugesetzt.

   Man rührt so  lange um, bis eine     homogen    aussehende,  streufähige Masse     entstanden        ist.     



  Statt des in     obigen    Beispielen beschrie  benen     Mischungsvorganges,    durch Umrühren,  können     natürlich.    alle andern, für die Her  stellung von     bituminösen    Gemischen ange  wendeten technischen Verfahren, z. B. die       Zerstäubung,    benützt werden.  



  Im     Schweizer    Patent Nr.     1493'41        ist    ein  Verfahren     beschrieben,    um     einen    kalt einzu-      bauenden Belag     unter    zu Hilfenahme von  Naturasphalt- oder     Kunstasphaltpulver    als  Füllstoff herzustellen. Um die Einbauweise  bei gewöhnlicher Temperatur .durchführen zu  können, wird nach diesem Verfahren in der  Weise vorgegangen, dass erst ein     Makadam     aus Sand und Kiesgemisch mit Kaltteer oder       Bitumenemulsion    angemacht wird, worauf  ein Überstreuen mit Asphaltpulver erfolgt.

    Das Asphaltpulver wirkt in     diesem    Falle  nur wie ein     mineralischer    Füllstoff, denn wie  in der Beschreibung der oben erwähnten       schwei.z.        Patentschriften    Nr.     147727/8    ange  geben ist,     kommt    das im Asphaltpulver ent  haltene Bitumen erst     durch    Erhitzen zur  Wirkung.

   Im     Gegensatz    hierzu sind die ge  mäss der Erfindung hergestellten, streufähi  gen Massen, infolge     des    darin enthaltenen,  weichen bis     flüssigen    Bindemittels, bei ge  wöhnlicher     Temperatur    so beschaffen, dass  sie ohne Erhitzen bereits genügende Kleb  kraft besitzen.

   Während nach dem Verfah  ren der     schweiz.    Patentschrift Nr. 149341 das       Naturasphaltpulver    in Verbindung mit Ge  stein, das mit     Kaltteer    oder     Bitumenemul-          sion        umhüllt    wurde, angewandt werden muss,  ist     es.    nach     vorliegendem    Verfahren wegen  der Klebefähigkeit der streufähigen Massen  möglich, jedes     beliebige,    bituminöse Misch  gut damit zu verarbeiten.  



  Die     Anwendungsweisen    der gemäss der  Erfindung     hergestellten        streufähigen    Massen  sind ausserordentlich zahlreich. Der ein  fachste Weg besteht darin, sie direkt auf die  Strasse in dünner Schicht auszubreiten     und          festzuwalzen.    Unter Umständen wird es da  bei zweckmässig sein, noch     mit    feinkörnigem  Splitt oder Sand, der mit einem Lösungsmit  tel oder einem     Bindemittel    umhüllt sein  kann, zu überstreuen.

   Eine weitere Möglich  keit     besteht    in der Zugabe der     streufähigen     Massen als.     Füllstoff    bei     d-er        Herstellung    von       Teer-    oder     Asphaltmakadam    oder Teer- und       Asphaltfeinbetonbelägen.    Die streufähige       illasse    wird zum     frisch        hergestellten    Misch  gut, das heiss oder kalt zubereitet sein kann,  in einer Menge von etwa 10 bis     5051o#   <I>zu-</I>  gesetzt.

   Das lockere Pulver durchsetzt das         Mischgut,    so     dass        eine    Masse     entsteht,    die  nicht     zusammenbackt    und lange lagerfähig  ist und doch bei     Kompression    einen dicht ge  schlossenen, festen. Belag gibt. Die streufähige  Masse kann schliesslich zur Befestigung von  sandigen     Wegen    und Flugplätzen verwandt  werden,     indem    sie als Pulver aufgetragen  und, mit dem Sand     vermischt,    beim Festwal  zen eine     gut        geschlossene    Oberfläche gibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von bei ge wöhnlicher Temperatur streufähigen bitu minösen. Massen mit Klebevermögen für den Strassenbau, dadurch gekennzeichnet, dass man anorganische, pulverförmige Stoffe mit bituminösen Bindemitteln, deren Tropfpunkt nach Ubbelohde unter 40 C liegt, vermischt. UNTERANSPR'0'CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, :dass man als anorgani schen pulverförmigen Stoff Kalksteinmehl verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass als bituminöses Binde mittel mit einem Tropfpunkt nach Ubbe- lohde unter 40,' C Teer verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als bituminöses Binde mittel mit einem Tropfpunkt nach Ubbe- lohde unter 40 C eine Mischung von Teer und Bitumen verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als bituminöses Binde- mittel mit einem Tropfpunkt nach Ubbe- lohde unter 40' C eine Mischung von Teerdestillaten. und Bitumen verwendet wird.
    5. Verfahren: nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als bituminöses-Binde- mittel mit einem Tropfpunkt nach Ubbe- lolide unter 40 C eine Mischung von Mi neralölen und Bitumen verwendet wird. 6. Verfahren: nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, man ausserdem noch Bindemittel aufsaugende Stoffe zusetzt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch. 6, dadurch gekennzeichnet, .dass als Bindemittel aufsaugender Stoff Holzpulver verwendet wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 6, dadurch ,gekennzeichnet, dass als Bindemittel aufsaugender Stoff Kieselgur verwendet wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, .dass als Bindemittel aufsaugender Stoff Korkmehl verwendet wird.
CH193010D 1936-04-29 1936-04-29 Verfahren zur Herstellung von streufähigen bituminösen Massen für den Strassenbau. CH193010A (de)

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