Schmelzsicherung. Die Erfindung betrifft eine Schmelz- sicherung.
Die Hauptschwierigkeit bei :der Verwen dung solcher Sicherungen besteht :darin, den Lichtbogen, der sich beim Durchbrennen der Sicherung und der Trennung .der Klemmen bildet, rasch auszulöschen. Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaf fung einer Schmelzsicherung, die die Unter brechung des Stromflusses durch sicheres Ab löschen :des Lichtbogens ermöglicht.
Die Erfindung betrifft eine Schmelzsiche rung :der Art, bei welcher der zwischen zwei Klemmen sitzende Schmelzdraht zumindest längs dessen grösserem Teil von einer Licht bogenkammer umgeben ist, die wenigstens einen Lichtbogen-Löschstoff enthält, der be stimmt ist durch den sich beim Durchschmel zen :des Schmelzdrahtes bildenden Lichtbogen verdampft zu werden, :
aus dem in der Nähe der einen Klemme liegenden, obern düsen- förmig gestalteten Ende der Lichtbogen kammer auszutreten und dabei auf fliese Klemme aufzutreffen und :dieselbe zu um hüllen. Solche .Schmelzsicherungen sind be kannt.
Es hat sich nun herausgestellt, :dass es von entscheidender Wichtigkeit für :die Wirksamkeit der Sicherung ist, dafür zu sor gen, :dass diese Löschmittelgase tatsächlich auf die kritischen Stellen der Sicherung, nämlich die Enden :des Lichtbogens einwirken. Dies wird erfindungsgemäss :dadurch erreicht, .dass die beiden Klemmen, von :
denen min- destens eine beim Durchbrennen des Schmelz drahtes :durch eine Feder weggezogen wird, mit, abgesehen von den Bohrungen für :den Schmelzleiter und den Spann:dralit, massiven Klemmenköpfen ausgerüstet sind, deren ein ander zugekehrte Flächen eben verlaufen, und dass die Klemmen so steif ausgebildet und zentrisch geführt sind, dass sie auch beim Durchbrennen der Sicherung in :
deren Mittel achse verbleiben,, zum Zweck, den Lichtbogen stets in der Mittelachse zu halten, im Gegen satz zu den bisher üblichen rohrförmigen oder konkaven Klemmenköpfen oder den Klemmen. die seitlich ausweichen können, und dass ferner die Lichtbogenkammer so lang ist, dass sie sich .auch bei den längsten abzuschaltenden Lichtbogen stets über einen längeren Teil desselben erstreckt,
so dass bei der erfindungsgemässen Schmelzsicherung das vergaste Löschmittel kräftig auf .den und die obere Klemme einwirken kann.
Um die durch die Erfindung bei Schmelz sicherungen eintretenden Vorteile zu ver stehen, ist es zweckmässig, sich kurz die wich tigsten Zustände vor Augen zu führen, die beim Durchbrennen einer Sicherung der oben erwähnten bekannten Art in schneller Folge durchlaufen werden: 1. Das Ansteigen des Stromes erhitzt die schmelzbare Verbindung bis zum Schmelz punkt, und es bildet sich ein Lichtbogen.
z. Beim Nachlassen der Haltekraft der S S icherung beginnen .die Klemmen der Siche- rung sich voneinander zu trennen.
3. Die Hitze des Lichtbogens veranlasst das Freiwerden von Metalldämpfen und deren Ausdehnung. Ferner wirkt die Hitze des Lichtbogens auf !die lichtbogenlöschenden Stoffe und erzeugt Gase und Dämpfe, welche dazu verwendet werden, den Lichtbogen zu entionisieren oder sonstwie auszulöschen.
4. Nach Aufhörendes Stromflusses ver- hindert die Trennung der Klemmen die Wie dererzeugung des Lichtbogens, so dass der Lichtbogen auch beim Wiederauftreten der Spannung in dem Stromkreis nicht wieder entsteht. Dies kann als die Trennwirkung be zeichnet werden.
Die letztgenannte Wirkung wird bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dadurch erhöht, dass sich an das untere Ende der Lichtbogenkammer eine Trennkammer anschliesst, die eine dielektrische Flüssigkeit enthält, in die die unter Federspannung ste hende Klemme ganz oder teilweise hinein- gezogen werden kann.
Man kann,die Sicherung auch so einrich ten, dass auch die zweite Klemme sich soweit in Richtung der Längsachse bewegen kann, dass sie -durch das offene Ende der Licht bogenkammer hindurch nach oben bewegt wird, wenn der Schmelzdraht,durchgeschmol zen ist. Diese Klemme kann dabei in eine vorzugsweise nach aussen abgeschlossene Kon- densationskammer eintreten, die sich an das obere Ende der Lichtbogenkammer anschliesst und die aus dieser austretenden Gase auf nimmt und kühlt.
Es ist zweckmässig, dass der Durchgang von der Lichtbogenkammer zur Kondensationskammer düsenförmig aus gebildet ist, so dass .das Ende der nach dem Durchschmelzen oberhalb der Düse befind lichen zweiten Klemme einer gründlichen Einwirkung der aus der Löschkammer aus tretenden Löschgase ausgesetzt ist.
Die Schmelzsicherung nach der Erfin dung kann als eine vollkommen in sich ab geschlossene Einheit ausgebildet sein. Die Schnelligkeit und die Sicherheit der Wirkung vermindern .das Freiwerden von Energie so wohl indem Lichtbogen, als auch in dem ab zuschaltendem Stromsystem und hierdurch wird es leichter, den Schmelzvorgang in einem abgeschlossenen Behälter ablaufen .zu lassen.
Da der Schmelzvorgang restlos in einem geschlossenen Gehäuse vor sich gehen kann, ist es möglich, .die Sicherung in einem beschränkten Raum aufzubauen, und da durch die Gefahr zu vermeiden, dass ein Überschlag auf in der Nähe befindliche stromführende Teile erfolgt. Ausserdem kön nen bei einer solchen Bauweise auch Ge räusche und die Verunreinigung der um gebenden Luft vermieden werden.
Als Löschstoff können die verschiedensten Stoffe verwendet werden. Wählt man eine Flüssigkeit, so wird diese zweckmässig ausser Berührung mit dem Schmelzdraht gehalten. Eine Sicherung nach der Erfindung kann in einer bevorzugten Ausführungsform also etwa folgendermassen ausgebildet sein:: Der Schmelzdraht ist anfänglich in einer Kam mer, der sogenannten Lichtbogenkammer, eingeschlossen, die innerhalb des Sicherungs gehäuses angeordnet ist.
Die obere Endwan- dung dieser Kammer besteht aus einer ;Siche rungsklemme, die ungefähr wie ein Ventil ausgestaltet ist. Es ist ferner eine düsen- förmige Auslassöffnung, vorzugsweise eine verengte, venturirohrähnliche Öffnung vor gesehen, durch welche der Lichtbogen hin durchgezogen wird, wenn die Vorrichtung in Tätigkeit tritt.
Dabei wird. die erste Klemme derart von dieser Öffnung hinweg bewegt, dass der Lichtbogen in bezug auf die verengte Öffnung in zentraler Stellung ;ge halten wird. Der durch den Lichtbogen er zeugte oder freigemachte Löschstoff streicht mit Heftigkeit durch -diese Öffnung hin durch, wodurch eine sehr starke Lösch wirkung auf den Lichtbogen ausgeübt wird. Die Lichtbogenkammer ist sonst mit Aus nahme der Bohrung für die untere Klemme geschlossen.
Der .aus der Lichtbogenkammer austretende Löschstoff gelangt in die Kon- densationskammer, wo die Gase und Dämpfe gekühlt werden. Hierdurch wird der Druck niedrig gehalten, -der sonst dazu neigen würde, zu grosse Werte anzunehmen. Die stabförmige Gegenklemme wird inzwischen in ein Bad aus Isolierflüssigkeit hinab gezogen, welche ausserdem ebenfalls licht bogenlöschende Eigenschaften besitzt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen, die mehrere Ausführungs- beispiele darstellt, beschrieben.
Es stellen dar: Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch das obere Ende einer ersten Sicherung, Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt durch das untere Ende der Sicherung nach Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3-,3 der Fig. 1, Fig. 4 einen senkrechten Längsschnitt einer andern Ausführungsform in vergrösser tem Massstab,
der eine andere Anordnung der die Flüssigkeit enthaltenden Gefässe in der Lichtbogenkammer zeigt, Fig. 5 einen Querschnitt längs der Linie 5-5 er Fig. 4, Fig. 6 einen senkrechten Längsschnitt durch das obere Ende einer weiteren Aus- führungsform, Fig. 7 einen senkrechten Längsschnitt durch das untere Ende der Ausführungsform nach Fig. 6,
Fig. 8 einen senkrechten Längsschnitt durch das obere Ende einer weiteren Aus führungsform, Fig. 9 einen senkrechten Längsteilschnitt einer andern Ausführungsform mit fest stehender oberer Klemme, Fig. 10 einen ,der Fig. 9 entsprechenden Schnitt mit einem von der unter Feder wirkung stehenden Klemme abnehmbaren. Kopf.
Es sei zunächst Bezug genommen auf Fig. 1, 2 und 3. Die Sicherung ist nach den drei Hauptwirkungen unterteilt, nämlich in die Lichtbogenkammer 1, die Konden- sationskammer 2 und die Trennungskammer 3. Das Einschliessen und Löschendes Licht bogens .geht hauptsächlich in der Lichtbogen- kammer 1 vor sich.
Der gasförmige oder ver dampfte Löschstoff, der in der Kammer 1 entwickelt wird, wird 'aus der Kammer 1 in die Kondensationskammer 2 hineingetrieben, wo es sich ausdehnen kann; in der Kammer 2 ist eine Masse von fein unterteiltem Metall für,die Gase und Dämpfe frei zugänglich, zu ,dem Zweck, .diese abzukühlen und zu konden sieren, so.dass eine übermässige Steigerung des Druckes vermieden wird.
Die Trennungs kammer 3 enthält einen isolierenden dielek- trischen Stoff, beispielsweise ein geeignetes Halogenderivat eines Kohlenwasserstoffes oder dergleichen, wie dies an sich für Siche rungen dieser Art schon bekannt ist. Dieser Stoff wirkt isolierend zwischen der beweg lichen Klemme und Teilen andern Potentials und verhindert die Wiedererzeugung des Lichtbogens, wenn die Spannung in dem Stromkreis wieder hergestellt ist.
Die Trenn kammer enthält Raum für die Rückzugsfeder und bietet Platz für das Zurückziehen der Klemme.
Im einzelnen ist der Aufbau wie folgt ge staltet. Am untern Ende eines Glasrohres ist ein metallischer Ring 5 vorgesehen, der eine äussere Klemme für den Stromkreis bildet. Dieser Ring 5 ist mittels einer geeigneten Dichtungslegierung 6 mit dem untern Ende des Glasrohres 4 verbunden. Der Ring 5 be sitzt eine Verlängerung 7, in welcher ein Ansatz .8 zur Aufnahme eines Gewindebol zens 9 des Federkopfes 10 vorgesehen ist.
Der Federkopf 10 ist mit Nuten zur Aufnahme der untersten Windungen der Schraubenfeder 12 versehen und besitzt einen Ansatz 1.3, in welchen das untere Ende des biegsamen Lei ters 1.4 eingesetzt ist. Diese Form der Feder befestigung und der Befestigung des bieg samen Leiters ist von derselben Art wie in bekannten Konstruktionen, jedoch mit der Ausnahme, dass im vorliegenden Falle der metallische Teil verlängert ist, so .dass eine geringere Länge Glasrohr 4 benötigt wird.
Am obern Ende des Glasrohres 4 ist der Ring 15 mittels einer Dichtungslegierung 6 befestigt. Die Ringe 5 und 15 bestehen vor zugsweise aus Messing. Der Ring 15 ist mit einem engen Flansch 16 versehen, der sich nach innen erstreckt und mit Gewinde ver sehen ist, um einen Gewindering 17 aufzu nehmen, der seinerseits mit einem sich nach innen erstreckenden Flansch 1,8 versehen isst. Dieser Flansch 1ö weist einen konisch ver jüngten Ventilsitz 19 auf,
auf welchem eia Ventilglied 20 aufsitzt, das eine Sicherungs- klemme an dem obern Ende der Lichtbogen kammer 1 bildet. Dieses Ventilglied 2:
0 kann, falls erwünscht, auf seinem Sitz mittels einer Dichtung befestigt sein, die aus einem durch die darunter befindliche Flüssigkeit nicht an greifbaren .Stoff besteht. Das scheibenförmige Ventilglied 20 ist mit einem Klemmenkopf 2.2 versehen, an welchem das obere Ende des Schmelzleiters 23 und ausserdem das obere Ende des Drahtes 24 hoher Festigkeit,
im nachfolgenden allgemein als Spanndraht be zeichnet, befestigt sind. Der Klemmenkopf 22 ist als Schraube ausgebildet, .die in die untere Fläche des scheibenförmigen Ventil- gliedes 20 eingeschraubt wird. Das Ventil glied 20 besitzt einen Schaft 25, an dem ein Führungsansatz '26 befestigt ist.
Der Füh rungsansatz 2;6 ist von zylindrischer Form und erstreckt sich in die rohrförmige metal lische Führungsmuffe 27 hinein.
Das obere Ende der Muffe 27 ist in das metallische Sternglied 2,8 eingeschraubt, das seinerseits von dem die Seitenwandungen der Konden- sationskamm:
er 2 bildenden metallischen Zy linder 29 getragen wird. Der Zylinder 29 ist reit seinem untern Ende auf einem sich nach aussen erstreckendenFlansch30 aufgeschraubt, der mit dem Ring 15 aus einem .Stück Uer- gestellt ist. Das obere Ende des Zylinders 2,9 ist durch einen mit Gewinde versehenen Stopfen 32 abgeschlossen, der eine mittlere Öffnung 33 besitzt, die von einer Kappe 34 bedeckt ist.
Die Kappe 34 ist in geeigneter Weise aufgekittet und hebt sich bei Über- druck in der Kammer ab, um die Vorrichtung zur Atmosphäre zu entlasten. Die mittlere rohrförmige Führung 27 in der Konden sationskammer 2 trägt eine Reihe von ge stanzten Metallblechen 35, die vorzugsweise aus Kupfer hergestellt und mit einer mitt- leren Öffnung versehen sind, um ein Zusam menfügen auf der metallischen Führung 2-7 zu ermöglichen.
Die Bleche 35 sind auf ihrer gesamten Fläche mit Löchern versehen, um einen verhältnismässig freien Zugang für die Dämpfe und Gase zu bieten. Die gestanzten Teile 35 sind durch Unterlegscheiben oder Abstandhalter 3,6 voneinander getrennt und werden; durch den Zwischenring 37 am obern Ende und die Gewindemutter 28 an .dem untern Ende des Rohres 2,7 zusammengehal- ten. Der Ansatz 2,6 des Ventilgliedes 20 ist geschlitzt oder gabelförmig ausgebildet.
Die Gabelschenkel federn nach aussen, so dass eine Reibungsverbindung zwischen dem Ansatz 26 und .der Innenfläche der Führungsmuffe 22 erzeugt wird. Diese Anordnung dient dazu, das Ventilglied zu zentrieren und in gehobener Stellung festzuhalten, wenn es von seinem Sitz 19 abgehoben worden ist.
Ausser- ,dem wird hierdurch eine leitende Verbindung zwischen dem Glied 2-0 und der mit .dem Ring 15 elektrisch verbundenen Muffe 27 hergestellt, so dass der Licbtbogenstrom durch dieselbe hindurchfliesst. An Stelle des glei tenden Kontaktes kann auch ein biegsamer Leiter, wie zum Beispiel ein umsponnener Leiter benutzt werden, wie in Fig. 8 durch 21 dargestellt.
Die Lichtbogenkammer befindet sich in dem gewalzten Rohr 40 aus Kunstharz (Phe- nolkon.densationsprodukt). Am obern Ende des Rohres 40 ist ein ringförmiger Körper 42 aus Isolationsmaterial angeordnet, der eine mit 48 bezeichnete Öffnung aufweist. Dieser Ring 42 ist mit einem Flansch 44 versehen, der durch eine entsprechende Hinterdrehung des obern Endes des Rohres 40 gebildet ist. Die obern Enden des Ringes 42 und des Rohres 40 berühren die untere Fläche des Flansches 18 des Ringes 17.
Ein Spreizring 45, der in Nuten im obern Teil des Rohres 40 und im angrenzenden Teil des.Metallringes 17 liegt, hält die Teile zusammen. Der Ring 42 ist an seinem untern Ende hinterdreht, um die obern schmaleren Enden einer Reihe von Wasser enthaltenden Glasphiolen oder Ge fässen 46 aufzunehmen.
Das Wasser kann eine geeignete Menge Frostschutzmittel wie Alkohol, Glyzerin oder vorzugsweise Ammo- niumhydroxyd in einer Menge von etwa 3 oder dergleichen enthalten, um ein .Springen des Glases zu verhindern, falls .die Vorrich tung niederen Temperaturen ausgesetzt wer den sollte. Die Phiolen können anstatt Was ser aueh einen andern Löschstoff in flüssiger, gasförmiger, körniger oder fester Form ent halten, :der unter dem Einfluss des Licht bogens aus :den Behältern freigemacht wird.
Die Phiolen können aus irgendeinem geeig neten Material hergestellt sein, .das den In nalt bis zum Augenblick der Verwendung schützt und ihn, wenn er benötigt wird, voll ständig freigibt. Ein Vorteil dieser Anord nung liegt in der Möglichkeit, einen Stoff oder Stoffe zu verwenden, welche mit dem andern Stoff oder den andern Stoffen nicht gemischt oder diesen nicht ausgesetzt werden dürfen.
Am untern Ende sind die .Glasphiolen in ähnlicher Weise im Durchmesser verringert, so dass hinter den ringförmigen Flanseh 47 eines stopfenförmigen Teils 48 eingesetzt werden können. Der stopfenförmige Teil 48 ist mit einer Öffnung versehen, durch die die stangenförmige Klemme 49 in die Licht bogenkammer 1 hineinragend hindurchgeführt ist. Der Stopfen 48 wird durch einen .Spreiz ring 50 in seiner Lage gehalten.
Der Spreiz- ring liegt in einer Nut in der innern Fläche .des Rohres 40 und wird zwischen einem Schraubenring 592 .und einer auf der äussern Fläche des Stopfens 48 vorgesehenen Schulter 5:8 eingeklemmt. Die Öffnung oder Bohrung in .dem Stopfen 48 ist mit einer Reihe von Dichtungsnuten 54 versehen, die eine La byrinthdichtung bilden, um die in der Kam mer 1 enthaltenen Stoffe beim Durchbrennen ,der Sicherungen in derselben festzuhalten.
Das untere Ende des Schmelzleiters 23, und des Spanndrahtes 24 sind durch den glem- menkopf 55 mit dem obern Ende der stab- förmigen Klemme 49 verbunden. Das untere Ende der stabförmigen Klemme 49 ist mit einem vergrösserten Kopf 56 versehen, der in den in dem Verbindungsglied 57 befindlichen Sockel eingeschraubt wird. Das Verbindungs glied 57 ist mit einem Ansatz 58 zur Auf nahme des obern Endes des biegsamen Lei ters 14 versehen.
Der obere Federkopf 59, der mit dem obern Ende der Feder '12 ver bunden ist, ist so an dem Verbindungsglied 57 befestigt, .dass die unter Spannung ste hende Feder 12 jederzeit bestrebt ist, die stabförmige Klemme 49 aus ihrer Lage in .der Kammer 1 herunterzuziehen und sie unter ,die Oberfläche der lichtbogenlösehenden Flüs sigkeit 64 unterzutauchen. Der Flüssigkeits spiegel der Flüssigkeit :
60 befindet sich nor malerweise ungefähr auf der in Fig. 1 an gedeuteten Höhe.
Der glemmenkopf 5:5 kann, wie in Fig. 8 gezeigt, im Durchmesser so vergrössert wer den, :dass sie die Öffnung in dem ,Stopfen 5,3 abschliesst und auf .diese Weise :die Verbin dung zwischen der Lichtbogenkammer 1 und der Trennkammer 3 versperrt. In dieser Figur ist in der Lichtbogenkammerein durch lässiger, feuerfester Stoff in Rohrform an der Wandung angeordnet.
In diesem Falle wird die .gesamte Lichtbogenlöschung innerhalb :der Kammer 1 vor sich gehen. Der Abschluss des untern Endes der Kammer 1 verhindert ein Entweichen des lichtbogenlöschenden Stoffes aus der Kammer 1 in die isolierende Flüssigkeit 60 hinein.
Um den Abschluss der Kammer 1 von der Flüssigkeit<B>60,</B> wirksamer zu gestalten, kann, wie in Fig. 8 dargestellt, eine Dichtung 51, beispielsweise aus einem Vellumoid genannten Stoff zwischen dem Kopf 55 und :dem Stopfen 48 angeordnet wer den.
Der Kopf 55, der so vergrössert isst, dass er :die Offnung 47 abschliesst, kann von dem Schaft 49 abnehmbar gestaltet sein, und zwar kann er mittels der Drähte 23 und 24, vor zugsweise des letzteren, abnehmbar festge halten werden. Ein derartiger abnehmbarer Kopf ist in Fig. 10 dargestellt.
Der Kopf 55 ist am obern Ende des Stückes 77 an geordnet, das seinerseits am obern Ende der unter Federwirkung zurückziehbaren Klemme 49 mittels einer lösbaren Kupplung befestigt ist.
Das Stück 77 ist mit einer ringförmigen Schulter 78 und einem im Durchmesser kleineren Schaftteil 79 versehen, der von einer kleinen Druckfeder 80 umgeben ist. Ein auf dem Schaft geführtes und durch die Druckfeder 80 nach unten gedrücktes Kupplungsstück 82 hält für gewöhnlich die Kupplungskugeln 83 fest, die sich in einer Querbohrung des Schaftes 79 befinden und in eine Nut 8'4 des obern im Durchmesser kleineren Endes 85 der Klemme 49 ein greifen. Das Ende 85 reicht in eine in dem untern Ende des 'Schaftes 79 vorgesehene Bohrung hinein.
Das Kupplungsstück 82 ist ein Ring mit drei verschiedenen innern Durchmessern, wobei der obere Durchmesser so gewählt ist, dass die Kupplung auf :dem Schaft 791 Gleitsitz hat. Der folgende Durch messer ist so bemessen, dass die Kugeln 83 in :der Nut 84 festgehalten werden können.
Wird der unterste und grösste Durchmesser 8f auf die Höhe .der Kugeln gebracht, so kön nen die Kugeln sich unter dem Zug :der an der Klemme 49 befestigten Feder 12 nach aussen bewegen. Der untere Stopfen .53 hat eine als Führung für die Klemme 49 -die nen:de Bohrung; :darüber befindet sich :ein sich konisch verjüngender ;
Sitz für die äussere konisch verjüngte Fläche 8$ des Kupplungs- stückes 82. Das Lösen geht beim Beispiel nach Fig. 10 wie folgt vor sich: Wenn die schmelzbare Verbindung :durchschmilzt .und die untere bewegliche Klemme 40 mit -den damit verbundenen Teilen sich nach unten bewegt, setzt sich Teil 82 auf den Sitz 87 auf.
Der Zug :der Feder 12 überwindet die Federkraft der kleinen Feder 80, zieht den Schaft 7,9 nach unten und bringt die Kupp lungskugeln 83 auf die Höhe des vergrösser ten Durchmessers 8,6 des Kupplungsstückes 82, wodurch das Stück 77 vom Schaft 85 frei gegeben wird.
Wenn der Klemmenkopf abnehmbar ge staltet ist, wie im oben beschriebenen Bei spiel, kann die Trennwirkung der Zwischen isolation dadurch hervorgerufen werden, dass der Schaft in die Flüssigkeit hinabgezogen wird. Diese Konstruktion wirkt dann ausser dem wie ein Rückschlagventil, es verhindert Ausfluss aus der Kammer 1 zur Kammer 3, gestattet jedoch eine Strömung in umgekehr ter Richtung.
Die in bevorzugten Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes anzuwendende ringförmige Verengung 412 hat eine neuartige Wirkung. Sie erstickt den Lichtbogen. Un tersuchungen der Lichtbögen haben zu dem Ergebnis geführt, dass der freie Querschnitt eines Lichtbogens dem von dem Lichtbogen geführten Strom proportional ist.
Wenn eine derartige ausgebildete Vorrichtung in Wir kung tritt, bildet sich der Lichtbogen zu nächst mit einem Querschnitt, der dem Schmelzdraht entspricht und strebt darnach, sich nach aussen bis zu einem Querschnitt aus zudehnen, der dem Stromfluss entspricht, während die ringförmige Verengung stehen bleibt, :
den Lichtbogen einschliesst und ihn erstickt. Durch die Beschränkung oder Dros selung des Querschnittes des Lichtbogens an einer Stelle besteht an .dieser Stelle die Nei gung, die Stromkapazität zu verringern. Die Verengung würde jedoch bald durch die Hitze des Lichtbogens zerstört werden, wenn ,der Lichtbogen unmittelbar auf sie einwirken würde.
Das Ausströmendes Löschstoffes um -den Lichtbogen herum bringt verschiedene nütz liche Wirkungen mit sich. Zunächst bildet der Löschstoff einen sich ununterbrochen erneuernden Schutzschild. zwischen dem Lichtbogen und der Verengung 42 und schützt diese gegen Zerstörung .durch die Hitze -des Lichtbogens. Ferner wird dadurch, dass der lichtbogenlöschen.de Stoff durch die Verengung um den Lichtbogen herum hin durchgedrückt wird, die wirksame Öffnung verkleinert und die Einschnürung des Licht bogens vergrössert.
Die Bewegung des Lösch stoffes ist derart, dass ionisierte Gase, me tallische Dämpfe usw. aus dem Bereich des Lichtbogens herausgetragen werden, indem sie in einem ringförmigen Strom an der obern Klemme 22 vorbeigeführt werden. Die Aus dehnung Gase jenseits des verengten Teils bewirkt eine Abkühlung derselben auf eine Temperatur, die im Vergleich zum Licht bogen als kalt bezeichnet werden muss.
Die Lichtbogenkammer soll die erste Wir kung des Durchbrennens der Sicherung auf nehmen. Die Kammer ist deshalb so kräftig ausgebildet, dass sie .den Drücken widerstehen kann, die unter ausserordentlichen Bedingun gen auftreten können. Das Glasrohr 4 wird somit vor der Hitze und den beim Durch brennen der Sicherung auftretenden Erschüt- terungen geschützt. Die Lichtbogenkammer 1 ist abgeschlossen, und zwar entweder voll kommen dicht oder annähernd dicht. Die Zug- spannungder Feder 12, die durch den Spann draht 24 auf das Ventilglied 20 übertragen wird, hält dieses auf seinem konischen Sitz 19 fest.
Das Ventilglied 20 kann die licht bogenlöschende Flüssigkeit in dem untern Teil des Gehäuses zurückhalten. Da ausser dem der ringförmige Körper 17 und der Flansch 16 des Ringes 15 miteinander ver bunden sind, wird die lichtbogenlöschende und isolierende Flüssigkeit 60 daran gehin dert, beim Versand des Apparates in die Kondensationskammer 2 einzudringen. Die ser Ausschluss ist jedoch nicht unbedingt er forderlich, aber, wenn die Flüssigkeit unter halb .des Ventils verbleibt, braucht die Kon densationskammer nicht so dicht abgeschlos sen zu sein, als wenn die Flüssigkeit Zutritt hat.
Es sei angenommen, dass die Teile sieh in der in Fig. 1 und 2: dargestellten Lage be finden. Durch irgendeinen ernsten Fehler in dem angeschlossenen System werde nunmehr eine Zunahme .der Stromstärke hervorgerufen, welche es angezeigt erscheinen lässt, dass die Vorrichtung selbsttätig in Wirkung treten soll.
Der Schmelzdraht 21$, der vorzugsweise aus Silber und der Spanndraht 2:4, der vor zugsweise aus einer Legierung hoher Festig keit, beispielsweise Nickel-Chrom-Eisen-Le- gierung, hergestellt ist, brennen durch und ein Lichtbogen bildet sich. Der Stromfluss zwischen den Ringen 5 und 15 geht nor malerweise von dem Ring 5 durch den bieg samen Leiter 14 zu der Sicherungsklemme 49, :durch den Schmelz- und den Spanndraht zu dem Klemmenkopf 22 und dem Ventil- glied ?0.
Der kürzeste Weg vom Teil 2;0 zum Ring 15 führt durch den Flansch 18 des Ringes 17 und dann unmittelbar zum Ring 15. Ein anderer und längerer Weg ist der durch den Schaft 26, Muffe 2'7, Stern körper 28, Zylinder 29 und durch den Flansch<B>30</B> in den Ring 15.
Sobald der Strom die Sicherung durch geschmolzen hat, wird ein Lichtbogen zwi- schen den glemmenköpfen 2.2 und 5,5 ge bildet. Die auf die Feder 1,2 ausgeübte Spannkraft ist aufgehoben und die .stab- förmige Klemme 49 wird freigegeben.
Das Schmelzen des Schmelz- und Spanndrahtes bedingt ein unmittelbares Ansteigen des Druckes in :der Explosionskammer infolge,der Ausdehnung der Gase und der Bildung von Metalldämpfen, mit dem Ergebnis, dass der von d er Feder freigegebene Körper 20 nach oben geschleudert wird, wobei er durch den Schaft 26 in der Muffe 27 geführt wird. Der Klemmenkopf 22 wird auf diese Weise genau konzentrisch zu der in dem Ring 42. befind lichen Öffnung .4a3 bewegt.
Die Öffnung am obern Ende der Lichtbogenkammer wirkt am .stärksten im Sinne einer Beschränkung .des Gaszuflusses zur Kondensationskammer .dann, wenn !der Stromfluss seinen Maximalwert erreicht hat. Der Durchfluss von Löschstoff durch dieÖff- nung, durch welche sich der Lichtbogen er- streckt, wird durch die Ausdehnung des Lichtbogens behindert.
Der Lichtbogen strebt darnach, seinen Durchmesser in Ab hängigkeit .der geführten .Strommenge zu vergrössern. Da der Querschnitt jedoch auf diese Weise selbsttätig eingeengt wird, so ergibt sich eine gewisse Begrenzung der Stromstärke während der Dauer des Licht bogens.
Wenn infolge des Pichtungswech- sels bei jedem Halbwechsel der Strom .gleich Null ist, bietet der Lichtbogen das geringste Hindernis für ras Durchfliessen des Dampfes von der Lichtbogenkammer aus und der Dampfstrom wirkt in .diesem Augenblick, nachdem der Strom den Wert Null angenom men hat, am stärksten gegen ein Wiederauf flammen .des Lichtbogens, da der oben be schriebene Dampfstrom dahingehend wirkt, ,dass .aus .einem bestimmten Teil des Licht bogenweges ionisierte Gase, Dämpfe usw. herausgespült werden.
Die Anordnung die ser Öffnung bewirkt ein Ansteigen des Druk- kes in .der Lichtbogenkammer während des Anwachsens des Lichtbogens und eine zu nehmende Entlastung des Druckes mit der Abnahme des Querschnittes des Lichtbogens.
Gleichzeitig veranlasst .die Hitze entweder un- mittelbar eine Sprengung des Glases der Phiolen 46 oder sie ruft einen derartig raschen Druckanstieg innerhalb der Phiolen hervor, dass dieselben platzen und das darin enthaltene Wasser freigegeben, das in den Lichtbogen hineingetrieben und verdampft wird, wodurch der Druck innerhalb der Licht bogenkammer 1 ansteigt und mit grosser Hef tigkeit durch die Öffnung 43 hindurchgetrie ben wird.
Sobald das Ventilglied 2.0 .seinen Sitz 19 auf dem Ring 17 verlassen hat, geht der Stromweg von dem Kopf 55 durch den Licht bogen, den Klemmenkopf 22, dann durch den Schaft 2a6, die Muffe 2,7, den sternförmigen Körper 28 und durch .den äussern Zylinder 29 der Kondensationskammer 2.
Der Klem- menkopf 2'2 zusammen mit dem Kopf 5;5 hält den obern Teil des Lichtbogens genau kon zentrisch zur Öffnung 43, denn ,die Klemme ist zentrisch geführt und so steif ausgebildet, dass sie nicht seitlich ausweichen kann.
Auch hat .der Lichtbogen wegen der, abgesehen von den Bohrungen für den Schmelzdraht und den Spanndraht massiven Ausbildung der Köpfe 22 und 55, und wegen .der ebenen Aus bildung der einander zugekehrten Flächen anders als bei rohrförmigen oder au3gehöhl- ten Köpfen, keine Veranlassung, sich seitlich zu verschieben. Ferner ist die Lichtbogen kammer so lang, dass der Bogen mit Sicher heit innerhalb der Kammer zum Erlösehen kommt.
Das kräftig durch die :genannte Öffnung strömende Löschmittel (in diesem Ausführungsbeispiel Wasser oder Dampf) kann .daher intensiv auf -den Bogen und die obere Klemme einwirken, wodurch der Licht bogen schnell ausgelöscht wird. Ein Teil der lichtbogenlöschenden Wirkung beruht auf der Kühlung :
des Teils 20 und des in der Nähe befindlichen Teils des Lichtbogens, hervor gerufen durch .die rasche Ausdehnung des Gases und des Dampfes beim Austritt aus der Düsenöffnung 48 unter dem scheiben- förmigen Teil 2:0.
Die Masse der Kondensationsplatten 3,5 dient dazu, den Wasserdampf zu konden sieren und .den Druck, der sich sonst bilden würde, auf niedrigen Werten zu halten. Was ser ist ein wirksames lichtbogenlöschendes Mittel. Es wird nämlich durch die Hitze des Lichtbogens, nicht leicht zersetzt, sondern lediglich verdampft und kann leicht konden siert werden.
Auf diese Weise wird eine starke Druckzunahme verhindert, die auf treten würde, wenn sich .das lichtbogen- löschende Mittel unter Bildung beständiger Gase zersetzen würde.
In der Beschreibung und in den Ansprü chen werden unter dem Begriff gasförmige Mittel, Dämpfe, Gase und dergl., verstanden.
Sollte der Lichtbogen noch bestehen blei ben, während sich die stabförmige Klemme 49 schon merklich bewegt hat, so kommen beim Langziehen des Lichtbogens unterhalb der Öffnung 43 lediglich mehr Wasser oder weitere Mengen eines andern lichtbogen- löschenden Stoffes auf den Lichtbogen zur Einwirkung, und auf diese Weise wird eine Steigerung der Löschwirkung erzielt, wie im folgenden noch näher ausgeführt wird.
In der oben geschilderten Anordnung wird der Lichtbogen von dem Ring 42 um fasst und dann auf jeder Seite dieses Ringes ausgezogen. Auf der einen Seite ,des Ringes wird ein Druck erzeugt, und nach der an dern Seite des Ringes hin entlastet, wo durch eine starke lichtbogenlöschende Wir kung hervorgerufen wird. Die stabförmige Klemme 49 wird durch keine die Flüssig keit lenkende Vorrichtung behindert und be- -,veä-t sich rasch abwärts.
Indem Körper 48 wird :die Klemme zentral geführt. Nachdem die stabförmige Klemme 49 die Uchtbogen- kammer 1 verlassen hat, befindet sie sich innerhalb .der Flüssigkeit 60 und wenn nötig, kann die Flüssigkeit 60 für weitere Zufuhr von Löschstoff sorgen, nachdem die Mittel in .der Lichtbogenkammer erschöpft sind.
Ge legentlich wird die Sicherung unter Einwir kung von Fehlern oder Überlastungen durch brennen, die den Stromfluss in dem Licht bogen auf verhältnismässig niedrige Werte beschränken. Der Lichtbogen kann dann unter Umständen nicht stark genug :sein, um ein Freisetzen des Stoffes in den Glasphiolen zu ermöglichen. Der unterste Teil des Licht bogens wird dann in die Flüssigkeit @60 hin eingezogen, diedann den gasförmigen Lösch stoff für die Lichtbogenlöschung liefert.
In jedem Fall wird durch das Untertauchen der Klemme 49 in die Flüssigkeit 60 ein flüs siges Dielektrikum zwischen die Klemmen und irgendwelche über denselben befindliche leitende Teile :geschaltet, so dass bei Wieder herstellung,der .Spannung in dem Stromkreis der Lichtbogen nicht erneut gebildet wird.
Vorzugsweise wird eine lichtbogen- löschende Flüssigkeit verwendet, die nicht durch die Berührung mit Wasser zerstört wird. Es kann auch eine so .schwere Iso lationsflüssigkeit verwendet werden, dass Wasser darauf schwimmt.
In Fig. 1 bis 3 sind die Phiolen oder Be- hälter 46 für den lichtbogenlöschen.den Stoff senkrecht angeordnet dargestellt, es können jedoch auch andere Anordnungen gewählt werden.
In Fig. 4 und 5 sind beispielsweise ringförmig angeordnete, wasserenthaltende Einheiten angedeutet. Torusartige, hohle Ringe 62, 63 aus Glas: mit Wasser gefüllt sind innerhalb des Isolierrohres 40 angeord net. Die Füllung der Behälter 46 und 62 soll nicht auf Flüssigkeit beschränkt werden, da lichtbogenlöschende Stoffe irgendwelcher bekannten Art, die für diesen Zweck geeig net sind, gebraucht werden können.
Die Fül lung kann flüssig, gasförmig oder fest sein, und zwar in der Form eines zusammenhän- genden Körpers gekörnt oder gepulvert.
Die Ringkörper 62, 63 sind, wie bei 64 angedeutet, verschlossen. Zwischenlegschei- ben oder Ringe mit .geeigneten Aussparungen 65 zur Aufnahme der Verschlussstellen ü4, 64 sind vorgesehen.
Durch diese Anordnung wird die Freigabe von mehr Wasser, als für die jeweilige Lichtbogenlöschwirkung be nötigt, verhindert, das heisst der Lichtbogen zerstört diejenigen Wasserbehälter nicht, die unterhalb des Lichtbogens liegen.
In Fig. 6 und 7 ist eine Ausführungs- form des Erfindungsgegenstandes dargestellt, in welcher die gleiche Lichtbogenlöschflüssig- keit sowohl in der Lichtbogenkammer 1 als auch in der Trennkammer 3 benutzt wird.
Wenn gewünscht, kann eine Schicht einer andern Flüssigkeit auf der .darunter befind lichen Flüssigkeit aufgebracht werden, so,dass der Vorteil der leichten Kondensierbarkeit einer zu oberst vorgesehenen Flüssigkeit aus genutzt werden kann. In dieser Anordnung wird wie bei der vorherigen Ausführungs form die Lichtbogenkammer 1 durch das Rohr 40 begrenzt. Das obere Ende,des Roh res 40 ist mit einem Ring 42 zur Begrenzung der Öffnung 43 versehen.
Der Ventilkörper 20 sitzt auf dem konischen, auf einem Ring 67 vorgesehenen .Sitz 1,9 auf. Der Ring 67 besitzt einen sich nach innen erstreckenden Flansch, der über den Ring 42 hinübergreift.
Das Rohr 40 ist in die Innenseite des Um- fanges des 67 eingeschraubt und berührt die untere Seit$ :
des Isolierringes 42, der die Öffnung 43 begrenzt. Der Metall- ring 6-7 ist aussen mit Gewinde versehen, das in den mit Gewinde versehenen Flansch 16 des Ringes 15 eingeschraubt wird.
Um den Rückfluss irgendwelcher Flüssig keitsmengen,,die beim Versand oder :derglei chen durch die Öffnung 43 in die Konden sationskammer 2 eingedrungen sein könnten, zu ermöglichen, sind Vorkehrungen getroffen, die in der Anordnung einer Umfangsnut 68 bestehen, die in den Ring 67 eingeschnitten ist, und aus einem oder mehreren Löchern -69, ,die von oben bis zur Nut 68 und ein oder mehreren Löchern 70, die von unten her bis zur Nut 68 vorgetrieben sind,
um einen Druckausgleichsstrom zwischen der Konden sationskammer und dem Zwischenraum zwi schen Glasrohr 4 und Isolationsrohr 40 zu gestatten. Dieser Zwischenraum steht mit der Trennkammer 3 und durch den mit einem Loch versehenen Stopfen 4;8 mit dem Innern der Lichtbogenkammer 1 in Verbindung. In dem Ventilkörper 2-0 kann eine -Öffnung 71 zu dem gleichen Zweck vorgesehen sein.
Bei dieser Anordnung wird die untere stabförmige Klemme 49, welche den Kopf 55 trägt und an welchem die untern Enden des Schmelzdrahtes 20 und des Spanndrahtes 24 befestigt sind, in die die Vorrichtung fül lende Flüssigkeit heruntergezogen, bis der Kopf -55 aus der Kammer 1 zurückgezogen ist.
Es tritt d ann der Kopf 55 in Berührung mit der Muffe 72 und nimmt die Vorrich- tung 73 mit, die an der Muffe 72 mittels Federklammer 74 befestigt und so geformt ist, dass sie die Flüssigkeit nach der Mitte lenkt.
Sollte der Lichtbogen noch ausserhalb der Lichtbogenkammer 1 bestehen geblieben sein, so wird infolge der To%#@angsverbindung des Kopfes 55 mit der Vorrichtung <B>78</B> die Flüssigkeit gegen den Kopf 55 gespritzt, und ein Auslöschen des Lichtbogens hervor- gerufen. Die Vorrichtung 73 lenkt somit die Flüssigkeit und führt ausserdem den Kopf 55 zentral zum Rohr -4.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungs form ist die gleiche wie die der Ausführungs- form nach Fig. 1 bis 5. Indem vorliegenden Fall jedoch enthält die lichtbogenbildende Kammer 1 keine Glasphiolen, die .die Flüs- eigkeit getrennt ,aufbewahren, sondern die Flüssigkeit steht in d iesem Falle bis zum ge wünschten Flüssigkeitsspiegel frei in der Kammer 1.
Beim Durchbrennen der Siche- rung wird der Ventilkörper 20 mit seinem Kopfstück 22' nach oben geschleudert und die stabförmige Klemme 49 beginnt sich abwärts zu bewegen. Die lichtbogenlöschen.de Flüs sigkeit @60 wird durch die Hitze des Licht bogens verdampft und in der Kammer 1 wird ein hoher Druckerzeugt, der durch die Öff nung 43 gegen den Ventilkörper 20 drängt.
Die Köpfe 22 und 55 halten Aden Lichtbogen in zentrierter Stellung fest, so dass er durch den Angriff des rasch durch die Öffnung 43 strömenden Löschstoffes wirksam angegriffen werden kann. Die Flüssigkeit kühlt,die un- tere Klemme und indem sie herausgetrieben und expandiert wird, wirkt sie auch auf den Ventilkörper 20.
Es muss darauf hingewiesen werden, dass, falls der Lichtbogen dazu neigen sollte, in dem Zwischenraum zwischen der Scheibe 2,0 und dem Sitz 19 bestehen zu bleiben, das Fliessen des Löschstoffes in Querrichtung jenseits der Öffnung 43 den Lichtbogen als bald auslöschen würde, insbesondere da ein leitender, diese Strecke umgehender Weg vor handen ist. Dieser Weg geht durch den Schaft 26, das Führungsrohr 27, den Stern körper 28 und die Aussenwandungen 2<B>9</B> der Kammer 2.
Das Verschieben von dem einen leitenden Weg auf den andern wird sicher- gestellt durch .die Explosionswirkung des Lichtbogens, die die Scheibe 2,0 von ihrem Sitz abhebt.
Es sei darauf hingewiesen, ,dass die Er findung nicht auf die bestimmte Anordnung beschränkt werden soll, die für das Bereit halten eines geeigneten lichtbogenlöschenden Stoffes in der Kammer 1 dargestellt worden ist.
Beispielsweise kann ein fester Stoff wie Borsäure oder Kieselsäure in fester Form innerhalb des Rohres 40 in ähnlicher Weise angeordnet werden, wie dies für -die Wasser behälter aus Glas beschrieben worden ist, oder aber der Stoff kann. als zusammenhän gende Muffe aus diesem Material vorgesehen werden. Es gibt zahlreiche Stoffe, die unter der Einwirkung von Hitze Wasser abgeben.
Es sei ferner darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf einen Stoff beschränkt werden soll, der Wasser abgibt. Es kann bei spielsweise auch ein Stoff verwendet werden, der Dampf oder Gas abgibt, das geeignet ist, den Lichtbogen auszulöschen oder das Aus löschen zu unterstützen.
In Fig. 9 ist ein fester lichtbogenlöschen- der Stoff in Form einer Muffe $9 darge stellt, die in das Rohr 40 passt und zwischen dem obern Einschnürring 42 und,dem untern, in Fig. 9 nicht dargestellten Ring 53 fest gehalten wird. Die Lage der beiden Ringe ist aus Fig. 8 ersichtlich.
Wenn, wie in Fig. 9 fester lichtbogenlöschender Stoff ver- mendet wird, befindet sich der Flüssigkeits spiegel der Trennflüssigkeit unmittelbar an oder unter dem untern Ring 53, durch den die bewegliche Klemme 49 hindurchgeht.
Das Kopfstück 5,5 kann wie in Fig. $ ver grössert sein, um die Kammer 1 von dem darunter befindlichen Raum abzuschliessen, wenn die bewegliche Klemme 49 durch die Feder nach unten gezogen wird. Wie bereits erläutert, kann der feste lichtbogenlöschende Stoff in Glasbehälter 46 oder unbedeckt in Form eines Ringes oder einer Muffe (89 in Fig. 9) so angeordnet sein, dass eine Aus kleidung für die Lichtbogenkammer 1 ge bildet wird.
Die Phiolen 46 gestatten die Anwendung von Gas, Flüssigkeit, Pulver oder Stoff in irgendeiner andern Form oder Kombination der genannten Formen, ohne dass die Iso lationsflüssigkeit 60 oder der Inhalt anderer Phiolen verunreinigt wird. Stoffe, die sonst gänzlich ungeeignet wären infolge ihrer kor rodierenden oder zerstörenden Wirkung auf metallische Teile oder auf die Isolation, können somit verwendet werden.
Falls ge wünscht, kann der Austritt des Inhaltes dieser Phiolen in, die Kondensations- kammer permanent gestaltet werden, indem dem Ventilkörper 20 nach der Explosion auf seinen Sitz zurückzufallen gestattet wird. Zu diesem Zweck wird ein biegsamer Leiter an Stelle der dargestellten gleitenden Verbin dung verwendet.
Eine solche Anordnung ist in Fig. 8 dargestellt. Ausserdem kann an .Stelle eines einzelnen Explosionsbehälters, der nur eine Art lichtbogenlöschenden Stoffes enthält, eine Anzahl solcher Behälter in Reihe angeordnet werden, und der Klemmen- kopf in diese hineingezogen werden.
Auf diese Weise kann eine Anordnung getroffen werden, bei welcher Stoffe nach ihrem Frei werden vereinigt werden, um eine starke lichtbogenlöschende Wirkung hervorzurufen, und zwar können dann auch solche Stoffe verwendet werden, die sich nicht dazu eig nen, im voraus zusammengebracht zu wer .den.
Auch können die Phiolen 46 oder 6.2, 63 in der Lichtbogenkammer 1 mit verschie denen Stoffen gefüllt werden, welche beim Durchbrennen ' der Sicherung freigegeben werden und sich in der einen Kammer ver einigen.
Es kann auch in einem Teil der Kapseln oder Phiolen ein Stoff eingeschlossen wer den, (der beim Durchbrennen der Sicherung als Schutz für das dielektrische Bad 6,0 ,dient, um auf diese Weise unerwünschten Einwir kungen der aus den andern Kapseln oder Phiolen freigemachten Stoffe entgegenzu wirken.
Der obere Klemmenkopf 22 kann auch so weit verlängert werden, dass beim An heben des Ventilkörpers 2,0 in seine obere Lage der Kopf 22 sich noch innerhalb der Kammer 1 befindet. Der Ventilkörper 20 kann in geeigneter Weise durch einen be kannten Scherstift oder dergleichen in ge schlossener Stellung gehalten werden!, um einen gewissen Druckanstieg in der Kammer 1 zu erzwingen.
Wenn der Kopf 2,2 tat sächlich innerhalb der Kammer 1 verbleibt, wird der Einschnürring vorzugsweise ver- grössert oder entfernt.
Falls bei den Anordnungen nach Fig. 1 oder 6 der Lichtbogen bestehen bleibt, nach dem der Schaft oder die Klemme 49 aus -der Lichtbogenkammer 1 zurückgezogen worden ist, wird jedes Ende des Lichtbogens durch die zentralisierenden Öffnungen hindurch von lichtbogenlöschendem Stoff umspült.
In Fig. 8 ist ein verlängerter Klemmen kopf 90 dargestellt, der an Stelle des kür zeren Kopfes<B>22</B> nach Fig. 1 Verwendung finden kann. Der Kopf 9,0 ist so lang, dass, wenn,der Ventilkörper 20 und der damit ver bundene Schaft 26 mit dem biegsamen Leiter 2,1 in die höchste Lage getrieben worden sind, das untere Ende des Kopfes 90 sich noch im wesentlichen in der Lichtbogenkammer 1 be findet.
Durch geeignete Wahl der Länge des Kopfes 90 kann jede beliebige Endstellung erzielt werden.
Nach Fig. 9 steht der Klemmenkopf 92 in bezug auf die Lichtbogenkammer 1 fest. Der Kopf 92 ist mit einem Gewindeschaft 93 versehen,,der in das untere Ende ,des Roh res eingeschraubt ist. Der Vielkantkopf 94 liegt an der untersten Kondensationsplatte 35 an und hält diese in ihrer Lage fest.
Die Länge eines derartigen feststehenden Klem- menkopfes kann beliebig gross gewählt wer den, und bei irgendeiner der beschriebenen Ausführungsformen an die Stelle der beweg lichen Spitze treten.
Nach Fig. $ befindet sich das Ende des Kopfes unterhalb der durch den Ring 42 gebildeten Verengung, so -dass der aus der Kammer 1 durch die Ein- wirkung des Lichtbogens auf das Rohr 8.9 ausgetriebene lichtbogenlöschende Stoff un mittelbar auf das Ende des Kopfes 9,2 auf trifft, an welcher Stelle der Lichtbogen sich aufrechtzuerhalten trachtet.
In Fig. 10 steht der glemmenkopf ,9,- fest und erstreckt sich durch die durch -den Ring 42 gebildete Öff nung hindurch. Nach der Ausführungsform, Fig. 10, steht der Flüssigkeitsspiegel unter dem Kopf 55 in dessen Nähe.
Die Verwendung der Ausdrücke "ober" und "unter" bei der Beschreibung der rela tiven Lage der Einzelteile zueinander ge schieht lediglich mit Bezug auf die Zeich nung und nicht im Sinne einer Beschrän kung.
Desgleichen soll, wo in der Beschrei- bung der Ventilkörper 20 als Scheibe oder als scheibenförmig bezeichnet wird, in dieser Bezeichnung keine Beschränkung erblickt. werden, umsomehr als auch der Ventilkörper 2'0 sowohl als Stopfen als auch als Scheibe angesprochen werden kann.
Er bewirkt ledig lich bis .zu einem gewünschten Ausmass eine Beschränkung des Auslasses am obern Ende der Lichtbogenkammer 1 und bildet einen von dem Klemmenkopf 222 ausgehenden, elek- trisch leitenden Weg, in erster Linie durch seinen Umfang und durch seinen Sitz hin durch, wenn in geschlossener Stellung, und in zweiter Linie durch den Führungsschaft, wenn von seinem Sitz abgehoben.
Der Ventilkörper 20 braucht somit nicht, eine Scheibe zu sein, noch braucht er einen dichten Abschluss zu bilden. Er ist vorzugs weise beweglich und derart ausgebildet, dass er eine zentral angeordnete obere Klemme er gibt, und der lichtbogenlöschende Stoff den einen Lichtbogenfusspunkt und die obere Klemme umgibt.
Der Klemmenkopf 22, kann oberhalb. der Öffnung 43 ohne den Ventil körper 20 in seiner Zentralstellung festgehal ten werden und trotzdem eine sehr nützliche Wirkung ausüben.