CH193283A - Schienenstossverbindung. - Google Patents

Schienenstossverbindung.

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CH193283A
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Langschienen Gesellschaft M H
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Langschienen Ges M B H
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Description


      Schienenstossverbindung.       Zur Vermeidung von offenen Stossstellen  bei Schienensträngen hat man bisher die  Schienen miteinander oder mit den Laschen  verschweisst und zur Erhöhung der mechani  schen     Festigkeit    die Schweissstelle noch durch  an den Schienenfuss und     Steg        angeschweisste     Bandagen verstärkt.

   Die Schweissnähte,     wel-          c    he die Bandagen     mit,der    Schiene verbinden,  beeinträchtigen     aber    ihrerseits wieder die me  chanische Festigkeit der Verbindung, da die  Schiene     längs,der    Schweissnaht verletzt     wird,     welche Schwächung     ler    Wirkung einer Ker  bung der Schiene an den Stellen der Schweiss  naht gleichkommt.

   Es ist zum     Beispiel    eine       Schienenstossverbindung    bekannt, bei welcher  die Schienenenden im Stoss     miteinander    ver  schweisst sind und die Stossstelle durch bei  derseits am Steg     anliegende        vernietete    La  schen     überbrückt        ist.    Jedoch     sind    die La  schen ihrerseits an den Rändern mit den  Schienen verschweisst, so dass eine     Material-          schwächung    :

  durch     Kerbwirkung        entsteht.     Weiters ist es. auch an sich bekannt, dass man         gute        Resultate    erzielt, wenn man die in der  Stossfuge miteinander verschweissten Schie  nenenden noch     mittels    nur durch mechanische  Befestigungsmittel     gehaltenen    Laschen mit  einander verbindet.

   Die Erfindung     betrifft     nun eine besonders     vorteilhafte    Verbindung  dieser Art und besteht darin, dass die Schie  nenenden mit nur durch Vernietung gehal  tenen Winkellaschen miteinander     verbunden     sind, .die Stossfuge im Bereich des     Schienen-          kopfquerselinittes    verschweisst ist und die  Winkellaschen satt an     Steg,    Kopf und Fuss  anliegen.

   Bei einer .derart ausgebildeten Ver  bindung hat die .Schweissstelle nur die Auf  gabe. das Fahrzeugrad stossfrei von einer  Schiene auf die andere zu leiten.     Mecha-          nisch    ist die     Schweissstelle    durch die Laschen  vollkommen     entlastet.    Die Laschen sind als  Winkellaschen ausgebildet, :die satt an Steg,  Kopf und Fuss der Schiene     anliegen    und  durch     Vernietung    miteinander und mit der  Schiene verbunden sind.

   Diese     Ausbildung     gewährleistet eine     vollkommen    sichere und      innige Verbindung der Laschen mit den       Schienen,    so     dass        diese    tatsächlich die     ganze     Belastung aufnehmen und die Schweissstelle       praktisch    vollkommen entlasten. Die Verwen  dung von Nieten als     Laschenbefestigungs-          mittel    erscheint am zweckmässigsten, weil sich  die Nieten an die Wandungen der Bohrungen  in .den zu verbindenden Teilen satt     anliegen     und infolgedessen nur auf Abscheren bean  sprucht werden.

   Die am Kopf- und     Fussteil          anliegenden    Laschen     vermitteln    eine gleich  mässige Verteilung der     Belastung    auf alle  Nieten. Eine     reine        Scherbeanspruchung    der  Nieten wird durch die satte Anlage der  Laschen am Steg erreicht.

   Die Nietbolzen  können beiderseits des Steges im Bereich ,der  Fugen zwischen Steg und Laschen     ausge-          staucht    sein, wodurch nicht nur in an sich  bekannter Weise eine Erhöhung der Scher  festigkeit ohne     Vergrösserung    .des Schaftquer  schnittes erreicht, sondern darüber hinaus  auch eine Sicherung der Verbindung beim       Reissen    einer Niete erzielt wird. Springt  zum     Beispiel    ein Nietkopf ab, so steht die  andere Lasche noch durch die     Ausstauchung     mit dem     Steg    in fester Verbindung, so dass  dadurch eine erhöhte Sicherheit der Anord  nung gegeben ist.  



  Bei vielen Konstruktionen werden die bei  den miteinander zu verbindenden Schienen  enden auf ihrem ganzen Querschnitt mitein  ander verschweisst. Dieses Verfahren     ist    je  doch nicht vorteilhaft, weil die einzelnen  Teile der Schiene, wie Kopf, .Steg und Fuss,  verschiedene     Querschnittsmasse        besitzen,     nämlich verschiedene     Querschnittsumrisse     und verschiedenen     Querschnittsinhalt.    Dieser  Umstand bedingt eine ungleichmässige  Schrumpfung der     verschiedenen    geschweissten       Querschnittzonen,    wodurch     innere    Spannun  gen im Werkstoff     entstehen,

      die schon bei  einer .ganz geringen Erhöhung der Verkehrs  beanspruchung zu einem plötzlichen Bruch  an der Schweissstelle führen     können.    Dieser  Gefahr kann dadurch begegnet werden,     dass     man die     Verschweissung    nur im Bereich der  Schienenköpfe     vornimmt,    was ja     bei    der er  findungsgemässen Ausgestaltung der Verbin-         dung    wegen der weitgehenden Entlastung der  Schweissstelle möglich ist.     Ausserdem    sind  aus dem gleichen     Grund    diejenigen .Schweiss  verfahren vorzuziehen, welche mit geringer  Wärmeentwicklung arbeiten, also die Kalt  schweissungen, z. B.

   Lichtbogen- oder Auto  genschweissung, die bei ihrer Anwendung nur  geringe Wärmemengen zur     Entstehung    brin  gen.  



  Die Laschen werden zweckmässig in an  sich     bekannter        Weise    durch warm einge  zogene Nieten miteinander verbunden. Eine       besonders    feste und sichere     Verbindung    er  hält man, wenn man die     Nietköpfe,        wie    dies  bei     Schrauben    bekannt ist, an     einigen    Punk  ten oder am ganzen Umfang     mit    der Lasche  verschweisst.  



  Da beim Vernieten der Laschen Nieten       vorteilhafterweise    in     rotglühendem    Zustand       verwendet    werden, füllt der bei der     Nietung     zusammengestauchte Niethals .das Bohrloch  vollkommen aus, .so dass schon durch diese  Massnahme allein eine grosse     .Stabilität    der  ganzen     Anordnung    erreicht     wird.    Nach dem       Erkalten    pressen die Nieten die Laschen       unter    grossem     Druck    an     -die    Schienen.  



  Auf der     Zeichnung    ist der Erfindungs  gegenstand in zwei beispielsweisen Ausfüh  rungsformen dargestellt. Es zeigt     Fig.    1 die  eine     Schienenstossverbindung    im Schaubild,       Fig.    2 im Querschnitt und     Fig.    3 einen Quer  schnitt durch die andere Verbindung mit  durch     Ausstauchungen        verstärkter    Niete.  



  Die     miteinander    zu     verbindenden    Schie  nenenden     liegen    einander im     Stoss    stumpf ge  genüber. Die Schienenköpfe 1 sind an den  Stirnflächen abgeschrägt, so     dass    sie     eine     sich nach oben     erweiternde    V -     förmige     Schweissfuge 2 bilden, die bei der     Schwei-          ssung        ausgefüllt    wird.

   An den     Schienensteg     3 sind zu beiden     Seiten    die Stossstelle über  brückende Laschen 4 angelegt, die sich genau  der Form der Schiene anpassen und     sowohl-          am    Steg, als auch am Kopf- und     Fussteil    der  Schiene satt     zur    Anlage kommen. Laschen  und Schiene enthalten Bohrungen, durch wel  che die Nieten 5 gezogen sind. Die Bohrun  gen der Laschen und Schienen     sind    bei der           Ausführungsform    nach     Fig.    3 an beiden fin  den versenkt, so dass sie sich konisch nach       aussen    erweitern.

   Die in     rotglühendem    Zu  stand eingezogenen Nieten füllen beim Stau  chen die durch die Versenkungen geschaf  fenen Hohlräume aus, so dass die Niete zu  folge Bildung einer ringförmigen Wulst in  der Stossfuge zwischen Laschen und Steg er  höhten     Schaftquerschnitt        und    damit erhöhte  Widerstandsfähigkeit gegen     Abscherung    be  sitzt. Die Verdickung des Schaftes gegen  den Nietkopf zu ergibt eine günstigere Be  anspruchung des Nietkopfes.

   Die beiderseits  des Schienensteges entstehenden     wulstförmi-          gen        Ausstauchungen    verhindern ein vollstän  diges Lösen der Nietverbindungen auch  dann, wenn zum     Beispiel    einer der Nietköpfe  abspringt. Die dem abgesprungenen Kopf  näherliegende     Ausstauchung    übernimmt die  Funktion eines zweiten Kopfes und hält die  andere Lasche noch immer in starrer Verbin  dung mit dem Schienensteg, so dass dadurch  eine erhöhte Sicherheit der Verbindung ge  geben ist.  



  Es     ist        vorteilhaft,    beim Stauchen vom  Nietkopf einen rundumlaufenden Ring 10  abzuquetschen, der sich flach an die Lasche  anlegt. Dadurch wird verhindert, dass die       Nietkopfkamte    beim Stauchen in das Ma  terial der Lasche eindringt und diese  schwächt. Der flache Ring 10, der sich an  seinem Rande bei     Beanspruchung    nach aussen  schwach auf biegt, wirkt wie eine Abrundung.  



  Die konischen     Aussenkungen    in den La  schen und im     Schienensteg    in der     Abscher-          fuge    können am Arbeitsort durch Ausfräsen  der bereits nietbereiten Teile hergestellt wer  den.  



  Die     Schienenfüsse    9 können gleichfalls  miteinander verschweisst werden; dies ist je  doch nicht unbedingt erforderlich, da die  Festigkeit der Verbindung dadurch kaum ge  steigert wird.         Bei        Verschweissung    der     Schienen    werden  vorteilhaft Schweissstäbe verschiedener Härte  verwendet, z. B. bei     Lichtbogenschweissung     verschieden     harte    Elektroden.

   Bei der       Schweissung    des untern Teils des Schienen  kopfes bedient man sich vorerst eines wei  cheren     Sch-#veissmaterials,    während die oberste  Schicht samt der Lauffläche mit einem be  sonderen, dem Schienenmaterial entsprechen  den harten Material geschweisst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schienenstossverbindung,dadurch gekenn zeichnet, dass die Schienenenden mit nur durch Vernietung gehaltenen Winkellaschen verbunden sind, die Stossfuge im Bereich des Schienenkopfquerschnittes verschweisst ist und die Winkellaschen satt an Steg, Kopf und Fuss anliegen.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Schienenstossverbindung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verschweissung der Stossfuge für .den obern Teil des Schienenkopfquerschnittes här teres und für den untern Teil des Kopf querschnittes weicheres Schweissmaterial verwendet wird.
    3. Schienenstossverbindung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1 mit im Be reich der Stossfuge zweier zu verbinden der Teile in eine Ausnehmung gestauch tem Nietbolzen, dadurch gekennzeichnet, dass ein und derselbe zur Verbindung der Winkellaschen dienende Nietbolzen beit- seits des Steges im Bereich der Fugen zwischen Steg und Laschen Ausstauchun- gen besitzt.
CH193283D 1936-10-02 1937-01-20 Schienenstossverbindung. CH193283A (de)

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